Zehnsucht

📚 Insgesamt 1.202 Beiträge | 📄 Seite 21 von 25

16.

... wie intensiv ich mit mir ins "Gericht" gehe und schön viel aufschreibe.

15.

Das ist nämlich Quatsch.

geschafft und gebessert

Wie funktioniert das bei mir mit meiner schnellen Zwischendurch-Selbstrettung eigentlich immer? Was wars? Donnerstag viel und traurig geschafft, Freitag viel und gut und weniger traurig geschafft. Und ich will ja ehrlich bleiben und nicht dauernd (besser garnicht!) den sterbenden Cowboy hinlegen. Der wird nämlich schnell unglaubwürdig, wenn sich an meiner Situation nach aussen hin offensichtlich nichts ändert. Oder ist das jetzt ein Trugschluss? Weil sich die Basis all dessen, was mich "unten" verweilen lässt, die selbe bleibt, ich mich aber immer mit einem gewissen Selbstschutz wie Münchhausen aus dem Sumpf ziehe, um zu überleben? Das ist eine eingebaute Überlebensstrategie oder? Was wars? Hab mit FB die LaNotte Fotos bestimmt, die "Früher war mehr Puppe" Karte pünktlich fertig bekommen und war dann bei einem sonst so unbeliebten verhandlungstermin bei der Volksstimme. Ich bin da ziemlich erfreut rausgegangen. Weil ich fürs PT diesmal nicht so ein gefühlter SPielball des mächtigen Volksstimme-Schüllers war und mir der Andreas Heimel recht sympatisch war. Ende von Lied: Ich habe mit offenen Karten Tacheles geredet und wir haben uns angenähert. Auch wenn mir solche Verhandlungen über Geld nicht so sehr liegen, habe ich offensichtlich und mal wieder mit meiner Art das Gespräch angenehm machen können und den Eindruck hinterlassen: da weiss einer was er will und ist trotzdem locker und freundlich. (Komisch, wa? Und hat erreicht, was er beabsichtigte) Ja, so kann ich also tatsächlich sein. Hab mir danach ein Training gegönnt und bin herrlich geschafft ins PT zurück. Hatten zwischendurch noch "Ayoo" mit Suse und Nis und Tim geprobt, mit Mahatma die Zeichnungen besprochen und ich hab die Tango-Scherenschnitte cool gebaut ... und das ganze Tagwerk war ... war gut! Mom die Töpfe für die Suppe gebracht, Wein gekauft (schmeckt übrigens!) und zu Hause die Küche klargemacht und mit Tob und dem Elbkind Carsten gechattet. Oh- und Michel. Warum vergesse ich den dauernd? (anderes Thema) Jetzt bin ich geschafft und merke nicht nur daran, dass ich wieder Blödsinn vor den Spiegeln treibe und zu Eels abhotte, dass es erstmal okay ist. Hab mich ein bisschen retten können. Weil ich offensichtlich die stete Trauer nicht mag. Hab ich daas jetzt absichtlich umgebaut oder ist mir das mit meinen Aufgaben zugeflogen? Bisschen beides. Oder bin ich nicht unten genug am Boden? Oder kommt ein Stück aufgerafftes Selbst- und Gutgemacht und macht erstmal alles wieder etwas besser? Beim Küchenaufräumen mit Tob gechattet und das fixe Angebot, dass wir uns sehen, erstmal ausgeschlagen. Und dabei darüber nachgedacht, warum. Wäre ein guter Zeitpunkt gewesen. Ich glaub, ich hab ein bisschen Skrupel, auf die meist unvermeidlichen Fragen "Wie gehts dir" mit beschwichtigt-beschönigenden Ant-Worten zu müssen, aber auch nicht, das ganze Dilemma erklären zu wollen. Nich so wild, aber ich habs bemerkt. Hab ich nach Gefühl gehandelt, um es mir aufzuheben und weil ich zu geschafft bin oder war Angst im Spiel? Aber Angst vor Tob? Nunja, ich merke, dass mir doch daran liegt, die Bude ein bisschen aufzuräumen, weil morgen Leute kommen. Und als doof empfinde ich das nur ein bisschen. Ich wusste bis vorhin nicht, was ich mit meinen Eltern machen soll. Mom hats cool hinbekommen- sie kommen morgen Nachmittag einfach mal mit den Blumenkästen für den Parkplatz (!) und den Suppen vorbei. Vielleicht ja auch eine kleine Gelegenheit, zu dritt in ganzer Familie (nochmal: !) außerhalb vom Elternhaus zu quatschen. Abwarten. Ich glaub, ich weiss, ich spüre (...) dass mich eine Münchausen-Rettung zwar friedlicher machen kann, ich aber ganz gewiss nicht meine ureigenste Problematik aus den Augen lasse. Dafür sitzt sie zu tief und wird immer ehrlicher. Den nächsten Winter in so einer Verfassung überlebe ich (hoffentlich) nicht. Oh. Das hat Wucht. Und 24 Stunden "besser" reichen ja auch nicht zum Glück. Vielleicht zum Festhalten beim Versuch des Aufstehens. Ich muss zwar immer noch Geburtstag haben, hab aber gut gewählt, den nicht allein zu verbringen. Es sind Leute da. Gute Leute.

mein trauriges Chaos

Habe heute morgen den Versuch, endlich mal wieder auf der Gitarre und dann auch noch "Wohin auch" zu spielen, abbrechen müssen. Es waren wieder jene tiefen schweren Tränen, die in Richtung Verzweiflung versickern. Was ist es? Bei Dost nochmal von mir erzählt und er daraufhin von 5 Variationen einer Behandlung und Krankenkassen, die irgendwelche Leistungen übernehmen. Ich hab ihm noch gesagt, dass es mir egal ist, welche Kasse, was zahlt: hIer geht es um mich und ICH entscheide jetzt für mic, dass etwas zu tun ist. Was ich dabei vergessen habe zu fragen, war: was denn eine gute Lösung für mich wäre. Ich habe keinerlei Einschätzung über meinen Zustand. Zuviel Output und dann das wichtigste vergessen zu fragen. Es kam sowas wie "Man kann einen Feind nicht in Abwesenheit besiegen" und dazu einen Literaturtipp "Wer hat Angst vor Siegmund Freud". Aber ich hab nichts von ihm über mich gehört. Die 2 Gespräche warns erstmal, jetzt könnte ich 6 Probesitzungen machen, hab aber das Gefühl, dass ich da nochmal hinmuss vorher um überhaupt zu erfahren, was ich am besten machen kann. Soll ich selbst entscheiden, ob ambulant, tiefenpsychologisch, stationär ... ? Das kann ich nicht allein. Anke? Ich merke an mir, dass es arbeitet in mir und ich weiss weiterhin nicht, ob ich meine Umgebung mit meiner zurückhaltenden, plötzlich ruhigen, traurigen Art ausnutze und irgendwie wachrütteln will (?) oder ob meine Traurigkeit ganz und gar echt ist. Oder eine Mischung. Der Tag heute war lang und keineswegs lustig; Sandy war nicht da, das war gut so, die Wolken brachten dunklen Regen. Und sehr viele Dinge zu tun. Und dann irgendwann, als Micha mich dann nochmal wegen Ströer reinrief, war das plötzlich durch so eine kleine Geste so gut, als er sich auf den Tisch setzte, sich über den Plan beugte, mir freundschftlich sagte, dass es gut wäre, wenn wir 2 Banner machen würden und sich mittels irgendeinem unsichtbaren Gestus quasi bei mir für die gute Arbeit bedankte. Jedenfalls blieb das bei mir übrig. Und schon gabs einen herzhaften Sprung nach vorne, ins Bessere, Aussichtsreichere, Schönere. Und der Tag war plötzlich garnicht so übel. Bin ich so schnell beeinflussbar? Oder ist genau sowas mein wesentliches Sehnen? Matze hat sich heute morgen auch nochmal geäussert darüber, was er mir schon vor einem Jahr gesagt hat; wenn es darum geht, dass ich all meine Kraft ins PT stecke und selbst wirtschaftlich wie inhaltlich auf der Strecke bleibe. (Haben auch Jana und Dorschi schon öfter angemahnt) Ich solle mir meine Kontakte und geschäftlichen Beziehungen wahren bzw. wieder intensivieren. Aber gut, ich weiss wie er denkt und ich mag ihn so sehr dafür und wie er mir helfen möchte (is wirklich n bisschen schade, dass er nicht schwul ist). Was da zwischen Wolfgang und mir laufen soll wegen Freiräumen und Technikausleihe und "alles über seinen Tisch", welche Schuldigen er sich sucht und was ich damit zu tun habe, dringt nur schemenhaft zu mir vor und ich weiss eigentlich überhaupt nicht worum es geht. Und solange ich keine direkte Ansprache bekomme, lasse ich das auch bleiben und versuche es erfolglos auszublenden. Jetzt schreibe ich hier noch solche Sachen wie "Die anderen stehen aber zu mir" und ich merke, wie blödsinnig das alles in so einem soziologischen Gefüge ist, wenn nunmal Menschen aufeinandertreffen, die wie ich einfach nicht richtig klarkommen. Ich ahne den Frühling und die Möglichkeiten und ich fürchte mich vor der Wiederholung all dessen, was mich seit Jahren so unzufrieden weiteraltern lässt. Und ich muss immernoch bald Geburtstag haben.

die Puppen wackeln (erneut)

Ein erneutes Gespräch mitFrank Bernhardt. Er überlegt, wie es nach dem Ende der Spielzeit mit mir im Theater weitergehen soll und wird. Das klingt sehr heftig und ist es auch. Wie bewerte ich das jetzt? Zum einen fühle ich mich permanent überfordert mit dem, was ich insgesamt tue und dücke einen nicht unwesentlichen Teil davon dem Theater selbst auf bzw. in die Schuhe. Also was ist es nun? Das alles zusammen inkl. meines labilen traurigen Zustandes, der nach Veränderung schreit? Wie FB meinte, es könnte in der Tat durchaus nützlich oder notwendig sein, sein Leben in irgendwelchen Abständen neu zu überdenken, in Frage zu stellen, aufzuräumen. Wie Recht ich ihm damit gebe! Gerade jetzt. Besehe ich ausschliesslich meine "Theaterzettel", scheint das garnicht so viel und so schwierig zu sein, besehe ich dazu den Audioguide, die JESKOMclub-Tour inkl. der ganzen Überlegungen, wo genau meine Leidenschaft nun steckt; und besehe ich dann noch das Dilemma, das sich mir dessentwegen und meiner Ansichten über mein Leben eröffnet bzw. das längst an meiner Seite oder tief in mir steckt ... dann läuft es auf eine Art GAU hinaus. Dann wiederum kann ich FB sehr gut verstehen und es zum Glück nicht als Angriff sondern eher als konsequente Frage, die es für mich zu kären gilt, werten. Andereseits schiessen meine Synapsen ins Feld, die mir zu denken geben, dass eine subtil durchdachte Gesprächs- und Handlungspolitik seitens FB allein auf den Vorteil des Theater und die Ausnutzung der dort Beschäftigten abzielt. Kann auch sein. Oder eine Mischung aus beiden? Ich muss mir derweil und bekanntermaßen jetzt wirklich mal Klarheit verschaffen, worauf es hinausläuft. Und wenn es ein Abbruch Allens ist und ich nach Grönland zum Erfrieren gehe ... aber dann ist es wenigstens etwas. Es passt mir sogar ganz gut in den Kram, dass das heute so kam- denn damit werden auch mögliche Konsequenzen deutlich, die mein Leben direkt betreffen. Und morgen gehe ich zu Dost. Damit habe ich immerhin einen Punkt an den ich anknüpfen und weitererzählen kann. Womit ich mir selbst ja auch deutlich gegenüber werden muss. Fakt ist: Es sind nicht nur und immer die anderen, die schuld sind. Und "schuld" ist dabei das wirklich verbotene Wort. Soweit bin ich schon.

