Hab ihn fast ausgetrunken. Und frage mich sehr sehr schwer: WARUM? Das ist Mist. Großer Mistdreck.
Hab mir manchmal gedacht: Naja, die Tröstung und Desensibilisierung während und gegenüber Alkohol wird mir irgendwann zum Verhängnis. Und es stimmt. Da steh' ich nun und hab grosse Aussichten. Und? Was mache ich? Mache die Flasche leer.
Fuck you!
kleine stille Notiz
Hab gestern Abend, nachdem ich Tobias nach Hause gefahren hab, noch eine Flasche dieses Penny-Weines geleert und war erstaunlich knülle im Eimer heute. Dann hab ich Wasser-Armaturen geschoppt. Und Bettwäsche und sonstwas. Hab die in der Küche sogar angebaut. Hat geklappt. Meine Güte, sieht die Küche gut aus ...
Und dann wusste ich nicht so recht, wie heute Abend weiter. Also fuhr ich kurzentschlossen halb Acht nach Mannhausen. Da waren anlässlich 100 Jahre Mandy Haus ne Menge Leute da - so die übliche Mannhausener Gemeindeschaft und Kubons, Stef, seit langer Zeit Wuschel, Katrin und Rene, Thomas, Käse und Justus, Alois und Schiessl, Frank-Frauke und Nele, die erstaunlich aufgeweckt wirkt und mich kaum in Ruhe lässt. Gut so. Und ich überlege, ob ich dableib und bayrisches Bier trinke oder wieder nach Hause fahre. Ich fahre nach Hause. Und muss unbedingt ins Gästebuch schreiben. Hab mir ein bisschen einen abgekämpft. Aber es ist okay. Das Wetterblitzgewitterleuchten war übrigens Sonderklasse.
Olroid, also fahre ich halb 12 nach Hause durch die Nacht und höre mir meine neuen Lieder an. Und währenddessen intensiviert sich ein bisschen das, was bereits in Mannhausen ein wenig anzufangen schien: Ich pendele zwischen traurig und Tobias. Weiss nicht, was das ist. Ist es Mannhausen? Mandy? Ist es, dass ich das Gefühl habe, immer weniger zu hören? Kann kaum den Gesprächen folgen- meine Konzentration ist flach und zudem verstehe ich gerade mal die Hälfte.
Nun sitze ich in meiner sehr sauberen Küche und hab Tobias aus dem Schlaf gerissen. Er hat mich 5 mal versucht, zu erreichen. Jetzt schläfter wieder und ich sitze immer noch hier und mache mir bisschen Gedanken um meine kleine Stille. Fahren wir beide morgen zu Mandy? Oder lassen wir das lieber? Bin ich gleich zum Frühstück bei ihm oder trinke ich jetzt die 1,5 Liter Flasche Chianti aus?
Tobias
Ich hab zu tun. Mit Liebhaben. Es wird immer komischer, weil vertrauter. Heute hab ich eine Fotosessiongemacht und ihm das wirklich liebevoll gemachte und gemeinte Bild von mir gescheknt. Mit der Rose, die er mir am Flughafen schnenkte, als er mich vom Greece-Urlaub in Berlin abholte. Heute haben wir eine Spülmaschine gekauft und das Resultat war, dass er noch immer in der Küche jetzt schlussendlich den Boden wischt und ich total fertig bin. Ich wollte doch nur eine Spülmaschine. Und eigentlich nichtmal die. Ich mache halt mit, was Tobias sagt. Nicht dass ich ihm verfallen ... doch. Und jetzt hab ich eine Küche dazu, in die mich mich ohne OP Vollschutz nicht mehr reintraue ;-)
So geht es gut mit dem Leben, nur der alte Feind Alkohol lässt sich doch nicht so leicht mit Schmetterlingen im Bauch besänftigen. Es ist ja auch mehr der Mengenfeind, nicht das Zaug selbst. Thomas Lange war am Montag da, und er hat garnichtmal mehr so sehr geschimpft und gewettert über all die schlimmen Leute dieser Welt. Also haben wir beim Weinladen gesessen und dann hier Wegenstedt Kirchenaufnahmen restauriert und eine CD von gemacht. Bei gefühlten 1.000 Bieren.
Ich hab noch immer über eine Woche Urlaub und denke an Matze und Plötzky und lauter solche vielen kleinen schönen Dinge, die ich sonst völlig ausgschlossen habe. Und ab nachmittags hab ich dann meinen Tobias. Ich bin gespannt und sehr erfreut über diesen wunderbaren Stand der Dinge.
Griechenland ist schnell erzählt: Nichts! Sehr sauber. Deutsch gut! Eine Woche, die sich ewig hnzog, zum Schluss sehr heiss wurde, aber mit Tobi, Gudrun, Oskar und ich mit Katrin aufm Zimmer wars einfach nur zum Aushalten und nichts weiter denken. Baden in einem belanglosen Meer, Trinken massenhaften Rotweines und den nächsten Tag weiter. Einmal mipm Moped durch die Inse - okay. Und der Rest wie gesagt. Aber schön braun. Voll der Gigolo. Deutsch weiterhin gut.
Wohin soll denn die Reise geh'n?
Nach Griechenland. Morgen. Und ich denke immer noch an Ronald und seine irgendwie richtige aber doofe Aussage, dass es für ihn quasi vorbei wäre und er keine Erwartungshaltung hat. Alles offensichtlich logisch, aber doof. Wars das jetzt? Ist JESKOM eine Einmalerscheinung, die mit Ronald nur zu machen ist, wenn zielorientiert volle Kraft voraus da reininvestiert und erfolgreicht wird?
Was mich dabei besonders, ist die Frage nach meiner Vorstellung, meinem Willen. Das ist in der Tat knifflig. Puppenhaus versus / mit JESKOM als Parallelbetrieb? Will ich überhaupt JESKOM und wie weit bin ich bereit, agieren? Ich sehe dann solche Leute wie Michme, Keyno, Begbie und dergleichen, die sich da voll reinsetzen können und wollen. Nu weiss ich auch nicht, wie intensiv das ist, wo Kubon ja "frei hat, wann er will" und mit Burkhard oder anderen ab und zu durch die kleinen Lande ziehen kann, wenn Michme eh' in diesem Metier arbeitet und damit quasi bereits verbunden ist. Dazu höre ich dann, dass Michme jetzt bei Schlager-MDR1 anfängt und ich denke mir: letztens noch hatte ich doch drüber nachgesonnen, ob das auch was für mich wäre, ob ich das könne, wollte ... und lass den Gedanken liegen. Das wurmt mich ein bisschen, aber da weiss ich auch nicht weiter. Und so ist das bei JESKOM auch.
Vielleicht liege ich im griechisch-heissen Sand, die Bottle Rotwein in der Hand und denke an Tobias und dann an dieses mein ganzes Universum. Immerhin bin ich durch Tobias irgendwie ein bisschen aufgefrischt und mutiger. Zumindest heule ich nicht mehr soviel rum sondern habe fast Angst, ihn zu nerven, weil ich ihn dauernd für mich haben will. Stehe sogar heute um 7 auf. Komisch wa? Aber fetzt. Off that Alkohol - das ist immer noch ein wichtiges Thema, weil Basis all dessen, was ich mutig genug bin, überhaupt erstmal zu denken.
jeskom vs. puppentheater
Resultierend aus dem eben Geschrieben:
Gibt es (m)eine Idee und den Willen, aus meinem aktuellen Status "Puppentheater / Selbständigkeit / JESKOM" ein Konglomerat zu schaffen oder muss ich mich einfach nur entscheiden?
Wenn Puppentheater: dann richtig.
Wenn JESKOM: dann richtig.
Ich bin ja bekanntermaßen ein genialer feiger Hüne und frevle in den Zwischenlösungen, die mich überhaupt nicht genial und damit den Hünen weiterhin kleiner machen.
War das jetztg gemein?
Tobias zittert, Ronald's jeskom
Tobias. Aufgeregt wie ein kleiner Junge. Wegen André, seinem Mitarbeiter und Freund (der mit Miss Hippie Andrea früher von Ost bis Jahr 2000 und dem Kind Oskar zusammen war, der sich daraufhin bisher mit Mandy inkl. eines weiteren Kindes zusammengetan hat, 2010 zusammen in ein Haus einzog und sich jetzt erneut trennt und im Eimer ist), dem kleinen Gerede, warum Tobias irgendwie nicht mehr so richtig "da" ist, weil er "was am Laufen hat" (mich), von Andrés Schwiegermutter Schimpfe bekommt, weil er sich nicht um Mandy gekümmert hat (weil wegen "mich"), weil er sein Fahrrad bei Hermes irgendwie nicht pünktlich losschicken kann, weil sein Rasen gemäht werden muss (!), er einkaufen und saubermachen muss und er jetzt alles klarstellen muss mit und wegen uns beiden. Auch seinen Eltern gegenüber: sein Vater hat am Freitag Geburtstag.
Ich finde das alles entspannt und aber für ihn heftig und bringe ihn runter auf ein entspanntes Maß. Und wie er mich in so einer Situation lieb hat, sich in mich reingreift und mich festhält und in mich reinkriechen will ... oh Mann, ich liebe es. Und ich liebe ihn. Hab ich ihm auch so gesagt! Hab ihm auch aus eigener Erfahrung berichten und ihn sortieren können, dass Rasen, Hecke und Einkauf vielleicht ja doch nebensächlicher sein können, dass Freunde getröstet werden müssen, dass ein Outing bei den Eltern (seine Mom sagt: hoffentlich findest du bald mal einen ...) gut sind, aber nicht überstürzt werden müssen ... und ihm angeboten: Ich komme mit Blumenstrauß zu seiner Mama und halte um die Hand ihres jüngsten Sohnes an ...
Ronald. Bluenote. Erzähle ihm von mir und Tobias und wie das alles gerade entsteht. Und erzählt mir von Parallelen, von Freundschaften und Liebe, die - wenn sie einen inneren gemeinsamen emotionalen Kern haben, stimmig sind und Aussicht auf Erfolg haben. Soweit bin ich natürlich noch nicht. Bei mir fliegen noch Schmetterlinge mitsamt derer kleinen Nebengedanken, ob und wie das alles was wird. Aber es stimmt schon: Tobias und ich: jeder sieht im anderen immer ein kleines Spiegelbild von sich selbst, das Bestätigung, Trost und eigene Zugeständnisse und Mut braucht und neue Ideen zulassen kann, Kritik und der ganze Kram. (Okay, das schwirrt hier jetzt gerade ein bisschen nebulös und bier-undeutlich) Bleibt: Erwartungen dämpfen, Ball flach halten.
Jedenfalls sagt Ronald, dass unsere JESKOM - Zusammenarbeit gefruchtet hat, aber das Erreichen des eigentliches Zieles (nämlich richtig nach vorne zu kommen ) jetzt nur noch bei mir liegen kann. Er hat seinen Frieden und eigentlich auch seinen Abschluss gemacht. Weil er weiss, dass er und ich verschiedene Ansichten haben, was das vermarktende TUN mit JESKOM betrifft. Und er hat es für sich und damit für mich verdeutlicht: Nicht ich bin in 2008 zu ihm gekommen und hab gesagt, dass ich jetzt aus meinen Songs was machen will und ich ihn um Hilfe bitte ... Er wars, der gesagt hat, dass ich mit meinen Songs zu ihm kommen soll und wir vielleicht was bauen können. Oh yes, das stimmt. Ich würde heute immer noch hier rumsitzen und an kleinen unbedeutenden Songs feilen, ohne dass überhaupt was Wirkliches entsteht. Und so kann er aber auch nicht davon ausgehen, das ICH das Projekt jetzt weitertreibe und nach vorne bringe. Habs ja von Anfang an nicht so provoziert. Hmmm. Doof. Aber stimmig. Habs mir aber insgeheim so gewünscht, dass das "automatisch" mit wenig Anstrengung funktioniert. Was seinen Frieden betrifft, sagt er, wartet oder fordert er nicht mehr (siehe ähnliches Konstrukt Dieterloo : Jesko), sondern legt es komplett in meine Hand. Das betrifft auch die Idee einer zweiten Platte: Es gibt keinen Grund dafür. Ein Album für zuhause aus Spaß ... da greift die Zielorientierung nicht.
Und um genau die sollte ich mal nachdenken: Kommt da automatisch mal einer, der uns entdeckt und berühmt macht? Aha. Janko oder Michme oder Jan Draheim sind da Beispiele für Leute, die das ganzherzig und sogar intensiv aggressiv angehen und damit auch was erreichen. Und es stimmt. Er hat absolut Recht mit diesen Gedanken. Da bleibe ich aussen vor und dümpele so dahin und freue mich über meine Musik und mache neue welche, die ich aber offensichtlich nur "für mich" und aussichtserheischend für andere mache. Aber weiter geht es damit nicht.
Und damit bleibe ich erstmal dieser Nacht überlassen, die bereits bierselig dahindrögt und mich an Tobias mit all meinen Hoffnungen und Ängsten denken lässt und dazu über mein eigenes Faible- was ich denn nun eigentlich für mich, mein Leben und meine authentische Musik (eben nicht die von Janko oder Michme) zu tun gedenke. Und dieser letzte Satz hat es in sich!
Du bist meine Schokolade.
"Der Sommer ist Lila und Tobias ist meine Schokolade"
Der erste Slogan stammt wie gesagt via Inga von einem kleinen Jungen und der zweite eben ausm Telefon von Tobias. Weil ich meine letzte Schokolade aufgegessen hab und mir jetzt keine neue mehr kaufen soll. Denn "ich bin deine Schokolade". Hatter gesagt. Und ich freue mich.
Freue mich über diesen ganzen Tag, der nach einem sehr entspannten und Bier-ausdösenden Sonntag ganz früh halb sieben begann und mich all das schaffen liess, was ich längst zu tun hatte. Und ich hab alles geschafft. In beinahe Rekordgeschwindigkeit. Und noch jetzt sitze ich an meinem neuen Song, der merkwürdigerweise beinahe erneut "zu dir" heisst. Arbeitstitel. Egal. War mit Luise heute im Kino "Einen Tick anders". Sehr gefreut drüber, das gemacht zu haben. Ich merke auch, dass es gut ist, solche kleinen Aktionen/Einladungen mitzumachen. Nicht nur, weil Lusie neu in der Stadt ist- auch so: damit sich das Ensemble einfach immer ein bisschen mehr näher kommt. Es geht doch nur zusammen und ich möchte wieder dorthin, wovon mir einige Leute berichtet haben: Premierenpartys, private Partys ... das Leben ist manchmal auch nur Party :-) aber eben sowas. Das schweisst zusammen. Und macht mutiger. Gemeinsam.
Sandy soll allerhöchstwahrscheinlich aus dem Container raus und ich denke schon lange darüber nach, warum ich das gut finde. Wir beide sind gleichsam verkrachte Existenzen und suchen immer wieder nach gegenseitiger Bestärkung und gemeinsamem Rückhalt, der so keiner ist. Das ist nur Bestätigung der Schlechtheit anderer und schürt Argwohn. Mag jetzt hart klingen, aber ich möchte selbst gern offensiv und freundlich bleiben undmir nicht Gedanken über Dinge machen, deren Hintergrund und / oder Wahrheitsgehalt / Realistik ich nichtmal kennen will. Egal. Ich hab Urlaub. Das kommt und entwickelt sich.
Und am Samstag gehts nach Griechenland und ich hab ein wohliges Gefühl insgesamt. Für diese Woche und dem Samstag, wenn Tobias mich nach Berlin fährt. Hab ihm am Sonntag auch von meinem Psychologen und meinem damit verbundenen Rettungsversuch erzählt. Mannomann, Tobias ist so erstaunlich offen und freiherzig. Und ich bin es auch. Er hat mich ermutigt, das weiterzumachen. Es gibt zur Zeit irgendwie keine Vorbehalte, ich würde Tobias mein ganzes Leben hinlegen und mich vollständig erklären, outen, öffnen ... und wie das alles heisst. Das ist große Vertrautheit und ich bin ganz schön froh, was da in den letzten 4 Wochen passiert ist. Und was den Sex betrifft inkl. meiner "Weiblichkeit" und wie das alles weitergeht, wird alles eine Frage meines Gefühles und meinem unerhört erstarkten Mut sein. Und so eine hier hingeschriebene Voraussetzung lässt mich Gutes ahnen.
Schokolade. Du mein lieber lieber Tobias.
der Sommer ist lila
Seeseite, Inga, Wilson, Home & Tobias
Drei Tage an der Ostsee mit Inga. Erst dachte ich ob des Zusammenseins mit Tobi und seinem freien Tag am Mittwoch ans Hierbleiben, entschied mich aber richtig für Inga und den längst versprochenen Urlaub. Und gut wars. Wir haben einen enorm gemeinsamen Draht, spielen das Sachsen-Duo, sprechen beinahe synchron und liegen gerne nackt in der Sonne und gucken uns andere Menschen an. Und zu erzählen haben wir uns auch viel. Nunja, nicht unbedingt, weil wir beide schwul / lesbisch sind, aber es gibt schon ein paar Themen in dieser Richtung. Ich hab dazu auch geklernt, dass es wichtig ist, anderen Leuten zu sagen, dass ich schlecht höre.Es ärgert mich nämlich selbst sehr stark, wenn ich einfach nicht mitkomme. Da leidet der eigene Sprachschatz auch drunter. Jetzt ist Inga mit den drei Jungs Marky Mark, Heiko und seinem Freund Assin (?) auf Segeltour über die Havel. Das bisher grandiose Wetter schlug heute pünktlich zur Inga-Übergabe um und sie hatte schon ein bisschen Bedenken deswegen und dem ganzen Kosntrukt auf so einem kleinen Boot. Aber sie ist nimmts gelassen und ich hab beim Kennenlernen und Essen dort in (??? kurz vor Werder) gemerkt, wie kontaktfreudig und sofort mittendrin ich sein kann, wenns mir gut geht. Und das tut es. Die drei Tage waren absolut richtig so.
