Was macht mich nur immer wieder hier im PT so merkwürdig unmutig? Ich hab oft das Gefühl, einfach nicht gut zu sein, vieles nicht richtig zu verstehen oder als zu verteidigenden Angriff aufzufassen. Irgendwie fehlt mir der Drive und das ganze Konstrukt fühlt sich sehr schwer, behäbig, lethargisch und unendlich aufwändig an. Schlafen klappt auch nicht lang genug und ich freue mich aufs Promi TT heute mit anschliessendem Wein oder Bier und Tabak. Meine Flucht? Meine ausweglose Liebe? Den Morgen spüre ich bereits mit Verwehungsdunst und Ärger darüber.
Das Feuer hier brennt mit merkwürdiger Flamme und ich frage mich, ob ich so ein Konstrukt schaffen kann um es richtig zu strukturieren und damit saubere Arbeit zu machen oder ob das einfach nicht mein Ding ist. Oder welche dritte und höchstwahrscheinlich eigentliche Variante dieses Spiel hier immer wieder mit Unentschieden in die Pause schickt.
Das wechselt so wahnsinnig schnell: Plötzlich ist's wieder irgendwie andersrum und in Richtung unzufriedenem Doof.
alleene doof
Wahrlich entspannt dieser Freitag. Auch und gerade im Puppenhaus. Ziemlich leer. Hab mein Zeugs geschafft, sogar den Kleinen Onkel fotografiert. Irgenwie will ich mir das schon noch wahren. Genau wie die Geschichte mit der Einsparug von vielen Geldern, indem ich manche Sachen selber mache oder drucken lasse. Und genau darüber muss ich mir bald Gedanken machen, wenns darum geht, dass die Leitung mich zu meinen Ansichten und Plänen interviewt und mir zudem ihre Sichtweise der Dinge darlegt. Ich hoffe, ich bin dann genau so deutlich wie ich es mir jetzt wünsche ;-)
5 Uhr wach. Und blödmüde. Und komme gerade vom Saturn, weil ich mir die Panasonic909 doch mal ansehen wollte. So ein Mistkram- da will ich mir was anschaffen und weiss garnicht, wofür. Nur um des Habens willen? Weil dann alles besser geht und wird? Weil ich dann ein "Wohin auch" Video drehen kann? Schön alleine machen? Alleene fühl ich mich, wennich an Leuten vorbeigehe, die zusammen was tun, ob ich sie kenne oder nicht, egal. Ich fühle mich wie so'n oller immermalwieder-trauriger Tropfen, der keine richtige Idee, keinen Plan und immer nur vage Vorstellungen vom schönen Leben hat. Ist es die Liebe? Fehlende Liebe? Der oberflächliche Döringdarlingschönling wird von allen lieb gehabt und fühlt sich so allein. Und schafft es aber auch nicht aus seiner Höhle raus. Is' nich' so, dass ich hier jetzt aufm Balkon heulend rumsitze - es ist nur wieder so ein kleines Lost-Gefühl.
Aber wo ich schonmal hier auf meinem Outside Office und dem namensgebenden Balkon sitze, schreibe ich wenigstens mein angefangenes Buch ab, um damit weiterzukommen. Plakate hab ich ja schon genug dafür.
Motivahrnehmung
Hab mich abgeschossen gestern nach dem TT und dem BN zuhause (wo sonst) mit einer Flasche Wein. Und jetzt ist draussen schönes Wetter, Christi Himmelfahrt und ich sitze hier ziemlich "rum", ohne irgendeinen Antrieb. Sehr sehr bekanntes Gefühl. Aber mit der wiederaufkeimenden Meinung, dass ich mein eigenes Dilemma bin. 10tausend Gedanken, viel davon traurig. Ein ganzer Ball voller Informationen fliegt dauernd auf mich zu und wieder weg. Ich sehe mir solche Bilder wie das hier an und kriege das große Heulen übers "Vorbei & Hätte", stelle mir imaginäre Situationen vor, in denen ich tun und sein kann ohne nachzudenken; wie der Niederländer Blogger Zephyr das in seinem Blog für mich zumindest so offensichtlich darstellt - ich mit meinem Freund in der Welt herumziehend die unmöglichsten Fotos mache und romantischen Augenblicke erleben könnte (da reicht mir eigentlich schon die Vorstellung, dass Jana und Dorschi zusammen jetzt irgendwo an der Ostsee unterwegs sind), weil ich das allein nicht kann. Und wieder stellt sich die Frage nach der Motivation. Das grenzt sich jetzt nichtmal nur aufs Puppenhaus ein, das betrifft mein ganzes Leben. Ich kann hier schwerlich was erklären, was im nächsten Moment wieder halb oder doppelt so schlimm ist. Meine Wahrnehmung und Sichtweise auf diese meine Dinge wechselt schnell. Allerdings nicht im Detail der Möglichkeiten sondern nur zwischen Schwarz, Weiss und einigen Grauschleiern.
Zum Beispiel hat sich die Gewichtung "Dost" erstmal verschoben. Vorerst geschafft, jetzt Pause (wieder zwanzig Jahre warten?) und dann die Krankenkasse und die Termine klären. Wie war das mit Dranbleiben? Der November kommt. Und wenn ich dann so ticke wie heute, wirds nicht zum Januar reichen. Und selbst das glaube ich mir nicht.
Doch auch nüchtern komme ich offensichtlich nicht so richtig weiter. Immerhin sind die Möglichkeiten weit vorhandener als in diesem Zustand heute, nur stelle ich mir dann die Frage, was mich an der Nutzung dieser (welcher?) Möglichkeiten hindert. Offensichtlich habe ich diese Pulle Wein mit ihren Folgen so richtig gewollt! Die Katze schmerzschreit auf dem heissen Blechdach und beisst sich dauernd in den Schwanz. Ich glaube echt, ohne richtige Motivation wird man auch immer doofer. Also ich. Das sind alles immer nur Fetzen von wunderschönen Vorstellungen über Situationen, aber kein Konzept dahinter, meinen wirklichen Willen auszugraben und das dann einfach mal "nur zu machen", ohne die ganzen Grauschleier der konjunktiven Grütze, die Wenns und Aber.
Männertag. Und? Wo?
Anstrengung und Zwang(s)haft
Vielerofts glaube ich, das Leben ist aus meiner Sicht unglaublich anstrengend. Um das kleinste Ergebnis zu erzielen, bedarf es den größten Aufwand, Anstrengung und Überwindung von Hürden. Diese Ansicht dürfte mir von so gut wie jedem als Unsinn widerlegt werden wollen, aber was nützt es? bEs fühlt sich oft so an. Wenn ich dann Mütter und/oder Väter mit ihren kleinen Kindern sehe, die einen totalen Fulltime-Job haben, weil sie Arbeit, Kind, Familie, zuhause ... unter einen Hut bringen müssen. Und ich stehe daneben und stöhne, wiel ich selber Luft holen muss. War das schon immer so? Oder bin ich sachte lebensmüde, weil sich alles wiederholt, ohne was Beständiges zu werden?
Ich lege mich selten fest oder entscheide etwas im Vollen und Ganzen, die Schleichwege werden mir zum Verhängnis, es ensteht nicht Genaues, Greifbares dabei und wird immer nur mit halber Kraft fahren bzw. bestehen und jedes Mal unglaublich entmutigend sein.
Habe gestern nach Hafen-Einsatz mit Wieland und einer Weinschorle, die mich aufgrund des Freitages nach Anke in Genthin, "drei" bei Katrin und 4 Gläsern Wein bei Tobi auf der Terasse und einer gemeinsamen Absch(l)ussflasche mit Mario bei mir zu Hause erneut etwas verwehte, versucht, diesen Zustand mittels Einsatz weiteren Weines und Zigaretten zu überstehen. Das war echt zwanghaft. Rauchen und Wein schmeckten irgendwie überhaupt nicht. Aber ich saß Samstag um 11 bei Videosimpsons, die ich garnicht sehen wollte, und überhaupt keiner Idee mit mir ausser der ewigen Erkenntnis, das Verwehungen Scheisse sind, auf der Couch und drückte mir eine Flasche nebst tausend Kippen rein um dann endlich ins Bett zu gehen und Ringelnatz laut zu rezitieren. Ich hoffe, dass ich nur mal einen Trip unternehmen wollte, um mir erneut zu beweisen, welche Seite die bessere ist. Aber so ganz glaub ich's nicht.
Nachschlag: Das nächste Thema befasse sich bitte mit MOTIVATION
Dosts Vorfinale
Doofe Überschrift, aber ich muss es gleich aufschreiben, bevor es weg ist. Das war eben die letzte "Probe" vor der Entscheidung, wie es weitergehen soll. Zwei Angebote. Einmal die Woche - und ich denke an Anke. So oft es geht in der Woche - und ich denke "Hoffentlich geht seine Empfehlung auf einmal die Woche. Und er empfiehlt: So oft es geht. Oh. Und ich wankele zwischen dem strengen Anspruch an mich selbst und dem leichten Unglaube wie bei Chirotherapeuten, die ihren Patienten mindestens und öfter und so lange es geht behandeln müssen. Wie ist es um meinen Willen bestellt? Welches Vertrauen habe ich? Ich habe eine Gewissheit und die stellt unmissverständlich klar, dass ich jetzt Handlungsbedarf habe noch bevor der Winter kommt. Weil ich Angst um mich habe, dass dieses depressive Element mich vorfristig aus der Bahn wirft.
Der letzte Punkt der Serie beschäftigte sich mit meiner Leidenschaft und der Bewunderung für die "Profis" die nichts anderes als das machen, was sie am besten können. Und damit offensichtlich ganz gut fahren. Wo und wie fahre ich? Was wäre, wenn mich eine interstellare Kraft entschleunigt und ich mich auf EIN Gewerk konzentrieren müsste / wöllte? Meine gesamte Struktur läuft immer wieder auf den guten und fantastischen Anfang mit viel Talent und einer folgeunrichtigen Beendigung bzw. dem Stillstand der Aktion hinaus. Quasi adaptierbar auf das, was hier gerade zur Debatte steht: Welchen wirklchen Willen, welche Kraft habe ich, da dran zu bleiben? Wie lange? Was erwarte ich? Ich hatte vorhin erwähnt, dass ich das Gefühl habe, alles bereits ausprobiert zu haben und dass ich eben unheimlich lange für meine (Dost:) Erdumrundung gebraucht habe und nun mein Willen schwächelt, weil alles schon da war. Ich werde sachte müde und will nicht die ganzen erlebten Bereiche nochmal aufwühlen oder neu anfangen. Ich weiss aber auch nicht ob ich mir was "Festes" zutraue. an dem ich bleiben und eine Leidenschaft entwickeln kann (Beispiel hier war Foto: Schöner Einstieg, tolle Fotos, Lob von aussen, be-/ versuchter Workshop, immer bessere Technik ... und nun? Auf irgendeinem Niveau stehengebliebe, mich adarauf verlassend und immer ein bisschen Ansgt spürend, dass weitere, bessere Technick den Amateur von nebenan zum besseren Fotografen als mich macht und ich dann lieber wieder aufgebe und es ausreichend erklärt und begründet zu den Akten lege).
So. Und nun liegts an mir. Ganz was Neues, was?
überall Scherben?
Ich greife immerfort irgendeinen Gedanken auf und mache ihn zur erklärbaren Mückenelefantenfliege. Und das kann alles sein - Rückblicke in der INTRO auf die 90er und ich überlege, was ich versäumt und verpasst habe; eine Nuance einer Geste oder eines Satzes, die ich aufnehme und veruche zu interpretieren - was sicher oft nur mein Bewusstsein trifft und wahrscheinlich nicht die eigentliche Intention dieser Geste oder Worte (insofern es überhaupt eine gab); oder ich sehe "das Fest" im TV und überlege, warum ich als Kind Badehosenking war oder mich im Garten nie gänzlich mit freiem Oberkörper der Sonne preisgeben wollte, wie es immer wieder forciert wurde ... Wie gesagt, da komm ich nicht weit, das alles hier aufzuzählen- das war auch alles nur von eben bzw. heute. Damit haben die ganzen vielen Gedanken bestimmt auch nicht so große Gewichtung oder Bedeutung, wenn ich selbst einer Pfütze irgendwelche erklärlichen Dinge zu entnehmen weiß, oder? Was versuche ich denn eigentlich dauernd zu denken? Ich fasse es gleich mal kurz zusammen. Vorher noch:
Vorhin kam mir noch die Frage dazu: Haben eigentlich ALLE Menschen mit gewissen Problemen in ihrem Dasein / Zustand oder ihrem schwer zweifelnden Blick auf sich und die Zukunft mal irgendwelche Kindheitsprobleme, Traumata gehabt oder schlechtes Essen oder Zug bekommen? Ist der Mensch dann aber nicht eine an sich gute Erfindung, wenn er sich nicht nur immer wieder gegenseitig zum seelischen Krüppel machen würde? Oder sind die Deutungen, Auswertungen und emotional prägenden Verarbeitungen eines jeden Heranwachsenden so unterschiedlich, dass niemals gerecht auf sie reagiert werden kann und er / sie sich immer ein bisschen missverstanden fühlt und es zu Depressionen kommt? Mir kommt das jedenfalls so vor.
Oder bin ICH einfach mal nur oft ein bisschen doof und merkwürdig verworren, was meine Kraft des gerichteten Denkens und die eigene Wahnrehmung betrifft? So weit ich denken, kann, war das nämlich schon immer so: nicht erst seit Oostende 1993 und der Frage, ob auf dieser coolen Europatour dieser Sonnenuntergang im weißen warmen Sand nun schön ist oder nicht; das betraf viel frühere Zeiten, in denen ich nicht so recht wusste, wie ich die Situation einschätzen könnte. Klar, drüber weg und durch komme ich immer, dafür bin ich Schauspieler und es ist wohl immer noch besser, drüber johlend hinwegzuspringen als sich irgendwie durch- und mitschleifen zu lassen. Dann allerdings kann schonmal später die Frage auftauchen, warum ich glaube, dass ich nie richtig gelebt hab. Es waren nämlich beide Beispiele jetzt nicht sonderlich glory. Welcher Weg wäre denn dabei der eigentliche, der bessere, der "richtige" gewesen? Hä?
Emotionsfreies Abarbeiten ... das ist meine Devise zur Zeit im PT. Und es klappt erstaunlich. Keine Witze, keine fixen Ideen, keine Verbesserungen, keine ... es läuft auf Dienst nach Vorschrift hinaus. Und siehe. Es geht mir recht gut von der Hand und ich fühle mich fleissig. So merke ich allerdings auch, dass es immens viel Arbeit ist und wenig weniger wird. Trotz der abhanden gekommenden Fotos und der Grafik. Doch auch das muss jetzt geklärt werden. Weil es eine Zwickmühle ist. ICH KANN DAS GUT und genau das will ich auch forcieren und mir möglichst auch besser bezahlen lassen. Indem Kempchen diese Tätigkeiten aber abwählt, damit ich meine eigentliche Arbeit schaffe, geht mir genau das flöten. Und auch eine Wiederaufnahme klänge fast nach Belobigung. Outsourcing auf mich selbst ginge ja auch bloß nicht- ich wäre ja wieder überlastet. Oder wie? Und das Budget steigt dazu weiter und weiter und ich sehe jetzt hübsch, was ich eigentlich bisher eingespart hatte. Und weisste was? Im Moment ist es mir egal. FB packte fast der Wahn, als die Kleiner Onkel Karten plötzlich 690 Euro kosten sollten. Statt bisher 50. Tja. Abwarten. Und weiter emotionsfrei Abarbeiten. Und mir Gedanken über die Zukunft machen.
Soviele Worte: Wollte noch schreiben, dass der Depeche Mode Freitag mit offMODE aka jesKOMArio hervorragend war und wir beide uns sehr auf allen Wolken gefühlt haben. Weil wir so gut waren und es so prima hinbekommen haben. Meine Güte, waren wir stolz auf uns. Zur Recht. Und ich habe wieder geraucht und ganz schön viel Irgendwas getrunken. Karina und Renne waren auch da und dann sind wir noch über die Westringbrücke mit einem weiteren Kurzkonzert und halb 4 im BN ein letztes Kurzkonzert. Nächsten Tags bin ich dann sachte wieder runter, halb 11 ins Bett und seitdem wieder rauch- und alkfrei. Das wiederum finde ich erstaunlich und sehr gut.
Bei Kieser erstmals nach 4 Wochen und dabei festgestellt: zuviel von der Kraft ist zwar nicht weg, aber das ungemütliche Aua am Brustbein macht sich wieder bemerkbar. Aha! Aber welche Maschine wars? Oder was genau sonst?
Donnerstag letzte Dost Session und ich muss jetzt rausfinden wie das Ganze weiterläuft. Genau so? Oder wartet er, bis ich alle bin mit Erzählen? Was kommt dann und wie läuft das ab? Verstehe ich ihn akustisch ausreichend? Ich hab noch keine Vorstellung davon, wie sich eine bspw. wöchentliche Eingrabung in meine tiefsten Erinnerungen vollziehen kann. Das muss ich dann wohl in unserer letzten Teststunde rauskriegen. Knapp. Aber genau so sag ich's ihm und dann wissen wir mehr.
plätschert so dahin
Wasserplätschern klingt- akustisch entsprechend aufgenommen- sowas von oll, das geht überhaupt nicht. Habs eben beim Mississippi-Dokfilm wieder gehört. So wie den Drömlingssagen auch. Es ist schwer schlimm. Weniger schlimm ist, dass ich heut noch garnicht sterben wollte. jeskomclassics hat eine wunderschöne Version von "wohin auch" zu fünft gebaut, die einfach super schön klingt. Jetzt muss das nur noch so in der Johanniskirche klingen und jemand aufnehmen. Am besten mit Video.
