Weiterhin zum gleichen Thema und noch etwas mehr auf den Punkt gebracht: Die realistische Einschätzung von Dingen & Sachen fällt mir glaubich schwer. Hat dann auch mit dem Dranbleiben zu tun. Denn wenn etwas zu lang dauert, schleppt es sich und ist weniger von Interesse und Bestand für mich. Dann wirds zum Klotz am Bein. Was wiederum am Style des Ganzen liegt, der besser so gebaut ist, dass ich bis zum Schluss mit freude dran ziehen und arbeiten kann.
Die geistige Gesundheit eines Syd Barret nahm seinerzeit stetig ab. Warum, ist klar. Wenn der Verstand weniger hergibt als vorher, als gewohnt, wirds noch unrealistischer. das Ding durchzuziehen. Und mir fehlen ja manchmal nicht nur die Worte, sondern auch die Logik, der Verstand fürs Ganze dahinter. Eben will ich noch ein jeskomclub Video bauen, schon greife ich zur Gitarre und denke beim anschliessenden Rauchen darüber nach, die Küche zu renovieren. Ja, das ist halb so wild und auch verständlich, zeigt aber hübsch, dass ziemlich viel abflacht und meine Energie sachte den Bach runtergeht. I am expired.
Hab eben noch gedacht, wie ich meine Humpel-Mitleid-Tour beim Thomas Sohr in Burg damals gemacht hab, um mich von ihm retten und lieben zu lassen. Das konnte niemals aufgehen. Doof. Die Findungsphase ist längst vorüber und nun muss ch sehen, dass es noch weitere von meiner Sorte gibt, die sowas durchhaben und noch keinen gefunden haben.
Und wie stehe ich überhaupt dazu: Wenn ich nun eine Beziehung hätte, wir vielleicht zusammen wohnen und so ... zu weit gedacht? Ich wollte irgendwie immer schon allein sein.
Oh-ha, dieser Eintrag macht schön deutlich, was ich alles gleichzeitig denke und dass ich für all die vielen Einträge hier keine (Achtung, jetzt kommts:) konkrete Handlungsanweisung habe. Kennen wir doch. Wer das hier mal liest, wird wissen, dass ich meine ganze Zeit damit verbringe, aufzuschreiben, was alles doof ist, ohne dass ich eine Idee felsenfeste, um einige Dinge zu ändern. Aufgeschrieben und weg damit. Weia.
Verfall & Datum
Ich beobachte seit einigen Jahren einen steten Wandel, den ich schnell versuchen muss, zu beschreiben, bevor er allgemeinverklärt unklar wird und verloren geht. "Unklar" ist das richtige Stichwort. Los gings mit der merkwürdigen Feststellung, dass mir manche Worte fehlen, ohne zwar den Redefluss zu beeinträchtigen, aber dennoch hab ich ein Gefühl, dass sich mein angeeignetes Wissen nach und nach verkleinert oder rückbildet, weil es scheinbar nicht mehr abgerufen wird. Mag damit zusammenhängen, dass ich stets neues Wissen aufnehme und mein Kopf das selektiert nach Wichtig und Weniger Wichtig, aber mir kam das schon sehr so vor, als veränderte sich da etwas grundlegend. Und da ich nicht genau weiß, woran das liegt, schiebe ich es auf mein laues Interesse, überhaupt irgendwo in die Tiefe zu gehen und natürlich den Alkohol. Da ist ganz sicher was dran: Zusammenfassen lässt sich das in ein unschönes "Es flacht ab".
Das Wissen, was uns früher verpflichtend angediehen und abgerufen wurde, ist quasi nicht mehr so notwendig. Jeder 8-Klässler weiss heute mehr als ich Bescheid, wenn es um solche Sachen geht. Und wir "müssen" es ja nicht mehr- wir sind ja erwachsen und damit sowieso schlauer als Kinder / Jugendliche. Aua aua. Wenn das Allgemeinwissen schrumpft, wirds echt knifflig. Vielleicht ändert sich das ja, sobald ich mal eine Position gefunden habe, in der ich mich wohl fühle und von der ich mehr wissen möchte.
Und damit sind wir bei einem neuen Punkt: Ronald hat es am Donnerstag so schön auf selbigen gebracht, in dem er mir im Auto nach dem Gespräch mit Gregor und den Möglichkeiten mit 2und40 live und in Echtzeit demonstriert hat, wie das bei mir abläuft: Ich fliege gedanklich von einem Fixpunkt zm Nächsten und baue mir auf jeder dieser Baustellen kreative und sogar coole Ideen- aber das ganze große Konstrukt (um das Einzelne zu einem richtigen Projekt und damit auch mal fertig zu kriegen) liegt mir genau so fern, wie ich es dennoch gerne überschauen und realisieren möchte (und es zwar auch immer irgendwie schaffte, aber extrem unzufrieden bin und mich erschöpft fühle.) Das ist das haargenaue Abbild dessen, was Dieterloo damals so auf die Palme und uns auseinandergebracht gebracht hat. Nun ist Ronald in dieser Beziehung aber viel deutlicher und sagt mir das und schlägt vor, wie ich (wir) es besser machen kann. Und das tut gut. Aus Erfahrung bzw. der Vergangenheit heraus musste ich immer alles komplett selbst durchziehen. Muss ich aber nicht mehr. Vielleicht sind es die Jahre (die mich dem Alterungsprozess hingeben müssend ziemlich belasten), aber ich hoffe auf die Möglichkeit, das richtig trennen und verteilen zu können. Ich darf weiter spinnen und Ronald fässt das sachlich zusammen und macht die Pläne / Konstrukte dafür. Und ich denke,ich werde darauf hinarbeiten, mir das Wesentliche meiner Träumereien und Spinnereien herauszupicken. Konkret: Musik. Foto. Meine Stimme für Hörbücher etc. und meine beliebte Erscheinung bei Moderationen. Und dieses Abspecken kann ja auch bedeuten, mich in diesen Abteilungen stärker und besser zu machen.
Bestes Beispiel dafür war heute Marco Senscheund unsere Fotosession im PT. Diesmal stand ich vor der Kamera und war so aufgeregt wie ein Anfänger. Und hab mir sein Equipment angeguckt und wollte gleich auch alles sowas kaufen. Und deswegen bin ich hier drauf gekommen: Was nützt dieses Halbwissen, wenn die Ergebnisse ja doch immer nur ein "bisschen" schön sind oder auf Glücksschnappschüssen beruhen?
Also nochmal: Konzentriert auf das, was mir wirklich Spaß macht und auch liegt, werde ich versuchen, die Zentren auszuloten und mich darin stark machen. Auch wenn ich der ewige Springingsfeld bleiben werde- das kann und sollte ich wahrscheinloich nichtmit Macht ändern- das BIN ich. Es ist aber schon wesentlich leichter, wenn ich ein feines Projekt wie den Audioguide anschiebe, Ideen entwickle und Ronald die ganze Planung dessen überlasse- weil er ja damit beim Recording zu tun hat. Deutliche Absprachen, Deadlines usw. Machen wir ja gerade mit JESKOM-Album. Der Grossteil liegt halt dummerweise doch bei mir- weil ich so vieles kann ... hmmm, aber ich weiss, wie ich's meine.
Und eigentlich, ja? Eigentlich muss ich mal sagen, dass wenn Marco Sensche ein paar Jahre älter oder ich jünger wäre- ich ihn ohne Ende anbaggern würde, was bei seiner und meiner Art übrigens ganz sicher funktionieren würde. Er ist ein so lieber und liebesbedürftiger und feiner Mensch, dass es einfach Spaß macht, mit ihm über den PT Hof zu gehen und mich in seinem um meine Schulter gelegten Arm sehr sehr wohl zu fühlen. Also geht und gibt es sowas. Wohlig. In so einen Menschen kann ich mich sehr gut verlieben und ich muss aufpassen, es im Moment nicht zu tun :-)
Das Kapitel Liebe und Beziehung und zusammen und so ist ein weiteres, das ich mir auch mal verdeutlichen muss. "Der allein will und nicht kann..." hat so extrem viel Gehalt, dass es mir Angst und Bange wird, ob ich überhaupt in der Lage dazu bin. Mandy meinte, sie habe damals Abstand gesucht und ich suche nach der Unmöglichkeit (wegen Carsten, dem Elbkind als Familienvater, Ungeouteter und damit eigentliich aussichtsloser Aussicht). Naja- wahrscheinlich wegen meines vorsichtigen Herantastens ... ach Quatsch, Menno, das ist alles Blödsinn- siehe Marco heute! Das geht und wird auch weiterhin möglich sein. Wenn ich meine Augen und die Synapsen offen halte. Was dann kommt, guck ich mir an! Aus die Maus.
Status: I'm okay. Oder?
(Ha! Erwischt.)
wieder alles alle?
Etingen war lang und tiefnacht und ich habs dennoch geglaubt- das mit dem: "So, aber ab jetzt!" Nochn bisschen PT am Abend, mit Mario, Leo und so die Feuerwehr geguckt. Nach Hause. Alles zittrig wackelnd und permanent oll. Das Ende vom Lied war ein Zustand, den ich mir hätte ausrechnen können. Es waren ja noch 3 Bier da und die letzte Flasche Wein ... Und jetzt ist mal wieder alles alle und da kann einfach nichts passieren. Nächsten MonTags sogar PT abgewählt. Das geht schon richtig nach unten. Mit Rene über Stü geredet, der nicht wie ich bis zum Abend wartete, sonderen bereits tagsüber weitermachte mit Wein oder Bier. Der übernächste Tag ist es dann so gerne und oft, der traurig macht. Und ein bisschen hab ich das jetzt. Mario muss am Sonntag Abend sowas gesehen haben bei mir und fragte mailerisch nach: Baby lass dich umarmen und sei dir gewiss, da draussen gibt es Molekülgruppen, die es wert sind, den Kopp in die Sonne zu drehen! 10 Sekunden innehalten!
Was mich zur folgerichtigen Antwort brachte:
Du hast ein wahrlich aufmerksames Molekülgefühl. Mein Kalkülgestühl hingegen wehrt sich gern gegen alles, was gut ist und Sinn macht. Nur weiss einfach noch keiner, warum das so ist. Oder immer wieder so kommt. Oder länger bleibt. Is' nich schön und: Es nervt und nervt und nervt. Ich werde dem erneut entgegensteuern, 10 Sekunden in mir ruhen ... oder lass ich das besser und gehe gleich über zur Instanz des kalten Entzuges. Das ergibt immerhin die Möglichkeit, herauszufinden, wohin ich den Kopp drehen muss.
Dass man das sieht, bereitet mir immerhin Sorgen.
Ahoi Kapitän und mit Dank von mir und Glück bei dir auf die Reise!
sex & tod
Das Übliche. Draussen blauer Himmel, alles Sonne. Jesko drinnen, auch blau und hat schwarze Sachen an. Rasiert sich wo er kann, fühlt sich sexy und weiss ganz genau, dass das alles unglaublicher Mist ist. Was aber sofort ins Gegenteil umschlagen würde, wenn jemand dabei wäre, der das mitmacht. Naja, nichts Neues. Heute irgendwie nach Etingen kommen und irgendwie zurück. Alles verpufft und verblasst. Und wenn ich vom Balkon springe, hab ich garantiert Alkohol im Blut. Eine Zwickmühle wie mir scheint. Jedoch nicht zwick genug um es zu ändern? In diesem Zustand jedenfalls erreiche ich nichts oder noch weniger als das. Aber ich ändere es nicht. Sex und Tod. Komm, mach hin.
Wie schwul bin ich eigentlich?
Mit schwachem Selbstwert ist so ein Thema gerade in der Pubertät tabu. Klar. Weil ich es danach auch nicht klären konnte auch. Klar. Verdrängungsprinzig. Klar. Klar werden. Klar? Sanfte Übergänge? Klar... Jesko, das funktioniert so nicht: Die ganzen Menschen, die ich in meinen Vorstellungen über Liebe und Sex aufgezählt habe, waren allesamt Männer. Auch klar. Und dennoch kann ich die Männer nicht ausziehen und ins Bett schleifen. Das geht nicht. Sex geht: mit Frauen wie Männern, wenn ich mich vertraut gemacht habe. Beispiele?
Mein erster Kuss mit Kati, die ersten Spielereien mit Thomas Wahnschaap (+ Schule +Lehre), der erste Sex mit Kerstin, dann die laaange Zeit mit Mandy und den "einigen" Versuchen mit Typen am Neustädter etc. (siehe dazu previous Einträge) . Zwischendurch Kawa, der mir nach meinem ersten Outing in Wegenstedt sofort sein Ding in den Hintern schieben wollte. Und es ein bisschen später in der Harzhütte auch getan hat. Und ich darf heute noch zugeben, dass ich vollends Willens war, als Kawa später (derzeit noch mit Jana Schirmacher + Sohn) und ich in der Dusche bei Thomas Lange uns aufwärmen wollten, aufs Ganze zu gehen. Das war richtig gut. Merkwürdigerweise (Zufall?) wollte Mandy mitten in der Nacht zufällig im Kellerklo, wo auch die Dusche war, auf Toilette. Ärgert mich heute noch ein bisschen. Sie hätte ja auch oben, wo wir schliefen aufs Klo gehen können. Allein die Vorstellung darüber, was Kawa und ich dort vollenden hätten können, finde immer noch ein bisschen schön schade. Okay- dann Anke: 2009 bei einer Party in Mannhausen, bei der Anke sauber provoziert hatte, dass sie jetzt (und jederzeit) mit mir Sex haben würde wollen. Das ging den ganzen Abend. Aus "Spaß". Und im Bett (inkl. Mandy) hatte ich betrunken genug, nicht anderes zu tun, als an ihr rumzufingern. Das endete natürlich sehr böse seitens Mandy, aber trotzdessen hab ich dabei feststellen können, dass auch der Sex mit mir vertrauten Menschen egal welchen Geschlechtes möglich und schön ist. Naja, ich war auch betrunken und ein bisschen notgeil.
Und hier stellt sich erneut die Frage: Wie schwul bin ich eigentlich und wie ehrlich? Au warte, das Thema möchte ich gern nochmal aufgreifen; denn wenn ein Mensch mir nahe kommt, bei dem ich es zulassen kann, ist es egal, ob Mann oder Frau. Olroid: und jetzt kommt die Gretchen-Gegenfrage: Mit wem kannst du dir vorstellen, richtig zusammen zu sein, gemeinsam ein Leben zu führen; wen würdest du richtig lieben können? Mann? Frau? Mensch?
Bin betrunken genug, um keine Antwort zu finden. Wahrscheinlich und ein bisschen sicher: Mann!
(bisschen? Menno. Get real haut so nicht hin!)
get real
GET REAL ist ehrlich ein gut gewählter Titel. Denn es ist unglaublich, mir Gewissheit zu verschaffen, was realistisch für mich ist. Es sind einfach zuviele Facetten, die unter einen Hut zu kriegen mir möglich, aber nur mit ziemlicher Disziplin machbar sind. Selbstwert liegt immer wieder brach, Vergleiche führen immer immer ins bodenlos Arge. Warum die Disziplin nicht will, ist vielfach erklärbar: Frühe unreife Versuche führten inklusive Angst vor der schwulen Einsicht und deren Folgen ins Seinlassen, spätere Versuche, das Leben für mich zu klären, waren nicht besser: weil ebenso unsortiert und NOT REAL. Nach solchen Anläufen kommt die Resignation und Alkohol ist ja kein neues Thema für mich. Irgendwann dumpft es und der Antrieb für einen neuerlichen Versuch wird geringer. Komisch- wo ich mich doch in 2009 so aufgeklärt und geoutet fühlte. Da wärs doch eine um so bessere Voraussetzung für einen weiteren Anlauf. War ich da bereits über meine Energie hinweg, es erneut anzugreifen? Oder not get real enough? Und schwul sein ist glaubich auch nur EIN Bestandteil meiner selbst. Der ganze Rest schwingt da mit- und was ich alles aus welchen Gründen auch immer nicht erreicht oder mir garnicht erst als Ziel gesteckt habe, macht müde.
Ich kann mich sehr schwer erklären, finde aber Marco Sensche total lieb und süss, was darauf hindeuten soll, dass Ronald und ich sich heute mit ihm getroffen haben, um die Fotostrecke fürs Wind Album mit ihm aufzugreifen. Und das machen wir auch. DAs wird alles heilos viel geld kosten- Zwiebel, CD-Copies, Marco usw. Und ich bezahle das alles und weiss, dass ich eigentlich felsenfest dahinter stehen sollte, wenn ich sowas auf ich nehme. Aber wann bietet sich so eine Chance nochmal? Und warum warten? Ich wär gern nur ein bisschen fitter und sicherer in der Angelegenheit JESKOM. Etwas Aussicht hab ich ja: PT läuft so friedlich und nach dem Gespräch mit Micha auch klar, dass ich MEINEN Weg nicht aus den Augen verliere und weiterer Muggen, Konzerte, Aufträge annehmen und durchführen werde- eben weil das PT mich wirtschaftlich nicht retten kann. Und da muss ich aufpassen und selektieren: JESKOM sollte keine Mugge sein- sondern quasi mein Kind. Im Moment tun das andere für mich.
Ich glaube, ich verliere das Elbkind Carsten, Es ist sein Ausbruch in eine andere Möglichkeit, zu leben und er weiss nciht, wie er es tun soll, trifft sich in Berlin bei einer Tagung mit einem niveauvollen Typen und so ... aber wir beide kommen nicht so recht weiter. und Anke bringt es schon gut auf den Punkt: Ein Typ (und so lieb!) mit seiner Family besinnt sich seiner eigentlichen Neigung und weiss nciht, wie er es am besten tun soll ... und lässt es. Oder zumindest macht er es nicht mit mir. Ach Mann (!) ... ich hab so wenig Aufgreifpunkte. Und kommt mal einer, wirds knifflig. Und ist so einer wie Michel da, ist es nicht "mein Fall". Wenn ich mir den schwulen Sex ohne Liebe vorstelle, will ich überhaupt nicht mehr schwul sein. Quickies gehen einfach nicht. Und Liebe ist ein heisses Terrain. Vielleicht sollte ich mir einfach mal wieder einen Typen greifen und gucken, ob ich es auf Gebrauch runterbrechen kann.
So, und jetzt wirds richtig oll! Forget it!
Was eigentlich ist REAL?
Und was hindert mich daran, den Suff sein zu lassen? Im Grunde ist doch die ganze Welt für mich offen und frei? Ich bin wahrscheinlich zu fest an die Flasche gebannt. Körperlich. Psychisch. Wasweissich.
Bruch: Berlin, Bus und Baum
Die Fahrt nach Berlin bescherte mir das Gefühl, wie man einen T5 mit 102 PS fahren kann. Man kann es gut. Der PT Bus ist wirklich superdürftig ausgestattet, aber das war ganz gut so, um zu bemerken, wie Bulli-feeling-fern diese Kiste ist und aber was man vielleicht draus machen kann. Ich weiss jetzt ein bisschen, was es ist - das mit dem Bus: Es gab bereits zu Darlingerode-Zeiten Ambitionen auf einen Barkas. Mit selbst gebauter Schlafbank an beiden Seiten, mit Gardinen und kleinem Tisch und so. Gabs also schon immer. So wie auch die Unterweltwohnung- kennengelernt im Gördenwald mit einer beinahe ersten sexuellen Begegnung mit einem Rabauken. Ich war wohl 13 oder 14 oder so und er sollte sich übermannen lassen, einen hochgeholt bekommenund sich auf das Mädel legen, das allerdings Helge im Arm hatte. Der hochholende Typ nahm eine Platetüre, weil es ihm oll war ... und ich hab noch Monatelang darüber geträumt und mir vorgestellt, wie alle drei weg sind und nur der Rabauke und ich und so .... Verdammt, das war alles schon so klar und ich bin noch immer am Rumerklären von wegen "Ich bin überall und alles". Due Unterweltwohnung wollte ich mir dann im Garten bauen- auch mit Ofen und Rohr längs durch an der Decke. Also entweder wie beim Barkas ein Rückzuggebiet, das nur mir gehört oder der Nachbau einer erlebten Situation, die mir schön war und zu denken gab und sich eingebrannt hat. Ich weiss es nicht.
