Unschlüssig und gedämpft aufgewühlt wie immer wieder. Der Rest besteht aus Getränken. Wegen der ganzen Unklarheiten. Und wieder wie immer sind es die kleinen Dinge, die den Anstoß dazu geben. Heute:
#1: ich weiss nicht wohin mit mir und meinem Sommer. So richtig garnicht. Ausser Tønder vielleicht.
#2: ich soll steuerlich herausfinden, was mein Bus wert ist und fühle mich schwer hintergangen damals beim Kauf mit 19.000 euro für einen Bus, dessen Bremsen gemacht, Reifen gekauft, Rußpartikelfilter nachgerüstet und jetzt die Klima-Anlage erneuert werden mussten. Das ist Pech und bestimmt nicht wichtig, wenn man bedenkt, das immaterielle Dinge bei mir ja auch oft nicht hinhauen.
#3: ich habe genauso wie für den Sommer keine Ideen für mich und meine bessere Zukunft
Das alles zu erläutern ist mühselig, weil üblich gleich. Weil das immer so ist, werden die Sorgen darüber nicht kleiner, aber immer gleichgültiger. Was in der Konsequenz keine gute Aussicht bietet. Ich bin im Moment nicht traurig, aber oll. Und ich werde dabei ja auch immer oller. Und ich höre ja auch nicht mehr so gut. Schleichende Prozesse, denen ich nicht mit Konsequenz begegne, sondern mich wie immer durchschlängele. Mit universalen Harmonie-Ideen im Miteinander und angeborener Freundlichkeit und verschwommenen Mom-like Erklärungen über eine wahrscheinliche Realität. Ich werde immer überleben, knüpfe aber diese Aussichten auf richtiges Leben für mich (hä? was ist denn jetzt das "richtige" Leben?) an irgendwelche Bedingungen, die so hanebüchen wie oft faule Ausrede sind.
Ich hab mittmateriellerweile alles, wovon ich mir Fortschritt versprach; ich bezahle auch 1000 euro für eine Klima-Anlage, die ich nicht benutze, weil ich mit meinem Bus inkl. den freiheitlichen Idealvorstellungen nach Welt-Leben nicht klarkomme. Wofür also sonst bezahlen? Für eine Gitarre, die nicht richtig spielen kann? High-End Recording-Hardware, die ich mangels Wissen nicht richtig einsetzen kann? Für einen Allein-Sommer-Urlaub, den ich nicht geniessen kann? Für schicke Klamotten, von denen ich nicht weiss, welche meinem Stil entsprechen, den ich wohl nie finden werde? Ich werde bezahlen, irgendwann. Für meine Unfähigkeit, eine Leidenschaft, ein Lebensmodell zu entwickeln / entwickelt zu haben, um davon gezehrt und nicht die Frage nach Glück gestellt zu haben.
Dazu die Idee mit Tobi und mit ihm zusammenzuziehen und dem Garten Öden und der Parzellenjauche, deren lustige Bezeichnungen ja doch ihren Grund haben. Entscheidungen sind bei mir irgendwie Mangelware.
Ich hänge in der Luft ohne Wind und bediene das Leben, statt dass es mir dient, um es geniessen und gut leben zu können. Ein ausgewogener Kampf zwischen mir und mir mit ungefähr keinem Ergebnis.
Wohin auch ...
Wohin soll den die Reise geh'n? Wohin? Ja wohin, ja wohin ...
nach Sundevit?
Ich bin ... wie immer wieder bisschen unentschlossen, ungeduldig, unwirsch wegen der vagen Ahnungen, die doch nicht auf einen gemeinsamen Nenner oder wenigstens Punkt wollen. Und dann traurig, weil ich ... weil ich alles nicht weiss.
Wahrscheinlich kommt ein Wort daher, und plötzlich geht's - und noch viel mehr. Mittelmaß mit Ambitionen. Aussichten selbst vereitelt und taub werdend gesellschaftsfliehend. Unmöglichkeit der realistischen Selbsteinschätzung / Reflexion über PT und jeskom und Liebe und Leben ... ich bin wie immer. Das kann man nicht ändern was? Kommt mal ein kleiner Aufwind und Erfolg und Zuspruch und der Rest ist Warten auf die Sommerferien. In denen ich auch nicht weiss, wohin, ja wohin, ja wohin.
Das Vergangene wiegt dann so verzaubert schön; wenn die Gegenwart dann verharrt, sieht die Vorstellung über die Zukunft entsprechend aus. Nur das seichte Wissen um meine Möglichkeiten ... verharrt sich im ewigen Kreislauf. Das hört sich so wunderbar dramatisch an. Ist es für Beobachter nicht. Nur ich selbst hänge an unkonkreten Wunschvorstellungen und an anschliessenden Weinflaschen.
Wählt Quimby!
in between ... 11.07.2013
Immer, wenns komisch ist. Oder lieber nicht? Doch. Ob ich das reflektiere oder nicht. Schönes Wort. Danke.