Weiterhin versuche ich es im PT abzuarbeiten. und immer kommt was dazwischen. Aber ich würde mir später Vorwürfe machen, zum Beispiel die Spargeleinladungen meiner Eltern dauernd deswegen ausgeschlagen zu haben. Amüsiert bin ich weiterhin nicht und auch Kempchen halte ich genauso auf Distanz wie er mich. Wir bleiben einfach sachlich und werden sehen, wohin es führt. So lasse ich das hier heute stehen und muss aktuell grad anmerken, dass ich Polterpaules Gewummere über mir irgendwann überhaupt garnicht mehr leiden kann.
Ich bin so flüchtig in meinem Dasein; irgendwo zwischen Tod und Zuversicht und der Gewissheit, dass die Zeit einfach immer weiter tickt. Und immer ein bisschen ohne mich.
Tausend Tränen tief
Es gibt so Momente, die kann ich nur sehr schwer beschreiben. Dann gehts nicht um den aktuellen Umstand oder Zustand oder das was gestern war und womöglich morgen sein wird. Da gehts ans Eingemachte und zwar in schrecklichster Form. Was heisst schrecklich ... in endlicher Form. Komm oh Tod, du Schlafes Bruder und so. Raff mich hin, schnell und ohne Aua. Dann kommt wie jetzt das kleine große Heulen und nachher geht alles wieder "irgendwie". Ich bin nichtmal verkatert oder so, ganz im Gegenteil bin ich seit einer Weile alk- und rauchfrei, eben deswegen, DAMIT ich mich get real klarkriege. Aber es wird nicht schöner. Naja, wäe ja auch zu einfach was? Stattdessen sehe ich solche Sequenzen wie bei den Simpsons, in denen Milhouse Lisa Italienisch Unterricht gibt, ihre Merkzettel in der Luft zerreisst und sagt: Man muss italienisch leben, um es zu lernen und setzt sich mit ihr wunderbar italo-typisch auf eine Vespa, mit Schal und Nussschale und so und sie fahren durch die italienische Innenstadt.
Was das jetzt bedeuten soll? Ganz einfach: Ich stelle mir in dem Moment vor, wie abgespeckter einfacher und deutlicher und damit intensiver mein Leben sein könnte. Das ist hanebüchen, das aus so einem romantischen Bild herausholen zu wollen, aber in meinem Kopf und meiner Seele entstehen solche Gedanken und Vorstellungen davon, wie es sein könnte.
Und dann halte ich es oft nicht gut aus. Hier. Mit mir. Aber ich bin immer noch sehr traurig, wenns ans gedankliche Sterben wegen Unerreichbarkeit des Lebens geht. Was mich entweder von beidem abhält ... ja, das wars schon.
Vollmond und 'Hoffentlich wirds wieder'
Tatsächlich also - ein signifikant her- und ableitbarer Nachweis, wenn es um schwerschlafende Wühlnächte in Verbindung mit einem Vollmond geht. Wieder war es soweit und wieder habe ich erst im Nachhinein festgestellt, dass der Mond voll ist. Diesmal sogar ein bisschen genauer: Nicht letzte Nacht, sondern heute um 13:00 Uhr. Stellt sich die Frage, ob meine Nächte wegen der bevorstehenden Mondlichtmengenwende immer so schlecht sind oder ob das auch in Nächten wir der jetzt kommenden - also nach erfolgtem Umschwung auf abnehmenden Mond resp. andersrum auch der Fall sein kann. Frank Pohl erlebte die letzte Nacht ähnlich verkorkst und verwirrträumt. Wir müssen ein Mondbuch führen.
Nicht so interessant verläuft es derzeit im Puppenhaus. Na klar werde ich jetzt in vielem zurückgenommen, damit ich meine Basis-Arbeit schaffe und ebenso na klar ist das in Zeiten kurz vor Festivals und Hof besonders kritisch auszuwerten, wie es sich mit meiner Arbeit und der Effizienz verhält. Und dennoch bin ich betrübt über den Umstand, dass ich keine Fotos mehr machen soll und dass jetzt auch FB eindeutig an dem von Kempchen verordneten Strang zieht. Wo er es doch vorher noch anders gesehen hat (Bist du jetzt bockig?) Auch und gerade keine Fotos vom Kleinen Onkel von Nis für die Programmkarte - die nun also auch noch jemand anders = Genese macht. Wir sind wieder da, wo wir waren, als ich dort anfing. Alles lief über EINE Agentur, meine ganze Kalkulation ist mir mittlerweile ziemlich egal und ich kann nur noch damit aufwarten, vorzulegen, was alles eben NICHT eingespart werden konnte. Und da beisst sich die Katze in den Schwanz. Wir KÖNNTEN es einsparen, aber Jesko schafft das alles nicht allein.
Ich bleibe diese Woche mal so gut es geht dran und arbeite stumpf alles ab. Muss ich sogar noch ein bisschen stumpfer werden und durchziehen. Und dann kann ich mal gucken, was übrig bleibt. Jedenfalls kann ich so auch kaum argumentieren oder einfach nur darlegen, was mir besonders gefallen hat und ich aber nun nicht mehr tun kann, soll, muss, darf. Zwickmühle. Und immer dieses ungute Gefühl dabei, dass wahrscheinlich irgendeine Form von Motivation zu ganz anderen Ergebnissen geführt hätte. Ich würde so gern mal nachfragen, ob ich das alles falsch sehe, wenn ich glaube, dass das hier ein 2-Mann-Betrieb (mit 3 eingeweihten Verbündeten vorherrscht), die sich des Restes an Mitarbeitern im Grunde nur bedienen, statt sie einzubeziehen.
Die Psychologen und Soziologen dürften ihre helle Freude an diesem Theater haben. Aber womöglich ist das überall so.
Wer seine Freiheit zugunsten der Sicherheit aufgibt, wird am Ende beides verlieren. Jana P. meint, das wäre auch nur am Anfang die Wahrheit. Wenn ich wüsste, mit meiner Freiheit etwas anzufangen und mich mit beiden Beinen auf diese Welt zu stellen, dann wären diese vielen Absätze hier ganz anders geschrieben. Nun kann ich ja immernoch sagen: Ich bin ja dran. Aber das katzeschwanzbeissende Totschlagargument lautet immer wieder gern: Das wusstest du doch lange genug, warum schiebst du es immer auf die lange Bank? Die vorm Krematorium?
der Tagebuchpetzer
Alles schreibter auf. Und immer aus unterschiedlichen Beweggründen. Weil gerade etwas besonders tragisch oder traurig war, weil das Ganze Große Universum gerade schief oder besonders gut da liegt, weil ich mir was eingestehen muss oder... ein wenig zynisch gehe ich ins Gericht mit mir und meinem ersten Puppen Stormy Monday. Es sind 13 Grad draussen und alles ist weder besser noch schlechter, als ich es erwartet haben sollte. Mein großes Ideal vom Weltfrieden kann ich weiterhin mit Kästners Worten in seinem Brief "an mich selber" vorerst so weit wegstellen, bis ich einen Weg gefunden habe, mich mit dem was realistisch sein soll, zu arrangieren: "Deine Hoffnungen waren das Lehrgeld, das noch jeder hat zahlen müssen, der vermeinte, die Menschen sehnten sich vorwärts, um weiterzukommen ... Stattdessen wissen wir, dass der Mensch, anstatt nachzudenken, sich nicht vorwärts sondern im Kreis bewegt, nur um nicht still zu stehen."
Kästner hat das natürlich für sich und 1940 zum Beginn des Krieges, der Verfolgung und vor allem nach der Bücherverbrennung 33 und so geschrieben. Aber auch ich stecke in miener Sicht- und Lebensweise vollends in diesem Sumpf der Kreisschwimmer, nur war halt meine Idee, mit Liebe und Miteinander sich da raus zu ziehen. Dabei hab ich offensichtlich versagt und auch keine richtige Idee gehabt, wie man es besser machen kann.
Aber zum Tag jetzt: Natürlich muss Kempchen seine last-2-weeks Haltung, von der ich nciht genau weiss, was es für eine war, nur dass sie böse böse aussah ... wahren und guckt mich nichtmal an, als er aus Doris' Zimmer kommt, hält sich im Rausgehen so gut und lange es geht mit Sandy auf und verschwindet. Er hätte auch durch mich durchgehen können. Das meine ich übrigens mit Respekt, Würde, Anstand oder wie das alles heisst, dass man sich "sauber" begegnet. Ach naja, ich habs überlebt und auch die 11-Uhr-Besprechung hab ich überlebt. Kleinere Anspielungen auf mich, okay. Grössere Aufgabenberge - klar, das war damit eine gute Zusammenfassung dessen, was jetzt zu tun ist. Gut so. Und ich werde das systematisch (hört hört) und emiotonslos abarbeiten. Weiss nicht, wem ich damit schade oder was Gutes tue. Ich denke, weder noch, ausser dass die Arbeit dann vollständig und nach Intendantes Monte Christos Wunsch getan wurde. Hilft mir ja auch erstmal weiter und verschlimmert vielleicht nicht den Wust, sondern schafft vielleicht Freiraum und bringt das Wort 'vielleicht' unerhört oft hier in den Satz. Und es freut mich ja auch, wenn ich jetzt- mit etwas Abstand auch wieder sauberer und strukturierter arbeiten kann. Alle anderne Menschen- bei FB weiss ich nicht genau, wie immer - sind mir weiterhin wohlgesonnen und jetzt gibts Wildgulasch und Simpsons und dann einen Anruf zu einem 35jährigen Jörg. Uiuiui.
rauchen, saufen, mutig werden
Naja, die Überschrift lügt ein bisschen, aber es war dennoch so: dass ich den ersten Teil des Abends im BN mit Foto machen Janko beschäftigt war und dann irgendwie halb 11 nach Hause wollte, weg sein wollte, traurig war und ich mir oder anderen nicht erklären konnte oder wollte, was ich oder anderswer vor allem wie an dieser Situation lösen sollte. Verunsichert wie immer entschloss ich mich immerhin, die Fotos und das Video gleich zu bearbeiten und auf CD zu brennen um sie dann mittels meines erneuten Erscheinens im BN einem schwer erstaunten Ronald zu übergeben. Und dann waren auch Suse, Dorschi und Jana da und ich entschloss mich, bevor mein selbst auferlegter Zwang der Extreme statt eines gesunden Mittelmaßes mich weiter verdriesst, ein Glas Wein zu trinken. Und dann wurde es schwerer- das mit dem Nichtrauchen. Dennoch liess ich ab (oh mein Hero!) und überlegte zwischenzeitlich ob eines zweiten Glases. Ronald beim Klavier-nach-oben-Tragen zu helfen war anschliesslich Ausschlag, mich davon zu stehlen. Gute Idee. Dann zu Hause. Rest of Grand Prix. Und das hartnäckige Klopfen in mir, das nach einer Zigarette und vielleicht einem kleinen Wein schrie. Oh, was habe ich gekämpft. Und dann tapfer aufgegeben, mir ein Glas Rotwein gebaut und eine Zigarette dazu. Weil der Wein wie üblich noch nicht alle war, rauchte ich während Mahatma Gandhi auf Phoenix noch eine zweite und ging daraufhin einfach um 1 ins Bett, ohne eine Idee, ob das nun gut oder schlecht oder eine zuviel oder sonstwas war. Erich Kästners Brief an sich selbst, in welchem er darüber nachdachte, dass er die Welt nicht unbedingt schöner machen und die Menschen zu ihrem Glück mittels seiner Worte bringen kann und er das nun einsähe und sich mit 40 mehr sich selbst widmen wird. Oh- das war aber ein kleiner Paukenschlag. Und ich schlief sofort ein. Bis Paule- diesmal der Zwerg unter mir- trampelnd durch die ganze Wohnung zu aller Anwohner Freude seine Laufkünste demonstrierte. Halb 8. Naja, ich war wach, draussen schrien die blöden Tauben und so wurde ich sachte ärgerlich. Also stand ich lieber auf und bemerkte ohne mein Zutun, dass ich heute irgendwie gut drauf und stark bin. Sehr merkwürdig. Wars das Niktion und der kleine Alkohol am Abend, der meinem Körper & Geist ein bisschen Heimat zurückbrachte? Oder ein Automatismus, der mich vor morgen = Puppenhaus wappnet und furchtloser macht?
Was es auch ist oder war oder hoffentlich weiterhin sein wird- so geht es gut. Hab sogar Flechtingens Feuerwerks mit viel Freude eingesprochen und fertig produziert, mein Puppenaufmaß angefangen, Rechnung an Verein gestellt und erneut Depeche Mode geübt, das Keyboard beklebt und alles sowas. Und im Moment dümpelt ein Hirschgulasch mit Rotkohl auf dem Herd. Wao. Ich bin gewappnet, sogar Steuer und Fahrtenbuch sind fertig. Ich bin überrascht.
Es kann losgehen!
Morgen is nüscht ...
Ich nehme es. Alles. Das Ganze. Mit allem Drum und dran. Diesen Spruch hat mir Suse mitgegeben und mit einer Vornüberbeugung soll ich es vor mit hinsagen und so locker wie möglich alles rauslösen und mich sachte wieder aufrichten. Jeden Tag einmal. Morgens oder abends. Ich hab es richtig gemacht: MIttwoch Gesichtspasue, Donnerstag bei Suse und gleich danach Jane mit neuen Haaren für mich.
Abends / Nachts dann Hannover. Zum Mann vom "Fach". Ich war nicht so begeistert, weil ich die Laberei einfach nicht so richtig mag. Beim Andreas kenne ich das und bei P - Petra war ich auch skeptisch. Weil es sich bei den Überlegungen, was man mit jeskom denn nun am wie am besten anstellt und promoted und angeht und wagt ... mir einfach zuviel Schaum dabei ist. Vielleicht hatte ich auch die falschen Vorstellungen. Ich hätts gut gefunden, wenn bspw. P fragt, was wir wollen, wen wir wollen, was wir bisher gemacht haben, worauf wir stolz sind, was wir glauben, gut zu können und wie wir uns das alles im Modell ungefähr gedacht haben, was jetzt passieren könnte. Stattdessen haben wir die Zielgruppe bisschen eingekreist und es wurde überlegt, wo diese Zielgruppe denn nun so hingeht, was die macht ... und nebenbei fallen immer so typischwessische verbale Unzulänglichkeiten inklusive Akzent. Kurz: Wir suchen jetzt 3 Titel aus, machen eine "Single" im Schober, nehmen Gesang nochmal neu auf um mehr Authentizität so wie beim Livekonzert rauszukitzeln und werden auf Grundlage der gesammelten Adressen und Kontakte von Andreas die Mailings an die Radiostationen auf den Weg schicken. Okay, ich muss auch bisschen daran denken, das die das für uns machen, quasi als freundschaftlicher Dienst. Und im Moment fällt uns auch nichts besseres ein; von daher hab ich meinen Frieden mit dieser Idee geschlossen. Es hat nur so lange gedauert: Halb 2 waren wir zuhause. Und da kommt es dann gerne und wieder:
Morgen is nüscht. Wie gerne ich sowas einplane ... am liebsten wäre mir zur Zeit, wenn es viele Tage zwischendurch gäbe, wo einfach nüscht is. Nichtmal ein Termin beim Schuster. Einfach nur die Gewissheit haben, NICHTS tu zu müssen. Ich mach ja dann doch was und denke mir was und so, aber ich glaube, ich bin immernoch entweder erschöpft oder grundweg müde von allem. Vom Leben? War am Donnerstag bei Dost Teil II in der Probeversion und ich muss ihn dazu bringen, deutlich mit mir zu sprechen. Ich denke, ich kann dort ansonsten gut mit ihm an mir arbeiten. Hab ihm meine Puppenhausproblematik geschildert. Da gabs auch nichts zu klären, ich musste es einfach loswerden und mich damit selbst vergewissern bzw. ermutigen, dass es schon richtig so ist, wenn ich Kempchen meine bisherige Situation schildere und ihm deutlich mache, dass ich mich unter Zuhilfenahme / Integration des Puppenhauses aufbauen, aufstellen möchte, weil es mein Thema, mein bestes Betätigunsfeld ist; ich das aber nicht kann, wenn sofort und anschliessend ein Hammer nach dem nächsten angeflogen kommt und mich offensichtlich K.O schlagen muss. Damit wird jede Anfrage oder Aufgabe zum unlösbaren Projekt.
Und so fühlt es sich nach drei Wochen Puppen-Abstinenz und 2 Wochen Krank immer noch ein bisschen an und ich merke, wie ich mich immer wieder freue, wenn ich mir sagen kann: Heute bzw. morgen is' nüscht! Bin also offensichtlich noch nicht so in den Startlöchern, dass ich mich auf mich stürzen und mit mir klarkommen kann. Ich möchte es aber. Weil sonst- wo nüscht is' - auch nüscht passiert.
