Zehnsucht

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Zweihundertsiebzehn Tage bis Silvester. Dann hört Ron auf, mir zuzuhören, wenn es um meine wunderbare Litanei vom ewigen Kurvenleben in den unteren Graden und dem meist Schlimmen und Schlechten meines Lebens geht. Weil er es nicht ertragen kann, will und wird, meinem selben Output zuzuhören, dem er keinen Input mehr entgegensetzen kann, weil es immer das Gleiche ist. So nachvollziehbar. Was willst du einem ewig Leidenden mit auf den Weg geben, wenn er doch über all die Umstände seines Leidens weiss, aber nicht konsequent oder wenigstens einmal richtig einen Bruch macht mit dem, was ihn an all seinen guten Fähigkeiten und Ideen vom schönen Leben hindert? Ja! Mich meint er. 'Radikale Änderung" sagt er, - das klang so bedrohlich, aber ich weiß jetzt immerhin, was ich selbst nicht  vollständig wahrnahm: Sich (mit Hilfe von Marek)  für vollständig schwul und damit endlich allen zu erklären und meinen, damit einen großen Schritt gemacht zu haben, ist auf jeden Fall gut. Direkt im Anschluss so viele Unterstützung von den ganzen lieben Menschen beim JESKOM-Debüt erfahren zu dürfen, ein ziemlich deutlicher Hinweis auf einen genialen Background; daß mir dabei nichts Schlimmes widerfahren ist, ein enorme  Liebeserklärung an mich; damit nun aber loszugehen und für mich das Richtige machen und es nicht auf die Reihe zu kriegen: ein Dilemma, das irgendwann auf Dauer keiner mehr so richtig hören möchte. Ich ja auch nicht. Der Cowboy will andauernd im Kampf verwundet und dann wunderbar gepflegt werden. Harmonie. Liebe. Sucht nach beiden. Ron glaubt, dass ich meine Homosexualität noch nicht so vollständig angenommen habe und deswegen nicht tatsächlich losgehe und dranbleibe auf der Suche nach meiner Liebe. Und ich ... ich denke darüber nach, ob ich das eigentlich wirklich will. Und mein lieber DeeJay, wenn du mal grundtief mit dir ins Gewissen gehst, dann weisst du doch seit ganz ganz vielen Jahren, dass es tatsächlich doch so ist. 217 Tage. Eine sehr gut gemeinte Drohung. Ich wackele. Ganz schön dolle.

Aktion

Große Aktion JESKOM mit D. in der ganzen Stadt. Schlimmer Regen, aber eine wirklich coole Sache. Danach BN. So ein bisschen Selbstzufriedenheit über etwas Erreichtes lässt mich leicht übermütig über die Stränge schlagen. Immerhin ist der letzte Whiskey jetzt alle. Gestern war damit ganz schön schlimmschlecht. Und hab mich daraufhin sehr zusammengenommen. Und heute gabs den ganz frühen Vogel. Seit 5 regelmäßig unruhig. Auch wegen VS Beitrag, der aber nun doch nicht heute drin war. Erst etwas Unmut aber die Hoffnung auf morgen lässt gut denken. Und jetzt fahre ich endlich los: FloraPark Apo Plakat aufhängen, Tickethaus und noch endlicher: Fundus :-) Sind alle beide da ... Danach zu Micha und ich bin zuversichtlich, dass ich mir ganrichts zurechtrücken muss, um ihm von mir zu erzählen. Auch wenn ich weiterhin nur diffus über die zurückliegenden Wochen schleiert denken kann. Fakt ist: PT ist cool. Woran es ansonsten hapert, ist wie immer schwer zu beschreiben, aber wenn ich die Kurven einfach ein bisschen stabiler machen könnte, wär' mir schon geholfen. Hab genau JETZT Lampenfieber. Vor Fundus, Micha und dem 30.05. Ach: vor allem. Weil ich gerade so'n bisschen mutig bin. (12:00)

Feiges Element

Bin drauf und dran, Micha morgen abzusagen. Ich kann irgendwie in dieser dumpfen Phase nichts klar fassen, erklären, realistisch einschätzen. 'Tumb und dumm' fühle ich mich. Zu nicht vielen Dingen in der Lage und eher die Vorstellung, dass eine kleine Störung im ansonsten eigentlich vorhandenen Gleichgweicht mich völlig überfordert dastehen liesse. Wie sagte Barney Gamble "ich bin feige und habe Angst, wie alle Alkoholiker auf dem Weg der Besserung'. Fehlt noch der Weg der Besserung. Was würde passieren, wenn meinen Eltern in Richtung Ibiza was zustösst? Wenn meine Wohnung brennt? Eine erneute Betriebspüfung ins Haus steht? Dämliche Vergleiche, ich weiss. Aber so fühlt sich das an. Ich habe Angst, gegen einen Baum zu laufen und orientierungslos voller Panik nichts tun zu können. Bin heilfroh, dass ich von solchen Schicksalsschlägen offensichtlich verschont bleibe. Ist echt merkwürdig: Es gibt sie doch, die Menschen, die ihr Leben gut auf die Reihe kriegen und vorwärts schauen und die dann von einem unheilbaren Leiden oder einer echt schlechten Reihe von Tagen getroffen werden. Ich versumpfe immer wieder und theologisch dürfte mich der Blitz treffen. Aber nichts passiert. Im Gegenteil: mir geht es körperlich sogar total gut. Ich weiss überhaupt nichts mehr so richtig, drifte sogar emotional irgendwie flach weg  und warte irgendwie auf den Punkt, an dem ich sage: So! Jetzt! Aber die Aussichten stehen im Moment nicht danach. Wohl aber das Wissen um diesen kläglichen Zustand.

Nachtrag

Ich kann wieder weinen. Spüre mich. Lange nicht so gewesen. Gestern "Once" gesehen. The Frames. Eben ein paar ältere  Tagebucheinträge gelesen. Alles stimmt.

das alte 'Ach'

Micha rückt näher (Freitag) und ich weiss nicht, was ich ihm erzählen kann. Liegt daran, dass ich meine Besinnungslosigkeit geradzu herausfordere. Ich komme überhaupt nicht mehr zu klarem Denken, seit ich den Whiskey ordnungsgemäß zu entleeren habe. Deutliche Unvernunft inklusive Unbehagen deswegen und dennoch keine Ambitionen - doch: Ambitionen ja, aber keine Ergebnisse. Versucht und versagt. Und wie elend sind die Tage, bis ich langsam rekonvalesziere, um mich kurz darauf demselben Elend selbstverschuldet anheim zu geben. Ich kann es auch kürzer ausdrücken: dieses verschissene Rumsaufen macht mich kaputt. Und der schlaue Alkoholiker schreibt blumig über diese Scheisse. Wie fing dieses Tagebuch an? 'Mach mal richtig hier! Damit das was wird'? Und? Was wirds? Hab gerade im BN das Plakat Songtage gesehen: 20.März bis 14.Mai. Exakt die selbe Menge Zeit, die ich bis an meinen Geburtstag alkoholfrei zugebracht habe. Und seitdem gehts mehr oder weniger drunter und noch drunter. Andere ändern alle 7 Jahre ihr Leben. Ich mach das alle 7 Wochen. Naja, hiesse immerhin, ab nächstem Montag ist alles wieder gut. Wars denn gut? Schon wieder die selbe Frage. Ich lerne nichts aus meinen Erfahrungen oder wie? Oder ich empfinde meine Leben nicht als schön. Was ist mit Patrick? Dieser schönen Begegnung? Ich denke mir wohl 'ach naja, der fühlt sich bestimmt angemacht, ist null schwul und ...' Oh Mann, was für ein Mist. Kann ja nix werden so. Stattdessen bringe ich die jeskom DVD nicht in den Fundus zu ihm und Katrin, obwohl Katrin mir dort wohlgesonnen zur Seite steht. Und wenns nur eine neuerliche Begegnung ist. Armer armer DeeJay. Ich bin nichtmal in der Lage zu beschreiben, was ich denn gespürt, gemerkt, beobachtet habe während der bierfreien Zeit. Alles plätschert dahin und strengt an, der Audioguide ist nicht übel, fordert mich auch, aber bringt mich nicht auf den Punkt, auf den ich mittlerweile nicht mehr langsam und sicher, sondern sehr bald kommen muss. Is' nich schön. Wie wahr. Mir gehts nicht gut. Und ich weiss, dass ich ohne diese Selbstzerstörung viel besser drauf bin. "Eigentlich". Weil: warum bleibe ich dann nicht dran? Wo liegt das Problem? Wenn ich wieder etwas klarer bin, muss ich mir das komplette Konstrukt hier nochmal durchlesen und hoffe, dass ich nicht weiterhin so schlau tue, als würde ich es begreifen. Aber was dann? Was kann ich denn tun? Diese Momentaufnahme inklusive des Rotweines nach den 3 BN Bieren ist typisch für mich. Das mit dem Blitz ist erlogen. Mister Ringelnatz

Nachlicht

Ich bin erstaunlich fit, wenn ich auch eben erneut ein bisschen über den Strang geschlagen hab. Ein intensives und langes und für mich so deutlich aufmerksames Gespräch mit Ron im BN. Ich hab das Gefühl, alles überblicken, begreifen und tun zu können. Bin richtig dabei. Kann ich mir wie wohl auch der Leser dieser Zeilen mit dem gestrigen Erlebnis im Kaufladen erklären. Das war so ein feines Gefühl. Und ist noch nicht zu Ende. Ich bleibe dran. Morgen = gleich kommen Inga & Ulli für den Audioguide und es gibt anständig zu tun. Auch im PT. Druck KiKuTa Broschüre mit all den Hindernissen, KultGutschein, Video Elke ... ach naja. Nicht hier und jetzt. Ich fühle so eine kleine Hochphase, bei der ich aus Erfahrung heraus Angst habe, dass sie sich 'Puff' verflüchtigt. Dabei ist meine Abneigung gegen diese alkoholisierten Dump-Phasen noch garnicht lange her (siehe Wochenende Mand Geburtstag bzw. vorher). Zwei Tage fit und es ist heller. Naja- es ist auch heller wegenn gestern. Egal ob und was draus wird - ich hab gespürt, dass mir etwas inne wohnt, das nach Liebe, Harmonie lechzt. Und gestern war so eine Situation, aus der heraus ich mir all das so schön vorstellen konnte. Ich weiss: Obacht: Noch lange kein Garant auf Erfolg. Wär auch blöd, mich darauf einzubrennen ... aber einen wirklichen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Nu los jetze: ich bin frei. Und die Dinge um mich herum sind allesamt möglich. Ich merk's doch. Spür's. Und liebe es. Am 14.05. Gespräch mit Micha. Das zweite. Und weiss nicht, was ich ihm sagen kann. Es springt in mir hin und her. Ambivalent. Himmel & Hölle. Leben & Tod. Mein übliches Leben.

Frühlingslicht

Was immer es war, es war so: Im Kaufladen an der Kasse stellt sich jemand Schönes hinter mir an und ich gucke kurz. Dann gucke ich nochmal und denke: "hmmmm". Und dann überlege ich den Satz von Tob damals, als er meinte, 'du musst ihm in die Augen sehen. Bewusst. Direkt. Dann merkst du schon, ob es interessant, aggressiv oder nichts wird'. Der guckt. Länger als ich mich traue. Die Kassiererin hat ein Problem mit einem Bierpreis. Ach wenns doch nur der Preis wäre. Jedenfalls dauert es. Und ich weiss nicht so recht, wohin mit mir und meinem Blick. Er kauft Kæregarden und Lucky Strike und ich denke: "hmmmm". Dann bricht er das Schweigen: "Wie wärs mit 'Anna an der Kasse'? Da kann man bestimmt auch einen schönen Song draus machen". Verdammt, er weiss was über mich. Was offensichtlich Gutes. Ich freue und schlängele mich ein bisschen durch mehrfache Assoziationen und sehr positive Gefühle. Als ich ihn frage, ob er denn schon irgendwann mal was von mir gehört hat, macht es "hmmmm" während er sagt: "Bei der Wille Känina Show im Puppentheater. Dann letztens im Flair und am 30.05. garantiert wieder." In mir jagt ein 'Wao' das nächste und er setzt gleich dazu, dass er von Katrin Schütz- seiner Kollegin ausm Fundus mitgenommen wurde, weil er sich die Wille-Känina- und little Jeskom-Show ansehen sollte. Nun hat er die CD. Seitdem liefe die Musik bei ihm / denen (irgendwo im Theater?) rauf und runter. Ich versuche nur noch zu sagen, dass ich Katrin ja mitteilen könne, sobald wir ein paar Vorabveröffentlichungen haben und er freut sich sichtlich. Ich mich auch immer mehr und schaffe es gerade noch so, ihn nach seinem Namen zu fragen. Patrick. Und Patrick sagt: "Wunderbare Musik. Bloß nicht aufhören. Bitte weitermachen!". Und das ist hiermit versprochen! Und geb ihm die Hand drauf. Fahre 'hmmmm' nach Hause, denke sehr spontanerheitert über das von eben nach und freue mich aus einem Jeskom-Grund und einem ohne M. Zumindest einem 'vielleicht'. Katrin- ich brauche dich jetzt dringend. Dann weiche ich beim Essenmachen die kleine Schnitzelpfanne von gestern in heissem Wasser ein. Mit Öl.