Was wäre, wenn ich morgen sterben soll? Ach du meine Güte. 10 Punkte aufschreiben? 10 mal Hätte und Wäre? Vielleicht 10 Gründe dafür, das ginge vielleicht. Puppentheater: ich gehöre immer mal wieder doch nicht dazu, dort rein oder was? Im Moment haben guter Bulle böser Bulle nach allgemeinem Frieden mal kurz gewechselt und Kempchen nennt meine Fotos und VÖs Bildzeitungsniveau und unprofessionelles Dahingeknipse. Das stösst mir sehr auf, auch wenn ich wie immer versuche, dahinter zu gucken, also- was er meint. Und finde wie immer "ein Stück weit Recht hat er". Und bleibe dabei ebenfalls wie immer auf der Strecke, die offensichtlich nicht meine ist. Und legt mir herzlich nahe: Kein Rückgrat, keine eigene Meinung, kein Ziel.
Heute Premiere Hofspektakel. Große Ansprache. Großes Lob. Alles schön und freut sich. Nur ich nicht. Vor einem Jahr bei der Olsenbande gabs überhaupt garnichts. Ausser selbstgrillen und mit 5 Leuten bisschen Bier trinken. Und dass es "grosse Scheisse ist, was wir hier machen". Heute alles vom Feinsten. Ich wollte die Premierenfeier boykottieren, aber geht doch nicht so ganz. Und fühle mich sauschlecht dabei. Obwohl sie alle da sind - alle einzeln für sich gesehen Leute, mit denen ich gut umkann. Aber das ganze große Gemeinschaftliche will mir nicht gelingen. Das liegt grundsätzlich an mir und meinem merkwürdigen Zurückhalt. Wo ich doch feiern, singen und alles andere kann / könnte, will ich nun lieber nach Hause. Und bin traurig.
Ich bin ein Dienstleister; einer sich nach Ästhetiken anderer richten muss, (und davon gibt es im PT sehr viele), einer, der nicht oft genannt wird. Und wenn er mal sowas wie Olsenbande macht, war das ganze "schlecht". Ein Raubbau an und von mir selbst, weil ich es nicht begreifen kann.
Also wie jetzt? Kurzes Trauertal? Den Rest weggesoffen? Ich will spielen, will leuchten, wil ...
Morgen gibts einen Hit von mir live an der Hubbrücke. "Von hier aus". Auch so'n jeskomisches Ding, dass ich nach Ronalds Idee seines Herzblutes von WIND jetzt insgesamt angegriffen hab. Vertrieb, Werbung, Radio-Promotion, ma gucken ... wenigstens probieren. Das ist zwar was anderes, spielt aber insgesamt in mein Stimmungsbild mit ein.
Ich kanns ja kurzfassen, was hier zugrunde liegt: Foto-Misere Puppentheater und der Vergleich Hofspektakel mit mir auf und ganz weit hinter der Bühne - den Brettern der Welt. Zu Tobi will ich immer noch nicht ziehen, weils Reform ist und ich Panik vor Einsiedelei mit kleinen privaten Parzellenfestchen ohne Weitsicht hab. Meine innere Weitsicht ist ja auch nicht vorhanden, wozu also Grenzen sprengen? Oh ... böse, böse und sarkastisch.
Alles nicht so wild; mag sein, aber auf die Frage, was Hätte und Wäre, wenn ich morgen sterben müsste, sollte ich mir vielleicht doch mal ein paar Gedanken machen.
Und nochwas passendes: Ich werde älter. Und sehe öfter auch so aus. Die Zeit, die Zeit ... Nanuuuu.
drei+40
"Was bis 42 nicht fertig ist, wird nix mehr.
Offschrott macht Eisen alt und Plautze voll."
So fühlte sich das gestern Abend noch an. Nicht des magischen Geburtstagsjahres 42 wegen, nach dessen Begehung es nichts mehr zu feiern gibt ausser das Leben, und zwar täglich ... sondern aus einer gebieterischen Laune heraus, nach der ich gern mein Leben jetzt genau so weit hätte, um es aufrichtig zelebrieren zu können. Nunja, was 42 Jahre bei und mit mir nicht vermocht haben, schaffen wohl auch die anderen 42 nicht.
Alles Quatsch- ich weiß. Nur weiss ich nicht, wie ich mein ganzes tatsächliches Glück begreifen kann. Mein Leben ist ein Aber, aber leben will ich trotzdem.
Es ist Frühling seit eben und wie immer scheint an diesem Tag immer ein bisschen die Sonne. Sieh' da.
sauer.
Darf ich eigentlich auch mal und endlich zu recht über irgendwas hier im PT sauer sein oder ist es immer so, dass ich mir ewige Mitschuld einräume? So komme ich auf keine Lösung. Wenn ich nicht richtig Position beziehen kann, ist jede Argumentation sogar gegenüber mir selbst sinnlos. Alles Scheiße, deine Elli.
das Problem mit dir ...
... enstand ja auch weil du dich nie für etwas entschieden und darin profiliert hast. Damit bist du anfreifbar, schubsbar, verwundbar ... von beinahe jedem und in jedwelchem Umfang wie er / sie will. (aufgeschrieben während Dienstberatung 30.01.13) ... während die neuen Büros verteilt wurden. Ich krieg eins oben unterm Dach- allerdings das ohne Licht. Egal, meine Stimmung gegenüber Puppentheater wird immer negativer und es fällt mir schwer, klar zu äußern, woran es liegt. Ich weiss nur eines: Motivation durch den richtigen Umgang miteinander. Da hakt es. Alles andere ist doch in Ordnung und macht sogar Spaß.Ich häng mich so sehr rein und es wird nicht honoriert. Eben gerade bietet mir der MDR für heute eine Story zum Ferienanfang an und damit wird Kempchen beruhigt sein, dass ich ja doch noch ausreichend Werbung für die Villa und die Ferien gemacht habe. Das Ende vom Lied wird dann heissen: "Na bitte, aber ich musste dich erst drauf stoßen, sonst wärs ja nicht passiert." Was sogar stimmt. Und was mich wieder zu der Schlöussfolgerung bringt, dass ich mich überfüllt unmotiviert fühle.