Motivationen und warum nicht
Ich kann mich schwerlich auffangen, wenn ich wieder und wieder beim Ansehen von irgendwelchen Veröffentlichungen über Leute um die 30, die gerade up to date sind, weil sie was besonderes gemacht haben oder Parteisekretär werden oder mit ihrer Band Erfolge haben oder einfach was Ordentliches auf die Beine gestellt haben ... in so einen Kreisel gerate, der mir gerne und missmutig mein Alter verdeutlicht und ich dann so schwere Not habe. Ich weiss genau, dass das keinen Sinn macht und ich weiss ebenso genau, dass ich eine ganze Menge Leben schon gut gelebt und getan habe, aber warum habe ich immer das Gefühl, es vergeigt zu haben? So, als hätte ich immer was falsch gemacht? Impliziert sich mir dieser Gedanke aus der Erfahrung heraus, wenn eine aktuelle Situation gerade nicht schön ist und die von anderen bewertet wird? Oder wenn dies nicht schöne Situation gefühlt schon viel zu lange anhält? In solchen Momenten fehlt mir beinahe jeglicher Mut auf bessere Sichtweisen und ich würde gern einfach nicht mehr dasein wollen. Das wiegt wirklich schwer und unschön und ich intensiviere oder forciere das auch nicht absichtlich, damit ich ja schön traurig werde.
Ich halte mich immer noch ziemlich fit und schick und wenn ich mich im Spiegel so sehe, denke ich mir immer: da ist jemand voll auf der Suche, mitten in bestem Saft ind guter Kraft und versucht sich wer ordentlich adrett zu halten. Im Körper wie im Geiste. Weisst ja, wenn die Sonne kommt ... Ich muss mir Situationen verschaffen, die mich motivieren. Was schiesst mich da immer so runter? Versagensangst? Wegen der aktuellen Puppenhaus Situation? Meine Zukunft? Ich hab Angst, dass ich Kempchen sowas ewig nachtrage. Constanze hat es ganz gut ausgedrückt: ich sollte ihn mir in einer typischen Donnerstagnachmittagstunde schnappen und ihm kurz aber deutlich von mir erzählen, damit er weiss, woran er genau ist. Sonst kann er es bzw. mich nie einschätzen und unsere Fronten verhärten sich zur größer werdenden Unzufriedenheit beider.
Das hier ist jetzt ein aktuelles Beispiel. Die Summe solcher Beispiele ist das gefühlte Dilemma, wessenthalben ich manchmal beim Anblick der 30er Heroes so den Mut verliere.
und raus bist du ... noch lange nicht?
Sandy ruft mich gestern Abend an und gibt mir die Lage vom Chefgespräch an, wonach er getobt haben und laut geworden sein soll und gedroht hätte, meinen Spielzeitvertrag nicht zu verlängern, aber - so Sandy- da fliesse noch ne Menge Wasser die Elbe runter ... Egal! Ich habe gemerkt, dass ich Sandy dringend sagen muss, dass solche nicht unwesentlichen Aussagen nicht gut für mich sind, wenn ich die auch der Fairness halber zwischendrin zugesteckt bekomme. Ich mache mir damit das Leben schwer, denke über Alternativen nach, sofort an JESKOM und seine Karriere, den MDR ... da bauen sich sofort Schutzwälle auf, die einen Hin-Fall garnicht erst zulassen. Dabei sind zweierlei Dinge interessant zu beobachten:
1. Auf einmal ginge das also, dass ich meine ganze Konzentration auf jeskom legen könnte? Allerdings aus dem nicht selbst herbeigeführten Umstand auf Basis des freien Willens, sondern einer quasi passiv entstandenen Zwangssituation. Daraus kommt mal wieder die Frage: Was will ich denn nun? Bisschen versorgt in der Gemütlichkeit des Lebens alles irgendwie ein bisschen unterbringen? Bin ich immer der, der alles für eine Weile hervorragend kann und dann davon ablässt? Wenn ja, warum?
2. Ich habe wenig Vertrauen in manche Bereiche des Puppentheaters. FB wollte mich zu Anfang nicht, weil er mich als unzuverlässig einstuft, Kempchen wollte das sehr wohl und setzte sich durch. Jetzt ist FB der beruhigende Pol, der da schreibt: "Wenn du krank bist, bist du krank, da soll es auch keine Mithilfe nebenbei von dir geben. Kurier dich aus und ab Montag gehen wirs an..." Wao, das klingt schön. Kempchen will mich laut Sandy in einem Kurzanfall nicht mehr dabei haben. Und in mir dreht sich alles und denkt: Guter Bulle, böser Bulle. Alles fadenscheinig? Authentisch? Kompakt durchdacht oder alles dem Moment, dem Augenblick und seiner Situation geschuldet? Oder Sandy in ihrer schnellen und scheinbar unkomplizierten Kommunikation, den schnellen Meldungen, den spontanen Reaktionen. Ich trau dem ganzen Konstrukt aus irgendeinem unerfindlichen Grund nicht so recht, weil ich merke, wie auch innerhalb des Theaters gerne Themen "erstellt" und forciert werden.
Wahrscheinlich hat Punkt 2 mit der letzten Frage von Punkt 1 zu tun. Jdenfalls macht mir das alles weit mehr aus, als ich dacht und mein Gefühl, das ich bereits seit Monaten mit mir rumschleppe, verbessert sich nicht. Es gibt kein Reset und alles auf neu, ich muss da wieder anküpfen, wo ich war, will das aber so nicht. Lösung: Ich mache mir diese Aufstellung von meinen Arbeitsaufgaben, das also, wessenthalben ich einen Vertrag bekommen habe. PR, Web, Foto. Ohne aufzupuschen wie ach herrje ich soviel zu tun hab und nehme das als Basis für ein gespräch mit Kempchen und FB und wie ich weitermachen kann. Und sollte das mit Dost funktionieren (bitte bitte, wäre gut, ich möchte nicht immer wieder von vorn anfangen müssen), muss ich beide davon deutlich in Kenntnis setzen,damit sie das wissen. Und damit aus meinem ganzen Wust von Reaktion wieder Aktionen werden. So wie jetzt, da ich plötzlich ein kleines Buch schreibe!
So, das war jetzt alles PT und man sieht bestens, was mich hier schwer beschäftigt.
Montags im Kranksonnenland
Halb 11 ins Bett, jetzt ist es um 9 und ich fühle mich noch immer ermattet. Vielleicht zu lang geschlafen, von den Untermirkondern um 6 geweckt, wieder eingeschlafen und viel viel Zeugs geträumt vom Hort- dem Horst Dorsch aufm Fahrrad mit ilzhut, wie er im MDR Sommergarten irgendeinen Auftritt hat und ich die Provision kriege, danach bin ich mit jeskomclub am Seitenaufgang in einem kleinen Theater und bneim letzten Titel, den ich playback singen muss, verlassen Jörg und Ronald die "Bühne" und ich muss allein "keiner weiss" singen, die ganze Technik haut nicht hin und die restlichen Zuscchauer verlassen den Saal. Ich singe das quasi zum Schluss ganz alleine und weiss nichtmal mehr den Text. Irgendas mit Kerzen singe ich da.
Bin immer noch ungesund. KAnn nicht tief durchatmen ohne husten zu müssen. Eben gerade kommt das Gelöste doch noch mit beim Husten. Einziger Weg jetzt: Halb 12 bei Weimann. Da werde ich ihn fragen, wie lange sowas dauern darf, warum die Antibiotkia nicht mitmachen und was Pfeiffersches Drüsenfieber (Constanze) ist. Dan werde ich wieder meine Werte feiern dürfen, weil die die besten der Welt sind und dabei gesagt bekommen, dass ich 110 Jahre alt werde und mich immer ein bisschen Scheisse dabei fühlen werde.
Hab ein bisschen leichte Bedenken wegen PT. Würde gern Kleinarbeiten anbieten. Kannste mal sehen, Gewissensbisse oder so? Oder Angst vor Kick-off? Alles Unsinn, ich weiss. Ich merke immer mehr, wie sehr ich wirklich eine kleine konkrente Handlungsanweisung, ein Briefing, ein mini-Training gebrauchen könnte, wonach ich mit meiner jetzigen Situation einfach besser klar komme und das für mich in Ordnung geht, dass es nunmal jetzt genau so ist. Anstelle dessen fühle ich mich ziemlich müde und ein bisschen sichtweisenblicklos.
Großer Nachtrag, weil ich doch dem Dost erzählt habe, wie bemerkenswertich ich das fand, dass meine Tante Marlis ihren Mareksohn immer fragt: Wie geht es dir mein Junge? Und es wirklich so meint.
Hab gestern meiner Mom Blumen gebracht und ihr gesagt: "Danke für so eine liebe Mama.". Worauf hin sie sich garnicht mehr aus meiner Umarmung lösen wollte und gesagt hat: "Danke für so einen lieben Sohn!" Ich hätte das beinahe garnicht richtig für voll genommen, aber jetzt fällt mir das nochmal mit voller Bandbreite ein und auf. Und dann hab ich mit meinem Pap Schraubenfür eine Bus-EInbau-Küche gebaut. Er hatte die richtige Idee und sie passen bestens. Das fetzt schon wieder so, muss ich mal sagen. Und es gibt wieder ganz viel Spargel. 4 Wochen lang und mehr.
Schreibwut, Müdigkeit und die ganzen Tumore
Gibt so Sonntag Morgende, an denen ab früher Stunde die lieblichen Kleinen unter mir sich ihrer Fähigkeit zum Rumrennen so erfreuen, dass sie ganricht innehalten können und es pausenlos ausprobieren. Was ist "eigentlich" ziemlich in Ordnung finde. Allein ich kann nicht ausschlafen. Und merk immer wieder, wie mir noch die Augen schwer sind. Auch wenn ich gegen 0:00 leselos schwer ermüdet sofort eingeschlafen bin, so bin ich doch immer noch müde. Hab heute morgen aus Spaß die wichtigsten Fenster geputzt. Für den Durchblick? Und wieder kleine Miniaturkonversationen im Sinne Puppentheater geführt. Ich glaube, es liegt wirklich daran, erschöpft zu sein, unausgeruht, unaufgeräumt. Was nützt mir das wunde Gefühl, meine Leistungen nicht anerkannt zu sehen- jetzt wo ich nicht da bin und schnell die Idee aufkommen könnte: "Siehst du, als wir das gemacht haben, ging das alles ganz einfach und schnell." Und ich sehe mich trotz meiner ganzen Vorarbeiten dann auf dem Abstellgleis bzw. in der SItuation, das erklären zu wollen, dass das doch auch und gerade durch mich ... Oh Mann. Ich hötts lieber andersrum: Möchte einen Job machen, von dem ich überzeugt bin, es gut zu machen. Und ich will mich nicht um solche Gedanken kümmern müssen, wie ich mich rechtfertige oder erkläre oder geradebiege. Alles Quatsch. Und sollte DANN irgendwas nicht stimmen, ann ich es selbstbewusst und deutlich klären. Sollte das nichts fruchten, gehe ich einfach weg.
Das klingt hier gerade sehr abgeklärt, aber die Vorstellung ist schön. Wissen, was ich will - tun, was ich weiss. Wao. Derweil kümmere ich mich um das Putzen meiner Spiegel und schon wieder einer leichtenVorstellung von zu vielen To-do-Listen. Sprung-vom-Balkon Foto machen, Fahrtenbuch, Memleben, zu Anke fahren, Mama Muttertag, Mario kommt ... aber hey: ich hab alle Zeit der Welt. Fühle ich mich immer noch gehetzt und erschöpft? Ich stelle das mal in Zusammenhang mit meinem frühen Aufwachen heute. Nix is schlimmer, als unausgeruht mit weiterhin belegtem Hals und der untrüglichen Vorstellung, komplett von Tumoren durchbohrt zu sein, in den Tag zu tarten.
Was mit gefällt, ist meine spontan Schreibe einer Erzählung. "Sprung vom Balkon". Das ist gut. Da entwickelt sich was. Ich werde das mal in lesbar niederschreiben und stelle mir die kleine Jesko-show am 30.06. ganz schön schön vor. Hab echt ein paar gute Worte und Sequenzen im Kopf. Mal sehen wie das dann fertig aussieht. Brauch ich vielleicht einen Lektor, der mir das ordnet, füllt, sortiert und geraderückt? Na mal sehen. Weiterschreiben bis die List oder Idee versiegt. Das ist im Grunde wie die Fortführung dieses GET REAL hier- nur ein bisschen kaschiert und hahaaa- lustig geschrieben. Aber ich finde das im Moment sehr in Ordnung. Zynisch- mag sein, aber unbedingt ehrlich. Das ist am einfachsten und glauben die, mdie mich nicht kennen, sowieso nicht. afür bracuh ich den Lektor. Meine Wahrnehmung muss sich längst nicht für andere, Aussenstehende verdeutlichen. SOnst stehen die nachher da, finden die Sätze ganz cool, aber das Konstrukt undurchsichtig unklar.
Ooh, ich hab so einen richtigen Schreibeflash. Da sollte ich dranbleiben, ist es doch das, was ich wiederhaben möchte: Bisschen Unsinn machen, Sinn für was Neues- was zum AGIEREN und Selbermachen, -erfinden, -tun und dann gucken, wasbei rauskommt. Da ist sie wieder - die Neugier des Jesko, der sich tatsächlich noch (oder wieder) auf sowas einlassen kann.
Is' voll Sommer draussen. Soviel hell. Soviel warm. Ich möchte gern mit Freunden unterwegs sein. In Elbenau baden, in Leipzig shoppen, im Grünen Tor tanzen ... alles Dinge, die in den letzten Jahren verdammt kurz geraten sind. Weil ich grösstenteils auch zu verkatert und lustlos war. Aber warum ist das genau so gekommen?
GET REAL 2010 hab ich jetzt in Drukauftrag gegeben. Kommt als Hardcover in den nächsten Tagen hier an. Das finde ich gut. SOllte öfter spontaner sowas tun- wie auch gestern bei Thomann einfach bestellt was ich haben wollte und fertich. Nich tausend Jahre drüber nachdenken und warten. So. Genug jetze. Druckbuchstabentasten erschöpft. Off. Sonntag.
entschleunigt
Jetzt bin ich genau eine Woche krank. Und so richtig. Und eine Woche ohne Alkohol und eine Woche ohne Rauchen. Ich muss das so betonen, weil es sowas lange nicht gab. Und ich überlege schon, welche der Süchte ich irgendwann "danach" wieder anfangen werde. Alkohol ist mein ärgster Feind, das weiss ich. Vom zwar seltenen aber dennoch angewöhnten Qualm komm ich leichter weg, wenn er eine Weile erinnerungsarm abwesend war. Also wie jetzt. Alles auf einmal? Peripherie.
Egal, ich war bei Dost. Und musste NICHT auf die Liege. Was vielleicht damit zusammenhängt, dass ich frei assoziiere und rede und rede und ihn dabei garnicht ansehe, nicht einbeziehe. Ich rede in den Raum, für mich und auch für ihn. Hab keine Ahnung, ob er sich aus diesem Wust und der Fülle von Informationen was drehen kann. Hab beim Reden festgestellt, dass ich tatsächlich etwas Angst hab, dass es ein traumatisches Erlebnis gegeben haben könnte. Weil es eben einfach keinen Menschen auf der ganzen Welt gibt, der von Grund auf Probleme mit sich rumschleppt. Die kommen alle erst. Siehe Ringelnatz "Doch ihre Sterne kannst du nicht verschieben". Und ich bin doch gut aufgestellt, nicht doof, ausgestattet mit all den Dingen, die mir selbst gefallen, nur mit der Schwachstelle, das ganze Konstrukt meines Seins als zu schwierig, zu anstrengend, zu traurig zu betrachten. Was sofort durch Lob und freundliche Anerkennung behoben werden kann.
Hab ihm von der Badewannen-Story in der Krippe erzählt: Ich bin Schwimmer und Schwimmer haben Badehosen beim Duschen an, während alle anderen Kinder nackt in der großen Dusche stehen. Das kann aber auch ein kleiner zufälliger Flip gewesen sein. Weil grad ein Fotoapperat da war und ich kurz zuvor dese Story aufgegriffen hatte. Oder Kienwerder: Alle Kinder sind nackt, Jesko läuft mit Badehose den Weg entlang, zieht sie aus, versteckt sie im Busch und geht den Weg ein paar Schritte, bis er Leute hört, rennt zurück und zieht sich die Hose wieder an. Als der bekloppte Schulschläger Monty Schrader da war und wir unter Wasser die Hosen auszogen; dann war meine Weg und ich hatte enorme Probleme, aus dem Wasser zu kommen ohne meine Badehose. Mann Mann, soviel Zeug. Ob das alles Bedeutung haben muss, sei dahingestellt.
Ich bin krank bis nächsten Freitag! Wao, ich hatte mir bis Mittwoch vorgestellt, aber es sollte sogar bis Sonntag gehen. Offensichtlich zieht sich das alles hier unschön hin. Oder ich bin zu ungeduldig. Aber ich kenne es nicht, wenn es so lange dauert. Selbst heute noch fühle ich mich schlapp und wenn ich meinen Kehlkopf / Hals senke, könnte ich die Wand weghusten. Und schon kommt der Krebsgedanke. Kehlkopf. Oder Lunge. Da bin ich immer ganz komisch wehleidig was? Dann hätte ichs doch hinter mir und kann mir einen schönen Freitod suchen. Alles weist hübsch darauf hin, dass ich leben will. Tja.