Berlin bzw. Starfreak war eine akustische Katastrophe trotz Hörgerät, aber die ganze Aktion war gut. Schon wegen Inga, Anna, Ulli und so. Die Rückfahrt war ein bisschen lang und oll verregnet und ich sß hier und dachte noch an ein Glas trocken rotenen Weines, das sich später als vollständige Flasche entpuppte- trotz enormer Müdigkeit. Das ist immer große Grütze. Aber wie oft denn noch?
So schlecht gings mir eigentlich nicht heute, aber mit Anke und Helene bei meinen Eltern und der alten Story vom Sachen-nass-machen auf Kienwerder und mich wütend ins Wasser werfen um mich anschliessend an den Baum zu binden mit 8 Meter Strippe und der Jesko'schen Umkehrung ins Gute gings dann doch irgendwie ans Eingemachte. Keine Ahnung warum. Und Anke und ich haben beschlossen: Diese Strippe müssen wir baldigst endlich durchschneiden. Oder den Baum fällen. Und Anke traf auf den Punkt: Deshalb rennst du immer los voller Energie und bleibst kurz vor dem Ziel stehen. Ja, weil die Strippe nicht bis ans Wasser langt.
Und mindestens seit diesem Zeitpunkt bin ich irgendwie ziemlich traurig. Und bei Ei Marieke Marieke lässt sich lauter und immer lauter spielen und ernsthaft heulen.
Es lässt sich immer alles so wunderbar erklären und deuten und drüber weinen und lachen ... und es wieder vergessen.
Alter.
Wo immer ich mich aufhalte, mit wem immer ich mich übers Alter unterhalte, es heisst immer: Du bist ja noch jung und hast Zeit. Das verschiebt sich natürlich proportional. Wenn man doppelt so alt ist, sind Verhältnisse wie 10:15 über 20:30 bis 40:60 und so weiter schon immens. Wobei so eine Auflistung ziemlich Quatsch ist. Aber ich bin oft der Jüngere, der junge, wahrscheinlich der jung wirkende, der kindlich gebliebene. Was soll das hier jetzt eigentlich sagen? Nichts weiter, als dass ich weiterhin zu knabbern habe, wenn ich an ... ja, ich weiß. Aber ich kanns ja nicht abstellen.
Der Tag war voll und wieder gut. Eine abendliche Tüte währt bei mir länger nach als gedacht. Immer ein bisschen im Tran. Und dennoch wars gut heute. Und nachher fahren wir nach Berlin. Bin noch ein bisschen gefüllt von den Dingen des Tages; immerhin bleibt was Gutes übrig. Und es kommt noch weiteres nachher.
don't disregard no goods
Jajaaaa, da wirdter gern ein bisschen überschwenglich und weiss nichtmal, wie er die Überschrift machen soll. (Tu nicht missachten keine Guten Zeiten). Vielleicht so: Es war gut. Richtig gut heute. Und gestern auch. Zwar brummte der Kopf von langen Audioguide-Abenden und nächtlichen fetten Verarbeitungs-Träumen mit meiner direkten Umgebung, aber ich war vollkompatibel mit mir selbst, hab alles begriffen, konnte mich auslassen und auch wieder Unsinn machen- so wie ich mich selbst gern sehe und wohlfühle. Es gab übrigens auch für meine Verhältnisse sehr gemäßigten Umgang mit Alkohol, was Einiges erklärt und hier nochmal deutlich machen muss, was eine Position meiner Problematik ist. Die allerdings tiefer liegende Gründe haben muss. Diese Labilität inkl. der Fluchtgedanken kommen ja nicht von allein.
Heute gabs den quasi-offiziellen Abschluss des AG im Pressegespräch. Memleben kommt nochmal, aber das wird. Im PT ist alles irgendwie schöner geworden, ich bin da wirklich angekommen. Das merke ich an den Leuten und dem Fallenlassen der restlichen vorsichtigen Umgänge mit mir. Ich gehöre jetzt dazu. Und die "Wirtschaftsprüfung" heute beim Chef war nochmal so richtig erquicklich. Großes Lob an mich. Ebenso wie die "Lobe" über die Wahrnehmung des PT- geschaffen durch mich. Und das Gespräch mit Micha am Dienstag über mich und meine Kohle und die Sichtweisen waren auch gut. Damit hab ich's mal gesagt und woher soll er das auch wissen, wenn ich es ihm nicht miteile. Ich muss nur aufpassen, dass ich Zusatzverdienste nicht durch weitere Zusatzleistungen (Kompositionen etc.) bekomme, sondern mir den Stand meiner bisherigen Produktivität halbwegs ordenlicher vergüten lasse. Dranbleiben.
Das Elbkind schreibt, es sei bis nächsten Mittwoch allein und "vielleicht sieht man sich ja mal". Tja- wie mach ich es am besten? Meine anfängliche schöne / positive Überraschung bei ihm (wie bei vielem anderen) legt sich immer ziemlich schnell. Und das ist ein bisschen doof. Aus dem Herz, dem Bauch raus weiter. Wieder dranbleiben. Nicht zwingend, aber ein bisschen investieren muss ich wohl.
A propos: VW T5 Startline Busse sind blödsinig teuer. Was mache ich denn nun? Was sagt mir mein reales Bild einer Vorstellung über ein Auto (warn das jetzt fürn blöder Satz?) Hab ich überhaupt eins? Brauch ich so ein Auto mit viel Platz hinten und Bett und Tisch, weil in meiner Vorstellung über die Nutzung alles stimmt, aber es eigentlich ja doch bloß nicht funktioniert und ich lonely am Strand von Bøgsted Rende sitze und alles doof finde? Get real? Hä? Twingo? Mercedes? Klapperauto? LKW? Ich glaube ich kann mich mit dieser Überlegung auch ein bisschen selbst definieren. Was ist denn BUS? Was will ich denn? Der T3 damals war eine Erfolgsstory, weil viele so einen Bus hatten und wir ja auch tatsächlich gute Zeiten damit hatten. Ob Ostsee, Frankreich, Italien usw.. Wir!
Die Gewohnheit und der sich immer wieder einstellende Pegel auf die Basis lassen Trauer, Wut und Schmerz über den Verlust hinwegkommen. Ein Auto, mit dem ich zufrieden bin, und das kein teurer T5 ist, vielleicht ja auch. Ach was, ich lass es reifen. Winter reifen. Bis dahin gibts Fahrrad, MVB und andere, die mir mal aushelfen. Sachte Babe, sachte. Das war irgendwas mit Ball flach halten oder? Mein lieber Ronald, die Tage werden immer weniger. Ab heute sind es noch genau 77. Und dann? Was dann? Kann ich? Werde ich? BIN ich dann? Und warum kommt das nicht von allein? Und was muss ich tun?
Vielleicht ein bisschen mehr no goods don't disregarden ...
vorwärts
Es scheint sich zu bewegen. Also ich. So richtig los und sauber bin ich noch längst nicht, aber der AG drängelt wie wild und ich bin froh, dass Mister Jo selbst ein bisschen kompliziert ist und mir alle Freiräume einräumt. Ich kann quasi machen was ich will. Übermorgen ist das PG und dann ist es allerhöchstwahrscheinlich geschafft. Inklusive mir. Das übliche Grauen. Immer zum Schluss und immer heftig. Gestern noch war Inga da und wir haben QLB Kind und MBG de aufgenommen bzw. korrigiert. Meine Güte, ich hoffe, ich brauche diese Abkürzungen so schnell nicht wieder.
Heute beim Chef ein Gespräch- ein gutes gehabt. Natürlich gehts auch ums Geld. Meine Krankenkasse, die diversen unglaublich vielen Produkte, die ich auf den Plan und oft nur mehr schlecht als recht zu Ende bringe, weil ich mich selbst überfrachte. Das hab ich ihm erklärt und dabei selbst festegestellt, wohin die Reise gehen soll: Auf das Feld, auf dem ich mich wohl fühle und auf dem ich imstande bin, das alles auch zu schaffen und mich dabei gut zu fühlen. Auf den Punkt: Meinen Job laut Vertrag machen, die Zusatzleistungen extra abrechnen. Hat er mir genau so vorgeschlagen. Und für den Eierkuchensong und "Tu was" gibts 1200 Euro und ich soll mir ausfdenken, wie ich das haben will: Aufs Gehalt oder über 2und40. Das klingt nach gutem Einvernehmen. Und so soll es weitergehen. Er selbst kümmert sich mit Doris um die Zuzahlung der Stadt für meine Krankenkasse.
Es ist sehr voll in meinem Kopf und wieder einmal sehe ich immerhin Land. Und nun muss ich dranbleiben und es sauber machen. Nach dem AG ist vor dem nächsten Projekt und ich strebe ja nicht danach, die Füße hochzulegen, sondern es tatsächlich angenehm, aber förderlich für mich zu machen. und da spielt JESKOM mit der aktuellen Produktion und dem Plan und der Finanzierung stark mit rein. GET REAL! Weiss nicht, wo ich das schonmal gelesen hab ;-) Und kommt ein neuer Bus? Geb ich endlich mein Geld hin für etwas Sinnvolles? Bleib ich dann dran? Oooh, ich könnte hier weitere tausend Worte schreiben, ziehe mich aber vorerst zum DVD-Brennen und dann sachte Runterfahren zurück.
Ich meld' mich wieder, ja?!
Morgen ...
... morgen fange ich damit an. Aufzuhören, mich selbst zu zerstören. Mit dem Alkohol als wesentlichem Faktor für das Unwohlsein und das Nichtvollbringen guter Taten. Morgen wird alles besser. Dann klappt das auch mit dem Leben und dem ganzen Rest. Dann geht es endlich vorwärts mit mir und meinem schönen Leben. Das wird bestimmt schön.
Ein herrlicher Zynismus zur Nacht.
Pistenboy's P.S.
Das eigentlich Doofe am Pistenboy Dilemma ist wahrscheinlich, dass ich mir die hübschen Jungs angucke und mir immer wieder dabei denke: Tja- so oder ähnlich haben wir damals auch ausgesehen und die Denke und Fühle lief bei mir bereits haargenau in diese Lieblingsrichtung. Habs ja auch probiert und ging immer irgendwie schief. Ob mit Otschi in Dannigkow und beim 'Mittagsschlaf', Th.Wahnsch./Koch, die Vorstellungen über Kolou oder Weide, im Kabarett mit Nico, später dann Marco Bock (und die verheerende Hochzeitsnacht), Thomas Sohr und noch später Olaf Linde und wieder Nico, Bachmann (wao, ich krieg sie alle zusammen) ... alles sehr daneben gelaufene Ideen. Weil sie für den anderen nur Spiel waren, nur Test, nur kurzer Blick.
(Anmerkung: Film Sommersturm !)
Und nu sindse alle vertäut und ich hab mich damals derweil auf die heillose andere Seite geschlagen, weils dort einfacher war zu finden. Nur um dann dort zu bleiben und zu leiden. Mit kleinen Abstechern. Und auch die waren nicht gut. Das Ganze war nicht gut. Und so lange Zeit. Und nu sindse alt, deine Hände und mit deinen verliebten Augen guckst du dir die schönen Pistenboys an.
Ja, ich weiss, sooo alt bin ich noch nicht und alles kann und alles wird und alles toll ... aber das war eben genau so geschrieben, wie es sich bei mir anfühlt. Und mich damit weiterhin frage: Wie denn nun? Schaff ich das überhaupt, mich auf jemanden einzustellen? Mit jemandem gar mal zusammenziehen? Leben verbringen? Ob das gut geht? Du meine Güte. Wie beim Bus: viele Argumente dafür, dagegen, daweissnicht lassen mich weiterhin wahrscheinlich noch Monate Fahrrad fahren. Ich ahne es schon. Aber is' ja auch gesünder, nicht wahr?
Zack & Wegrenn
Denken, Tun & Sein
Immer wenn ich schöne Sachen sehe wie gerade im FBook eine wunderbare Musik mit superschöner Animation dazu, denke ich mir mal wieder, ich möchte auch viel lieber eine große Leidenschaft haben, in die ich mich reinstürze und nichts anders gilt, nichts anderes muss mich beschäftigen, ablenken, mir multiple Sorgen bereiten ... nur diese eine große Leidenschaft, die mir alles abverlangt und der ich mich vollends widmen kann und unbedingt will.
Nunja, das haben wir offensichtich schon geklärt, dass das bei mir halt anders ist. Im Moment merke ich es wieder, wie ich nach einem supervollen Tag jetzt hier DVDs für den Audioguide brenne - wie es sich gehört: in letzer Minute und dennoch nicht komplett fertig und mal wieder bemerke, wie toll die Vorstellung über das Projekt war und wie es sich entwickelt hat. Der letzte Stressrest bleibt so heftig an mir kleben, hab es selbst verschuldet und merke an diesem Beispiel deutlich, wie unstet und nebenherzig sowas immer wieder abläuft.
Was Ganzes, Richtiges, Großes - von dem ich sagen kann: "Ja- das ist bis ins Kalkül professionell, das ist meins (oder unsers) und sind voll mit Stolz und ziemlich glücklich" oder so. So muss ich meine Baustellen also etwas sauberer ausrichten, ausdünnen und die bleibenden intensiv und richtig machen. Guter Plan.
Matze hat mir das heute mal ein bisschen ins Herz gelegt: Was ich alles im PT für welches Geld und welche wachsenden Anforderungen mache, wie ich versuche, nebenher alles nicht sterben zu lassen, dass ich aufpassen muss, mich nicht einengen und ausnutzen zu lassen. Und damit die Freude und den Spaß zu verlieren. Und ich konnte ihm garnicht richtig antworten, weil ja doch noch ne Menge gefährliches und sehr weites, tiefes Zeug in mir schlummert, von dem er garnichts weiss. Hab noch nichtmal eine Ahnung, wie er reagiert, wenn er wirklich weiss, dass ich schwul bin. Habs ihm noch nie deutlich gesagt und bemerke seine Unwissenheit nur dann, wenn er sich gelegentlich über schwuchteliges Zeug auslässt (was richtige Männer eben so darunter verstehen) und wie er sich dann Vorwürfe machen wird, weil er mir gegenüber sowas öfter geäußert hat ... 'hätte er das gewusst, dann ...' naja. Und sowas.
Tobi sagte mal, im PT ginge die Vorstellung über mich ins Metro/Alles-sexuelle, oder wie Wolfgang sagt: 'Der ist irgendwie alles. In seinem Denken, Tun und Sein' (so ungefähr jedenfalls) Und da hatter schon recht. Und so schliesst sich der Kreis: Irgendwie Alles. Wenn ich damit klarkommen würde, wärs mir sogar eine Freude. Spricht ja auch für Everybodys Darling. Und wer muss geliebt werden um zu überleben, wenn nicht ich?
Naja, hilft mir jetzt auch nicht viel weiter. Ebenso wie das, was ich bereits als richtig und sinnvoll kurzzeitig begriffen habe (siehe Ron und seine guten Ansichten) ... das fliesst alles so dahin. Aber eben nicht ruhig, gelassen und freudig auf das, was kommt.
Denken, Tun & Sein. Und Angst vorm sein lassen.
Nimm mich mit, Kapitän auf die Reise?
alle andern anders
Wo es immer wieder knapp wird mit und bei mir ist das schon oft erwähnte Prinzip der Pistenboys: Da reicht auch schon ein kleiner Videostrip oder Bilder von jungen Menschen, die alles noch vor sich haben und mit denen ich eigentlich ja garnicht tauschen würde wollen. Dann aber wieder doch. Um alles besser zu machen. Das klingt jetzt ziemlich abgedroschen und vielleicht bekomme ich es ja mal hin, es zu konkretisieren, was mich alles oft so elendig wurmt und in solchen Momenten dermaßen trauig macht, dass ich mir gut vorstellen kann, es endlich sein zu lassen. Das kommt dann von ganz tief unten und lässt dann sehr wenig Alternativen zu.
Ich sollte besser nicht mehr darüber schreiben, was zu tun bzw. zu lassen wäre, sondern mir überlegen, was mich an der Durchführung dessen und meinem Leben immer wieder hindert. Was ist die Angst dabei und warum?
Der erste Tag seit dem Schuss, an dem es wieder ein bisschen heller und freundlicher ist.
del delirium
Aber sofort. Ich glaub ich bin ganz knapp davor, es nicht hinzubekommen mit Androhung der Einlieferung. Kein Tag ohne Wein, Bier, Dampf ... das ist nicht mehr grenzwertig, das ist mittendrauf. Es fühlt sich an wie Herzversagen, Hirnschlag und Demenz. Wenn es dunkel wird, gehts los. Deswegen versuche ich heute so schnell wie es geht ins Bett zu kommen. Das ist keine Lösung, sonst müsste ich jeden Tag um 8 ins Bett um zu verhindern, dass ich abstürze. Dieses Trinkverhalten ist überhaupt nicht neu und ich frage mich, wieviel Zeit meines Lebens ich den Nachfolgen schon geopfert habe und vor allem: WARUM?
Los! Sag. Warum?
alles zwanzig
20 Jahre Sozialismus.
20 Jahre Kapitalismus.
20 Jahre war der Bus alt.
20 gefühlte Promille nach einer Party gestern, die bis um 4 in der Frühe andauerte und mich wie immer dazu verleitete, zuviel zu trinken. Den Tag verbtrachte ich mit der Web-Suche nach neuen Stativen, Bussen und nicht getroffenen Entscheidungen oder wenigstens Ansätzen. Aber eben merke ich, dass ich gerne mal aufzähle, was ich NICHT gemacht hab oder NICHT SCHÖN finde. Was daran liegt, dass ich ansonsten recht wenig tue. Ich muss ganz dringend aus dieser Lethargie raus und 'selber etwas tun'.
Komm schon.
nach dem Schuss
Einen Tag später dachte ich an sanfte Heilung. Jetzt, zwei Tage später kommt sowas wie ein Flashback. Ich kann ja alles dem Ausnahmezustand in die Schuhe schieben, aber das ist gelogen. Aus Bier und Wein mach ein Dauerdelirium. Das ist nicht gut. Und ich werde wieder trauriger. Vor allem, wenn ich so liebe Unterstützung erfahre, sei es in echt oder per Mail, man fühlt mir nach und in solchen Momenten kriege ich meine ganze Trauer ein bisschen mehr zu fassen und zu spüren.
Weiss nicht, wie lange ich mir das selbst zugestehe, wie lange ich das darf, um heile davonzukommen. Ich mache heute Abend eine Party bei mir. Ma gucken. Das Wochenende wird warm und hell und ich muss mich in die Sonne legen so lange es geht.
Nach Bus.
0:00 Uhr: Nachtrag: Ich hab die gemeine Ambivalenz zwischen Trauer um den Bus, der Suche nach dem Neuen, der mittels T5 nie wieder so sein wird ... mit der allgemeinen Ausrede über zuviel Alkohol inkl. Pot-Zichte mal wieder trefflichst gesteuert. Bin also durch ... Facebook-Leute haben bisschen geholfen, Ronald, Tobi ... Mama auch, obwenn sie das eher unter wirtschaftlichen Gründen sieht. Und da kommt mir die Idee: deejay- was ist das alles? Das mit der Trauer über den Verlust? Ja, es war ein schwerer Angriff auf mich, eine harte Verletzung. Mit all meinen Gedanken daran, wie ich diesen Bus liebte. Soweit fakt.