Mit Homi und Dorschi gestern im BlueNote (heyhey: weiterhin rauch- und alkoholfrei) mal bisschen durchgekaut: Same old Song. Anfangs zuviel reingebuttert, was damit zur Normalität erklärt wird. Mecker gibts, weil meine To-Do-Listen mit mir und damit zu lang werden und nix wirklich fertig wird. Und deshalb werden meine Aktionen jetzt dahin gehen, dass Web-Apps und Grafiken und Dinge, die nicht meinem Arbeitsvertrag angehören, wieder ausgelagert werden. Gegen Geld. Vermutlich ordentlich viel Geld. Ich weiss aber auch, wenn meine Kamera mal "kaputt geht", sofort Vicky Kühne oder wer gerufen wird, die das sowieso besser machen ...
Zwischen den ganzen Stühlen weiss ich nicht, wohin mit mir. "Das Problem mit mir" wird sich nie ändern, weil ich immer ein interessierter Reisender sein werde, jemand, der überall ein bisschen drin steckt, es aber auf keinem Gebiet zur wahren Profession bringen wird. Damit muss ich mich sachte arrangieren. Auch wenn die Interessen aufgrund bereits soviel Erlebtem immer mehr abflauen. Ich merke die Auswirkungen solchen Seins ja bereits hier: Es reicht sachte und ich will wieder was anderes machen.
Wenn ich nur etwas genauer wüsste, was das sein könnte.
Stiller Bettbleiber ohne Ambition
Ich geh' jetzt immer früh ins Bett. Das heisst, so gegen 10 oder so, um noch ein bisschen zu lesen und auszunutzen, dass ich so schnell und gut schlafen kann. Seltsam. Der eigentliche Grund aber ist der, dass ich das jetzt so lange mache, bis mir was mit meinem Leben einfällt. So lange es das nicht tut, lohnt ein Aufbleiben auch nicht. Wofür? No Points of Interests; ich spiele kaum Gitarre, finde meine neuerlichen Kompositionen mittlerweile langweilig; wenn ich mich in meiner Wohnung so umsehe, fällt mir nichts ein, wozu oder worauf ich Lust hätte. Sehe ich nach draussen, wirds ob der sich leicht andeutenden Frühlingsidee leicht ums Herz- mehr aber auch nicht. Draussen gibts auch nichts zu tun. Laufen? Wandern? Schwimmen? Jemanden besuchen? Neue Leute kennenlernen? Alles ohne Interesse.
Sinnloses Fernsehen finde ich langweilig und ein bisschen blöd im Kopf fühle ich mich auch. Prädement. Wenns so leer ist, kümmert sich auch kein schlauer Gedanke um mich. Puppentheater liegt ebenso links aussen. Hab das Gefühl nach Neuem. Aber welchem?
Vielleicht dreht sich auch gerade was in mir um, ich behalte ohne Aufsehens drum zu machen, meine Alkohol- und rauchfreien Zustände bei. Weil ich nochn bisschen reizhuste. Und weil es recht leicht fällt. Vielleicht entsteht so eine gute Grundlage für Zukünftiges, nachdem ich den Prozess der physischen Wandlung erfolgreich abgeschlossen haben sollte. Müssen noch Kopf und Seele mitmachen.
Ich hab Tobias und sehr lieb und wir haben New York. Ich hoffe, ich weiss dann, was ich da soll ;-)
dreier rekord
Virenverseucht krieche ich ungeduldig und erneut erstaunt ob der "Schwere des Verlaufes" seit 17.01. krankgeschrieben durch die Fragenwelt, ob und was das alles soll. Dazu gleich mehr, hier immerhin mal eine Liste von persönlichen Weltrekorden:
Rekord 1: Seit nunmehr einer Woche (16.01.2013 abends) keine Zigarette mehr und keinerlei Verlangen danach
Rekord 2: Seit ebendieser Zeit keinen Alkohol (mit Ausnahme eines Samstages und Tobias in der Idee, dadurch dem Organismus einzuheizen)
Rekord 3: So unschlüssig dem Puppentheater gegenüber war ich noch nie
Letzterer Rekord ist sehr zweifelhaft und mein Problem liegt darin, nicht zu wissen, wie ich es angehen soll, eine Brücke zu schlagen zwischen der Freude an der Arbeit im Puppentheater mit der einhergehenden Dunkelziffer der selbstgemachten, -erdachten Gedanken und Gefühle, die mich nicht warm werden lassen mit Kempchen & Bernhardt. genau die beiden sinds - niemand weiter.