Ich fange an, ein Buch zu schreiben: "Sprung vom Balkon". Weil ich der Weinhandlung doch mal ne Lesung versprochen hab. Und schon geht los, auch wenn das erst am 30.06. ist. DAS sind genau die Dinge, die so lange schon weg sind. Suche mir jetzt einen Balkon, um das Foto / die Grafik fürs DATEs zu machen. Und suche Geschichten aus. Und schreibe kurzerhand selber welche. Das ist cool!
Siechtums Story
[caption id="attachment_1232" align="alignleft" width="150" caption="sickheads medicine"][/caption]
Montag 14:00 gings los mit der versuchten Ruhe, des Abchaltens und den Medikamenten. Noch bis heute nachmittag sag alles ziemlich oll aus. Warum bis dahin? Was lief da ab? Vorab habe ich einfach von dieser Sekte Puppentheater nicht loslassen können. Es sitzt mir wie ein Kobold im Nacken und striezt mich. Versager? Überlasteter? Abtreter? Seinlasser? Aufgeber? Und immer immer wieder gibts einen oben drauf. So wie letztmalig am Montag selbst, an dem wir eigentlich nur das Pressegespräch klar machen wollten. Und dann gehts wie üblich weiter, so lange LaNotte nicht ausreichend verkauft ist: Alles, aber auch so gut wie alles habe ich nicht oder nicht richtig oder einfach nur falsch gemacht. Und damit stehe ich wieder mitten im Regen zwischen meiner tatsächlich entstandenen Loch / besser noch: meinem Abgrund und der Gegenüberstellung dessen, was ich seitens Theater auch nachvollziehen kann. Ich kann einfach keine Position beziehen. Damals 2009 hab ich noch gedacht und gesagt, wie sehr gut ich mir vorstellen kann, dass ein 30-Leute-Betrieb funktioniert, wenn alle MITEINANDER kommunizieren, denken, spinnen, arbeiten und an einem Strang ziehen. Weil das stolz und mutig macht. Dass dann Personalräte oder ähnliche vermittelnde Gewerke und quasi-politische Institutionen in so einem Mikrokosmos garnicht nötig sind. Und ich hab Wolfgang noch im Ohr wie er sagt: "Warte nur ab, du wirst auch noch ruhiger". So ein dreckiger blöder Mist. Er hatte Recht und ich habs nicht geschafft. Also heisst es Anpassung, Selbst-Schutzmechanismen aufbauen, arangieren. Wie uncool. Und ich merke es daran, wie ich hier trotz dem Umstand, dass es mir dreckig geht, rotiere, um dennoch alles wenigstens in die Richtung der richtigen Reihe zu kriegen. Ausruhen? Kurieren? Gesund werden? Es geht einfach nicht. Und ich werde immer müder in mehrfacher Hinsicht und kann doch nicht schlafen.
Dann habe ich zwei Dinge beschlossen: Meine fette Zuarbeit zum Masterplan dazuschiessen, die Sideshows abschieben an Sandy , mich damit sachte ausklinken können und irgendwie nächste Woche noch nicht wieder zurück ins PT zu gehen. Kleine Wende im Prozess dabei: Mit Facebook-Constanze mich schlafen lassende Medikamente eruiert, die ich flugs darauf einkaufte und ein Anruf von FB, der da sagte, der Masterplan sähe gut aus und ich solle mich am Montag NICHT blicken lassen sondern auskurieren. Ich weiss nicht, wie echt er es meint, aber ich nehme müde an und überlege, wo ich meinen neuerlichen Krankenschein herbekomme. Und wage Hoffnung, weil ich auch Steuerquartal und Memleben Audioguide bestimmt jetzt schaffen werde.
So- da sind sie also allesamt: Die ganzen verkackten Sideshows. Die Dinge, die mich nur direkt umgeben, die ich aber nur immer schwerer bis garnicht handeln kann, weil mein innerer Standpunkt nichts mit Stehen zu tun hat. Wer bin ich und was will ich? Wie lautet die Parole zum Zugang nach innen? Morgen bei Dost der erste "richtige" Gesprächsversuch. Mit der Christian-Brücknersten Stimme, die ich jemals hatte. Wir werden es versuchen und ich hab Hoffnunng und würde mich freuen, wenn Dost und ich zusammenfinden. Das Buch "Wer hat Angst vor Sigmund Freud" war gut und erklärend und ein bisschen hab ich mich im Verdacht, doch Angst davor zu haben, dass irgendwas ziemlich früh in meinem Leben vorgefallen sein könnte, was mich bis heute zu dem gemacht hat, was ich nach aussen so schön zu überspielen verstehe.
Ich will mich da nicht entzaubern: Mein Talent der Schönheit, des schönen Sinnes und all die vielen Beschreibungen, die andere und ich über mich abgeben sind so schön wie liebenswert; es ist nur die Frage, ob die Dosierungen ungleich laut verteilt sind, um über das innere Wackelgestell mit meinem schwachen Selbswert hinwegzutäuschen. Und die mir immer wieder selbst und unerkannt die Wege verstellen, über die ich mich nicht richtig nachzudenken getraue. Wi schwul bin ich eigentlich? Kennen wir schon. Was will ich eigentlich? Kennen wir schon, aber wissen es nicht. Da kommt dann sowas wie Neuanfang ins Spiel der Überlegungen (schon wieder?), JESKOM (wackelwackel) und viele weitere Ideen, die keinen Schritt weit führen. Mann, meine Texte sind mein Leben.
Was ich sagen wollte, es geht mir etwas besser jetzt- allein durch Constanzes Zuwendung und FBs Telefonat mit mir. So schnell geht das. Da hab ich Angst vor. Müsste nur noch der Chef anrufen und sagen "Jesko, das ist vielleicht alles ein bisschen viel zur Zeit und du kommst garnicht zur Ruhe, um dich aufzurichten und gerade aufzustellen, weil du hier dauernd Feuer kriegst, und wir dein hohes Niveau nicht nur beibehalten, sondern gern oftmals noch ein bisschen mehr davon haben wollen, ohne dir zu sagen, wie sehr wir das und vor allem dich schätzen. Also leg dich hin, mach dich ruhig und mach dich heile. Kläre und finde deinen Weg. Meine Unterstützung hast du. Und dann, dann wird das auch wieder richtig gut."
Zack! Wumm! Wa? So siehts aus.
Na dann bis morgen zum Nachdost ;-)
Ganz krank
Jetzt in echt mit Krankenschein un Antibiotikum. Seit Samstag bei Mandy nach Abschluss der Tour. Wahrscheinlich hat sich mein Körper bis dahin aufrecht gehalten und das Level so lange gehalten, bis es fertig und nicht mehr zu ändern war. Und mich kotzt Polterpaule über mir an, der bis nachts halb 1 durch seine Bude trampelt und mich wahnsinnig macht, mich kotzt das Frühstücksgerammle unter mir halb sechs an, und dass ich beim Arzt (Heuer) fast 2 Stunden warten muss und dass ich im Puppenthetaer mit den besten Absichten zum Kurzgespräch fürs Pressegespräch beim Chef erneut wieder stark genervt von seinen verbalen Angriffen und seinen Unzufriedenheiten über den Verkauffstand La Notte bin. Und dass es mir wirklich schlecht geht und ich dennoch nicht zur Ruhe komme, damit für morgen alles stimmt. Und hab meine Steuererklärung und den Audioguide noch kotzender im Rücken. Und ich mich seit einer kleinen Ewigkeit zu nichts in der Lage fühle. Nichtmal zum Nachdenken über meine Situation, über mich, übers Wetter ...
Ja, aber Jesko, das weisst du doch alles erst nicht seit heute.
Ich möchte mal wissen, was hier los ist, verdammte Scheisse!
Nachtrag
Ich muss nochwas loswerden; jetzt, da ich mich seit einer Stunde nach der JESKOMclub-Tour wieder hier eingefunden und gefangen hab. Ich hab nach Checken meiner Mails und auch schon vorher das dringender werdende Gefühl, hier deutlich was unternehmen zu müssen. Mir entgleitet soviel zur Zeit. Vielleicht ist es auch nur eine lethargische Phase, aber es scheint mir eher wie eine Ohnmacht vor offensichtlich / theoretisch / erfahrungsgemäß lösbaren Aufgaben, die ich allerdings immer weniger imstande bin, zu lösen. Ob es Texte schreiben für die puppe.x (+++) und andere Aufgaben sind wie Steuerkram und insbesondere meine Gedanken / Vorstellungen sortieren für mein Leben - oder selbst die einfachsten strukturellen Angelegenheiten ... ich stehe an irgend einem Rand, den ich als bedrohlich empfinde und so nicht kenne. Da spielt auf jeden Fall das PT mit rein, weil das meine "Hauptangelegenheit" ist; es lastet ein scheinbar unglaublicher Druck auf mir in all dem, was es zu bedenken, zu tun, zu lassen, zu überlegen gilt.
Das ist jetzt sicherlich schwer zu beschreiben, nur hat alles was ich tue mit einer Form von Last zu tun, alles ist Aufwand und fühlt sich schwer und so intensiv an, als hätte ich jeden Tag ein ganzes riesiges Feld zu bestellen, damit ja nichts verloren geht. Und immer und immer wieder gesellt sich meine Frage dazu, ob das stimmt, ob ich das für mich zulassen kann: dass ich eben wirklich an einem Punkt angekommen sein soll, der wie ein Burn-out an der Grenze zum Aufgeben auf den Zusammenbruch wartet. Nicht umsonst reift meine Vorstellung davon, was ich vielleicht wirklich weg- und loslassen kann, damit mich jemand wie Dost oder so einfach mal für 4 Wochen wegschickt. Beispiel: Pressegespräch und Vorbereitung Hofspektakel ankurbeln und wenn dann alles anläuft .... tja, da hammers wieder: Immer warte ich auf einen Punkt, an dem es mir möglich erscheint, die Handbremse zu ziehen und dabei keinen im Stich zu lassen, nichts zu verpassen, nichts falsch zu machen. Babe, der wird NIE kommen.
Womöglich resultiert das jetzt aus dieser Woche und meinem Gefühl, immer ein bisschen nicht ganz dabei zu sein, mich nicht wirklich zu spüren und mich auf mich und damit auf meine unmittelbare Umgebung einlassen zu können.
Naja, es ist sehr spät und die Woche hängt mir in den Gliedern und in der Seele. Mittlerweile begreife ich es: Meine Kraft ist nicht grenzenlos, soviel weiss ich. Und das altbekannte Gefühl, mit etwas Mut und Aufrappeln es dennoch auf die Reihe bekommen zu haben, sagt mir, dass ich sowas zwar weiterhin kann- dass es nur besser und dringend an der Zeit ist, eine bessere Basis dafür zu schaffen! AKTION statt REAKTION. Ich hetze meinem schönen Leben hinterher. Und die Jahre bringt mir niemand zurück.
Kleiner trauriger Popstar
Vorhin noch in Apolda beim "Fisch" gefrühstückt, eben an der Elbe gesessen, gerade beim Stü gespielt und verabschiedet, 230 erschöpfte Kilometer und insgesamt eine jeskomclub Tour hinter uns, die sich anfühlte wie 1-2 Wochen. Weil soviel passiert ist, wir soviele neue Leute kennengelernt haben, offensichtlich eine ganze Menge weiterer Leute mit unserer Musik glücklich gemacht haben, weil es endlich mal weg von zuhause verbunden mit etwas Schönem, Eigenem bis genau eben war. Auch wenn das Puppenhaus nicht ganz raus dabei war, weil ich noch immer nacharbeiten muss ... aber ich war weg. Und nun bin ich wieder hier und will es so richtig garnicht sein. Spontane Wehmut nach "weissichnicht". Krieg fast das kleine Heulen. Das war anstrengend und ich fühle mich erschöpft und glücklich (?) Gerade vorhin in Dresden rückte das PT noch weiter von mir weg und ich hatte irgendeine Anwandlung von etwas Neuem, das ich beginnen würde nach einer tiefen Zeit der Besinnung und Ruhe, des Aufräumens und Saubermachens.
Kleiner trauriger Popstar hat sich wohl gefühlt, so unterwegs zu sein. Der Bus ist übrigens auch sehr in Ordnung ;-) So vertilge ich die zwei Kellerbiere vom freundich schwatzhaften Gerd aus Gera und denke, wie lange das her war, als wir dort unsere "Tour" begannen, bei der uns Hannes und Andrea überraschendereise anwesend unterstützten. Übrigens auch Danke Kubon- da war ein feiner Zug von dir, uns da zu helfen. Ich glaub, ich hatte sowas entweder lange nicht mehr oder grundsätzlich noch nie: Unterwegs zu sein, meine Lieder dabei zu singen, Erfolg zu haben, sogar bisschen Geld reinkriegen und beinahe alles zu geniessen.
Ankommen, schlafen gehen. Morgen bei Mandy machen wir unseren Tourabschluss und spielen nochmal - so wie jeden Abend :-)
Osterhusten
Sickhead. Donnerstag hatte es deutlich gepiekst im Hals und gestern, Freitag, gabs für mich nichts mehr zu tun, als rauch- und alkoholfrei mit heissen Tees und solch Zeugs auf Linderung zu hoffen. Heute nach Probe jeskom und Probe Mario Depeche der Gegenangriff seit eben. Ein Glas Wein und eine Zigarette. Na? Warum? Die Sucht? Die Suche nach was anderem als Tee und rumdösen? Zu allem anderen fehlt mir irgendwie noch ziemlich die Kraft. Und damit ist auch klar: keine Osterfeuer, kein Wegfahren, einfach nur tumb hier sitzen und zu nichts Lust verspüren. Das ist nicht schön und spiegelt dabei so'n bisschen meine Lage insgesamt wider. Da warten immer noch Audioguide und Steuer, die 100% Klärung der Tour- müsste Golzow noch anrufen und Stü und abklären, ob wir an den jeweiligen Orten früh genug da sein können, um unser Zeug unterzubringen. Dann die puppe.8 mit 3 fehlenden Seiten! und ein etwas mulmiges Gefühl wegen der Arbeitsberatung Dienstag 14:00 Uhr. Notlüge mit MDR einbauen? Ist genau das, was ich nie wollte. Uncool.
Okay, vielleicht leidet mein Antrieb auch wegen meines Gesundheitszustandes, aber im großen Ganzen ist es ja oft nicht viel anders.
Wie lange geht das jetzt eigentlich noch so? Hä? Warten auf Dost? Auf Anregung? Andere Sichtweisen? Das alles geht sowieso nicht so schnell. Im Ganzen betrachtet bin ich allerdings mittlerweile 41 mit so oft demselben unschönen Gefühl im Hinblick auf mein Leben. Der Sommer steht so gut wie vor der Tür, das frische Grün macht mir bereits Angst, weil es sich in Kürze ins satte "Frühling-vorbei-Grün" wandeln wird; als untrügliches Zeichen der erneuten und immer wieder kehrenden Vergänglichkeit und der weiterhin untrüglichen Gewissheit, dass dabei ne Menge ungenutzter, ungelebter Zeit ins Land zieht. Und an mir vorbei. Bis es dann irgendwann aus ist. Tolle Sichtweisen wa?
Sickhead spricht "Hough!" und zieht sich in seinen Wigwam zurück. Weiterhin lonely, lost und mit einer modifizierten Rendezvous Textzeile:
Ach ich bin so einsam und auch so alleine
Ich such' keine Freundin und finde mehr als eine.
Was ich auch versuche, immer gings daneben
Das ist doch kein Leben, für nen Mann wie mich.
Könnte bier stundenlang dummes Zeug labern. Naja, wollte mich mal gemeldet haben und freue mich gesund bitte auf die Tour. Eine Woche mal ganz was anderes. Und vor allem weg von hier.
dicker Hals und Ostern
"Ich hab sooo'n Hals" - als würde es von irgendetwas herrühren, hat sich mir über Nacht irgendwas in meinen Hals gesetzt, was sich über den Tag hinweg zu einem tiefen Aua entwickelt hat. Kein Krank, aber so'n Hals! Lungenentzündung. Kehlkopfkrebs. The End of Days. Wo gerade Midnight Choir mit Unsung Heroine im Hintergund laufen ... War gerade im BN und hab die letzte Show von 4dFonk gesehen. Waren ganz viele bekannte Gesichter. Die Band, Gören, Ronald, Katrin-Gudrun-Lesli, Christina, Oli, Stef, Franzi und Steffen, Zwiebel und sogar Tommy Groscheck und irgendwo auch Uli Halecker. Ich fand meine Hose und Schuhe doof und wie ich im Petrol-T-Shirt aussehe, mit hängender Brust und vorsichtshalber verschränkten Armen. Ich mach mir ganz unschön dolle Gedanken über meine Wirkung nach außen. Weiterhin. Bewusst.
In mir hetzen sich noch die letzten Tage (Wochen ++) im PT und meiner ganzen komprimierten Arbeitslast und im Hinterkopf bleiben die unschlagbaren Argumente bspw. bei der Schreibe für die puppe.8 "dafür hattest du doch genug Zeit, warum zögerst du das so lange raus?". Die sind nicht unschlagbar: ich bin voll mit enorm viel Grütze, die mich den ganzen Tag und die Nächte dazu daran wirklich intensiv arbeiten und knabbern lassen. Reaktion statt Aktion. Kenne ich bereits und hege Hoffnung für die Jeskomclub-Tour. Da bin ich dann wirklich weg und hoffe darauf, runterzukommen und meine Zeit für mich so nutzen und meine Gedanken und Gefühle behutsam laufen lassen zu können, dass sich mir ein bisschen mehr Horizont auftut. Zum Klarmachen, Wegschaffen, für mich eben.