Gravitation & Fliehkraft

Zwei Text-Ideen aus B lueNote und Ron: "Wenn sich alles wiederholt, ist die Zeit für etwas Neues gekommen." "Wir sitzen im selben Boot und ich kann auch nur rudern." sind thematisch mal wieder passgenau, wenn auch das Boot plötzlich fast einen für mich negativen Beigeschmack hat. Aber da bricht vielleicht wieder auf, was da sagt: Die Menschen um mich rum sind nicht ewig geduldig mit mir, wenn sich aus all den Hilfestellungen und angebotener Liebe, Freundschaft und den Möglichkeiten nichts entwickelt. Was hübsch den ersten Satz auf den Plan ruft: "Wenn sich alles wiederholt..." Tadaaa. Die Musik ist schon da, also lass mich was draufschreiben und endlich zur Besinnung kommen und weitermachen. Ich glaube, dass eine erhöhte Geschwindigkeit meiner vielfachen Aktivitäten um ein uncooles Seelenzentrum herum die berühmten Fliehkräfte provoziert, die mich damit vom zentralen Finsterpunkt auf Distanz halten und überleben lassen. Nix mit Prioritäten. Wie beim Mond um die Erde. Wird der langsamer, stürzt er ungemach auf die Erde. Katastrophe. Aber wie schöner wäre es, mich entspannter um einen spürbaren positiven Kernpunkt zu bewegen, der mich alles ruhiger und überlegter angehen lassen könnte, weil das Zentrum ja die schöne Gewissheit selbst ist. Fuck off da Gravitation! Die Gezeiten sind zu stark. Kenn ich irgendwie von meiner Mom. Aktion versus Depression. Ach ich armer armer (alter) Mann. Kann das mal aufhören? Ein Gedanke zur Nacht. Nich schlimm. Und wahrscheinlich auch ein bisschen hanebüchen im Vergleich. So geh ich hin und versuche, den Ball flach zu halten. Whiskey.

Narziss putzt seine Spiegel

Ich brauche eine Freu-Basis, um Unsinn, Kunst, Quatsch und Aktion machen zu können. Auf einem Trauerkloß rumwürgend und sich heimlich an Spiegeln vorbei schleichend, weil ich weiss, dass es nicht gut aussieht - lässt sich nichts sonderlich Schönes anfangen. Ich vermisse die kleinen Aktionen; ob Film, Foto, was bauen, was komponieren, texten, entwerfen, was wegfahren, was herholen. Dumpf dröhnt es aus dem Beton. Und mir kommt es wirklich so vor, als währen die Jahreszeiten allesamt zu Ende. Wimmernd über den Zustand dessen, was die Songtage für mich werden liessen, was ich selbst nicht ändere, angehe, Realität werden lassen kann. So ist das gerade hier ein bisschen und ich räume ein weiteres bisschen auf und mache hell und sauber und Blumen und Essen. Immerhin. Nimm all deinen Mut. Du weisst doch das du nicht alleine bist.
(irgendson berühmter Sänger aus M. an der E.)

Frühlingsvögel

Es merkwürdigt sich so dahin, ich entkomme knapp und fast rechtzeitig dem GOO und habe dennoch nächsten Tags oft nur halbe Kraft voraus. Höre im Moment Homi Guitar und es plätschert sich wundervoll so dahin. Hab Zeit für mich im PT bis zur Fotosession um 6 und nhme mir vor, bis dahin den Audioguide endlich auf volle Touren gebracht zu haben. Es ist in der tat nicht ganz professionell, das merke ich sehr zum Leidwesen meinerselbst und am Handling des Projektes, das sich zeitlich sachte dränglichst bemerkbar macht. Ich hege weiterhin ein so schönes Gefühl, jemanden im Arm zu haben, jemanden lieb haben zu wollen können müssen. Eine Liebe, eine Unterstützung, Forderung, ein Trost, ein schöner Mensch. Und ich weiss, dass ich sowas nicht bauen - nur die Augen offen halten kann. Gemein, wenn für 90% der Leute im Grunde alles klar und einfach ist, auch wenn von denen wahrscheinlich auch nur 70% wirklich felsenfest hetero sind und von denen wiederum weniger als die Hälfte wirklich glücklich. Was für'ne nichttröstende Milchbubenrechnung. Es ist Frühling und morgens verfolgen sich paarweise sämtliche Vögel fröhlich zwitschernd auf dem Blick durchs Schlafzimmerfenster und mich packt der pure Neid. Ich bin doch auch ein Vogel. Wenn auch ein manchmal schräger. Oder komischer. Ich muss sehr sehr aufpassen und mich stabil machen.

Besinnungslooser

Ich vestehe mich weiterhin nicht. Wie kann ich mich so gehen / hängenlassen? Sieben Wochen Pause und wahrscheinlich sieben folgende Wochen abschiessen. Das ist weiterhin überhaupt nicht gut und ich hab keine Idee, ausser einfach wieder damit aufzuhören. Sicher ist nicht alles besser geworden in der 'klaren' Zeit, aber ich habs wenigstens deutlicher gesehen und gespürt. War das zu wenig / nicht ausreichend, um eine Idee zu generieren, die nicht mit Erledigungen und ToDo-Listen zu tun hat, sondern mit der Idee, mir ein schönes Leben zu verschaffen? Ron bringt es immer wieder so schön auf die sachliche einfache Basis, aber ich kann es nur hören, für richtig befinden und ... weiterhin Schindluder mit mir betreiben. Abgesehen von den sporadisch positiven Angriffen auf die Dinge, die nur dazugehören. Die aber nichts an der Basis ändern. 'Fängst gut an und lässt stark nach'. Und Ron hat es wunderbar ausgedrückt: "Wir sitzen im selben Boot, aber ich kann auch nur rudern." Was mir fehlt, ist wahrscheinlich ... naja, menno ... doch der SteuerMANN. Mein Rückhalt, mein Anstubser, mein Aufräumer, mein Kritiker und Liebhaber. Hab bei Adam Rafferty im Bluenote am Samstag Micha wiedergetroffen. Wir werden uns sehr bald wieder zu einem Gespräch treffen. Und ich glaube Ron, wenn er meint, eine kontinuierliche Hilfe ist eine bessere. Eine, die nicht nur wie beim ersten Gespräch von aussen betrachtet ein paar Dinge bei mir zum Denken bringt (damit ich es daraufhin wieder irgendwann und -wie sein lasse), sondern mich fordert und anständig anstrengt. Ohne es polemisch oder übertrieben zu meinen, ist mein Leben so wie es jetzt ist, unglaublich anstrengend und einigermaßen aussichtslos. Ich tu' mir weh und es schmerzt tatsächlich enorm.

Labil

Ich glaube, ich bin so weich und unentschlossen gewesen und bis heute, dass mich mit gekonnter Argumentation auch eine Sekte für ihren Glauben gewinnen könnte, wenn es nur nach kurzfristigem Erfolg riecht. Längerfristige Erfolgsfährten mit dem berühmten Dranbleiben und konsequenten Verfolgen eines eigenen Zieles sind eher im Reich des Unbekannten angesiedelt. Würde ich auch unter einem Nazi Regime im Warschauer Wald gemeinsam mit anderen eine Gruppe 'schlechter Menschen' mit großen Salven abknallen? Na? Würde ich mich nicht doch eher immer auf die Seite der Mehrheit mit gemeinsamen Zielen schlagen, weil ich nicht imstande bin, eigene zu entwickeln? Warum hat mir die Armee im Nachhinein so gefallen? Weil es eine Gemeinschaft war, die in der selben Not stand. Naja okay, das wird jetzt wahrscheinlich etwas ungenau in den Vergleichen. Immerhin würde ich ich nie wieder in den Dienst eines Staates stellen, um dessen Interessen zu realisieren. So stehe ich im Dienste der Stadt und realisiere meine gleich mit, weil wir die gleichen Absichten haben. Und die sind nicht böse. Was will ich eigentlich sagen? Der kalte Entzug war richtig komisch. und zwei Tage später stand ich wieder im Dienste gemeinschaftlichen Bieres. Das erkannte Problem bleibt: Das Bier in BN oder anderswo ist nicht das Problem, das ist garnicht so wild. Es ist das 'danach' zu Hause. Und es bleibt das 'warum' wieso das so ist, wo ich doch um die frische Erkenntnis, einen neuen Tag früh, mit Licht, Luft und schönen Ideen beginnen zu können und zu lieben, weiss. Audioguide wird viel. Sehr viel. Ein großes Ding. Und schon glaub ich, danach immer weiter abbauen zu wollen, damit wirklich nur noch Puppentheater und Jeskom übrig bleiben. Das sieht eigentlich ja auch so aus, aber es wird nicht dazu kommen oder? Conrad hatte mich auf die neunt-erneute Idee gebracht, vielleicht für das kommende Weihnachtsgeschäft die Domsagen doch noch anzugehen. Der ist jedenfalls konsequent und irgendwann schafft er' das ich es es mache. Dabei hab ich noch nichtmal die Harzer und Drömlingssagen anbgerechnet. Manchmal bin ich ganz schön müde vom vielen Herumlaufen auf dieser Welt. Das merke ich daran, dass ich glaube, immer auf das Ende eines 'Projektes' hinzuarbeiten, um dann endlich ... ja was dann eigentlich? Der Weg, das Ziel, die beiden. Leben macht Mühe, wenn man immer nur am Bedienen ist oder an der Ladentheke steht oder wenn ich es einfach nicht realisieren kann, das gerade das hier mein Ding, mein Leben sein soll. Da ist mir schon manche Probe Jeskom Arbeit von der ich denke, ich tu's für irgendwelche anderen Leute. Ich bin echt kurzfristig.

Kalter Entzug

Was für ein Tag. Das mit Ostern ist und bleibt und war nicht gut. Und nicht richtig. Und das Einschlafen gestern war sehr schwer. Große Vorwürfe und Bestrafungsmodalitäten durchlebt. Und die Masse an Verfehlungen verfehlt ihr Ziel nicht beim erneut abrupten Stopp. Ich merke das daran, dass ich jetzt durchaus spiegeltrinkbereit bin. Aber da muss ich jetzt durch. Und morgen wird das alles ganz sicher erstmal wieder viel leichter. Insgesamt aber bleibt es weiterhin gefühlt so schwer. Nich so schön.