"Am unglücklichsten bin ich immer dann, wenn ich nicht weiss, warum und weder Idee noch Antrieb habe, es herauszufinden." Was für ein schöner Kalenderspruch; und alle sagen "aaah..." Derzeit denke ich darüber nach, einen Fragen- oder Bewertungskatalog aus der Sicht von Kemphardt zu erstellen. (Neuer Begriff). Total doof, ich könnte sie ja fragen, was für und gegen die Qualität meiner Arbeit spricht. Abr das geht- zumindest bei Bernhardt nicht, der schon immer davon sprach, dass er sich 'hier noch nie so intensiv mit jemandem beschäftigt hätte wie mit mir'. Das kann ich mir also sparen. Kempchen? An den komme ich irgendwie auch nicht ran oder habe ich Angst vor ihm?
Sehr viel schreibe ich mir selbst auf meine dunkle Liste, das sehe ich klar, aber ich brings seit Jahresbeginn irgendwie nicht auf die Reihe, aktiv und vorwärts in Puppen-Richtung zu gehen. Hats der Bernhardt am Ende doch geschafft, mich wie Sandy sachte rauszuekeln und ich habs anfangs belächelt und sehe nun, wie sehr es mir das Gemüt zermartert?
Arme Zehnsucht, du musst immer nur für die negativen Momentaufnahmen herhalten. Immerhin bestehst du aus wertungs- und gefühlsfreien Nullen und Einsen und wurdest letztlich nicht dazu geschaffen, am Ende ein verklärtes ach wie schönes Resümee eines Lebens zu zeichnen. Aber ich kann es dennoch schnell mal umdrehen:
Ich liebe Tobias! Da haste!
Birkenfall Vergleich
Heute wird die Birke im Hof Winckelmann gefällt. Sie ist krank. Sagt der Mann von der Baumfällfirma. Dazu zwei Gedanken:
"Ich lege mir Nüsse aufs Fenster und schmeiss die blöden Tauben und Krähen an, damit die mich nicht in meiner Ruhe stören. Blöden Viecher. Oder Elekrodraht auf die Zweige. Oder Baum weg."
"Der arme Baum. War doch immer so schön, eine Birke im Hof zu haben. Jetzt ist die auch noch weg. Wird immer weniger. Schade."
Das macht / hält mich bekloppt.
Drehungs Update und der Fall Jesko
Eingenordet. Eingeordnet. Abgeordnet. Schreibe Blödsinn. Immerhin bin ich sachter in meinen Vorstellungen über die immer wieder wackelnden Puppenwände geworden. Ich bleib wie immer erstmal noch. Hoffentlich ist es eine gute und erfolgreiche Übung für mich, die Dinge langfristiger und zielgerichteter zu sehen. So ungefähr waren die Worte Kempchens und ich muss ihm beipflichten. Er hat schon Recht damit.
Jetzt fragt sich nur, ob das meinem Metier entspricht. Besser wärs auf jeden Fall für mich, mit solchen Übungenen genau die Dinge tun oder ändern zu können, die mich beschäftigen, die ich also voran oder ins Lot bringen möchte. Betrifft ja mein Leben selbst.
Am 01. Oktober fragte mich Tobias- in der Tür stehend, was wir im nächsten Jahr (Urlaub) machen wollen. In genau diesem Moment fällt mein Bild, das auf seinem Board seit ungefähr 1,5 Jahren steht ... um. Wir gucken uns an und sind für einen Moment schwer überrascht. Und ich hab den ganzen Tag schon so olle Gedanken und erzähle ihm, dass der Krebs vielleicht immer eine Generation überspringt und ich damit aus der Konzentration meiner mich umgebenden Familie die volle Breitseite abkriegen müsste. Also dann im nächsten metaphorischen Jahr.
Was mir in diesem Moment inkl. des umgefallenen Bildes Angst macht und ich Tobais umarme und sage, dass ich ab jetzt "... ein besserer Mensch werden will". Jack Nickolson in "Besser gehts nicht". Ich will noch'n bisschen besser. Wo ich doch jetzt und endlich so'n tollen Menschen an meiner Seite habe und wir uns in unserem möglicherweise gemeinsamen Leben immer weiter zueinanderdenken.
Raus aus'm Rumsitzen und die Nacht wegsaufen - rein in das, wofür ich mir Mühe geben muss, es rauszufinden. Leidenschaft? The same procedure. Dussel.
Beginn einer Drehung
Es hat gewackelt und nun dreht es sich. Das Puppenhaus stellt mich vor eine schwierige Entscheidung: Eine "lieb"-gewonnene Gemeinschaft, in der ich ganz angekommen bin, aufgeben zugunsten einer unsicheren beruflichen Zukunft. Fakt ist, dass die Zeiten des negativen Empfindens in meinem Job meines Erachtens überhand nehmen. Man will mich dort, und auch FB ist wahrscheinlich nicht gegen mich, sondern stellt seine bisherigen unterstützenden Aktionen ein, was mich selbständiger machen kann, soll, wird?
Wie dem auch sei, die entspannteren Zeiten mögen wohl auch wiederkommen, aber in mir brodelt es immer mehr, mich nicht dermaßen hingeben zu wollen, dass es mir die Ruhe raubt. Vielleicht kann ich auch einfach nicht komplex genug denken, bin nicht schlau und damit strukturiert und stark genug für diesen Job. Wo doch das PT einen riesen Satz nach vorn mit mir gemacht hat. Kein Selbstlob: eine Feststellung.