Ich denke gerade ein bisschen in Richtung: Was hat mich mit meinem Bus in echt verbunden? Die "Möglichkeit" der Freiheit? Ja, die war da. Die Möglichkeit. Und wie war das mit Dänemark und Müritz und ab in die große Welt? Mich beschleicht ein bisschen so ein Gefühl, dass ich mir ne Menge vorspiele (neee, das ist jetzt wirklich nicht die Umkehrung ins Positive aus einer tiefen Verletzung!) - was hab ich mir denn mit "Hübscha" wirklich gedacht? Der Bus davor: "Munkhtenger" lebte von Mandy und Jesko und großen Reisen in die ganze Welt. Der Neue (dann ohne Mandy) kam gerade recht, um ein erweitertes Gefühl von Freiheit und ganz vielen neuen Möglichkeiten zu rechtfertigen. Und wie wars wirklich? Ha!?
Mist. Ich bin total betrunken und kann nicht mehr denken oder schreiben. Fakt ist: Ich muss mir was ausdenken.
Hab's dennoch gut, mein lieber "Hübscha": verweigere dich den Dieben; geh kaputt, wie du es gern immer mal getan hast.
heul.
Hübscha ist fort
Das große Heulen. Heute Nacht zwischen 01 und 08 Uhr ist mein Bus "Hübscha" aus meinem Leben gerissen worden. Einfach so weggeklaut und ich heule heule heule. So eine Verletzlichkeit. So angreifbar bin ich. Und werde unglaublich schwach dabei. Hilflos und ohne Worte. Auch wenn ich mich ziemlich gefasst hab und nach T5 Bussen suche ... es ist ein unglaublicher Angriff. Das ist so wie ein Einbruch in meine Wohnung, Gitarre weg, Bilder weg ... alles, was mir lieb ist. Parallele: 1997, als ich aus dem Bus gezerrt und von den Bullen traktiert wurde. Das war dumme Willkür, okay. Aber es waren auch Ohnmacht und gr0ße Angst. Wenn ich mir das so vorstelle, fange ich langsam an, zu begreifen, dass das Leben kein Kinderspiel sein wird, wenns um den Tod von Verwandten, Eltern und so geht. Dass alles endlich ist. Das alles ganz schnell gehen kann und plötzlich Realität ist.
Wie Frank es meinte: Nimm es als Zeichen. Wofür auch immer, aber es passt ganz gut im Moment. Das Zeichen, nicht nach Tønder gefahren zu sein, allein wollen und nicht können, ein Zeichen, dass Verlust unabdingbar ist. Vielleicht auch eines, jetzt die Seile zu straffen und mein Leben so stabil zu machen, dass ich Weihnachten überlebe, dass ich überhaupt lebe. So richtig.
Wahrscheinlich baue ich mir mein Zeichen in schneller Zukunft wie gewohnt um, dass der Bus eh schon immer etwas kränklich war. Und dass wir oft geredet haben, dass ich über kurz oder lang zu einem neuen Bus kommen muss ... Und dabei fällt mir ein, dass der Winter kommt und die Batterie eh' tot ist und ich den Bus ja auch abmelden könnte um Geld ...
Und zuviel getrunken hatte ich auch in dieser Nacht. DAS wäre doch mal das richtige Zeichen. Ich heul mich zu Ende. Und dann gehts weiter.
Bin ich froh, dass ich Wilson, die Gitarre, das Fahrrad, die Fotoausrüstung zufällig genau kurz vorher rausgenommen hatte.
Nirgends aufgehoben lieg ich hier rum
Mit dem Elbkind Carsten gerade am Palazzo schöne alte Sichtweise aufgefrischt: Er und des anderen Großhirn haben ein Problem damit, sich zu Klarheiten zu verschaffen. Wenn der andere sich einfach nicht äußert oder festlegen will, ob er nun Sympathie oder irgendein Gefühl für den einen empfindet oder ihn wenigstens nicht leiden kann, dann wird nichts passieren. Und deswegen kommt das Elbkind nicht näher ran an diesen anderen, bei dem er mehr fühlte, als ihm beinahe lieb war. Und das fühlt sich nicht schön beim Elbkind an.
Das war ein schönes Gleichnis für eigentlich alles. Mein Lapsus in vielen Dingen schafft auf ewig die selbe Unruhe mit dem Gefühl, vieles zu können, nichts richtig und mich immer dabei eine Spur schlecht zu fühlen. Durchs Leben schleppen, immer ein bisschen gefallen wollen, immer auf der Suche nach Geborgenheit, Anerkennung, Liebe. Heimat. Immer rastlos durchs Leben, nirgends zuhause. Ausser dem Ort und den Situationen die ich mir vertraut gemacht und fest vertäut habe. Und die bleiben dann aber auch so. In den Sichtweisen und dem ewig gleichen. Und hör dir mal meine Songs bei den "Fürchterlichen Fünf" an. Die hab ich für 6-jährige geschrieben und es selber noch nicht auf die Reihe bekommen.
Neulich: "Fühle mich nirgends aufgehoben, deswegen liege ich hier rum". Das habe ich besser nicht ausdrücken können. Und was nun mit dem Elbkind wird, weiss ich nicht. Er ist mir ziemlich sympatisch, offensichtlich sehr aufgeräumt und zielstrebig. Und damit Oberarzt, der sich einen neuen Volvo gekauft hat. Okay. Sehe ich weiter.
Billigwhiskey
Mannomann, das fetzt immer noch nicht. Soweit werden zwar die Voraussetzungen fürs Leben immer besser: Im PT bin ich seit dieser Spielzeit weit besser drin als vorher- merke ich gerade an den Reaktionen aller (!) Leute dort. Das ist gut. Ich hadere mit dem verkackten Audioguide und muss jetzt sehr diszipliniert durchziehen, sonst wirds ein Fiasko. Sowas nervt schwer. Bin nicht zum Thomas und seinem Geburtstag gefahren obwohl ich mir genau sowas ziemlich schön vorstelle. Einen Sonstag in den Sand gesetzt: Gestern bei Hoger Wenke kurz gespielt: cool. Dann bei Kubon Billigwhiskey und Bier. Das war null gut. Heute halt den Totensonntag. Immer wieder. Sitze den ganzen Tag hier rum und baue am Computer 2und40 Webseiten. Immerhin was bei rausgekommen. Aber so isses nicht gut.
anders:leben
Was oder wessen bedarf es denn, damit dem Herrn genehm ist, zu leben? Hab sogar etwas Elbkind-Abschweife. Doch Vorsicht, jetzt nicht resignieren. Weitermachen und nie wieder Billigwhiskey bzw. besseren Verstand und ihn stehenlasen.
Komm Babe, komm!
Bluesjackets' off
Was wir tun, ist schwer zu beschreiben. Wir können hier nicht bleiben (Element of Crime)
Die Bluesjackets werden sich per Jan auflösen. Und ich hab ihm heute nach Äonen von Cuba Libres zugestimmt und meinen Godwill gegeben. Seine Beweggründe mögen so undurchsichtig sein wie die, die dagegen sprechen. Aber es ist in Ordnung. Bisschen Familie, 17 Jahre und der ganze Tross an Erlebnissen & Erinnerungen wollen wie üblich festgehalten und ewig weitergeführt werden. Und ich kann Jana verstehen in ihrem Groll- sie hat ja auch weiter nichts, indem sie immer nur mitgenommen wird und sich dem anpassen muss, was beschlossen wird.
Wir sind auf den Punkt gekommen, nicht mit einem schnöden Silvester aufzuhören, sondern eine BJ-eigene Abschieds-Party zu geben. Im Oli. Im Januar / Februar. So wie schon einmal am 20. März 1998. Dreizehn (!) Jahre später also noch einmal. Dieses Mal in echt. Ich werde jetzt schon traurig bei dem Gedanken, bin aber so mutig, mir einzugestehen, dass es okay ist, bevor wir mit 50++ in Molls Laden die alten Kamellen spielen.
Ein ziemliches Stück Geschichte. Und die wird uns alle ein bisschen verklären und schwelgen lassen über die guten alten Zeiten, in denen längst nicht alles so cool und schön war, wie es ab jetzt sein wird.
Hut ab, Mister Gumfeet Elwood Blues. Und Schuhe aus ...
Tea for Two?
Etwas irreführend betitelt, meine ich mit dem Fragezeichen, ob es was werden könnte mit dem Elbkind, das gerade von der Küste kam und sich erstmals allein ein paar schöne Tage machte, die er trotz Skepsis dann soch sehr geniessen konnte. Und der sich jetzt mit zwei Seelen in der Brust rumschlägt und Angst vor Konsequenzen hat. Naja, Frau und zwei Kinder - die üblich-normale Entwicklung, wenn auch seit der 11. Klasse da noch weitere Ideen in ihm schlummern.
Was will ich da eigentlich? Ihm helfen? Ihm erzählen, wie das alles bei mir war? Wird er arg ins Lachgrübeln kommen, denn wir unterscheiden uns schon sehr in der Ansicht von Vernunft. Schlau sind wir ansonsten beide genug. Und hier kommt der Tee ins Spiel: In dem bin ich schon seit Jahren. Mal mehr, mal noch mehr. Ich registriere das ziemlich deutlich und lass das keinen Augenblick aus den Augen, aber fast immer hübsch konsequenzfrei. Klar: Auch wenn ich vollständig absichtlich trocken bin, krieg ichs nicht auf die Reihe, weil ich Angst hab vor Zweisamkeit (aus Erfahrung?) sie aber gleichzeitig so sehr suche. Weil ich noch viel mehr gewappnet bin für alles, aber einfach nicht loskomme. Audioguide ist ein tolles Beispiel dafür. Immerhin setze ich jetzt offizielle Termine, damit es ein defintives Ende hat. Dann gehts irgendwie wieder und danach ist alles glücklich.
Ich komme von 100 in 1k und sprudele wirr hier herum. Kurzum: Hab dem Elbkind heute geschrieben:
Und Angst ist meiner neuerlichen Idee nach ein Zeichen des Willens. Wenn Angst weg soll, muss Wille wissen, was er ist und sich durchsetzen. Ich bin sowas von superschlau und dabei auch nicht viel weiter, obwohl doch alles nach besten Vorausetzungen aussieht.
Südsee? Afghanistan? Dänemark? Meitzendorf? Fühl mich nirgends aufgehoben und deshalb liege ich hier rum.
elbkind II
Hab sein Gesicht nach kurzer leichter Nebelphase wieder vor mir. Das Schönste daran ist: es hat nichts mit Sex zu tun. Also erstmal :-) Es ist ein schönes Gefühl, was immer daraus werden kann. Es gab kurzes Mailwünschen heute: Ich ihm für die Reise und die schöne blaue Stunde an der Elbe gestern und Er an mich für ein "Ebenso" für gestern. Das ist leicht, kein Überschwang oder sonstwas. Wär auch viel zu früh. Das machts umso schöner und ich bin gesapnnt, wie es ab Dienstag weitergeht.
Ich bin auf jeden Fall dabei. Er lächelt phantastisch.
das Elbkind
Ich hänge immer noch voll mit Drogen, verkrafte wie eben 2 Bier mit Mühe und hab mir dennoch was auf die Fahnen zu schreiben: Bin dran gebliebenu und hab mich getraut. Das Elbkind aus dem Blauen Portal. Diesmal sollte es nicht so lange dauern, bis ich ihn / uns kennenlerne. Er ist im Klinikum in Olvenstedt. Notarzt oder so. Und hatte heute, am Tag unseres ersten zaghaften Zusammenfindens ein bisschen Stress. Und beinahe wärs auch nichts geworden. Sein letztes Angebot: Naja, vielleicht keinen Wein im Elbelandhaus aber vielleicht ne halbe Stunde an der Elbe lang ab um 10 ... und ich habs sofort und ohne die übliche Vertagungmanie angenommen. Und es war ...
Der Typ fetzt! Ganz schön sympatisch, der Bengel. Lieb, schick, ebenso aufgeregt wie ich, zu schnelle viele Worte. Hab nach dieser Stunde für mich überlegt, was das jetzt ist / war und so. Ist auch immer ganz schön blöd, das irgendwie auswerten zu wollen / müssen. Jetzt fährt er für 4 Tage nach Ahrenshoop (aha!) und will ein wenig nachdenken. Über sich, seine Familie, das alles. Und ich bin froh, ihn vorher getroffen zu haben.
Das war eine Art Speed-Heart-Session: Vom Reanimieren von Leuten über Schwulsein, Verliebtsein, nicht weiter kommen, damit versuchen, klarzukommen, Familie, Outing oder nicht. Wao ... das alles in einer Stunde. Aber gut. Richtig gut. Mir gings trotz leichter Anspannung sehr gut bei und mit ihm. Und ich denke, tatsächlich real gewesen zu sein. Ohne zu übertreiben oder mich interessant machen zu wollen. Dass ich immer wieder gern bei "mir" lande in einer Unterhaltung, stimmt mich mittlerweile etwas bekannt aber merkwürdig. Hab aber glaubich nicht zu sehr den Ego-Trip geschoben. Aber okay- wir haben uns das erste Mal gesehen. Und ich würd's sehr gern wieder!
Mal sehen, wie stark ich dabei bin und mal sehen, wie er das Ganze sieht / sehen wird. Bin heilfroh, so geradeaus gegangen zu sein. Und würde es im ersten Nachfühlen sofort wieder tun. Und: freue mich gerade ein bisschen.
Lesliemeter
Hab den Gang vom leeren stillen Balkon ins BN gewagt (was sonst) und kehre völlig überladen zurück. Aus der Freitagskonstellation Wolfram, Janine, Käse. Dzora, Stoffi wurde die Kostellation Gudrun, Lesi und später Tobi. Über Tobi hab ich mich sehr gefreut, weil es schon ein bisschen merkwürdig war mit dem Leslie Kabinett. Aber es sollte oll werden: Beide gingen und Lesli und ich waren allein. Nicht nur, dass ich sie nicht immer akustisch verstand, auch Bier und grundsätzliches Verständnis wogen schwer. Eines habe ich an diesem Abend immerhin verstanden und Ronald wir jetzt grinsen: Mein Scharwenzeln und Interessant-Machen für Anerkennung. Liebe und Zuneigung stellt mir eine Falle nach der anderen. Und ich komme nicht raus, auch wenn ich halbwegs rechtzeitig die Reißleine ziehe un mich für schwul erkläre. Bei Constanze mag das geklappt haben, bei Leslie wars heute der Hammer. Soviele Worte (siehe auch Facebook) um Undeutlichkeiten, der Finger an meinem, der nahe Körper und vor allem das Ende, von dem ich dachte, ich hätte sie gut in die Nacht verabschiedet. Nee. Sie klingelt. "Ich war noch nicht fertig". Da musste ich deutlicher werden. Nicht deutlicher schwul- das war eigentlich von Anfang an klar (sogar noch weit vor mir), sondern um das ganze Konstrukt, das ich so nicht kapiere. Sie seht mich schon recht deutlich- dass man mich nicht recht fassen oder einschätzen kann und so ... aber ich musste ihr einfach sagen, dass ich die vielen diffusen Worte einfach nicht mehr mag. Laaange Gespräche über eigentlich nichts Greifbares. Ich möchte endlich wieder deutlicher, einfacher sein. Sie hätte sich mit mir lieber gern annem Bordstein oder so zufällig getroffen ... alles Quatsch nach dem was wir vorher voneinander wussten.
Wahrscheinlich hab ich das alles mal wieder nicht verstanden, weder als Mann, noch als Schwuler, noch als semi-feminie Erscheinung :-) - noch als der Mensch, der ich bin. Ich fühle mich momentan geradezu kopfüberlastig, hab ihr bestimmt auch irgendwie weh getan (siehe adäquat all die Komunikation Kerstin, Mandy ... wenn ich es einfach nicht gebacken kriege) und mich becshleicht in meinem Synapsen-Chaos, dass sie das vielleicht mit Absicht gemacht haben könnte, um mir zu zeigen, dass es nicht gut ist, wenn ich Hoffnungen wecke, aus denen die Frauen sich so schnelll nicht lösen können. Glaub ich aber jetzt doch nicht. Waren zuviele Berührungen dabei.
Bevor ich hier abdrifte: Ich habs mal wieder deutlich gemerkt: Es wär schon cool, etwas Handfestes, Deutliches vor mir zu haben- und sei es ein Blick, der da sagt "geht nicht". Oder ein schönes Herantasten, wenn beide das gleiche Gespür füreinander haben- um dann zu wissen, was sie miteinander anfangen können.
Einfacher. Ich bin selbst schon kompliziert genug.
ist alles schon hier
Ich glaub schon, dass da insgesamt so eine latente Depression in mir steckt. Wo jemand sich wissentlich grundlos betäuben muss, wo sich einer ziemlich unkonkret eine harmonische Welt vorstellt, wenn ich mich nicht bewegen kann, aber möchte und wenn diese Stimmungsschwankungen so plötzlich wie merkwürdig erscheinen ...
Und das ist ein fast nachverfolgbar entstandener und weiter schleichender Prozess- immer auf einem Level, das weit unter meinen Möglichkeiten angesiedelt ist. "Versteck dich nicht hinter deiner Genialität ...". Nunja, es ist beinahe ALLES da, alles vorbereitet, alles scheinbar möglich. Ungeduld. "Wird schon noch, wirste sehen".
Weiter warten bis 60, immer nochkerngesund und die ersten Freunde werden zu Grabe getragen. Weiter bis 80. Nunja, so viele Bilder sind so schön, Vorstellungen, Klänge, Düfte ... und sie vergehen ungenossen.
du blöde Versteckepuppeschwulesau ...
.. so schreibts Leslie in FB und hat ein bisschen sehr recht. Ein Humor übrigens, der sp bleiern wie heftig wie mir nicht unbekannt ist. Das geht so Richtung Gabi, Anke, Mignon- allerdings damals. Was ich eigentlich nicht leiden mag, aber die Jahre bringen die Erfahrung. Was hier aber nichts zur Sache tut.
"Meinetwegen in das erste richtige Mal verliebt verwickelt. :)" schreibt sie weiter und gewöhnt sich hoffentlich doch bald an den ihr längst bekannten Umstand: ich bin schwul. Oh, jetzt hab ich's gemerkt: ich hab das selten geschrieben oder wirklich gedacht oder? Eher mit übertriebenen Schwuchtelsprüchen vertan und belächelt. Als Annäherung. Plump. Bin mir wie immer nicht sicher, was meine Wahrnehmung betrifft.
Das Gärtnerexperiment vom Tob macht übrigens ganz schön was los. Einschlafen hat dummerweise doch ganz lange gedauert. Entspannung scheint mir eine Art Sport zu sein.
Verstecke. Puppe. Schwul.
der allein will und nicht kann
Ich heul' dem Sommer hinterher. Die Bus-Kiste steht noch in der Küche und ich meine scherzhaft: "na- willste endlich los?. Ach was, geht allein ja auch bloß nicht". Und hab den dicken Kloß in Hals und Bauch. Dabei isses wie so oft, wenn ich nicht weiß, obs nur ein bisschen schade ist, oder ob ich bedingungslos losheulen sollte, könnte, dürfte, müsste.