Auch wenn es mal wieder vorher zuviel Alkohol gab. Grösstenteils Tobi Balkon und anschliessend zu Hause den bösen Rest. So verlief die Losfahrt an die Ostsee auch einigermßen knapp- was mich betrifft. Völlig Panne und fast schon ängstlich ob meines Zustandes bin ich da. Die jeweilige Flasche Rotwein für mich an den beiden Abenden an der Ostsee hingegen waren in Ordnung. Weils danach auch nicht überhand nahm, so beinahe ich mir das auch im past-whine Zustand hätte vorstellen hätte können. War aber nicht. Und damit gut so. Wir erklären uns das gerne immer- wie auch diesmal: Die Spielzeit ist vorüber und der Übergang ins wirklich Freie & Selbst funktioniert nicht einfach so. Und so entstehen die "Karenztage", die mich ähnlich wie beim Kasper letztes Jahr mindestens 3 Tage am Losfahren hinderten. Wahrscheinlich ist da auch was dran, der Rest aber ist wieder Erklärungsnot und Ausrede.
Ich mag Inga, auch wenn sie viel "krass" und "Horror" in den Beschreibungen einiger vieler Zustände in ihrer Welt betitelt; ich hab bemerkt, wie ich glaubich "reifer geworden", mir um einige solche Zustände keine so großen negativen Sichtweisen oder Sorgen bauen würde. Als si damals mit Uli zusammen hier war, hatte ich das auch schon bemerkt: Es wird viel geschimpft oder abfällig betrachtet, so dass ich manchmal den Eindruck habe, es GIBT EINFACH NICHTS- keine Situation, kein Lebensstück, das mit anderen in einer bestimmten Form von Abhängigkeit oder wenigstens Zusammensein zu tun hat- was wirklich perfekt oder wenigstens richtig gut wäre. So erinnert mich Inga manchmal sogar ein bisschen an Anke Grünbeck, die auch ihre Beschreibungen von Situationen einigermaßen gern ausstaffiert mit Be- oder Abwertungen bis hin zur üblen Nachrede ;-) Doch das ist jetzt hier nicht Thema.
Das kommt nämlich hier. (Ui, hoffentlich schaffe ich das noch aufzuchreiben, bin nämlich echt geschafft und müde).
Tobias, mein Tobias. Es ist immer noch ungebreiflich, was da mit mir passiert. Ich freue mich ab Autobahnkreuz Werder wie wild, ihn heute Abend noch wiederzusehen. Und lasse ihn das ungehemmt und ohne jede Anstrengung spüren. Weil ich ihn und meinen außerordentlich automatischen Mut wirklich lieb hab. Nach dem Duschen kommt, was kommen musste (und ich auch wollte) und ich hatte schon ein bisschen Panik, dass es wieder zu heftig für mich zugehen würde oder/und ich mich nicht ganz und gar dabei fallen lassen kann. Weil es weh tut! Tat es schonmal. Damals, vor 10 Jahren. Sex mit Tobias ist ein wenig ungestüm. Ich bin so'n richtiger Softie-Typ glaubich. Ich will lieben, umarmen, streicheln, küssen und mich mit ihm in ein sanftes Konglomerat der höchsten Genüsse begeben. Aber es klappt noch nicht. Er schleckt mir uferübertretend das Gesicht ab, mein Rest-Herpes schreit dauernd AUA, er reibt sich an meinem leichten Sonnenbrand und wenn er mir einen bläst, ist es nicht das Gefühl, was ich mir eigentlich immer vorgestellt und gewünscht hab. Wie letztens beim Ficken, wo sich bei mir nicht die geringste Spur eines Orgasmus unkündigen wollte. Okay, seit Tobias sind meine selbstsexuellen Eskapaden so ziemlich auf Null runtergefahren. Woran das liegt, weiss ich nicht, ich mache es an einem tiefen inneren ehrlichen Gefühl zu ihm fest, das sich vorerst nicht an Sex orientiert. Und unser neuanfänglicher Sex jetzt ist nicht ... neee, ist einfach nicht schön. Und danach haben wir das aus den Fugen gesprungene Bett repariert und ich wurde immer trauriger. Draussen, bei Zigarette und Bier wurde das noch doller. "Guck mich an", sagt er und weiss: "Du bist müde." Und ich sage, "mag bisschen tiefenentspannt sein, aber so richtig müde ... neee." Und werde dabei noch trauriger. Weil ich Angst hab, dass es so nicht funktioniert und sich an dieser Abteilung unserer Liebe die ganzen schönen harmonischen Ideen scheiden. Und dann hab ich es ihm aber gesagt. Tobi ist glaubich noch nicht so ganz auf mich eingestellt oder glaubt es einfach noch nicht, auch wenn er mir ebenso wie ich ihm sagt, dass auch er mich ganz schön lieb hat. Und er sagt: "Na wir wollen es doch richtig machen." Das ist glaubich eher eine kommunikative Sache, ein Ding der Annäherung und Einstellung aufeinander. Ich hege weiterhin Hoffnung.
Ich hab ihn verdammt nochmal lieb, und das ist mir bisher in der Form noch nicht passiert. Also möchte ich dranbleiben und ihn vom ehrlichsten Grund meiner Selbst an mir teilhaben lassen. So wie auch ich wissen will, wie es ihm geht und was ich tun kann. Und die Basis dafür haben wir allemal. Und das Ding mit dem ganzen guten Sex und der außerdemen Tatsache, dass ich wohl immer der Aktive bleiben muss, und wie wir das lösen, kriegen wir auch noch auf die Reihe. Wir haben uns gerademal zwei Wochen. Und das ist zeitlich gesehen im Verhältnis dessen, was ich mir vorstelle - nichts.
Es ist Sommer und diesmal heisst es (wie Inga von einem Vierjährigen in Berlin erzählte:) Der Sommer ist Lila.
freuen fetzt.
"Meine Mitteilungsbedürftigkeit gibt mir zu Denken. Wenn ich denken könnte. Freuen fetzt. That's the Bridge over troubled Water. Ya Man. Resepect!"
So lautet meine Zeile im facebook, während ich die Küche aufräume und Simon & Garfunkel höre und mich so richtig gehen lasse, mitgröle, singe, tanze und mich freue wie ein spinnertes Kind. Klar, der gestrige Balkonwein vom Techno-Tobi war erneut erheblich, aber damit kommt jetzt hier alles zusammen. Ich weiss nicht, ob und wenn ja, was ich denken und davon halten soll. Ich kanns nicht erklären. Mein Tobias rückt mir im Herzen immer näher. Und immer mal mittendrin versuche ich mir klarzumachen, warum das alles so kommt und ist und dass ich mich freuen darf, sollte, müsste, hätte ... "alles Blödsinn" - weiss ich auch. Und sehe gleichzeitig virtuell andere, die mir gedanklich zuflüstern "Du bist verliebt Jesko, nun freu dich doch und lass es zu.". Ich will diese Stimmen nicht, ich will nichtmal meine. Ausser zum Singen und beim Türaufmachen sagen: "Da bist du ja, mein Prinz."
Muss mal kurz bisschen heulen. Hochtieflinksrechts cool!
euphorisches zur nacht
Eigentlich war Ruhe und Bitte-keine-böse-Schulter angedacht. Aber Mario und Katrin brachten mich mit ihren "dringenden" Empfehlungen dann doch ins BlueNote, in welchem wir mit Käse und Stoffi und dann mit Micha Cohnert und weiterhin später mit Ronald und Markus und Stef und ... den üblichen Verdächtigen unsere Zeit verbrachten. Und wie das immer so bei mir ist, wenn eine kleine komprimierte Motivation auf mich einhämmert- eben gerade- dieser Abschied, war so freudestrahlend. Mario fährt morgen nach Schweden und wir haben uns gegenseitig Gitarrenaufgaben gestellt, die wir nach Schweden im Nachdenker nachspielen werden. Dann hab ich kurz vor Schluss Ronald von Tobias erzählt und er sagte, dass er's gestern ziemlich sofort begriffen hatte, was da ablief. Christina nicht- sie wiederum war von meiner Offenheit und Ehrlichkeit und den echten Emotionen dieses Stückes (Sprung vom Balkon) einigermaßen gefangen. (Gibts auch eine SMS von, die mich ziemlich stolz macht. Siehe unten.) Dann daraufhin er kleine sehr belustigende Hammer für Ronald, als ich ihm sagte, dass es genau DER Typ (hey: der Mensch, der Tobias) ist, mit dem ich vor 10 Jahren einfach nicht konnte, weil ich einfach noch nicht reif dafür war. Und Ronald lacht und reibt sich die Hände. Draussen Abschied von Mario mit ganz großem Glück nach Schweden hin und ich tänzele nach Hause und hab ein so warmes, schönes Gefühl. Und grinse. Grinse über beide Ohren.
Und hoffe, dass ich mich nicht in Erklärungen / Deutungen darüber verliere, was das eben / vorhin / heute alles für Bedeutungen und Sinn und ... hat. Ich will das bitte einfach nur aus mir und in echt heraus laufen lassen, will ehrlich zu mir selbst sein. Will nicht diesen euphorischen Abschied im BN auswerten, meinen Blick, den ich Tobias heute ganz fest in sein Gesicht heftete; was Schmetterlinge oder "das Leben ist schön" damit zu tun haben.
Mir würde es reichen, wenn ich einfach nur ich bin.
(SMS Christina Hensel, 22.07.2011, 21:16 Uhr) Hallo Jesko, nur mal so und ganz kurz. Ich fand dich, deine Lesung, deine Ehrlichkeit, deine Emotionen in Sprache und Musik ... ganz einfach dich ... gestern sehr beeindruckend, berührend, nachhaltig ... schön ... bin heut den ganzen Tag im gestrigen Abend "gefangen gewesen ... :-) ... bist wirklich eine Begegnung ... danke ... so, reicht ... wünsch dir ein entschleunigtes WE ... liebe Grüße. Christina.
die welt ist schön, milord
... tönt Mireille Mathieu aus den Busboxen, während ich still und seltsam berührt aus der Siedlung, in der Tob wohnt, Richtung Bördepark hinausfahre. Warn das jetzt? Das war eben doch wohl von mir (!) eine eindeutige Liebeserklärung. Oder was? Ich hab mich so ziemlich richtig in Tob verguckt. Hab ihn erst lange angeguckt, dann geküsst, nochmal geküsst, beim Küssen an ihn gedacht, dann nichts mehr gedacht und ihn angeguckt. Und ich hab ihn gefragt, ob er überhaupt einen Freund will. "Doch, will ich. Und du?" , "Ich auch." "Und wen?", "Dich!" (diese Sequenz dauerte ungefähr 3 Sekunden)
Und während ich ihn mir so betrachte, freue ich mich wie blöd über meine offensichtliche Wandlung im Begriff, meine Homosexualität langsam aber sicher vom Kopf in den Bauch rutschen zu lassen, indem ich immer offener - darüber sogar in meiner Lesung deutlich werde. Und plötzlich kommt ein Tob daher (La Notte 18.6.) und es wummert und schauert und kribbelt ein bisschen und "schwupps" isses fertig. Spätestens seit eben. Und diesmal bin erstaunlicherweise ich der mit den Schritten nach vorn. Ich gehe vorwärts und rufe ihn dauernd an und fahre dauernd hin. Wir nähern uns nach 10 Jahren von völlig anderen Seiten wieder an. Und JETZT ist es endlich richtig. Und richtig gut. Und ich KANN ES! Ich baue es mir nicht, ich sage mir auch, dass ich mir nichts in Frage stellen oder Sideshows oder Konjunktive überlegen muss. Es ist so wie es ist und jetzt lasse ich uns laufen. Mal sehen wohin, mal sehen, wie weit. Keine unnützen Fragen. Ich höre auf mich im Bauch. Und den schrecken sogar die elenden Sudenburger Bratwürstschen und Hoffmann Kartoffelsalat (größter Dreck) nicht ab.
Daraus liest sich schön, dass der "Sprung vom Balkon" gestern wieder ziemlich gut und vor allem danach sehr lange und getränklich war. Anderes Publikum- fremde Leute. Das ist gut so. Zum Austesten. Fetzt. Logisch waren sie etwas ruhiger als die ganzen Freunde, aber mitgegangen sind sie ganz genau so. Jetzt muss ich mir ein Versprechen abringen und den Alkohol wieder zurückschrauben. Das wird sonst wieder uncool viel und I feel oll. "Jetzt haste doch aber was Starkes vor dir", versuche ich mir zu erklären und merke, dass das zwar stimmt, aber die jahrelange Gewöhnung nicht einfach so wegzustecken ist. Das berühmte Maß isses mal wieder, nach dem ich sehne.
Tobias, ich bin bereit. Und alles wird sich finden. Dich zum Beispiel (bereits geschehen) und womöglich ich mich selbst.
zehn jahre tob
Zehn Sucht Jahre ist es her, dass sich Tobias und ich quasi getrennt haben, weil es nichts bringen wollte, sollte, konnte ... in einem Dreiergestirn inklusive einem unschlüssigen "mir" der ganze Konstrukt so nicht haben wollte. Tobias gings wahrscheinlich ebenso. Wie dem auch sei: Ich habs nun doch übers Herz gebrcht und ihn gestern besucht. Schickes Häuschen. Alles sehr ordentlich. Und sauber. Deutsch gut! (höhö) Er hat Stil und eine Spur von Minimalistik oder Reduktion ini seiner Ausstattung - erinnert mich ein bisschen an damals und seine Küche (die es noch heute gibt), in der alles aufgeräumt und super-clean ist. Bevor der Brei zu heiss wird:
Das war gut und hat mir gut getan. Bisschen erhlicher hätte ich sein können und sagen sollen: "No Baby. No Sex tonight." Hab ich ihm erst danach gesagt, dass meine puren Absichten ihm galten und nicht der Wiederaufnahme sexueller Handlungen, die so halbschön wie damals waren. Immerhin hat er mir sämtliche Verbrennungen an der Vorderseite ordentlich aufgeschubbelt und ich brenne jetzt noch.
Die Nacht endete mit mir um 2 zu Hause und ich hab mich so'n bisschen tragen lassen. Von einer Idee, einer Möglichkeit. Denke ich Carsten ... ach neee, solche Vergleiche sind bisschen merkwürdig und ungalant; ich will nur sagen: Die Wellenlänge ist hier ziemlich deutlich. Vielleicht weil wir uns schon von vor 10 Jahren kennen, vielleicht, weil uns unsere jeweiligen Entwicklungen ganz gut stehen.
Ich guck ma, ja?
der Switcher
Oh, da hatte ich wohl eine gewisse Zehnsucht nach diesem Buch hier, nachdem ich gestern bermerkte, dass es mir im Moment garnicht so sehr fehlte. Ein was hab ich. Nicht für den Rand, aber fürs Bemerken: Die erste Dienstberatung seit 26.05. und die dauerte drei Stunden. und schlimm daran war nichts, als dass sie so lange dauerte. Naja. Quatsch. Was ich feststelle ist eine leichte Verschiebung in meinen Ansichten. Weswegen ich die Zeilen hier von März, April an nochmal sehr genau durchlesen muss, was meine Argumentation betrifft. Die, die mich so oft hat nicht schlafen lassen, die mich so schwer beschäftigt hat, dass es fast zur Kündigung gereicht hätte.
Was hat sich wie und warum verschoben? Zur Zeit ist es beruhigt und ich sehe die Querelen der anderen, die Kündigung von Ingo (wieder zurückgezogen wegen fehlender Argumente), dem enormen Zwiespalt zwischen Tobi und Wolfgang versus Mahatma. Und die ganzen Dinge sehe ich ein bisschen von außen und weiss damit genau wie all die anderen, dass es ein Wahnsinnsaufwand ist, diese Politik der Verleumdungen, Intrigen und sonstwas für gefährliche Herde zu betreiben. Dann denke ich: Nunja, durch sowas entsteht ein großer Mehraufwand, ohne überhaupt kreativ tätig werden zu können. Und dann kommen die Fehler, der richtige Stress. Resultierend daraus nur noch das Abarbeiten, das Reagieren statt Agieren.
bestimmt werde ich das hier revidieren, nachdem ich mich gelesen hab. Nur glaube ich, mir sehr klar werden zu müssen, was ich wirklich vermisse, was es mir tatsächlich so schwer gemacht hat in diesem Theater, was mich wirklich daran hindert, in diesem Theater auf- und nach vorne zu gehen. Vielleicht ist es ja wirklich nicht das Richtige für mich. Aber Behaupten geht erstmal schnell; herauszufinden, warum und was es ist, macht Arbeit. Und das sollte ich mir zugestehen. Eingestehen.
Erstmal sehen, was Jesko hier hat.
(Vorhin rief mich Radio Sputnik an und wollte ein Interview mit mir über den Sprung vom Balkon machen. ich musste dankend ablehnen und verwies auf September- wenn es vielleicht doch was Größeres werden sollte. Die Idee ist gut.)
Zeitsprung
Ich betrachte es beinahe als säumig. Es sind 12 Tage vergangen und ich hatte nichts zu schreiben bzw. hab einfach weder daran noch darüber gedacht. Es ist dies die typische Zeit des Verblassens der uneträglichen Zeit und des Neuaufbaus. Und doch rufe ich mir dauernd und weiterhin unruhig vor, dass ich etwas zu sagen habe gegenüber der Theaterleitung. "Weisst ja, wenn die Sonne kommt, ist's wieder gut." Das wusste ich bereits vorher, dass ich negative Stimmungen / Zustände nicht nur im Augenblick des Bestehens wegzudrücken versuche, sondern im Danach noch stärker geneigt bin, es dabei zu belassen. Allein meine Erfahrung ist noch präsent und vielleicht hat es auch Sinn, dass mein Gespräch erst nächste Woche stattfindet und sich so alles aufs Wesentliche beschränkt, statt frische Informationen auswerten zu wollen.
Nochmal: Es geht um mich! Mich in diesem Gefüge, in dem ich mich wohlfühlen möchte. Und darin wachsen und zuversichtlicher werden kann, damit der Winter mir nicht Herz und Genick bricht. Ich weiß, es ist ja nicht der Winter - es ist und bleibt meine Einstellung zum Leben.