Wie Tobias sagt: Das warten wir erstmal ab. Wir haben angefangen, Pläne zu schmieden. Das Haus etwas umzubauen, zusammenzuziehen. Das ist eine völlig neue Herausforderung für mich: Ich verlasse mein Metier, mein ewiges Zuhause in Richtung eines sehr sauber und kontrolliertes Haus eines anderen. Die Wohnung ist der Fingerabdruck eines Menschen. Da muss Mensch sich wohlfühlen. Und ich bin gespannt, wie sich meine / unsere Entwicklung dahingehend gestaltet.
Zum Stand der waghalsigen Denk-Dinge: Diese Spielzei ist meine letzte, ich finde was, was besser zu mir passt; Selbständigkeit oder fester Freier, mache das, was ich wirklich am besten kann. Und dann bauen wir ab Frühjahr um und ziehen zusammen. Mal gucken, wie das morgen aussieht ...
Update
Es gibt wieder was zu schreiben. Nicht über anderere Leute und deren Geld und solche unwichtigen Dinge. Sondern meinen IST Zustand. Das kann ich jetzt nicht. Aber ich muss es tun. Vielleicht ruhen und wirken lassen. Nur soviel:
Tobias = ja!
Puppentheater = wackelt. Schon wieder.
Es wackelt sehr in mir. Wir haben einen langen gemeinsamen Urlaub hinter uns. Wien, Kroatien, Italien. Drei Wochen. Auch darin wusste ich manchmal nicht, ob und wie wohl ich mich fühle. Fakt ist, meine Gedanken an Puppenhaus und / oder Zukunft sind darin total nach unten gefahren. Kopf leer. Man bestätigt mir, das wäre ein gutes Zeichen für tatsächliche Erholung. Aber ich erhole mich nicht von dieser wahrscheinlichen Erholung ... mein Denken ist flau und lau. Und Puppentheater übermannt mich ständig seit Wiedereinstieg in die Puppenathmosphäre. Frank Bernhardt hat nach Sandy mich womöglich als neues Feindbild. Abwarten. Rausfinden.
Ich fühle mich den Massen an Anforderungen im PT immer weniger gewachsen. Kann aber auch nicht über Alternativen nachdenken. Wieder selbständig werden? Die Arbeiten im PT, die vorerst nur ich kann, da mit reinnehmen: Foto, Web ...
Habe dauerend das Gefühl, überlastet zu sein. Diese Gefühl läuft seit Olsenbande Juni 2012, von der ich dachte, ich kann dort alles unter einen Hut kriegen. Konnte ich nur schwerlich. Aber es hört nicht auf. Drang nach RENEW. UPDATE. Welcome BurnOut? Oll. Feind im Kopf? Nu mal sachte, Babe.
...
Eintrag 23.02.2012:
... (und ich darf sagen, ich fühle mich sehr ordentlich wohl im PT. Und wenn ich es noch schaffen sollte, endlich wieder alkoholärmer und dünner zu werden, liegt inklusiver meiner Liebe meinem schönen Leben nichts mehr im Wege zu meinem schönen Leben [Angeber, Wichtigtuer].
nanu?
anderer Leute Sorgen
Das muss ich mal loswerden. Heute nach dem promi-tt im BN mit Hasi und dazu dann T.K. (= T. Körner; so genannt wegen Suchergebnissen in diesem Blog und Verwechslungsausschlüssen). gabs ein Jana-stilles (weil nicht viel zum Thema beizutragen) aber langes Gespräch mit einigen Insidern via Körner und Katrin, die mich ein bisschen baff machten. Da ich sowas alles gern schnell vergesse und eigentlich ja auch besseres zu tun habe, wie bspw. meine JESKOMclubSTORIES so gut und so schnell wie möglich zu kreieren. Die Werbung läuft und alles ist im Kasten - außer das Eigentliche. Du meine Güte, ich muss ran. Richtig ran.
Vorher noch: Ich liebe meinen Tobias! Oh ja. Wir halten uns so gut wie fest es geht und ich liebe seine Nähe, seine Wärme, seine Augen, sein Gesicht und seine kleinen Ausraster, wenn ein Wasserfleck den Fußboden berührt oder ich ungeniert dummes Zeug mache. Ach was. So bitte weiter! Und mehr!