"Der allein will und nicht kann"- das ist so verhängnisvoll. Treffe ich Menschen, denke ich drüber nach, bald wieder weg zu kommen. Bin ich weg, gibts wenig Mut, andere aufzusuchen. Und allein sein geht auch nicht gut. Geht beides nicht? Dann geht garnichts. Kein Fisch, kein Fleisch, kein Bestand, keine anderen Tønder, keine Aussichten. Denke dabei auch an die Liebe: Was soll das erst werden? Obgleich mir immer noch der gute Rat in den Ohren hallt: Wenns klappt, wirstes merken und dann stimmt alles und der ganze Wust an Bedenken ist dahin.
Wer auch immer dafür verantwortlich ist, sehe bitte zu, dass das bald gelingt. Und NEIN: ich bin nur insofern dafür verantwortlich, dass ich dafür Platz mache in meinem Panzer. Investieren will ich freiwillig, nicht mit Macht & Muss.
Es ist vollständig kalt überall geworden. Von draußen gings los und jetzt bibbere ich. Und das Leben dazu riecht nicht gut.
anders:leben
Besser gehts doch nicht mit dem Titel der ab morgen Einzug haltenden Spielzeit! Das nehme ich genau so mit und damit gehört mir alles, was genau damit zu tun hat. "Kann ja lieben wen ich will ... hollahiaho". Muss ich nur mal losgehn, sonst passiert nix. Oder anders: ich sollte mir mal meine Songs anhören, das stehts genau genau drin!
Die Ron Party gestern musste genau so weit gut gehen wie mir jetzt schlecht ist. Alle sindse mir wohlgesonnen und Tobi muss jetzt wahrscheinlich leider etwas aufpassen, nicht zu oft die "Schwuchtel" zu erwähnen, weil er nun durch Ronald und mich genauer weiß, wohin meine Liebe läuft. Is ja immer auch bisschen interessant, was so an einem Abend an Infos zusammenkommt. So wie Wolfgang mich als jemanden sieht, der irgendwo in der Luft hängt und "Alles" ist. Nicht komplett schwul oder cool oder traurig oder irgendwas. Immer was losgelöstes. Wie Recht er hat. Oder wie Tobi immer noch dachte, daß damit ja noch nicht alles genau festgelegt ist bei mir. Hab ich wahrscheinlich genau so gehandhabt. Das ist gefährlich. Und Ronald drängelt! Und ich gestehe mir mal wieder ein, es erneut zu versuchen. Wohlan denn:
anders:leben
Koma, Krampf und Kesjo Peia
Wenn schon so dermaßen an die Wand gefahren, dann wenigstens konsequent zu Ende. Heute Ron Party. Die letzte, wie ich mir vornehme. Es gibt keinen anderen Weg mehr. Weil absolute Voraussetzung. Der Gärtner kommt ab heute abend ins Spiel. Umlage / Ausweichdroge?
Wer jetzt die Beine in die Hand nimmt, der kann nicht mehr. 125 Tage bis Silvester.
Tønder-Tod, Leslie + Constanze
Tønder halbschweren Herzens ziehen lassen.
Was wars?
Gitte und Jens sind da. Wichtigster Punkt. Aha.
'ne Menge womöglich guter Bands spielen da. International. Nächster Punkt, von dem ich nicht wusste, was oder wen ich da eigentlich sehen / hören wollte, egal wie international. Eigentlich wie Rudolstadt: genießen kann ich es nur, wenn ich nicht allein bin und mit jemandem zusammen cruisen und genießen kann. Gitte und Jens sind prima, aber ich glaub, ich brauch mehr
Pressekort: Access all areas. Cool! Haufen Geld gespart. Aber: Wofür? Ich hänge dort zwischen den Welten von meiner Vorstellung, wie es sein könnte. Siehe Rudolstadt.
Wetter = Ausflucht
ob der Bus hält = Ausflucht
und insgesamt meine Idee von Sommer, Urlaub, Erleben, neue Menschen, Freuen ... aber es stimmt in mir drin nicht. Damit wird alles andere zwanghaft.
Vielleicht tröste ich mich mit diesen Angaben. Aber es stimmt doch, oder? Habs in diesem Sommer gemerkt: 'Dänemark, oh Dänemark, Dein Land, Deine Vorstellung von Leben und Ideal': Schöne Idee, aber es stimmt nicht ganz. Zum Hinfahren und an weiten Stränden allein meinen Gedanken nachhängen ist es gut. Aber nicht genug. Für mich. Es muss weiter werden. Traumland Dänemark wird so auf die Dauer nicht funktionieren. Auch nicht Kopenhagen oder sonstwo mit der vagen Vorstellung, wie es sein könnte. Besser ist es, wenn es wirklich ist. Doofer Spruch, aber ich kann es grad nicht anders ausdrücken.
Leslie, Constanze und das Facebook Dilemma. Siehe Constanze und jetzt Leslie erneut: Ich gefalle mir in meiner Rolle als angehimmelter Mensch, ich geniesse das und brauche das wahrscheinlich, damit ich mich besser und anerkannt fühle. Wird natürlich grenzwertig dabei, wenn das Spiel zu weit getrieben wird und ich die Grenze zum Problematischen nicht erkenne; wenn andere verletzt werden. Ist gefährlich.
Bei Constanze entstand es im Facebook bzw. der Wille Känina Show (sie kennt Nis und Suse), hat mich im PT gesehen, in Facebook wiederentdeckt und dann ging es los- das Werben und Lieben. Und ich war so unsicher und hatte zum Glück Jana (und Dorschi), die mir sagten, ich müsse reinen Wein einschenken, weil es sonst für beide Seiten sehr unschön werden kann. Dann hab ich Constanze geschrieben, dass ich schwul bin. Laaange Sendepause. Das bedeutet bei Constanze etwa knapp 2 Stunden :-) Schliesslich hat sie sich und das Konstrukt gefasst und deutlich gemacht, dass die Reduzierung auf sexuelle Vorlieben doch nicht wichtig sei. Wie wir (Jana und ich) dann festgestellt haben: Es wir ihr nichts ausmachen und sie mich trotzdem weiterlieben und verfolgen wird (liebevoll gemeint). "Stalker für Anfänger" (Nis hat sehr gelacht). Dann gabs nach Massen von Emo-Mails mal meine etwas harsche Antwort und seitdem (Ende August) ist sie für mich leichter geworden. So gehts gut! Jetzt mag ich sie.
Und dann kam die Oskar Einschulung direkt nach Dänemark und Kupplung kaputt. Ich sah wahrscheinlich auch unglaublich gut aus: Drei-Tage-Bart (real also etwa 7 Tage), rotes Hemd, weiße Leinenhose und unglaublich sonnengebräunt mit meergeblondeten Haaren. Hab mir ja selbst gefallen. Und mache eine JESKOMini-Show für Oskar, spiele mit den mir üblich wie Kletten an den Beinen hängenden Kindern, Quatsch machen und zelebriere mit Oskar einen finalen Drink aus enorm vielem Zuckerwasser mit Restwürstchen und merkwürdigen Zutaten. Naja, sowas. Das hatte sich Leslie (die ich überhaupt nicht registriert habe; war sie eigentlich da?) wohl gemerkt. Und nach JESKOMclub auf den Höfen, die Leslie leider verpasst hat, saßen wir im BN bei etwas Bier und ich ließ mich mitreißen, noch zu Gudrum & Tobi zu gehen, paar Bilder und Video angucken. Da saßen wir auf dem Balkon und stellten fest, dass Leslies Oma aus Dänemark kommt. Eigentlich nur ein bisschen Plauderei. Dann bin ich gegangen. Nunja, und dann kam Facebook-Kommunikation zwischen ihr und mir. Erst hab ich sie nicht verstanden- war etwas provokativ, dann merkte ich, welche Art der Kommunikation sie mag und spürte schon, dass sich da was bei ihr einnisten könnte. Und ich habs erstmal laufen lassen. Wie erwähnt: siehe Constanze. Nur hier nicht so umwogen von Wellen der allgemeinen Schönheit- hier eher schroff und cool. Aber der Weg war der selbe.
Bin dann kurz vor Abwahl von Tønder am Donnerstag zu Ronald, ihm sein Geschenk bringen. Und hab dann ihm und Christina erzählt, dass da irgendwas komisch wird. Und habs dann dem Ronald geschrieben, was da in FB ablief. (Siehe ganz unten). Und schon wieder hat er so genial geantwortet. Und wie! Ich glaube, er kennt mich ziemlich gut und hat irgendwie immer wieder den richtigen Draht, es mir beizubringen.
Und wo ich schonmal dabei bin: In Ahrenshoop (21.08.) hab ich Jana und Dorschi gesagt: Ein Freund für mich; das wäre so einer mit dem Verstand, Anspruch und Realitätssinn wie Ronald gepaart mit dem (nicht nur) Aussehen von Zwiebel und einer feinen Prise Unsinn und Verrücktheit in Kopf und Bauch.
Nunja, will mal nicht abschweifen: Die Constanze Kommunikation hab ich leider nicht mehr parat (wäre auch enormst zuviel) aber das Leslie-Kabinett. Und hier ist es - in voller Länge. Beginnt mit der eigentlich hier wirklich guten und wichtigen Aussage von Ronald. Danach der ganze Hintergrund von all dem.
Gute Nacht.
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Ronald Mail (27.08.2010)
alter.....ich habe mir eure wortverdrehereien tatsächlich bis zum schluß
durchgelesen und habe als halbwegs gebildeter mitteleuropäer wahrscheinlich
mindestens die hälfte verstanden.außerdem hatte ich schon immer ein faible
für´s surreale und dadaismus.abstraktionsebenen eben...
ABER:
lieber jesko, ich möchte dir wirklich nicht zu nahe treten,die sache ist
ganz einfach-bekenn dich mit KLAREN worten zu deiner homosexualität und du
wirst ab sofort ein ruhigeres leben haben.
ich weiß ja nicht, was bei oskars party schon verbal lief, aber so wie ich
das sehe sind hier zwei seelenverwandte mit sprachakrobatik dabei sich
gegenseitig den hof zu fegen.der unterschied ist nur, dass die eine das so
sieht und der andere von anfang an anders- es zwar sagt, aber
interpretationsspielraum lässt in den die andere nur all zu gerne vorstößt.
so entsteht eine erwartungshaltung, die du mal wieder nicht erfüllen kannst
und schon haben wir den salatmisery.
die gute frau ist sowas von verknallt in dich und sowas von hin und her
gerissen weil sie natürlich spürt was für ein wahnsinn hier abgeht.
und in dem moment, wo das surreale vom realen abgelöst wird bricht alles in
tränen aus und du weißt warum.
das ist hart ,ich weiß. aber nimm endlich deinen mut und dein herz und versteck dich nicht hinter deiner genialität.bekenne dich mit klaren worten zu dir selbst.facebook:ich bin schwul!!!
was meinst du,was passiert? nichts.außer, das du einen deiner emotionsknoten
,von denen viele in deiner brust schlummern, gelöst hast und dir in zukunft
menschen wie leslie oder constanze ohne erwartungen ihr herz oder was auch
immer ausschütten.
so,ich bin vierzig und weiß was ich sage.wie lange noch bis silvester????
Ihr lieben Beiden. Vielleicht sollte ich sowas hier ja nicht machen, aber ich bin völlig unklar und konfus, was dieses Konstrukt einer für mich sehr merkwürdigen Facebook-Kommunikation hier betrifft. Bin immer bemüht, mit den Menschen zu reden und auch Dinge klar zu stellen und bitte bitte niemanden zu verletzen oder was an- /weh zu tun- aber das hier begreife ich wirklich absolut nicht. Vielleicht habt ihr in einer Mußestunde Gelegenheit, das hier zu lesen. Ich muss das einfach mal loswerden und wohl auch erstmal noch in Ruhe lesen. Könnte vielleicht eine 'Misery'-Story werden.
Me - in little trouble
jesko
Leslie Sagebiel 17. August um 23:01 Melden
Hallo an den eingebildeten Dänen ohne echte dänische Gene:)!!!
Tritt dem Vati (Tobi) mal bitte auf die Füße, weil ich brauch dich auch im Auto. Wegen der Axt:)
Danke, Grüße, gute Reise...
Jesko Döring 18. August um 00:07
Olroid. Okay. Liebe Leslie: Ich trete dem Vati auf die Füße, dass er's sogleich erledigt und dir die Axt schickt. Die erspart vielleicht den Zimmermann ...
Leslie Sagebiel 18. August um 16:04 Melden
Zunächst: Danke, wie ich höre hat der Vati die Lage voll im Griff und bereits alles erledigt:)
Dann: Hm... Lieber Jesko: bin unentschieden, ob es sich um Unüberlegtheit oder bodenlose Frechheit des eingebildeten Dänen handelt. "Die Axt im Haus erspart den Zimmermann" heißt doch soviel wie "Machs dir selbst"!? Wie verhält es sich mit der Axt im AUto:)
Jesko Döring 18. August um 21:11
Ich werd verrückt, das ist ja Kommunikation wie auf Betageuze IV oder V. Die Axt hat doch hier garnix damit zu tun- und es selber machen wäre garnicht möglich. Was die im Auto machen soll, sei dahingehackt. Aber bleiben wir bei Bodenloser Frechheit- das trifft Dänen auf den Punkt :-)
Leslie Sagebiel 19. August um 00:56 Melden
SCHÖN frech! Komme aber gerade von echt bösen Menschen, so dass ich bei dieser Art von eingebildeten Frechheiten gerade gar nicht mehr hinterherkomme. (Vielleicht ne Aufgabe für die Axt...) Vorerst also eine friedliche Gute Nacht:)
Leslie Sagebiel 19. August um 17:18 Melden
:) Fertig gemarvined. Bin wieder bei mich bei UND mir war doch selbst zu nachtschlafener Zeit so, als hättest Du da ein ei gegen ein a (aber ein kleines) eingetauscht. Du musst wissen- ich bin nämlich blitzgescheit und total superbelesen. Quasi mehr ein Superbesen als eine Axt. Aber das war natürlich eh klar.
Jesko Döring 19. August um 19:43
Ein "ei" gegen ein kleines "a". Soso. Dann suche ich mal das multiversale Internet ab, um zu finden, was das bedeuten könnte. Rückschliessend auf deine besessene Belesenheit deucht mich, es hat was mit Betageuze zu tun, aber wo ist das Ei? Alles andere ist selbstredend klar, was Besen und Blitze betrifft ebenso. Den Marvin kriegen wir auch noch lustig. Das Wetter spielt mit !
Leslie Sagebiel 20. August um 16:20 Melden
Is zwar wohl mehr (wie ich belustigt und belesen lese- das Besessen verbitte ich mir-das fällt in die Kategorie bodenlose Frechheit) für den Äther oder den Po ABER:
Zunächst: war es nur ein kleines zwar sinnstiftendes ei, lieber Justus Jonas, aber so wichtig ist es gar nicht, man versteht sich ja trotzdem.
Zweitens dann lieber Herr Kachelmann: wwwwwwatt???
Jesko Döring 22. August um 20:25
Ich kaufe kein A, will dafür aber auch nicht sehen. Verstehe mich weiterhin freiwillig prima mit dir und sehe zu, dass ich Land gewinne. Dänenland.
Leslie Sagebiel 22. August um 20:56 Melden
Gute Güte- ich verstehe kein Wort! Das ist schade. Wieso freiwillig? War das die Frage? Ich fordere einen Babelfisch! Hab Hirnjucken:)
Leslie Sagebiel 22. August um 21:07 Melden
Und - nicht das wir zusammen wohnen würden Schatz- aber wo bist / warst Du denn eigentlich:) Ich dachte schon in Gähnemark. Grundsätzlich verstehe ich mich nebenbei bemerkt auch prima mit dir, auch gern freiwillig weiterhin. Aber welchen Akt in der Axt hab ich verpasst? An meinem Verstand kanns nicht liegen (grundsätzlich) aber vielleicht hab ichs verschlafen. Also bitte, bitte nochmal auf Deutsch. Ich freu mich im Übrigen immer sehr.
Leslie Sagebiel 22. August um 21:47 Melden
Mensch Jesko, du doof. Das beschäftigt mich jetzt sehr. Hoffe Du hast bloß geraucht oder so. Will dir nie nich auf die Füße getreten sein, von wegen weiterhin freiwillig prima. Will nich überinterpretieren und brauche deshalb echt ein AHHH, wenns freiwillig möglich ist. (Mag kein Hä?!...:)
Jesko Döring 23. August um 00:06
Die Weise der Schreibe, die Eventualität des Schwerverstandes, die möglicherweise undeutliche Interpretationen machen mir zwar nicht zu schaffen, es aber manchmal hervorragend schwer, das Konstrukt des hier Gemeinten zu verstehen. Der Babelfisch ist die perfekte Lösung. Nix geraucht. Wörglich. Dänemark ist vorüber, die Ostsee hatte mich bis eben und Danemark hat mich ab Donnerstag wieder. Wenn man reinkommt, links: Zum Tønder Festival. Keine Äxte, keine Akte. Gute Texte, gute Takte.
Nicht verstanden hab ich eigentlich nur die Story mit dem Eintausch des "ei" gegen ein kleines "a". Aber ich arbeite dran.
Leslie Sagebiel 23. August um 00:10 Melden
Hm.
Jesko Döring 23. August um 00:15
Besser? Oder nicht? Du musst mir das erklären. Oder wir starten den Befehl: @reset
Leslie Sagebiel 23. August um 14:18 Melden
:) Ungefähr genauso:
Arbeite noch am AHA. Dort angekommen wär`s ohne weitere Befehle von hinten wie von vorne (und da waren wir doch schonmal). Kreisrund gewissermaßen und nicht mehr so schön eierig. Macht das Sinn? Meine (Eier) beziehe ich übrigens vom örtlichen Bauernhof aber die sind groß und haben nichts damit zu tun. Den Rest der Eierei entwirren wir noch.
Jesko Döring 23. August um 22:32
Ganz genau. Abgepellt, die Schale fort oder ins Blumenwasser und dann haben wir die inneren Worte, Werte, au Warte. Von dieser Warte aus wird es eine gute Aussicht sein. Ganz sicher.
Leslie Sagebiel 23. August um 22:50 Melden
Blumenwasser!!! Das zarte Pflänzchen.... pflegen sozusagen- wie der Vati zu sagen pflegt:) Mehr gibts nicht vorerst. bin weinvernebelt und die Worte wollen hier jetzt besonders gut bedacht sein scheint mir... Drück nich auf U!
Jesko Döring 23. August um 23:06
u.
hmmm, nix passiert.
uuu. UuUu.
UUUU.
War das die Aufforderung, das U-niversum zu löschen? Schade, hätte klappen können.
Leslie Sagebiel 24. August um 15:39 Melden
Denke grad noch fröhlich 7, 8, 9... U nd dann? Ab in dern Keller.Das muss doch irgendwie gehen: Drück nich, nich, nich auf U! Ganz einfach eigentlich.
Vom Universum und dem ganzen saublöden Rest versteh ich nix. Aber ich glaub ich mag es überhaupt gar nicht leiden dein blödes Universum. Warum drückst du s so gern? Obwohl ein nich davorsteht, also vor dem U. Warum willich dass du es löschst und warum weiß ich nix davon. Ich willich nich dass du was löschst hoffich, glaubich, weißnich wovon du da tastelst und tappe plötzlich wieder total im Dunkeln. Wieso ist es schade, dass es nicht geklappt hat es zu löschen, wenn ich es doch unterstelltermaßen wollte? Was ich ohne weitere Erklärung deinerseits entschieden zurückweise (aus Prinzip eigentlich ganz entschieden, weil Unterstellungen so furchtbar festlegen dass man einen dicken Kloß im Bauch bekommt). Hilfe lieber Babelfisch...Schnell, wenns freiwillig möglich.