Ich kann das heute irgendwie nicht gut aufschreiben, bin platt und fühle mich oll. Ostern steht mit dem genialsten Wetter seit Jahren vor der Tür als hätte das Wetter mit meinem Zustand zu tun. Weiss nicht, was ich tun kann. Freitag Audioguide endlich und richtig fertig machen, die Steuer gleich mit und dieses bekloppte Fahrtenbuch; die neue EST VA mit 1.300 € im Quartal begreifen oder egal sein lassen, die vorsorglichen Gedanken für meine PT Abwesenheit ordnen und dann den Strich und los zu ziehen: Dienstag bis Samstag.
Hab in den letzten Tagen ein etwas entspannteres Gefühl gehabt, weil es sich ein bisschen lichtet und ich weiterhin an mich glaube, dieses ganze Konstrukt / Projekt JESKO doch noch auf den Weg zu bringen, bin nur im Moment zu kaputt, es hier auf den Punkt zu bringen.
Kommt wieder! Bleiben Sie dran!
Gefühlsumschlagsplatz
Da hab ich also nun mit Winnie und zum Schluss allein das Banner an der Strandbar angeknüppert und mir zeithleich Gedanken darüber gemacht, warum ich mich so'n bisschen blöd / mies dabei fühle. Nunja, da sitzt der freundliche Strandbarbesitzer und redet mit ein paar Leuten, da sitzen Leute auf dem Rasen, lesen Bücher, sitzen zusammen und trinken was, spazieren irgendwo lang, radeln und rollern oder treffen sich. Und ich baue ein Banner an und hab das Gefühl, an allem vorbeizurauschen und das meiste von der ganzen Welt zu tun zu haben um dabei so unglücklich wie möglich zu sein.
Hatte großes Glück, auf dem Heimweg bei Wein-Micha ngehalte und mich dann doch zu einem kleinen Weisswein überreden lassen zu haben. Dann kam zum Glück auch noch Katrin und ich war heildroh, Simpsons und zuhause und Audioguide erstmal sein gelassen zu haben und draussen auf der Strasse mit Leuten die ich kenne und mag, bisschen Weisswein zu trinken und eine zu rauchen. Wie Katrin sagte: "Komme von der Arbeit, alles gut und jetzt noch so'n schönes Nachhausekommen." Und ich stehe wieder daneben und würde sowas auch so gerne sagen. Oder bin ich einfach nur temporär psychisch, emotional und sonstwie überlastet?
Ich fühl mich so rumgestoßen und gehetzt und schleppe weiterhin das Gefühl mit mir rum, alles und jeden zu bedienen, weil ich nicht Schwein oder skrupelloser oder taktischer sein kann / will und damit immer in der Erfüllungsbrigade Späße machend meinen mir aufgebundenen Job abzuleisten habe. Reaktion statt Aktion und gehetzt wie ein scheues Waldtier, das ständig Angst vor irgendetwas hat.
Das habe ich gerade sehr haargenau ausgedrückt und macht mich blödsinnig traurig.
die Last der Tage (Peripherie)
Meine Peripherie hier im Moment ist das PT. Was ich mir vorgenommen hab, ist nur mit sehr schwerer Mühe zu schaffen und ständig werde ich unterbrochen- sei es durch Michas Forderungen für Aussenwerbung, Aufhängung LaNotte Banner (muss gleich zum Petriförder) und Dinge, die ich irgendwie nicht endlich zu Ende bringe (puppe8 Interviews, Bild Gerhild und endlich mal MEINEN Plan für das was ich hier tue). Reaktion statt Aktion und zu Hause warten ein Audioguide und ein Steuerquartal darauf, dass ich es endlich fertig kriege.
Für diesen Tag zusammengefasst: Ich fühle mich sehr im Eimer mit ständigem Gewissen im Hinterkopf, der mich nicht vielleicht mal ausschlafen oder mich einfach bei Suse auf die Bank legen lässt. Das geht so nicht weiter und ich werde hier eine Handbremse ziehen- weil es seit Wochen das Selbe ist. Da kann ich mich diszipliniert anstellen wie ich will, der grüne Zweig scheint unerreichbar. Und ich will eine schöne JEKSOMclub Tour haben und nicht dauernd Querelen im Kopf haben, ob ich auch ja nichts vergessen hab hier ...
So, das muste jetzt raus.
Ansonsten gehts gut ja? Ja, gehts. Training ist cool, ich fühl mich gestrafft und schicker, draußen ist es purer Frühling, von dem ich mehr haben will. Das betrifft ganz und gar mich und meinen Jesko, den es zu befreien gilt.
guter Freitag
Ich weiss, ich sollte hier nicht reinschreiben, wennich ein bisschen BN bin. 2 Große, 2 Kleine und ich bin durch. Viel geredet. Mit Jörg- seiner After-Birthday Party, dann mit den Skystones ... Tausend Worte und ich bin jetzt heiser.
Der Tag war einer der erfreulichen Art. War heute also tatsächlich bei Dost. Wie verabredet. Allerdings wahnsinnig früh. 7:30 Uhr sollte ich da sein und meine Unterdruntermieter haben mich bereits kurz vor 6 daran erinnert. War ein gutes Gespräch, von dem ich anfangs mir vorstellte, es sollte eigentlich nur Klärung über meine Wahrnehmung der letzten beiden Sitzungen und die weiteren Verabredungen sein. Aber okay, wir habens gleich angegangen. Ich kläre das noch mit der Kasse, ob Überweisung oder Gutachten oder ... ach Blödsinn, das regele ich schon. Und dann gings gleich zur Sache: Meine Stats, okay, und die meiner Eltern und wie ich Mom und Dad (Simpsons?) Papa (1st) und Mama (2nd) beschreiben würde. Habs ihm nur so erzählen können, wie ich es ad hoc sehe. Brandenburg und so ...
Das will ich hier jetzt nicht vertiefen; will nur sagen, es ist mir nicht sonderlich schwer gefallen. Hab natürlich gleich wieder ein bisschen glänzen wollen, weil ich ja Freud und die Inhalte des Buches aus meinem Studium ein bisschen kenne. Nicht wirklich und richtig, aber ich wollte ein bischen zeigen, dass ich mit der Materie und mit MEINER Denkweise mittlerweile recht vertraut bin. Weil ich immer ehrlicher werde. Kurzum: Der beste Zeitpunkt, sein Angebot anzunehmen, wonach es allerdings in die Tiefe gehen wird. Darauf muss ich mich einstellen. Und er muss sich darauf einstellen, dass ich ihn schlecht verstehe. Jetzt weiss er auch genau, warum. Wir haben 4 Probetermine ausgemacht und ich darf sagen, dass ich mich tatsächlich gerne darauf einlasse. Vorbei die ganzen Vorbehalte, dass ich Psychologen hinters Licht führen kann und auch so der Typ bin, der das alles selbst meistern oder zumindest gut kaschieren kann. Gut so.
Dann PT und aufgrund der Müdigkeit sachte nachgelassen, so dass ich noch Sandy beim Umzug geholfen und dann mich nach Hause geradelt habe. Alles zusammen ziemlich schönes Gefühl. Wahrscheinlich da erneute "ich habs getan" Gefühl. Kannste mal sehen: angepackt und losgegangen. Kenne ich. Das böse alte Lied würde heissen: Und dann wieder sein gelassen. Und genau DAS ist der Punkt. Jetzt die richtige Stärke mir selbst gegenüber eingestehen und dranbleiben. Siehe Kowalski. Das ist zwar ein schwaches Beispiel gegenüber dem, was jetzt auf mich zukommt, aber im Grunde das gleiche Prinzip.
Hatte den ganzen Tag Lust auf Sex. War allein im Container und einige schöne verwirrte Gedanken, was das Konglomerat Matze und Frank anbetrifft. Aber naja. Das ist es: Mit beiden eine Sexvorstellung haut nicht ganz (nicht "ganz") hin, aber so kenne ich das: Wenn ich jemanden kennenlerne- und PT ist nunmal mein Mittelpunkt geworden, dann nähern sich diese Menschen mir auf die schöne. liebevollen, vertraute Weise, woraufhin ich mir irgendwas ausmale. Schönes Beispiel dafür, wie ich mir das vorstelle- mit Kennenlernen, mit Annäherung, mit Liebe.
Bin zuversichtlich, dass ich an diesem Wochenende meine beiden Hauptlaster: Audioguide und Steuer lösen und zu Ende bringen kann. Weil dann, ja? Dann kommt eine Vor-Oster-Woche, in der weder Frank noch Kempchen da ist und ich den Rest abarbeiten und alles weiter ordnen, zusammenschieben und endlich mal ganz in Ruhe für mich aufschreiben kann, was meine Arbeit im PT betrifft. Das ist DIE Chance. Die darauffolgende Woche gehen wir auf JESKOMclub Tour, die ich sachte auch vorbereiten möchte: Strassenmusik? Ronalds plötzlich abhanden gekommene Abneigung fürs Akkordeon ... die Zeit zwischen den Konzerten ...
Das geht so im Moment ganz gut. Nur jetzt nicht ausruhen wollen und fallen lassen. Dranbleiben und aus dieser guten Basis, die längst nicht stabil, aber aussichtsreicher ist als vorher, was Richitiges machen. Tja, jetzt liegts tatsächlich nur noch an mir.
P.S.: Kann sein, dass dieses Log hier demnächst irrsinnig lang wird in seinen Einträgen.
P.S.: Ja und? Ist das nicht das erklärte Ziel von GET REAL?
Smokers Fuck Club
Tischtennis. Promi. Diesmal Hasi. Es wird immer schöner. Danach ziemlich abgekämpft ins BN. Dabei hatte ich noch die frischen Gedanken des vorherigen Mittwochs, an dem der kleine GAU sich im PT zutrug. Seitdem ist tatsächlich nur eine Woche vergangen. Angefangen mit dem Buch von Katrin, mit den tausend Tränen und einer kleinen Erkenntnis, einer relativen Ruhe im PT, dem Mut , JETZT endlich bei Dost anzurufen, dranzubleiben als letzte Chance.
Und hier sitze ich an einem Donnerstag, der mich um 12 ins PT, daraufhin zum Training, etwas Web und gleich wieder hier nach Hause brachte und mich in eine angenehme Stimmung versetzt fühle. Es ist gut. Es gibt erstmals wieder frischen Fisch. Speziell nach einem guten Training. Gut war nach dem Tischtennis gestern auch die kleine Flasche Astra, für die ich hier 1,5 Stunden brauchte, weil es etwas Gras in der Zigarette gab. Und wie ziemlich oft schwirren die Gedanken mehrfach potenziert, allerdings halb so schlimm, wenn sie gleich wieder verschwinden. Der Rest besteht in eindeutigem Sex. Dabei hab ich mir die Frage experimentell gestellt, ob ich es eigentlich lieben würde, die Rolle des Unterdrückten, des "Genommenen", des Gefickten zu übernehmen. Darein spielte sogleich die Frage, dass der "Gefickte" (siehe Fick dich, das Leben fickt dich, Schlampe, Nutte ...) ja immer eine Form von "benutzt, unterworfen, ausgeliefert bis hin zu erniedrigt" bedeuten kann. Die Idee war schon sehr lustfördernd, woran mein Zustand sicher nicht unschuldig was. Klar, es tut weh und klar, ich war bekifft; aber die Vorstellung erschien mir dennoch durchaus akzeptabel. Prima. Wie weiter? Die Frage nach Warum? Ist zwar nicht so nötig, würde mich aber interessieren.
Manchmal glaube ich, mit einem offensichtlich direkteren, ehrlichen Blick auf mich selbst mir vorbehaltlos Fagen stellen zu können, die ich so bisher nicht gestellt habe. Kann sein, dass ich mit mir experimentiere und ich wie damals Uta nach während/nach ihrer Tiefenpsycho alles in Frage ob ihrer Grundsätzlichkeit stelle. Das möchte ich bitte lieber nicht, auch wenn ich mit einer Therapie (?) möglicherweise Gefahr dahin laufe. Ich möchte mich so ehrlich wie möglich spüren und wissen, dass das, was ich tue, für MICH und damit in Ordnung ist.
Dann kann ich auch gern mal der Gefickte sein. (Zyno-Macho!) Aber im Ernst: Diese meine ganze sexuelle Vorstellung findet nicht in einer anonymen Umgebung statt, auch wenn es sich oft so leichter denkt (Sauna und so). Aber ich kenne es doch: da könnte ich also nur bekifft reingehen und würde selbst dann noch große Skrupel haben. Mein Ziel ist eine Beziehung, die so funktioniert, dass wir uns gegenseitig ineinander fallen lassen können und soweit miteinander gehen, wie wir es wollen. In allem.
Tja, da spricht also einer tatsächlich von einer Beziehung? Einer Liebe? Kann es sein, dass ich mich mehr und mehr dazu bereit fühle? Weshalb ich auch immer öfter den Typen hinterherschaue? Offener Blick für erklärtes Ziel? Wao, das wünsche ich mir.
Cool, ich hab eben tatsächlich einen waschechten Wunsch geäussert. Das muss ich versuchen, mir nachzumachen!
Bestandsaufnahme
Es ist von allem alles passiert. ich weiss nicht, wann ich den letzte EIntrag gemacht hab und wie die Stimmung war. Und das ist auch gut für eine Beobachtung dessen, wie ich zwischen den Stimmungen schwanke. Es ist nämlich so, dass ich nach der kleinen )(?) Katastrophe bei Kempchen ziemlich getroffen von einerseits der Wirkung meines Zustandes und dessen Folgen für mich und meine Umgebung war und andererseits weiterhin wankelmütig und versucht habe, realistisch den Dingen ins Auge zu sehen. Premiere Odysseus war zwar gut und ich hab mich auch diesmal nicht so verloren gefühlt (was auch daran lag, dass Matze, Anne, Karo, Sandy, Ingo mit "draussen" waren) und mich dann aber an Freitag erinnernd (wieder 4 kleine BN Bier und zu Hause fast eine Flasche Wein- was immer noch nicht nach zuviel klingt, für mich allerdings sehr wohl zuviel scheint) nach Hause an diesen Mac hier mit einer Flache des guten Weines gesetzt habe, nicht ohne dann auch den Rest des Vorabends auszutrinken und den DOCH NICHT weggekippten Wodka in Form zweier Gläser versucht zu haben. Ich wurde einfach nicht betrunken genug und wollte es aber offensichtlich werden. Da komme mit, wer will. Gras rauchen wollte ich nicht und ich war erneut gefangen in einer Samstag Nacht ohne Antrieb und ohne weiteren Vorkommnisse, Ideen, Meinungen ... Anstatt wenigstens ins Bett zu gehen ...
Naja, so trippelte wieder alles dahin, bis der gestrige Momtag kam und ich versuchte, so gut es ging, abzuarbeiten. Immerhin habe ich Montag und Dienstag ein Gefühl von Vorwärts mitgenommen und dabei auch endlich die grosse Liste kleiner bekommen. So habe ich am Freitag früh 7:30 einen Dost Termin, die Krankenkasse angefragt und am kommenden Montag einen Komplett-Check bei Weimann und die große dicke To-do Liste ausgedünnt. War auch Montagskiesern. Und es sieht gut aus. Viel besser sogar. Heute habich auch wieder Fotos (im Hafen) gemacht, Wieland tut mir gut, bei FB hab ich ein bisschen Bedenken, dass ich jetzt in schwule Gespräche von Apollo-Sauna Berlin (unbedingt Sonntag Nachmittags) und "da hat man schnell ein Schwänzchen in der Hand" ... einbezogen werde. Das ist einerseits gut wegen der Einbeziehung / Kommunikation selbst grundsätzlich, andererseits aber sehr abstossend. Gefährlich?
Jedenfalls hab ich auch meine Casio wiedergefunden und die Sonne kam wieder raus, hab mit Conrad und Florian Feisel gesprochen (mit Freude) und so ein bisschen zieht mehr Freundlichkeit im PT ein. Vielleicht, weil Kempchen jetzt 2 Wochen wegen Leistenbruch nicht da ist. Jetzt heisst es für mich dranbleiben und durchziehen und mir meinen Plan einhalten, wonach ich für mich nach all den vielen Aufgaben eine klare Struktur bauen muss. Und auch den Audioguide und mein Steuerquartal einfach mal durchziehen und zu Ende bringen muss. Erst dann ist der Blick etwas freier.
Und das absolut wesentliche ist der abwesende Alkohol. Ich bleibe bei dem Grundsatz, genau zu wissen, ihn sein lassen zu müssen. Und erneut Angst, dass das Wochenende wieder absackt. Immerhin führen mich meine Wege erfreulich wie gesten mit dem Fahrrad zu meinen Eltern und dann zu Angelino mit einem grossen Eisbecher; dann Frank und Mona getroffen, zu Hause etwas Kleinkram und dann mit "Wer hat Angst vor SIgmund Freud" ins Bett. Das Buch ist gut. Bicht so gut ist Polterpaule über mir, der von 22 bis 0:30 Marathone bei sich läuft und mich vom Schlafen abhält. Das kann schwer ankotzen, wenn ich aus dem Schlaf aufwache und nicths machen kann. Macht bisschen müde am Morgen, den ich auch selbser ohne Wecker beginne. Schlafen is nich so doll zur Zeit.