Grenzbereich

Diesmal hat der Alkohol nichts damit zu tun, vielleicht die Spätfolgen. Es ist ein merkwürdiges stilles Chaos in mir und es scheint, ich bekomme nicht alles richtig auf die Reihe. Hab versäumt, Tim den Pressetermin von heute 13:00 bekannt zu geben, hab das Eintrittskarten Projekt völlig aus den Augen verloren, bis mir Mat sagte, dass wir das so mit dem Chef besprochen haben, dass das jetzt von meinem Tisch ausgeht ... ich habs tatsächlich und vollständig nicht mehr in Erinnerung. Überlastung? Hörsturz? Demenz? Feind im Kopf? Emotional macht mich die Arbeitsberatung müde und unwillig und morgen ist entweder alles wieder anders oder noch schlimmer oder zu Ende. Dann soll laut Tobi jetzt Wolfgang ein Problem mit mir haben, was er aber bei mir nicht anspricht (wegen Beamer Jeskom und so) und Sandy meint, meine Freiräume hier im Theater fielen anderen irgendwie auf- und das nicht zum Positiven und ich soll mir keine Sorgen machen, aber vorgewarnt sein. Davon weiss ich alles nichts und es bürdet sich mir eher mehr und mehr so informell unausgesprochen auf dass ich fast ein Fluchtgefühl hege. Aber wohin? Hätte mir nichtmal träumen lassen, dass ich mal über sowas wie Arbeit hier schreibe. Ich bin geneigt, blöde Sprüche wie "ich mach das hier nicht mehr lange" rauszuposaunen, was völlig deplaziert wäre. Dazu kommt ein Unmut, andere(s) dafür verantwortlich zu machen. Wann ist denn eigentlich welche Schmerzgrenze erreicht und was soll ich tun? Am Mittwoch alles Dost erzählen? Das ist zu flüchtig- solche Gedanken und vor allem meine Gefühle sind kurzweilig, eben flüchtig und deshalb schreibe ich sie auch schnell hier auf. Vielleicht guck ich ja wirklich mal drauf um zu reflektieren. Das Gefühl für die jeweiligen Situationen kommt beim Lesen immer ziemlich genau wieder. Ich kann aus dem Stand heraus heulen und dieses Heulen scheint ein tieferes zu sein, so dass ich sogar den Spiegeln ausweiche (siehe gestern). Meine Gehörgänge sind verstopft, meine Träume reissen alles nur an und selbst lange Schlafen bringt keine Besserung. Ich hätte mich gern ausgeschaltet, einen Reset durchgeführt und wieder hochgefahren.

Narziss meidet die Spiegel

Das war jetzt eben ziemlich heftig. Wahrscheinlich spielt Brandenburg, die Wahlheimat, die Wahlfamilie, de Blick auf beinahe ALLE anderen, die egal was, aber aus sich gemacht haben, während ich das Gefühl hab, vierzig Jahre lang immer auf der halbherzigen, alles überspielenden und umfassend begreifenden Suche gewesen zu sein. Auch jetzt stelle ich mir vor, dass mein ganzes Fühlen mit Dr. Dost zu tun hat, dem ich sowas wahrscheinlich erzählen werde. Kann aber sein, dass diese Vorstellung Quatsch ist. Das ist zuviel! Ich kann keine Träne laufen lassen ohne mich auf irgendetwas in derer Verbindung konzentrieren zu wollen. Ich hänge zu voll mit meiner beschissenen Verzweiflung. Genau. Nach Trauer kommt Wut. Dann der klare Blick und dann gehts ans Aufräumen. Ich mache das nicht wie andere in mühevoller Kleinarbeit über lange Zeit sondern in 10 Minuten klar und alles wird schon klappen. Hab vergessen zu erwähnen, dass der Zynismus auch noch zwischendrin vorkommt? Jedenfalls guck ich ungewöhnlich ungern in den Spiegel, wenns mich so zerreisst wie eben. Ich hab mir jetzt einen verfuckten Kaffee gemacht und setze mich in meine alleine Wohnung und halte erstmal so gut es geht die Klappe.

Lampenfieber vor dem Tod

Es war beim jeskomoclub schon da, es war davor da, es ist jetzt wieder da: eine Art Lampenfieber oder das typische Kribbeln, wenn irgendetwas Besonderes bevorsteht. Tut es aber nicht. Dabei spielte ja immer Neugier, Freude und Spanung mit. Ist es diesmal nicht; ich glaube fast es ist wie ein Lampenfieber vor dem Tod oder so. Schon spannend. Ich werde mir immer unsicherer, was ich von mir halten könnte. Zusammenreissen, Sonne und vorwärts und so wollen nicht so recht. Komme gerade aus Brandenburg und finde mich selbst da nicht so richtig wieder. Tante Monikas 65., ja okay, ganz viel essen, ganz lange laut sitzen, bei Hagen ein paar Videospiele, kleine Parallelen zu früher. Guck mir die Räume an und denke zurück, gehe draußen bis zur Kita übern Sumpf spazieren und sehe wie wir da immer mit den Fahrrädern lang sind. Soll keine Verherrlichung der damaligen Zeiten sein, aber es war schon etwas ganz anderes. Ich weiss nicht, ob ich traurig bin oder lustlos oder müde ... allein auf jeden Fall. Mein Antrieb ist im Eimer. Der Motor hat Benzin, die Reifen haben offenbar Luft. Aber es fährt nichts los. Draussen die ersten warmen Tage und es starten die Forsythien und ich kriegs mit der Angst, weil er jetzt kommt: Der schnell schwindende Frühling, mein Geburtstag, den ich nicht will, der Sommer, auf den ich im Moment auch nicht warte. Ich mach hier mal Schluss, ich werd' hier immer trauriger und weiss nicht warum und hab keine Kraft an irgendwas zu denken, was mich jetzt ein bisschen rüttelt und klarer macht. Nich schön.

jeskomclub

jeskomclub Gröninger: Immer noch die anfängliche Unsicherheit bei Texten und Abläufen. Komisch wa? In der Probe ist immer alles klar. Wie im richtjen Lehm, so scheints. Aber es war so familiär wie heimelig und dann war es fast soweit, dass die Bühne mir gehörte. Im April auf Tour wird sich das festigen. Auf der Rückfahrt war ich ganz leer und allein. Keine Freude, keine Tränen, kein Nichts. Langsam zurück mit Eels. Ein Zustand, der nicht beschreiben ist, weil nichts war. Dann im BN Bier und schönes Reden. Ronald über Kubon und Berlin und so. Mal gucken, ob wir trotzdem die Videoaufnahmen bekommen. Gemacht worden sind sie ja nunmal. Auf keinen Fall zahlen wir zustätzlich noch dafür. Egal, ob Gregors Konzept aufgeht oder nicht. Gleich gehts nach Brandenburg und ich hab noch soviel Bier in mir. Draussen wirds mehr und mehr Frühling. Ich hab merkwüridgerweise immer noch solche Frühstückstischkampfgespräche mit PT Leuten wie FB oder Micha für bspw. den Fall, dass mir die halbe Stunde Verspätung wegen meines Psychologengesprächs nicht zugesagt wird. (... nicht? dann nehme ich Urlaub! Geht nicht? Dann bin ich krank ... dann kündige ich eben) Warum ist das so? Ich brauche wohl jemanden, den ich verantwortlich machen kann für mein Gefühl der Lage, auf alles und jeden immer nur reagieren zu müssen, statt selbst mit eigenem Antrieb das zu entwickeln, was ich endlich rausgefunden haben will. Ui, dieses Satz beisst sich selbst in den Schwanz. Und ich die halbe Stunde hat Micha übrigens problemlos als OK gemailt. Tob ist wieder irgendwie da. Und ich will ihn sehen und mich mal sehen, wie ich jetzt darüber denke und fühle. Vertraut sind wir ja bereits von damals. Machts vielleicht leichter. Ach was weiss ich. Gucken. Dem Mittwoch sehe ich auch ge,ischt entgegen- kommt immer drauf an, wie es um mich steht. Das wechselt zur Zeit so stark. Tag 1 schmeisst alles hin, ich mache endlich meinen Frieden und Schluss, Tag 2 euphoriert sich durchs Universum, Tag 3 gibts irgendwie nicht und ... tja, und so weiter. Bandenburg. Gleich klingelts. 8 Minuten. Eltern dulden keinen Aufschub.

ach, das Leben ist schön ...

... sagte Katrin heute abend im Bluenote nach unserem 2. Tischtennis-"Turnier", dass sich zu einer kleinen schönen Mittwochung entwickelt. Die drei lsutigen Vier. Immer mit einem Stargast ... Jepp. Fetzt schon sehr so. Da sitzen wir und ich werde wieder traurig. Weiss wieder nicht, warum. Kommt von tief unten. Ich kann das zu dieser Stunde auch mal wieder nicht klar ausdrücken, das Bier hat mich nach einem sehr intensiven Tag auch ziemlich alle gemacht. Is' ja nix neues in solchen Zuständen. Aber ich bin nicht betrunken, ich bin nur zu seicht gebaut zur Zeit und da reicht ein Blick auf den Nachbartisch, an dem junge Menschen sitzen; da reicht eine Frohnatur wie Jana; da reicht so ein Satz: "ach, ist das Leben schön". Und ich kann dem für mich nicht zustimmen. Und weiss, daß die Potentiale, die Möglichkeiten allesamt vorhanden sind und ich sie erkenne oder zumindest glaube zu erkennen, zu spüren und sehnsüchtig auf immer das Selbe hoffe und warte. Wie lange schaffe ich das noch auszuhalten, wenn ich immerzu der Meinung bin, das ich einfach noch nicht gelebt habe? Oh.

Freitag

Nicht um den Zähler der Einträge hier zu erhöhen. Oder doch? Hey- what about get real? Ich habe einen langen Tag hinter mir. Hätte nicht gedacht, das sowas mal aus meiner Schreibe kommt. War tatsächlich so. Um 8 abends war mein Tagwerk vollbracht. Und weisste was? Es war mal wieder die richtige Entscheidung, die Dinge, die getan werden müssen, gleich zu tun. So getan mit Audioguide Memleben. Habe heute mit Karine Memleben French aufgenomen, sorglos wegen des Sounds; Channelstrip nachträglich reinkopiert: alles bestens. Cool! So einfach geht das also. Und Kieser war heute auch dabei. Erst wars etwas uncool voll dort, aber das Ende war wie immer ein bisschen berauschend. Ich muss mir mal einen Zettel an meine Windschutzscheibe kleben: Wie ich manchmal morgends zum PT fahre, ist nicht schön. So griesgrämig und genervt, wenn einer mal ein bisschen langsamer oder komisch fährt. Mit dem dabei erfundenen Slogan: "Es kotzt mich an, dass es mich ankotzt!" Wao- den Spruch hab ich mir seit heute früh gemerkt. Das, was ich heute tagsüber so vollbracht hatte, ließ mich entpsannt nach Hause fahren. Da war das alles wieder weg. Vielleicht liegts auch an meinen 5:36 Uhr Untermietern. Ich muss denen einfach ein paar Filzpads schenken und unaufdringlich freundlich Guten Tag sagen. Wenn wir uns so schon nicht kennen, muss ich aber wenigstens mir selbst dabei helfen, nicht immer so einen unfeinen Start haben zu müssen. Wo doch jetzt die Sonne so schön scheint! Au warrte, es wird Frühling und ich hab wie immer ein besseres Gefühl. Ich weiss, das hilft insgesamt nicht viel, kann mir aber dabei helfen ... ach, weisst schon: the same procedure. Und wenn ich jetzt schreibe "Machs doch einfach weiter so", ist es auch nur die übliche halbe Wahrheit. Morgen Drömling in der selben Aufstellung wie Hundisburg. Hoffentlich nicht zu verkatert. BN 2 Große, 2 Kleine, jetzt Rotwein. Alkoholzählung. Dann Onkel Ingo 70. Geburtstag. Marek. Habe ein undeutliches Gefühl von "das wird spät".