Mist jetzt kommt der Wasserzählerwechselmann.
Wir zwei sind hier nämlich noch nich fertig miteinander:) und du sollst aufhören Tiergeräusche zu immitieren, wenn auch das freiwillig möglich ist.
Jesko Döring 24. August um 16:07
Das Universum wurde gestern Abend tatsächlich gelöscht. Auch wenn ich's nicht hätte sollen oder dürfen. Aber du weisst: wo ein "tu's nicht" drauf steht, muss natürlich getan werden. Wir haben das hier fotografisch festgehalten.(Foto) Einzig ein Wasserzählerwechselmann soll überlebt haben. Alle anderen haben nur überlegt. Doch auch dafür wars zu spät. Na bitte.
Leslie Sagebiel 24. August um 16:57 Melden
Als wennich nix anderes zu tun hätte als ständig rumzuüberlegen. Bin ja froh, dassich nich och noch den Wasserzählerwechselmann sondern bloß dat janze Universum aufm Gewissen hab! UND: Manno! Mag ich denn jetzt das Foto angucken oder nicht? Herrgott ich bin ja völlig fremdbestimmt. Kopfklops!
Leslie Sagebiel 24. August um 17:03 Melden
Ach und eins noch: ich will nich dass du schreibst ich wüsste. Das kannst du gar nicht wissen und wennich was wüsste würde ich nich so dämlich fragen und um Hilfe bitten und keine kriegen und mich aufregen. Ich geh den Hof fegen!
Jesko Döring 24. August um 17:07
Ich weiß aber leider, daß du weißt, daß ich weiß, was wir beide nicht wissen, worum es sich bei all dem handelt. Aber ich denke, ein sauberer Hof ist da echt ne Menge wert. Und "dämlich fragen" kann jedem ja mal pasieren. Aber was bliebe denn noch zu helfen? Ist uns, dir oder mir überhaupt noch zu helfen?
Leslie Sagebiel 24. August um 18:56 Melden
Tschullljnunnnnng! Gibt wenig Schöneres zu tun! Aufm Hof wächst nun kein Gras mehr. Der Hexenbesen hat zunächst ohne Sinn und Verstand gewütet wie die Axt im Wald, dann dabei gelacht und ist uns, dir oder mir überhaupt noch zu helfen?
Wie schön!
Jesko Döring 25. August um 00:00
Alles sauber. Deutsch gut! Aus schönen Engeln mit abgehackten Flügeln werden Hexen auf Besen mit Äxten. Wo Leslie wirkt, wächst kein Gras mehr? Und damit beginnt die Angst. Aber wovor?
Leslie Sagebiel 25. August um 05:32 Melden
Keine Angst. Keine große zumindest aber "Schlaflos in Beteigeuze". Schön, dass Du irgendwie auch da bist. Das wovor nehmen wir uns schon noch vor wenns freiwillig möglich ist.
Leslie Sagebiel 25. August um 13:25 Melden
Inhaltlich stehe ich voll hinter halb sechs- aber den Verweis auf die amerikanische Schnulze wolltich gern zurücknehmen:)
Jesko Döring 25. August um 14:25
Seattlen wir eben die Hühner und reiten nach Texas.
Leslie Sagebiel 25. August um 15:03 Melden
Ja.
Leslie Sagebiel 25. August um 15:22 Melden
Is jetz v ielleicht doof aber: Is das nich son Stadtteil von MD in den keine Bahn fährt? Um dem ganzen wilden Westen mal den bedeutsamen Schrecken zu nehmen. Der Ansatz war nämlich spitze. Ich merke, dassich mich in MD nich so gut auskenne wie ich könnte (das war jetzt der größte Zaunpfahl der hier auf die Schnelle herzuleiten war:) Alles zu seiner Zeit und wenn freiwillig möglich und du bist das Taktgenie, gibst ihn also deshalb gern vor. Ich halte ihn dann schon.
Jesko Döring 25. August um 15:52
Der Zaunpfahl gibt mir bereits gelöste Rätsel auf, aber du hast auf jeden Fall Recht, wenn nach Texas in MD keine Bahn fährt. Ein Taktgenie bin ich sicherlich, nur komm ich selbst gern aus demselben. Mir gegenüber. Da Genie & Wahnsinn gern einher gehen, wundert mich das nicht weiter und würde dir dennoch vorschlagen, unser Texas nicht unbedingt kennenlernen zu wollen. Is' nich' schön. Gibt Besseres. Helmstedt?
Leslie Sagebiel 25. August um 16:33 Melden
Helmstedt is ganz ganz blöd und da wohn ich ja auch gar nicht. Ich wohne in Lehre. Hier is nix und hier geht es auch gar nicht. Du bist ja morgen weg, stimmt´s? Ich bin nämlich morgen nach der Schule mit Gudrun verabredet- aber da bist du ja nicht mehr da. Heute musst du bestimmt vorschlafen oder bist bald weg oder wie das bei dir so is was weiß ich denn bloß davon?!:) Ich hätte sonst nämlich morgen Spätdienst und könnte Katrin oder Gudrun fragen, ob ich bei einer von ihnen schlafen kann und wir könnten uns kurz zumindest auf ein Weinchen geredet haben. Den bring ich mit. Das wär einerseits schön. Finde das Ganze aber so furchtbar aufregend und anstrengend, dass ich auch nicht böse um nach deinem wwwwwwweg wäre. Schön aufregend, aber ich sterbe gleich weg vor Schreck. Allerdings wird es besser, wenn wirs aufschieben? Was meinst Du zu der erneuten Eierei. Ach was, ich würd dich gern sehen. Wann auch immer Du das magst und wenn Du mich müde und kaputtgetextet erträgst auch gern noch heute:)
Leslie Sagebiel 25. August um 16:44 Melden
Also. Ich bin nachher bei de Katrin bei, wenn du Zeit hast sehn wir uns. Bumm.
Leslie Sagebiel 25. August um 16:47 Melden
Ach so, wenn Du magst: 0171 7926033 kannst och spontan smsn. Ich bin nich böse wenn nich. Nur wenns freiwillig möglich! (Aber ich muss Sport absagen:)
Jesko Döring 25. August um 17:42 / Lebensretter
Ich bin so hilf- wie planlos, sitze hier schwer am Grübeln über eine wunderbare Grafik, die morgen mein Lieblingsproduzent / Lebensretter zu seinem 40. Geburtstag bekommen soll. Und das wird er. Also sie bekommen. Und 40 eben auch. Macht ja nix, nur dass dieses 80 x 30 cm tolle Teil allerfrühst in die Druckerei kommt, damit er es morgen hat. Das heisst jetzt: ich tüftele hier bestimmt noch 2-3 Stunden rum und freue mich dann entweder oder lasse mich einkerkern für den Rest meines Lebens.
Und das Wetter verspricht in Danmark, sich ordentlich zu übergeben und ich zweifle schon ein bisschen. Alles zuviel für mich heute, wie wenn die Männer viel vom schweren Wein getrunken haben und die Lotti sich dabei vergisst. Haben sie ja auch- aber nur einer und das ohne Lotti.
Jesko Döring 25. August um 17:43
aahsi: kann sein, dass ich in welchem aller Fälle und Ergebnissre auch immer das Bluenote aufsuchen werde, um einen Monitor gegen viel Rotwein einzutauschen.
Leslie Sagebiel 25. August um 18:11 Melden
Lass uns nich kneifen. Ich hab Kopfweh und nichts gegessen. Mir wird auch alles zu viel. Fahre in ner dreiviertelstd erst los und dann erstmal zur katrin und dann trinken wir beide schonmal einen wein (katrin und ich) und dann müssen wir (also du und ich dann später) wenn das gesamte tagewerk vollbracht und es freiwillig möglich ist doch auch gar nix reden. Nimm dochn Zettel und n Stift mit:) oder wir machen rumsitzen und abhängen. Das wär schön und ich bin sicher- wir machen uns nix kaputt. Einfach nur so nebeneinander sitzen. Aber wenn wir kneifen wirds blöd irgendwie. Möchte dich gern allein sehen auf betageuze.
Leslie Sagebiel 25. August um 20:40 Melden
So, bin bei de katrin bei. puls stabil. halbe flasche wein hammwa. könnte losgehen, wenns freiwillig möglich.
Jesko Döring 25. August um 23:41
Bin losgegangen. Also wenigstens ins BlueNote. Nach Betageuze ging kein Taxi mehr. Aber nach einer Stunde musste auch ich wieder ins Gefilde der dunklen Nacht. Und in die verschlaf ich mich jetzt.
Leslie Sagebiel 25. August um 23:43 Melden
Das is saublöde
Leslie Sagebiel 25. August um 23:49 Melden
Nix bist du. Ich bin losgefahren, da gewesen und das wars.
Jesko Döring 26. August um 15:51
Hä? Saublöde? Also ich war von 9 bis kurz vor 11 im Bluenote und hab geguckt, aber ausser Gudrun mit ihrer wahrscheinlich neuen Lehrerumgebung oben auf der Bühne hab ich niemanden weiter gesehen. Auch draussen nicht. Du darfst mir doch nicht sagen, was ich nicht gemacht hab, wenn ich's doch aber doch gemacht hab.
Leslie Sagebiel 26. August um 21:48 Melden
Was bildest Du Dir eigentlich ein?!
Dassich Dir auf ziemlich blauen Dunst durch die halbe Republik hinterherfahre, um Dir dann auf noch blaueren Dunst in die Blaue Note hinterherzulaufen? (und das wie ich finde "will dich sehn und schlaflos und..." ziemlich nackig gemacht) Nee Jesko, so jemanden brauchst Du erstens nicht mehr, davon hast Du genug Menschen auf Deiner leicht profilneurotischen Pinnwand, bedien dich in solchem einer Fälle bitte da auf schnelle, billige Weise. Zweitens wäre das mir nie freiwillig möglich.
Ein netter Text, "Schön, ich gehe- komm doch hin." das hätte gewärmt und gereicht. Es sind im übrigen Taxen gefahren, ich hab ja auch eins gekriegt, hätte Dich auch mitgenommen oder aufgegabelt und wäre dann mit Dir überall hingefahren. Aber so nicht.
Im Übrigen gibt es einen mortzmäßig riesengroßen Unterschied zwischen Wortakrobatik und Wortverdreherei. Auf diese (neuartige, heutige) Weltverdreherei falle ich auch leider nicht rein.
Das war dolle böses Aua an mir! Ich möchte Dich gern wiederhaben. Aber nicht gegen mich. So auf keinen Fall! Unsortiertheiten, Nichtverstehen und den ganzen Wahnsinn klär ich gern mit Dir aber nicht gegen mich. Is Dir wirklich nicht klar, wie klein mich das gestern gemacht hätte? Pfui! Mag alle Beklopptheiten, Verrücktheiten, Oskar-Würstchensaft-Suppenkücherei liebe ich, Unsortiertheit, aus dem Takt gerate... Würde jeden Takt mitspielen, egal wie lange er spielt, wie schnell, wie langsam, was auch immer fürn Lied daraus wird... Vielleicht klingts schief. Halte ich für uns aus. Aber ich brauch nen Einsatz. Mich interessiert der Mensch, wollte mit Dir reisen und erwarte keine Ankunft im irgendwo. Einfach nur Jesko. So probiere ich es gern nochmal neu mit der Jeskofreundschaft. Freiwillig und nach Deinem Takt aber eben mit Takt und Anstand. Anders leider nicht. Ich weine und kann nicht mehr weiterschreiben. Aber es liest sich für Dich glaub ich recht klar.
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nach der Ronald Mail:
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Jesko Döring 27. August um 11:21
Liebe Leslie, da haben sich zwei Wortakrobaten ordentlich verstrickt und wie es aussieht, mit unschönem Ausgang. Das tut mir leid und es war wirklich nicht meine Absicht. Hab das ganze Konstrukt hier nochmal durchgelesen und erreiche jetzt erst begreifend das ganze Ausmaß dessen, was hier abgegangen ist. Is' nich' schön und ich sollte bei solcherlei Kommunikationen versuchen zu begreifen, ab welchem Zeitpunkt es notwendig ist, klarzustellen, dass ich schwul bin.
Natürlich wird gerne gespielt und Interpretationsspielraum gegeben, genommen, gelassen usw... in welchem gewisse Eitelkeiten sich so gerne sonnen. Aber wenns dann an die Substanz geht, wirds gefährlich. Und das wurde es hier.
Ich nehme dein Angebot mit der Jeskofreundschaft gerne auf und wir könnens ja nochmal probieren ...
Leslie Sagebiel 27. August um 12:08
Wie schön!!!!!!
UND der Grundsatz war schon klar- wenn auch nicht so ganz und die Behandlung am Mittwoch Abend ging so gar nicht klar nicht. Mir. Dir auch? Unbedingt probieren. Jetzt gleich. :)
Jesko Döring 27. August um 12:31
Echt? Schön? Und der Grundsatz war klar? Ich frag jetzt immer vorsichtshalber nach;-) Weswelcher Grundsatz? Den Mittwoch hatte ich tatsächlich eher beiläufig aufgefasst. Och, die Leslie fährt zur Katrin oder so und vielleicht sehen wir uns ja nachher noch aufn Getränk. Aber alles vage, dachte nicht, dass sich jemand wegen mir auf Weltenreisen begibt. Bezahle den Sprit :-)
Leslie Sagebiel 27. August um 12:58
Dann probier ich halt erstmal alleine weiter:
Sehr deutsch oben. Viel zu durchgegliedert und anständig schwul mit Absätzen:) Ich bin´s nämlich nicht, ertrage aber unanständige Absätze viel besser, trage sie auch ab und zu mal gerne. Eine komplizierte Welt und ein weites Feld das mit den Absätzen. Ich würde statt Ausgang aber freiwillig lieber den anderen Eingang nehmen. Es ging mir hierbei nicht vordergründig um Mann und Frau (auch wenn die Frau natürlich durchaus bemerkenswert ist-den Mann diskutieren wir möglicherwase einmal später, gäbe schon auch was zu bemerken...) sondern um Mensch und Mensch. (Ich gebe zu etwas erzieherisch-jelernt is jelernt, ich hasse es zwar und das ist vielleicht mein Widerspruch- und ärgerlicherweise ohne Verzicht auf festlegende Unterstellungen meinerseits) Wow, der Satz is so lang, dass ich ihn selbst gar nicht mehr verstehen kann- aber ich habe auch keine Lust ihn zu ändern. Aber große Lust ihn Dir zu schreiben, Lust auf Jesko (da darfst Du dich gern drin sonnen, gern auch völlig ungeniert, Du Taktgenie:). Im Übrigen habe ich das Konstrukt wissend mitgestrickt. Und das bei messerscharfem Superverstand! Geschenkt also. Stricke gerne, verstricke gerne, reise gerne... Die Sache war herrlich unklar, so viel ist klar. Wies ausgeht muss eigentlich dann keinem leid tun. Tasten wir uns also weiter heran. Im Gleichtakt. Da klingt nämlich ganz vieles ähnlich schön und doch ganz fremd, ach und und und bunt.
Leslie Sagebiel 27. August um 13:02
Schön so, hab vor lauter Schreiberei Deine nich gesehen. Jetzt dann doch. Alles gut. Muss jetzt Sprachtherapie machen gehen nach der Schreibtherapie. :) Bis bald. Du gut für mich. Du wichtig. Du Sonne.
Leslie Sagebiel 27. August um 13:05
Oh doch noch eins: An Deiner Auffassungsgabe zweifle ich nicht. Verstrickt und planlos aber sonst messerscharf unterwegs! Meine is aber och ganz gut. Trotzdem geschenkt:)
Jesko Döring 27. August um 15:27
In meinen Zeugnissen stand immer "... hat eine sehr gute Auffassungsgabe, die er aber oft nicht imstande ist, umzusetzen". Oder so ähnlich. Also bisschen doof. Naja. Absätze sollte ich mal versuchen, aber dann bin ich wohl bald 2 Meter. Für einen Überblick vielleicht mal ganz hilfreich. Erste Entscheidung gefällt: Dänemark sein lassen. Schade und richtig, gut so und Mistkram. Das Hadertum liegt in meinem Weltverständnis von Frieden, Miteinander, bisschen Liebe und dem Unterlassen von Aua-machen. Das ist aber jetzt ein bisschen zu weit geschrieben, als es deutlich wäre. Hab mich jedenfalls mit 50,0001 % entschieden, hierzubleiben und mich ein letztes Mal zu betrinken. Und dann muss ich mal wieder deutlicher ans Werk weil ich mir so nicht gefalle. Meine Auto-Pädagogik ist leider sehr im Eimer in den ich danach brechen werde.
Sprachtherapie? Will ich auch.
Saufen seit Kulturserver
Hab ich grad mal überlegt. Ich glaube, das fing spätestens damit an, dass ich beim Kulturserver gemerkt habe, dass alles etwas merkwürdig und hanebüchen ist. Muss ja schnell gegangen sein, wenn ich damals schon zu den Anfängen in Hannover im Bus vor der Tür ne Flasche LeBaron getötet habe, oder oben in der Wohnung zur Deckbar-Übung ebenso. Merkwürdiges Gleichnis: Hab die Schwulenbar gesucht und drinnen nicht gewusst, was ich hier soll. Ebenso beim schwulen Kino. Alles merkwürdig.
Da gings wohl nochirgendwie, als dann aber dazukam, dass sich niemand für meine Arbeit interessierte, wars ja egal. Geld gabs genug und und wurde quasi freigelassen. Dass sowas nicht gut für mich ist, hab ich lange schon festgestellt. Dann kam 2und40 und Loo dazu. Nicht dass er für mich verantwortlich gewesen sein sollte, aber einen besseren Übungsleiter für noch mehr trinken gabs eigentlich nicht. Für ihn kein Problem, für mich sehr.
Nun ist das alles vorbei, das PT wurde was Neues und ich blieb beim Alten. Was ist es? Unsicherheit? Angst? Wovor? Ich hab jetzt hier keine Worte zu verlieren, muss sehen, dass ich das erste Jever aufkriege. Und ich hab einen Plan: Wenn ich es nicht hinbekommen sollte, ab Montag über die Woche hinweg bis Freitag Nichts zu trinken, muss ich in den sauren Apfel beissen und es mir bis Weihnachten oder so ähnlich ganz entsagen. Schon wieder. Um danach wieder voll reinzuhauen? Wie lange soll das gut gehen?
Ich hab keinen Plan glaubich.
ein entschiedenes Null
Es spitzt sich gerade zu: Fahre ich nach Tønder oder nicht? Meine Frist läuft in 2 Stunden ab, dann muss ich mich entschieden haben. Es ist unbarmherzig und sehr sehr schlimm seit 2 Tagen. Finde ich Gitte nicht oder ist sie nicht da, wirds noch ärger. Ich kann nicht allein! Kenne das von Poeton Nordhausen und selbst mit Mandy in Rudolstadt. Das hat wiederum vielleicht andere Gründe; im Moment wächst mir alles über den Kopf hinaus. Ohne mich.
Man fährt doch zu einem Festival, um mit Leuten gemeinsam schöne Musik zu hören, wieder- und neu zu entdecken, schöne Zeit zu verbringen. Oder? Ich sehe davon gerade garnichts. Aber hab ne Pressekarte für all Areas. Viele Fotos machen ja? Weil ich das ja schon immer machen wollte ja? Super. Das ist alles nur Legitimierung gegenüber der Presseabteilung.