Bestandsaufnahme von einem Dienstag während der Simpsons. Mit besserer Aussicht. Und immer n bisschen Angst vor dem, was ich anpacken möchte: Nämlich diesen kleinen, gefesselten Jesko in mir drin suchen, finden und ihn endlich befreien. Meinetwegen auch ohne Schreien, ohne Blut und Kotzen, aber frei!
wie schnell sich alles dreht
Dieser Monat droht das Buch hier zu sprengen. Ich muss es doch loswerden. Eine AG PR, in der ich ruhig und bestimmt meinen "Job" machte, ein bisschen Spaß, alles besprochen, alles gut. Auf Wiedersehen. Nach Haue, Klopse, Möhren und Kartoffeln. Dorschi ruft an und ich lasse mal meine ruhige Haltung fallen und werde so natürlich wie "immer". Mitten beim Essen ruft FB an und fragt nach Porstmann und Fotos Odysseus. Klar, Porstmann hab ich viel zu spät angerufen. Nun sitzt er allerdings im Krankenhaus. Ein Glück was? Meint das Schicksal es immer so so gut, um das Schlimmste abzuwenden? Neee, lass ma, her damit. Jedenfalls hab ich FB erzählt, wie es sich mit den Fotos verhält, was er gestern offensichtlich verdrängt hatte, dass ich das nicht mehr machen soll. Nun sitze ich zwischen allen Stühlen, weiss, dass meine Fotos gut sind, weiss, dass ich die auch "eigentlich" weitermachen aber auch besser bezahlt haben will, dass im Falle vonVicky Kühne Foto und sämtliche Grafik über Genese alles teurer wird, als mich etwas mehr zu bezahlen. Aber daran liegts ja nicht, ich bekomme ja meine eigentliche Arbeit nichtmal auf die Reihe- was nützen da mehr Geld oder Nebenaufträge?
Jedenfalls fühle ich mich seit dem Telefonat mit FB plötzlich wieder mies und zweifle ereneut ein bisschen. Wie schnell sich das alles drehen kann. Hab ihm jetzt aber eine (er)klärende Mail geschrieben und Sandy ins BCC gesetzt. Beim Abwaschen verhandle ich in Gedanken und stelle mir vor, wie Kempchen wegen "Foto raus" auch 200 monatlich abzieht. Wüsste nicht, wie ich reagieren soll und weiche beim Abwaschen derweil ab in eine schöne "Cowboy stirbt Aktion", wonach alle Matzes, Dorisses, Wielandes, Puppenexterne ... soooo traurig sind, dass ich tot bin.
Was für ein Dreck. Das war alles schonmal da, kommt immer wieder. Immer schlimmer? Es nützt nichts, ich muss mich mir stellen. Jetzt. Und wenigstens Dost anrufen und versuchen. Schon der 4. Tag ohne diesen kleinen Anruf was?
im Fluss
Es ist schön und ein bisschen merkwürdig zugleich, wie sehr mich das ganze Konstrukt hier angestachelt und bewegt hat. Mit beinaher emotionsloser Sicht auf die Dinge (nicht auf mich!) arbeite ich zügig die anstehenden Aufgaben ab und es geht tatsächlich voran. Das ist ein schönes Gefühl. Bei Kempchen lasse ich dennoch die ruhige zurückhaltende Art bestehen, was garnicht so sehr gespielt ist. Er war es- als Mensch gesehen, der mich zu meinem ganzen Wust noch weiter verunsichert und damit beinahe eher vergnatzt als vorwärts gebracht hat. Aber ich bin im Gespräch mit mir und stelle dabei fest, dass es ein gutes Gespräch ist. Ich wollte hier nie über meine Arbeit und (erkenntnismittlerweile) das, was ich für andere, also hier im PT tue, schreiben. Aber es gehört wohl dazu. Das ist die Peripherie meines Daseins, über die zu entscheiden habe, ob sie mir gut tut.
Wieland tut mir gut. und Matze. und Sandy. und sogar Frank (der böse Bulle?) Damit bin ich nicht ganz so allein, auch wenn sie mich mit ihrem Dasein auch nur ein bisschen begleiten können. Aber das reicht mir vorerst für ein bisschen Frieden, um bei mir zu bleiben.
Wieland Kaffee
Und Wieland macht mir einen Kaffee und ich setze mich in die Sonne und ich denke dabei darüber nach, ob das ganze Konstrukt mir nicht sogar zu Hilfe kommt, wen ich mich zu mir vortatse und versuche, so ehrlich wie möglich dabei zu werden und mich nicht auf "die anderen" orientiere. Je heftiger und schlimmer alles ist, umso deutlicher stellt sich mir meine ureigene Frage. Meint: Erst wenn alles so richtig am Boden ist, kann ich mich besser für einen Weg entscheide. Und dazu muss ich bereit sein und die bereits festgestellte wesentliche Grundlage selbst bilden: Finger weg vom Alkohol und dann vor allem Dranbleiben.
Dranbleiben bitte.
Personales Gespräch
Ich versuche es auf den Punkt zu bringen: Erneutes Personalgespräch mit FB und Sandy und Simone. Diesmal lauter, "in aller Schärfe" und ich befand mich aoft in der Überlegung, ob ich mich nun verteidigen oder es hinnehmen oder annehmen oder sonstwas soll. Es ist wie imer von jedem ein bisschen Wahrheit darin. Vorrangig will PT seine LaNotte verkauft wissen und Kempchen sieht die Medienwirksamkeit nach außen enorm schlecht. Für ihn zählt das JETZT und HIER. Auch nicht schlecht. Ich hingegen überlege die ganze Zeit, warum einiges- nee: Vieles davon wahr ist: Weil ich unsortiert bin, habs ja selbst schon zugegeben: weil ich mich von Moment zuu Moment hangele und dabei den Blick aufs Ganze verliere und heilfroh bin, halbwegs an alles gedacht zu haben. Das geht natürlich nicht gut auf Dauer.
Ich verknüpfe Erlebnisse intensiverer Art immer mit der Person bzw. Umgebung die es betraf und hab Angst, dass ich Kempchen diese harsche Art irgendwann vorwerfen werde. Er weiss zwar, wie es um mich steht, kann das aber in diesem Fall nicht berücksichtigen. Ich stehe in meinem persönlichen Kampf mit meinen Mauern und tief verankerten Ängsten zwischen Optimismus und Tod und habe weiterhin Angst, in diesen Phasen der schrittweisen Erkenntnisse dennoch aufzugeben und mein leben wenigstens friedlich zu beenden. Aua aua.
FB nimmt mich danach nochmal kurz mit und sagt mir ruhig, dass er das Treffen nicht anberaumt hat und dass er weiss, dass ich nun verletzt bin und bietet mir an, das DATEs zu übernehmen. Was unglaublich schnell und leicht ging. Bin ich ihm dankbar für und hege zeitgleich das Gefühl von "guter Bulle, blöser Bulle". Womöglich ist das ganze Konstrukt so gebaut, dass die Mitarbeuiter zum Spielball werden? Mein Argwohn ist immer dabei obwohl ich ihn nicht haben möchte un auch nicht immer dran glaube.
Der Abend mit Tischtennis und anschl. im Zobi mit Tobi (...) war gut aber durchsetzt mit dieser Aufgewühltlheit mit dem, was ich aus diesem Buch für mich herausgefunden habe. Dann stehe ich zum Schluss auf dem Balkon und stelle mir rauchend vor, wie ich das empfnde udn denke gleichzeitig daran, dass bei Jana noch Licht ist und sie mich jetzt bestimmt beobachtet. Und schon wieder richte ich meine Körperstellung danach aus, ertappe mich mehrmals dabei, lasse es wieder, mache es erneut, damit sie sieht, wie sehr ich zu kämpfen habe. Hat wohl alles damit zu tun, dass ich seit je her auf der Suche nach jemandem bin, dem ich nicht nur mich, sondern mein Herz voll und ganz öffnen kann. Ich schreie dauernd nach Aufmerksamkeit und Hilfe und Liebe.
Und im Moment versuche ich immer weiter in mich hineinzusehen und werde dieses Buch weiterhin zu Hilfe nehmen- nicht als Anleitung, sondern als Hilfestellung zur eigenen Annahme und zum Nachforschen in mir, damit ich das Buch nicht als Beispiel für "guck mal wie's mir geht" weitergebe, sondern es für mich begreife und erklären kann. Das Buch werde ich vorerst niemandem weitergeben oder empfehlen. Und ebenso schön war, wie Katrin dachte, vielleicht findet sie in ihrem Buchschrank was Schönes für mich, macht ihn auf und diese Buch fällt ihr von allein entgegen. Und sie wusste garnicht mehr, das sie das noch hatte. Wieder Zauberei - ich weiss - aber in diesem Moment ein angenehmes Gefühl.
Johannes
So ein Buch habe ich noch nie gelesen. "Johannes" heisst es und ich hab es von Katrin Maaß geschenkt bekommen. Es lag im Briefkasten und ich hatte es sachte angefangen zu lesen. Gestern dann vollständig. Und kurz vor dem Kapitel "Heimkehr" hatte ich so eine Ahnung- immer verbunden mit der ängstlichen Idee, es könnte ins mystische oder zu zauberhafte abdriften, zuviele Erklärungen und zu bedeutsamen Sprüchem kommen.
Kurzum, es hat mich völlig ausgehebelt. Ich hab noch nie so geheult beim Lesen von Buchzeilen und ich musste das Buch dazu sogar einmal wegfeuern, richtig wegschmeissen, weil ich es fast nicht aushalten konnte. Es hat mich in all dem, was mich schon so lange und unklar umtreibt so genau beschrieben, getroffen, erklärt. Auch wenn die Argumentationen der Figur "Klaus" von meiner Seite vielleicht ein bisschen anders waren, so haben die Antworten bzw. Entgegnungen sie dennoch vollständig widerlegt. Ich bin kein Spezialfall, soviel weiss ich jetzt. ( zudem: 48. Auflage!) Und es gibt keine Möglichkeit, Vergangenes für mich verantwortlich zu machen. Es sei denn, ich habe etwas Traumatisches in mir, dass ich so noch nicht begriffen /realisiert habe.
Am Ende gab es sogar "konkrete Handlungsanweisungen", bei denen ich ob derer Fülle bereits wieder Angst hatte, es könnte zuviel des Guten werden - jetzt wird es zerredet. Nein, wurde es nicht. Aber es war viel. Und es war richtig anstrengend, mich da durchzukämpfen. Jetzt weiss ich nicht genau, wie ich damit weitermache. Ich würds am liebsten nochmal lesen. Hab aber schon wieder Bedenken, dass ich mir nur konkrete Absätze raussuche, Eselsohren reinknicke, um es mir "für später" zu merken. So intensiv habe ich mich lange nicht mehr gespürt. Ich hab mitgemacht, als er sich seinem kleinen, eingesperrten ICH immer mehr näherte, das da kauerte und wimmerte und jammerte. Und die Begegnung wurde immer bedrohlicher. Wegen seiner Angst. Wegen der Wahrheit mit seiner Sicht nach drinnen. Und irgendwann war er so nah dran an seiner eigenen Angst und der Sicht auf sich selbst, dass er sich aufbäumte, schrie, schlug, weinte, kotzte ... alles zusammen. Und ich hab das genauso gespürt, genau dieses Verlangen danach, dass es mich regelrecht weggefetzt hat. Danach zog er sich aus und wusch sich im See, liess sich nackt ins Gras fallen und spürte sich. Jetzt weiss ich, was meine Intentionen bei solchen meinen Aktionen sind. Ich das Ergebnis dessen spüren, was ich noch garnicht angefangen habe. Bin ich dadurch jetzt ein bisschen näher an mich rangerückt? Muss ich dieses Teufelsbuch nochmal lesen und die vielen großen Wahrheiten wirklich begreifen? Das Buch ist lieb zu mir, in dem es meint, dass ich nicht alles für mich aufnehmen muss; manches bleibt liegen. Nur den Kern des Ganzen, meinen Kern, gilt es für mich endlich zu ergründen um rauszufinden, was ich will und es dann auch zu tun. Das geht bis ins Loslassen von allem, was ich mir immer gern so für die Ewigkeit und deren Erinnerungen daran aufspare. (Ich gehe jetzt auch nochmal raus auf den Balkon rauchen und schaue mir mich verabschiedend den jetzt freigelassenen dort stehenden Kümmer-Fikus an, den ich mit Kerstin Anfang der 90er hinterm Kinderkaufhaus geklaut habe. Auch wenn ich solche mystischen Vorstellungen aus Angst vor Nichterfüllung nicht recht mag, so würde es mich dennoch nicht wundern, wenn er jetzt plötzlich aufblühen sollte.)
Und ich werde zu Dost gehen und möchte ihm sagen, wie ich das alles empfunden habe, was meine Fragen sind und wann ich Termine bekommen kann.
Danke Katrin. Ganz großen Dank dafür.
Schmeiss die Scheisse weg!
Bevor ich verrückt werde, bevor ich vom Balkon springe, bevor ich mich einweisen lasse, bevor sich der Wodka von gestern abbaut und morgen alles hoffentlich leichter wird: SCHMEISS DIE SCHEISSE WEG. Das meint den Alkohol. Dauert nicht lange und es schleicht sich mein "geht schon, musst nurn bisschen aufpassen" ein. Geht offensichtlich nicht. Ich hab immer das RiedlBernd Bild vor mir, wie er da am Boden liegt und sich windet und fast bei drauf geht; die Augen quellen hervor, er schreit, er stöhnt und zuckt. Und in dem Moment stirbt ganz sicher was in ihm. Ich fühle mich so oft so dermaßen kurz davor, da fehlt nur ein Millimeter. Oder Milliliter. Das ist vollständige große Riesengrütze und vielleicht muss ich noch eins oben draufsetzen und dann so gut es geht losgehen in eine Notaufnahme und sagen: Nehmt mich oder gebt mir was, damits ein Ende hat.
Alkohol muss raus aus mir. Sofort. Das ist die Basis. Sonst geht garnichts.
Telefoniere mit Dost, mache einen Termin, frag nach wegen Hilfestellung und mache Termine für die Probesitzungen
mehr nicht. Mach das erstmal.
der letzte dost - verschwunden?
Das macht mich stutzig: ich dachte, ich hätte am 16. März gleich nach Dost alles hier aufgeschrieben, inklusive der mir angebotenen Möglichkeiten und dem, was mich dabei beschäftigt / wie ich das empfunden hatte. Das muss dann ja nach der Dienstberatung gewesen sein, zu der ich etwas später stiess. Oder hab ichs nur auf einen Zettel geschrieben? Ich weiss es nicht richtig, wundere mich aber ein bisschen.
Ich fahre heute Nachmittag zu Anke und glaube, bei soviel Sonne, Eis und Anke ist das das ichtigste für heute. Und auf der Rückfahrt in Burg bei Carsten vorbei? Genau JETZT schriebt er SMS, dass er mich gerne wieder sehen möchte. Nach seiner 6-Wochen-Reha. Verdammt nur leider, dass ich ihn nicht liebe und ich ausser dem Sex, der somit auch mehr zweckmäßig als ... ach naja, daran merk ich's doch schon. Mistkram. Ich darf mir ruhig zugestehen, nicht der Masse der Spontansextanten (haha!) anzugehören, die jederzeit und überall. "Es muss aus Liebe sein".
Mama hat hier gestern alles umgetopft und ich war vom Kubonschen Vorabend immer noch so fix und alle. Sandy und Mario hatten sich hier eingenistet und ich hab höflich biertrtinkend im BN verharrt, bis ich dann aber doch los musste. Und dann haben wir hier gequatscht, bisschen gesungen, bisschen gekuschelt. Da hatte ich kurz an einsam, zweisam, dreisam gedacht. Aber so ist das, wenn man betrunken ist. Heute bin ich's nicht und das macht mich wundersam froh. Deshalb kann ich ja auch losfahren.
Und dass ich die Dost-Abteilung entweder nicht geschriebenm gelöscht oder nicht gespeichert habe, hat wie alles andere auch seinen vertrackten Sinn, wenns darum geht, nicht das zu besehen, was hinten liegt, sondern nochmal hinzugehen und Klarheit schaffen und dann einfach starten so gut und bald wie es geht.
Niemand hat behauptet, das Leben seie leicht. Und es behautptet auch niemand, dass ich es leben muss. Wenn nicht immer diese blöden Sonnenstrahlen und lichten Momente darin wären, die sich so gut anfühlen ... Mein Lieblings Sinnbild ist das der Kreise, die beim Laufen in der selben Position immer tiefer werden. Aus denen ich immer schwerer herauskomme und in die das Licht auch immer weniger hineingelangt.
Kreis Lauf
Kriege keine richtige Schreibe zusammen. Komprimierter Wust im Kopf. Gestern schon probiert und sein lassen. Versuchs einfach nochmal. Es ist jetzt der 1. April und ich schicke mich selbst in den April. Wenns geht, ohne schlechten Witz.