Alkoholisch wässriger Auszug

Es ist unglaublich. Es ist ist schwer zu tragen, fassen, glauben. Ein ganzes Ostern dahinversoffen. Immer abends. Immer mehr. Immer von da aus, wo ich mich befand (Osterfeuer Wolfgang, BlueNote) musste es zu Hause weiter gehen. Unabhängig davon wieviel ich vertrage und nächsten Tags abarbeiten kann oder mir so dahindenke ist es eine große Farce die da abläuft. Und es geht mir so schlecht, einen ganzen Tage lang. In diesem Fall ganze 4 Tage. Und genau jetzt, in unweiser Voraussicht auf das, was zu tun ist, warte ich die Zeit ab auf dass ich schlafen kann und leere derweil die Reste der weissen Weine und Jeverschnäpse. Und weiss, wie bekloppt das ist. Ich weiss ja, wie das ist, wenn man nach den Partys ausdünstet. Wo aber war die Party? Und ich hab mir was ausgemalt für die vielen freien Tage: rumfahren, Leute besuchen, was Schönes schreiben und sowas. Rumleben. Alles im Eimer. Vorhin beim elterlichen Essen von Mamas Worten vollgestopft kam es fast wieder zum Overflow - dem Gefühl, gleich an Kreislaufversagen zu sterben oder wenigstens umzufallen. Aua aua. Es ist eine klare Sucht, nach dem Zeug zu greifen, obwohl es nichtmal cool schmeckt. (Jeverschnaps) Aus dem permanenten Missbrauch ist eine Abhängigkeit geworden, die nicht mehr so leicht zu kaschieren ist. Nach aussen vielleicht. Aber innen ist wichtiger. "Aus dem Tagebuch eines Trinkers" - vielleicht wird das hier sowas. Und wenn ich dann endgültig umkippe, hoffentlich gerettet und aufgebaut werde, sollten meine Helfer das hier lesen. Das Bild von mir ist mir auch klar und auch die Ideen, Möglichkeiten und Ratschläge könnte ich mir selbst en masse geben - allein ich glaub mir nicht. Oder: Meine Harmoniesucht ist vielleicht prima, aber wahrscheinlich nicht realistisch. Da gehts um Gemeinsamkeit, zusammen was Neues aufgreifen, erleben, spinnen, tun. Ohne Angst. MIT einem Selbstbewusstsein, das garnicht erst den Gedanken an (m)eine Selbstzerstörung zulässt. Filme drehen, Photographie, Musik, Abenteuer, ferne Länder. Liebe, Schönheit, Echtheit. Schauspiel, Bühne, Licht, Lachen, Applaus. Verstand, Akzeptanz, Toleranz, Höflichkeit. Komisch ist dabei, dass das alles immerwährend ein und dasselbe Problem zu sein scheint. Was ist es denn, was mir an der Seele nagt und mich immer wieder so unglücklich sein lässt, um solchen Unsinn, solch Schindluder mit mir zu treiben? Illusorische Filmstreifen tun sich da auf, in denen der Hero ein toller Typ ist, geliebt wird und alles richtig cool ist; er sich selbst aber opfern muss in seinen Zerwürfnissen mit der Welt. Bukowski, Nietzsche und wie sie alle heissen. Ich mache ab morgen wieder 'Artigsein' und glaube dennoch nicht recht daran. Wenn ich etwas Richtiges vor mir habe, eine Idee, ein Ziel, einen automatischen Willen dazu: dann ist alles möglich. (Puppentheater? Na?) Nur haben sich leider diese Ideen in langer letzter Zeit ziemlich verflüssigt und ich habe ein bisschen Angst, dass ich meinen Horizont der Möglichkeiten zwar nicht erreicht, aber trotzdem keine weitere Kraft, keinen Mut habe, mich auf mein Leben einzulassen. Dieser Gedanke wird bestimmt nachher wieder entschärft sein, weil ich ja angetrunken bin, aber im Ganzen ist es ja doch irgendwie so. Das geht auch nüchtern. Nur nicht so leicht. Mistkram.

Vollständige Meldung

Als gälte es etwas nachzuholen, tu ich Unmengen uncooler Getränke in mich rein. Auf die übliche Art: 'draußen' noch okay und der Absacker zu Hause besteht gerne in einer vollständigen Flasche Wein. Ebenso als Dysfunktion hat sich herausgestellt, es als eine Art Bürde aufzufassen, wonach, wenn alles ausgetrunken ist, ja dann nichts mehr passieren kann und ich vernünftig werde. War ja von Anfang an Blödsinn, ich weiß. Habs mir immerhin drinnen schön gemacht und hoffe, dass ich mein Ostern nicht versaufe. Dabei hab ich mich so drauf gefreut: Rumfahren, Elbefeuer, Mannhausenfeuer oder Grünes Tor Disko; Songs aufnehmen, was schreiben, Audioguide voll durchplanen und sicherer machen [...] Es läuft wohl wieder drauf hinaus, es ganz zu lassen. (Augenbrauen hochzieh und bedenklich mit dem Kopf wackel) Na dann geh ich mal ins BlueNote. Wenigstens isser ehrlich.

Latenzstreifen

Nunja, es gibt weiterhin niemanden und nichts verantwortlich zu machen für meine gewisse Lethargie im Fühlen & Denken, eingeschlossen mich selbst. Manchmal glaube ich, eine Menge Wiederholungen von Geschehnissen und dazu lange Halbwertzeiten zu brauchen, ehe ich etwas vollständig kapiere. Da schleichen sich gern auch Gedankenspuren von Demenz oder sowas auf. Liegts an meinen stark ausgeprägten Sinuskurven oder den letzttägigen Aktionen? Jedenfalls machen mich solche Tage, an denen ich grundlos platt bin, immer etwas nervös und lassen mich gleich abdriften in solche Gedanken wie: Du bist garnicht mehr fähig, dich einer wirklichen Liebe zu öffnen; du wirst nie auf einen konkret-stabilen Nenner als solide Basis für dein Denken und Handeln kommen; du bist stark abhängig von glücklichen Umständen, anderenfalls bekommst du nichtmal einen Beitrag für die puppe4 gut hin. Mir gehts erstaunlich gut - es tut nichtmal irgendwas weh. Draußen wird es immer mehr Frühling, es duftet nach Licht von weither und ich dünste hier rum. Okay, ich mach mal doch was verantwortlich: Donnerstag Berlin, 3 Fotosessions bei mindestens drei guten Menschen, Freitag Dresden bei Conny und Marion und Elbe und Gewitter, Samstag Wille Känina gut gesungen, danach mit Ron etwas Bier und zu Hause eine Tonne Wein, Sonntag früh verschlafen, nach der Zeitumstellung in quasi echt um 8:00 von der MozartGang abgeholt und nach FF am Main (Neu-Isenburg) gedampft, eine gute Show mit teilweiser niedriger Kreislauf-Niveau-Bilanz hingelegt, backwards home, um drei nach zwei Flaschen Bier einmal geschlafen und Montag nicht ganz richtig drauf. Schwimmen, Sauna, Schwitzenschlaf (Wechseljahre!) und auch heute etwas schlapp im Niveau. Naja gut, da ist dann doch schon was dran, dass ich so hümpele. Und schon wider glaub ich, das Gefühl und die Erfahrungen der 7-Wochen-Periode schon wieder vollständig zu vergessen und es umzubauen in irgendwas, was nicht schlecht war, aber mehr weiß ich jetzt auch nicht mehr darüber. Nun, es wird Ostern und ich bin guter Hoffnung. Und ich glaube, ich will mich ernsthaft verlieben. Lieblings-Sportsgeist sagt: Mach schick die Hütte, fühl dich wohl darin, setz' dich in dein Auto und mach Ostern, schreibe Songs und sauf dir nicht die Hucke duster. Wohlan denn.

the life after

Die erste Antwort lautet: OH! Das war viel, das war intensiv. Das war groß. Ein Samstag freundesvoll, geschenklastig,  bestätigend, Mut machend, freundlich, friedvoll, budgetkillend, überraschend, überwältigend, übernächtigt. So gegen Mittag kam ich ins (zweite!) Bett, um 5 gings weiter und um 8 war ich nach BN Ausräumung mit mir in einer durchsumpften Wohnung, Stimmung, vagen Vorstellung darüber, wie ich wieder auf Normal Null komme. Es wird so sachte. Heute werde ich alle Geschenke besuchen. Im PT wohliges Empfangen. Blumen von Sybille, Champagner vorn Doris, nochmal Blumen von Micha und herzlich-schönes Beileid all der anderen. Das war so eine schöne Situation nach meinem Kuchenbombardement mit der ersten Zigarette und Sandy und Tobi, der morgen auf die Kanaren fliegt, im Hof im Frühling zu sitzen. Is' schon ein bisschen Heimat so. Ansonsten rumpelt es noch ziemlich in mir; es war ganz schön dolle das alles. Und nicht zuletzt der Umweg von der Partycouch zum gewissen Extra, zum C.Stelldichein (oder legdichin?). Jedenfalls hab ich mir währenddessen noch Gedanken gemacht, dass ich doch umsomehr die Liebe dazu brauche. Sonst wird es nichts. Aber die heisse Schärfe hat mich noch den gesamten Sonntagabend begleitet ... Jetzt sammle ich mich und passe gut auf, dass ich dem Alkohol weiter so zugeschlossen gegenüberstehe, muss aber sagen, dass ich im Moment keine Bedenken deswegen habe. Und es gibt schließlich auch viel zu tun. Und wenn ich das gut gemacht habe, sollte die Belohnung lieber in einer Liebe auf schönen Wegen als in stumpfen Gelagen liegen. Im Moment liege ich selbst in einer sanften ruhigen Welle, die mir Geborgenheit vermittelt. Und ein Clown passt wie so viele andere auf mich auf und eine Taschenuhr tickt daneben. Es ist alles gut!

2x20x20

Es geht los. Party zu 80st. Bin heute sehr ermüdet verwacht, konnte kaum einschlafen. Eben nach 1,5 Stunden PMR (von Micha) doch noch ziemlich erholt und ausgeruht. ich werd's wohl packen. Auf dass die Flucht nach vorne eine schöne wird. Naja, wassn auch sonst, hä? Ich will zumindest jetzt dringend einen Freund. So. Und das ist mein Wunsch ans Universum. Go Baby.

40

genau so. kawumm. vier jahrzehnte. vorbei vorbei vorbei vorbei und wieder los; die nacht verkauft die sterne, macht mich in dir groß. in mir. mit dir. keine angst. keine schmerzen.

boing...

Kurz vor BOING und nach dem ersten Alkohol (und unvernünftigerweise gleich in knapp 3 Flaschen) habe ich mit Ines ein cooles Chillie mit sehr lauten David Gray, Franz Ferdinand, Reggae, weiterhin Wein (Pinot Noir) und vielen Gesprächen gekocht. Da isses wieder, das Gefühl, wenn man einen an der Kanne hat und sich ein bisschen lallo fühlt. Der Countdown läuft, es ist gleich zu Ende und ich bin in der 40 Ära - ach was solls. (genau das ist der typische Ausdruck eines Betrunkenen). Festgestellt habe ich heute- wie schon vorher, dass die quasi bestimmenden Leute in Politik, Wirtschaft, Sport und sonstwo im gesellschaftlichen Leben nahezu alle entweder in meinem Alter oder jünger sind. Na gut, vielleicht nicht ganz, aber es ist schon beachtenswert, wenn ein 25jähriger CDU-Kandidat der Sachsen-Anhalt Regierung hübsch ins Volksstimme-Bild lächelt. (wirklich hübsch). Ich glaube, ich bin halbwegs vorbereitet für meine Flucht nach vorn. Es werden morgen an die 80 Leute im kleinen BlueNote sein. Schön so und groß und laut und viel. Und JESKOM Premiere zu dritt. Bisschen Panik.  Wie ich das alles überstehe, weiß ich noch nicht genau, aber es wird letztlich okay sein - nicht zuletzt wegen der ganzen Leute, die sich extra für mich auf den Weg gemacht haben. Und ich hoffe so sehr, dass es ein guter weiterer Weg für mich wird. Auch ohne "ach klar, natürlich, gerade jetzt!" und sowas. Einer, mit dem ich mich arrangieren kann, mit dem ich klar komme, auf dem ich mich mit guten Aussichten auf Liebe (!), gegenseitigem Respekt, det bisschen Freundlichkeit und Harmonie sicher bewegen kann. Weil: es is' schon so, dass ich gerne leben möchte.
10 Minuten. Bestimmt klingelts gleich. Blödsinn sowas. Ich weiß.  Und doch sowas komisches. Alter Mann kommt.  Ach armer armer Jesko :-)
Bestimmt klingelts gleich.

das Gute zuerst, das Schlechte vergiss

Wenn ich versuche, eine negative Situation im Nachhinein zu beschreiben, wirds schwer. Schönes / Olles Beispiel dafür gerade eben in der FW bei der Ausstellungseröffnung Engel. Kubon erklärt mir seinen Klärungswillen über die Unschönheit der Entwicklung jeskom & songtage. Ich weiss genau was er meint, bekomme es aber nicht richtig erklärt. Und rede schnell und unzusammenhängendes Zeug. Und damals (garnicht lange her) war doch alles so eindeutig? Hab nur noch die Fetzen im Kopf über: Grosskom geht also nicht, Jan präsentiert sich lieber selbst und kann Konkurrenz nicht brauchen; Kleinkom im Cafe Central oder aufm Werder wollen wir nicht, Ron und ich mit einstimmiger Meinung dazu, Songtage-Verein ohne "Denken an mich" und wieder Mitstreiter- diesmal Dorschi und Jana gefunden. Verbündete, die den Moment realstimmungsgerecht rechtfertigen. Die Zusammenfassung besteht in "ich hatte Recht, Jan ist doof" und wenn alles gut geht, keinen negativen Hängenbleibopfern. Weiter gehts ...  Aufarbeitung des Schlechten ist für mich schwierig. Kenne das mit Mandy noch sehr gut: Ein negatives Gefühl, bin angeschossen und verletzt und im Nachhinein ist alles so schwer rekapitulierbar und der andere steht so merkwürdig "er hatte Recht und Jesko ist doof" da. Ehe ich das hier richtig gemeint auf den Punkt geschrieben kriege, vergehen Universen. Ich gestehe mir leider weiterhin Angst, mageren Selbstwert und gefühlte Blödheit bei solchen Dingen ein. Mitsamt meiner Sucht nach  Harmonie ist kritische Aufarbeitung ein kritisches Thema, das es aufzuarbeiten gilt. Peng! Vergleiche sind doof, aber oft wünschte ich mir schon, mehr zu mir selbst stehen und mich auch dabei deutlich machen zu können. Dann würde ich auch keine so große Panik mehr haben, das Leben einfach nicht begreifen zu können und ... und schon kommt mir das hier etwas weinerlich in den Sinn:
Du musst das Leben nicht verstehen, dann wird es werden wie ein Fest. Und lass dir jeden Tag geschehen so wie ein Kind im Weitergehen von jedem Wehen sich viele Blüten schenken lässt.
Sie aufzusammeln und zu sparen, das kommt dem Kind nicht in den Sinn. Es löst sie leise aus den Haaren, drin sie so gern gefangen waren, und hält den lieben jungen Jahren nach neuen seine Hände hin.
Rainer Maria Rilke, 8.1.1898, Berlin-Wilmersdorf
Ja. Dabei belasse ich es wohl besser erstmal. Erstmal.
Nachtrag: Jetzt erst fällt mir das wieder ein: Es ging auch um die Songtage-Webseiten, die Fotos und Jan's nebenläufiges "da meldet sich dann wer, der das übernimmt" und sowas. Da gabs kein Tacheles, sondern umwegliche Abfuhr. Natürlich wegen Geld. Aber wo keine Frage, da keine Antwort. Und sowas vergess ich immer so schnell und wundere mich dann, warum das "damals" so schwerwiegend war. Nich so gut.