Und in echt: allein spreche ich doch keinen an, habe keine Favoriten der ganz Folk-schaft und die Panik vor Regenwetter, Bus sitzen, zuviel Wein trinken, zurückfahren, Bus kaputt gehen ... alles geschobene Hiobs. Aber aus Erfahrung realistisch. Ich kann mir aber so ein Konstrukt so wunderschön vorstellen: Musik, freundliche Menschen, neue Leute kennenlernen, alles kommt zusammen und hat Spaß. Aber so ist es nicht! Nicht mit mir.
Im Moment ist Ableben mit Cowboy stirbt angesagt. Rettet mich oder ich muss untergehen. Es ist so richtig schön zum Kotzen.
Und Facebook-Leslie hat ein Riesenproblem mit mir, weil ich nicht aufmache, wenn sie mit gepacktem Leben vor meiner Tür steht. Da haben sich zweie aneinander vorbei verstanden. Arme Leslie.
So, hab eben von Ronald eine genial Mail bekommen, das muss hier noch rein. Und ich- ich bleibe hier. Fertich!
alter.....ich habe mir eure wortverdrehereien tatsächlich bis zum schluß durchgelesen und habe als halbwegs gebildeter mitteleuropäer wahrscheinlich mindestens die hälfte verstanden.außerdem hatte ich schon immer ein faible für´s surreale und dadaismus.abstraktionsebenen eben...
ABER: lieber jesko, ich möchte dir wirklich nicht zu nahe treten,die sache ist ganz einfach-bekenn dich mit KLAREN worten zu deiner homosexualität und du wirst ab sofort ein ruhigeres leben haben. ich weiß ja nicht, was bei oskars party schon verbal lief, aber so wie ich das sehe sind hier zwei seelenverwandte mit sprachakrobatik dabei sich gegenseitig den hof zu fegen.der unterschied ist nur, dass die eine das so sieht und der andere von anfang an anders- es zwar sagt, aber interpretationsspielraum lässt in den die andere nur all zu gerne vorstößt. so entsteht eine erwartungshaltung, die du mal wieder nicht erfüllen kannst und schon haben wir den salatmisery. die gute frau ist sowas von verknallt in dich und sowas von hin und her gerissen weil sie natürlich spürt was für ein wahnsinn hier abgeht. und in dem moment, wo das surreale vom realen abgelöst wird bricht alles in tränen aus und du weißt warum. das ist hart ,ich weiß.aber nimm endlich deinen mut und dein herz und versteck dich nicht hinter deiner genialität.
bekenne dich mit klaren worten zu dir selbst.facebook:ich bin schwul!!! was meinst du,was passiert? nichts.außer, das du einen deiner emotionsknoten ,von denen viele in deiner brust schlummern, gelöst hast und dir in zukunft menschen wie leslie oder constanze ohne erwartungen ihr herz oder was auch immer ausschütten.
so,ich bin vierzig und weiß was ich sage.wie lange noch bis silvester????
Sommer und verstimmte Geigen - ein Reisebericht Teil I
"Ich glaub, ich hab Sommer vergeigt" - so meine erste schnelle Gesamteinschätzung. Klingt nicht gut, ich weiß. Wars das mit der Idee, diesen Sommer nicht allein zu verbringen? Die Tage zu genießen und dabei Dinge zu tun, die ich schon immer einmal tun wollte? Also alles sowas, was nicht so recht geklappt hat? Mir kommt es so vor, als hätte ich ungemach die ganzen vielen Tage versoffen. Und wenn ich genau hinsehe, wars auch so. Hoch und Tief, Berg- und Talfahrten ohne Ende. Was war passiert? Hier ein Ausschnitt meines Sommers. Im gelobten Land:
Am 26.07. gings noch nicht wegen der Kasperparty, am 27. fasste ich Mut und zog los. Der erste Campingplatz bei Rheinsberg war Wald, sehr ostdeutsch ;-) und ein sehr früher Morgen warf mich um halb 6 in den See. Durchgeschwommen, Sonnenaufgang. Wao, geht gut los. Dann am noch recht frühen Morgen nach einem See und etwas Schwimmen nebst auskunftfreudigen Ferienlagerkenner mein drittes und damit gesamt letztes Ferienlager in Flecken Zechlin wiedergefunden. Freude. Video. Und Klink- das große Superhotel eines meiner Jugendsommer. Weiter an irgendeinen etwas merkwürdigen Zeltplatz Nossentin am Fleesensee mit einem fünfschrötigen Platzwart und einem Platz direkt am See, der mich dann morgens doch nicht schwimmen lassen wollte, weils so oll war. Auch etwas regnerisch. Dafür einen Text am Vorabend geschrieben, an den ich noch nicht glaube. Aber Constanze "gefällt das" :-) Nächsten Tag in Malcho einen Abenteurzug gefunden und viele Fotos gemacht. Auch Anrüchige. Leicht im Dunst irgendeinen vorabrigen Weines. Danach DDR Museum. WILSON getroffen und verliebt mitgenommen.
Kurz vorm Hafen Rostock eine Raststätte gefunden, die Fährentickets verkauft. Dachte ich, kanst ja mal fragen, in wieviel Tagen denn was frei wäre. Naja, es hiess: in 2 Stunden. Dann los und auf der Autobahn recht plötzlich das Punktfestival Force Attack aufm Feld gesehen. Abgebogen, hingefahren, mit C. telefoniert und mit Nis. C. war noch in Rostock und Nis konnte nicht nach Kopenhagen. Nach diesen Telefonaten gings mir plötzlich gut. Hafen. Wilson die Dampfer der großen Welt gezeigt. Losgefahren übers Meer, durch die Sonne. Handy aufladen, was sich später als nicht wahr herausstellte.
Angekommen in DK. Merkwürdig unfreundliche Grenzwächterin: "Wo wollen Sie hin?" - "Weiß noch nicht, mal gucken" . "Wie lange bleiben Sie?" - "Du meine Güte, weiß ich auch nicht, bis ich keine Lust mehr hab?". Na egal. Richtung Kopenhagen. Dänische Straßen. 30 Km vor Kopenhagen versucht, rechts ans Meer zu kommen, wo ich bleiben kann. Keine Chance. Zu unsicher wegen Camping Verbudt und so. Dabei aber eine Ostsee vorgefunden, die superpastell und selig ruhig schöner nicht hätte sein können. Warum bin ich da nicht gleich reingesprungen? Dussel. Campinplatz gefunden, erstes Dänisch des Jahres ausprobiert. Cool! Es geht! Nochmal an die Ostsee, Wilson kannte das noch nicht. Fotos. Bus. Holländer links, Holländer rechts. Etwas unsicher wieder. Wein. Langes Denken über alles. Unkonkretes Schweifen. Wahrscheinlich zu lange. Nächster Morgen verregnet und oll. Nix mit Schwimmen in der pastellruhigen Ostsee.
Kopenhagen. Parkplatz, Fahrrad raus, schwere Fototasche um und im Nieselregen los. Nich so schön. Wieder angekommen im Bus, war ich für eine Weile völlig konfus. Klar, der Wein, das Wetter, alles nich so richtig schön. Wusste nicht, wohin und warum mit mir. Spontan los. Hab mich verfahren, dann irgendwann den Campingplatz auf einer Festung gefunden. Ausgebucht. Den vorher anvisierten angefahren. Der Preiswerteste in DK! Und cool. Großer Platz, Klo und Duschen einfach und zweckdienlich ;-) Wieder los mipm Fahhrad, enormer Umweg um Kopenhagen bis Zentrum. Besseres Wetter. Alles nochmal angeguckt. Besser. Stengade 30 wahrscheinlich nicht richtig gefunden. Mit Rückenwind in nun plötzlich 10 Minuten zurück zum Platz. Mit den Hamburgern gesnakkt. Das war gut. Etwas Bier, Moods und Reden über Reisen, T3-VW-Bus, meine Musik, Hörbücher und alles sowas. Prima. Danach im Bus etwas Wein mal wieder. (Erwähne ich jetzt nicht mehr, weil: bleibt jetzt immer so; nur das Mengenwort variiert). Nächsten Tag nochmal Kopenhagen, schönes Wetter, schöne Fotos. Wilson in Christiania auf der Mauer mit seinem Namen. Kein Tivoli oder Museum. Schöne Menschen fotografiert.
Und dann los. Albertlund suchen: Der Ort mit dem Stastgefängnis. Mit Egon Olsen. Was für eine Freude, das mal in echt zu sehen. Und es wurde noch besser. Fotoverbot- klar, ich hab mich langsam rangetastet- siehe Fotos / Videos. Und dann bin ich bis an das berühmte Tor gegangen, durch das Egon 12 mal rein- und wieder rausschritt. Was passierte? Das Tor ging auf und damit durfte ich diesen Gang auch mal machen. Ich versuchte dem Wärter zur erklären, dass das unsere Kultfilme in der DDR waren und ich das unbedingt sehen wollte. Ich denke, er hats verstanden. Nu darf ich ja keine Fotos machen ... und er sagte: "Natürlich nicht! Aber wenn du dich beeilst, ganz schnell eins machst und dann hier verschwindest, hab ich nichts gesehen ;-) Sonst kriegst du ein Zimmer hier!" Du meine Güte, man siehts auf einem Video- ich bin der glücklichste Mensch der Welt.
Die Fahrt war schön und denkeviel. Aber wie immer nichts Konkretes. Laufen lassen. Schöne lange Brücke überm Øresund. Mit bestem Möwenschiss des Universums auf der Scheibe. Wilson hat sehr gelacht. Me too. Kurz vorm Festland macht das Wetter wieder schlechte Laune. Für mich. Und ich weiß nicht recht, wohin. Auf der letzten Insel kurz vorm Festland. Irgendwann Platz gefunden, Office zu, Nieselregen und das Meer weit hinter dem Abgrund. 500 Meter weiter anderer Platz: für 45 Euro und Wasserrutsche und so. Bus heisst in dieser Nacht Suite. Langweilig. Rumsitzen, nicht freuen, Gitarre spielen, duschen, aufgestauten Sex lieblos in der Dusche gelassen. Will nach Hause. Aha, und dann?
Nächsten Tags aufs Festland. Während der Fahrt Traurigknödel im Bauch und an Ronald geglaubt und mir vergegenwärtigt, was ich denn nun gerne haben möchte. Ruhe, schöneres Wetter, Meer, langer Strand. Laufen, Denke mitlaufen lassen, rumliegen. auf schönem Platz. Dauerte nur wenige Stunden, bis nach Esbjerg genau so ein Ort kam. Wao. geht also. Rechts der Fjord, links das Meer mit langem, deutschen, aber relativ leeren Strand. Sonne. Fjord zum Schwimmen versucht. Bis zur Hüfte. Aber es war gut. Meer war auch gut. Erstes langes Loslaufen. Abends Gitarre und Wein. (ach so ... ja). Nächsten Tag vollständig verlaufen. Die Aufwachzeiten verschieben sich immer weiter nach hinten. Die erste Nacht zu Beginn der Reise gegen 5, dann halb8, um Neun und hier mittlerweile 11, halb 12. Hab mein Handy dort aufladen können- dänischer Strom hats vollbracht :-) und beschlossen, eine weitere Nacht dort zu bleiben.
Nächsten Tag dann los Richtung Thisted. Alles so vertraut, als würde ich da schon lange wohnen. Gittes Vestergade auf Anhieb gefunden. Kaum Motor aus, steht Gitte neben mir. Wao. Und wieder eine Umstellung: Wohnung. Leute. Wusste nicht so recht, wohin mit mir und meinen Vorstellungen. Mit Jens, mit Johanna. Und dem dunkelsten Raum der ganzen Welt, in dem ich schlafen "wollte". Nichts zu machen. Bisschen müde aber endlich mal alkoholfrei losgefahren nach Norsø - einem schönen See (endlich wieder ne kleine Strecke schwimmen), dann nach Bøgsted Rende und den ganzen Vormittag am und im Meer verbracht. Richtung Vorupør und zurück. Dabei den Pfannkuchensong skizziert und hinter den Dünen aufgeschrieben. Immerhin ist der Refrain fertig und ich weiss wie die Strophen klingen sollen. Es geht mir gut! Mit Gitte im Garten, danach inkl. Johanna durch die Stadt. Johanna ist ein bisschen reserviert. Aber nicht unfreundlich. Nächste Nacht ohne Jens und mit offener Tür. Besser. Viel besser geschlafen. Hey- nicht wegen Jens- der Mann ist okay!
Neuer Tag, Bus wieder in Bøgsted Rende abgestellt und mit dem Fahrrad nach Klitmøller gefahren. So 10 km. Dort abgestellt und den Weg am Strand zum Bus zurückgekehrt. Wunderbar. Herrlich. Lange weite Wege und kein Mensch in der Näh'. Mich mit dem Meer angelegt. Alle 1000 Meter. Phantastisch. Sexuell ebenso. Mach ich mir manchmal bisschen Sorgen drum, aber es war absolut okay dort. Mit Bus zurück zum Fahrrad und "nach Hause". Mit Gitte durch den Wald und bis Klitmøller gefahren, um dort Meyke- Joachims Schwester zu treffen. Klönsnack am Meer mit Fisch und Pommes. Abends mit Gitte zum Limfjord mit bisschen Wein. Gitte überlegt, den Freitag "blau" zu machen. Und so laufen wir am Freitag durch Thisted- Rådhuspladsen wird neu eröffnet (den ich im Jahr davor als Baustelle sah) und ich filme den Vater von Nis- den Honning-Mann für ein paar Grüße zu Sohn und Enkeln. Das war sehr sehr schön. So gegen Nachmittag fahre ich dann los.
Nach Hause. Bin guter Dinge und so frei mich oberhalb von Rinkøbning nochmal für ein paar Stunden ans Meer zu werfen. Das Wetter ist einfach zu herrlich. Ein Mix aus Sonne und Wolken, genügend Wind und mir. Mit mir in Meer und Dünen eine schöne Abschluss haltende Zeit gehabt. Irgendwann dann los. In Harrislee bekommt man im "Dänenshop" nur Büchsen (Mokaii un Tuborg), wenn man Däne ist. Wegen des Pfands. Was solls, aufgesattelt, vollgetankt und homewards. Voll durchgefahren. Was auch gut war- denn an der Abfahrt der Tangente hier in MD musste ich nach 450 KM tatsächlich die Kupplung treten ... wollen. Ging nicht. Kaputt. Mit letzter Mühe direkt auf meinen Parkplatz geschafft und bin der Meinung, Mister "Hübscha" muss wie bei den Bluesbrothers jetzt in seine Einzelteile zerfallen.
Irgendwie hat sich das alles gut gefügt: Bin ja wegen Oskars Einschulung am Freitag bach Hause gefahren. Somit hat alles gepasst: Kein kaputter Bus in DK- alles hat bis genau zum Schluss hingehauen. Und jetzt, wo ich das hier schreibe, merke ich, dass ich die letzten Tage eigentlich als die schönsten beschreibe. Also die, an denen ich mit anderen zusammen war und mit denen was gemeinsam tun konnte.
DK war insgesamt die richtige Idee, ich rede noch Tage danach im Dialekt und freue mich, es getan zu haben. Obwohl ich ganz genau weiß: Das nächste Mal bitte nicht mehr allein! Das geht nicht. Wenns gemeinsam aber auch nicht gehen sollte, habe ich ein neues Problem. Und hier schreibe ich nun und muss überlegen, ob ich morgen oder Freitag nach Tønder fahre. Gitte und Jens sind da. Aber ich hab Bedenken: Wegen Wetter, allein aufm Campingplatz und der allgemeinen Frage, ob ich das alles wirklich will. Doch dies ist nicht die Geschichte von morgen. Es war die von DK- einem Teil meines Sommers, der noch nicht zu Ende beschrieben ist.
Was ich auf meiner Reise zwischendurch aufgeschrieben hab in meinem schwarzen Büchlein von Mario, setze ich hier irgendwo in morgen oder so rein. Und was den Rest dieses meiner Meinung nach vergeigten Sommers betrifft, ebeno.
Archiv Danmark 02.08.
abends:
Das hört einfach nicht auf, schön zu sein. Ein Sonnenuntergang, der den Brief an meinen Freund nicht besser häte unterzeichnen können.
spät abends:
Nimm mal ruhig das belächelte Flügelwort "zielorientiert" un bleib an EINEM Gedanken dran. Es ist schön, durchs Universum zu surfen und alle Gedanken und Ideen mal anzureißen. Aber es bringt dich nicht weiter zu dem Punkt, der die ganzen schönen angeteaserten Vorstellungen Realität werden lassen könnte. Immerhin "könnte" - aber ohne dies wird es garnichts Meinsten? Einen Versuch wert?
Du musst keine Angst (mehr) haben. Es ist alles okay. Lass die Sonne nicht nur an deine liebe eitle Haut - du kannst auch innen etwas Farbe gebrauchen. Und die Töpfe dafür sind allesamt vorhanden. Mach sie bitte wieder auf. Das riecht nämlich so gut
Archiv Danmark 01.08. + Brief an meinen Freund
aus dem blackbook von mario. written in danmark inside da bus & lots whine (later):
Von einem, der auszog, nicht sterben zu können01.08. / 14:00 Uhr Wie schnell sich sämtliche Ansichten über Leid, Pest und Tod schmollend in die Erde graben, wenn sich nur plötzlich kleine Umgebungsvariablen ändern. Jetzt scheint sie doch - die Sonne, jetzt hab ich doch einen Platz zwischen Havet og Fjord gefunden, sitze mit hellem Leinen in warmem Sand nach einem mindesten 1000-Kalorien-Kuchen und mir fällt nicht mehr ein, was gestern und heute vormittag so schwer wog, dass es zum Fürchten war.
Allein die rechtskurve Richtung Baum funktioniert ja auch bloß nicht. Nichts ist vollständig, nichts hat Bestand. Und beides zusammen Immer. Dieser Zusatnd macht immer mehr labil und lässt damit auch die kleinen feinen Ideen, Spielereien, Austesten immer weiter ins zwecklose Egal verkümmern. Das Gestern fast vergessen, das Vorhin langweilig. Immer aber alles nurmit der Sichtweise im Traurigen.. Wenn sich zwei Finger breit über dem Bauchnabel etwas zusammenkrümmt und sich "Seele mit gräulicher Färbung" nennt. Dieses Halbdasein ist so konsequenzlos. Wenn ich es denn begreife, dass dieses Leben so fot so anstrengend, schwer und immer irgendwie eingeschränkt verläuft, warum dann nicht die richtige Entscheidung in die letzte Richtung treffen?
Weil das Wissen um Sonne, einem Platz zwischen Havet og Fjord immer noch ausreicht, es nicht zu wagen. ich hoffe, dass ich mal nicht auf meinen Grabstein schreiben lassen muss: "Einmal was richtig und bis zum Ende gemacht. Glückwunsch!"
Ich würde auch Physiospender werden. Guck ma: Mir fehlt kein Bein, kein Auge, hab weder Krebs, Zucker noch Aids (noch nicht), hab selbst meinen Rückem und damit meinen ganzen Körper aufgebaut. Und ich sehe auch noch gut aus :-). Ich bin kerngesund und könnte Alles machen. Wenn da nicht der ebenso labile Wächter über Antrieb, Anspruch, Motivation und Aussichten sein Unwesen kettenrasselnd treiben würde.
Gestern im spontanen Suite-Bus des teuersten Campingplatzes der Welt hab ich mir vorgestellt, wie meine Liebe sein sollte. Immerhin. Ist garnicht so hoch angestezt - die Latte (höhö). Beschäftigt mich schon sehr. Und das ist gut. Denn zu 2t wäre diese Reise um Einiges schöner geworden. Statt dessen fängt es an zu regnen und der Wein wird einfach nicht alle, weils zuviel davon gibt.