unterwegs

Ein ganzer Tag mit Anne und Matze in Hannover at CeBit und Ikea Braunschweig. Soviel Laufen ... und tatsächlich ein bisschen dunig im Kopf von der After-Table-Tennis Show im BN. Da war ich schon müde und ein bisschen nachdenklich, still. So'n bisschen in mir drin und hab Jana und Katrin nur zugehört und mich dabei ertappt, mal wieder zu vergleichen, was früher alles hätte sein können, was tatsächlich war und was jetzt ist. Ab und zu hab ich mitgeredet, aber ich schlaffe mehr und mehr ab. Gerade ein Bier getrunken und schon nicht mehr fähig, die richtigen Worte zu finden. Hannover heute war sowas wie ein Selbstläufer. Mir gings gut, es gab 3 (drei) Risted Pølser im IKEA und der Tag war okay. Jetzt hier zuhause versuchte ich ein bisschen JESKOMtermine zu machen und für die AWO die Märztermine reinzuhämmern. Und bemerke, das Word nicht auf HaPe installiert ist und suche nach einer Rapidshare Version, finde nichts und während all dessen schleicht sich immer mehr eine Traurigkeit ein, die ich nicht erklären kann. Ich könnte mich da richtig reinsteigern. Derweil freue ich mich, heute nicht geraucht zu haben, hole das jetzt nach, trinke bisschen Bier und hoffe, dass ich morgen besser drauf bin, damit ich mich und mein Zeugs in PT und bei mir nach vorne bringe. Mache morgen mit Karine immerhin schon Memleben Französisch. Und mir einen Plan, den Frühling bitte nicht schon wieder zu verbraten. Bald ins Bett.

an Constanze

Liebe Constanze. Woher weisstn, ob ich traurig aussehe? ;-) Ich machs mal kurz: Hab mich heute dem Teufel verschrieben, der mir erst ein einfaches Gespräch mangels Therapieplätzen anbot um mich daraufhin für übernächste Woche gleich wieder einzuladen. Dann tats wohl Not. Soviel auf einen Haufen hab ich noch nie von mir erzählt. Aber diesmal ist ein anderer der wirkliche Profi. Eine Bitte: Ich möchte bitte nicht, dass du anderen jetzt Gleichmut und Geduld gegenüber mir anbringst, weil doch der Jesko jetzt Stärke und Ruhe braucht - ich möchte und muss das ganz für mich allein machen und auch ich werde niemanden daran teilhaben lassen. Mein einziger Verbündeter dabei kann nur ich sein. Kein Stammlokal, kein Facebook, keine Nachbarn, keine Freunde, Gleichgesinnte ... Und sollte ich mein wirklicher wahrer Kumpel werden, der sich besser begreift, komm' ich wieder. Bis dahin glaub ich dem Frühling, dass er's auch will.

Optimist I

Es ist wirklich ein schnelles "Besser" Wahrscheinlich habich mir das alles erstmal rausgeredet- jetzt ist es nicht mehr mein Problem. Was natürlich deutlicher Unsinn ist; ich fühle mich nur nach Anke mit Mittag in der Stadt und einer gewissen Ruhe und ohne Zeitnot (gegenüber PT) mit erster Frühlingssonne und Duft in der Luft recht entspannt. Das ist gut und ebenso aber auch eine typische Erfahrung in Verbindung mit dem was neu entsteht, meiner üblichen Hoffnung auf bessere Zeiten usw.. Muss ich ja hier nicht nochmal litaneien. Ich darf dennoch mal ins Feld führen: ich weiss, ich bin frei und hab mich aber noch nicht frei gemacht von dem, was mich selbst lahmlegt; ich weiss, ich habs jetzt gewagt mir Unterstützung zu suchen und ich weiss wie verdammtnochmal ich da jetzt dranbleiben muss. Hab ja nicht umsonst gleich 2 Wochen später einen weiteren Termin angeboten bekommen. Und nach den Simpsons gehen wir Tischtennis spielen. Jana, Katrin, Jesko ... dann gibts roten Wein und morgen mit Matze, meinem lieben Matze und Anne die CeBit.

friedliches Inselhopping

Was war das eben? 45 Minuten Dauerfeuer aus zusammenhanglosen Geschützen? Kann sowas alles ein Zuhörer aufnehmen? Wahrscheinlich ja. Ich bin dunstig. Wegen gestern. Zwar hab ich mich an alkoholfreien Hefen und kleinen Jevern versucht, aber das BN, das viele Rauchen, meine leichte Unsicherheit dazu (warum eigenlich? Sind doch alles Leute, die ich kenne und mag?) das ordentliche Muskelziehen vom Training und das frühe Poltern im Haus machten mich ziemlich unausgeruht und noch mehr unsicher. Aber hier bin ich. Ich hab tatsächlich enormes, unängstliches Inselhopping betrieben und dabei meiner Meinung nach die jeweiligen Punkte dazugesagt. (das war sicher längst nicht alles, aber ein Großteil dessen, woran ich mich jetzt erinnere) Ich kann ihn akustisch kaum verstehen und muss das beim nächsten Mal mittels Hörgerät und Hinweis aufbessern. 16.03..t Keine Narben, keine Spuren, wäre gerne nur etwas gewissenhafter ... ach was, vielleicht wars in diesem Zustand genau das Richtige. Ich weiss ja mittlerweile, dass es nicht um äußere Erwartungsghaltungen geht, sondern um mich. Freisprudeln ist erstmal gut und es geht ja weiter. Ich muss nicht weinen, aber bisschen kams zwischendurch. Bisschen auch jetzt. Aber es ist friedlich.

Wir kommen im Frieden

Ein Automatismus oder ein Frühling oder beides zusammen in einem gewissen Aktionismus, der mich bekanntermaßen nach vorne bringt? Ich komme im Frieden morgen zum Beratungsgespräch und werde voraussichtlich mal wieder nicht genau wissen, was hier eigentlich mein Problem ist. Weil ich meine kleine Selbstamalyse hab liegen bzw. sein lassen? Wahrscheinlich. Weisst ja, wenn die Sonne kommt, ists wieder gut. Frag mich was und ich weiss nicht, was mich bedrückt. Ich weiss nur, dass meine unmutigen Phasen immer tiefer und länger werden, dass ich für alles eine gewisse Erklärung habe, aber diese ganzen Erklärungen und parallen Stränge nicht in meinen Kopf reinpassen. Mein Selbstwertgefühl dann abnormst absinkt und ich bisher und damit immer alles nicht nur in Frage, sondern am liebsten wegsteleln würde. Meine Selbstliebe scheint aber zu groß für einen Selbstmord. Mich konsequent auf eine Seite schlagen, wäre gut, scheint aber nur möglich, mich mit der anderen zu arrangieren. Ach das ist alles Grütze, ich versuche hier Items sammelnd aufzuzählen, die ich morgen erklären kann. Es muss doch möglich sein, mich mit 2 Sätzen zu beschreiben, die wenigstens deutlich machen, dass es mir verdammt ernst ist mit enwteder richtigem Leben oder dem Seinlassen. Da verteidigt sich wohl gerade ein Immunhaushalt- der, der für das Abwehren von Eindringlingen in meine Tiefe zuständig ist. Kann sein, muss aber wiedermal nicht. Lasses und schlaf hoffentlich gut. Wenns passt, komm ich von ganz allein mit Sprudelwasser daher.

Trunkener Zaunpfahl

Nach finalenPuppenfotos von Richard III. gabs noch eine Party bei Christina und Ronald, die erfahrungsgemäß ziemlich rotweinig ausgehen musste, was mich heute dazu brachte, hier pausenlos rumzuliegen und mich immerhin ein bisschen zu freuen, den Samstag klar im Kopf verbracht zu haben. Aber naja. Anke hab ich heute damit auch auf Montag oder Mittwoch "verlegt". Und Mittwoch ist auch mein Gespräch mit dem Mann, der mich- wie Anke sagte- wahrscheinlich sehr sachlich strukturiert auf wenigstens einen Punkt bringen könnte, wenn er denn Therapieplätze frei haben sollte. "Jesko wartet auf einen Therapieplatz". Auha, das klingt nicht schön. Ist aber offensichtlich notwendig. Ich brauche so einen Mathelehrer wie beim Abi, der mir Mut macht ohne Blümchen, der mich fordert, damit ich selbst endlich den Hintern hoch kriege. Das ist jetzt keine unbedingt saubere Überleitung, aber weisste was? Eben gerade hat Tobias angerufen. Genau der. Tausend Jahre her. Und wiedererkannt. Das war sehr cool, muss ich mal sagen. Wie oft ich an ihn dachte und die knifflige Zeit damals. Er wohnt irgendwo in Reform im Junoweg 14 oder so. Und wir werden uns verabreden in nächster Zeit. Nicht dass ich mir was ausmale, auch wenn er Single ist und wahrscheinlich ja auch nicht aus blauem Dunst angerufen hat. Dass ich  selbst auch noch Single bin, verwundert ihn in keinster Weise. Ich hätte zuviel Zeug im Kopf, zuviele Gedanken, zuviele Konjunktive ... womit ich es einfach nicht auf die Reihe kriege. Und er? Er hat ... Recht. Sodenn. Mutig in die Woche und Finger weg vom Alkohol!

jeskom, jesko und jetzt

Heute jeskomclub Probe. Sehr gut. gefällt mir richtig prima. Damit sollten wir so viel wie es geht, spielen und Interesse an der Band wecken. Und da sind wir ein bisschen beim Thema: Ronald. Mit Jör am Montag in der Sauna und heute nochmal in echt arüber geredet, wie das ist, wie das wäre, wenn es mit jeskom nicht nur einen Sprung nach vorn, sondern in dessen Konsequenz den Sprung nach "oben" geben würde. Vielleicht ist es ein bisschen zu früh, jetzt darüber nachzudenken, aber zielorientiert ist das schon ein heikles Thema. Ronald will raus. Also aus Musikschule und Brotjobs. Den konsequenten Gang / Sprung nach vorn ins Produzenten-, Musikbusiness. Und er kann es absolut nachvollziehen, dass die Band nicht einfach so alles stehen und liegen lässt, um mit jeskom ganz groß rauszukommen. Und ich stehe da mehr vorn als mittendrin mit meinen Vorstellungen, die ich so noch nicht habe. Wie weit kann ich denn mitgehen ins Business, bis Puppenhaus sagt: "So geht es nicht". Ich bin auch nicht der Typ, der das ausreizen würde bis zum Rauswurf. Und Ronald kann ich auch nachvollziehen, wenn er sagt, er hat fantastische Zutaten, aus denen er was backen konnte- aber wenn es keiner kennt und es sich nicht verkauft, hat er nichts gewonnen. Es geht ihm dabei auch ums Geld. Und wie sehe ich das Ganze? Da muss ich mir baldigst Zeit für nehmen und realistisch bleibend meine Vorstellungen und Wünsche, Träume klarstellen. Ronald fährt am Freitag nach Hannover zu Andreas Fach- dem Typen, der die Verbindungen hat. Danach sehen wir weiter. Ich hab derweil in einem Anflug von "wann, wenn nicht jetzt" im Laufe des Tages gemerkt, dass es 10 Minuten zur vollen Stunde war und das der Punkt sein soll, an dem der Pschologe Dost (?) erreichbar ist. Gedacht, getan. Und sogar erreicht. Therapieplätze hat er im Moment keine, aber er bietet mir ein Gespräch am kommenden Mittwoch an. Bin ich mal gespannt, wie ich versuche, mich auszudrücken. Fakt ist: Es gibt absolut nichts mehr, was ich zu verbergen habe- zumindest bei Leuten, die mir helfen können. Und Fakten gibt es einige. Die deutlich zu machen, ist meine Aufgabe. Das zu sortieren, die Arbeit des anderen. Bisschen kränklich bin ich.