So. Die Insider: Körner und Gudrun: Mich hats wirklich verblüfft. Ich kann hier keine Deutungen reinschreiben, nur da, was ich gehört habe: Körner verdient im PT 3k, was 1,8k netto ausmacht. Gudrun verdient 3.6k (dreitausendsechshundert) NETTO im Monat. Soweit Hammer. Aber: Als Gudrun und Körner sich zusammentaten, war Körner etwas im Eimer (nachvollziehbar) und die beiden gebaren genesend ein Kind. Dafür gibt er alles. Und sie hält ihn wirtschaftlich kurz. Offensichtlich sehr kurz. Alle seine Schlüpfer und Hosen haben Löcher, er bittet sie um ein bisschen Geld und muss eine Kollegen für einen Kaffee anpumpen. Gudrun hat wahrscheinlich so ein elternhausvermitteltes Geld-Dungs-Bedürfnis, das sie sparen will oder sonstwas und Körner sehr knapp behaushaltet. Bei DER Kohle?! Und geht selber (sagt Katrin) shoppen für gerne mal 500 EUR nebenbei. Geht mich ja nix an, aber wie ich das so höre, denke und verstehe ich, dass Körner alles für sein Kind, den Oskar, dransetzt und ihm ein gutes Elternhaus geben will. Um sich darauf zu freuen, dass Oskar selbständig wird und auszieht. Was meines Erachtens nach das Ende derer Beziehung (Gudrun und Körner) sein wird. So. Das wollte ich nur mal schreiben und ich erinnere mich dabei gern ein bisschen an Dieterloo, wie er immer so generös über Leute herzog, die offensichtlich ihr eigenes Leben gerne mal wegen gewisser Umstände in den Sand setzen. Das hier wäre so ein Fall. Ich wüsste nicht, was ich in so einer Situation tun sollte und hab ja selber mich jahrelang in einer Beziehung gesehen, die nicht wirklich mein eigenes Ziel war. Also von daher keine Bewertungen an dieser Stelle.
Dann gings noch ein bisschen ums Puppenhaus und den lieben Frieden, der zur Zeit so schön vorhanden ist (und ich darf sagen, ich fühle mich sehr ordentlich wohl im PT. Und wenn ich es noch schaffen sollte, endlich wieder alkoholärmer und dünner zu werden, liegt inklusiver meiner Liebe meinem schönen Leben nichts mehr im Wege zu meinem schönen Leben [Angeber, Wichtigtuer].
Und über die Wolfgang Krebs Stoty gabs mit Körner, Micha und Doris heute ein internes Gespräch, über das Körner mich einweihte, mit der Bitte um schweres Stillschweigen. Ist für mich kein Problem. Ich will doch nur den Frieden bewahren und das ganze PT Konstrukt auf einen noch besseren Weg bringen. Micha (aha: nicht mehr Kempchen!) ist ein fantastischer Politiker wie mir scheint. Er bekommt sehr wohl mit, was im PT läuft und hatte wohl auch mit Wolfgang schon oft seine Probleme. Wer weiss. Egal jetzt: Um die Problematik Rückkehr Wolfgang und das PT zu klären, haben die drei sich heute über die Zukunft unterhalten. Demnach soll Körner seinen Bühnenmeister machen ("was kostet das?" fragte Gudrun sofort), was das PT bezahlt; damit wird Körner der Technische Leiter und mit Wolfgang wird versucht, eine einvernehmliche Lösung zu finden, nämlich die, dass er Invalide wird wegen seines Herzproblemes. Entlassen kann man ihn nicht, als Leiter einsetzen will man ihn auch nicht und Unfrieden darf es aber auch nicht geben- so von wegen Klage und Gericht und so. Also wird versucht, eine für alle Seiten ordentliche Lösung zu finden.
Soweit zur Memo für mich. Nunja. Für mich hängt da insofern nur soviel dran, als dass ich den Frieden im PT mit der gesamten MannFrauSonstigeschaft beibehalten möchte (again & again). Was mein persönliches Verhältnis zu Wolfgang betrifft, bin ich mir unsicher. Ich mag ihn. Als Menschen, als Spinner, Joint-Raucher, Querdenker, Quasi-Philosoph, Ideengeber und auch 'n bisschen Freund (Bsp: Polen. Oder bei ihm im Garten. Oder er bei mir im Büro bzw. dann Container. Und Opa Bamberg [auch wenn letzteres knapp war; ebenso wie Wonderful Chicago und der "Jodler" danach, bei dem ich nicht mehr mitmachen wollte]) ... das verblasst so schnell, wenn er so wie jetzt irgendwie nicht mehr vorhanden ist. Und ich bin auch mit ihm (wenn dann: Susi) nicht tatsächlich richtig verbunden. Und war es inklusive Kubon (die beiden verstanden sich wahrscheinlich gut) mit meiner Unsicherheit auch nie wirklich. Oh. Und ich schreibe hier wohl bereits über Gewesenes und Untote oder was? Is' ein bisschen doof. Abwarten. Sacken lasen. Selber meine Sichtweise entwickeln. Dann nochmal nachsehen. Ok.
Jana und Dorschi sind "da" und so langsam wird sich das alles einrenken und weitergehen. Auf irgendeiner Oberfläche. Und ich komme wahrscheinlich mehr und mehr damit klar. Okay so.
Olroid, das war meine kleine Episode in einem spontan geshriebenen Blog. Fest steht, dass heute 2 Leute (Matze und Stef) mir verdeutlicht haben, dass ich einen kleinen deutlichen Bauch hätte. Das reicht! Ich muss los. Was tun!
2012 eins
Hab mir gedacht, zwei Jahre JESKO aufschreiben ist schon ziemlich groß. Und ich denke, ich hab's gut und so ehrlich wie möglich gemacht. Beim Verfassen wie beim Lesen der Bücher fällt mir weiterhin meine Maxime der positiven Sichtweisen auf: es immer noch ein bisschen so zu beschreiben, dass etwas Hoffnung übrig bleibt. Das spricht für mich und meinen deutlichen über:lebens-Willen. In 2012 werde ich die zehnsucht wahrscheinlich ruhen lassen. Dachte ich zumindest bisher. Egal. Wenn es mich überkommt, schreibe ich weiter - ob sporadisch, oder nur, wenn es mich beutelt, oder doch eben alles, was kommt. Nicht nach Zeit und Datum. Sondern nach mir. Warum schreibt er das hier?