Heute vormittag wollte die STimmung sich nicht recht bessern, '... es wird regnen, 3 1/2 Wochen Hitze mit Arbeit gegen 1 Woche frei mit Regen. Schlimme Vorstellung. Werde meine Seele nicht baumeln lassen können, damitse mal 'n bisschen Farbe kriegt ...' SCHNIPPS macht es irgendwo (oder Wuhn oder 100.000 mal Plopp) und ich sitze hier und bin guter Dinge, weils also doch wieder geklappt hat. (Anm.d.R.: und es noch besser werden sollte)
ow to get a lover my way? Vielleicht mit ausgedehnteren Sichtweisen. Nun stehts geschrieben und ich muss erstmal nicht traurig darüber sein, doch noch zu leben. Naja.
01.08. Abend
Bin schonnn irgendwie so'n ewig Gestriger oder? Kann oft schwer loslassen von den "guten alten Zeiten", die natürlich so gut garnicht waren. Vielleicht hab ich ja auch nur wiedermal so'n Herleitungsknick in der optisch-emotionalen Wahrnehmung; aber wenn ich hier die deutschen Leute sehe, die oredentlich ihre Stühle in den Camper staplen, junge Pärchen sich umständlich für den Abendspaziergang vorbereiten (du Schahatz, ich glaub meine Binde ist verrutscht) und alles so grillmodern westdeutsch abläuft, ist das sicher ziemlich überheblich von mir, es so zu sehen, aber da kommt es ja zustande, dieses Erinnerungshoch, wie wir mit nacktem Hintern und nüscht weiter die Nacht mit Bier im Sand verbracht haben oder so. Echt langer Satz übrigens.
Alles überhaut nicht so dramatisch, aber ich will nicht bequem werden. Ich warte ja immer noch auf etwas, das ich vorhabe. Mit 40 auf dem Stand von 25. Nur vertrage ich nicht mehr soviel Schnaps. Naja again.
Wie geht das bloß, daß so schnell alles schon wieder soviel besser ist als heute vormittag? Wars das bisschen Sonne? Das Meer auf der richtigen Seite? Die geilen Eier in der Pfanne auf Brot und einer selbstangemahnten Tomate? Das eben eröffnete Tuborg? Die Gitte SMS's?
Ich will mal an meinen Freund schreiben. Ja.
01.08. später AbendMein lieber Freund.
Wir kennen uns zwar noch nicht, aber wir sind uns ganz bestimmt schon oft begegnet, Am Schönstein und Einfachsten läuft man ja gerne geflissentlich vorbei. ich hab lange überlegt, ob Gleich & Gleich sich gern gesellen oder ob's die Unterschiede sind, die einander anziehen.
Da ich mit dir und uns selbst aber lieber auszoehen möchte, nehme ich mir die sprüchetaugliche Varainate 1 und beschreibe dich also als einen auch bisschen hippen Typen mit flippigen Ideen und ausgesprochen freundlichem Hang zur Kreativität. Als jemanden, den ich nicht mitnehmen muss und der mich im Gegensatz dazu eher anspornt und aufmuntert als mir meine Unzulänglichkeiten aufzuzeigen. Die kenne ich ja fast alle schon. Und mit denoch gutem Sinn für Realität, Schönheit, Witz und Würde du mit mir auf so einer Welle schwimmst, auf der ich mit dir die ganze Welt umsegeln oder untergehen kann. und beide MAle weiß, dass es gut ist.
Zu unkonkret? Neee, glaub nicht. Das kleine Quäntchen Mut daß uns beide bisher daran gehindert hat, uns kennenzulernen, müssen wir beide noch aufbringen. Und dann und damit wäre ich der Letzte, der einem richtigen Freund nicht all seine Liebe zu Füßen werfen kann. Und hoffentlich auch der Einzige.
Schlaf gut. Wir haben Großes vor.
Fernangst.leichter.
Nachtrag: Gitte hat eben geantwortet. Sie ist da und wartet und freut sich auf mich. Der ganze Tag war wie ein Griff ins Klo und ich bin sehr verunsichert. Jetzt hab ich mir was angetrunken und bin etwas zuversichtlicher, was das Losfahren betrifft. Mit Const. auf Facebook ne Weile geschnattert und mich beschleicht weiterhin so insgesamt das Gefühl, das hier gewaltig was schief läuft. Nicht wegen Const. - ALLES ist richtig seltsam und uncool. Bis ich wieder den Moment spüre, bei dem ich der Meinung bin, es fetzt schon- das Leben. Ich bin nicht klar im Kopf, ich bin unaufgeräumt, dreckig und verzagt-verzweifelt. Naja, und angetrunken.
Also dann: zusammenpacken und los. Werd' ja sehen was passiert. Hab eine vage Hoffnung, mich ein bisschen leichter machen zu können. Und heile wiederzukommen. Das muss jetzt reichen. Sterben kann ich immer noch.
Fernangstweh.
Letzter Vorhang PT, sehr schöne Nacht, die bis zum Morgengrauen andauerte.So macht es richtig Spaß. Die Gespräche sind größer, kurz angebundene Hemmschuhe ausgezogen und es wird gelacht ohne Ende. Annäherungen. Intensiveres Kennenlernen. Allerdings gibts den Preis dafür. Und der heisst: Gerade so nach Hause gekommen. Tausend Promille. Was wiederum dazu führt, dass ich schon wieder nicht loskomme. Und das hat erneut einen Hintergrund: Erfahrungen aus den den Jahrtausenden sagen mir, dass es zwar schon cool ist, wenn Sonne scheint und Meer winken, wenn Ruhe kommt und so ... aber so ganz allein ist es ja doch nicht so schön. Und Anschluss muss erstmal gefunden werden mit meinem so wenig Mut dazu. Eigentlich war Stationshopping gedacht: Mit Suse Mac Pomm, in Ahrenshoop mit Ja+Do, in Rostock mipm C. aufm Punkfestival, in Kopenhagen vielleicht Nis treffen und oben dann de Gitte. So. Jetzt hat die Suse Termine, Dorschi gebrochene Finger, in Rostocks wird arg regnen, Nis hat keine Zeit und bestimmt wird Gitte auf Betageuze 5 verweilen. Sowas jedenfalls. Hab auch die Vorstellung, dass ich abends wieder im Bus mit Gitarre und Rotwein rumsitze, was ein paar mal ja fetzt, aber nicht permament.
So, wie weiter? Bin auch voll abgeschossen und schaffe gerade mal unglaubliche Fotosessions mit sexuellem Ausgang, der beinahe ins Zwanghafte führt. Fertig werden, einmal noch, erledigen, dann ist alles nicht mehr so schlimm. Was fürn blödes Zeug. Muss jetzt alle Klamotten zusammenraufen, stoppen saufen und egal ob Regen, Sonne, Universumswind und Panikorchester im Kopf einfach mal losfahren, damit ich zur Ruhe komme. Mannomann. Genau. Darum gehts auch!
Brief.
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Constanze Krüger 19. Juli um 18:06
Mein lieber Jesko, was nich fetzt ist die Wirklichkeit und das auch , was sich nach Sprüchen anhört..... Was ich sage über mich,ist die Wahrheit and no fishing for compliment. Es ist gut und besser für mich, meine guten Aussichten im guten und glücklichen Augenblick zu sehen und vor allem mit dem Blick auf mich selbst ein bißchen Erbarmen zu üben mit mir, die ich bin ....
Ich komme mit Dir mit in jedem glücklichen Moment und doch: Mit mir kommt meine Geschichte und der fehlt es gewaltig an Verspieltheit. Du mußt einfach wissen, dass ich eine sehr lange und alternierend glückliche Beziehung gelebt habe, eine, die ich am 14.07. 1999 im Anblick des Entsetzens beendet habe. Der Mann , der mich also , buchstäblich bis zum Wahnsinn geliebt hat und den ich zumindest gern hatte, hat an jenem Tag meine Wohnung kurz und klein gehauen und sich selbst samt Auto angezündet.Meine Schuld wars nicht Aber: ES HATTE MIT MIR ZU TUN, mit der nämlich, die ich bin.Ich hab ihn wieder gesund gepflegt und dann verlassen (das aber vorher gesagt), weil ich endlich begriffen hatte, dass Liebe nur gut ist, wenn sie Hoffnung und Leben macht, nicht wenn sie Tod und Verzweiflung bringt.Schlechte Aussichten für mich, you see, zumindest im allgemein gültigen und lebensüblichen Sinn, aber gute Aussichten für mich, was den schönen, den lieben und guten Augenblick betrifft. Und ich bin lieber, guter ,treuer Freund für jeden, der das haben will und braucht und den ich natürlich auch lieb haben kann. NUR HABEN KANN MICH KEINER, jedenfalls so nicht mehr. Schon möglich, dass ich mich irgendwo mal so zu Hause fühle, das ich bleibe. Aber das ist nicht die öffentlich rechtliche Aussicht, die Du gewiss noch hast. Das unterscheidet uns, doch schlimm find ich das nicht. Aber fetzt tatsächlich nicht für mich und ich hab mir jetzt mal den Tag versaut,doch nachhher wirds mir leichter sein. Du solltest das wissen, denn manchmal machst Dus mir gerade dann schwer, wenn Dus mir leichter machen willst. War schwer jetzt , aber nötig. Du bist übrigens der einzige Mensch, der mich aussichtslos bei sich sein läßt aus gutem Grund und doch ist es das, was mir am meisten guttut und was mich auch mit mir selbst versöhnt :-)
Constanze Krüger 19. Juli um 20:47
Also nicht der Mangel an Menschen, nicht der an Gelegenheiten , sondern einfach nur der Umstand, dass ICHS NICHT KANN (also durchaus nicht jeder kann: habs wirklich lang probiert... ), macht meinen Verdacht, dass ich nach nirgendwo gehöre. Aber Du, Du kannst es. Das weiss ich, das sehe ich und ich werde jedem lieben Kerl, der das wissen will von Dir erzählen, auf das er ahnt, was er verpasst und Dich suchen und finden geht, damit wenigstens ein kleines Glück auch mal groß werden kann :-)
deejay:
Wao! Danke für deine offenen Zeilen. Das macht Einiges ein bisschen deutlich. Dieses erschütternde Erlebnis von 1999 macht dir im Nachgang bis heute natürlich sehr zu schaffen und da war mein Beispiel gestern von jener Freundin, deren Mann sich im Hochzeitsanzug in Bulgarien aus dem Fenster des Hauses seiner Familie stürzte bestimmt very blöd und neu aufwühlend. 'Nützt ja nix' würde ich jetzt sagen und is ja auch so.
Sind deine Ansichten dann eigentlich so einer Posttraumatik geschuldet oder war das auch schon vorher so entzündlich mit den nicht so guten Aussichten oder dass du's nicht kannst? Mit dem Zuhause fühlen und der Heimat, dem Nirgendwohin gehören? Warst du früher verspielter? Mutiger?
Das mit dem Mut zu möglicherweise guten Aussichten ist meiner eigenen Erfahrung nach eine Basisproblematik, die ich gerne mit schauspielerischem Talent auf den Bühnen vor entzücktem Publikum verkläre. Und jeder "weiss", das kann der doch, das kriegt der hin. Ich bin da auch irgendwie nie so richtig auf einen Zweig gekommen, der mal ein Ast werden könnte. Viele reden mir immer ja auch gerne mit meinen vielen Möglichkeiten frohen Mut zu, aber ich werd's dennoch nicht. Also mutig. Glücklich. Das können "die anderen" ja auch nicht wissen. Kanns ja nichtmal selbst erklären. Auf die Dauer aber ist das ein sich schrecklich manifestierender Umstand und dann geht immer noch weniger. Oder in die Lethargie, das "Abfinden", das Kleiner werden. Älter sowieso. Schrecklich, das Jahre zählen.
Ich danke dir auf jeden Fall für deine mutigen Zeilen und wenn du schreibst, dass du siehst, dass ich es womöglich doch kann, möchte ich schon wieder glauben, dass es bei dir ebenso ist. Sein muss. Das ist doch Mensch. Das ist doch Seele. Sehnsucht. Es gibt immer so viele Tausend Worte der Erklärungen, allein ich kann mir davon die wenigsten merken. Das demotiviert ja dann auch irgendwann.
Mister Oberschlau meint ja, wenn man nichts mehr sucht, nichts mehr sehnt, dann kann man es ja ganz bleiben lassen. Aber wieso bin ich dann noch hier? Irgendwas hält uns dennoch. Ha- da schließt sich vielleicht ein kleiner Kreis: Kann sein, dass wir uns der Möglichkeiten bewusst sind und ganz tief verankert die Gewissheit pochen haben, dass es ja doch geht: Das mit den guten Aussichten. Und die wünsche ich dir jetzt so fest, deutlich und verbindlich wie möglich. Auch mit dem Blick auf dich selbst, aber mehr noch mit der Weitsicht. Weil manche guten Dinge hinter den Bergen oder Meeren liegen.
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100 P.S.: Danke dir ganz sehr für die Bereitschaft, jedem 'lieben Kerl' (ja, ja- genau so einem) von mir zu erzählen :-) Würde nämlich mit ihm nach laaangen Nächten im Sommer am Meer, im Herbst in den Wäldern, im Frühling auf den Wiesen und im Winter im Schnee am Feuer dann gerne zu dir in die Apo kommen, um uns mit Muntermachern und dir zu bewaffnen, um das Ganze nochmal zu tun. Yeah!
Multistatische Seele
Es geht heiss her, im Puppencontainer entsteht Brechreiz ob der Hitze, ich fühle mich gehetzt ob der zu schaffenden Aufgaben, die zwar übersichtlich aber trotzdem irgendwie zuviele sind. Morgen gibts ein Intendantengespräch. Das ist gut so. Dennoch denke ich manchmal dabei an eine Verteidigungsaktion oder so. Ich hab in letzter Zeit oft das Gefühl, alles hinschmeissen und erklären zu wollen, dass es mir selbständig weit besser ging. Doch da liegt der Hase im Pfeffer. Das was ich da hinschemissen will, betrifft wohl eher mein Leben. Selbständig was hinschmeissen ist wahrscheinlich noch schwieriger als andere mit ins Verantwortungsboot zu ziehen. Die Kehrtwendung nach all der Anstrengung des Tages bestand in in der Linksabbiegung Richtung BArleber, die ich dann doch wieder sein lassen hab. Zu Hause was gegessen, Simspons, extrem hot hot hot und dann doch nochmals aufgerafft und nach links abgebogen. Die ganze Distanz geschwommen. Und die ging richtig gut. Mir danach und jetzt auch. Im BN Wuselers und Homi getroffen, angehalten, 2 Bier anschreiben lassen, jetzt hier zu Hause und das Gewitter hat sich endlich dazu durchgerungen, loszulegen. Für eine kühlere Nacht vielleicht.
Das wechselt alles so schnell und ich hab Probleme, das wirklich wichtige von meiner mentalen Einstellung zu trennen. Aber was soll das denn jetzt wieder heissen? Naja, so sag ich lieber viele zu, schaffe es nicht und werde dann boshaft und traurig. Muss mich aufraffen AudioGuide und den rest endlich zu Ende zu bekommen, muss mir was und wen suchen, um von hier weg zu kommen, muss mir einen wenigstens kleinen Plan machen, mit dem ich besser durchsehe und ein bisschen stabiler werde. So eine Basis, von der aus ich mehr für mich tun und endlich mal ein bisschen zufriedener, glücklicher sein kann. So kippe ich immer wieder multistatisch von einem Extrem ins andere; mit Grenzen, die so dünn sind wie ein Samenfaden.
Schreibt gerade schlau und verwundert ein durch Barleber Wasser und Fahrtwind unglaublich hübsch frisierter Jesko. Doch echt- sieht cool aus.
Bus. Gut geparkt. Und eine Fehlung.
Ein meisterhafter Hot-Summer. 6000 Grad pro Minute und ich habs nicht hinbekommen, an die Oststee zu fahren. Warum nicht? Zwei Gründe. Einer davon eine Ausflucht. Dorschijana haben keinen für die Katze und können deshalb nicht. Das klingt total bekloppt, aber ich stecke auch da auch nicht drin. Is ja auch nicht mein Leben, Mannometer. Der andere kommt mir gleich prima entgegen und lautet: 13 Bundesländer fahren gemeinsam in die Ferien an die Küste. Was sogar stimmt: Samstag waren die Straßen nach oben zu. Was ich eigentlich sagen möchte: Da steht er, der Bus und bietet mir alle Möglichkeiten, einzusteigen und egal wohin zu fahren. Aber mein Dilemma heisst: "Der allein will und nicht kann". Weiterhin. Suse hat mir von ihrer kurzen Woche in McPom erzählt- überall kleine Dörfer und jedes mit einem See dran. Sie war mit einer Freundin dort. Neuruppin. Rheinsberg. Irgendwo am See sind Jugendliche. Party. Suse geht hin und sagt "Guten abend, wir sind auch hier, Nicht wundern". Dafür wiederum bewundere ich sie. Was folgte? Genau das, was fetzt: Die Leute sagen 'Kommt mit', machen irgendwo ein Feuer, erzählen über sich und was sie so machen. Dann gehts schwimmen. Und keiner ist mehr allein. Ich glaube, ich nehme ihr Angebot an, wenn sie sagt, dass ich sie durchaus auf so einen Kurztripp nach McPom mitnehmen könnte wenn ich wöllte. Man hockt sich ja nicht auf der Pelle und es ist nur ganz gut, wenn Kommunikation möglich ist, um immermal was los zu werden oder sich zusammen was auszudenken, an welchen See oder Ort es als nächstes geht. Gitarre. Nicht für mich allein und immer gucken müssen, ob keiner kommt.
Das ist schon sehr komisch,aber nachvollziehbar, glaubich. Was dauert denn bei mir immer so lange? Warum muss immer alle Basis stimmen, ehe ich mich ja dann doch nicht aufrappele? So z. Bsp. parkt er einsam da- der Bus. Und weiss nicht, warum es ihn eigentlich gibt. Ron und Suse haben mich gestern mit an die Strandbar genommen. Und heute zum Barleber. Das war schon richtig viel mehr gut.
Und dann die Fehlung: Es gibt ein Bild von Mand und mir aufm Hof, auf dem ich mit Schlüpfer lustig spindeldürre von ihr ein bisschen im Arm gehalten werde. Und genau das ist es, was mir fehlt. Wann hatte ich das letzte Mal eine richtig herzliche Umarmung? Bei den Kurz-Käsigen Umarmungen stelle ich mir das immer gern vor, weil der sich so schön anfässt. Aber es ist ja nicht nur das Anfassen. Es ist die Gewissheit, das jemand mich lieb hat und es deswegen tut. Und ich auch.
Gibts hier eine zusammenfassende Pointe? Vielleicht so: Wenn es mir gelingt, jemanden zu finden, mit dem ich meine Sympathie und sogar Liebe teilen kann, hat der Busparkplatz auch weniger zu tragen und sich die Frage damit erledigt. Und der Sommer geht so schnell vorbei. Und ich mit ihm.
Kurz dazu noch: Mein Antrieb für alles wird immer geringer, ich fühle auch ein leichte zunehmende Verblödung und hänge dem Leben zwar festhaltend aber immer nur so dran, dass es keine Lust mehr ist. Hat auch viel mit Alkohol zu tun. Meistens bin ich immerhin noch klar genug im Kopf um mir beim ins-Bett-fallen vorzustellen: Wenn ich morgen nicht aufwache, wärs nicht so schlimm.
Und das ist schlimm. Große Grütze bei 6000 Grad. Doch die haben nichts zu tun damit.
Weils zu einfach ist?