ein Königreich für ein Pferd

So komme ich von der Richard III. Probe und hab fotografiert. Ich hoffe, gut und muss das checken und denke dabei wieder an eines dieser unermüdlichen halbherzigen Fähigkeiten, die ich hab. Aber das ist es nicht, was mich bisschen betrübt. Irgendwie wars da wieder, das kleine Gefühl, mich nicht so ganz dabei zu fühlen. Spreche kaum mit FB, gucke Micha nichtmal in die Augen. Und ich merke das, wie ich das nicht tue. Warummen? Fühle mich öfter bei solchen Angelegenheiten mehr dabei als mittendrin. Auch wenn mir so ein Gefühl glaubich niemand vermittelt, ist es ja doch so. Zuviele Vergleiche? Ein Regisseur (der's gleichaltrig soweit gebracht hat?), ein Lichtmann, Tonmann, die Spieler, Tim, die Ausstatter ... alles Leute, bei denen ich den Eindruck hab, die gehören mehr zum Stück dazu. Ich nich so. Das mag übertrieben klingen und erinnert mich an meine Sicht auf meine merkwürdigen Selbstwerte. Ich hab Ankes Adresse vom Psychologen noch immer nicht angerufen obwohl ich dauernd daran denke. Bisschen Angst. Auch Angst vorm Warten müssen? Fühle mich nicht konzentriert und schlaff bei all den Dingen, die ich mache. Obwohl ich bestens ausgeschlafen hab und heute morgen war mir sehr wohlig. Fast ein bisschen zu wohlig, wenn ich weiss, was ich meine ;-) Und Alkohol ist auch nicht im Spiel. Ich bin sehr angefüllt mit zu vielen Sachen. War immerhin bei Karine und hab Memleben Französisch  angeleiert. Das selbe noch mit John auf Englisch jetzt tun und ich mach den Rest mit Inga. Geht doch. Der Eigentlichkeitsvermeider sucht nach einem neuen Wort ... War am Montag mit Sandy im Flair. Cool. Ich habs endlich vollbracht. Dann bisschen shoppen und wieder ins Theater. Abends noch die bunte Idee, mir von ihres Bruders Freundin die Haare schneiden zu lassen. Nochmal cool. Das fetzt. Sandy wird Oli verlassen. Ok. Und Sandy sucht bereits den Nächsten. Das merkt man. Das merke vor allem auch ich: ich glaube, sie würde mich sofort nehmen. Was mich wiederum freut und erneut klar stellt, wie sehr ich danach strebe, gewollt und geliebt zu werden. Deshalb benehme ich mich in solchen Fällen immer etwas undeutllich und lasse gern alles offen. Was für merkwürdig Ding. So. Nun? Wie weiter? Was ist mit dem "wohin auch" Video? Was mit den Vorbereitungen Gröninger? Morgen ist Probe. Ronald hat auf meine Mail reagiert, wonach ich glaube, dass die gesamte Band einschl. mir eher zögerlich bis abspringend sein wird, wenns um ein eventuelles "richtiges" Angebot für jeskom geht. Aber was ist so ein Angebot? Eine Tour bzw. Inverlagnahme wäre bei allen möglich, nur wie weit geht genau das Engagement? Betrifft im Besonderen mich als Autor und Kopf. Wie weit kann ich gehen oder lasse ich das Puppenhaus dann sein? Alles halbgewalktes Zeug, aber so kann man bei keinem Label oder Verlag argumentieren. Verständlich ist da allemal, aber was denn nun? Wie sehe ich das denn eigentlich ganz genau? Könnte - ja, wäre - auch, aber nur wenn hätte ... Ach herrje ... ein Königreich für ein Pferd. Auch kein schöner Schlusssatz. Muss ja auch nicht.

Tapferer Selbstmut

Anke hat mir gerade die Adresse des Psychologen in der Hegelstrasse mitgeteilt. Und ich stelle fest, dass, wenn es nun losgeht- auch wenn es mit dem Termin dauern kann- ich glaubich ganz schön viel Mut aufbringen muss. Mut, mich drauf einzulassen, Stärke, mich mit dem Thema richtig auseinanderzusetzen, ohne flüchtig die Hälfte gleich wieder zu vergessen, vielleicht auch, weil es ungemütlich sein kann und voraussichtlich wird. Und Verdrängunsmechanismen habe ich einige. Kommt flugs ein bisschen Mut vorbei und mit einer erneut spontan-schönen Sichtweise auf die Dinge meines Lebens (wie ein bisschen bei Micha damals) - kann es passieren, dass nichts sich klärt, weil ich dem Augenblick vertraue und das eigentliche Elend bequemerweise weglassen kann. Bis es wieder an meine Tür klopft. Bisschen Bammel hab ich, weil ich tiefer gehen will und nicht weiss, was mich erwartet. Aber Anke macht mir Mut. Es wird harte Arbeit, wie ich glaube. Und es muss richtig und ernsthaft sein- sonst werde ich sowas für immer lassen. Ist schon doof genug, mich mit der Thematik Psychologische Beratung auseinanderzusetzen. Wo ich doch bei der Armee ... und wie ich das immer so schön erzähle, sie reingelegt zu haben... Damals damals bestimmt zweckdienlich, das hat sich allerdings festgebrannt. Und ich glaubte nie daran, dachte immer, das ich alles allein kann. Tja- allein will. Und NICHT kann. Vielleicht sollte ich mich einmal von meinen eingebrannten Mechanismen lösen und versuchen, so grundehrlich und realistisch sein, wie es die Strenge meiner Situation gebietet. Gut gesagt! "Gut gemacht" wäre ein schönerer Satz.

Katrin

Katrin fetzt. Wir nähern uns immer weiter an und entdecken immer mehr Gemeinsamkeiten. Sei es die Leichtathletik damals im Sadion Neue Welt mit Herrn Köhler und im Winter im Nordpark; oder die Entdeckung unerer Homosexualität oder unser fast gleiches Alter, unsere Ansichten über Leben, Liebe, Antonias Welt ... alles Dinge, die uns im Inneren ein bisschen miteinadner verbinden. Das macht Spaß. Weil ich meinen Blick über den Tellerrand damit erweitern kann. Und uns damit etwas wichtiges Gemeinsames verbindet. Und weil ich zudem mein "Zeugs" wieder und mit mittlerweile besser entwickelter Sicht auf die Dinge loswerden kann. Andere kennen meine alte Litanei. Jetzt ist die besser geworden und nicht mehr so latinisch. Und bei ihr kann ich sie vorbehaltloser und neuer anbringen. Ein schönes Geben und Nehmen. Ich hab so'n bisschen das Gefühl, dass wir ziemlich gute Freunde werden. Das! ja? Das ist schön!
Neben der Thematik Gudrun und ihrer Verlustangst im Dunstkreis der angeketten Freunde hab ich Katrin davon erzählt, wie oll ich das fand, gestern auf ihre Frage meiner Intention in Sachen Liebe erneut so unklar geantwortet zu haben. Was erneut beweist, wie ich noch immer wackele und instabil darauf hoffe, dass mir Ankes baldige Gesprächsempfehlung (tolles Ausweichwort) mittels meiner bestmöglichen Ehrlichkeit / Aufrichtigkeit zu schöneren Aus-Sichtweisen verhilft.

kommt weint mit mir

Ein schöner Abend bei Katrin mit Jana. Wir kommen im Frieden. 19:45 Uhr. Wir trafen 19:37 ein und waren noch nichtmal in Polen. Quatsch mit Sosse. Wir haben 2 Flaschen lang gequatscht über vieles, was war, was ist, was sein könnte und sollte. Und ich hab mich dabei ertappt, schon wieder unklar auf Katris Frage: "Weisst du ziemlich klar, dass es nur ein Mann werden kann?" geantwortet zu haben. Das ist doof und ich fühle mich dabei irgendwie labil Mist. Habe ich mich wirklich nicht entschlossen? Will ich anderen meine Vielfältigkeit anheim legen? Bin ich so "überall"? Letzteres bestimmt. Aber ganz bestimmt habich doch auch festgestellt, wie es aussehen soll, wenn ich denn endlich liebe. Und diese Frage stand auch zur Debatte: Kann ich eine Liebe so richtig und vollkommen und immer um mich haben? So wie bei Jana und Dorschi? Mit allen Höhen und Tiefs und vor allem STREITEN? Krachen, wenns drauf ankommt und dann klären? Richtig klären und nicht schweben lassen aus Angst vor Entscheidungen oder fehlendem Mut vor dem Ausdruck des eigenen wirklichen Willens und den Konsequenzen?

Oh, soviel Zeug. Aber das war alles gut. Ein letztes Glas im BN und die Gewissheit, dass es ziemlich viel des Weines war. Und im Bett gings dann komisch einher: Da kam das kleine Heulen. Aber warum? Hab mir vorgestellt, dass wir am Samstag (Katrin, Oskar, ich) tatsächlich nach Mannhausen rausfahren, wir sitzen auf der Wiese und ein lange verschollener Findus kommt auf mich zu für ganz viel Liebe, eine Madame lässt sich gnädig blicken und eines dieser Pferde beugt sich zu mir runter, stubst mich an, stubst mich nochmal an und so weiter. Sinnbidlich dafür, endlich aufzustehen und loszugehen. Und das heule ich mir so durch und schlafe schliesslich damit ein, nicht ohne mir einen kleinen Gedanken darüber zu machen, was das jetzt war ...

Keine Spätfolgen. Bisschen dunig im Kopf aber erstaunlich fit im Talk about Grafik Festival mit Frank und Georgi. Werde heute ein bisschen früher hier schliessen und mich morgen ins Getümmel derer Dinge, die es lange schon zu tun gibt, stürzen. Hab gestern ja auch aus der Idee "Man müsste mal zum Neustädter Bahnhof  fahren und sich umgucken, ob ein Video für >wohin auch< dort machbar wäre. " Gedacht und ... sofort getan! Wao, das war echt einfach. Erstaunlich? Nee, logisch. Und ein tolles Gefühl.

Gentleman Agreement

Es ist tatsächlich eine Art Vereinbarung zwischen uns, dass er mich zwar nicht haben kann, weil ich ihn nicht will, wir uns aber aber auf gelegentliche Nächte einlassen können. Und was soll ich sagen: Das war richtig gut. Vor allem heute Morgen. Noch müde und so richtig schön im Döseschlaf mit jemandem dabei, Körper an Körper. Das fühlt sich sehr sehr schön an. Eigentlich komisch, oder? Das wird meinerseits keine Liebe, aber den Sex nehme ich doch mit? Solln das? Wegen den ansonsten nicht vorhandenen Gelegenheiten, weil ich nicht sofort mit einem X-beliebigen Typen ins Bett gehe? Übergangslösung? Merkwürdig. Aber-und jetzt kommts: Wirklich nich schlimm.