Zusammenfassung:
Gespräch beim PT Chef MIT Personalrat Sandy. Das war wie ein Gang zum Schafott. Frage war: Ob ich mich im PT überlastet fühle und glaube, das alles nicht mehr hinzubekommen. 1. Antwort: nein. Im Laufe des Gespräches: 2: in meinem persönlichen Zustand und meiner stark komprimierten Umgebung: ja! War alles halb so wild- im Gegenteil: Vorschlag bekommen, wenn ich möchte, einfach mal einen Monatsplan aufstellen und gucken, was dabei und zusätzlich passiert und wie sich die Dinge so ergeben, regeln oder mich überfordern. Danach wieder alles weit schöner als zuvor. Hab ihm auch gesgat, dass so eine Vorstellung, MIT Personalrat ein Gespräch zu führen, wie eine böse Überraschung klingt. "Pack deine Sachen". Hätte ich in meinem Zustand bei böser Ansprache allerdings auch gemacht. Glück gehabt?
Zustand: Nach den Gesprächen mit Dost irgendwie ausgerückt und wahrscheinlich unklar und ängstlich erstmal Zeit verstreichen lassen. Anke bemühen? Wenn ich mal wieder klar im Kopf bin (!). Dauert, wa? Suse sagte mir heute nach endlich wieder Massage: "ist ganz gut, wenn er dich reden lässt und kaum was entgegnet und dir auch keine Kurzeinschätzung gibt. Dann wäre das wieder eine Begutachtung von aussen und eine Anweisung, was du machen solltest." Stimmt schon, allerdings würde ich einen kleinen Wink / Hinweis ganz gut gebrauchen können. Nochmal Suse: Stellt sich vor mich hin und sagt: "So, da stehste nu genau so und kommst nicht klar und findest alles Scheisse und der Lebensmut wird immer ängstlicher. Dann kommen Frühling und neuer Mut, dann gehste los - allerdings im Kreis (sie geht im Kreis) und landest nach ein paar Haltestellen genau wieder da. (siehe Ronalds Aussage: Trinkste 6 Wochen keinen Alkohol, versuchst, dich auf die Reihe zu kriegen und alles geht wie immer von vorne bzw. nach hinten los) Problem dabei (Suse:): Deine Kreis-Wege sind immer die selben und durch diesen Kreislauf vertiefen sich deine Spuren, dein immerwährender selber Weg. Da läufste immer weiter, immer tiefer drin rum und kommst nicht raus. Bis zu den Knien mags ja noch gehen, aber du stehst mindestens bis zur Hüfte drin. Da rauszuspringen wird immer schwieriger." WAO! Genau so kenne ich das: Immer wieder der erneute Anlauf. Wenns aber ebenso immer wieder auf das selbe Resultat hinausläuft, wird der Antrieb mittels Frühling und Idee von Neubeginn immer weniger, schwächer, aussichtsloser. Irgendwann machts dann garnix mehr. Dann wirds Zeit für den Sprung vom Balkon.
Zustand: Gestern nach dem Tischtennis im BN mit Katrin auf Anfrage einen plötzlichen Erklärungsfluss gehabt. Also nicht Erklärung, sondern Darlegung. Mich. Das ging gut, obwohl ich schon nach 2 Bieren redens- und denkensmüde war. Und sie hört mir so gut zu und fragt vor allem immer mal nach. Hab mich wohl dabei gefühlt. Das alte Lied: Sie hat mich auch immer als den lebenslustigen, den Springingsfeld ... gesehen, der mit seiner Welt klarkommt, tolle Lieder schreibt und sein Ding macht. Und dann sowas. Weiss nicht, wie ich das erklären kann: indem ich mir wohlgesonnen Leuten mein Innerste rausplautze, gehts mir damit besser, weil die anderen eben etwas genauer über mich Bescheid wissen und mir irgendwie zur Seite stehen. Und ich vor denen dannn nicht mehr irgendwas "Tolles" darstellen muss. Und prompt lag heute ein Buch von ihr in meinem Briefkasten. "Johannes" heisst es und liest sich ziemlich treffsicher, was ihre Erkenntnis über mich betrifft. (Es hat sich übrigens rausgestellt, dass die Leute, denen ich über mich erzählen kann, auch immer irgendwie die 'richtigen' sind.)
Zustand: Gestern wars etwas Hasseröder viel und die letzten beiden Krümel Gras von Inga haben mir ein so wohliges rauschiges sexuelles Gefühl verschafft, dass ich es hinbekommen habe, ohne Vorbehalte und Nachdenken mich mir selbst hinzugeben. Das war ganz sehr sehr: JA! Und ins Bett gegangen gucke ich in den Spiegel und sage mir: Hey- der Typ sieht schnuckelig aus, warum liegt der da alleine? ... denke noch weiter über solche und in diesem Zustand absolut logischen Sachen nach, vergesse es sofort, versuche mich dran zu erinnern, !fail. Eine Art Vollrausch, der mich bis um 11 hat schlafen lassen. Aber das war okay.
Scheiss Drogenkram, aber so habichs wenigstens gemerkt, wie das sein könnte, wenn ich das auch im normalen Zustand eingestehen kann. Das meint hier nicht nur den Sex- das meint schwul schwul schwule Liebe! Das Einlassen darauf. Aber bitte in echt. Merke schon, wie ich hier schreibe: zynisches dreifachschwul. Da passt der nächste >
Zustand: Katrin: in unserem Gespräch: ihre Fragen an Jesko (alle Antworten mit JA)
Gesellschaft eher meidend wegen Unwohlsein darin?
Unwohlsein wegen Erfüllungs-Muss meiner Glory-Funktions-Darstellung nach aussen?
das strengt auf die Dauer nämlich sehr an.
starkes Harmoniebedürfnis; lieber Anpassen um geliebt zu werden? Bloß keinen verletzen oder aus der Reihe tanzen?
und meine extrem langsam zugestandene Homosexualität spielt dabei eine deutliche Rolle?
(hab ihr ausserdem erzählt, wie das war, wie ich (Schule) immer die anderen Typen als groß und cool empfunden habe und mich dem angepasst und bspw. vom Schlager zu Heavy Metal gewechselt habe ... und derlei Sachen ... )
Zustand Alkohol: "Wieviel darf ich jetzt noch trinken, damit ich morgen meine 'Aufgaben' noch erfüllen kann?" Lieblingszitat aus dem Buch von Katrin (Johannes): "Du hast immer nur reagiert, statt zu agieren, du hast nicht gelebt, du wurdest gelebt."
Zustand heute / Tag: Hatte bisschen Angst wegen Nachhaltigkeit von Alkohol und Drogen, es aber hinbekommen, irgendwie und mit "los jetze" zum PT zu fahren um mit Winnie meine Fahrradkette zu spannen (Junge, du kannst mit Werkzeug gut umgehen...) , meinen Bus zu Norbert zu bringen, Steuerberater das FA Schreiben in den Kasten zu werfen, sogar zum Kieser zu gehen, am Fahrradladen neue Bremsklötzer gekauft, Suse ... ich habs immerhin geschafft, außerhalb der Denke über PT und Festival-Web und tausend anstehende Dinge das alles sein zu lassen und mich mir selbst zu überlassen. Und jetzt denke ich gerade: Wär prima, das beizubehalten; wenn ich morgen bei meinen Eltern, mit Ronald und dem Hannovertypen, mit Mario bei Kubon, einer nicht zu alkoholisierten Nacht, einem produktiven Samstag mit Audioguide und Steuerkram, einem Sonntag in Leipzig und einem Montag in LKJ und Haare schön mit Jane bei mir ... das alles genau so auf die Reihe kriege, mich ein bisschen beruhige und dann wenigstens den üblichen, restlichen Frühlingsmut und den aufkommenden Aktionismus so gut nutze, um aus diesem Kreislauf rauszukommen.
Babe, das wird harte Arbeit. Aber nur, wenn ich dranbleibe. (same procedure) Klingt nach Mut, wa? Ansonsten bedarf es nur noch der kleinen allerletzten Anstrengung, die ich aus irgendwelchen Gründen einfach nicht hinbekomme. Also liebe ich mich doch genug? Will doch nicht sterben? Oder?
April April, der weiss nicht was er will?
Gute Nacht, Herr Aprilesko.
Constanze
Constanze hat mir heute zur Wille Känina Show ein Geschenk mitgebracht: Ein Stullenbrett, dass satt Knäcke für Schokolade plädiert, Glasmurmeln und Würfel und natürlich Schokolade.. Das war ein kleines, kurzes und gutes Gespräch. Und hernach kam der Facebook Eintrag, den ich hier nochmal ablichten möchte, weil er interessant ist:
Constanze:
Text zum Text ... >>> hoffe, das gibt jetzt nicht wieder ne Riesenaufregung. Leider liess sich das Video nicht als Nachricht schicken und ich finde es einfach sehenswert. Sicher ein krasser Mensch, der Tabu- Gedanken gern auf den Punkt bringt mit Worten , mit Musik und mit Bildern. Hat selbst mit dem Sensenmann schon persönlich verhandelt und wurde zurückgeschickt. Möglich, dass im Songtext O- Ton enthalten ist. :-):-)Also fern jeder Vermutung, dass Du ihn aktuell nötig hättest, dieser Text für Dich, vor allem , weil er viele Gedanken enthält, die wir bereits getauscht haben, nur eben auf den Punkt gebracht.Armin selbst hat mich sehr erinnert an Dich in seiner ganzen explosiven Mischung aus Liebessehnsucht und Weltenscheu.... aus riesengrosser Wahrnehmungsfähigkeit und folgerichtigem Gefühlsstau....Hat mich gefreut heut der ganze Jesko. Und hab mich gefreut, dass Du Dich gefreut hast, weil ich mich schon die ganze Woche gefreut hab, Dir das da mitzubringen :-):-) Soooo viel Freude, wa ? Schön, dass es Dich gibt und dass ich Dich kenne. Hatte heute irgendwie das Gefühl, dass wir übern Berg sind : Du und ich und Du-und-ich. Bin müde. Muss schlafen . Schlaf Du auch gut, nachher dann, irgendwann....Jesko:
Danke für die Kugeln mit Durchsicht, für die Würfel mit der 42, für die Schokolade und das Anti-Knäckebrot. Und dazu für deinen Text und dieses Video. "Liebessehnsucht und Weltenscheu" ... "Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlsstau" treffen es ebenso auf den Punkt wie die ganzen guten und richtigen "Treffer" im Video.
Das ist sehr schön, macht dabei erneut deutlich, dass solche feinen Worte gut verpackt offensichtlich eine Menge Leute betreffen. Dieses überall und immer wiederkehrende Moment so eines Verständnisses und Wissens um die Dinge und jener Worte ist allerdings nur der Überbau, die Verdeutlichung dessen, was wir alle mögen, sehnen und bereits wissen. Es gibt aber keine konkrete Handlungsanweisung.
Vielleicht einen mir neulich gebrachten Hinweis eines Psychologen: "Man kann einen Feind nicht in Abwesenheit bekämpfen". Den in Kopf, Bauch, Seele. Da nützt es nicht viel, sich in die Sonne zu setzen, nicht kapitulieren zu wollen, nachzudenken, sich an Blumen oder sonstwas erfreuen zu wollen, es erneut zu versuchen, zu wissen, dass du Kraft und Willen zum Leben, dass du Freunde hast ... usw. Das ist gut, oder klingt gut. Aber was hat zu dem geführt, was es jetzt geworden ist und was es offensichtlich so schwer macht, es genau so zu tun?
Merkste bestimmt schon, ich arbeite dran :-)
Wollte nur nochmal DANKE sagen.
keine Meldung
Und alles wiederholt sich, wenn ich darüber nachdenke, was hier mit mir passiert. Auf den Punkt kann ich es nicht bringen, dafür hat sich wohl zuviel angesammelt in all den Jahren. Der Status Quo spricht aus mir als randvoller Schwamm, der es nicht schafft, auch wenigstens "nur" das PT ordentlich hinzubekommen. Selbst da fällt mir vieles immer wieder seltsm schwer. Muskelschwund und Gehirnkater, Demenz, Sklerose ... naja, dieser EIntrag hier geht gegen Null. Ich fühle mich traurig und könnte wahrscheinlich tausende Romane schreiben. Die erübrigen sich aber irgendwie ins Belanglose, in die stete Wiederholung der Beschreibungen. Ich bin platt und schwach. Das bringt es am ehesten auf den Punkt. Dem Motor mangelts nicht am Benzin, eher am Öl.
So, Schluss hier. Is Quatsch. Midnight Choir.
fertig & futsch
Das war Anstrengung. Viel Arbeit. Puppentheater. Hat mich inklusive der kleinen merkwürdig aufmunternden Sideshows vom Micha-Chef wahrscheinlich gut abgelenkt von dieser verkackten Traurigkeit. Vielleicht ist das auch wie eine kleine Pause vom Traurigsein- ich hatte soviel um die Ohren und hab das ganze Konstrukt Betrieb PT und Pressegespräch in mancherlei Dingen im letzten Moment geschafft oder gerade so noch bemerkt und dann doch noch hinbekommen.
Wie dem auch sei- ich kann da eh' nicht mehr sauber hier reinschreiben, weil: mit Matze und Anne haben wir eine kleine Fotosesssion heute gemacht und dabei etwas Wein getrunken. Das war cool; allerdings bin ich dabei hängengeblieben und bin jetzt einigermaßen Panne mit weiterem Wein. Nein- oder doch ... ? Matze war neben Wieland und Frank mein erster Bezugspunkt im PT. Das ist komisch. Nee, muss ich später drüber nachdenken und schreiben.
Shorts:
Wieland war da, nicht wirklich mit ihm sprechen können, ihm gesagt, dass ich mich sehr auf ihn freue (und insgeheim dachte: ich brauche dich auch! Thema: Alternder Schwuler, der mit dem Leben nichts merh gemein hat)
VDTC / Fraunhofer. Drei Begegnungen. Herr Marisch: hat superschöne braune Augen trotz Schlips und wichtig. Magdeburger Sonntag (Name vergessen, siehe Einladerliste) ist freundlich und sehr männlich und trägt den Ohrring am rechten Ohr. Ist das bezeichnend oder was jetze? "Suppenkaspar"- Catering hatte einen Mitarbeiter dabei, der höchstschwul aussah. Und ich bestellte ihm einen schönen Gruß per Mail wegen der Rechnung. Dabei war das garnicht mein Typ.
Mario sieht sich (allerdings unschwul) in der Lage wie ich neulich. Seine Neuigkeiten: Constanze Krüger. Sie war bei ihm per Wenzel in Leipzig. Und ich hatte ihn noch "gewarnt" ... :-) /// Geburtstagparty Jesko: Sandy. Die sich gerade von Oli Wendenkampf trennt, ziemlich in Nöten und im Argen ist, aber dennoch recht fix umswitcht nach neuen Aussichten Ausschau hält. Und das erstaunlich schnell. /// Zusammengefasst: Bisschen die gleiche Symptomatik und für ihn (wie damals für mich) ziemlich schön, sich so umworben und geliebt zu sehen. Kennich. Hättich nur gern "anders"
PT: Mahatma ist wieder mehr da, Wolfgang etwas weniger auch. Wieder die olle Leier: Über sowas wollte ich nie nachdenken. Dazu die Tobi-Insider. Och Menno, muss das alles so sein? Was wurde nach 2009 mit meinen Vorstellungen über ein gemeinsames Theater, in dem sich alle wiederfinden und bestätigt fühlen und gute Arbeit / Ideen tun /machen. War wohl ein bisschen mein Wunschdenken von einer kleinen Welt, die gemeinsam "heile" werden kann. Hab ich das schon aufgegeben?
Was bei dem Ganzen ein bisschen abdriftet, ist die Beschäftigung mit mir selbst. Klar, da kommt der Frühling, da ist viel Arbeit und so. Aber es ist schwer merkwürdig: Ich labile zwischen dem ganzen Kram hin und her und komme nur schwr weiter.
Ich muss mit Anke reden, wie ich das weitermachen kann. Habe hier das empfohlene Buch "Wer hat Angst vor Sigund Freud" zu liegen und weiss noch nichtmal so richtig, wann ich das lese; was denn nun Mister Dost von mir hält oder wie er mich beschreibt ... oder irgendwas, damit ich überhaupt mal was von mir weiss. Ich kenn' das doch: Wenn mir so ein Mensch irgendwas Schlaues oder Plausibles und sagt, glaub ich das sofort und mache das (siehe Abi-Mathe: Kowalski). Jedoch war das deutlich, weil es ein einfaches Ziel gab: Die Prüfung zu bestehen. Wao, weil das so einfach und deutlich war. Ich hasse mittlerweile solche schwammigen schmierigen Schönheitsbefindlichkeiten - ebenso solche Aktionen wie die Super-Privat-Ärztin Kalnassy-Eggeling mit schwer zu bekommenden Terminen, nach deren meiner Besuche alles immer so "irgendwie" schön und deutlich plausibel und Stück weit richtig klingt und ich nach ihrer Behandlung noch mehr Schmerzen habe als vorher.
Oh, jetzt hab ich mich doch noch ganz schon gehen lassen. Und bin sternhagelrot. Inklusive tausender solchen Weines.
Sandy og Richard
Russisch Roulette. 8 Löcher. Eine Kugel. 12,5%. Kein Dope, keine Kneipen, Meditieren ist schrecklich, an Jesus glaub ich nicht. Irgendwas muss ich doch auch tun dürfen. Und das hier ist mein Ding. ((m)eine Richard-Sicht / Auszüge)
"Du kannst nicht für den Rest deines Lebens mit einem Mühlstein um den Hals rumlaufen. Das wäre nicht richtig."