Das zu sammeln und auszusprechen ist meine Aufgabe jetzt. Und nach dem Sommer werde ich Dost kontaktieren (oder besser noch jetzt und die Krankenkasse / Kosten klären.
Wir waren an der Ostsee. Jana, Katrin, Dorschi, ich. Das war gut! Bin schwer verbrannt und es war weiterhin des Alkoholes ein bisschen viel. Aber es war gut. Und meine Güte- konnte ich Gitarre spielen und soviele Texte wieder rausholen- das war beinahe unglaublich. Vielleicht wird mein Kopf ein bisschen freier nach und nach. Das "zahlt" sich irgendwie und offensichtlich sofort aus. Mein Blick scheint geradeaus. Und Tobias wartet noch immer. Carsten auch und ich werde mal noch etwas mehr Mut fassen.
das Gute
Dass es gut ist, darf ich mir hier nicht verschweigen. Denn es ist gut. Es ist erstaunlich gut. Gestern hatte ich meine Premiere vom "Sprung vom Balkon" und wie üblich alles kurz vorher erst fertiggestellt. Die Akustik im Weinladen 39108 brachte mich beim Soundcheck doch noch dazu, nervös zu werden. Aber dann ... Gut, es war ein Heimspiel. Aber die Resonanz war überwältigend. Ich hab das richtig gut gemacht und dieser ganze wunderbare Honig danach war phantastisch.
Wir saßen noch lange vorm Laden und ich holte den Wein nach, den die anderen während der Show hatten und war auf erstaunliche Art und Weise dennoch total fit. Mit Katrin, Jana, Suse, Peter ... reden. Und zwar lauter gutes zeug. Entgegen meinen üblichen Abstumpfungen beim 2. Glas (vor allem von diesem Bretterknaller-Wein) hatte ich klare Gedanken, gute Ideen und war sogar stark genug, nach dem 5. Glas und dem Weg nach Hause diesmal keine weitere Flasche mitzunehmen oder noch was zu Hause zu haben. Vielleicht wars meine ganz innere Offenheit, die ich da auf der Bühne proklamieren konnte, der Applaus, die Leute ... und ich muss hier mal feststellen, dass ich ohne Umschweife mich sauwohl gefühlt habe! (oh, das mach bischen pipi im Augenwinkel ...)
Und der Fluss verebbte nicht. Auch wenn heute Morgen alles noch ein bisschen wackelig war, blieb ich dennoch bei meiner aufrechten Gangart. Und- wie sioll ich es beschreiben: Mit so einer Basis gelingt mir heute weiterhin alles bestens. Die Grafikpräsentation eben: ich bin fit wie ein Turnschuh und hab alles aufm Plan. und entgegne auch einem leicht zynischen Tim ("... KID, ja, ich hab nur gesagt, du müsstest das mit dem Chef klären, wenn du das nicht gemacht hast kann ich ja nichts dafür." und ich sage: "Nicht so aggressiv!")
Fakt ist also: Es geht und ist möglich. Und das sind genau diese kleinen, für mich großen Momente, die mich von den Sprüngen vorm Balkon immer wieder abhalten werden.
P.S. Tobias ist wieder im Spiel und ich bin unglaublich versext und habs ein bisschen auf ihn abgesehen. Für vielleicht länger und in echt? Die Vorstellung ist jedenfalls sehr verlockend.
Major Dux und meine Seele
Ein Stück vom Festival, "naja", dachte ich, "eine liebevolle Zusammenraufung von Leuten vom Staatstheater München und Tänzern aus Uganda. Story ist okay, hat ein bisschen was von Theaterjugendclub." Soweit so gut. Doch dann ist etwas geschehen, was mich vollständig runtergezogen hat und ich hab fast nicht aufhören können zu heulen. Klar, hab ich mich besonnen im Griff gehabt, weils vielleicht jemand sehen und nicht verstehen würde. Aber ich glaub, es wär' mir egal gewesen.
Was wars? Als die Leute mit ihrem ersten Tanz angefangen haben, hab ich es schon bemerkt; als sie dann mit dieser wunderbaren Frauenstimme, dem Mann und dem sweety Punkgirl und den Kinder dazu im typisch afrikanischen Stil zu singen begannen, hats mich richtig weggerissen. Dann die Trommeln, diese urige Kraft. Und das Grösste von allem: Das war richtig echt! Der Grössere gab dem Kleinen einen Mutmacher-Kuss zum Starkmachen für seinen Solotanz, außerhalb jedes Scriptes und die gesamte Ladung an Tanz und Gesang strahlte sowas wunderbar Gemeinsames aus, eine Art Zusammenhalt, Frieden, gegenseitigen Respekt, Anerkennung, Liebe ... ich kann das schwer ausdrücken. Ich weiss nur, es hat sehr starken Eindruck auf mich gemacht und mir mein innerstes Streben nach Harmonie verdeutlicht. Bin sofort danach in meinen Bus und war nochmal heftig traurig. Weils mir gezeigt hat, wie sowas gehen kann. Die Story von der Errettung der Musik war überhaupt nicht wichtig, das hier spielte sich hinter Kulissen der Darstellung ab.
Ich hab mich auch während des folgenden sehr coolen Materialtheaters Stuttgart "Drei Affen" und der Wille Känina Show danach nicht mehr gefangen. Das saß sehr tief und tut es jetzt noch.
Das ist ein bisschen parallel zum Simon Rattle Film. Der hiess "Rhythm is it" und hatte einen ähnlichen Effekt im Nachgang, als die beiden kleinen Mädchen händeklatschend und freudestrahlend im Backstage sangen "Wir haben es gescha-haft...". Leute, die zusammengetrommelt, eingeladen wurden, um etwas Schönes, Gemeinsames auf die Bühne zu stellen. (Erinnert mich auch ein bisschen an mich und Dagmar mit ihrer 1. Klasse damals in Nord und der kleinen Alfred Jodokus Quak Inszenierung.) So stelle ich mir das heute bei diesem Ensemble auch vor. Sie haben gemeinsam etwas gebaut und dabei das Beste gezeigt, was sie konnten: sich selbst. In einer Spiel- und Tanzfreude, die ihnen eigen ist. Und das Publikum scheint es nach dessem Applaus zu urteilen ebenso aufgegriffen zu haben: Das war keine Höflichkeitsbekundung, das war Bezeugung der jeweils eigenen Ergriffenheit über soviel Lebensfreude.
Naja, ich sehe das zumindest so. Für mich wars ein klarer Wecker-Effekt, der in mir das aufgerüttelt hat, was mich im Innersten bewegt.
Ich, Tod und die anderen
Mein Auswechselspieler heisst TOD, wenn er allerdings aufs Feld kommt, gibts kein Zurück. Das ist doof. Also muss ich mich auf dem Feld behaupten. Und das wechselt in seiner Motivationskarft so unermesslich stark. Irgendwann verblasst die Härte dieser Ambivalenz- was bedeutet TOD eigentlich noch, wenn ich dauernd drüber nachsinne und wieder Aufschub gewähre, nur weils womöglich und plötzlich ein bisschen aufklart draussen. Ich hab die Basis noch nicht begriffen, also den Zustand, der mich selbsterhaltend unbedingt am Leben lassen will. Ich weiss nur, dass es immer ziemlich schnelle geht. Funktionieren ein paar Dinge hintereinander gut und ist die Resonanz einfach nur freundlich, dann bin ich ziemlich fix motiviert. Dass diese Wort mich mal so bechäftigt, hätte ich nicht gedacht. Münchhausen zieht sich nur noch mit zu großer Mühe aus dem SUmpf und weiss nicht mehr so recht, wofür noch. Der Antrieb ist ob all der kleinen Probleme irgendwie dahin und die Freude an den vielen kleinen Dingen zum Ausprobieren vieler anderer kleinen Dinge wird immer geringer.
Vielleicht ist dem Menschen ur ein gewisses Kontingent an Freude am Spaß der vielen kleinen Dinge zum Austesten derselben überlassen worden. Wenn er's nach einer gewissen zeit nicht zu einer Profession gebracht hat, zuckt das Schicksal auch nur noch mit den Schultern und weiss nicht, was es noch für diesen Typen tun kann.
Zwichendurch denke ich immer an die Liebe. Nur wird die auch nicht allheilen. Und dann sind da die anderen und wie ich tatsächlich immer noch bemüht bin, ein halbwegs sauberes Bild von mir abzuliefern. Es strengt alles ziemlich an, auch wenn, wie ich glaube, die mobilen Kräfte absolut vorhanden sind, so möchten sie doch gern wissen: wofür.
Hab bei der La Notte Tob wiedergetroffen. Und sein Gesicht war vertraut, hübsch und irgendwie war das cool. Jetzt ist es Festival im Puppenland und ich guck mal, wie ich da so langspaziere. Und berhaupt.
welcome whine with tabac
Bin wieder tendenziell mehr zu Wein und Rauchen hingekommen, auch wenn ich es so gut wie weiterhin tagsüber sein lasse. Heute musste ich bei Tobi zweie klauen und weiss jetzt, was überladender Stress bedeutet, wenn die Idee einfach nur nach einer nichtmal supertoll schmeckenden Zigarette mich ein bisschen kurz verschnaufen lässt. Ansonsten versuche ich es so zu halten: Gibts Abends Getränke, ist die Zigarette dazu okay. Ansonsten also die Getränke flach halten. Pfingsten und das Wochenende davor waren allerdings erneut wieder sehr grenzwertig und üblich ärgerlich danach. Im Grunde ging das seit Depeche Mode mit Mario ganz sachte wieder los und hält sich behende auf dem Weg.
Aber was will ich damit sagen? Mich selbst beruhigen, dass es nicht so schlimm wäre, wennich es nur im Zaum halte? Es gleichzeitig ein bisschen dabei verschleiern? Fakt ist ganz sicher: Ich denke zuviel! Das passt weiterhin (wie bereits erkannt) nicht alles in meinen Kopf rein und die Konsequenzen oder nichtmal reifbaren Entschlüsse können daraus entstehen. Auch werden die kleinen Erkenntnisse immenser Mengen von Denkprozessen in sehr kurzer Zeit immer flüchtiger. Das heisst, mir kommt etwas in den Sinn, ich entdecke eine logische Schiene und im selben Moment ist alles wieder weg und hinterlässt nur eine sanfte Spur reinen Unwissens. Wie beim Dope Rauchen. Deswegen stehe ich nicht so auf Dope, weil es auch ohne das gleiche ist.
Das mag mit meiner 41jährigen Lebensphase zusammenhängen, in der ich es nicht anders gewohnt bin, als oberflächlich überall "mit"zuschwimmen und dabei immer nur ein bisschen was Eigenes dabei zu entwickeln. Bis es so müde macht, dass es weht tut. Wenn ich damit zufrieden wäre, dann wäre alles gut. Zweimal Wäre.
Ich fasse mich mal kürzer: Puppenhaus ist (auch aufgrud dieser meiner Art) ziemlich intensiv und ich bin weiterhin bedacht, wenigstens nicht zuviele Fehler zu machen. Und was meine Zukunft dort und die klar gefassten Überlegungen anbetrifft, bin ich keinen Schritt weiter. Immerhin glaube ich, mich etwas emotionsloser zu fühlen und diesen merkwürdigen Scheinangriffen gegenüber etwas gleichmütiger entgegenzustehen, aber sicher bin ich mir dabei keinesfalls.
Der Sommer kommt und ich laufe Gefahr, wieder irgendwohin zu driften und anschliessend das Gefühl zu haben, nicht erholt oder wenigstens etwas glücklicher zu sein. Obwohl: Griechenland mit Katrin: DAS ist schonmal ein großer Schritt nach vorn!
Fakt ist, dass ich jetzt wirklich dranbleiben und mir das Ziel setzen muss, Dost nach all diesen Testläufen festzuzurren und es anzugehen. Meinetwegen 3mal die Woche. Und ich muss das hier alles öfter nachlesen, um wenigstens das zu tun, was ich mir hier dauernd aus offensichtlich notwendigen Gründen immer wieder vornehme.
Als nächstes kommt der "Sprung vom Balkon" in 2 Lesungen im Weinladen. Das wird wahrscheinlich wieder irre gut ankommen, so wie ich mich aus bisherigen Erfahrungen mit mir und dem, was ich tue und tun kann, einschätze. Weitermachen!
Unentschieden in die Pause
Was macht mich nur immer wieder hier im PT so merkwürdig unmutig? Ich hab oft das Gefühl, einfach nicht gut zu sein, vieles nicht richtig zu verstehen oder als zu verteidigenden Angriff aufzufassen. Irgendwie fehlt mir der Drive und das ganze Konstrukt fühlt sich sehr schwer, behäbig, lethargisch und unendlich aufwändig an. Schlafen klappt auch nicht lang genug und ich freue mich aufs Promi TT heute mit anschliessendem Wein oder Bier und Tabak. Meine Flucht? Meine ausweglose Liebe? Den Morgen spüre ich bereits mit Verwehungsdunst und Ärger darüber.
Das Feuer hier brennt mit merkwürdiger Flamme und ich frage mich, ob ich so ein Konstrukt schaffen kann um es richtig zu strukturieren und damit saubere Arbeit zu machen oder ob das einfach nicht mein Ding ist. Oder welche dritte und höchstwahrscheinlich eigentliche Variante dieses Spiel hier immer wieder mit Unentschieden in die Pause schickt.
Das wechselt so wahnsinnig schnell: Plötzlich ist's wieder irgendwie andersrum und in Richtung unzufriedenem Doof.
alleene doof
Wahrlich entspannt dieser Freitag. Auch und gerade im Puppenhaus. Ziemlich leer. Hab mein Zeugs geschafft, sogar den Kleinen Onkel fotografiert. Irgenwie will ich mir das schon noch wahren. Genau wie die Geschichte mit der Einsparug von vielen Geldern, indem ich manche Sachen selber mache oder drucken lasse. Und genau darüber muss ich mir bald Gedanken machen, wenns darum geht, dass die Leitung mich zu meinen Ansichten und Plänen interviewt und mir zudem ihre Sichtweise der Dinge darlegt. Ich hoffe, ich bin dann genau so deutlich wie ich es mir jetzt wünsche ;-)
5 Uhr wach. Und blödmüde. Und komme gerade vom Saturn, weil ich mir die Panasonic909 doch mal ansehen wollte. So ein Mistkram- da will ich mir was anschaffen und weiss garnicht, wofür. Nur um des Habens willen? Weil dann alles besser geht und wird? Weil ich dann ein "Wohin auch" Video drehen kann? Schön alleine machen? Alleene fühl ich mich, wennich an Leuten vorbeigehe, die zusammen was tun, ob ich sie kenne oder nicht, egal. Ich fühle mich wie so'n oller immermalwieder-trauriger Tropfen, der keine richtige Idee, keinen Plan und immer nur vage Vorstellungen vom schönen Leben hat. Ist es die Liebe? Fehlende Liebe? Der oberflächliche Döringdarlingschönling wird von allen lieb gehabt und fühlt sich so allein. Und schafft es aber auch nicht aus seiner Höhle raus. Is' nich' so, dass ich hier jetzt aufm Balkon heulend rumsitze - es ist nur wieder so ein kleines Lost-Gefühl.
Aber wo ich schonmal hier auf meinem Outside Office und dem namensgebenden Balkon sitze, schreibe ich wenigstens mein angefangenes Buch ab, um damit weiterzukommen. Plakate hab ich ja schon genug dafür.
Motivahrnehmung
Hab mich abgeschossen gestern nach dem TT und dem BN zuhause (wo sonst) mit einer Flasche Wein. Und jetzt ist draussen schönes Wetter, Christi Himmelfahrt und ich sitze hier ziemlich "rum", ohne irgendeinen Antrieb. Sehr sehr bekanntes Gefühl. Aber mit der wiederaufkeimenden Meinung, dass ich mein eigenes Dilemma bin. 10tausend Gedanken, viel davon traurig. Ein ganzer Ball voller Informationen fliegt dauernd auf mich zu und wieder weg. Ich sehe mir solche Bilder wie das hier an und kriege das große Heulen übers "Vorbei & Hätte", stelle mir imaginäre Situationen vor, in denen ich tun und sein kann ohne nachzudenken; wie der Niederländer Blogger Zephyr das in seinem Blog für mich zumindest so offensichtlich darstellt - ich mit meinem Freund in der Welt herumziehend die unmöglichsten Fotos mache und romantischen Augenblicke erleben könnte (da reicht mir eigentlich schon die Vorstellung, dass Jana und Dorschi zusammen jetzt irgendwo an der Ostsee unterwegs sind), weil ich das allein nicht kann. Und wieder stellt sich die Frage nach der Motivation. Das grenzt sich jetzt nichtmal nur aufs Puppenhaus ein, das betrifft mein ganzes Leben. Ich kann hier schwerlich was erklären, was im nächsten Moment wieder halb oder doppelt so schlimm ist. Meine Wahrnehmung und Sichtweise auf diese meine Dinge wechselt schnell. Allerdings nicht im Detail der Möglichkeiten sondern nur zwischen Schwarz, Weiss und einigen Grauschleiern.
Zum Beispiel hat sich die Gewichtung "Dost" erstmal verschoben. Vorerst geschafft, jetzt Pause (wieder zwanzig Jahre warten?) und dann die Krankenkasse und die Termine klären. Wie war das mit Dranbleiben? Der November kommt. Und wenn ich dann so ticke wie heute, wirds nicht zum Januar reichen. Und selbst das glaube ich mir nicht.