Nachtrag Guter Tag

In solchen Momenten wie diesen (so frisch und relativ heiter) gehts gerne wieder mitmir durch und ich belästige auf gayromeo gerade ein paar Leute, bei denen ich mir was ausmale. Das ist knifflig, wenn die sexuelle Lustbarkeit das Quecksilber gefährlich weit nach oben treibt (ach ja: morgen kommt Carsten) und ich dann über die wirkliche Liebe nachdenke. Das passiert mir oft auf der Couch beim Simpsonsgucken, dass ein gedanklicher Zeitgenosse neben mir liegt und wir rumkuscheln und uns einfach nur lieb haben. Auch und gerade nach dem Sex. Das ist sozusagen (paaah:) die Messlatte dessen, was ich mir denke und vorstelle. Und was bei Carsten nunmal leider nicht geht. Aber ich bin da glaubich ganz gut im Fühlen: Wenn es mir auf reinen Sex ankäme, hätte ich ihn /er mich schon viele Male mehr haben können. Wollte ich aber nicht. Und eben genau das ist es. Oder?

Ein guter Tag

Das war er wirklich. Zwar hab ich es wieder nur bis auf um 6 statt um 8 gebracht, dafür gabs frische Brötchen vom Bäcker, einen kurzen, unkomplizierten Puppenvormittag und ab halb 12 Probe. Bis um halb 5, dann allerdings waren Konzentration und Kraft dahin. Bisschen einkaufen, Salat gebaut, Simpsons, Schokolade (oooch: zuviel), Halbschlaf und ein bisschen hippelig noch. Es war gut. Ein guter Tag. Wieso? Was führt dazu? Zwei Bier im BN und freiwilliges Ende mit Freude aufs Bett. Lesen, müde, schlafen. Wie oft gegen 4 Uhr irgendwas aufwachen und still dagegen protestieren. Halbschlafeng bis 6-7 und dann aufgerafft. Frisch im Kopf. Und damit erneut ein wesentliches Grundmerkmal bewiesen: Es geht nur, wenn der Alkohol unter Kontrolle ist bzw. ich das besser noch nichtmal kontrollieren muss und ich auf mein Gefühl höre ohne mir selbst Spielverderber zu sein. Du meine Güte, was für Erklärungen hier ... aber so ist das, wenns mal gut läuft. Den Moment festhalten und nachfühlen, wie ich sowas für mich herstellen oder positiv beeinflussen kann. Hier gewinnt der Spruch "die Kurve kriegen" wahrlich an Höchstbedeutung für jede Lage.

trotzdem traurig

Anke geschrieben. Geschrieben, dass es jedes Mal immer enger wird, wenns wieder soweit ist und ich das nicht alleine schaffe. Und sie schreibt davon, dass sie schon immer auf so eine Nachricht von mir geartet hat. Endlich mache ich es wahr und hoffentlich ausserhalb von Tresen und spontanen Berichten gegenüber anderen. Sie schreibt es so: "Und das Durchschneiden des Seiles am Baum... - du weißt - schaffst du nicht alleine. Wie solltest du auch. Du hast es ja auch nicht alleine umgebunden ..." Mit Micha-Chef geredet. Ohne Frank, weil krank. Und das war sehr gut so. Nichts gegen FB, aber es geht sehr deutlich und klar mit Micha. Jetzt versucht er mich mittels Anhebung der Gage auf das Privat-Krankenkassen Niveau aus der Wirtschaftsmisere zu retten. Was ihm wohl nicht gelingen wird, weil die Gage dafür zu hoch wird. Aber gute Aussichten. So insgesamt. Heute irgendwie etwas lahm nach gestern 2 Grossen und 2 Kleinen mit Katrin und Jana und zu Hause nichts weiter als die große Freude über meinen Song "Einfach", der sehr groß nach vorne geht. Auch wenn er noch keinen Text hat. Und dennoch heute irgendwie verkatert. Etwas unwohl. Und müde. Heute Abend war Jeskomclub Probe. Da gings bisschen stärker los und danach nach Hause und jetzt bin ich traurig. Und weiss nicht warum. Ob ich das so will oder das so kann oder diesen Zustand so für mich "herstellen" kann. Ob ich lieben kann? Ob ich das will? Ob ich mich jemals begreife? Richtiger? Echter? Ehrlicher? Ob ich mich irgendwann mal soweit klarkriege, dass ich mehr Freude hab? Oder hab ich sie und begreife es nicht? Oder vielleicht hier am besten formuliert: Kann ich mal irgendwann aufhören, mir soviele Fragen stellen zu müssen?

Still

Bin ruhig irgendwie. Sogar ziemlich ruhig. Entweder halte ich absichtlich an meinem Klärungsbedarf, der traurigen Entwicklung dahin und der der letzten Woche fest oder ich dünste durch ein Niveau, das ein bisschen innehält. Ich bin weiterhin morgens immer mal ein bisschen traurig, ich springe weiterhin nicht im Quadrat im Theater. Entweder will ich meinen Status beibehalten, damit das für mich und andere logisch erscheint oder ich bewege mich seltsamst erstmals ganz nach meinem wirklichen Gefühl. Und am Küchentisch drücke ich mir die Träne auch nicht absichtlich ausm Gesicht, obwohl ich das manchmal mutmaße. Kann ja tatsächlich zusammenhängen mit dem Einlassen auf mich selbst. Das wäre ja wirklich mal ein get-real. Und egal was es wäre oder hätte, ich muss mich jetzt beeilen und mich ausnutzen, solange ich das kann. Anke anrufen, Psychologen ausfindig machen, hingehen. Weg mit der Scheu und der seltsamen Vorstellung, Psychologen können nicht überblicken oder einschätzen, worüber ich die Übersicht seit Jahren wenigstens in weitem Zaum zu halten versuche. Ich bin zu voll im Kopf und zu dichtgedrängt in der Seele, das passt alles nicht in mich hinein. Die Folge ist Kapitulation, freundlich-witzige Hingabe an die Umgebung, Alkohol ... bis das Klagegerüst folgerichtig zusammenkracht. Ach und nochwas: You fucking Angeber-Study-Twens in der Elbe Schwimmhalle: Ihr könnt so knusprig aussehen wie es mich wurmt, aber mit euch schwimme ich nicht mehr in einer Bahn. Ya Man, Neddeli Flanders hat hier jetzt mal seine Wudeli rausgelasseli. Okeli Dokeli. Okay. Morgen rede ich nochmal mit dem Intendanten und hoffe, es bereitet mir keine nächtlichen Sorgen, dass ich einfach keine konkrete Vorstellung habe von dem, was ich dort gerne machen möchte. Ich weiss nur, wie es sich anfühlen sollte bei dem, was ich / mit den anderen zusammen / machen kann.

loses Gestrüpp

Mache endlich Musik. Wenn auch mit zittrigen Fingern und Null Konzentration auf die Schönheit und die Sinnhaftigkeit von Texten. Versucht, das Wochenende für mich sauberer ablaufen zu lassen. Freitag mit Mario im BN etwas länger damit zugebracht, herauszufinden, was zum Leben denn nun dazu gehört. Kurz: Der Samstag war eher etwas oller als geüplant und ich hab den Hirschkuss in den Ausguss geschüttet. Gute und deutliche Entscheidung. Samstag gabs 2 groß, 2 klein und ein finales Astra zu Hause. (ich muss das mal so peinlich hier aufschreiben) An sich recht vernünftig- aber der Sonntag kam zittrig und wie oben beschrieben. Aber mit 3 neuen Songs. Falls es die Roughmixes noch geben sollte,  dann gibts das HIER zu hören. Und nun überlege ich, was zu tun ist: Am Mittwoch reden wir über Mediaplanung und Etat und anschliessend über mich und in welcher Rolle ich mich hier gerne sehen möchte. Das ist schwieriger als gedacht, aber nicht neu: Zu wissen, was ich will ... Meine Arbeit machen? Hä? Wie? Allen gefallen? Liebe? Frieden? Glückseligkeit? Alles toll, aber konkret ist hier nichts. Es wird darauf hinauslaufen, dass ich mich richtig ernsthaft sammeln und darlegen muss. Um dann zu entscheiden, welche Position eine gute für mich ist. Und dazu muss ich mir Hilfe besorgen, so schaurig das klingt.

ad hoc Gespräch

Und dann ging alles viel schneller als gedacht: gerade denke ich beim Verabschieden bei Simone noch daran, mit Micha einen Termin demnächst und (sage dabei feige wie immer:)  "irgendwann" mal machen zu müssen, schon schiebt sie mich ins Zimmer und schliesst die Tür hinter mir. Im Nachhinein eine so liebe Geste. Und da sitze ich und wir plaudern über eine halbe Stunde über mich, über Micha, über Traurigsein, über all das, was bei mir gerade schwer wiegt. Was man ihm ja aufgrund seiner vorsorglichen Zurückgezogenheit nicht zutraut: Er hat ähnliche Probleme mit dem wiederkehrenden Traurigsein und diesen Phasen, die zum Verzweifeln scheinen. Nun ist er der Typ, der sich wahrscheinlich dazu durchringt, sein Ding zu tun. Und ist damit beim Punkt angelangt: Er kennt mich insofern recht gut, als dass er es voraus ahnt, was los ist und spricht es an, was es mit mir auf sich hat: Das große ganze Neue ist vorbei nach einem Jahr, dann ist es nicht mehr ganz so neu, es wird zum Alltag, es lobhuldigt auch niemand mehr. Und ich kämpfe an mindestens drei Fronten mit PT, 2und40 und Jeskom ... und habe offensichtlich keine klare Vorstellung von dem, was ich machen will. Da staune ich Bauklötzer, auch wenn es immer noch ungewohnt ist, mich mit ihm näher zu unterhalten. Aber ich bin irgendwie sicher bei ihm. Er hört mir zu und ich kann drauf los sprudeln. Dass mein grösster Erfolg immer die Menschen sind, die davon partizipieren und die sich mit mir freuen; dass ich Freiräume für Kreatives Zeug haben und spinnen möchte; dass ich trotz meiner sonnigen Aussendarstellung immer wieder in diese Täler rutsche, die jedes mal tiefer werden bis ich irgendwann mal nicht mehr raus komme. Dass ich versuche, meinen jetzigen Zustand zu besehen, über welche  Wege ich dazu gekommen bin und warum ich diese Wege betreten habe. Und es klären möchte. Zur Not mit Hilfe anderer. (Ich hab den Alkohol vorsorglich erstmal nicht erwähnt). Erzähle ihm auch von Ronald, der, ähnlich wie er, zielorientiert versucht, nach vorne zu gehen. Und einfordert. Und mir nicht mehr zuhören will, wenn ich wimmere, weil von dort aus eben nicht viel zu helfen ist. Und er bringt es ebenso auf den Punkt: Ich soll mir mal überlegen, was ich will. Also zumindest erstmal hier im Theater. Freiräume und Möglichkeiten gibts immer. Ich esse derweil mindestens 4 Täfelchen Schokolade, krieg macnhmal bisschen Wasser ins Auge und freue mich insgeheim, dass das nun so plötzlich und herrlich geklappt hat und wir ausserdem nächsten Mittwoch darüber reden, was ich mir hier vorstelle. Das ist doch kein Zufall oder? Wenn zudem mittendrin Anke anruft, die ich seit Wochen besuchen will, um ihr meine Story zu aktualisieren und sie nach einem ganz externen Psychologen fragen will. Da setzt ein ganzes Universum jetzt schon alles daran, dass ich mein noch nichtmal erklärtes Ziel erreiche. Ich bin ein Glückskind oder? Oder ein Idiot, wenn ich mich jetzt nicht endlich traue.

Schiessen Sie auf den Cowboy!