"... du bist das doch, der alle seine Sorgen mit sich herumschleppen will. Du bist doch nur glücklich, wenn du unglücklich sein kannst."
"Ich bin das doch nicht. Sondern meine Lieder. Mir gehts gut."
"Du hättest jetzt tot sein können. Du wolltest einfach sterben. Es geht dir überhaupt nicht gut."
"Ich war verzweifelt, jetzt bin ich damit fertig."
"Ist das a-moll?"
"E ... Und wenn ich dir jetzt sage, dass ich dich liebe, und wenn wir dann ein Paar werden würden und zusammenzögen und heiraten und Kinder bekämen, dann würdest du mich am Ende hassen und ich würde dich im Stich lassen."
"Wieso denn?"
"Das würdest du eben. Und ich auch. Das weiss ich."
"Dazu hättest du aber keinen Grund."
"Aber ich würde es trotzdem. Und das wäre das Ende der Musik."
Ich hätte gern weniger Fragen, ich hätte die wenigen übrigen gern besser formuliert, ich hätte gern aus Müssen Wollen gemacht, ich hätte gern Freude am beginnenden Morgen, ich möchte nicht so viel heulen müssen, ich möchte ausschlafen, ich hätte gern gewusst, was ich hier soll.
nach dem Vollmond
Der grösste Vollmond seit 20 Jahren, das lange Gesicht nach 41 Jahren, die gute Party mit vielen Getränken und Geschenken. Zum Freuen und dran denken. Wann kommt denn endlich der Prinz mit seinem Scheiss Gaul? Alle auf meiner Seite. Durch die Nacht. Anke, Ronald, Christina nicht da. Auch keine Berliner. Sollte eine kleine Party werden. Es wurde eine größere, längere. Sandy findet Mario gut. Sekt und Rotwein passen nicht zueinander. Bluesjackets haben viel Fimmaterial. Drei Stunden Hitparade sind auch lustig. Sonntag viele Anrufe. Das erste Mal gewählt. Sven Haller. Weil der schuwl ist und üss aussieht. Alles Quatsch. Trotzdem also FDP und Freie Wähler. und keine Ulrichkirche. Super. So, das war ein Wochenende an dem ich nicht gestorben bin. Ich entnehme der Schreibweise hier eine leichte weiterhinwährende Ermattung. Rauch- und Alkoholfrei war mein Geburtstag. Tja, das Alter.
Wer hatten alles angerufen oder SMS geschrieben? Tob (!) Na? Was wird das? Steinheid, Ines, Mandy, Köhli, Nicole Schmiedecke, Guido K., Axel Schneider war der erste SMS-Man, Inga, Micha Cohnert, Käse, Katrin Herzberg, Rene unsd Karina, Anke, Michel, Marek ...
Und wie jetzt weiter? Ich will mit Anke reden, Angst vor Freud lesen und dieses Wetter hier nach diesem Vollmond geniessen. Froh sein. Stolz sein. Weitermachen wollen. Sowas.
18.
Ich könnte mir mal abgewöhnen, danach zu schielen, wieviele Einträge ich in welchen Monaten gemacht habe ...
17.
... um evtl. davon ablesen zu können ...
16.
... wie intensiv ich mit mir ins "Gericht" gehe und schön viel aufschreibe.
15.
Das ist nämlich Quatsch.
geschafft und gebessert
Wie funktioniert das bei mir mit meiner schnellen Zwischendurch-Selbstrettung eigentlich immer? Was wars? Donnerstag viel und traurig geschafft, Freitag viel und gut und weniger traurig geschafft. Und ich will ja ehrlich bleiben und nicht dauernd (besser garnicht!) den sterbenden Cowboy hinlegen. Der wird nämlich schnell unglaubwürdig, wenn sich an meiner Situation nach aussen hin offensichtlich nichts ändert. Oder ist das jetzt ein Trugschluss? Weil sich die Basis all dessen, was mich "unten" verweilen lässt, die selbe bleibt, ich mich aber immer mit einem gewissen Selbstschutz wie Münchhausen aus dem Sumpf ziehe, um zu überleben? Das ist eine eingebaute Überlebensstrategie oder? Was wars? Hab mit FB die LaNotte Fotos bestimmt, die "Früher war mehr Puppe" Karte pünktlich fertig bekommen und war dann bei einem sonst so unbeliebten verhandlungstermin bei der Volksstimme. Ich bin da ziemlich erfreut rausgegangen. Weil ich fürs PT diesmal nicht so ein gefühlter SPielball des mächtigen Volksstimme-Schüllers war und mir der Andreas Heimel recht sympatisch war. Ende von Lied: Ich habe mit offenen Karten Tacheles geredet und wir haben uns angenähert. Auch wenn mir solche Verhandlungen über Geld nicht so sehr liegen, habe ich offensichtlich und mal wieder mit meiner Art das Gespräch angenehm machen können und den Eindruck hinterlassen: da weiss einer was er will und ist trotzdem locker und freundlich. (Komisch, wa? Und hat erreicht, was er beabsichtigte) Ja, so kann ich also tatsächlich sein. Hab mir danach ein Training gegönnt und bin herrlich geschafft ins PT zurück. Hatten zwischendurch noch "Ayoo" mit Suse und Nis und Tim geprobt, mit Mahatma die Zeichnungen besprochen und ich hab die Tango-Scherenschnitte cool gebaut ... und das ganze Tagwerk war ... war gut! Mom die Töpfe für die Suppe gebracht, Wein gekauft (schmeckt übrigens!) und zu Hause die Küche klargemacht und mit Tob und dem Elbkind Carsten gechattet. Oh- und Michel. Warum vergesse ich den dauernd? (anderes Thema)
Jetzt bin ich geschafft und merke nicht nur daran, dass ich wieder Blödsinn vor den Spiegeln treibe und zu Eels abhotte, dass es erstmal okay ist. Hab mich ein bisschen retten können. Weil ich offensichtlich die stete Trauer nicht mag. Hab ich daas jetzt absichtlich umgebaut oder ist mir das mit meinen Aufgaben zugeflogen? Bisschen beides. Oder bin ich nicht unten genug am Boden? Oder kommt ein Stück aufgerafftes Selbst- und Gutgemacht und macht erstmal alles wieder etwas besser? Beim Küchenaufräumen mit Tob gechattet und das fixe Angebot, dass wir uns sehen, erstmal ausgeschlagen. Und dabei darüber nachgedacht, warum. Wäre ein guter Zeitpunkt gewesen.
Ich glaub, ich hab ein bisschen Skrupel, auf die meist unvermeidlichen Fragen "Wie gehts dir" mit beschwichtigt-beschönigenden Ant-Worten zu müssen, aber auch nicht, das ganze Dilemma erklären zu wollen. Nich so wild, aber ich habs bemerkt. Hab ich nach Gefühl gehandelt, um es mir aufzuheben und weil ich zu geschafft bin oder war Angst im Spiel? Aber Angst vor Tob?
Nunja, ich merke, dass mir doch daran liegt, die Bude ein bisschen aufzuräumen, weil morgen Leute kommen. Und als doof empfinde ich das nur ein bisschen. Ich wusste bis vorhin nicht, was ich mit meinen Eltern machen soll. Mom hats cool hinbekommen- sie kommen morgen Nachmittag einfach mal mit den Blumenkästen für den Parkplatz (!) und den Suppen vorbei. Vielleicht ja auch eine kleine Gelegenheit, zu dritt in ganzer Familie (nochmal: !) außerhalb vom Elternhaus zu quatschen. Abwarten.
Ich glaub, ich weiss, ich spüre (...) dass mich eine Münchausen-Rettung zwar friedlicher machen kann, ich aber ganz gewiss nicht meine ureigenste Problematik aus den Augen lasse. Dafür sitzt sie zu tief und wird immer ehrlicher. Den nächsten Winter in so einer Verfassung überlebe ich (hoffentlich) nicht. Oh. Das hat Wucht. Und 24 Stunden "besser" reichen ja auch nicht zum Glück. Vielleicht zum Festhalten beim Versuch des Aufstehens.
Ich muss zwar immer noch Geburtstag haben, hab aber gut gewählt, den nicht allein zu verbringen. Es sind Leute da. Gute Leute.
mein trauriges Chaos
Habe heute morgen den Versuch, endlich mal wieder auf der Gitarre und dann auch noch "Wohin auch" zu spielen, abbrechen müssen. Es waren wieder jene tiefen schweren Tränen, die in Richtung Verzweiflung versickern. Was ist es? Bei Dost nochmal von mir erzählt und er daraufhin von 5 Variationen einer Behandlung und Krankenkassen, die irgendwelche Leistungen übernehmen. Ich hab ihm noch gesagt, dass es mir egal ist, welche Kasse, was zahlt: hIer geht es um mich und ICH entscheide jetzt für mic, dass etwas zu tun ist. Was ich dabei vergessen habe zu fragen, war: was denn eine gute Lösung für mich wäre. Ich habe keinerlei Einschätzung über meinen Zustand. Zuviel Output und dann das wichtigste vergessen zu fragen. Es kam sowas wie "Man kann einen Feind nicht in Abwesenheit besiegen" und dazu einen Literaturtipp "Wer hat Angst vor Siegmund Freud". Aber ich hab nichts von ihm über mich gehört. Die 2 Gespräche warns erstmal, jetzt könnte ich 6 Probesitzungen machen, hab aber das Gefühl, dass ich da nochmal hinmuss vorher um überhaupt zu erfahren, was ich am besten machen kann. Soll ich selbst entscheiden, ob ambulant, tiefenpsychologisch, stationär ... ? Das kann ich nicht allein. Anke?
Ich merke an mir, dass es arbeitet in mir und ich weiss weiterhin nicht, ob ich meine Umgebung mit meiner zurückhaltenden, plötzlich ruhigen, traurigen Art ausnutze und irgendwie wachrütteln will (?) oder ob meine Traurigkeit ganz und gar echt ist. Oder eine Mischung. Der Tag heute war lang und keineswegs lustig; Sandy war nicht da, das war gut so, die Wolken brachten dunklen Regen. Und sehr viele Dinge zu tun. Und dann irgendwann, als Micha mich dann nochmal wegen Ströer reinrief, war das plötzlich durch so eine kleine Geste so gut, als er sich auf den Tisch setzte, sich über den Plan beugte, mir freundschftlich sagte, dass es gut wäre, wenn wir 2 Banner machen würden und sich mittels irgendeinem unsichtbaren Gestus quasi bei mir für die gute Arbeit bedankte. Jedenfalls blieb das bei mir übrig. Und schon gabs einen herzhaften Sprung nach vorne, ins Bessere, Aussichtsreichere, Schönere. Und der Tag war plötzlich garnicht so übel. Bin ich so schnell beeinflussbar? Oder ist genau sowas mein wesentliches Sehnen?
Matze hat sich heute morgen auch nochmal geäussert darüber, was er mir schon vor einem Jahr gesagt hat; wenn es darum geht, dass ich all meine Kraft ins PT stecke und selbst wirtschaftlich wie inhaltlich auf der Strecke bleibe. (Haben auch Jana und Dorschi schon öfter angemahnt) Ich solle mir meine Kontakte und geschäftlichen Beziehungen wahren bzw. wieder intensivieren. Aber gut, ich weiss wie er denkt und ich mag ihn so sehr dafür und wie er mir helfen möchte (is wirklich n bisschen schade, dass er nicht schwul ist). Was da zwischen Wolfgang und mir laufen soll wegen Freiräumen und Technikausleihe und "alles über seinen Tisch", welche Schuldigen er sich sucht und was ich damit zu tun habe, dringt nur schemenhaft zu mir vor und ich weiss eigentlich überhaupt nicht worum es geht. Und solange ich keine direkte Ansprache bekomme, lasse ich das auch bleiben und versuche es erfolglos auszublenden. Jetzt schreibe ich hier noch solche Sachen wie "Die anderen stehen aber zu mir" und ich merke, wie blödsinnig das alles in so einem soziologischen Gefüge ist, wenn nunmal Menschen aufeinandertreffen, die wie ich einfach nicht richtig klarkommen.
Ich ahne den Frühling und die Möglichkeiten und ich fürchte mich vor der Wiederholung all dessen, was mich seit Jahren so unzufrieden weiteraltern lässt.
Und ich muss immernoch bald Geburtstag haben.
die Puppen wackeln (erneut)
Ein erneutes Gespräch mitFrank Bernhardt. Er überlegt, wie es nach dem Ende der Spielzeit mit mir im Theater weitergehen soll und wird. Das klingt sehr heftig und ist es auch. Wie bewerte ich das jetzt? Zum einen fühle ich mich permanent überfordert mit dem, was ich insgesamt tue und dücke einen nicht unwesentlichen Teil davon dem Theater selbst auf bzw. in die Schuhe. Also was ist es nun? Das alles zusammen inkl. meines labilen traurigen Zustandes, der nach Veränderung schreit? Wie FB meinte, es könnte in der Tat durchaus nützlich oder notwendig sein, sein Leben in irgendwelchen Abständen neu zu überdenken, in Frage zu stellen, aufzuräumen. Wie Recht ich ihm damit gebe! Gerade jetzt.
Besehe ich ausschliesslich meine "Theaterzettel", scheint das garnicht so viel und so schwierig zu sein, besehe ich dazu den Audioguide, die JESKOMclub-Tour inkl. der ganzen Überlegungen, wo genau meine Leidenschaft nun steckt; und besehe ich dann noch das Dilemma, das sich mir dessentwegen und meiner Ansichten über mein Leben eröffnet bzw. das längst an meiner Seite oder tief in mir steckt ... dann läuft es auf eine Art GAU hinaus.
Dann wiederum kann ich FB sehr gut verstehen und es zum Glück nicht als Angriff sondern eher als konsequente Frage, die es für mich zu kären gilt, werten. Andereseits schiessen meine Synapsen ins Feld, die mir zu denken geben, dass eine subtil durchdachte Gesprächs- und Handlungspolitik seitens FB allein auf den Vorteil des Theater und die Ausnutzung der dort Beschäftigten abzielt. Kann auch sein. Oder eine Mischung aus beiden?
Ich muss mir derweil und bekanntermaßen jetzt wirklich mal Klarheit verschaffen, worauf es hinausläuft. Und wenn es ein Abbruch Allens ist und ich nach Grönland zum Erfrieren gehe ... aber dann ist es wenigstens etwas. Es passt mir sogar ganz gut in den Kram, dass das heute so kam- denn damit werden auch mögliche Konsequenzen deutlich, die mein Leben direkt betreffen. Und morgen gehe ich zu Dost. Damit habe ich immerhin einen Punkt an den ich anknüpfen und weitererzählen kann. Womit ich mir selbst ja auch deutlich gegenüber werden muss. Fakt ist: Es sind nicht nur und immer die anderen, die schuld sind. Und "schuld" ist dabei das wirklich verbotene Wort. Soweit bin ich schon.
Grenzbereich
Diesmal hat der Alkohol nichts damit zu tun, vielleicht die Spätfolgen. Es ist ein merkwürdiges stilles Chaos in mir und es scheint, ich bekomme nicht alles richtig auf die Reihe. Hab versäumt, Tim den Pressetermin von heute 13:00 bekannt zu geben, hab das Eintrittskarten Projekt völlig aus den Augen verloren, bis mir Mat sagte, dass wir das so mit dem Chef besprochen haben, dass das jetzt von meinem Tisch ausgeht ... ich habs tatsächlich und vollständig nicht mehr in Erinnerung. Überlastung? Hörsturz? Demenz? Feind im Kopf? Emotional macht mich die Arbeitsberatung müde und unwillig und morgen ist entweder alles wieder anders oder noch schlimmer oder zu Ende. Dann soll laut Tobi jetzt Wolfgang ein Problem mit mir haben, was er aber bei mir nicht anspricht (wegen Beamer Jeskom und so) und Sandy meint, meine Freiräume hier im Theater fielen anderen irgendwie auf- und das nicht zum Positiven und ich soll mir keine Sorgen machen, aber vorgewarnt sein. Davon weiss ich alles nichts und es bürdet sich mir eher mehr und mehr so informell unausgesprochen auf dass ich fast ein Fluchtgefühl hege. Aber wohin? Hätte mir nichtmal träumen lassen, dass ich mal über sowas wie Arbeit hier schreibe. Ich bin geneigt, blöde Sprüche wie "ich mach das hier nicht mehr lange" rauszuposaunen, was völlig deplaziert wäre. Dazu kommt ein Unmut, andere(s) dafür verantwortlich zu machen.
Wann ist denn eigentlich welche Schmerzgrenze erreicht und was soll ich tun? Am Mittwoch alles Dost erzählen? Das ist zu flüchtig- solche Gedanken und vor allem meine Gefühle sind kurzweilig, eben flüchtig und deshalb schreibe ich sie auch schnell hier auf. Vielleicht guck ich ja wirklich mal drauf um zu reflektieren. Das Gefühl für die jeweiligen Situationen kommt beim Lesen immer ziemlich genau wieder.
Ich kann aus dem Stand heraus heulen und dieses Heulen scheint ein tieferes zu sein, so dass ich sogar den Spiegeln ausweiche (siehe gestern). Meine Gehörgänge sind verstopft, meine Träume reissen alles nur an und selbst lange Schlafen bringt keine Besserung.
Ich hätte mich gern ausgeschaltet, einen Reset durchgeführt und wieder hochgefahren.