Schwitzwasser Ahoi

Von der wundersonnigen Idee eines Wochenendes mit jeskomfoto und Licht und Musik und Frühlingsluft blieb also nichts ausser dem Kampf mit der nassen Seite Nacht, die sich aller Himmelsrichtungen bediente. Zum Montag. Zum Dienstag auch. Aber es wird schwächer. Und ich nur unwesentlich stärker. Aber das ist wiederum Wahrnehmung. Mein tosender Kopf bringt es und mich weder fertig noch auf die Couch, um mich dort einfach nichtstuend kurieren / erholen zu lassen. Immer is was, immer mache ich was. Auf djesko.de melden sich nach und nach immer mehr Leute, die mindestens zu vierzigst am zwanzigst Beistand leisten wollen. Gut so. Die Leute und den Beistand brauche ich und morgen ist Probe dafür. Hoffentlich halte ich das durch. meine erste Krankschreibung. Und Bechterew-Vorbereitung. So wie damals übrigens auch schon! Hab ich das damals in 2000 und 2001 wirklich oder absichtlich überhört? Die Bereitschaft des Bechterew'schen liegt vor, allerdings ohne entzündliche Ausbruchsfaktoren. Ich bin fit und sollte mich mit Training und Bewegung den Rest meines Lebens sehr freundlich duzen. Senkrechte Striche an die Wand und ruhig dem Drang nach Streckung nachgeben und geradebiegen. Ein Stück weitere Gewissheit. Das Ende! Oh Gott oh Gott! Schein irgendwie ganz gut drauf zu sein. Nicht des Endes wegen, aber es geht mal wieder voran. Und bevor ich's vergesse (!): Über 4 Wochen alkoholfrei sind sehr in Ordnung, gehen weiter und ich mahne mich mal jetzt schon, nicht irgendwann wieder dem bekannten frühling'schen Muster zu verfallen, bis nach ausreichend Siechtum im Dezember wieder alles allerschlimmst ist. Da sei mir zeitigst das Zurückblättern auf Januar kältestens empfohlen und der Titel meines Blogs ans Herz gelegt.

Tod & Liebe

Schweres Erkältungsklappern brachte mich an einem Samstag um 10 ins Bett, alles uiuiui schlimm und dabei hatte ich mir vorher noch gedacht, das Wochenende fürs "Aufgabenfreie" Erholen zu nutzen. Körper versus Geist. Guter Körper! Da es mir unmöglich erschien, die Hände unter der Decke für das Halten eines Terry Pratchett hervor zu überreden, blieb ich da so liegen und starb. Und hier ist die Geschichte: Mit Mühe schleppe ich mich zum Telefon und rufe den Notdienst an. Schwerer Schüttelfrost und eine Enge in Herz und ganzem Körper, dass ich glaube, es gehe zu Ende. Krankenwagen kommt, bitte Handy mitnehmen und Schlüssel hängt an der Tür. Notaufnahme, irgendjemand fragt, wen er verständigen soll. Meine Eltern, Dorschi, Ronald, Mandy. Na klar sind die jetzt ein bisschen überfordert; erst recht als sie mich auf der Intensivstation besuchen. Mit Tränen in den Augen und der Gewissheit: 'Er hats so sehr versucht, aber Herz & Seele haben aufgeben müssen'. (Ich weine dabei ganz genau so mit, schließlich hab ich selbst das gerade erfunden). Meine Mom spricht mit Dorschi, Ronald, Mandy und alle wissen nicht weiter und stellen sich auf das Schlimmste ein. Irgendwann wache ich ein allerletztes Mal auf und schreibe auf einen Zettel: 'Es geht einfach nicht. Schade'. Dann sieht es fast so aus als würde der Cowboy sterben. Wenn, ja wenn nicht plötzlich so ein Pfleger ins Zimmer gekämen hätte, ich durch einen tumben Zufall bei Bewusstsein bin und Simpsonslike frage 'Wird sowas wie du auch durch meine Krankenkasse finanziert?' und winke dazu folgeantwortrichtig ab: 'Haaach Sie Schelm Sie'. Irgendwie komme ich immer häufiger zu Bewusstsein (nanu? wie das denn?) und dieser Pfleger ist zwar freundlich aber auch ziemlich bestimmend, in dem er mich auffordert, gesund zu werden. Das wird umso deutlicher, als mein Seelen-Cowboy (ich) weiterdahinsiechend sich gerne noch ein bisschen weigert dem nachzukommen und er (der Pfleger) eben eine Arsenspritze aufzieht mit dem Hintergrund, dass es ja dann besser für alle wäre: Es dauere dann nicht mehr so elend lang und die Kosten würden im Rahmen bleiben. Jetzt wird es für mich ernst. Arsen? Wirklich? Ich meine, naja ... die Konsequenz scheint logisch, aber ... aber ich will doch nur gerettet werden und nicht wirklich sterben. Er setzt die Spritze an, sieht mir tief in die Augen und fragt ein letztes Mal, wie ich mich entscheiden möchte. Jetzt fängt das große Heulen bei mir an und ich kann nicht anders, als ganz ehrlich dem Leben den Zuschlag zu geben. (jetzt heult das ganze Universum) Dieser namenlose Pfleger scheint irgendwie mein Engel zu sein. Er fragt "Versprochen?". "Ja, versprochen!". "In Ordnung", meint er und spritzt das Natriumchlorid an die Wand. Verdammt, dieser Typ wird mir langsam unheimlich unheimlich. Und er macht sich weiterhin gerne einen Spaß daraus, mich zu foppen. Dass er ab morgen nicht mehr da wäre und alles solch Zeug. Naja, das Ende vom Lied ist: Ich werde wieder schick, alle gucken mich bedeutungsvoll an und ... ja! - er fährt mich nach Hause. Den Rest der Nacht habe ich mit Schwitzen zugebracht. Und heute scheint dermaßen die Sonne draußen und ich überlege, ob ich den Notdienst anrufe :-)

40:15 weiter

Das ist auch still zwischendurch. Und ich bin müde. Es ist viel passiert, hab mit FB beim Italiener über viele  Dinge reden können. Und er hats mir auch letztlich entlockt und damit seine Wette gegenüber Wieland gewonnen, dass ich schwul bin.  Ich hoffe mit diesem Gespräch auf eine gute Basis für all das Kommende. Übrigens genau das, was ich mir vor Jahren mal dachte: Wenn auch nur als Webmaster, so könnte ich ja doch mal bei so einem Festival mit hingehen und mit FB über alte Zeiten und meine aktuellen Nöte reden. Was so natürlich nie geklappt hat. Weil ich mir nicht zutraute, das so zu tun und wer weiss ob das möglich gewesen wär. Aber jetzt ist es GENAU SO gekommen. Gefühlte Tausend Jahre später, aber immerhin. Ich hab mich zur Flucht nach vorn entschieden. Jeskom in klein macht Jesko in 40 ganz groß. Klar, im BN. Die Musik, die ganzen guten Freunde und Leute, der Abschluss einer blöden Zahl. Und mit einem Wunsch an alle: Ich wünsche mir 40 Gründe, warum und womit ich ab 40 am besten leben könnte. Das ist vielleicht noch nicht richtig ausgedrückt, aber ich bin gespannt, ob ich für mich darin was Plausibles finden kann. Zeugt ja auch von den Einstellungen der jeweils anderen. QED & Kunze oder wie? Ach naja. Heute wars mir gegen aufkommenden Nachmittag ein bisschen traurig und ich weiss nicht warum. Jetzt wo ich es schreibe, wieder ein bisschen. Bisschen still, bisschen müde, bisschen verloren. Das gibts immer wieder, das schwer erklärbare Gefühl, es doch nicht zu schaffen, wegen meiner Inkonsequenz allerdings ja doch bis zum späten Ende warten zu müssen. "Wie also leben? Wie also glücklich sein?" Genau so hieß es im Festival Trailer. Und vermutlich solidarisierten sich Einige unausgesprochen insgeheim mit diesem Thema, dieser Frage. Ich muss mal zur Ruhe kommen, tief tief einsinken und mit mir zusammen ein bisschen allein heulen. Nach ehrlichem Weinen sicher sehen und so ... you know. Eben nicht.

countdown 40:18

Ich hab so'n bisschen das Gefühl, dass ich auf irgendetwas warte. Es geht mit gut, ich bin richtig prima gelaunt, alkoholfrei, guter Dinge, positiv ausgelastet ... und doch drängt sich mir irgendwas auf oder entgegen. Sei es darum, dass ich wieder Alkohol konsumiere? Das glaub ich nicht, auch wenn ich mich mit den typischen Gebärden des Highlighthaften hingebe, nach soooo viel Zeit wieder ... also nein, daraus ergibt sich ja auch nichts währendwessen ich mich drauf freuen könnte. Oder nur ein bisschen. Is ja gut jetzt, also worauf läufts hinaus? Ich bin gestern derweil etwas rechts gelaufen: steifer Hals, irgendein In- und Defekt und mir wird sehr säuselig auf dem Weg, während ich unwillkürlich latent laterale Wege einschlage. Ein bisschen bedrohlich - wie beim Hasch rauchen vielleicht. Kontrollverlustpanik. Aber es ist wieder auf dem guten Weg und ich beim Training. Hab Lust auf Hübsch. Wenns geht, aber diesmal nicht alleine; eher in Richtung "Na ihr zwei Hübschen..." Warte ich vielleicht darauf? Ich bekomme es weiterhin hin, 40(!) Gedanken auf einmal zu haben und weiterhin mit dieser Fülle nicht immer klarzukommen. Aber es tut wenigstens nicht mehr so weh, weil ich es mittlerweile weiß. Alkohol fährt das ein bisschen runter - verstärkt aber dabei dummerweise das Ohnmachtsgefühl, gegen diese unbeantworteten Dinge in meinem Kopf nichts tun zu können. Ein Dilemma, wohl wahr. Ich warte darauf, nicht mehr 40 werden zu müssen. Nja nun. Und dann? ich traue mir zu, vielleicht doch eine BlueNote Veröffentlichung einzugehen. Muss ich mich aber beeilen mit der Entscheidung. Ich wünsche mir 40 neue Gründe, warum es für mich nicht schlimm sein soll, 40 zu werden. Und eine Antwort auf die Frage, worauf ich warte.