Der Cowboy weiss nicht, wie ihm geschieht, wenn die Lage sich ein bisschen bessert und er nicht mehr so sehr sterben muss, aber andere mich schon noch danach fragen, warum ich so hümpelig geknickt daherkomme. Schon regt sich stark das Gefühl, es behalten zu wollen, dass man sich um mich kümmert. Und ich schwanke zwischen der Ehrlichkeit gegenüber mir und den anderen inkl. des zu rettenden Cowboys ... und der ausgelasseneren Version, weils ja jetzt etwas besser geht. Es passt genau: Mat meint: 'So gefällst du mir viel besser' und ich denke 'hör nicht auf, dich um mich zu sorgen, die Wunden klaffen, mein Atem ist schwach und ich fühl das Ende dennoch nah ...'. Diese meine Geschichte ist verworren: die Hilflosen am Wegesrand können doch nichts weiter tun als mir liebe Worte zu sagen. Solange ich mir in der Opferrolle gefalle und ich nichts daraus generiere, ändere, angehe ... sind die Hilflosen weiterhin hilflos und müssen ja doch irgendwann selbst auch weitergehen, so leid es ihnen tut, den Cowboy sterben zu lassen. Heute morgen in einer sehr friedfertig-taurigen Version "Wohin auch" gesungen und dabe gemerkt, dass ich eben einfach traurig bin. Über meinen Zustand, über die vage Vorstellung darüber, wie es sein könnte - das Leben. Und traurig sein ist anfangs schwer. Darin verharren allerdings nicht.

ich, der kleine Onkel

Das ist meine Geschichte. Die vom kleinen Onkel. Der sich auf die Treppe setzt und wartet. Wartet, dass ihm eines Tages das Glück, der Freund begegnet. Und er wartet lange. Dann kommt ein Hund und der Onkel ist glücklich. Der Hund findet Gefallen an dessen Keksen, am Leben, an allem anderen auch. Bis daß ein Kind kommt und der Hund auch darüber glücklich ist. Nicht so der kleine Onkel, der traurig ist über seinen scheinbaren Verlust und in den Wald geht. Um zu sich zu finden. Weil er die Welt nicht verändern kann, aber etwas für sich selbst tun kann. Dann stirbt kein Cowboy mehr und das ganze Konstrukt führt zu etwas Möglichem.

die anderen

Wehrhaft bin ich in der Vorstellung darüber, wie meine fiktiven Gespräche mit FB oder MK ablaufen, wenn sie mir verbieten wollen, JESKOM weiter zu machen oder andere Sachen und meine Argumentation die grösstenteils richtige ist. Passiert natürlich alles nur in meiner Vorstellung und macht es viel viel leichter, mit geradem Blick und Stolz das vermeintlich sinkende Boot zu verlassen und vom Theater wegzugehen. Das ist ganz schön hirnrissig alles und hat damit zu tun, dass es einfach besser ist, wenn "die anderen" schuld an meiner Misere sind. Es stirbt sich auch viel leichter. Matze hat mich gestern Abend angerufen. Mein jämmerliches Bild vom Montag hat Spuren hinterlassen. Diese Bild kenne ich nur zu genau: Ich weiss, wie ich drauf bin und überlege mir, drüberwegzuspielen oder den Cowboy sterben zu lassen. Zweierlei Falschmaß. Hab nach dem Schwimmen auch keine Ruhe gefunden und die Nacht war weit vor meinen Vorstellungen zu Ende. Jetzt sitze ich hier mit eiskalten Fingern und der üblichen Dumpfheit im Kopf und etwas Drücken in der Seele. Paul Watzlawicks Anleitung zum Unglücklichsein lese ich mittlerweile mit etwas anderen Auffassungen und macht mir weiterhin Angst vor langen teuren psychologischen Sitzungen, an die ich einfach nicht richtig glauben will. Aber es wird nicht anders gehen.

Verwarnung, letzter Aufruf?

Eben Gespräch mit FB im Puppenhaus. Die Toleranzgrenze sei erreicht. Und ich stimme ihm zu. Bei mir auch. Es kommt nichts mehr zustande, es werden bereits lange angemahnte Aufgaben nicht fertiggebracht, es entstehen keine neuen Ideen mehr, die Qualität verschlechtert sich, der Zustand ist so nicht länger tragbar. Da hat er's doch auf den Punkt gebracht oder? Da kann mir keiner helfen, sagt er. Bei aller Liebe und so. Und ich habe Talent. Ob jeskom, die Fotos oder das Verfassen von Artikeln für die puppe. Tja. "Talent". Alle diese Talente schlummern da auf ewig in mir rum und liegen wieder und wieder brach, bäumen sich kurz auf, vollbringen etwas Schönes, verweilen kurz und sterben ungenutzt ihren Tod. Ist diese Verwarnung bei aller Liebe nicht jetzt DIE Möglichkeit, die Steine ins Rollen zu bringen? Ich weiss doch, dass das Puppenhaus gut für mich ist, ich weiss, dass ich jeskom will, ich weiss, dass ich lieben will. Ich weiss ich weiss ich weiss. Aber irgendwas stimmt nicht. Wie immer. Ist das die Chance für einen Anstoß? Ich warte doch mindestens seit Schwerin schon auf mich um an mir weiterzubauen, weil ich mich ansonsten zu Ende besaufe und halbherzige Ein- und Zugeständnisse mit windigen Konsequenzkonstrukten erstelle, die immer bis Mittwochs halten. Leg dich hin, Junge. Nimm einen langen, ruhigen Schlaf.  Steh wieder auf und nimm die Aufrufe um dich herum ernst. Und lass dir endlich richtig helfen.

Beisetzer

HaPe erneuert, Frühlingsfest der Volksmusik vollständig gesehen, 2 Flaschen Wein, vorher 2 Cuba Libre. Kein Anke Besuch heute, kein Burg. Ich bin abgeschossen und frage mich, was jetzt noch passieren muss, damit ich mich reparieren lassen kann. Ich kanns offensichtlich nicht selbst. Sehe ich ja. Merke ich ja. (fb Eintrag) Im Moment fühle ich gerade nach, wie das mit dem Zugunglück in der Nacht gewesen sein muss. Wenn man da drin sitzt und mit 2 x 100 km/h macht es plötzlich nur "klick" und alles ist sofort vorbei. Sehr sehr unglückliches Gefühl. Kommt meiner Erschiessung vom 02. Januar sehr nahe und ich werde jetzt mal schnell an was anderes denken. Frühlingsfest der Volksmusik? Sendung mit der Maus. Eisbär Lars hilft einem Husky aus der Eisspalte und ich krieg das kleine Heulen. Das ist alles so dermaßen unfassbar, bekloppt und wie so oft besungen: Nicht schön. Doch, is schön ... aber ich kann das unmöglich ausdrücken in meinem Zustand. Ich hab immer die Kontrolle. Bis irgendwann nicht mehr, weil ich umgefallen bin. Und beigesetzt.

61%

Facebook 16.01.2011 Du bist zu 61% schwul. *87% sind nicht so schwul wie du *1% sind genauso schwul wie du *12% sind schwuler als du Ich werde wahnsinnig. 1% ! Natürlich ist das Blödsinn und natürlich macht das keinen Sinn. Ist wie Horoskope lesen. Und weiterhin natürlich wirft die Beantwortung der Fragen für dieses Ergebnis auf testreich.com (hahaaa) die erneuten Fragen auf: Wie schwul bin ich eigentlich? Da gibts wohl nur EINE Antwort mit EINEM Aber. Ich drücke mich immer noch davor, weil die ganzen Stereotypen und die üblichen Metaphern, Ansichten wie : Schwule sind schlau und reich, wollen und können überall alles erreichen, üben Macht aus, können jederzeit mit jedem coolen Typen ins Bett gehen, sind über alles erhaben ... eine andere Sprache sprechen, als ich sie so annehmen kann. ICH kann das nicht. Als wir am Sonntag Nachmittag nach meiner CD-Release das Video 1993 Europa und mich darin gesehen haben, wurde mir bei den kurzen Sequenzen mit mir darin klar, dass dort vor der Kamera eindeutig ein 23-jähriger cool-schwul-unsicherer schicker Typ agiert, der unbedingt sofort seine Homosexualität klarkriegen sollte. Weil er in diesem Video auch ein bisschen so rüberkommt. Weil er es ist. Gucks dir an! Ich bin schwul. Aber kann es nicht richtig sein. Menno. Gibts denn keinen Mann, der so'n bisschen fühlt wie ich? ... und bin erneut betrunken. punkt.

Umsetzer jesko/m

Es fing an wie immer: die 2 Bier am Freitag vor JESKOM zogen eine 3/4 Flasche Sekt nach sich und ich wäre fast bekloppt geworden über den üblichen Unsinn, den ich so genau wahrnehme. Ich bekomme schon Panik wegen eines fehlenden Butterdeckels am Frühstückstisch. Die Probe war gut und lang und ich fühlte mich wie bei allem in letzter Zeit etwas krank. Dann kam die Show. Und ich habs nicht geschafft, mich selbst gefühlt für mich auf die Bühne zu bringen. Es waren wieder die anderen, für die ich gespielt habe. Und dabei Texte vergessen. Mich nicht so in meine Musik reinlegen zu können, wie ich das immer wollte. Aber geht das überhaupt auf Dauer? Wer jede Nacht öffentlich weint? Was das Publikum nicht davon abhielt, es grandios zu finden. Ich hab noch nie soviele Autogramme geben müssen, über 50 CDs verkauft und 200 Leute allesamt schwelgen sehen. Eine bessere Bestätigung für das was ich da rauslasse, für das was wir daraus auch der Bühne machen kann es doch nicht geben oder? BlueNote danach und die Nacht, der nächste Tag bei mir mit Thomas, Jana, Daggi waren richtig so. Bedudelt und nicht allein. Seitdem herrscht weider Aufwind und ich bin zu weit mehr in der Lage als zuvor. Und ich gebe sofort zu bedenken: Obacht: das ist der üblich-trügerische Schwung, um mit all dem späteren Danach auch nur nicht klarzukommen, weil ich nicht dranbleibe. Weil vielleicht jeskom als Vorband Element of Crime nichts wird, weil die Gema doof ist, vielleicht weil ich einfach so trotzdem wieder zuviel trinke und weil dann alles wieder damit stecken bleibt, weil dann auch nichts von allein passiert. Das wäre natürlich ebenfalls wie immer richtig doof- denn das leichte Höhegefühl im Moment ist sehr kreativ, ich schaffe sogar die abartigsten Steuererklärungen, die plötzlich garnicht so schwer sind, kreiere Finanzierungspläne fürs PT und sehe ehrlich gesagt, mit diesem Zustand Land. Land für weitere Musik, die jetzt nach vorne muss. Land für Jesko und seine Liebe, die nach vorne muss. Was ist eigentlich mit meiner einfachen Struktur? Mit der Hilfe von außen? Aus diesem Blickwinkel schwerer zu beschreiben was? Das wäre ein erster Schritt des Dranbleibens. Egal, was ich dabei feststelle. Aber dann hab ich es wenigstens getan.

Aussetzer III

Gestern mit Ronald im BN dann letztlich doch noch alles rausgelassen, was mir in Kopf und Herz schwebt. Resultat: Besser fühlen. Und ich glaub, Ronald hat sich innerlich ein bisschen berührt gefühlt, als ich ihm erklärte, wie enorm wichtig und Strohhalm-like er für mich ist. Mein Ende bestand zuhause im Astra-Finale mit Hirschkuss und 2 Gläsern Sekt. Nur um das hier mal klar zu machen: Nach 3 großen und 3 kleinen Bieren im BN! Hallo! So fertig wie ich heute war, ziehe ich jetzt bereits 1,5 Flaschen Sekt hier durch und hoffe, dass ich mich morgen enorm zusammen nehme. Und natürlich ist da wieder der große Ärger darüber, dass ich meinen kleinen kalten Entzug in Schwerin so unsachgemäß an die Wand gefahren habe. Fuck off. Das hier wird offensichtlich ein reales "Aus dem Tagebuch eines Trinkers". Damals wissend und dennoch belustigt belächelt, wird es jetzt weniger cool mit allerdings demselben fatalen Ende. DAS GEFÄLLT MIR NICHT! Und warum kann ich das nicht ändern? Keine neue Frage. Ich drehe ja nichtmal durch. Krebs? Aids? Unfall? Erschossen werden? Mannomann.