Doch auch nüchtern komme ich offensichtlich nicht so richtig weiter. Immerhin sind die Möglichkeiten weit vorhandener als in diesem Zustand heute, nur stelle ich mir dann die Frage, was mich an der Nutzung dieser (welcher?) Möglichkeiten hindert. Offensichtlich habe ich diese Pulle Wein mit ihren Folgen so richtig gewollt! Die Katze schmerzschreit auf dem heissen Blechdach und beisst sich dauernd in den Schwanz. Ich glaube echt, ohne richtige Motivation wird man auch immer doofer. Also ich. Das sind alles immer nur Fetzen von wunderschönen Vorstellungen über Situationen, aber kein Konzept dahinter, meinen wirklichen Willen auszugraben und das dann einfach mal "nur zu machen", ohne die ganzen Grauschleier der konjunktiven Grütze, die Wenns und Aber.
Männertag. Und? Wo?
Anstrengung und Zwang(s)haft
Vielerofts glaube ich, das Leben ist aus meiner Sicht unglaublich anstrengend. Um das kleinste Ergebnis zu erzielen, bedarf es den größten Aufwand, Anstrengung und Überwindung von Hürden. Diese Ansicht dürfte mir von so gut wie jedem als Unsinn widerlegt werden wollen, aber was nützt es? bEs fühlt sich oft so an. Wenn ich dann Mütter und/oder Väter mit ihren kleinen Kindern sehe, die einen totalen Fulltime-Job haben, weil sie Arbeit, Kind, Familie, zuhause ... unter einen Hut bringen müssen. Und ich stehe daneben und stöhne, wiel ich selber Luft holen muss. War das schon immer so? Oder bin ich sachte lebensmüde, weil sich alles wiederholt, ohne was Beständiges zu werden?
Ich lege mich selten fest oder entscheide etwas im Vollen und Ganzen, die Schleichwege werden mir zum Verhängnis, es ensteht nicht Genaues, Greifbares dabei und wird immer nur mit halber Kraft fahren bzw. bestehen und jedes Mal unglaublich entmutigend sein.
Habe gestern nach Hafen-Einsatz mit Wieland und einer Weinschorle, die mich aufgrund des Freitages nach Anke in Genthin, "drei" bei Katrin und 4 Gläsern Wein bei Tobi auf der Terasse und einer gemeinsamen Absch(l)ussflasche mit Mario bei mir zu Hause erneut etwas verwehte, versucht, diesen Zustand mittels Einsatz weiteren Weines und Zigaretten zu überstehen. Das war echt zwanghaft. Rauchen und Wein schmeckten irgendwie überhaupt nicht. Aber ich saß Samstag um 11 bei Videosimpsons, die ich garnicht sehen wollte, und überhaupt keiner Idee mit mir ausser der ewigen Erkenntnis, das Verwehungen Scheisse sind, auf der Couch und drückte mir eine Flasche nebst tausend Kippen rein um dann endlich ins Bett zu gehen und Ringelnatz laut zu rezitieren. Ich hoffe, dass ich nur mal einen Trip unternehmen wollte, um mir erneut zu beweisen, welche Seite die bessere ist. Aber so ganz glaub ich's nicht.
Nachschlag: Das nächste Thema befasse sich bitte mit MOTIVATION
Dosts Vorfinale
Doofe Überschrift, aber ich muss es gleich aufschreiben, bevor es weg ist. Das war eben die letzte "Probe" vor der Entscheidung, wie es weitergehen soll. Zwei Angebote. Einmal die Woche - und ich denke an Anke. So oft es geht in der Woche - und ich denke "Hoffentlich geht seine Empfehlung auf einmal die Woche. Und er empfiehlt: So oft es geht. Oh. Und ich wankele zwischen dem strengen Anspruch an mich selbst und dem leichten Unglaube wie bei Chirotherapeuten, die ihren Patienten mindestens und öfter und so lange es geht behandeln müssen. Wie ist es um meinen Willen bestellt? Welches Vertrauen habe ich? Ich habe eine Gewissheit und die stellt unmissverständlich klar, dass ich jetzt Handlungsbedarf habe noch bevor der Winter kommt. Weil ich Angst um mich habe, dass dieses depressive Element mich vorfristig aus der Bahn wirft.
Der letzte Punkt der Serie beschäftigte sich mit meiner Leidenschaft und der Bewunderung für die "Profis" die nichts anderes als das machen, was sie am besten können. Und damit offensichtlich ganz gut fahren. Wo und wie fahre ich? Was wäre, wenn mich eine interstellare Kraft entschleunigt und ich mich auf EIN Gewerk konzentrieren müsste / wöllte? Meine gesamte Struktur läuft immer wieder auf den guten und fantastischen Anfang mit viel Talent und einer folgeunrichtigen Beendigung bzw. dem Stillstand der Aktion hinaus. Quasi adaptierbar auf das, was hier gerade zur Debatte steht: Welchen wirklchen Willen, welche Kraft habe ich, da dran zu bleiben? Wie lange? Was erwarte ich? Ich hatte vorhin erwähnt, dass ich das Gefühl habe, alles bereits ausprobiert zu haben und dass ich eben unheimlich lange für meine (Dost:) Erdumrundung gebraucht habe und nun mein Willen schwächelt, weil alles schon da war. Ich werde sachte müde und will nicht die ganzen erlebten Bereiche nochmal aufwühlen oder neu anfangen. Ich weiss aber auch nicht ob ich mir was "Festes" zutraue. an dem ich bleiben und eine Leidenschaft entwickeln kann (Beispiel hier war Foto: Schöner Einstieg, tolle Fotos, Lob von aussen, be-/ versuchter Workshop, immer bessere Technik ... und nun? Auf irgendeinem Niveau stehengebliebe, mich adarauf verlassend und immer ein bisschen Ansgt spürend, dass weitere, bessere Technick den Amateur von nebenan zum besseren Fotografen als mich macht und ich dann lieber wieder aufgebe und es ausreichend erklärt und begründet zu den Akten lege).
So. Und nun liegts an mir. Ganz was Neues, was?
überall Scherben?
Ich greife immerfort irgendeinen Gedanken auf und mache ihn zur erklärbaren Mückenelefantenfliege. Und das kann alles sein - Rückblicke in der INTRO auf die 90er und ich überlege, was ich versäumt und verpasst habe; eine Nuance einer Geste oder eines Satzes, die ich aufnehme und veruche zu interpretieren - was sicher oft nur mein Bewusstsein trifft und wahrscheinlich nicht die eigentliche Intention dieser Geste oder Worte (insofern es überhaupt eine gab); oder ich sehe "das Fest" im TV und überlege, warum ich als Kind Badehosenking war oder mich im Garten nie gänzlich mit freiem Oberkörper der Sonne preisgeben wollte, wie es immer wieder forciert wurde ... Wie gesagt, da komm ich nicht weit, das alles hier aufzuzählen- das war auch alles nur von eben bzw. heute. Damit haben die ganzen vielen Gedanken bestimmt auch nicht so große Gewichtung oder Bedeutung, wenn ich selbst einer Pfütze irgendwelche erklärlichen Dinge zu entnehmen weiß, oder? Was versuche ich denn eigentlich dauernd zu denken? Ich fasse es gleich mal kurz zusammen. Vorher noch:
Vorhin kam mir noch die Frage dazu: Haben eigentlich ALLE Menschen mit gewissen Problemen in ihrem Dasein / Zustand oder ihrem schwer zweifelnden Blick auf sich und die Zukunft mal irgendwelche Kindheitsprobleme, Traumata gehabt oder schlechtes Essen oder Zug bekommen? Ist der Mensch dann aber nicht eine an sich gute Erfindung, wenn er sich nicht nur immer wieder gegenseitig zum seelischen Krüppel machen würde? Oder sind die Deutungen, Auswertungen und emotional prägenden Verarbeitungen eines jeden Heranwachsenden so unterschiedlich, dass niemals gerecht auf sie reagiert werden kann und er / sie sich immer ein bisschen missverstanden fühlt und es zu Depressionen kommt? Mir kommt das jedenfalls so vor.
Oder bin ICH einfach mal nur oft ein bisschen doof und merkwürdig verworren, was meine Kraft des gerichteten Denkens und die eigene Wahnrehmung betrifft? So weit ich denken, kann, war das nämlich schon immer so: nicht erst seit Oostende 1993 und der Frage, ob auf dieser coolen Europatour dieser Sonnenuntergang im weißen warmen Sand nun schön ist oder nicht; das betraf viel frühere Zeiten, in denen ich nicht so recht wusste, wie ich die Situation einschätzen könnte. Klar, drüber weg und durch komme ich immer, dafür bin ich Schauspieler und es ist wohl immer noch besser, drüber johlend hinwegzuspringen als sich irgendwie durch- und mitschleifen zu lassen. Dann allerdings kann schonmal später die Frage auftauchen, warum ich glaube, dass ich nie richtig gelebt hab. Es waren nämlich beide Beispiele jetzt nicht sonderlich glory. Welcher Weg wäre denn dabei der eigentliche, der bessere, der "richtige" gewesen? Hä?
Emotionsfreies Abarbeiten ... das ist meine Devise zur Zeit im PT. Und es klappt erstaunlich. Keine Witze, keine fixen Ideen, keine Verbesserungen, keine ... es läuft auf Dienst nach Vorschrift hinaus. Und siehe. Es geht mir recht gut von der Hand und ich fühle mich fleissig. So merke ich allerdings auch, dass es immens viel Arbeit ist und wenig weniger wird. Trotz der abhanden gekommenden Fotos und der Grafik. Doch auch das muss jetzt geklärt werden. Weil es eine Zwickmühle ist. ICH KANN DAS GUT und genau das will ich auch forcieren und mir möglichst auch besser bezahlen lassen. Indem Kempchen diese Tätigkeiten aber abwählt, damit ich meine eigentliche Arbeit schaffe, geht mir genau das flöten. Und auch eine Wiederaufnahme klänge fast nach Belobigung. Outsourcing auf mich selbst ginge ja auch bloß nicht- ich wäre ja wieder überlastet. Oder wie? Und das Budget steigt dazu weiter und weiter und ich sehe jetzt hübsch, was ich eigentlich bisher eingespart hatte. Und weisste was? Im Moment ist es mir egal. FB packte fast der Wahn, als die Kleiner Onkel Karten plötzlich 690 Euro kosten sollten. Statt bisher 50. Tja. Abwarten. Und weiter emotionsfrei Abarbeiten. Und mir Gedanken über die Zukunft machen.
Soviele Worte: Wollte noch schreiben, dass der Depeche Mode Freitag mit offMODE aka jesKOMArio hervorragend war und wir beide uns sehr auf allen Wolken gefühlt haben. Weil wir so gut waren und es so prima hinbekommen haben. Meine Güte, waren wir stolz auf uns. Zur Recht. Und ich habe wieder geraucht und ganz schön viel Irgendwas getrunken. Karina und Renne waren auch da und dann sind wir noch über die Westringbrücke mit einem weiteren Kurzkonzert und halb 4 im BN ein letztes Kurzkonzert. Nächsten Tags bin ich dann sachte wieder runter, halb 11 ins Bett und seitdem wieder rauch- und alkfrei. Das wiederum finde ich erstaunlich und sehr gut.
Bei Kieser erstmals nach 4 Wochen und dabei festgestellt: zuviel von der Kraft ist zwar nicht weg, aber das ungemütliche Aua am Brustbein macht sich wieder bemerkbar. Aha! Aber welche Maschine wars? Oder was genau sonst?
Donnerstag letzte Dost Session und ich muss jetzt rausfinden wie das Ganze weiterläuft. Genau so? Oder wartet er, bis ich alle bin mit Erzählen? Was kommt dann und wie läuft das ab? Verstehe ich ihn akustisch ausreichend? Ich hab noch keine Vorstellung davon, wie sich eine bspw. wöchentliche Eingrabung in meine tiefsten Erinnerungen vollziehen kann. Das muss ich dann wohl in unserer letzten Teststunde rauskriegen. Knapp. Aber genau so sag ich's ihm und dann wissen wir mehr.
plätschert so dahin
Wasserplätschern klingt- akustisch entsprechend aufgenommen- sowas von oll, das geht überhaupt nicht. Habs eben beim Mississippi-Dokfilm wieder gehört. So wie den Drömlingssagen auch. Es ist schwer schlimm. Weniger schlimm ist, dass ich heut noch garnicht sterben wollte. jeskomclassics hat eine wunderschöne Version von "wohin auch" zu fünft gebaut, die einfach super schön klingt. Jetzt muss das nur noch so in der Johanniskirche klingen und jemand aufnehmen. Am besten mit Video.
Weiterhin versuche ich es im PT abzuarbeiten. und immer kommt was dazwischen. Aber ich würde mir später Vorwürfe machen, zum Beispiel die Spargeleinladungen meiner Eltern dauernd deswegen ausgeschlagen zu haben. Amüsiert bin ich weiterhin nicht und auch Kempchen halte ich genauso auf Distanz wie er mich. Wir bleiben einfach sachlich und werden sehen, wohin es führt. So lasse ich das hier heute stehen und muss aktuell grad anmerken, dass ich Polterpaules Gewummere über mir irgendwann überhaupt garnicht mehr leiden kann.
Ich bin so flüchtig in meinem Dasein; irgendwo zwischen Tod und Zuversicht und der Gewissheit, dass die Zeit einfach immer weiter tickt. Und immer ein bisschen ohne mich.
Tausend Tränen tief
Es gibt so Momente, die kann ich nur sehr schwer beschreiben. Dann gehts nicht um den aktuellen Umstand oder Zustand oder das was gestern war und womöglich morgen sein wird. Da gehts ans Eingemachte und zwar in schrecklichster Form. Was heisst schrecklich ... in endlicher Form. Komm oh Tod, du Schlafes Bruder und so. Raff mich hin, schnell und ohne Aua. Dann kommt wie jetzt das kleine große Heulen und nachher geht alles wieder "irgendwie". Ich bin nichtmal verkatert oder so, ganz im Gegenteil bin ich seit einer Weile alk- und rauchfrei, eben deswegen, DAMIT ich mich get real klarkriege. Aber es wird nicht schöner. Naja, wäe ja auch zu einfach was? Stattdessen sehe ich solche Sequenzen wie bei den Simpsons, in denen Milhouse Lisa Italienisch Unterricht gibt, ihre Merkzettel in der Luft zerreisst und sagt: Man muss italienisch leben, um es zu lernen und setzt sich mit ihr wunderbar italo-typisch auf eine Vespa, mit Schal und Nussschale und so und sie fahren durch die italienische Innenstadt.
Was das jetzt bedeuten soll? Ganz einfach: Ich stelle mir in dem Moment vor, wie abgespeckter einfacher und deutlicher und damit intensiver mein Leben sein könnte. Das ist hanebüchen, das aus so einem romantischen Bild herausholen zu wollen, aber in meinem Kopf und meiner Seele entstehen solche Gedanken und Vorstellungen davon, wie es sein könnte.
Und dann halte ich es oft nicht gut aus. Hier. Mit mir. Aber ich bin immer noch sehr traurig, wenns ans gedankliche Sterben wegen Unerreichbarkeit des Lebens geht. Was mich entweder von beidem abhält ... ja, das wars schon.
Vollmond und 'Hoffentlich wirds wieder'
Tatsächlich also - ein signifikant her- und ableitbarer Nachweis, wenn es um schwerschlafende Wühlnächte in Verbindung mit einem Vollmond geht. Wieder war es soweit und wieder habe ich erst im Nachhinein festgestellt, dass der Mond voll ist. Diesmal sogar ein bisschen genauer: Nicht letzte Nacht, sondern heute um 13:00 Uhr. Stellt sich die Frage, ob meine Nächte wegen der bevorstehenden Mondlichtmengenwende immer so schlecht sind oder ob das auch in Nächten wir der jetzt kommenden - also nach erfolgtem Umschwung auf abnehmenden Mond resp. andersrum auch der Fall sein kann. Frank Pohl erlebte die letzte Nacht ähnlich verkorkst und verwirrträumt. Wir müssen ein Mondbuch führen.
Nicht so interessant verläuft es derzeit im Puppenhaus. Na klar werde ich jetzt in vielem zurückgenommen, damit ich meine Basis-Arbeit schaffe und ebenso na klar ist das in Zeiten kurz vor Festivals und Hof besonders kritisch auszuwerten, wie es sich mit meiner Arbeit und der Effizienz verhält. Und dennoch bin ich betrübt über den Umstand, dass ich keine Fotos mehr machen soll und dass jetzt auch FB eindeutig an dem von Kempchen verordneten Strang zieht. Wo er es doch vorher noch anders gesehen hat (Bist du jetzt bockig?) Auch und gerade keine Fotos vom Kleinen Onkel von Nis für die Programmkarte - die nun also auch noch jemand anders = Genese macht. Wir sind wieder da, wo wir waren, als ich dort anfing. Alles lief über EINE Agentur, meine ganze Kalkulation ist mir mittlerweile ziemlich egal und ich kann nur noch damit aufwarten, vorzulegen, was alles eben NICHT eingespart werden konnte. Und da beisst sich die Katze in den Schwanz. Wir KÖNNTEN es einsparen, aber Jesko schafft das alles nicht allein.
Ich bleibe diese Woche mal so gut es geht dran und arbeite stumpf alles ab. Muss ich sogar noch ein bisschen stumpfer werden und durchziehen. Und dann kann ich mal gucken, was übrig bleibt. Jedenfalls kann ich so auch kaum argumentieren oder einfach nur darlegen, was mir besonders gefallen hat und ich aber nun nicht mehr tun kann, soll, muss, darf. Zwickmühle. Und immer dieses ungute Gefühl dabei, dass wahrscheinlich irgendeine Form von Motivation zu ganz anderen Ergebnissen geführt hätte. Ich würde so gern mal nachfragen, ob ich das alles falsch sehe, wenn ich glaube, dass das hier ein 2-Mann-Betrieb (mit 3 eingeweihten Verbündeten vorherrscht), die sich des Restes an Mitarbeitern im Grunde nur bedienen, statt sie einzubeziehen.
Die Psychologen und Soziologen dürften ihre helle Freude an diesem Theater haben. Aber womöglich ist das überall so.