Dumpf

Dumpf hult es halbtaub im rechten Ohr als Zeichen einer sich anbahnenden Erkältung oder sowas und ich bin heute traurig. Plötzlich und erwartet. Gestern Christina Party, bin unhöflich fast eingeschlafen, weil sich mein Rhythmus positiv deutlich macht. Es ist so angenehm, müde zu werden, sofort einzuschlafen, durchzuschlafen, von selbst aufzuwachen und sich auf den Tag zu freuen. Klingt wie im Selbstheilungsmärchen für fortgeschrittene Sozialwrestler. Aber heute is doof. Grau draußen und ich fühle mich ziemlich alleine. Dieser Satz scheint Gewicht zu haben, das kommt gerade recht deutlich von tief drinnen. Ich will nicht 40 werden und muss; ich fühle mich gerade auf dem Erledigungspfad und weiß nicht, worin und wie Pausen oder das Etappenziel bestehen sollen. Mit Wieland am Telefon wunderbar über den alternden Schwulen gesprochen, der es nicht weiterbringt auf seiner Suche nach richtiger Liebe und den jungen Typen hinterherlechzt, nicht nur weil sie schick aussehen, sondern genau jene Aussichten in sich tragen, die wir längst zerschossen haben und sie uns nun als frühes Abbild unseres Selbst tollkühn den weiteren Weg zugrinsen. So wie wir meinen. Ich hab mich als Sparer entdeckt: ich spare Gesundheit, Geld und Gefühle. Nur meinen Wein nicht auf für morgen :-) Erstaunlich sicherheitsdenkend. Ich, der sowas eigentlich belächelt und solchen Leuten rät, alles mit vollen Händen zum Leben zu benutzen, statt zu horten. Mag ja nicht dumm sein, die Kohle zusammenzuhalten und immer mal wieder die berühmte Hochrechnung zu machen, ob alles gut ist. Es ist natürlich fantastisch, nach dem Training sich einfach so bei H&M eine komplette Anziehsachung zu kaufen, weil ich grad nichts anderes dabei hab. Aber ernsthaft: Hier liegt echt Kohle rum und die Aussichten stehen auf Grün; für einen T5 ist mir das Geld zu schade, ich weiß nicht was ich damit machen soll, will es aber auch nicht missen. Merkwürdig. Mit der Gesundheit ist es ähnlich: Jeder Blick auf Blutbild und Bodycheck freut sich auf Einhaltung der Toleranzen / Normwerte und ich frage mich, warum ich über Jahre hinweg die Basis prima aufrecht erhalte ohne je richtig was damit anzufangen? Gesund, nicht doof, Kohle ausreichend, alles beste Voraussetzungen für ... na? Schwulenpornoschokolade. Da haste. ( ;-) )

Zwischenstand

Heute an Dorschi geschrieben, wie es zusammenfassend besser nicht hätte geschrieben werden können: 'Wäsche Gehirn: 30° ohne Schleudern. Vielleicht ein mir leichter fallender glaubhafter Anstoß von aussen. Im Grunde inhaltlich nichts Neues, aber wenns sehr knapp wird, muss man sich entscheiden. Nach Ausschluss von hinderlichen Störfaktoren merke ich allerdings weiterhin und deutlich, dass das Leben eines der schwierigsten ist (hahaaa, super witzig), dass ein guter Kuchen eben eine Weile gebacken werden muss und das Leben nichts für Anfänger ist. Liebevolle Sprüche fürs Koma-Saufen und ich weiss nicht wie lange das alles hält. Erstmal versuche ich irgendwie, nicht 40 zu werden. Aussichtslos, was?' Im Sinusbereich schleudert es mich immer wieder und oft ein bisschen zu schnell durch die Gegend namens Leben. Leichte Erschöpfung und wieder die Angst, verrückt zu werden, umzufallen und tot zu sein. Aber wieso Angst? Wegen der ewig gleichen Vorstellung darüber, das Leben doch noch auf die Reihe zu kriegen? Zwischen JA und ABER liegen oft nur Millimeter und ich weiss nicht warum. Depression ist wohl, wenn ich das ganz tiefe Traurigsein innen nicht erklären kann und es dabei doch schön finde. Und immer wieder stirbt ein Cowboy dabei, bevor überhaupt jermand die Chance bekam, ihn retten zu können.

100 Meter und ein Universum

Ich werd bestimmt mal bekloppt oder so. Zur Zeit denke ich darüber nach, wie ich hier mit mir rumspringe, erzähle, singe und irgendwie einen beträchtlichen Teil meiner Zeit in einer Quasi-Gemeinschaft verbringe. Das ist bestimmt total gefährlich, denn: ist tatsächlich mal jemand da, hat der natürlich andere Reaktionen als ich auf mich selbst ... aber das war schon immer so, seit ich denken kann.Naja, mit Gitte war das ja auch ziemlich glory, obwohl ich ich da richtig dran gewöhnen musste. Als sie weg war, war mir, als hätte sie noch bleiben sollen. Es geht mir allerdings richtig gut damit, dabei, mit mir und ich bin irgendwie drauf und dran, mir ein Verhältnis zuzulegen. Aber ich weiss nicht wie und hab auch ein bisschen Skrupel, dass das alles nicht den Erwartungen entspricht, die ich keineswegs definieren kann. Schwuchtelige Eskapaden (das ist hier kein Schimpfwort, ich benehme mich gern manchmal so) sind super Klasse und da habe ich in meinen Vorstellungen einige Freude; die aber sind nach dem Höhepunkt sowas von sofortigst vorbei, dass es nur noch heissen kann: guck mal, da gehts raus, mein Freund. Und genau das will ich nicht. Ich muss da wohl ein bisschen realistischer werden. Was aber nur und am besten mit Learning by Burning äääh: Doing gehen wird. na los: wer macht mit? Ansonsten vergehen kaum 100 Meter mit Bus oder Bahn, in denen ich nicht zufällig gerade ein ganzes Universum durchdenke.  Sowas sind Anfänge von zu vielen theoretischen Modellen, Möglichkeiten, Gereden und seingelassenen Aktionen. Daraus wird zuviel Abern, Hätten, Wären, Könnten. Es ist aber nicht möglich, zu sagen: Denke nicht so! Alles widerspricht sich manchmal in sich selbst und ich fühle mich daneben / dabei zu doof für sowas; ich kann das nicht greifen. Und wenns mir gut geht wie jetzt, ist es nicht schlimm, solange die Sinuskurve im Plus bleibt. Aber sie muss ja doch mal unter die Gürtellinie. Und dann schwebt dabei manchmal auch der ehrliche Tod sanft mit,  kommt leise gucken und macht mich traurig. Nicht jetzt, aber wieder. Ich weiß.

traut mich

*Irgendwann platzt mir heute der Kopf. Zum einen finde ich es gut, dass ich so viel und schick mutig denken kann, auf der anderen Seite weiss ich jetzt, warum ich immer Beruhigungsgetränke brauchte. Was es nicht besser macht, nur trauriger darüber, dass ich das Lebens- / Gedankenkonstrukt nicht komplex fassen kann. Wahrscheinlich auch nicht will, aber ich kann das nicht abschalten. Das Wesentliche vom Notwendigen trennen. Was ist denn was? Und wer bestimmt das mit welchem Ziel oder  Ergebnis? Uniformität? Aha, der intellektuelle Semi-Revoluzzer fühlt sich plötzlich angesprochen ... Ey! Aber ich habs mal verglichen: Lars D. hat auch alles Unglaubliche im Kopf, kann viel und gut und läuft Glauben verlierend gegen die Wand. Wir müssen mehr Eis essen und uns in die Sonne setzen. Ich bin weiterhin guter Dinge, auch wenn ich Conor Obersts Satz "Gleich nach der Angst vor dem Tod kommt die Angst verrückt zu werden" durchaus begreifen kann. Es ist viel, es ist unterschiedlich intensiv und ich würds gern mal aufn Punkt bringen: Wie wärs mit einem frühling'schen Verhältnis? Wenn zweier Geist & Körper sich ausreichend mutig annähern, wärs doch möglich. Oder wie Gitte es permanent auf den Punkt bringt: Du kannst es alles machen. Nu los: traut mich doch mal.
*Dabei gings eben nur darum, dass ich Dorschi gesagt hab, wie egal es mir ist, ob Circle of 3 im BN am 22.04. spielt und KLEINKOM parallel im Flair. Er dachte nur an möglicher Ärgerlichkeitsfratzen einer Kleinstadt und ich halte dagegen. Ronald meint 2 Minuten später das Gleiche wie Dorschi und ich kippe sofort um. Das ist komisch was?

Farvel kære Gitte og til August i Danmark

Traumheftige Nacht. Bei Gitte und bei mir auch. Gitte ist heute früh los nach Kopenhagen. Natürlich erst nach Blutdruckmessung und Wurstweitwurf [...] Gitte hat mir richtig gut getan, das war so frisch, frei und allermöglich. Gestern gabs im Serben-Medaillon auf Eltern-Einladung ein fulminantes Mahl. Und heute scheint überall die Sonne. Und ich hab mir meinen Rücken zurechtrücken lassen bei Kaln.-Egg.. Und im PT ist alles frei und ruhig und möglich. Die großen Haufen sind weg, ich bin frei im Handeln und kann kreativ werden. Und doch schafft es ein FB irgendwie, mich ein bisschen traurig zu machen. Oder er war nur der Auslöser. Ob Foyerfilm oder Feuerwehrkarte- dass das so ohne ihn ging, wurmt ihn womöglich. Aber warum es mich jetzt etwas wurmt, wurmt mich. Eine Wurmkur ist von Nöten und ich merke, dass es schon wieder okay wird. Und wir nehmen ja auch unser verschobenes Gespräch wieder in Angriff. Vielleicht treiben mich die letzten Tage auch ein bisschen um. Das war schön und ich hab mich lange nicht so gut gefühlt. Da schwebe ich nun zwischen Freuen und Weinen. Und mache  einfach weiter. Es gibt so viel Audioguide, dass es schon beängstigend ist. Aber ich hab ja Ronald den Sortierer und weiterhin ausreichend Mut. Und Kraft. Und den Willen. Wessen bedarf es denn noch? Ich fragte "wessen" :-) Bedürfe ich? Hab heute Nacht auch davon geträumt. Aber das war ziemlich weiß und in meinem Mund. Ich konnte mit mir selbst schlafen. Tja, wenns vom reinen Sex hingeht zu einem, den ich richtig liebhaben darf, ist das wahrscheinlich anders in der Vorstellung über denjenigen. Schwieriger? Leichter? Ich habs aber auch schwer...

das Leben ist nichts für Anfänger

Gitte ist am Samstag Abend gekommen, seit dem sind wir immer ein bisschen auf Tour- im PT, im BN (J-Fun, zum Kaputtlachen), bei Mandy, Layla & Kaufland um 10, heute bei meinen Eltern, vielleicht noch Schlittschuh ... und ich bin  ... nee, wie schreibe ich das? Mir geht es sehr sehr gut! Das hab ich lange nicht gehabt. Kein einziger Pieks im Rücken, ich schlafe nachm Lesen sofort ein und durch!, ich freue mich so darüber, mit Gitte soviel erzählen zu können. Über alles! Das ist ein ganz anderes Gefühl, wenn jemand da ist. Und wir beide sind uns so ähnlich - die 40er machen Quatsch wie Kinder. Ich hoffe, es ist nicht aufgesetzt oder albern. Glaubich auch nicht. Ich bin vollständig bereit für den schönsten Unsinn und solche Aktionen wie mit dem Fahrrad nach  Leipzig, Flug nach Kopenhagen und mit der Propellermaschine nach Aalborg. Von dort mit dem Rad nach Thisted. Oder sowas. Ich bin so richtig frei! Und ich kann alles machen! Vor allem Ausrufezeichen setzen! Aber was soll ich tun, wenns so pralle und endlich einfach mal nur GUT ist? Ich glaube, mit dem Alkohol hab ich mir immer extra etwas in den Weg gelegt, damit ich nicht so wie jetzt hyperaktiv mich manchmal fast überfordert fühle. Gestern in der Bahn war ich kurzzeitig ein bisschen neben mir. Wie weißer Dunst. Überfrachtung? Ich erlebe soviel, ich kann und mache sehr viel. Und ich bin es wahrscheinlich in der Fülle nicht gewohnt. Ich ich ich bin kein Egoist! Ich werde einfach nur stärker im Moment und geniesse das sehr. Und hab es bitter nötig gehabt. Einen Kuchen muss man eine Weile backen ehe er fertig ist und das Leben ist laut Lars Christensen nichts für Anfänger. Natürlich klingt das nach Carnegie-Müll und ich schreibs mir ja auch nicht hinter die Ohren. Aber ich muss demnächst irgendwie 40 werden.

danske dage

Da war wohl wer müde. Gerade noch so geschafft, kurz vor der Bewusstlosigkeit einzuschlafen. So gegen 11. Schönes Aufwachen um 8 mit nur dem Stich vorne rechts. Und die Kurve ist weiter am Abwandern. Will ich denn jemanden an meiner Seite oder nicht? Sowas denke ich morgens. Sowas denke ich mittendrin am Tag. Sowas denke ich , wenn ich vermisse,  jemanden zu vermissen, mich auf jemanden zu freuen. Wann gabs das eigentlich das letzte Mal? Nach Frühkaufland und einer geklauten 13-€-Batterie stumpfe ich noch so vor mich hin, mache hier alles sauber und warte auf Gitte mit gemischten Gefühlen. Ich bin so unschlüssig mir selbst gegenüber. Halbherziges Saubermachen hier- naja, ein bisschen schön ist das schon, wenn's ein bisschen aufgeräumter um mich ist, da kann ich mich gut dazusetzen dann. Bin ein bisschen geschafft. Gelbe Tulpen hier. In weinrotem Glas. Versalzene Suppe. Auf dreckigem Herd. Minus zu Plus - draußen. Die letzten Flocken lassen sich fallen. Einer dieser Samstage, die ich eigentlich sehr gerne mag. Es wird immer heller draußen und ein paar wahnwitzige Vöglein haben auch schon gevorfrühlingschilpt. Ich bleib ein bisschen leise und dann kommt Gitte.