Einsetzer. Übung.

Hab mich wieder eingesetzt. Gut so. Übe Heulen. Kommt manchmal total unvermittelt. Album ist angekommen, habs mir im Container angehört und es rüttelt ordentlich an und in mir. Der Typ der das singt, muss echt was drauf- oder durchhaben. Oder beides. Heulen Üben heisst soviel wie, dass ich es jederzeit wie immer nicht begreife, das Leben, es aber so gern möchte und dieses selbe Leben mich daran hindert. Diese Zwickmühle ist völlig unklar. Und die Sonne ist ja da, und schon ist es ja auch besser. Nur dauerts diesmal entweder länger bis das Rütteln sich einem Normal-Null ergibt oder ich brauche für Tal- wie Auffahrten jetzt immer mehr Zeit. Und ich will nicht, dass das Rütteln sich ergibt, ich will deutlich ändern, so dass sich das ja nicht wiederholt. Oder wenigstens nicht so. Anscheinend nicht deutlich genug, zu wenig Leidensdruck. Mein mich zusammenfassender Kastenzettel liegt auf dem Fußboden und fragt sich wie jedes von mir angefangene Stück, what the fuck es in dieser Welt so unvollendet liegengelassen eigentlich soll. Wunderbar exaktes Gleichnis meiner selbst. Alle warten auf mich. Ich am meisten.

Aussetzer II

In Rekordgeschwindigkeit bei Katrin versucht, das Unwohlsein durch den Vorabend auf ein erträgliches Level zu bringen. Nicht gut. Überhaupt nicht gut. Ein wahrlich sonniger Sonntag geht mal wieder nebensächlich vorbei. Ganz großer Mist. Einlieferung? Die Einbahnstrasse wird zur Sackgasse, was soviel wie: "Keine Chance" bedeutet. Aber selbst das geht an mir vorbei. Oder?

Geschrieben und Gegessen

Ich muss unbedingt versuchen, mir so ein Jahr mal auszudrucken. Ich reflektiere mich gut, werde dabei immer ehrlicher und sobald es geschrieben steht, ist es raus und damit weg. Ich könnte wetten, für manche Probleme hatte ich hier bestimmt bereits Lösungsansätze oder gekonnte Sichtweisen, um die ich aber bei der gleichen wiederholt auftretenden Situation erneut ringe. Sieht so aus, als bliebe ich auch da nicht dran, um mich zu verfolgen, zu begreifen. So schlendert das alles dahin, macht die große Kurve nach der Talfahrt um sich wieder bis zum Tal voruzusiechen. Tja. Nachtrag: Hier ist das PDF-Zehnsucht-Buch. Zum Ausdrucken oder als Buch Drucken lassen >>>

Aussetzer

Mir ist schlecht. Genau. Genau deswegen. Naja, es war schön gestern im BN. Aber GOO wurde überschritten und das blonde Astra nebst Hirschkuss zu Hause brachten das Ende. Und jetzt ist mir ziemlich übel. Kein Genthin. Kein Burg. Gewissensbisse? Ja, bisschen schon. Weil schade. Habe gestern auch mit Dirk lange rumphilosophiert über Meere, die kalt und starr neben deinen Gedanken rollen, die dir nicht zuhören, die das überhaupt nicht interessiert, Beiwerk sind. Wir hätten aber immer gern, dass uns irgendwer irgendwie immer wenigstens ein bisschen zuhört oder teilnimmt am Desaster. Daher auch meine Facebook Merkwürdigkeiten, die ziemlich die Runde gemacht haben müssen. Jesko, sowas macht man nicht. Aber es macht deutlich, was es sein soll: Nehmt Anteil aber kommt mir nicht zu nahe. Lasst mich leiden, seht: Hier ist euer Cowboy, der wegen und für euch stirbt. Versucht nicht, mich zu retten ... und so. Mir is' schief im Blick und Gudrun feiert Vierzig heute. Ob ich mich mit Gitarre und den alten Gassenhauer-Songs hintraue? Wie gehts denn nun weiter? Hä?

Ich bin Komisch! und: Was ist Echt?

Ich bin komisch und verhalte mich komisch. Ronald gegenüber. Wir treffen uns in der Gorki und fahren zum P7. Gucken uns soweit möglich alles an und machen Beamer nebst Leinwand und vertrag klar. Alles gut und fahren zurück. Und ich bin sowas von unbeholfen still und wortkarg und habe mir insgeheim gewünscht, wir gingen danach noch ins BN, meine Zwanghaftigkeit loswerden. Oder isses zu früh für irgendwelche aufstrebenden Schnellschussgedanken und Leitsprüche beim Bier? Ich bin wirklich komisch. Und wie echt bin ich eigentlich? Das sind jetzt womöglich schon wieder zu tief- und weitgreifende Gedanken, die zu nichts führen. Aber in manchen Dingen traue ich mir nur eine Beobachtung meiner Selbst zu, wenn ich ein paar gedankliche Beobachter von aussen projiziere, die mit drauf gucken. Die ewige Bühne, mein Tun und Handeln, immer ein bisschen für die anderen mit, die nichtmal dabei sind. Wie echt bin ich dann? Rainer Schüssler hat mal gesagt, wenn man mich auf einen Stuhl mitten ins Himmelsblau setzen würde und drumherum ist einfach nur komplett NICHTS, müsste ich entweder zu mir selbst kommen oder wahnsinnig werden. Das war, als ich 25 war. Zum Wahnisnnigwerden hätte ich insofern Lust, als dass es mir egal wäre, wer mich dabei beobachtet, wenn ich nackt im Sturmregen gegen unsichtbare Geister kämpfe (einsperren bitte) oder mich auf der Bühne ganz und gar und nur meiner Musik hingeben könnte, für mich professionell genug, für die anderen die ganze Wahrheit. Vielleicht will die keiner sehen aber auch das geht hier wieder zu weit. Nochmal Herman? "... und mir mehr zu vertrauen. Und nicht dauernd nach Hinz und Kunz zu schauen, bis man schon nicht mehr weiss, wer man selber ist" Traurig bin ich gerade. Wo der Tag so früh und so gut begonnen hat. Blumen für die "Mädels". Alles gut. Ich wbin wach und relativ klar im Kopf. Und nun immer trauriger bei der Suche nach den Songtexten von Van Veen und Hoffmann und den Erinnerungen an diese Zeit. Die auch vielleicht nicht schöner war. Aber aussichtsreicher. Mein Volumen ist irgendwie alle und es kommt nichts Neues hinterher. Ich bin komisch. Und wie echt bin ich? Keine Antwort. Aber auch kein Freizeichen. Bin besetzt.

Drucknachlass

Polterpaule hat seine Quälzeitschicht und ich sitze hier morgens um sechs und sehe nach, wann das Kaufland aufmacht, damit ich mal einen Haufen Chrysantemen fürs Puppenhaus kaufen kann. Weiss nicht warum, aber ich bin da gerade großer Freund von. Mir gehts immer besser und ich möchte andere daran teilhaben lassen. Und so stelle ich jedem Büro mal ein paar weisse Boten auf den Tisch- wo es doch heute so verregnet werden soll. Oh ha, so ein schönes Gefühl hatte ich lange nicht. Freudentränen am Morgen. Ohne dass es wer anders sehen muss, sollte, könnte ... Ich fürchte, ich lasse nach in meinen Bemühungen mich auf die richtige Fährte zu locken. Weisst ja, wenn die Sonne kommt ... Das ist gefährlich und würde meiner typischen Einstellungen den Dingen des Lebens entsprechen: Läuft es gut, dann los und egal irgendwas, läuft es beschissen, dann genau entgegengesetzt. Letzteres bedarf Klärung, Vorderes natürlich nicht. Aber wenn die Waage insgesamt nicht stimmt, ist das hier nur von kurzer Dauer. Leidensdruck ist der richtige Ausdruck dafür. Zweimal Druck. Ich versuche gerade herauszufinden, was das mit Ronald ist: Ich habe ihm gegenüber so ein Bedürfnis, mich schwer gezeichnet zu zeigen, also (wenn auch zu Recht) angegriffen und damit im Denken und Handeln überlegt oder weit sachlicher. Das ist enorm komisch. Was will ich denn damit nun schon wieder erreichen? Dass der arme Jescowboy stirbt und Ronald schuld dran ist? Dabei ist es doch genau das Gegenteil. Ich kriegs ja auch im PT oder anderswo nicht authentisch hin (und will es auch nicht), mich jetzt traurig nachdenklich oder so zu benhmen - es ist ja auch gerade nicht so. Ich kann mich da überhaupt nicht einschätzen und merke daran ziemlich sicher, dass ich eine verschobene Gefühlswelt habe, die oft genug von der Realität meiner selbst abweicht.

Halbe Wahrheit

Dies ist der Punkt der Ambivalenz. Nicht die zwischen Leben und Tod sondern zwischen Erkenntnis und versuchter Realisierung. Ich bin vom kalten Entzug geheilt und rauche schon fast garnicht mehr, selbst wenn der Tag früh beginnt und ich zwischendrin immer wieder das Gefühl habe, jetzt eine rauchen zu können. Da kommt eine kleine Zwanghaftigkeit ins Spiel: genau so wie ich jetzt überlege, den Alkohol mal wieder komplett sein zu lassen, erwischt es diesmal auch das Rauchen. Das ist echt merkwürdig und ich weiss nicht so recht, was ich machen soll. Am besten nach Lust & Laune, sobald es von mir das Gütesiegel "in Ordnung bekommt. Denn welche Handlungen gut für mich sind und welche / was nicht, merke ich sehr wohl. Zur Zeit denke ich gerne an Kehlkopfkrebs oder sowas, weil mir hm-C zu hoch ist und es im Hals etwas piekst und gerne hustenreizt. Bei "is nich schön" war allerdings Bb-G-A schon zu hoch. Und jetzt C. Und so tausendfach vielschichtig wie ich denke, schreibe ich das hier auf in der entfernten Vermutung, dass, sollte sich sowas später rausstellen, ich das jetzt schon mit bedacht hatte. Das ist genau dieses Denken, von dem ich damals als 16jähriger im Elmo (ebenda) dachte, ich könnte Alles bedenken. Tu ich ja auch, aber fast alles auch nur im Makrobereich. Wirklich behilflich ist das ganz und garnicht. Ich muss dranbleiben, mein in Schwerin so einfach gedachter Zettel ist doch prima, warum jetzt nicht weiter und die kleinen Kästchen zu Ende bauen? Angst, dass mir nichts einfällt? Angst vor doofen neuen Erkenntnissen? Ich hab immer den Verdacht, ich komme im Denken immer nur bis zu einem bestimmten Punkt und dann flacht es ab und verlässt mich zugunsten irgendetwas Neuem. Würde symptomatisch sein. Ich bin weniger traurig jetzt. Finds nur unendlich Scheisse, dass ich mein Leben immer so wackelig vor mir herschiebe und nicht wirklich im Reinen oder zufrieden mit mir und dem Leben bin. Von Glück rede ich ja nichtmal. Und das hier hat mir Constanze samt Vorwarn-SMS geschrieben und dafür sollte ich ihr nochmal danken. Ich und Ronald und wer noch so über mich nachdenkt, sind nicht allein. Aber auch das weiss ich ja.
Lieber Jesko, was hier zu sehen ist, tut einfach nur weh und zwar deshalb,weil zu sehen ist, dass Du unglaublich leidest, weil aber auch keine Hilfe kommt, wenn Du Dich dort verkriechst, weil Du selbst Dir keine Antworten geben kannst auf das, was Dich quält und schon gar nicht in Deinem jetzigen Zustand. Also kommst Du nicht weiter. Dazu nämlich brauchst Du Gelassenheit und Geborgenheit.Beides findest Du ganz sicher nicht, wenn Du Dich mit Deinen Gespenstern verschanzt. Eigentlich hab ichs im Sommer schon gesehen, als Du aus Dänemark zurück warst : Du bist schwer krank und das ist ernst , aber nicht böse genmeint. Du hast eine schwere Depression und das hat nichts damit zu tun, dass Du oder die Welt falsch sind oder das Du oder wer anders daran schuld ist. Alles was falsch gelaufen ist und falsch läuft ist von da aus nicht zu lösen. Im Sommer hab ich genau solchen Brief schon mal angefangen und es dann gelassen, weil ich Angst hatte, Dich zu verlieren. Du bist seit dem Sommer nicht mehr rausgekommen aus der Depression, hast Dir nur per Alkohol und den einen oder anderen emotionalen Kick kurzlebige Erleichterung schaffen können Jetzt aber ist der Moment gekommen, wo ich diesen Verlust einfach einstecken muss, weil schlimmer ist, dass es Dir so schlecht geht, Geh zum Arzt, lass Dich behandeln, notfalls auch in die Klinik einweisen, so dass Du aus dem Tief rauskommst und dann mit Hilfe Deine Baustellen in Ruhe und mit wiederkehrender Lebensfreude angehen kannst. Ich bin auch kein Freund von Medikamenten und Psychiatrie, aber es gibt Zustände , da isses nötig und gut, dass es so was gibt und der einzige Weg nach draussen.Das ist so wie durch eine dunkle Höhle den Weg suchen. Du brauchst den Faden in die Hand, der Dich zum Ausgang führt, dann gehts im Licht und alleine weiter. Geh zum Arzt, lass Dir helfen und dann gehts weiter besser allemal. Hab den Mut, der Sache so ins Auge zu sehen wie sie ist und wie Du sie tief in Dir selbst schon lange weisst. Ich kenne die Gefahr, dass der Bote, der die schlechte Nachricht bringt, erschossen wird. Seis drum: Du bist mein Freund und ich will und muss ehrlich sein. Das verlangt Freundschaft! Du darfst mich hassen jetzt dafür. Ich behalte Dich lieb, ganz gleich, welchen Weg das hier nimmt.