Wer seine Freiheit zugunsten der Sicherheit aufgibt, wird am Ende beides verlieren. Jana P. meint, das wäre auch nur am Anfang die Wahrheit. Wenn ich wüsste, mit meiner Freiheit etwas anzufangen und mich mit beiden Beinen auf diese Welt zu stellen, dann wären diese vielen Absätze hier ganz anders geschrieben. Nun kann ich ja immernoch sagen: Ich bin ja dran. Aber das katzeschwanzbeissende Totschlagargument lautet immer wieder gern: Das wusstest du doch lange genug, warum schiebst du es immer auf die lange Bank? Die vorm Krematorium?
der Tagebuchpetzer
Alles schreibter auf. Und immer aus unterschiedlichen Beweggründen. Weil gerade etwas besonders tragisch oder traurig war, weil das Ganze Große Universum gerade schief oder besonders gut da liegt, weil ich mir was eingestehen muss oder... ein wenig zynisch gehe ich ins Gericht mit mir und meinem ersten Puppen Stormy Monday. Es sind 13 Grad draussen und alles ist weder besser noch schlechter, als ich es erwartet haben sollte. Mein großes Ideal vom Weltfrieden kann ich weiterhin mit Kästners Worten in seinem Brief "an mich selber" vorerst so weit wegstellen, bis ich einen Weg gefunden habe, mich mit dem was realistisch sein soll, zu arrangieren: "Deine Hoffnungen waren das Lehrgeld, das noch jeder hat zahlen müssen, der vermeinte, die Menschen sehnten sich vorwärts, um weiterzukommen ... Stattdessen wissen wir, dass der Mensch, anstatt nachzudenken, sich nicht vorwärts sondern im Kreis bewegt, nur um nicht still zu stehen."
Kästner hat das natürlich für sich und 1940 zum Beginn des Krieges, der Verfolgung und vor allem nach der Bücherverbrennung 33 und so geschrieben. Aber auch ich stecke in miener Sicht- und Lebensweise vollends in diesem Sumpf der Kreisschwimmer, nur war halt meine Idee, mit Liebe und Miteinander sich da raus zu ziehen. Dabei hab ich offensichtlich versagt und auch keine richtige Idee gehabt, wie man es besser machen kann.
Aber zum Tag jetzt: Natürlich muss Kempchen seine last-2-weeks Haltung, von der ich nciht genau weiss, was es für eine war, nur dass sie böse böse aussah ... wahren und guckt mich nichtmal an, als er aus Doris' Zimmer kommt, hält sich im Rausgehen so gut und lange es geht mit Sandy auf und verschwindet. Er hätte auch durch mich durchgehen können. Das meine ich übrigens mit Respekt, Würde, Anstand oder wie das alles heisst, dass man sich "sauber" begegnet. Ach naja, ich habs überlebt und auch die 11-Uhr-Besprechung hab ich überlebt. Kleinere Anspielungen auf mich, okay. Grössere Aufgabenberge - klar, das war damit eine gute Zusammenfassung dessen, was jetzt zu tun ist. Gut so. Und ich werde das systematisch (hört hört) und emiotonslos abarbeiten. Weiss nicht, wem ich damit schade oder was Gutes tue. Ich denke, weder noch, ausser dass die Arbeit dann vollständig und nach Intendantes Monte Christos Wunsch getan wurde. Hilft mir ja auch erstmal weiter und verschlimmert vielleicht nicht den Wust, sondern schafft vielleicht Freiraum und bringt das Wort 'vielleicht' unerhört oft hier in den Satz. Und es freut mich ja auch, wenn ich jetzt- mit etwas Abstand auch wieder sauberer und strukturierter arbeiten kann. Alle anderne Menschen- bei FB weiss ich nicht genau, wie immer - sind mir weiterhin wohlgesonnen und jetzt gibts Wildgulasch und Simpsons und dann einen Anruf zu einem 35jährigen Jörg. Uiuiui.
rauchen, saufen, mutig werden
Naja, die Überschrift lügt ein bisschen, aber es war dennoch so: dass ich den ersten Teil des Abends im BN mit Foto machen Janko beschäftigt war und dann irgendwie halb 11 nach Hause wollte, weg sein wollte, traurig war und ich mir oder anderen nicht erklären konnte oder wollte, was ich oder anderswer vor allem wie an dieser Situation lösen sollte. Verunsichert wie immer entschloss ich mich immerhin, die Fotos und das Video gleich zu bearbeiten und auf CD zu brennen um sie dann mittels meines erneuten Erscheinens im BN einem schwer erstaunten Ronald zu übergeben. Und dann waren auch Suse, Dorschi und Jana da und ich entschloss mich, bevor mein selbst auferlegter Zwang der Extreme statt eines gesunden Mittelmaßes mich weiter verdriesst, ein Glas Wein zu trinken. Und dann wurde es schwerer- das mit dem Nichtrauchen. Dennoch liess ich ab (oh mein Hero!) und überlegte zwischenzeitlich ob eines zweiten Glases. Ronald beim Klavier-nach-oben-Tragen zu helfen war anschliesslich Ausschlag, mich davon zu stehlen. Gute Idee. Dann zu Hause. Rest of Grand Prix. Und das hartnäckige Klopfen in mir, das nach einer Zigarette und vielleicht einem kleinen Wein schrie. Oh, was habe ich gekämpft. Und dann tapfer aufgegeben, mir ein Glas Rotwein gebaut und eine Zigarette dazu. Weil der Wein wie üblich noch nicht alle war, rauchte ich während Mahatma Gandhi auf Phoenix noch eine zweite und ging daraufhin einfach um 1 ins Bett, ohne eine Idee, ob das nun gut oder schlecht oder eine zuviel oder sonstwas war. Erich Kästners Brief an sich selbst, in welchem er darüber nachdachte, dass er die Welt nicht unbedingt schöner machen und die Menschen zu ihrem Glück mittels seiner Worte bringen kann und er das nun einsähe und sich mit 40 mehr sich selbst widmen wird. Oh- das war aber ein kleiner Paukenschlag. Und ich schlief sofort ein. Bis Paule- diesmal der Zwerg unter mir- trampelnd durch die ganze Wohnung zu aller Anwohner Freude seine Laufkünste demonstrierte. Halb 8. Naja, ich war wach, draussen schrien die blöden Tauben und so wurde ich sachte ärgerlich. Also stand ich lieber auf und bemerkte ohne mein Zutun, dass ich heute irgendwie gut drauf und stark bin. Sehr merkwürdig. Wars das Niktion und der kleine Alkohol am Abend, der meinem Körper & Geist ein bisschen Heimat zurückbrachte? Oder ein Automatismus, der mich vor morgen = Puppenhaus wappnet und furchtloser macht?
Was es auch ist oder war oder hoffentlich weiterhin sein wird- so geht es gut. Hab sogar Flechtingens Feuerwerks mit viel Freude eingesprochen und fertig produziert, mein Puppenaufmaß angefangen, Rechnung an Verein gestellt und erneut Depeche Mode geübt, das Keyboard beklebt und alles sowas. Und im Moment dümpelt ein Hirschgulasch mit Rotkohl auf dem Herd. Wao. Ich bin gewappnet, sogar Steuer und Fahrtenbuch sind fertig. Ich bin überrascht.
Es kann losgehen!
Morgen is nüscht ...
Ich nehme es. Alles. Das Ganze. Mit allem Drum und dran. Diesen Spruch hat mir Suse mitgegeben und mit einer Vornüberbeugung soll ich es vor mit hinsagen und so locker wie möglich alles rauslösen und mich sachte wieder aufrichten. Jeden Tag einmal. Morgens oder abends. Ich hab es richtig gemacht: MIttwoch Gesichtspasue, Donnerstag bei Suse und gleich danach Jane mit neuen Haaren für mich.
Abends / Nachts dann Hannover. Zum Mann vom "Fach". Ich war nicht so begeistert, weil ich die Laberei einfach nicht so richtig mag. Beim Andreas kenne ich das und bei P - Petra war ich auch skeptisch. Weil es sich bei den Überlegungen, was man mit jeskom denn nun am wie am besten anstellt und promoted und angeht und wagt ... mir einfach zuviel Schaum dabei ist. Vielleicht hatte ich auch die falschen Vorstellungen. Ich hätts gut gefunden, wenn bspw. P fragt, was wir wollen, wen wir wollen, was wir bisher gemacht haben, worauf wir stolz sind, was wir glauben, gut zu können und wie wir uns das alles im Modell ungefähr gedacht haben, was jetzt passieren könnte. Stattdessen haben wir die Zielgruppe bisschen eingekreist und es wurde überlegt, wo diese Zielgruppe denn nun so hingeht, was die macht ... und nebenbei fallen immer so typischwessische verbale Unzulänglichkeiten inklusive Akzent. Kurz: Wir suchen jetzt 3 Titel aus, machen eine "Single" im Schober, nehmen Gesang nochmal neu auf um mehr Authentizität so wie beim Livekonzert rauszukitzeln und werden auf Grundlage der gesammelten Adressen und Kontakte von Andreas die Mailings an die Radiostationen auf den Weg schicken. Okay, ich muss auch bisschen daran denken, das die das für uns machen, quasi als freundschaftlicher Dienst. Und im Moment fällt uns auch nichts besseres ein; von daher hab ich meinen Frieden mit dieser Idee geschlossen. Es hat nur so lange gedauert: Halb 2 waren wir zuhause. Und da kommt es dann gerne und wieder:
Morgen is nüscht. Wie gerne ich sowas einplane ... am liebsten wäre mir zur Zeit, wenn es viele Tage zwischendurch gäbe, wo einfach nüscht is. Nichtmal ein Termin beim Schuster. Einfach nur die Gewissheit haben, NICHTS tu zu müssen. Ich mach ja dann doch was und denke mir was und so, aber ich glaube, ich bin immernoch entweder erschöpft oder grundweg müde von allem. Vom Leben? War am Donnerstag bei Dost Teil II in der Probeversion und ich muss ihn dazu bringen, deutlich mit mir zu sprechen. Ich denke, ich kann dort ansonsten gut mit ihm an mir arbeiten. Hab ihm meine Puppenhausproblematik geschildert. Da gabs auch nichts zu klären, ich musste es einfach loswerden und mich damit selbst vergewissern bzw. ermutigen, dass es schon richtig so ist, wenn ich Kempchen meine bisherige Situation schildere und ihm deutlich mache, dass ich mich unter Zuhilfenahme / Integration des Puppenhauses aufbauen, aufstellen möchte, weil es mein Thema, mein bestes Betätigunsfeld ist; ich das aber nicht kann, wenn sofort und anschliessend ein Hammer nach dem nächsten angeflogen kommt und mich offensichtlich K.O schlagen muss. Damit wird jede Anfrage oder Aufgabe zum unlösbaren Projekt.
Und so fühlt es sich nach drei Wochen Puppen-Abstinenz und 2 Wochen Krank immer noch ein bisschen an und ich merke, wie ich mich immer wieder freue, wenn ich mir sagen kann: Heute bzw. morgen is' nüscht! Bin also offensichtlich noch nicht so in den Startlöchern, dass ich mich auf mich stürzen und mit mir klarkommen kann. Ich möchte es aber. Weil sonst- wo nüscht is' - auch nüscht passiert.
Motivationen und warum nicht
Ich kann mich schwerlich auffangen, wenn ich wieder und wieder beim Ansehen von irgendwelchen Veröffentlichungen über Leute um die 30, die gerade up to date sind, weil sie was besonderes gemacht haben oder Parteisekretär werden oder mit ihrer Band Erfolge haben oder einfach was Ordentliches auf die Beine gestellt haben ... in so einen Kreisel gerate, der mir gerne und missmutig mein Alter verdeutlicht und ich dann so schwere Not habe. Ich weiss genau, dass das keinen Sinn macht und ich weiss ebenso genau, dass ich eine ganze Menge Leben schon gut gelebt und getan habe, aber warum habe ich immer das Gefühl, es vergeigt zu haben? So, als hätte ich immer was falsch gemacht? Impliziert sich mir dieser Gedanke aus der Erfahrung heraus, wenn eine aktuelle Situation gerade nicht schön ist und die von anderen bewertet wird? Oder wenn dies nicht schöne Situation gefühlt schon viel zu lange anhält? In solchen Momenten fehlt mir beinahe jeglicher Mut auf bessere Sichtweisen und ich würde gern einfach nicht mehr dasein wollen. Das wiegt wirklich schwer und unschön und ich intensiviere oder forciere das auch nicht absichtlich, damit ich ja schön traurig werde.
Ich halte mich immer noch ziemlich fit und schick und wenn ich mich im Spiegel so sehe, denke ich mir immer: da ist jemand voll auf der Suche, mitten in bestem Saft ind guter Kraft und versucht sich wer ordentlich adrett zu halten. Im Körper wie im Geiste. Weisst ja, wenn die Sonne kommt ... Ich muss mir Situationen verschaffen, die mich motivieren. Was schiesst mich da immer so runter? Versagensangst? Wegen der aktuellen Puppenhaus Situation? Meine Zukunft? Ich hab Angst, dass ich Kempchen sowas ewig nachtrage. Constanze hat es ganz gut ausgedrückt: ich sollte ihn mir in einer typischen Donnerstagnachmittagstunde schnappen und ihm kurz aber deutlich von mir erzählen, damit er weiss, woran er genau ist. Sonst kann er es bzw. mich nie einschätzen und unsere Fronten verhärten sich zur größer werdenden Unzufriedenheit beider.
Das hier ist jetzt ein aktuelles Beispiel. Die Summe solcher Beispiele ist das gefühlte Dilemma, wessenthalben ich manchmal beim Anblick der 30er Heroes so den Mut verliere.
und raus bist du ... noch lange nicht?
Sandy ruft mich gestern Abend an und gibt mir die Lage vom Chefgespräch an, wonach er getobt haben und laut geworden sein soll und gedroht hätte, meinen Spielzeitvertrag nicht zu verlängern, aber - so Sandy- da fliesse noch ne Menge Wasser die Elbe runter ... Egal! Ich habe gemerkt, dass ich Sandy dringend sagen muss, dass solche nicht unwesentlichen Aussagen nicht gut für mich sind, wenn ich die auch der Fairness halber zwischendrin zugesteckt bekomme. Ich mache mir damit das Leben schwer, denke über Alternativen nach, sofort an JESKOM und seine Karriere, den MDR ... da bauen sich sofort Schutzwälle auf, die einen Hin-Fall garnicht erst zulassen. Dabei sind zweierlei Dinge interessant zu beobachten:
1. Auf einmal ginge das also, dass ich meine ganze Konzentration auf jeskom legen könnte? Allerdings aus dem nicht selbst herbeigeführten Umstand auf Basis des freien Willens, sondern einer quasi passiv entstandenen Zwangssituation. Daraus kommt mal wieder die Frage: Was will ich denn nun? Bisschen versorgt in der Gemütlichkeit des Lebens alles irgendwie ein bisschen unterbringen? Bin ich immer der, der alles für eine Weile hervorragend kann und dann davon ablässt? Wenn ja, warum?
2. Ich habe wenig Vertrauen in manche Bereiche des Puppentheaters. FB wollte mich zu Anfang nicht, weil er mich als unzuverlässig einstuft, Kempchen wollte das sehr wohl und setzte sich durch. Jetzt ist FB der beruhigende Pol, der da schreibt: "Wenn du krank bist, bist du krank, da soll es auch keine Mithilfe nebenbei von dir geben. Kurier dich aus und ab Montag gehen wirs an..." Wao, das klingt schön. Kempchen will mich laut Sandy in einem Kurzanfall nicht mehr dabei haben. Und in mir dreht sich alles und denkt: Guter Bulle, böser Bulle. Alles fadenscheinig? Authentisch? Kompakt durchdacht oder alles dem Moment, dem Augenblick und seiner Situation geschuldet? Oder Sandy in ihrer schnellen und scheinbar unkomplizierten Kommunikation, den schnellen Meldungen, den spontanen Reaktionen. Ich trau dem ganzen Konstrukt aus irgendeinem unerfindlichen Grund nicht so recht, weil ich merke, wie auch innerhalb des Theaters gerne Themen "erstellt" und forciert werden.
Wahrscheinlich hat Punkt 2 mit der letzten Frage von Punkt 1 zu tun. Jdenfalls macht mir das alles weit mehr aus, als ich dacht und mein Gefühl, das ich bereits seit Monaten mit mir rumschleppe, verbessert sich nicht. Es gibt kein Reset und alles auf neu, ich muss da wieder anküpfen, wo ich war, will das aber so nicht. Lösung: Ich mache mir diese Aufstellung von meinen Arbeitsaufgaben, das also, wessenthalben ich einen Vertrag bekommen habe. PR, Web, Foto. Ohne aufzupuschen wie ach herrje ich soviel zu tun hab und nehme das als Basis für ein gespräch mit Kempchen und FB und wie ich weitermachen kann. Und sollte das mit Dost funktionieren (bitte bitte, wäre gut, ich möchte nicht immer wieder von vorn anfangen müssen), muss ich beide davon deutlich in Kenntnis setzen,damit sie das wissen. Und damit aus meinem ganzen Wust von Reaktion wieder Aktionen werden. So wie jetzt, da ich plötzlich ein kleines Buch schreibe!
So, das war jetzt alles PT und man sieht bestens, was mich hier schwer beschäftigt.
Montags im Kranksonnenland
Halb 11 ins Bett, jetzt ist es um 9 und ich fühle mich noch immer ermattet. Vielleicht zu lang geschlafen, von den Untermirkondern um 6 geweckt, wieder eingeschlafen und viel viel Zeugs geträumt vom Hort- dem Horst Dorsch aufm Fahrrad mit ilzhut, wie er im MDR Sommergarten irgendeinen Auftritt hat und ich die Provision kriege, danach bin ich mit jeskomclub am Seitenaufgang in einem kleinen Theater und bneim letzten Titel, den ich playback singen muss, verlassen Jörg und Ronald die "Bühne" und ich muss allein "keiner weiss" singen, die ganze Technik haut nicht hin und die restlichen Zuscchauer verlassen den Saal. Ich singe das quasi zum Schluss ganz alleine und weiss nichtmal mehr den Text. Irgendas mit Kerzen singe ich da.