Aaah- günstige Gelegenheit: Weil mich was beschäftigt. Heute - Freitag Nachmittag zu Hause beschlich mich ein kleines Merkwürdigkum: Ich war früh zu Hause, auch wegen meines ersten Dienstes im PT am Abend bei Marleni, auch wegen Sandy, mit der ich erst sachte wieder zusammenkommen muss oder möchte; hatte eingekauft und war weiterhin der Meinung, dass mein Alkoholkonsum trotz versucht leichten Weines sehr zu meckern gibt. Ein Jahr zuvor war es ungefähr das gleiche Datum, als ich schrieb "erster Tag ohne Alkohol". Zurück zum Thema:
Da lag ich also auf der Couch, im zdf.kultur lief erneut die Aufzeichnung von Katzenjammer aus Schweden und hier sind meine Gedanken, die mich ein bisschen traurig machten:
Ich hab mir immer gewünscht, dass mich eine Liebe- so sie endlich mal das sein sollte (und das tut sie jetzt!) aus meiner Lethargie rausreissen und mir neue, andere Wege zeigen kann, auf die ich mich vollends einlassen kann. Und mein lieber Tobias sagt "jetzt nicht immer gleich alles machen" :-) ... und ... oh mann, wie soll ich das beschreiben? Wir sitzen in der Küche und freuen uns über uns. Und rauchen. Und gucken uns an. Und fassen uns an. Und ich will los ... los, irgendwohin und weiss selbst nicht, wohin und was. Im Grunde ist das sowas wie eine Umkehrung meiner Idee - ein Ansporn, selbst rauszufinden, was ich will und das dann mit Tobias zu machen. Schon wieder positive Sichtweise wa? Aber okay. Dann sollte ich das tun. Tobias ist bei und mit mir. Also der alte Effekt: Selber machen. Och menno. Ich wünsche mir so sehr einen "Aufpasser". Im Grunde tut er das ja und macht mit. Aber er macht "mit". Und ich "vor".
Aber das wars noch nicht: Bei Katzenjammer im TV hab ich darüber nachgedacht, warum ich nicht auf einer solcher Bühnen stehe und unglaublich schöne Musik mache. War so'n Anflug von Möglichkeit, die ich oder wir uns ausmalen, es unter diesen Umständen bzw. Sichtweisen nicht hinbekommen. Und letztlich bin ich es, der das entscheidet, wie es weitergeht mit JESKOM. Ich habe kürzlich eine genialen Hit geschrieben (VORBEI - noch ohne Text) und ich freue mich ... aber was ist das wert, wenn Ronald zu Recht sagt: Was soll ich da noch produzieren, wenn wir ja doch bloß nicht weiterkommen damit? Wofür? Warum? Da sollte ich mich mal ordentlich am Kopf kratzen und Tacheles in mir verursachen. Ein bisschen feige bin ich schon.
Noch: Hab in diesem Augenblick auf der Couch einen Anruf von Anke bekommen, die mit mir einen Kaffee trinken wollte. Hab erstmal abgelehnt, weil müde. Gleich kommt Tobias und dann gehen wir ins Puppenhaus. Mein erster Dienst. Und Tobias' Eltern sind auch da. Und Steffen Kunze und Anett Schramm und Astrid Müller. (Zwischenbemerkung: Tobias' Eltern fetzen- es fällt mir leicht- und ihnen wahrscheinlich auch, mit uns umzugehen. Von wegen 'bei uns wird sich nicht umarmt'- ab unserem ersten Zusammentreffen ist das auf seltsame Weise automatisch. Und ich mag die beiden sehr). Okay, also Anke abgesagt und sie sagte mir, dass sie am Abend bei Dorschi und Jana erstmals eine Nacht ohne Kind verbringen wird. Zur Übung, weil sie mit ihrem Liebsten 'noch verheirateten Mann aus Halle' (au weia- hoffentlich geht das gut) wegfahren möchte. Und Stef ist auch da und kocht was. Und Katrin Maaß. Daraufhin schrieb ich eine SMS an Jana, ob Tobias und ich nicht nach dem Puppentheater so ab 11 oder später (also nach dem Essen und so) noch auf einen Drink vorbeikommen dürfen. Dorschi wars, der mir folgendes schrieb: "Jesko, bitte nicht sauer sein aber das passt heute nicht so gut mit einem Besuch eurerseits. Leider muss ich wiedermal der Böse sein und Dir das sagen. Jani traut sich nicht.".