Was ist schön?

Gute Frage. Ich hab 10 Einträge Zeit, hier was dazu anzumerken, dann ist der Artikel raus ausm Start. ... schön gemeint, aber vergiss es derweil. Aufbau geht anders. Das hier sind Gardinen. Gerne mit Goldkante, aber das ist ja auch nichts wert. Bis später.

Links rein rechts raus

Das muss ich noch sagen: ich scheine offensichtlich von logischen Erkenntnissen oder Ideen, die ich gut finde und mir zu eigen machen möchte, letztlich doch nciht allzuviel zu halten. Ich hab irgendwie immer Glück gehabt, dass ich durch diese Welt geschippert bin. Immer ein bisschen darauf achtend, dass es materiall hinhaut und immer den Gedanken, den Geist von Freiheit und tausend Möglichkeiten im Kopf, ohne aber auch nur das kleinste Ding draus zu drehen. Ich höre Menschen, die mit mir reden, zu und fühle mich, wie neulich bei Ronald, wie damals bei Mandy, wie ganz ganz früher bei meinen Eltern betroffen wegen meiner Schuld, wegen der Dinge, die ich grösstenteils NICHT getan habe, gelobe halbherzig Besserung, es tut und ich tu mir leid und ich denke darüber nach und .... schwupps: ist es weg. Dann kommt die Krise und ich versuche nachzudenken; im Moment versuche ich das sogar ziemlich strukturiert. Und das Ende sind eine Reihe guter Vorsätze, die spätestens bei der nächsten Kiste Wein genauso halbherzig wie Besserung gelobend, noch immer aufrecht zu halten versucht werden. Wat hjamse bloss mit mick falsch jemacht? Das alles hier ist übrigens sehr schön geschrieben, aber es ist keinesfalls lustig. Tu ich wieder so, als ginge es irgendwie schon, wa? Mein Ziel ist, diese Struktur mal in Kästen so aufzubauen, hinzustellen und daraus wenigstens die grössten Brandherde abzustecken, damit sie jemand anders entweder löschen oder richtig schüren kann. Muss mich nur trauen, jemandem anders das zu überlassen.

I'm expired

Mal ganz einfach betrachtet, kommen die Babys auf die Welt, um süss zu sein, damit die Eltern sie nicht gleich wegwerfren. Dann gewöhnt man sich aneinander und schliesslich war der Kinderwunsch der Eltern ja auch irgendwie vorhanden. Dann kommen die kniffligen Phasen mit denen man gerechnet hat und dann die Pubertät. Die wird prägend, formend, schlimm. Für beide Seiten. Dann kommt die Zeit der Abschlüsse, des Stolzes, der Geschenke erwachsener Art. Daraufhin beginnt sich Kind selbst einen - Achtung, jetzt kommt, worauf ich hinaus will: Lebensplan zu bauen. Der wiederum ist stark abhängig von der Umgebung, der Unterstützung und vom allgemeinen seelischen, emotionalen, psyschischen Zustand des Nochbisschen-Kindes. Mit diesem Plan oder Halbplan oder Wenigplan geht Fasterwachsener dann los, wird langsam immer schöner und sexy, damit neben Aufbau des wie auch immer gearteten Lebensplanes auch Aufbau von Liebe oder wenigstens Beziehung möglich wird. Dann kommt es entweder zu Studien- oder anderen Abschlüssen, Heirat oder Zusammenheit zweier Menschen und meistens Kind(ern) ODER ... eben nicht. Damit schliesst sich der Kreis, spätestens wenn Erwachsener 40 ist. Im Falle von eben nicht, muss Erwachsener sehen, was er anstelle dessen macht bzw. sein selbst gebauter Lebensplan für ihn vorsieht. Wenn er in beidem recht wenig vorzuweisen hat, dann ist er einfach abgelaufen und sollte sich naturgemäß einen Platz zum Weglegen suchen.

der kleine Unsinn

Als hätte ich es geahnt. Gerade mache ich mir Gedanken darüber, ob und wie ich das Gefühl für den kleinen schönen Unsinn wiedererlangen kann: Wenn WIR zusammen in die Luft springen und uns fotografieren dabei; wenn wir zusammen ins Wasser springen; wenn wir Zeit für kleine liebe Grüsse und Aufmerksamkeiten haben ... wenn ICH dazu wieder bereit bin. Das will ich nämlich so gerne. Und nochmal: Als hätte ich es geahnt: Die Sonne scheint, ich bin trotz Graswiese mit Klaushoffmann-Schallplatten und Terkel i Knibe Video erstaunlich fit heute morgen; Massage, Puppenhaus, Termine für Gesicht und Haare, gefrühstückt und packe jetzt an, was zu tun ist ... und nochmal: als hätte ich es geahnt: "weisst ja, wenn die Sonne kommt, ist's wieder gut." Längst nicht gut - aber weit bessere Grundlage für bessere Aussichten. Ich muss mich so ehrlich wie möglich halten und die Prinzipien, die mich am tiefen Sehen und Fühlen hindern, ausklammern. Klingt bereits wie ein Selbstheiler auf dem Weg der Besserung bis zur nächsten abfallenden Kurve. Dann wäre das hier jetzt Frühling. Draussen tut zumindest gerade jemand so.

Grausonntag

Nicht gerade hell draussen. Dafür warm. Nicht gerade gut drauf. Dafür am Leben. Im Moment hab ich das Gefühl, so ziemlich nichts bewältigen zu können. Da kommt das Puppenhaus wieder mit all seinen unerfüllten Aufgaben, da muss das Jeskomzert vorbereitet werden ... wahrscheinlich ist das alles garnicht so viel, aber in Zuständen des Traurigen- so wie jetzt- würde ich dem Ronald am liebsten was vorwerfen. Als müsse er sehen, was er nun davon habe, mich in diesen Zustand zwischen schwerer Schuldzuweisung und Aufruhr zu versetzen. Konzert absagen, alles sein lassen. Puppenhaus bitten, mich eine Weile freizustellen, damit ich mich in Betreuung begeben kann. Psychologische Betreuung ... ich war immer schon der erste, der sowas niemals für möglich gehalten hätte und noch heute damit hadert. Was damit meiner Aussenbetrachtung jener Menschen entspricht, die es nicht packen. Wo ich doch immer der Meinung, war, dass ich alles irgendwie gebacken kriege. Aber eben nur irgendwie. Midlife-Crisis ist hier vollends fehl am Platze, weils doch schon immer so war. Das Thema ist ein und das selbe geblieben, es verschieben ... ach was, muss ich hier irgendwas erklären? Stumpfes Deuten tausender Möglichkeiten. Bullshit. Es geht mir scheisse und ich weiss nicht, wie ich das jetzt machen soll. Ich brauch ne Kosmetik, neue Haare und muss schwimmen gehen. Und dann kommt plötzlich wieder die verkackte SOnne und alles ist erstmal gut. Und so geht das immer weiter, bis ich mal geradeaus fahre. Und selbst das wird halbherzig sein. Fuck it.

Into the Wild

Der setzt nochmal so schön einen oben drauf und macht es noch gemeiner, weinerlicher und unfassbarer. Mein ganzes Konstrukt stelle ich dermaßen in Frage, wenn es darum geht, wie und ob ich überhaupt mein Leben geplant habe (siehe auch Alchemist). Sicher ist der Alex Supertramp zu beneiden für seine Leidenschaft, sich über das Nachdenken und den Materialismus zu erheben und mit 22 Jahren seinen eigenen Weg erst durch die Welt, um Menschen kennenzulernen, zu beobachten, aus Erfahrungen zu lernen ... und dann fernab aller weltlich-normalen Vorstellungen nach Alaska zu gehen. Und sicher bin ich so ein Typ nicht. Aber darauf kommt es garnicht an: da gibts immer wieder solche Leute, in Filmen wie in echt, denen ich sofort abnehme, dass sie ihr Ding gemacht haben und weiterhin machen. Die ihren Blick durch solche frühen Erlebnisse geschärft und sich geschult haben, die ihre Suche wenigstens begonnen haben bis zu einer gewissen Erkenntnis oder wie in Into the Wild bis zum Tod, den er selbst nicht wollte, nur weil er die falschen Kartoffelwurzeln gepflückt hatte. Und mitten in diesem Film habe ich schon wieder so ein Scheiss Gefühl: Ich hab das alles nichtmal im Ansatz gemacht, es aber wohl immer ganz deutlich gespürt, dass ich auf der Suche bin. Sein muss. Ich wusste nur niemals, in welche Richtung ich gehen sollte und selbst das wäre egal gewesen. Mein Spirit, mein geistiges Vermögen reichen offensichtlich nicht aus und wenn die Sonne scheint und mir irgendwer irgendwas sagt, dann stimmt das bestimmt so und ist richtig, weil ich mich ja im Moment gut fühle. Um nächstens alles wieder in Frage zu stellen. Fühle mich körperlich wie seelisch ziemlich abgewrackt, hab wie immer aus lauter Vorstellung, dass das doch gehen muss, keine Angst wegen Selbstmord, allerdings große Angst darum, dass das immer so weiter geht. Und ich kann offensichtlich noch denken. Was ich gleich katapultieren werde mit einerm gekonnten Griff zum grünen grünen Gras. Adieu.

🔒 Nur für Claude | Zehnsucht seit 1995 | 2010