Peter Pan und die Sinuskurve

Meine Sinuskurvenspitze von Stimmung, Weitsicht und Erfolg hat gestern wohl seinen Spitzenwert erreicht und muss sich jetzt steilplötzlicher als angenommen ausruhend nach unten bewegen. Ich stelle den ganzen Tag permanent fest, Peter Pan (also ich) darf nicht 40 werden. Keinesfalls! Niemals! Das hat wieder mit den Gesichtern der jungen Pistenboys zu tun. Denen mit dem wachen Blick und den wahrscheinlichen Zukunftsaus- und Absichten darin. Oder denen, die ich vor über 2 Jahren bei der X-mas der lkj nicht verkraften konnte und zur selben Zeit den Weg nach unten nahm, angefüllt mit unglaublicher Traurigkeit über die Zeit, die immer wieder nur so dahin zerfliesst, ohne mich mit Liebe und Freude darin abzubilden. Ausserdem will ich bei Kleinkom auch Gitarre spielen (Vorsicht: Gnatz-Charakter). JETZT ist der Zeitpunkt, ins BN zu gehen, drei J's zu trinken und schlafen zu gehen. Was für ein herbsüsser Verzicht. Der rücksichtslose Wahn des kalten Entzuges schlägt unbarmherzig zu. "Als wir träumen" hat noch viele zerstörerische Seiten zum Weiterlesen. Wiedersehn. Peter P.

mutig.

Dem Wecker ein paar Minuten vorausgesprungen. Bis der mit rausgestreckter Zunge dem flippigen Naseweis klarmachte, dass es auch eine ganze Stunde zu früh war. Weil: noch dunkel draußen. Und fit. Und im Moment so'n kleines bisschen Glücksheulen. Ronald hat mir eine Zwischen-Mutmail geschrieben und ich wackele vor Freude. Was mein Pensum anbelangt, glaub ich kaum, wozu ich tatsächlich in der Lage bin. Um dem frühen Satz im 'get-real' vom Januar erstmals zu antworten "Was traue ich mir eigentlich noch zu?". Ich weiss es jetzt: Eine ganze Menge! Oh shit, ich kann nix mehr sehen hier .... bis später.

ay same procedure

Seit Sonntag Abend alles stehenlassen und garnicht erst eingekauft, was Wein oder Bier heisst. Entziehungsphase. Bisschen kalte Hände im Bett. Bisschen fehlt darin ja auch wer, wo zum Hände dran wärmen möglich ist. Seit dem Audioguide Meeting vom Montag weiss Ron nun auch genauer und mehr, was den Umfang des ganzen Projektes betrifft, bevor ich es hinbekommen habe, es ihm vollständig zu realisieren. Dauert ja bei mir selbst auch immer ein bisschen, bis ich es selbst begriffen hab. Und er hat nicht geschimpft deswegen, sondern mich erneut ermuntert, sofort mit dem jetzt Möglichen loszulegen und nächst-Wichtiges sofort anzugehen und zu klären. Und sein komplette Unterstützung und Hilfe garantiert. Und weil ich ihm so sehr glaube, hab ich das auch gemacht und the same procedure besteht darin, dass ich alles innerhalb von 24 Stunden auf einen Stand gebracht habe, der sehr gut aussieht und damit eine solide Basis für das Kommende bildet. (siehe solide Mail heute an Ron) Nach dem 'same procedure' kommt Stufe II, die sich "Dranbleiben" nennt. Das ist ein schwerer, aber realistischer Teil. Um mir nichts vorzumachen, gebe ich besser gleich zu, vor Teil III: "Weitermachen" bekannte Sorgen zu fürchten. Immer mit diesem Ausruh-und Belohungsprinzip vor Augen, dass mir dann ja total legitim erlaubt, alles um mich herum erstmal wieder absacken zu lassen. Und ganz sehr ganz genau da kommt der Punkt ins Spiel, der mich mit meiner Lebensauffassung und dem Umgang mit mir selbst auf die Probe stellt. Es wäre theoretisch besser, ein erfolgreiches Projekt zu feiern und dabei bereits einen leichten Ausblick auf Kommendes zu haben. Muss ja nicht gleich immer ein Hammer-Projekt sein. Aber ein Neues. Was im PT, was mit JESKOM, was mit Leben. 48 Stunden alkoholfrei. Wer sowas aufschreibt, macht sich zu Recht Gedanken.

schluss aus ende vorbei

Es geht nicht. Es bringt nichts. Es ist Unsinn und vergebliche Hoffnung auf Selbstvertrauen und Stärke, es doch irgendwie zu schaffen. Werde John heute vertrösten (auch wegen fehlendem Druckerpapier, mehr aber wegen nicht fertiger Durchsicht!) Da zuzusehen, tut weh: Komme aus BN und 3 Js nach Hause, zocke die restltichen 1,5 Js weg, dazu 2 J-Digestives und zum Schluss geht der Dornfelder auf. Die übrig gebliebene halbe Flasche Unstrut solls dann heute abend gewesen sein. Bis zum Geburtstag oder darüber hinaus? Ich stelle mir mich vor, stelle mir den Stü vor. Der hatte seinen 40. sauber. Und wenns halt so wie ich mir's dachte nicht geht - dann eben radikal. Es nützt doch nichts. Halt die Fresse!

Brandenburger Nacht

Lang. Laut. Viel. und emotional wurde es dann auch noch. War zur kleinen Party @ Eltern. Nachbar sieht nicht gut aus. Speiseröhrenkrebs. Naja. Nicht so gut. Wenn die Brandenburger Schwestern loslegen, gibts kein Halten und keine Lautstärkebegrenzung und erst recht kein zu-Ende-bringen eines Satzes. Aber dabei hab ich erfahren, wie es um Muttchen wirklich stand. Und wie sehr meine Mom daran zu knabbern hat, dass sie nicht in BRB weilte und helfen konnte, auch wenn Urlaub und Bereitschaft jederzeit zur Verfügung standen. Stattdessen sucht sie ein bisschen nach einem Schuldigen: Manfred, der es irgendwie nicht richtig gemacht und den Arzt nicht um konkrete Aussagen bemüht hat. Die Schwester, die sie auch besser hätte informieren können. Dann kam dabei heraus, dass Oma eine ziemlich schlimme letzte Zeit ihres Lebens durchgemacht haben muss. Aus dem Bett fallen, 10 Stunden da liegen, an die Wand klopfen um den Nachbarn um Hilfe anzurufen, enormer Flüssigkeitsmangel und all sowas. Jetzt kann ich umsomehr verstehen, warum ich beim letzten Besuch vor der Otto Ganzer Strasse 23 im Auto bleiben sollte. Aua. Beim Rauchen draußen musste und konnte ich so richtig tief und heftig weinen um meine Omi. Jetzt, wo ich mehr verstehe und weiß. Es gibt keinen Schuldigen, das ist klar, aber ich kann Moms Gedanken sehr gut teilen. Das ist schrecklich. Und meine Tante kann sehr heftig und taktlos sein. Nunja, wir haben wohl zu dritt ganze 6 Liter Rosé geleert und das spüre ich jetzt noch enorm. Sie drückt dann mehre Male immer wieder auf den überhaupt nicht wunden Punkt, dass meine Mom doch jederzeit hätte nach BRB fahren können. Und sie hört einfach nicht auf damit. Und schiebt eher noch meiner Mom in die Schuhe, dass sie ja quasi und in Anführungszeichen die fachlich Versierte war, dies es hätte besser wissen müssen. Das ist nicht gut und jetzt weiss ich, was damit gemeint war, wenn es darum ging, dass meine liebe Tante Monika auch nicht immer die liebe- und verständnisvolle sein soll. Ich habs dann irgendwann drehen können, während und nachdem Papa in regelmäßigen Abständen sehr laut wurde- der bekanntermaßen jähzornige Ausbruch, wenn er einfach nichtmal einen Satz zu Ende bekommt, weil er dauernd unterbrochen wird. Das unterbricht erfahrungsgemäß dann auch immer das Gespräch, bis ich gekonnt die richtige Kurve und alle wieder zusammen kriege. Und die kam dann auf Darlingerode, auf den Beetzsee, Görden und aktuell aufs geplante Kabarett Treffen im August. Und meiner Mom erklärte ich, dass Nico zum Beispiel einer derjenigen war, dem mein erstes größeres Auge galt :-) Das war für sie glaubich richtig gut, dass ich davon und dem Thema an sich erzähle. Sie hat mich gerade zum Schluss dann sehr sehr lieb gehabt. Und ich sie auch. Und dann bin ich vermutlich gut nach Hause geradelt, hab noch angerufen, dass alles okay ist und dann gemerkt, dass die geöffnete Flasche Bier keinerlei Sinn mehr machte. Und damit zum immer dringender werdenden Thema: Es trinkhäuft sich zu sehr und ich muss dringend die Notbremse ziehen und hoffe auf mich und meine Kraft, wenn die Woche beginnt und ich so viel von dem weiterführen möchte, was ich so gut begonnen habe. Sprachs und ging ins BN.
hab mich ab 01:00 at home mit Jever-Schnaps, Bier, nochmals Bier und jetzt Rotwein völlig kaputt gemacht. Und ich begreife es nicht. Trotz Audioguide und all meinen Ideen und Projekten, die ich zu tun gedenke, machen muss, machen will, Dinge, die ich mir vorstelle, zu packen ... Ich brauche eine Entziehungskur oder was? 100 Tage - wenn ich das erst nach meinem Geburtstag anfangen will, weiß ich im Moment nicht, wie ich die Zeit bis dahin sauber überstehen kann!? Was hält mich davon ab, es SOFORT zu tun? Geburtstag? Party? Was für eine Party?
Ich habe Angst!

ver rückt sta bil

Meiner Physis geht es so gut wie lange nicht. Schneewittchen: Keine Schmerzen. Und kein totes Herz. Wind Nordost. Startbahn 03.

zwei Gesichter

Habe mich heute morgen im Bus einer alten Dame gegenüber gesetzt und bin aus dem Staunen nicht rausgekommen: Leicht geschminkt und das ganze Gesicht war ein einziges Lächeln, ein Strahlen. Aber nicht so eines, das von einer plötzlichen Freude kommt. Mehr eines, das sie immer schon besessen hat. Ich war richtig angetan von dieser Person und wäre ich nicht so tumb von gestern gewesen, hätte ich sie gefragt, ob ich sie fotografieren darf. ich hatte die Kamera auf den Knien- es wäre bestimmt gut gewesen es zu wagen. Anstelle dessen war zuviel Krams in der Tasche, so dass die Vorbestimmung längst klar war, ehe ich den Mut fasste. Ein schönes Beispiel für mich selbst. Und dann in der Bahn zum Training dieser sanft-liebevoll dreinschauende Typ mit Augen, deren Ausstrahlung tiefer hätte nicht sein können. Ganz dunkeldunkelbraun. Da hineingeschaut, war großes Kino. Und ich musste immer gucken und dachte gleich ein bisschen weiter ... Naja, aber gut. Immerhin. So bekomme ich langsam den Blick dafür; nur in disem Falle leider keinen zurück ;-) Und ich stelle fest: Bahn- und Busfahrer bin ich geworden. Sollte ich mir nach dem Februar ab und zu mal wieder gönnen.
@night: back from BN in Folge 3. Mit Ron und eigentlich (!) alles gut. Aber ich mache mir Gedanken, dass die 100 Tage dringend fällig werden. Es funktioniert nicht. Auch nach 2 J's bin ich schon nicht mehr klar. Hat bestimmt auch mit meinem Pensum an Aktivität zu tun. Mein Kopf kann das nicht verarbeiten, mein System macht gekonnt am nächsten Tag schlapp. (Und es waren 3 J's und hier läuft grade No. 4. und ich hab Angst vor No. 5) Ein sehr bekanntes Muster, Babe! Ich denke oft daran, dass es ohne Alkohol weit besser läuft. Was ist es? Körperliche Abhängigkeit? Angst vor dem, was es OHNE werden und sein könnte? Nunja- Möglichkeiten in der Alternative gibt es doch genug. Genau die Dinge, die ich bisher aus irgend einem Grund unterlassen habe. Das ist schwer. Wahrlich. Pass auf dich auf und bitte nicht zurückfallen im Aufwärtstrend. Wie Homer sagte: "Nutzen Sie es weise aus, guter Freund."