Bin immer noch ungesund. KAnn nicht tief durchatmen ohne husten zu müssen. Eben gerade kommt das Gelöste doch noch mit beim Husten. Einziger Weg jetzt: Halb 12 bei Weimann. Da werde ich ihn fragen, wie lange sowas dauern darf, warum die Antibiotkia nicht mitmachen und was Pfeiffersches Drüsenfieber (Constanze) ist. Dan werde ich wieder meine Werte feiern dürfen, weil die die besten der Welt sind und dabei gesagt bekommen, dass ich 110 Jahre alt werde und mich immer ein bisschen Scheisse dabei fühlen werde.
Hab ein bisschen leichte Bedenken wegen PT. Würde gern Kleinarbeiten anbieten. Kannste mal sehen, Gewissensbisse oder so? Oder Angst vor Kick-off? Alles Unsinn, ich weiss. Ich merke immer mehr, wie sehr ich wirklich eine kleine konkrente Handlungsanweisung, ein Briefing, ein mini-Training gebrauchen könnte, wonach ich mit meiner jetzigen Situation einfach besser klar komme und das für mich in Ordnung geht, dass es nunmal jetzt genau so ist. Anstelle dessen fühle ich mich ziemlich müde und ein bisschen sichtweisenblicklos.
Großer Nachtrag, weil ich doch dem Dost erzählt habe, wie bemerkenswertich ich das fand, dass meine Tante Marlis ihren Mareksohn immer fragt: Wie geht es dir mein Junge? Und es wirklich so meint.
Hab gestern meiner Mom Blumen gebracht und ihr gesagt: "Danke für so eine liebe Mama.". Worauf hin sie sich garnicht mehr aus meiner Umarmung lösen wollte und gesagt hat: "Danke für so einen lieben Sohn!" Ich hätte das beinahe garnicht richtig für voll genommen, aber jetzt fällt mir das nochmal mit voller Bandbreite ein und auf. Und dann hab ich mit meinem Pap Schraubenfür eine Bus-EInbau-Küche gebaut. Er hatte die richtige Idee und sie passen bestens. Das fetzt schon wieder so, muss ich mal sagen. Und es gibt wieder ganz viel Spargel. 4 Wochen lang und mehr.
Schreibwut, Müdigkeit und die ganzen Tumore
Gibt so Sonntag Morgende, an denen ab früher Stunde die lieblichen Kleinen unter mir sich ihrer Fähigkeit zum Rumrennen so erfreuen, dass sie ganricht innehalten können und es pausenlos ausprobieren. Was ist "eigentlich" ziemlich in Ordnung finde. Allein ich kann nicht ausschlafen. Und merk immer wieder, wie mir noch die Augen schwer sind. Auch wenn ich gegen 0:00 leselos schwer ermüdet sofort eingeschlafen bin, so bin ich doch immer noch müde. Hab heute morgen aus Spaß die wichtigsten Fenster geputzt. Für den Durchblick? Und wieder kleine Miniaturkonversationen im Sinne Puppentheater geführt. Ich glaube, es liegt wirklich daran, erschöpft zu sein, unausgeruht, unaufgeräumt. Was nützt mir das wunde Gefühl, meine Leistungen nicht anerkannt zu sehen- jetzt wo ich nicht da bin und schnell die Idee aufkommen könnte: "Siehst du, als wir das gemacht haben, ging das alles ganz einfach und schnell." Und ich sehe mich trotz meiner ganzen Vorarbeiten dann auf dem Abstellgleis bzw. in der SItuation, das erklären zu wollen, dass das doch auch und gerade durch mich ... Oh Mann. Ich hötts lieber andersrum: Möchte einen Job machen, von dem ich überzeugt bin, es gut zu machen. Und ich will mich nicht um solche Gedanken kümmern müssen, wie ich mich rechtfertige oder erkläre oder geradebiege. Alles Quatsch. Und sollte DANN irgendwas nicht stimmen, ann ich es selbstbewusst und deutlich klären. Sollte das nichts fruchten, gehe ich einfach weg.
Das klingt hier gerade sehr abgeklärt, aber die Vorstellung ist schön. Wissen, was ich will - tun, was ich weiss. Wao. Derweil kümmere ich mich um das Putzen meiner Spiegel und schon wieder einer leichtenVorstellung von zu vielen To-do-Listen. Sprung-vom-Balkon Foto machen, Fahrtenbuch, Memleben, zu Anke fahren, Mama Muttertag, Mario kommt ... aber hey: ich hab alle Zeit der Welt. Fühle ich mich immer noch gehetzt und erschöpft? Ich stelle das mal in Zusammenhang mit meinem frühen Aufwachen heute. Nix is schlimmer, als unausgeruht mit weiterhin belegtem Hals und der untrüglichen Vorstellung, komplett von Tumoren durchbohrt zu sein, in den Tag zu tarten.
Was mit gefällt, ist meine spontan Schreibe einer Erzählung. "Sprung vom Balkon". Das ist gut. Da entwickelt sich was. Ich werde das mal in lesbar niederschreiben und stelle mir die kleine Jesko-show am 30.06. ganz schön schön vor. Hab echt ein paar gute Worte und Sequenzen im Kopf. Mal sehen wie das dann fertig aussieht. Brauch ich vielleicht einen Lektor, der mir das ordnet, füllt, sortiert und geraderückt? Na mal sehen. Weiterschreiben bis die List oder Idee versiegt. Das ist im Grunde wie die Fortführung dieses GET REAL hier- nur ein bisschen kaschiert und hahaaa- lustig geschrieben. Aber ich finde das im Moment sehr in Ordnung. Zynisch- mag sein, aber unbedingt ehrlich. Das ist am einfachsten und glauben die, mdie mich nicht kennen, sowieso nicht. afür bracuh ich den Lektor. Meine Wahrnehmung muss sich längst nicht für andere, Aussenstehende verdeutlichen. SOnst stehen die nachher da, finden die Sätze ganz cool, aber das Konstrukt undurchsichtig unklar.
Ooh, ich hab so einen richtigen Schreibeflash. Da sollte ich dranbleiben, ist es doch das, was ich wiederhaben möchte: Bisschen Unsinn machen, Sinn für was Neues- was zum AGIEREN und Selbermachen, -erfinden, -tun und dann gucken, wasbei rauskommt. Da ist sie wieder - die Neugier des Jesko, der sich tatsächlich noch (oder wieder) auf sowas einlassen kann.
Is' voll Sommer draussen. Soviel hell. Soviel warm. Ich möchte gern mit Freunden unterwegs sein. In Elbenau baden, in Leipzig shoppen, im Grünen Tor tanzen ... alles Dinge, die in den letzten Jahren verdammt kurz geraten sind. Weil ich grösstenteils auch zu verkatert und lustlos war. Aber warum ist das genau so gekommen?
GET REAL 2010 hab ich jetzt in Drukauftrag gegeben. Kommt als Hardcover in den nächsten Tagen hier an. Das finde ich gut. SOllte öfter spontaner sowas tun- wie auch gestern bei Thomann einfach bestellt was ich haben wollte und fertich. Nich tausend Jahre drüber nachdenken und warten. So. Genug jetze. Druckbuchstabentasten erschöpft. Off. Sonntag.
entschleunigt
Jetzt bin ich genau eine Woche krank. Und so richtig. Und eine Woche ohne Alkohol und eine Woche ohne Rauchen. Ich muss das so betonen, weil es sowas lange nicht gab. Und ich überlege schon, welche der Süchte ich irgendwann "danach" wieder anfangen werde. Alkohol ist mein ärgster Feind, das weiss ich. Vom zwar seltenen aber dennoch angewöhnten Qualm komm ich leichter weg, wenn er eine Weile erinnerungsarm abwesend war. Also wie jetzt. Alles auf einmal? Peripherie.
Egal, ich war bei Dost. Und musste NICHT auf die Liege. Was vielleicht damit zusammenhängt, dass ich frei assoziiere und rede und rede und ihn dabei garnicht ansehe, nicht einbeziehe. Ich rede in den Raum, für mich und auch für ihn. Hab keine Ahnung, ob er sich aus diesem Wust und der Fülle von Informationen was drehen kann. Hab beim Reden festgestellt, dass ich tatsächlich etwas Angst hab, dass es ein traumatisches Erlebnis gegeben haben könnte. Weil es eben einfach keinen Menschen auf der ganzen Welt gibt, der von Grund auf Probleme mit sich rumschleppt. Die kommen alle erst. Siehe Ringelnatz "Doch ihre Sterne kannst du nicht verschieben". Und ich bin doch gut aufgestellt, nicht doof, ausgestattet mit all den Dingen, die mir selbst gefallen, nur mit der Schwachstelle, das ganze Konstrukt meines Seins als zu schwierig, zu anstrengend, zu traurig zu betrachten. Was sofort durch Lob und freundliche Anerkennung behoben werden kann.
Hab ihm von der Badewannen-Story in der Krippe erzählt: Ich bin Schwimmer und Schwimmer haben Badehosen beim Duschen an, während alle anderen Kinder nackt in der großen Dusche stehen. Das kann aber auch ein kleiner zufälliger Flip gewesen sein. Weil grad ein Fotoapperat da war und ich kurz zuvor dese Story aufgegriffen hatte. Oder Kienwerder: Alle Kinder sind nackt, Jesko läuft mit Badehose den Weg entlang, zieht sie aus, versteckt sie im Busch und geht den Weg ein paar Schritte, bis er Leute hört, rennt zurück und zieht sich die Hose wieder an. Als der bekloppte Schulschläger Monty Schrader da war und wir unter Wasser die Hosen auszogen; dann war meine Weg und ich hatte enorme Probleme, aus dem Wasser zu kommen ohne meine Badehose. Mann Mann, soviel Zeug. Ob das alles Bedeutung haben muss, sei dahingestellt.
Ich bin krank bis nächsten Freitag! Wao, ich hatte mir bis Mittwoch vorgestellt, aber es sollte sogar bis Sonntag gehen. Offensichtlich zieht sich das alles hier unschön hin. Oder ich bin zu ungeduldig. Aber ich kenne es nicht, wenn es so lange dauert. Selbst heute noch fühle ich mich schlapp und wenn ich meinen Kehlkopf / Hals senke, könnte ich die Wand weghusten. Und schon kommt der Krebsgedanke. Kehlkopf. Oder Lunge. Da bin ich immer ganz komisch wehleidig was? Dann hätte ichs doch hinter mir und kann mir einen schönen Freitod suchen. Alles weist hübsch darauf hin, dass ich leben will. Tja.
Ich fange an, ein Buch zu schreiben: "Sprung vom Balkon". Weil ich der Weinhandlung doch mal ne Lesung versprochen hab. Und schon geht los, auch wenn das erst am 30.06. ist. DAS sind genau die Dinge, die so lange schon weg sind. Suche mir jetzt einen Balkon, um das Foto / die Grafik fürs DATEs zu machen. Und suche Geschichten aus. Und schreibe kurzerhand selber welche. Das ist cool!
Siechtums Story
[caption id="attachment_1232" align="alignleft" width="150" caption="sickheads medicine"][/caption]
Montag 14:00 gings los mit der versuchten Ruhe, des Abchaltens und den Medikamenten. Noch bis heute nachmittag sag alles ziemlich oll aus. Warum bis dahin? Was lief da ab? Vorab habe ich einfach von dieser Sekte Puppentheater nicht loslassen können. Es sitzt mir wie ein Kobold im Nacken und striezt mich. Versager? Überlasteter? Abtreter? Seinlasser? Aufgeber? Und immer immer wieder gibts einen oben drauf. So wie letztmalig am Montag selbst, an dem wir eigentlich nur das Pressegespräch klar machen wollten. Und dann gehts wie üblich weiter, so lange LaNotte nicht ausreichend verkauft ist: Alles, aber auch so gut wie alles habe ich nicht oder nicht richtig oder einfach nur falsch gemacht. Und damit stehe ich wieder mitten im Regen zwischen meiner tatsächlich entstandenen Loch / besser noch: meinem Abgrund und der Gegenüberstellung dessen, was ich seitens Theater auch nachvollziehen kann. Ich kann einfach keine Position beziehen. Damals 2009 hab ich noch gedacht und gesagt, wie sehr gut ich mir vorstellen kann, dass ein 30-Leute-Betrieb funktioniert, wenn alle MITEINANDER kommunizieren, denken, spinnen, arbeiten und an einem Strang ziehen. Weil das stolz und mutig macht. Dass dann Personalräte oder ähnliche vermittelnde Gewerke und quasi-politische Institutionen in so einem Mikrokosmos garnicht nötig sind. Und ich hab Wolfgang noch im Ohr wie er sagt: "Warte nur ab, du wirst auch noch ruhiger". So ein dreckiger blöder Mist. Er hatte Recht und ich habs nicht geschafft. Also heisst es Anpassung, Selbst-Schutzmechanismen aufbauen, arangieren. Wie uncool. Und ich merke es daran, wie ich hier trotz dem Umstand, dass es mir dreckig geht, rotiere, um dennoch alles wenigstens in die Richtung der richtigen Reihe zu kriegen. Ausruhen? Kurieren? Gesund werden? Es geht einfach nicht. Und ich werde immer müder in mehrfacher Hinsicht und kann doch nicht schlafen.
Dann habe ich zwei Dinge beschlossen: Meine fette Zuarbeit zum Masterplan dazuschiessen, die Sideshows abschieben an Sandy , mich damit sachte ausklinken können und irgendwie nächste Woche noch nicht wieder zurück ins PT zu gehen. Kleine Wende im Prozess dabei: Mit Facebook-Constanze mich schlafen lassende Medikamente eruiert, die ich flugs darauf einkaufte und ein Anruf von FB, der da sagte, der Masterplan sähe gut aus und ich solle mich am Montag NICHT blicken lassen sondern auskurieren. Ich weiss nicht, wie echt er es meint, aber ich nehme müde an und überlege, wo ich meinen neuerlichen Krankenschein herbekomme. Und wage Hoffnung, weil ich auch Steuerquartal und Memleben Audioguide bestimmt jetzt schaffen werde.
So- da sind sie also allesamt: Die ganzen verkackten Sideshows. Die Dinge, die mich nur direkt umgeben, die ich aber nur immer schwerer bis garnicht handeln kann, weil mein innerer Standpunkt nichts mit Stehen zu tun hat. Wer bin ich und was will ich? Wie lautet die Parole zum Zugang nach innen? Morgen bei Dost der erste "richtige" Gesprächsversuch. Mit der Christian-Brücknersten Stimme, die ich jemals hatte. Wir werden es versuchen und ich hab Hoffnunng und würde mich freuen, wenn Dost und ich zusammenfinden. Das Buch "Wer hat Angst vor Sigmund Freud" war gut und erklärend und ein bisschen hab ich mich im Verdacht, doch Angst davor zu haben, dass irgendwas ziemlich früh in meinem Leben vorgefallen sein könnte, was mich bis heute zu dem gemacht hat, was ich nach aussen so schön zu überspielen verstehe.
Ich will mich da nicht entzaubern: Mein Talent der Schönheit, des schönen Sinnes und all die vielen Beschreibungen, die andere und ich über mich abgeben sind so schön wie liebenswert; es ist nur die Frage, ob die Dosierungen ungleich laut verteilt sind, um über das innere Wackelgestell mit meinem schwachen Selbswert hinwegzutäuschen. Und die mir immer wieder selbst und unerkannt die Wege verstellen, über die ich mich nicht richtig nachzudenken getraue. Wi schwul bin ich eigentlich? Kennen wir schon. Was will ich eigentlich? Kennen wir schon, aber wissen es nicht. Da kommt dann sowas wie Neuanfang ins Spiel der Überlegungen (schon wieder?), JESKOM (wackelwackel) und viele weitere Ideen, die keinen Schritt weit führen. Mann, meine Texte sind mein Leben.
Was ich sagen wollte, es geht mir etwas besser jetzt- allein durch Constanzes Zuwendung und FBs Telefonat mit mir. So schnell geht das. Da hab ich Angst vor. Müsste nur noch der Chef anrufen und sagen "Jesko, das ist vielleicht alles ein bisschen viel zur Zeit und du kommst garnicht zur Ruhe, um dich aufzurichten und gerade aufzustellen, weil du hier dauernd Feuer kriegst, und wir dein hohes Niveau nicht nur beibehalten, sondern gern oftmals noch ein bisschen mehr davon haben wollen, ohne dir zu sagen, wie sehr wir das und vor allem dich schätzen. Also leg dich hin, mach dich ruhig und mach dich heile. Kläre und finde deinen Weg. Meine Unterstützung hast du. Und dann, dann wird das auch wieder richtig gut."
Zack! Wumm! Wa? So siehts aus.
Na dann bis morgen zum Nachdost ;-)
Ganz krank
Jetzt in echt mit Krankenschein un Antibiotikum. Seit Samstag bei Mandy nach Abschluss der Tour. Wahrscheinlich hat sich mein Körper bis dahin aufrecht gehalten und das Level so lange gehalten, bis es fertig und nicht mehr zu ändern war. Und mich kotzt Polterpaule über mir an, der bis nachts halb 1 durch seine Bude trampelt und mich wahnsinnig macht, mich kotzt das Frühstücksgerammle unter mir halb sechs an, und dass ich beim Arzt (Heuer) fast 2 Stunden warten muss und dass ich im Puppenthetaer mit den besten Absichten zum Kurzgespräch fürs Pressegespräch beim Chef erneut wieder stark genervt von seinen verbalen Angriffen und seinen Unzufriedenheiten über den Verkauffstand La Notte bin. Und dass es mir wirklich schlecht geht und ich dennoch nicht zur Ruhe komme, damit für morgen alles stimmt. Und hab meine Steuererklärung und den Audioguide noch kotzender im Rücken. Und ich mich seit einer kleinen Ewigkeit zu nichts in der Lage fühle. Nichtmal zum Nachdenken über meine Situation, über mich, übers Wetter ...
Ja, aber Jesko, das weisst du doch alles erst nicht seit heute.