So klare Bilder im Kopf, lieber Jesko, da brauchst Du einfach nur neugierig, zugewandt und aufmerksam weiter zu gehen und schon kommst Du an :-) ( Hier mache ich mir auch grad selbst ein bißchen Mut :-) ) Derweil will ich versuchen,beim nächsten Anblick unglaublicher , erschreckender Dinge, mich schneller aus der Starre zu befreien und das nächstbeste Weltraumschiff zu werfen, ausgedient oder nicht. Danke für Deine Gedanken und Deine wunderbare Offenheit. Du schließt mir immer wieder Räume auf, die ich vernachlässigt oder auch vergessen habe. Eine wertvolle, lang ersehnte Begegnung, die durch nix zu ersetzen ist und die ich nicht mehr missen möchte.
Da sieh. Hab ich mich gestern immerhin mal aufgerafft und einen Gedanken gefasst. Etwas klarer, etwas deutlich, konkreter und verständlicher. Wie Const schreibt: so klare Bilder. Und wieder eine deutliche Aufforderung: Einfach neugierig, offen und mutig weitergehen. Augen auf und zulassen. Mein Gefühl ist ein Orakel und weil ich ja die schlechten Dinge nicht hören mag wegen Schuld oder Versagen oder uncool, gehe ich manchmal vorfristig vorsichtshalber nicht zur Fragestunde. Und so schiebt sich das alles immer wieder auf.
Es ist ein enormes Hell / Dunkel zur Zeit, das wechselt arg und ich weiß nicht richtig, warum. Am Montag sterben und gestern im PT (aha) und heute nach der Session mit Ron (aha) in guter Verfassung. Weil 'was?' passiert ist? Im PT sind mir ein par Dinge gelungen und die gesamte Kommunikation war gut. Sowas, auf das ich mich freuen kann. Die Session: weil wir was gewerkelt und erreicht haben. Ich hätte heute Alles singen können. Zum 1000. mal die gern gestellte und immer kürzer werdende Frage: "Und"?
Brief an Constanze. Und an mich.
Facebook Constanze Krüger 06. Juli um 14:09
Lieber Jesko, ich komm übern Berg, vor allem hab Dank für alles vonDir gestern. War gut und richtig und richtig schön.Alles fing damit wohl an , dass ich ,nachts wach geworden, vom Fenster aus beobachtete,wie ein Mann wieder und wieder nach einem Igel trat. Und das war wirklich,hab umsonst gehofft,es wär ein Traum.Eigentlich wollte ich was nach ihm werfen, aber derMut fehlte und der entsprechende Gegenstand.Kerzenleuchter ? Hätte ja auch den Igel treffen können.... Was solls. War feige, ich. Das wars.Some days später besoffene,aggressive Fussballfans im Zug,die mich nicht in Ruhe lassen konnten.... Obwohl ich denke manchmal, die müssen so laut und so tatkräftig sein, weil sie mehr Angst haben,vor allem vor dem, was in ihnen steckt. Je, nun: ich komm übern Berg und wer sich ein Sinuskurvenleben leistet, darf eben nicht nur die Höhen lieben, muss auch die Tiefen aushalten....Danke, dass Du da warst in this moment. In der Nacht zwischen drei und vier wieder wach von dem Gedanken: es kann ja auch nicht gut gehen, wenn man nach eigener Denke und authentischem Gefühl leben will und seine eigenen Entscheidungen dann doch in den Augen der Norm betrachtet und bewertet.... Diese Falle ist sicher , der Absturz programmiert. Doch einmal erkannt, wirds sichs weiter denken und leben(Ein kleiner Ansatz von Wachstum )...Beim Nochmallesen Deiner Nachricht von gestern: Ich glaube, dass man überhaupt nur schaffen kann, was man sich wirklich sehr wünscht.Zwar kann man auch nicht sehr gewünschte Dinge schaffen, die sind aber längst nicht (so) schön. Es ist schlimmer, nichts zu wünschen, denk ich... Vielen geht das so. Alles Gewünschte, Geträumte ist immerhin möglich, auch wenn sichs nicht zwingend erfüllt oder nicht gleich und alles wirklich Gewünschte erfüllt sich auch zu seiner Zeit. Das wissen alle Märchen :-) Uns beiden Mut und eine gute Zeit auch dann, wenn wir grad gar nicht lustig sind :-)
Mir wurde auf meine klägliche Polarisierung meines Gefühlslebens mal gesagt, dass ich halt so ein Mensch mit größeren Amplituden bin und mir garnicht erst einfallen lassen sollte, die Ausmaße zu kürzen oder die Wellen flacher zu machen. Weil es nicht geht. Die Hochs mit Aber und die Tiefs mit Wäre sind natürlich nicht so schön, wenn mans nicht schafft, sich damit zu arrangieren. Die Nulldurchgänge sind in solchem Leben echt hilfreich, weil in so einem Moment einfach nur alles "in Ordnung" ist.
Da könnte ich jetzt weitere tausend Bücher drüber spinnen. Aber der Kopf muss in den Bauch, nicht in den Sand. Hey- das klau ich mir für einen Song. Es entsteht nämlich gerade einer. Komischerweise ist mein Tag heute auch weit besser als die gestrige Vorstellung darüber geworden. Ich hätte gestern tatsächlich auch nichts dagegen gehabt, zufällig am Morgen nicht mehr aufzuwachen. Glück gehabt. Vielleicht lag das auch an unserem gestrigen Chat. Ich halte es mittlerweile mehr und mehr für das Wichtigste, herauszufinden, was ich wirklich will. Also nicht den Wunsch über etwas oder Weltfrieden oder freundliche Menschen ... ich glaube, das sind immer nur Sichtweisen, die aus einer stabilen Seiten- oder Aufrechtlage entstehen können. Etwas Konkreteres sollte es sein. Da gilt es, Ehrlichkeit zu üben und zu bewahren. Und den Mut, daran wirklich zu arbeiten ohne es zu kaschieren oder zu beschönigen. Wie du geschrieben hast: Was man sich wünscht, bedarf der realen Konsequenz und Handlung: Dann schafft man das auch.
Also los: ich mache hier und jetzt einen Anfang. Zwei was weiß ich schon: ich möchte einen Freund haben. Zum Anlehnen, zum Ausheulen, Anlachen, zum Liebhaben, zum Sehnen, wenn er nicht da ist, den Kritiker, den Unterstützer, Schön- und/oder Poltergeist. Mit dem der Rest der ganzen Welt nicht wichtig, aber voller Möglichkeiten ist.
Und weitere Freunde, mit denen ich zusammen das Leben besser begreifen und ein bisschen schöner machen kann. Echt. Eben nicht oberflächlich oder beliebig. Mit neuen Sichtweisen, ohne Harmonieschwelgereien oder Alles-wird-gut-Grütze, dafür mit Aufforderung zum Denken und Handeln für eine klarere Sicht auf die Dinge. Das Universum ist nicht schuld an persönlichen Dilemmas und Schuld ist sowieso eine prekäre Wertung.
Das schönste Beispiel für meine Idee ist das Überwinden von Raum, Zeit und der eigenen Angst: Denn alles, wozu ich mich bisher durchgerungen und es gemacht habe, war im Danach immer wunderbar, das kleine Hochgefühl, Glücksmoment. Hab nur noch nicht begriffen, warum sich ein so episodisch angeeignetes und damit gefestigtes, bewiesenes Wissen nicht mit mir auf den Weg macht, es genau so weiter zu machen.
Wie dem auch sei: das hier sind meine zwei ersten großen Wünsche, die ich zu wirklichen Zielen manifestieren muss. Und natürlich hat alles seine Zeit. Auch wenn die Seele gerne und oft drängelt. Weil sie ja Recht hat.
Und nach Menschen, die andere Lebewesen misshandeln, darf man Alles werfen. Kerzenleuchter sind ein Anfang- ich empfehle eine gefestigte Persönlichkeit; damit kann man ohne Weiteres auch laute Worte, Atom-U-Boote, Zementblöcke und ausgediente Weltraumschiffe werfen. Ohne Gewissensbisse zu haben :-)
Ertragen ohne Ernten
Mir scheint es immer nur den Weg zu geben, irgendwie ertragen zu müssen, was- wie Hesse schon meinte- nicht zu ändern ist. Ist es zu heiß, ist es schwer; zu kalt: auch. Nass, windig, laut, die Falschparker, Langsamfahrer ... dito. Immer dem, was vorhanden und gegenwärtig ist, was abzugewinnen, ist wissentlich garkeine Frage der Umstände, sondern der Sicht darauf.
Hab heute erneut und wie so oft schon festgestellt, dass meine Interessen so vielfältig waren (und sporadisch aber seltener auch noch sind), dass ich es in keinem Gebiet wirklich zu einer gewissen Professionalität gebracht habe. Ist mir im PT wieder aufgefallen, nachdem wir gemerkt haben, dass meine Layout-Grafik Episoden Zeit und Nerven rauben und schnell zu einem Gefühl der Unzufriedenheit werden, während eine Agentur das einfach (aber gegen Geld, das ich einsparen will und dafür gelobt werde) lösen kann. Lösen muss ich mich auch von dem Gedanken, dass es nichts damit zu tun hat, meine Qualitäten in Frage zu stellen; es aber gewisse Dinge gibt, die andere einfach besser können. Siehe Songproduktion mit Ron und so. Is ja nix Neues, aber es wird mir wieder bewusst, dass ich im Falle eines Runterbrechens auf das Wesentliche eigentlich noch garnicht überlegt habe, wo denn mein eigentliches Potential nun wirklich liegt. Anderen zu gefallen - jaaaa- das habe ich lange geübt. Aufmerksamkeit und Anerkennung sammeln. Wunderbar. Wahrlich dünnes Eis, wenn ich anderen Ortes immer wieder neu damit anfangen muss. Ob G-Romeo Chats oder einfach in anderen Gruppen bei ganz anderen Leuten. Da weigert sich dann auch irgendwann meine Energie ob der Aussichten dafür.
Und dann steht er wieder da, der kleine große DeeJay und kann, wenn er allein mit sich in der großen Welt herumdenkt, nichts mit sich anfangen. Weil er nicht weiß, wie echt er wirklich ist. Obwohl, naja ... Moment: was ich fühle und denke und mir zutraue, weiss ich manchmal schon ganz gut. Aber was ich wie damit anfangen soll ist weit kniffliger.
Ich schwimme wie ein Weltmeister. Mo, Di, Do und morgen wahrscheinlich wieder. 1400 Meter. Immer druff, volle Pulle. Aber ich muss sagen "gefällt mir" :-) Ich möchte baldigste eine schöne freie Sommerzeit erleben. Nicht immer nur alleine, besser mit Menschen, Orten. Ich muss wirklich eine Entspannung für mich suchen. Eine, die stimmt und mich ein bisschen (ein bisschen mehr) erholt und ruhig macht.
Und wo wir gerade dabei sind: glücklich, wenns geht, auch!
Wäschetod
Hab gerade beim Aufhängen der Wäsche Abschiedsbriefe an alle verfasst und dabei gemerkt, dass ich nicht das ausdrücken kann, was ich sagen will. Weiters habe iuch aber auch gemerkt, dass ich irgendwie eine Menge zu erklären habe in so einem Brief. Und das auch jedes Mal unterschiedlich bei dermaßen vielen Leuten, dass ich das auf die nächsten 100 Wäschen verteilen muss. So wie den Tod auch. Das ist nichtmal lustig, aber vor meiner Inkonsequenz muss ich mich zum Glück ja nicht fürchten.
Die ganzen Ideen vom Anpacken, runter vom Alkohol, rauf aufs schöne Leben taugen nichts, wenn ich es trotz der geschaffenen Voraussetzungen ja doch bloß nicht hinbekomme. Klingt wie eine Ausrede, ich weiß und es ist auch einigermaßen doof, aber ich sehe mein RENEW irgendwie nicht deutlich, weil es immer das Gleiche zu sein scheint. Das ist jetzt aber doch eine Ausrede, weil ich immerhin schon Einiges Gutes für mich zusammengetragen habe. Aber was fehlt mir denn dann? Da scheints keine Formel für zu geben, das ist schlicht eine komplette Einstellung zum Leben mitsamt all meinen Hängen zur Harmonie, zum Frieden, ohne Häme, ohne Gewalt. Es sind nicht die großen Probleme des Universums und der Gesellschaft mitsamt seiner Politik und anderen Befindlichkeiten. Es sind einfach nur meine. Und nicht nur Ron wird aufhören, meinem Gebarme zuzuhören, ich beginne selbst auch schon damit.
Und da wirds gefährlich. Bis eine klitzekleine schöne Begebenheit alles wieder leicht macht. Unsolide, unkonkret, instabil, irgendwie. Und nu?
Treffer, Treffer ... versenkt?
Aus dem Nichts von gestern wurde üblich Rotwein nach Janas kleinem Sektgeburtstag. Ich habs besser gewusst und es dennoch zugelassen. Der kurze Brunch bei Käse heute hatte irgendwie nichts mit mir zu tun. Ich hab echt Probleme, mich auf den Beinen oder bei Verstand zu halten. Und komischerweise hab ich trotzdem so ein Gefühl der positiven Erwartung. Eine Zuversicht. Aber wie? Auf diese Weise immer so weiter? Wie soll das gehen? Der Sommer ist bereits da und wenn es MEINER werden soll, dann sind bereits ein paat Tage davon im Null verschwunden. Rede ich schon vom Restsommer?
Immerhin hab ich weiterkommen können (wasn das für ne Schreibweise?) mit dem AudioGuide. Wie immer: Wenn erstmal angefangen, lässt sich schneller das Land sehen. Und ich werde es schaffen und dabei hoffen, dass die Rückmeldungen der Einrichtungen uns nicht verzweifeln lassen. Hinterher ist man immer schlauer und es bleibt das immerwährende alte Lied. Aber wie auch anders? Etwas besonnener und konkreter und zielorientierter (danke, Ron) wäre absolut hilfreich.
Frank Gierung hats erwischt. Die Leber hat Ciao gesagt. Und er hat sein Leben nicht geliebt. Und ich hab ebensolchähnliche Probleme. Da hilft es nichts, dass ich ja keine Flasche Wodka am Nachmittag austrinke.
In letzter Zeit macht die pure Sexvorstellung mit wasweissich für cool aussehenden Typen immer mehr gefühlvolleren und realistischeren Vorstellungen Platz. Solchen, die nach einem Sex auch Bestand haben. Bleiben. Und Mensch sind, für die es auch noch etwas anderes gibt. Das was ich auch so gerne haben möchte. Alternativen, Sichtweisen, Mitnehmen, Forderungen, auf die ich so gerne eingehen und mitmachen möchte. Eine echte Umarmung. Immerhin. Wir lästern nur noch und schwimmen weiterhin oberflächlich irgendwo rum und mit. Und ich mittendrin. Unwohlsein. Aus dem, was so nichts werden kann, wird der nächste Treffer, Treffer, Treffer, bis das Schiff sinkt. Und ich denke an Rettungswesten, anstatt einen neuen Kurs zu setzen.
Große Runde
Nich so schön heute. Auf der Suche nach einer Handvoll Sand für die Geschenke an die Siebenschläfer Käse und Jana eben bis zum Schellheimer gefahren, Sand in die Schüsel gepackt und weitergefahren. Über Niederndodeleben, Irxleben und eben die große Runde bis direkt hierher. Cuttet Fields, the Sun's divin' in I wanna walk, ask for a cup made of thin. Genau so sah die untergehende Sonne über den Feldern aus. Und immer wenn ich sie sah, wurde ich noch trauriger. Es ist leer im Kopf, ich hab nichtmal Gedanken an was Schönes und nichtmal an das, was verklärt vielleicht früher so schön war. Vieles wars damals genausowenig, wirkt heute aber viel besser. Weil jünger, aussichtsreicher und der ganze Blödsinn, der so ja nicht stimmt. Nichtmal die Bäume am Straßenrand waren stark genug. Das hätte inkl. Bus nur Überlebende mit Schäden gegeben. Nichts Echtes also. Schwere Lethargie, auch die Gitarre will nicht mitspielen. Ich weiß ja nichtmal was ich schreiben möchte, wollte wahrscheinlich nur Bescheid sagen, dass mir nichts passiert ist.
Ziemlich still hier bei einem, der allein will und nicht kann. Der zusammen will und nicht kann. Der einfach nicht kann.
Pistenboy's return
Sie sind noch nicht aus dem Sinn - die Pistenboys, die mit wachen Augen am Lift stehen und hoffnungsvoll 'ne Menge ihrer Liebe ausstrahlen um sie endlich mit einem Menschen teilen zu wollen, ohne zu wissen wie. Sie sind mir eher etwas deutlicher wieder in Erscheinung getreten: Wenn ich mir meine ganzen geschönten und meist nicht realen Schmuddel- und Gay-Art- Bildchen so ansehe und darüber nachdenke, wie wunderbar und schön die Liebe zwischen zwei jungen Typen sein muss, drückts mich wieder ein bisschen. Da ist dann 40 doch schon eine gemeine Zahl. Sicher ist das alles heute irgendwie leichter / einfacher / weniger kompliziert, doch letzten Endes bin ICH es doch, der es für sich klar machen muss.
Nee, ich merke schon, dieser Beitrag hier läuft aus dem Ruder, er stimmt einfach so nicht ganz. Zuviel verklärtes Zeugs drin. Zuviele Hätte, Wäre und Aber. Von daher vielleicht nur ein Gruß an mich mit der Gewissheit, dass die BJ es immer noch bringen- gut sind. Auch wenn sich der Kosmos drumherum modifiziert- es ist immernoch verdammt schön, nach der Show ein bisschen bewundert zu werden. Schau' mir in die Seele, Kleines(r) und entdecke mich für dich.
Aha, aha ... da warte ich also auf einen ganzen richtigen Freund. Warten? Selber losgehen? Beziehung? Liebe? Freundschaft? Date? Viertel? Halb? Ganz? Immerhin komme ich hiermit auf die richtige Frage: Was möchte ich außer Weltfrieden, Harmonie und Verstand denn wirklich? Die Bildchen werden mich auf die Dauer überhaupt nicht trösten, sie machen's nur noch schlimmer.
Und damit zum Titel meines Blogs: GET REAL. Soweit also nix Neues.
Verblödungsaktion
Gruselig, zu beobachten, wie sich ein Onkel H. aus B. weiterhin auf dem Weg der absoluten Desolatesse beständig sinken lässt. Und ich hätte nicht übel Lust, den Alkohol gänzlich abzuschwören, wenn ich wüsste, das ich mal so werden könnte. Nun gut, das liegt am Charakter selbst und der war bei ihm nie besser, von daher gehts vielleicht. Aber ich merk' ganz deutlich, warum ich ein bisschen Sehnsucht nach kreativen Dingen wie Foto, Film, Spiel ... habe: Ich kanns nicht tun, wenn ich immer wieder im Nebel wandere. Schon die Entscheidung MAC vs. PC macht mir enorm zu schaffen. Entscheidungen waren ja noch nie so richtig mein Steckenpferd, aber schöner wärs schon. Ich trau mir weiterhin wenig zu in solch labilen Zuständen, hab aber irgendwie ein kleines Sicherheitsgefühl in mir, das mir sagt: Du kannst und du wirst das anpacken und schaffen. Das ist wie eine Armee von Aktionisten, die sich hinter einer immer dünner werdenden Wand verbirgt und auf das geheime Zeichen wartet. Me too. Ich drück' mich vor irgendwas; irgendwas fällt mir schwer. Schwer fällt mir allerdings auch der Gedanke, so zu bleiben wie jetzt und immer den Status Wartus beizubehalten. Das wäre eindeutiger Selbstbeschiss und ich sollte jetzt schonmal die Rote Karte suchen.
Zuviel Wein. Wirlich.