Gefahr & Schöne Worte

Mittwoch, 03.02. Nachts. BN - PT Stammtisch, der nicht so richtig einer war, aber mit Matze, Tobi, Mahatma ist es auch so in Ordnung. Matze hat mit WUTA Creme weiche Hände. Hat er wirklich :-) und ich bemerke immer wieder, wie sehr ich ihn mag und wie sehr ich mir vorstellen kann, so einen Typus Mensch 'für mich' haben zu wollen. Naja. jedenfalls droht ein bisschen Gefahr, wenn ich mir verinnerliche, dass ich gestern mit dem garnichtmal so vielen Bier und heute mit dem doch so vielen Bier wieder in mein berühmtes Schema verfallen kann. Geht ganz leicht, ganz schnell. Und selbst @home jetzt trinke ich noch ein unvernünftiges Bier. Böses Bier. Ich nicht. Haha. Witzbold. Habe heute mit Anke telefoniert, die mich anspaßständig hochzog, wo ich mich doch nicht über ihre gesendeten 2 Babybilder geäußert habe. Ich glaube, dass ich das Wochenende nach abgesagter Mozartmugge in Weißenfels nutzen möchte, um ein bisschen von dem nachzuholen, was ich lange nicht mehr tun wollte und konnte: Freunde besuchen, Mamas Party am Freitag, etwas für mich tun, meinen Bus wieder in Gang und zur Werkstatt bringen und all sowas. Ich hoffe sehr, dass es mich nicht wieder ob der möglichen Untätigkeits-möglichkeiten säuferisch dahin rafft. Und ich kenne das.  Und es ist eine berechtigte Angst. 100 Tage?! Wurde heute von Dorschi und Jana und Stef nach meinem Geburtstag befragt. Och menno, ich hab noch immer keine Vorstellung davon. Angst vor einer Party, die ich nicht will und von der ich keine Vorstellung habe; Angst vor dem Alleinsein. Ambivalenz. So ein Mist. Vor allen runden Geburtstagen hab ich mich gedrückt- der letzte mir gut in Erinnerung war der 35. in Jamaika. Ich werde nachdenken. Und hier- weil die Mail an Anke über die Babybilder so schön war, nochmal die schwelgerisch, eigentlich witzig gemeinten (und hier leicht modifizierten) Sätze, die mir im Moment des Schreibens dann aber doch ziemlich nahe gingen. Weil sie schön waren: Es gibt keinen Ausweg, keine Flucht und keinerlei Maßgabe, über diese unglaublichen Abbildungen eines in höchstem Maße gelungenen Neuwunders auch nur das geringste Wort verfassen zu versuchen. Man steht fassungs- und tatenlos ein bisschen weiter noch als daneben und kann nur nach Atemluft ringend die höchsten Stellen um Vergebung anrufen, dass die ureigene Wildnis der gemeinen Barbarei namens Mensch dieser eben entstandenen Knospe nichts antun möge, sie mehr denn als alles Behütbare in deren Mitte aufnehme, um mit derer Erblühen die Welt ein bisschen schöner färben zu können. Damit es allen hilft, ein besserer Mensch zu werden und um dem kleinen Kosmos in uns die Chance zu geben, mit dem Wenigen, was wir begreifen, gut zu sein.

Frank'n'Frei

Frank war erkältet. Ziemlich. Also heute kein Gespräch beim Bier. Holen wir aber nach. Interessanterweise habe ich fast das Gefühl, bei meinem Aufwärtstrend garnicht mehr so erpicht darauf zu sein. Ist allerdings ziemlicher Blödsinn- weil ja doch wichtig. Zeigt mir aber vielleicht, dass ich in guten Zeiten Möglichkeiten der Hilfen und Unterstützungen gegenüber eher ausschlagen würde, als sie in bösen Zeiten umso mehr zu suchen. Wenn ich funktioniere, will ich wohl autark sein? Na- das ist jetzt aber eher ein bisschen hanebüchen oder? Hab heute eine kleine tatsächlich unsexuelle Session mit mir gemacht- wegen des Kostüms aus dem Fundus fürs Weihnachtssingen. Wars mir wert und ich stelle nebenher fest, dass die Fotografie schon ein sehr schönes Thema für mich ist. Würde gerne noch mehr darüber lernen- wie ich die Bilder so knackscharf wie auf manchen Covern aussehen lasssen kann, wie Licht gesetzt wird, das Motiv im Vorfeld aufgehübscht werden müsste und alles sowas. Das ist so eine von vielen Interessen, die ich immer im Ansatz ganz gut beherrsche, aber nicht zur Vollendung führe. Das geht aber glaub ich auch nicht- denn dann wäre das ja doch eine Leidenschaft, auf die ich mich festlege, spezialisiere. Und ich glaube weiterhin dem Micha, wie er sagte, dass es meine ursprüngliche Art ist, durch die Facetten des Lebens und der Möglichkeiten zu springen, wenn ich mich denn damit arrangieren kann. Und weil ich nunmal weiss, dass meine Leidenschaft eben genau so ein teilweise oberflächliches Springen ist, wärs cool, wenn ich es akzeptieren kann und meine Wichtungen einfach in den Teil meines grössten Interesses ver- und wenigstens ein bisschen festlege. Gute An- und Aussichten.

Rückenlage

Wie kann man ein Gefühl festhalten? Ich würde mir das gerne merken. Weil: es tut fast nichts weh. Und wie Elke heute treffend sagte: wenn du dich bewegst und Sport machst, dann passiert nicht nur muskulär was, sondern auch im Kopf heilt es automatisch mit und verhindert das Aua. Das war allerdings nicht immer so- ich kann mich erinnern, trotz immenser Aktivitäten den gemeinen Schmerz verspürt zu haben. So scheints also, dass der Kopf wirklich mitmacht. Ich kann so insgesamt nichts Genaues sagen: ich kenne es ja, wenn es aufwärts geht. Ich hab weiterhin ein bisschen Angst, dass das alles nur an länger werdenden, wärmeren Tagen und einer vorgenommenen Aussicht liegt, die sich wieder (hatten wir schonmal:) genüsslich niederlegt und alles sein lässt... Wenn ich mir nur ein bisschen mehr merken könnte. Unverklärte Erfahrungen können in bösen Zuständen ziemlich hilfreich sein. Sonst fange ich immer wieder von vorn an. Im Moment bin ich vorn. Da gibts richtig frische Luft. Ganz großes Thema ist und bleibt hoffentlich hartnäckig genug: 100 Tage. Morgen Abend Frank. Ein wichtiger und wie ich es einschätze, hilfreicher Moment. Merken!

WeihnachtsGuinessSingen

Ein fotografiertes Frühstück im PT. Eine nicht geschaffte Quartalsabrechnung. Ein schöner Wintertag mit mir innerhalb von Wänden. Und eine kleine Ahnung, dass es eines Tages Frühling werden könnte. Feuerwache mit 23 Wochen Film vom Weihnachtssingen (mit 4 Guiness). Schön anzusehen, wenn auch unglaublich lang. Und schon wieder: Zuspruch, Applaus und Mengen an Lob. Das war so richtig Balsam. Sowas, was ich zwar immer wieder kenne, aber oft zu schnell vergesse. Die Leute mögen mich wirklich und schätzen mich, meine Fähigkeiten und meine Art und Weise sehr hoch ein. Das so hinzubekommen, hat es mich nichtmal Mühe gekostet- das und so bin ich. Und ich sollte es langsam begriffen haben. Der Beitrag von Katrin- Aguilera hat mich sehr berührt. Das in Großaufnahme zu sehen, zu hören und den Hintergrund, dass sie es für ihre Eltern gesungen hat, der sanfte Tränenbach und ein so liebevoller Blick am Ende waren ganz ganz groß. Gänsehaut und ein bisschen kleines Heulen. Grammi sagte, mit 30 war es egal, mit 40 wars komisch, ohne dass er es wusste, dass es daran lag: Midlife-Crisis oder wie auch immer. Jedenfalls geht alles immer schneller. Warum? Weil die Dinge, auf die wir uns früher gefreut haben (Urlaub, erste Band, ans Meer fahren, neue Leute treffen ...) jetzt so allgemeinverständlich normal werden bzw. bereits sind. Er meint, man sollte versuchen sich die Freuden auf etwas zu bewahren und mein Dazugedanke war der, dass wenn ich mir einen großen Wunsch wünschen und anvisieren kann, um ihn für mich zu erfüllen - dann hab ich ein Ziel. Und das kann durchaus auch eine Leidenschaft werden. Die Wahrnehmung der Zeit ist dann auch eine ganz andere - es dauert genüsslich länger. Nun denke ich bereits wieder, ich will meine Lebenszeit 'irgendwie' hinauszögern, verlängern und nicht so schnell alt werden. Aber das ist es doch dann auch oder? Wenn ich mir ein schönes Ziel setzen und gewissenhaft dranbleiben kann, dann ist die Zeit, die dabei vergeht, nicht mehr lang oder zu kurz, sondern einfach nur schön. Das könnte das Leben sein, das ich mir wünsche. Neee, das ist es! Ein schöner Gedanke. Ein schöner Jesko. Schlaf schön.

Monatskarte

Die erste Monatskarte meines Lebens! Sind jetzt all die bisherigen angsterfüllten Schwarzfahrten rehabilitiert, wenn ich nicht allzuviel damit fahre? Eine Karte für einen Monat, meinen ersten in 2010. Heute ist so ein Tag, der trotz einer Rücken-,  ellbogenproblematischen und eisverschneiten Nacht mit anschliessender Unschlüssigkeit, ob Bahn, Laufen oder Fahrrad, richtig gut verlaufen ist. 15:43 Uhr. Naja, is ja noch Platz für Gram & Leid :-) Du meine Güte, es ist bemerkenswert, wie schnell für einen Augenblick all meine negativen Sichten und Fühlungen ins Hintertreffen geraten, wenn ich es spüre und sogar weiß, dass plötzlich so viel möglich scheint ist. Zuversicht. Ich bleibe dran. Bitte bitte bitte.
@edit: BN (03:30): Wollte nach dem ersten Bier gehen. Hab ich nicht gemacht. Mich durchgehangelt. Zwar war ich zwar ziemlich müde. Geschafft. Aber Wuseler. Aber Mario! Aber Ronald!  Und ich hatte mal wieder die endlos währende Hoffnung, mein Wochenende für mich mal sauber und nüchtern anzugehen für all die kleinen und wichtigen zu erledigenden Dinge. Und die, die Spaß machen; die ich freiweg für mich selbst auskosten kann. Das Ende war so klar wie üblich. Und es fällt mir auf, wie so sehr oft ich abfalle, wenns ums Getränke-Trinken geht und ich eigentlich weiß, nicht imstande zu sein, das gut zu finden. Warum? Ich nehme es mir jedes Mal sooo fest fürs nächste mal vor. Und wieder nüscht. Ich schreibe das ein bisschen ungern hier rein, weil es wie eine gewollte Hinweisarbeit auf das für mich wohl erstmal einzig Wesentlich-Wichtige klingt: 100  Tage - Kick & Fuck off da Alcohol! Aber es läuft ziemlich sicher darauf hinaus. Und weisste was? Ich hab 'n bisschen Angst davor. Ja. Weil ich auch Angst hab, dass es damit nicht besser wird. Aber ich darf mir gleich mal widersprechen: Nochmal: Es sind andere Voraussetzungen. Ein hoffentlich deutlicheres Bewusstsein. Du bist frei! Flieg, friss, stirb ... aber mach es richtig.