Ich möchte mal wissen, was hier los ist, verdammte Scheisse!
Nachtrag
Ich muss nochwas loswerden; jetzt, da ich mich seit einer Stunde nach der JESKOMclub-Tour wieder hier eingefunden und gefangen hab. Ich hab nach Checken meiner Mails und auch schon vorher das dringender werdende Gefühl, hier deutlich was unternehmen zu müssen. Mir entgleitet soviel zur Zeit. Vielleicht ist es auch nur eine lethargische Phase, aber es scheint mir eher wie eine Ohnmacht vor offensichtlich / theoretisch / erfahrungsgemäß lösbaren Aufgaben, die ich allerdings immer weniger imstande bin, zu lösen. Ob es Texte schreiben für die puppe.x (+++) und andere Aufgaben sind wie Steuerkram und insbesondere meine Gedanken / Vorstellungen sortieren für mein Leben - oder selbst die einfachsten strukturellen Angelegenheiten ... ich stehe an irgend einem Rand, den ich als bedrohlich empfinde und so nicht kenne. Da spielt auf jeden Fall das PT mit rein, weil das meine "Hauptangelegenheit" ist; es lastet ein scheinbar unglaublicher Druck auf mir in all dem, was es zu bedenken, zu tun, zu lassen, zu überlegen gilt.
Das ist jetzt sicherlich schwer zu beschreiben, nur hat alles was ich tue mit einer Form von Last zu tun, alles ist Aufwand und fühlt sich schwer und so intensiv an, als hätte ich jeden Tag ein ganzes riesiges Feld zu bestellen, damit ja nichts verloren geht. Und immer und immer wieder gesellt sich meine Frage dazu, ob das stimmt, ob ich das für mich zulassen kann: dass ich eben wirklich an einem Punkt angekommen sein soll, der wie ein Burn-out an der Grenze zum Aufgeben auf den Zusammenbruch wartet. Nicht umsonst reift meine Vorstellung davon, was ich vielleicht wirklich weg- und loslassen kann, damit mich jemand wie Dost oder so einfach mal für 4 Wochen wegschickt. Beispiel: Pressegespräch und Vorbereitung Hofspektakel ankurbeln und wenn dann alles anläuft .... tja, da hammers wieder: Immer warte ich auf einen Punkt, an dem es mir möglich erscheint, die Handbremse zu ziehen und dabei keinen im Stich zu lassen, nichts zu verpassen, nichts falsch zu machen. Babe, der wird NIE kommen.
Womöglich resultiert das jetzt aus dieser Woche und meinem Gefühl, immer ein bisschen nicht ganz dabei zu sein, mich nicht wirklich zu spüren und mich auf mich und damit auf meine unmittelbare Umgebung einlassen zu können.
Naja, es ist sehr spät und die Woche hängt mir in den Gliedern und in der Seele. Mittlerweile begreife ich es: Meine Kraft ist nicht grenzenlos, soviel weiss ich. Und das altbekannte Gefühl, mit etwas Mut und Aufrappeln es dennoch auf die Reihe bekommen zu haben, sagt mir, dass ich sowas zwar weiterhin kann- dass es nur besser und dringend an der Zeit ist, eine bessere Basis dafür zu schaffen! AKTION statt REAKTION. Ich hetze meinem schönen Leben hinterher. Und die Jahre bringt mir niemand zurück.
Kleiner trauriger Popstar
Vorhin noch in Apolda beim "Fisch" gefrühstückt, eben an der Elbe gesessen, gerade beim Stü gespielt und verabschiedet, 230 erschöpfte Kilometer und insgesamt eine jeskomclub Tour hinter uns, die sich anfühlte wie 1-2 Wochen. Weil soviel passiert ist, wir soviele neue Leute kennengelernt haben, offensichtlich eine ganze Menge weiterer Leute mit unserer Musik glücklich gemacht haben, weil es endlich mal weg von zuhause verbunden mit etwas Schönem, Eigenem bis genau eben war. Auch wenn das Puppenhaus nicht ganz raus dabei war, weil ich noch immer nacharbeiten muss ... aber ich war weg. Und nun bin ich wieder hier und will es so richtig garnicht sein. Spontane Wehmut nach "weissichnicht". Krieg fast das kleine Heulen. Das war anstrengend und ich fühle mich erschöpft und glücklich (?) Gerade vorhin in Dresden rückte das PT noch weiter von mir weg und ich hatte irgendeine Anwandlung von etwas Neuem, das ich beginnen würde nach einer tiefen Zeit der Besinnung und Ruhe, des Aufräumens und Saubermachens.
Kleiner trauriger Popstar hat sich wohl gefühlt, so unterwegs zu sein. Der Bus ist übrigens auch sehr in Ordnung ;-) So vertilge ich die zwei Kellerbiere vom freundich schwatzhaften Gerd aus Gera und denke, wie lange das her war, als wir dort unsere "Tour" begannen, bei der uns Hannes und Andrea überraschendereise anwesend unterstützten. Übrigens auch Danke Kubon- da war ein feiner Zug von dir, uns da zu helfen. Ich glaub, ich hatte sowas entweder lange nicht mehr oder grundsätzlich noch nie: Unterwegs zu sein, meine Lieder dabei zu singen, Erfolg zu haben, sogar bisschen Geld reinkriegen und beinahe alles zu geniessen.
Ankommen, schlafen gehen. Morgen bei Mandy machen wir unseren Tourabschluss und spielen nochmal - so wie jeden Abend :-)
Osterhusten
Sickhead. Donnerstag hatte es deutlich gepiekst im Hals und gestern, Freitag, gabs für mich nichts mehr zu tun, als rauch- und alkoholfrei mit heissen Tees und solch Zeugs auf Linderung zu hoffen. Heute nach Probe jeskom und Probe Mario Depeche der Gegenangriff seit eben. Ein Glas Wein und eine Zigarette. Na? Warum? Die Sucht? Die Suche nach was anderem als Tee und rumdösen? Zu allem anderen fehlt mir irgendwie noch ziemlich die Kraft. Und damit ist auch klar: keine Osterfeuer, kein Wegfahren, einfach nur tumb hier sitzen und zu nichts Lust verspüren. Das ist nicht schön und spiegelt dabei so'n bisschen meine Lage insgesamt wider. Da warten immer noch Audioguide und Steuer, die 100% Klärung der Tour- müsste Golzow noch anrufen und Stü und abklären, ob wir an den jeweiligen Orten früh genug da sein können, um unser Zeug unterzubringen. Dann die puppe.8 mit 3 fehlenden Seiten! und ein etwas mulmiges Gefühl wegen der Arbeitsberatung Dienstag 14:00 Uhr. Notlüge mit MDR einbauen? Ist genau das, was ich nie wollte. Uncool.
Okay, vielleicht leidet mein Antrieb auch wegen meines Gesundheitszustandes, aber im großen Ganzen ist es ja oft nicht viel anders.
Wie lange geht das jetzt eigentlich noch so? Hä? Warten auf Dost? Auf Anregung? Andere Sichtweisen? Das alles geht sowieso nicht so schnell. Im Ganzen betrachtet bin ich allerdings mittlerweile 41 mit so oft demselben unschönen Gefühl im Hinblick auf mein Leben. Der Sommer steht so gut wie vor der Tür, das frische Grün macht mir bereits Angst, weil es sich in Kürze ins satte "Frühling-vorbei-Grün" wandeln wird; als untrügliches Zeichen der erneuten und immer wieder kehrenden Vergänglichkeit und der weiterhin untrüglichen Gewissheit, dass dabei ne Menge ungenutzter, ungelebter Zeit ins Land zieht. Und an mir vorbei. Bis es dann irgendwann aus ist. Tolle Sichtweisen wa?
Sickhead spricht "Hough!" und zieht sich in seinen Wigwam zurück. Weiterhin lonely, lost und mit einer modifizierten Rendezvous Textzeile:
Ach ich bin so einsam und auch so alleine
Ich such' keine Freundin und finde mehr als eine.
Was ich auch versuche, immer gings daneben
Das ist doch kein Leben, für nen Mann wie mich.
Könnte bier stundenlang dummes Zeug labern. Naja, wollte mich mal gemeldet haben und freue mich gesund bitte auf die Tour. Eine Woche mal ganz was anderes. Und vor allem weg von hier.
dicker Hals und Ostern
"Ich hab sooo'n Hals" - als würde es von irgendetwas herrühren, hat sich mir über Nacht irgendwas in meinen Hals gesetzt, was sich über den Tag hinweg zu einem tiefen Aua entwickelt hat. Kein Krank, aber so'n Hals! Lungenentzündung. Kehlkopfkrebs. The End of Days. Wo gerade Midnight Choir mit Unsung Heroine im Hintergund laufen ... War gerade im BN und hab die letzte Show von 4dFonk gesehen. Waren ganz viele bekannte Gesichter. Die Band, Gören, Ronald, Katrin-Gudrun-Lesli, Christina, Oli, Stef, Franzi und Steffen, Zwiebel und sogar Tommy Groscheck und irgendwo auch Uli Halecker. Ich fand meine Hose und Schuhe doof und wie ich im Petrol-T-Shirt aussehe, mit hängender Brust und vorsichtshalber verschränkten Armen. Ich mach mir ganz unschön dolle Gedanken über meine Wirkung nach außen. Weiterhin. Bewusst.
In mir hetzen sich noch die letzten Tage (Wochen ++) im PT und meiner ganzen komprimierten Arbeitslast und im Hinterkopf bleiben die unschlagbaren Argumente bspw. bei der Schreibe für die puppe.8 "dafür hattest du doch genug Zeit, warum zögerst du das so lange raus?". Die sind nicht unschlagbar: ich bin voll mit enorm viel Grütze, die mich den ganzen Tag und die Nächte dazu daran wirklich intensiv arbeiten und knabbern lassen. Reaktion statt Aktion. Kenne ich bereits und hege Hoffnung für die Jeskomclub-Tour. Da bin ich dann wirklich weg und hoffe darauf, runterzukommen und meine Zeit für mich so nutzen und meine Gedanken und Gefühle behutsam laufen lassen zu können, dass sich mir ein bisschen mehr Horizont auftut. Zum Klarmachen, Wegschaffen, für mich eben.
Ich kann das heute irgendwie nicht gut aufschreiben, bin platt und fühle mich oll. Ostern steht mit dem genialsten Wetter seit Jahren vor der Tür als hätte das Wetter mit meinem Zustand zu tun. Weiss nicht, was ich tun kann. Freitag Audioguide endlich und richtig fertig machen, die Steuer gleich mit und dieses bekloppte Fahrtenbuch; die neue EST VA mit 1.300 € im Quartal begreifen oder egal sein lassen, die vorsorglichen Gedanken für meine PT Abwesenheit ordnen und dann den Strich und los zu ziehen: Dienstag bis Samstag.
Hab in den letzten Tagen ein etwas entspannteres Gefühl gehabt, weil es sich ein bisschen lichtet und ich weiterhin an mich glaube, dieses ganze Konstrukt / Projekt JESKO doch noch auf den Weg zu bringen, bin nur im Moment zu kaputt, es hier auf den Punkt zu bringen.
Kommt wieder! Bleiben Sie dran!
Gefühlsumschlagsplatz
Da hab ich also nun mit Winnie und zum Schluss allein das Banner an der Strandbar angeknüppert und mir zeithleich Gedanken darüber gemacht, warum ich mich so'n bisschen blöd / mies dabei fühle. Nunja, da sitzt der freundliche Strandbarbesitzer und redet mit ein paar Leuten, da sitzen Leute auf dem Rasen, lesen Bücher, sitzen zusammen und trinken was, spazieren irgendwo lang, radeln und rollern oder treffen sich. Und ich baue ein Banner an und hab das Gefühl, an allem vorbeizurauschen und das meiste von der ganzen Welt zu tun zu haben um dabei so unglücklich wie möglich zu sein.
Hatte großes Glück, auf dem Heimweg bei Wein-Micha ngehalte und mich dann doch zu einem kleinen Weisswein überreden lassen zu haben. Dann kam zum Glück auch noch Katrin und ich war heildroh, Simpsons und zuhause und Audioguide erstmal sein gelassen zu haben und draussen auf der Strasse mit Leuten die ich kenne und mag, bisschen Weisswein zu trinken und eine zu rauchen. Wie Katrin sagte: "Komme von der Arbeit, alles gut und jetzt noch so'n schönes Nachhausekommen." Und ich stehe wieder daneben und würde sowas auch so gerne sagen. Oder bin ich einfach nur temporär psychisch, emotional und sonstwie überlastet?
Ich fühl mich so rumgestoßen und gehetzt und schleppe weiterhin das Gefühl mit mir rum, alles und jeden zu bedienen, weil ich nicht Schwein oder skrupelloser oder taktischer sein kann / will und damit immer in der Erfüllungsbrigade Späße machend meinen mir aufgebundenen Job abzuleisten habe. Reaktion statt Aktion und gehetzt wie ein scheues Waldtier, das ständig Angst vor irgendetwas hat.
Das habe ich gerade sehr haargenau ausgedrückt und macht mich blödsinnig traurig.
die Last der Tage (Peripherie)
Meine Peripherie hier im Moment ist das PT. Was ich mir vorgenommen hab, ist nur mit sehr schwerer Mühe zu schaffen und ständig werde ich unterbrochen- sei es durch Michas Forderungen für Aussenwerbung, Aufhängung LaNotte Banner (muss gleich zum Petriförder) und Dinge, die ich irgendwie nicht endlich zu Ende bringe (puppe8 Interviews, Bild Gerhild und endlich mal MEINEN Plan für das was ich hier tue). Reaktion statt Aktion und zu Hause warten ein Audioguide und ein Steuerquartal darauf, dass ich es endlich fertig kriege.
Für diesen Tag zusammengefasst: Ich fühle mich sehr im Eimer mit ständigem Gewissen im Hinterkopf, der mich nicht vielleicht mal ausschlafen oder mich einfach bei Suse auf die Bank legen lässt. Das geht so nicht weiter und ich werde hier eine Handbremse ziehen- weil es seit Wochen das Selbe ist. Da kann ich mich diszipliniert anstellen wie ich will, der grüne Zweig scheint unerreichbar. Und ich will eine schöne JEKSOMclub Tour haben und nicht dauernd Querelen im Kopf haben, ob ich auch ja nichts vergessen hab hier ...
So, das muste jetzt raus.
Ansonsten gehts gut ja? Ja, gehts. Training ist cool, ich fühl mich gestrafft und schicker, draußen ist es purer Frühling, von dem ich mehr haben will. Das betrifft ganz und gar mich und meinen Jesko, den es zu befreien gilt.
guter Freitag
Ich weiss, ich sollte hier nicht reinschreiben, wennich ein bisschen BN bin. 2 Große, 2 Kleine und ich bin durch. Viel geredet. Mit Jörg- seiner After-Birthday Party, dann mit den Skystones ... Tausend Worte und ich bin jetzt heiser.
Der Tag war einer der erfreulichen Art. War heute also tatsächlich bei Dost. Wie verabredet. Allerdings wahnsinnig früh. 7:30 Uhr sollte ich da sein und meine Unterdruntermieter haben mich bereits kurz vor 6 daran erinnert. War ein gutes Gespräch, von dem ich anfangs mir vorstellte, es sollte eigentlich nur Klärung über meine Wahrnehmung der letzten beiden Sitzungen und die weiteren Verabredungen sein. Aber okay, wir habens gleich angegangen. Ich kläre das noch mit der Kasse, ob Überweisung oder Gutachten oder ... ach Blödsinn, das regele ich schon. Und dann gings gleich zur Sache: Meine Stats, okay, und die meiner Eltern und wie ich Mom und Dad (Simpsons?) Papa (1st) und Mama (2nd) beschreiben würde. Habs ihm nur so erzählen können, wie ich es ad hoc sehe. Brandenburg und so ...
Das will ich hier jetzt nicht vertiefen; will nur sagen, es ist mir nicht sonderlich schwer gefallen. Hab natürlich gleich wieder ein bisschen glänzen wollen, weil ich ja Freud und die Inhalte des Buches aus meinem Studium ein bisschen kenne. Nicht wirklich und richtig, aber ich wollte ein bischen zeigen, dass ich mit der Materie und mit MEINER Denkweise mittlerweile recht vertraut bin. Weil ich immer ehrlicher werde. Kurzum: Der beste Zeitpunkt, sein Angebot anzunehmen, wonach es allerdings in die Tiefe gehen wird. Darauf muss ich mich einstellen. Und er muss sich darauf einstellen, dass ich ihn schlecht verstehe. Jetzt weiss er auch genau, warum. Wir haben 4 Probetermine ausgemacht und ich darf sagen, dass ich mich tatsächlich gerne darauf einlasse. Vorbei die ganzen Vorbehalte, dass ich Psychologen hinters Licht führen kann und auch so der Typ bin, der das alles selbst meistern oder zumindest gut kaschieren kann. Gut so.
Dann PT und aufgrund der Müdigkeit sachte nachgelassen, so dass ich noch Sandy beim Umzug geholfen und dann mich nach Hause geradelt habe. Alles zusammen ziemlich schönes Gefühl. Wahrscheinlich da erneute "ich habs getan" Gefühl. Kannste mal sehen: angepackt und losgegangen. Kenne ich. Das böse alte Lied würde heissen: Und dann wieder sein gelassen. Und genau DAS ist der Punkt. Jetzt die richtige Stärke mir selbst gegenüber eingestehen und dranbleiben. Siehe Kowalski. Das ist zwar ein schwaches Beispiel gegenüber dem, was jetzt auf mich zukommt, aber im Grunde das gleiche Prinzip.
Hatte den ganzen Tag Lust auf Sex. War allein im Container und einige schöne verwirrte Gedanken, was das Konglomerat Matze und Frank anbetrifft. Aber naja. Das ist es: Mit beiden eine Sexvorstellung haut nicht ganz (nicht "ganz") hin, aber so kenne ich das: Wenn ich jemanden kennenlerne- und PT ist nunmal mein Mittelpunkt geworden, dann nähern sich diese Menschen mir auf die schöne. liebevollen, vertraute Weise, woraufhin ich mir irgendwas ausmale. Schönes Beispiel dafür, wie ich mir das vorstelle- mit Kennenlernen, mit Annäherung, mit Liebe.