wach

Erstaunlich wie ein klarer Geist vermag, sich und seine fleischliche Umgebung vorwärts zu bringen. Nun gut, Montag und Dienstag beendete sich meine Nächte um 5 von selbst, da war auch ein bisschen Rücken dran schuld, aber die Tage können total lang sein. Das ist alles nichts Neues, aber um so erfreulicher, wenn ich es wiedermal bemerke. Als Hinweis am Rande: no Training @ 07:30 a.m.! Ein Selbstversuch von 2,5 J @ BN und Zettelstrukturbauung mit 3 Schorlen @ home vom Mittwoch Abend nach einem unglaublichen 12 Stunden- PT-Tag machen heute schlagartig bewusst, warum dann immer alles gleich ganz anders ist. Doch okay: Ich hab ja weiterhin Gute Aussichten und bewege meine Hände nicht höher als bis zur Lustzone ... um den Ball flach zu halten! Klar? Ach was, natürlich nicht ... hab im Fundus von Kathrin ein paar supergeile Kleider fast geschenkt bekommen: Tosca, ein Medusa-Schlangen-Teil, einen Schneeballwind, eine Pajettenjacke (heisst das so?) mit ich inkl. Ganzkörpermondo auf jeder Party sofort einen hübschen ... jaja. Genau. Ganz genau so. Schon klar. Dienstag werde ich mit FB ein bisschen intimer und ich überlege derzeit noch, wieviel ich preisgebe ... weil ich unsicher bin, ob das nicht auch gegen mich mal verwendet werden könnte. Allerdings bin ich kein Freund solcher Vorstellungen und lasse gern impulsiv alles raus, wenn ich mich geborgen oder beschützt fühle. Aber es ist gut, in der DB hat das auch gut geklappt. Niemand will dein ganzes Leben dargelegt haben. Einige würden sich allerdings auf deine Gedanken und Gefühle einlassen. Und nur einer kann das alles entscheiden. Und zu sowas fühle ich mich immer fähiger. So, Ball suchen. Zum Flach halten. edit@08:00p.m. Traurig auf einmal. Seit eben. Bisschen. Dann bisschen mehr. Hab Zwiebel eine SMS zum Geburtstag geschrieben und vielleicht gibts ein bisschen BN. Aber ich trau mich nicht hin. Warum? Kubon? Songtagetreffen? Doofe Fragen? Bei Wuselers ist das Licht aus. Sind die ins BN gegangen? Wasn los? Mit Mohi telefoniert. Dem Dunkel des Winters das baldige Aus prophezeit. Mohi kann also auch am 30.05.. Damit wären wir komplett. Mohi!  Zum Aufschauen.  Mach ich'n jetzt? Besser den LTV Trailer fertig machen und lieb aber traurig ins Bett? Bei Wuselers ist wieder Licht an. Ich ruf da jetzt an; wegen Kohle schweiznfahrt und Aufklärung Songtage und jeskom. Los.

tausend tassen terror

Ich glaube, ich bereite mich tatsächlich auf 100-tage vor, in dem ich so viel wie möglich vorher trinke oder was? Wille K. war prima gestern, eine After-Show gabs leider nicht, das Leben im PT in einer Latelounge ist noch nicht so recht möglich. Bereits nach 2 J's im BN war ich schon ziemlich dran, nach 3,5 gabs @ home nochmal eins und 2 Weine. Nunja, hier gehts nicht ums Zählen aber is ganz gut, mal zu betrachten. LTV heute besser sein lassen, immerhin John B. gestern involviert. Gegenüber Ron am Telefon glaubich ziemlich euphorisch geklungen. Überlege gerade, ob das symptomatisch für mich ist, nach aussen ein bisschen 'besser' zu verkaufen. Im Grunde bin ich doch völlig platt heute mit einer vagen Idee an Aussichten und einer kleinen Ärgerung darüber, dass es halt doch gestern wieder so sein musste. Aber es geht mir dennoch gut & besser. Anschließend eine für meinen Zustand typische Fotosession gemacht. Uiuiui. Das macht ja mal Spaß und ist höchst prickelnd. Wie muss das erst zu zweit Spaß machen ... Krieg ich das hin? Sag mal! So, die kommende Woche wird trotz oder gerade der Massen von zeitrdrückenden Dingen 'gemuted'. Heisst: Ausblenden von Unsinn und Einblenden von Mut & Tu's jetzt!

vier pullen bier

Ich glaub, würde ich Alkohol nachtäglich besser verträglicher abbauen, wäre die Toleranzgrenze am Abend auch entsprechend höher. Das ist aber auch immer komisch, wenn nach gewissen Kleinmengen das Verlangen nach mehr wächst. Aber ich gelange mehr und mehr zu der Überzeugung, dass Alkohol bei mir wirklich ein ziemliches starkes Argument für Unfähigkeits- und Überlastungsgefühle ist, demnach alles unglaublich schwer und beinahe unüberwindbar wird. (wow, wie haste denn das jetzt rausgekriegt?) Auch wenn ich weiterhin für "sanften Alkoholmissbrauch" plädiere. Aber das muss ich mit mir selbst ausmachen. Ich weiss ja, wie es funktionieren kann, wenn ich morgens spontangestärkt plötzlich anständig anpacken und erledigen kann. Und was für eine Freude ist das immer danach. Aber was ist das Problem? Warum dann doch immer wieder? Bin ich unsicher bei / mit anderen, ist es OHNE genau wie MIT, nur dass beim MIT alle MIT-gemacht haben und dann eiapopeia anyway herrscht. Herrjottnochma. Da haben sich Körper und ein Geist glaubich schon ganz schön dran gewöhnt was? Na dann bleib ich mal dran an der Idee "100-Tage". Gleich Wille K. im PT und mit mir! So wie heute war das schon ziemlich cool. Mit leicht anderer Draufsicht heute durchs PT gelaufen. Sehr friedlich und freundlich mit mir selbst. Auch nach vier pullen Bier vom Vorabend :-) Stufe II heisst (leider 'wie immer'): dranbleiben. Guck mal ehrlichstens, WAS es ist, wenns hapern will!

Sprudelwasser

Erzählt, erzählt, es sprudelte aus mir heraus. Alle Befürchtungen wie befürchtet unbegründet. Ein wohliges Gespräch. Vertrauen. Ist schön, wenn keine Barrieren mehr in mir sind und jetzt alles raus kann. Raus muss. Wie Micha das ausgehalten hat, ist bewundernswert. Großer Dank für ein kleines Gespräch. Keine Handlungsanweisungen, kein Ausgraben unheimlich schlimm tief sitzender Traumata, keine Schuld, keine großen neuen Erkenntnisse, kein Mitleid. Ich könnte mich jetzt fragen: Und? Was wars dann? Viele Informationen aus mir heraus, viel Lachen, und "Is nich schön, wenn du schreist, weil du alles schon weisst" - mit der Frage, warum ich schreie. Leidenschaftssuche, LowLinesLeute, die nie super gut oder super schlecht drauf sind, Bäckermeistertendenz, Sicherheitsdenken ... ist nicht nötig.  Sinuskurven des Lebens mit sprunghaften Amplituden sind nunmal meine. Synapsenoverkill. Orientierungsproblematik. Und wichtigst: Die Basis. Das Fundament. 70% Vorstellungskraft PT bis zur Rente!? PT als feine Voraussetzung für all diese meine Fähigkeiten. Auf jeden Fall. Sowas war doch immer mein Wunsch. Sortieren? Ein Muss! Wie? Auf jeden Fall klangs bei mir wohl doch sehr euphorisch, als ich über das Projekt jeskom im Februar geredet habe. Die Freunde, die großen Hilfen. Mehr als ich wohl selbst wahrnehme. Nein- das ist keine gestörte Wahrnehmung. Ich darf mir nur selbst mehr zutrauen. Und wenn ich schon bei Vergleichen bin: wer macht das schon, sich so zu öffnen, in der DB@PT und anderswo über mich zu sprechen, wie es mir geht, Ehrlichkeit ohne Barmen zu offerieren. Das ist in der Tat auch für mich neu. Es ist leichter und realistischer, vom positiven Standpunkt aus zu denken und zu handeln. Auch wenn der Verlust der sanften Traurigkeit dabei drohen könnte. Innere Traurigkeit nach außen zu kehren ist immer auch ein Hilferuf. Dass sich jemand um mich kümmern möge. Und in genau diesem Zustand ist sowieso alles ganz schlimm. Welcher arme Tropf sollte mir in diesem Zustand wirklich helfen können? Und außerdem: die kleinen bitteren Tränen werden nie versiegen, es könnte nur sein, dass sie süß werden. I love you! Im Grunde alles Anstöße zum Selbermachen. Und dabei schonmal selber erneut aber deutlicher bemerkt, welche Stolpersteine rumliegen. "100 Tage trocken" bspw.  - ein größerer Selbstversuch. Weil ich ja weiss, dass ich dann fitter und tauglicher für vieles bin. Fragt sich, ob das meiner momentanen Aufwindphase geschuldet ist und ich währenddessen nicht doch wieder alles doof finde- so wie beim damaligen 30-Tage-Versuch. Aber es sind andere Voraussetzungen jetzt. Bin nicht super gestärkt , aber sehr sehr fröhlich danach gewesen. Schwarz mit der Bahn, Currywurst, Mandy holte mich zeitzufallsgenau direkt von der Würstchenbude am Alten Markt ab. Einen spontanen Sortierer könnte ich mir mir schon vorstellen. Einen Ronald, der mir auf die Füße tritt - nur eben ein bisschen ausgedehnter in allen Bereichen . Oder mehrere in den jeweiligen ... Back in 4-6 Wochen@Micha. Jetzt tut mir der Rücken weh. Und ich brauche jemanden zum Umarmen. So grundsätzlich. Weg von Sex, Erfolg und gutem Aussehen (keine Panik: das kommt sofort danach! danach!) hin zum Wirklichen. "Der allein will und nicht kann". Muss ich ja auch nicht, oder? Also Beides.Vielleicht so: "Der zusammen alles kann". Wow! Direktes Fazit von heute? Nein. Bin so ausgeblubbert, dass ich schon Angst habe, mir nichts von all dem behalten zu haben. Aber was wars denn? Genau das, was mir so viele schon bestätigt haben. Und: Such' nach schmerzfreier Entspannung, um die Sinuskurve nach unten besser geniessen bzw. überhaupt betreten zu können. Freiraum. Klar und ruhig im Kopf- und sei es nur für einen Moment. Pro Tag. Du meine Güte, bin ich im Moment Viel. Und ein bisschen mutig.

the day before X

Vielleicht ist das alles überbedacht, übervorgestellt und dramatisiert. Und vielleicht passt es gut oder nicht. Erwartungshaltung und Vorstellung darüber, was nun morgen draus wird. Und eigentlich ist es nichts weiter als ein Gespräch. Mir vorzunehmen, ehrlich zu sein, muss ich glücklicherweise nicht mehr. Alles wurscht sozusagen, ab jetzt ist alles frei. Und damit möglich? Aufwind, immer mehr Aufwind seit Mitte Schweizn. Aufwand, unglaublicher Aufwand im PT. Dennoch kommt es mir vor, als setze sich damit etwas in Bewegung. In Mitten so einer ich mich befinde. Mich heults derzeit gerne spontan und kurz; bei einem schönen oder tiefen Gedanken oder wenn ich wie heute einer alten Dame im Karstadt beide Türen aufmache wie ein Hotelsteher und sie das garnicht fassen kann. War das schön!  Es kiesert zudem wieder. Und ich machs einfach morgen. Auch wenn ich mich vorbereitet unvorbereitet fühle. Auf Fragen, wo das Problem liegt; was ich ändern möchte, wo meine Ziele liegen. Es ist Unsinn, ich weiss und meine Synapsen fechten gerade den X. Weltkrieg mit sich aus und suchen Streit beim Nebenmann. hmmmm: Nebenmann ...

19

Tiefes Desaster gerade eben während Moby Dick. Aus unerfindlichen Gründen kams schwer von ganz unten und bat mich um Vergebung und das Ende. Inga neben mir, hab akustisch wenig verstanden, sah die ganzen Kinder und hatte plötzlich das Gefühl, auf nichts mehr reagieren zu können. Schwerer Unmut. Kraftlos in Kopf und Seele möchte ich jetzt gern so allein wie nur möglich sein. (12:15 Uhr) (15:00) Besser: MDFTZ Runde im PT; dabei natürlich neue Aufgabe für die PR-Abteilung mir selbst aufgehalst. Wahrscheinlich in der Erwartung und Hoffnung, dass ich dazu nicht nur bereit und in der Lage, sondern auch erfreut willens bin. Zukunftsorientiert? @ BN / Ron: Mut Mut Mut! Danke! Und bestimmt hat er Recht: Mich nicht wertend, mich nicht kennend kommt jemand daher (ich zu ihm hin) und fragt ganz was anderes, einfacheres, als ich es mir tagelang vorher vorausgedacht und zurechtgerückt habe. Tja: Es gibt Unternehmer und Unterlasser. Mehr braucht es für heute nicht. Die anderen Millionen Synapsen mühen sich gerade wie wild und kommen keinen Schritt weiter. Schlaft gut.

🔒 Nur für Claude | Zehnsucht seit 1995 | 2010