Bin zuversichtlich, dass ich an diesem Wochenende meine beiden Hauptlaster: Audioguide und Steuer lösen und zu Ende bringen kann. Weil dann, ja? Dann kommt eine Vor-Oster-Woche, in der weder Frank noch Kempchen da ist und ich den Rest abarbeiten und alles weiter ordnen, zusammenschieben und endlich mal ganz in Ruhe für mich aufschreiben kann, was meine Arbeit im PT betrifft. Das ist DIE Chance. Die darauffolgende Woche gehen wir auf JESKOMclub Tour, die ich sachte auch vorbereiten möchte: Strassenmusik? Ronalds plötzlich abhanden gekommene Abneigung fürs Akkordeon ... die Zeit zwischen den Konzerten ...
Das geht so im Moment ganz gut. Nur jetzt nicht ausruhen wollen und fallen lassen. Dranbleiben und aus dieser guten Basis, die längst nicht stabil, aber aussichtsreicher ist als vorher, was Richitiges machen. Tja, jetzt liegts tatsächlich nur noch an mir.
P.S.: Kann sein, dass dieses Log hier demnächst irrsinnig lang wird in seinen Einträgen.
P.S.: Ja und? Ist das nicht das erklärte Ziel von GET REAL?
Smokers Fuck Club
Tischtennis. Promi. Diesmal Hasi. Es wird immer schöner. Danach ziemlich abgekämpft ins BN. Dabei hatte ich noch die frischen Gedanken des vorherigen Mittwochs, an dem der kleine GAU sich im PT zutrug. Seitdem ist tatsächlich nur eine Woche vergangen. Angefangen mit dem Buch von Katrin, mit den tausend Tränen und einer kleinen Erkenntnis, einer relativen Ruhe im PT, dem Mut , JETZT endlich bei Dost anzurufen, dranzubleiben als letzte Chance.
Und hier sitze ich an einem Donnerstag, der mich um 12 ins PT, daraufhin zum Training, etwas Web und gleich wieder hier nach Hause brachte und mich in eine angenehme Stimmung versetzt fühle. Es ist gut. Es gibt erstmals wieder frischen Fisch. Speziell nach einem guten Training. Gut war nach dem Tischtennis gestern auch die kleine Flasche Astra, für die ich hier 1,5 Stunden brauchte, weil es etwas Gras in der Zigarette gab. Und wie ziemlich oft schwirren die Gedanken mehrfach potenziert, allerdings halb so schlimm, wenn sie gleich wieder verschwinden. Der Rest besteht in eindeutigem Sex. Dabei hab ich mir die Frage experimentell gestellt, ob ich es eigentlich lieben würde, die Rolle des Unterdrückten, des "Genommenen", des Gefickten zu übernehmen. Darein spielte sogleich die Frage, dass der "Gefickte" (siehe Fick dich, das Leben fickt dich, Schlampe, Nutte ...) ja immer eine Form von "benutzt, unterworfen, ausgeliefert bis hin zu erniedrigt" bedeuten kann. Die Idee war schon sehr lustfördernd, woran mein Zustand sicher nicht unschuldig was. Klar, es tut weh und klar, ich war bekifft; aber die Vorstellung erschien mir dennoch durchaus akzeptabel. Prima. Wie weiter? Die Frage nach Warum? Ist zwar nicht so nötig, würde mich aber interessieren.
Manchmal glaube ich, mit einem offensichtlich direkteren, ehrlichen Blick auf mich selbst mir vorbehaltlos Fagen stellen zu können, die ich so bisher nicht gestellt habe. Kann sein, dass ich mit mir experimentiere und ich wie damals Uta nach während/nach ihrer Tiefenpsycho alles in Frage ob ihrer Grundsätzlichkeit stelle. Das möchte ich bitte lieber nicht, auch wenn ich mit einer Therapie (?) möglicherweise Gefahr dahin laufe. Ich möchte mich so ehrlich wie möglich spüren und wissen, dass das, was ich tue, für MICH und damit in Ordnung ist.
Dann kann ich auch gern mal der Gefickte sein. (Zyno-Macho!) Aber im Ernst: Diese meine ganze sexuelle Vorstellung findet nicht in einer anonymen Umgebung statt, auch wenn es sich oft so leichter denkt (Sauna und so). Aber ich kenne es doch: da könnte ich also nur bekifft reingehen und würde selbst dann noch große Skrupel haben. Mein Ziel ist eine Beziehung, die so funktioniert, dass wir uns gegenseitig ineinander fallen lassen können und soweit miteinander gehen, wie wir es wollen. In allem.
Tja, da spricht also einer tatsächlich von einer Beziehung? Einer Liebe? Kann es sein, dass ich mich mehr und mehr dazu bereit fühle? Weshalb ich auch immer öfter den Typen hinterherschaue? Offener Blick für erklärtes Ziel? Wao, das wünsche ich mir.
Cool, ich hab eben tatsächlich einen waschechten Wunsch geäussert. Das muss ich versuchen, mir nachzumachen!
Bestandsaufnahme
Es ist von allem alles passiert. ich weiss nicht, wann ich den letzte EIntrag gemacht hab und wie die Stimmung war. Und das ist auch gut für eine Beobachtung dessen, wie ich zwischen den Stimmungen schwanke. Es ist nämlich so, dass ich nach der kleinen )(?) Katastrophe bei Kempchen ziemlich getroffen von einerseits der Wirkung meines Zustandes und dessen Folgen für mich und meine Umgebung war und andererseits weiterhin wankelmütig und versucht habe, realistisch den Dingen ins Auge zu sehen. Premiere Odysseus war zwar gut und ich hab mich auch diesmal nicht so verloren gefühlt (was auch daran lag, dass Matze, Anne, Karo, Sandy, Ingo mit "draussen" waren) und mich dann aber an Freitag erinnernd (wieder 4 kleine BN Bier und zu Hause fast eine Flasche Wein- was immer noch nicht nach zuviel klingt, für mich allerdings sehr wohl zuviel scheint) nach Hause an diesen Mac hier mit einer Flache des guten Weines gesetzt habe, nicht ohne dann auch den Rest des Vorabends auszutrinken und den DOCH NICHT weggekippten Wodka in Form zweier Gläser versucht zu haben. Ich wurde einfach nicht betrunken genug und wollte es aber offensichtlich werden. Da komme mit, wer will. Gras rauchen wollte ich nicht und ich war erneut gefangen in einer Samstag Nacht ohne Antrieb und ohne weiteren Vorkommnisse, Ideen, Meinungen ... Anstatt wenigstens ins Bett zu gehen ...
Naja, so trippelte wieder alles dahin, bis der gestrige Momtag kam und ich versuchte, so gut es ging, abzuarbeiten. Immerhin habe ich Montag und Dienstag ein Gefühl von Vorwärts mitgenommen und dabei auch endlich die grosse Liste kleiner bekommen. So habe ich am Freitag früh 7:30 einen Dost Termin, die Krankenkasse angefragt und am kommenden Montag einen Komplett-Check bei Weimann und die große dicke To-do Liste ausgedünnt. War auch Montagskiesern. Und es sieht gut aus. Viel besser sogar. Heute habich auch wieder Fotos (im Hafen) gemacht, Wieland tut mir gut, bei FB hab ich ein bisschen Bedenken, dass ich jetzt in schwule Gespräche von Apollo-Sauna Berlin (unbedingt Sonntag Nachmittags) und "da hat man schnell ein Schwänzchen in der Hand" ... einbezogen werde. Das ist einerseits gut wegen der Einbeziehung / Kommunikation selbst grundsätzlich, andererseits aber sehr abstossend. Gefährlich?
Jedenfalls hab ich auch meine Casio wiedergefunden und die Sonne kam wieder raus, hab mit Conrad und Florian Feisel gesprochen (mit Freude) und so ein bisschen zieht mehr Freundlichkeit im PT ein. Vielleicht, weil Kempchen jetzt 2 Wochen wegen Leistenbruch nicht da ist. Jetzt heisst es für mich dranbleiben und durchziehen und mir meinen Plan einhalten, wonach ich für mich nach all den vielen Aufgaben eine klare Struktur bauen muss. Und auch den Audioguide und mein Steuerquartal einfach mal durchziehen und zu Ende bringen muss. Erst dann ist der Blick etwas freier.
Und das absolut wesentliche ist der abwesende Alkohol. Ich bleibe bei dem Grundsatz, genau zu wissen, ihn sein lassen zu müssen. Und erneut Angst, dass das Wochenende wieder absackt. Immerhin führen mich meine Wege erfreulich wie gesten mit dem Fahrrad zu meinen Eltern und dann zu Angelino mit einem grossen Eisbecher; dann Frank und Mona getroffen, zu Hause etwas Kleinkram und dann mit "Wer hat Angst vor SIgmund Freud" ins Bett. Das Buch ist gut. Bicht so gut ist Polterpaule über mir, der von 22 bis 0:30 Marathone bei sich läuft und mich vom Schlafen abhält. Das kann schwer ankotzen, wenn ich aus dem Schlaf aufwache und nicths machen kann. Macht bisschen müde am Morgen, den ich auch selbser ohne Wecker beginne. Schlafen is nich so doll zur Zeit.
Bestandsaufnahme von einem Dienstag während der Simpsons. Mit besserer Aussicht. Und immer n bisschen Angst vor dem, was ich anpacken möchte: Nämlich diesen kleinen, gefesselten Jesko in mir drin suchen, finden und ihn endlich befreien. Meinetwegen auch ohne Schreien, ohne Blut und Kotzen, aber frei!
wie schnell sich alles dreht
Dieser Monat droht das Buch hier zu sprengen. Ich muss es doch loswerden. Eine AG PR, in der ich ruhig und bestimmt meinen "Job" machte, ein bisschen Spaß, alles besprochen, alles gut. Auf Wiedersehen. Nach Haue, Klopse, Möhren und Kartoffeln. Dorschi ruft an und ich lasse mal meine ruhige Haltung fallen und werde so natürlich wie "immer". Mitten beim Essen ruft FB an und fragt nach Porstmann und Fotos Odysseus. Klar, Porstmann hab ich viel zu spät angerufen. Nun sitzt er allerdings im Krankenhaus. Ein Glück was? Meint das Schicksal es immer so so gut, um das Schlimmste abzuwenden? Neee, lass ma, her damit. Jedenfalls hab ich FB erzählt, wie es sich mit den Fotos verhält, was er gestern offensichtlich verdrängt hatte, dass ich das nicht mehr machen soll. Nun sitze ich zwischen allen Stühlen, weiss, dass meine Fotos gut sind, weiss, dass ich die auch "eigentlich" weitermachen aber auch besser bezahlt haben will, dass im Falle vonVicky Kühne Foto und sämtliche Grafik über Genese alles teurer wird, als mich etwas mehr zu bezahlen. Aber daran liegts ja nicht, ich bekomme ja meine eigentliche Arbeit nichtmal auf die Reihe- was nützen da mehr Geld oder Nebenaufträge?
Jedenfalls fühle ich mich seit dem Telefonat mit FB plötzlich wieder mies und zweifle ereneut ein bisschen. Wie schnell sich das alles drehen kann. Hab ihm jetzt aber eine (er)klärende Mail geschrieben und Sandy ins BCC gesetzt. Beim Abwaschen verhandle ich in Gedanken und stelle mir vor, wie Kempchen wegen "Foto raus" auch 200 monatlich abzieht. Wüsste nicht, wie ich reagieren soll und weiche beim Abwaschen derweil ab in eine schöne "Cowboy stirbt Aktion", wonach alle Matzes, Dorisses, Wielandes, Puppenexterne ... soooo traurig sind, dass ich tot bin.
Was für ein Dreck. Das war alles schonmal da, kommt immer wieder. Immer schlimmer? Es nützt nichts, ich muss mich mir stellen. Jetzt. Und wenigstens Dost anrufen und versuchen. Schon der 4. Tag ohne diesen kleinen Anruf was?
im Fluss
Es ist schön und ein bisschen merkwürdig zugleich, wie sehr mich das ganze Konstrukt hier angestachelt und bewegt hat. Mit beinaher emotionsloser Sicht auf die Dinge (nicht auf mich!) arbeite ich zügig die anstehenden Aufgaben ab und es geht tatsächlich voran. Das ist ein schönes Gefühl. Bei Kempchen lasse ich dennoch die ruhige zurückhaltende Art bestehen, was garnicht so sehr gespielt ist. Er war es- als Mensch gesehen, der mich zu meinem ganzen Wust noch weiter verunsichert und damit beinahe eher vergnatzt als vorwärts gebracht hat. Aber ich bin im Gespräch mit mir und stelle dabei fest, dass es ein gutes Gespräch ist. Ich wollte hier nie über meine Arbeit und (erkenntnismittlerweile) das, was ich für andere, also hier im PT tue, schreiben. Aber es gehört wohl dazu. Das ist die Peripherie meines Daseins, über die zu entscheiden habe, ob sie mir gut tut.
Wieland tut mir gut. und Matze. und Sandy. und sogar Frank (der böse Bulle?) Damit bin ich nicht ganz so allein, auch wenn sie mich mit ihrem Dasein auch nur ein bisschen begleiten können. Aber das reicht mir vorerst für ein bisschen Frieden, um bei mir zu bleiben.
Wieland Kaffee
Und Wieland macht mir einen Kaffee und ich setze mich in die Sonne und ich denke dabei darüber nach, ob das ganze Konstrukt mir nicht sogar zu Hilfe kommt, wen ich mich zu mir vortatse und versuche, so ehrlich wie möglich dabei zu werden und mich nicht auf "die anderen" orientiere. Je heftiger und schlimmer alles ist, umso deutlicher stellt sich mir meine ureigene Frage. Meint: Erst wenn alles so richtig am Boden ist, kann ich mich besser für einen Weg entscheide. Und dazu muss ich bereit sein und die bereits festgestellte wesentliche Grundlage selbst bilden: Finger weg vom Alkohol und dann vor allem Dranbleiben.
Dranbleiben bitte.
Personales Gespräch
Ich versuche es auf den Punkt zu bringen: Erneutes Personalgespräch mit FB und Sandy und Simone. Diesmal lauter, "in aller Schärfe" und ich befand mich aoft in der Überlegung, ob ich mich nun verteidigen oder es hinnehmen oder annehmen oder sonstwas soll. Es ist wie imer von jedem ein bisschen Wahrheit darin. Vorrangig will PT seine LaNotte verkauft wissen und Kempchen sieht die Medienwirksamkeit nach außen enorm schlecht. Für ihn zählt das JETZT und HIER. Auch nicht schlecht. Ich hingegen überlege die ganze Zeit, warum einiges- nee: Vieles davon wahr ist: Weil ich unsortiert bin, habs ja selbst schon zugegeben: weil ich mich von Moment zuu Moment hangele und dabei den Blick aufs Ganze verliere und heilfroh bin, halbwegs an alles gedacht zu haben. Das geht natürlich nicht gut auf Dauer.
Ich verknüpfe Erlebnisse intensiverer Art immer mit der Person bzw. Umgebung die es betraf und hab Angst, dass ich Kempchen diese harsche Art irgendwann vorwerfen werde. Er weiss zwar, wie es um mich steht, kann das aber in diesem Fall nicht berücksichtigen. Ich stehe in meinem persönlichen Kampf mit meinen Mauern und tief verankerten Ängsten zwischen Optimismus und Tod und habe weiterhin Angst, in diesen Phasen der schrittweisen Erkenntnisse dennoch aufzugeben und mein leben wenigstens friedlich zu beenden. Aua aua.
FB nimmt mich danach nochmal kurz mit und sagt mir ruhig, dass er das Treffen nicht anberaumt hat und dass er weiss, dass ich nun verletzt bin und bietet mir an, das DATEs zu übernehmen. Was unglaublich schnell und leicht ging. Bin ich ihm dankbar für und hege zeitgleich das Gefühl von "guter Bulle, blöser Bulle". Womöglich ist das ganze Konstrukt so gebaut, dass die Mitarbeuiter zum Spielball werden? Mein Argwohn ist immer dabei obwohl ich ihn nicht haben möchte un auch nicht immer dran glaube.
Der Abend mit Tischtennis und anschl. im Zobi mit Tobi (...) war gut aber durchsetzt mit dieser Aufgewühltlheit mit dem, was ich aus diesem Buch für mich herausgefunden habe. Dann stehe ich zum Schluss auf dem Balkon und stelle mir rauchend vor, wie ich das empfnde udn denke gleichzeitig daran, dass bei Jana noch Licht ist und sie mich jetzt bestimmt beobachtet. Und schon wieder richte ich meine Körperstellung danach aus, ertappe mich mehrmals dabei, lasse es wieder, mache es erneut, damit sie sieht, wie sehr ich zu kämpfen habe. Hat wohl alles damit zu tun, dass ich seit je her auf der Suche nach jemandem bin, dem ich nicht nur mich, sondern mein Herz voll und ganz öffnen kann. Ich schreie dauernd nach Aufmerksamkeit und Hilfe und Liebe.
Und im Moment versuche ich immer weiter in mich hineinzusehen und werde dieses Buch weiterhin zu Hilfe nehmen- nicht als Anleitung, sondern als Hilfestellung zur eigenen Annahme und zum Nachforschen in mir, damit ich das Buch nicht als Beispiel für "guck mal wie's mir geht" weitergebe, sondern es für mich begreife und erklären kann. Das Buch werde ich vorerst niemandem weitergeben oder empfehlen. Und ebenso schön war, wie Katrin dachte, vielleicht findet sie in ihrem Buchschrank was Schönes für mich, macht ihn auf und diese Buch fällt ihr von allein entgegen. Und sie wusste garnicht mehr, das sie das noch hatte. Wieder Zauberei - ich weiss - aber in diesem Moment ein angenehmes Gefühl.