Boing! Das ist oll. Und traf mich ziemlich dolle. Du meine Güte: Das ist doch kein innerstes Familientreffen oder etwas schwer Besonderes. Im Facebook gabs dazu ein schickes Foto von allen, wie sie anstossen und Hurra aussehen. Ich versteh's einfach nicht: Da ist Anke, die lange nicht da war und mir so vertraut wie den beiden ist; da ist Stef, der immer mal da ist und ein Essen zaubert; da ist Katrin, die durch mich Jana erst seit 1,2 Jahren kennt (... oh menno, das soll alles keine wertende Aufzählung sein) - Und die kleine Gemeinschaft holt quasi und laut Facebook das Weihnachtsfest nach. Und wir beide (ich) und (tobias) sollen nicht dabei sein, wenns geht. Ich verstehe es weiterhin nicht und das war der dritte Punkt meiner kleinen Traurigkeit, über die ich im Moment nicht so recht hinwegkommen mag. Und wie ein alter Spanner gucke ich gerade von meinem Balkon aus rüber und sehe helles Licht in einem Zimmer, in welchem ich nicht sein darf. Aus einem Grund, den ich nicht kenne.
Vielleicht wird mir das ja alles noch plausibel erklärt, aber im Moment ist es schwer doof. Ich bin draussen und würde gerne alles Weitere mit uns inkl. promi-tt absagen. UND: Ich bin einigermaßen betrunken. Das verklärt die Situation. Ok. Aber es hat mich imerhin schwer beschäftigt. Und traurig bin ich nicht umsonst. Ich merke mir sowas.
Und nu? 2012? deejay? Weiterschreiben oder nicht ... egal. Abwarten. Tee Trinken. Wär besser.
...
Nachtrag 13.02.: Es war Dorschi, der nicht wollte, dass Tobi und ich vorbeikommen, weil er eine ausufernde Party befürchtete. Stellt aber Jana an die Front der Schuldigkeit. Und Jana stellt sich dorthin und tut wie geheissen. Schlechte Absprache zwischen den beiden. Es kränkelt ein wenig zwischen uns, weil ich immer das Funktionsgefühl bei Dorschi habe. Gibts Problem, ist er natürlich voll dabei und hilft. Aber von selbst kommt irgendwie nix. Und verlassen sollte ich mich auf die beiden weiterhin nicht. Das enttäuscht dann auch nicht so. Sie machen ihr Ding und ich will da nicht stören. Klingt sarkastisch, ist es auch und ich habs wenigstens begriffen.
Und noch: hier weiterschreiben 2012 werde ich erstmal nicht. Es sei denn, mir kommt es in den Sinn. Es geht mir / uns gut (was nicht der Grund fürs Nichtweiterschreiben sein soll!) und ich guck mir das mit dem Leben mal weiterhin von einem ordentlich optimistischen Standpunkt aus an.
sauberer Abschluss.
Klingt bedeutungsvoll was? Ein Jahr Jesko, zwei Jahre Tagebuch zu Ende beschreiben ... Bisschen kränkelnd komme ich aus der Wanne, hab mich nochmal sauber gemacht ;-) und hole gleich meinen Tobias ab, damit wir frei von jeglichen Plänen irgendwie und irgendwie ins 2012 schlüpfen. Und wenn es im Bett ist: mir ists' recht.Ich kann hier weder auf die Pauke hauen noch mich mit meinem Zustand vom letzten Jahr vergleichen. Es ist einfach zuviel passiert. Und soviel Gutes war dabei. Und ich laufe wie immer Gefahr, mir das nicht alles merken zu können, zumal gerade die negativen Dinge ordentlich schnell verpacke und weglege. Die kommen dann zwar dann unzubereitet gerne irgendwann wieder auf den Tisch und alles ist schlimm wie nix, aber ich gefalle mir weiterhin in der Rolle des Optimisten.Klingt also ungefiltert gut, das alles. Den Rückblick hier erspar' ich mir schon wegen unpassender Reime. Hier steht ja alles geschrieben und vielleicht ringe ich mich ja irgendwann mal leserlich dazu durch. Das grobe Ganze spricht von Folgendem:Das Jahr fing meinem Tod durch traumatischesErschiessen an, ich versuchte daraufhin einen kleinen, weiterhin ehrlicheren Neustart und versackte im Frühjahr zwischen einem Wust von Unsicherheit, Unklarheit und fehlender Richtung. Das betraf Puppentheater, jeskom, die Liebe, mein Leben. Hier die Auflösung: Ich bin im Puppentheater angekommen! Als die LaNotte am 18.06. stattfand, fand mich Tobias. Zu diesem Zeitpunkt gings mir im Puppenhaus bereits wieder und endlich gut und es konnte keinen besseren Zeitpunkt für Tobias geben. Ab 13. Juli ging es dann mit uns beiden los und die unerklärbaren Wellen meiner Abwägungen sehnten sich nach einem Ufer. Und weil ich gleich heulen muss, mach ich es kurz: Es wird von Tag zu Tag schöner und es bleibt nichts als: Ich liebe ihn! Die Art, wie er mich auf realistischere Füße stellt, die Weise, wie ich das annehmen und endlich begreifen kann, macht es meinem Leben und den Aussichten so sehr viel leichter. Wir tasten sogar schon ein bisschen nach der Zukunft und wie das aussehen könnte.Und dann: mein Leben. Wir wissen jetzt, dass sich das Bechterew Syndrom als Verursacher all meiner früheren (Mitte 20) und weiteren Rückenleiden entpuppt hat. Klingt blöd, ist es aber auch. Immerhin kann ich gegensteuern und weiss, was zu tun ist: Bewegung! Das passt alles sogar zusammen, wenn ich meinen Aua-Weg nachzuvollziehen versuche. Und vielleicht laufe ich ja wieder. Auch um mein Leben- denn die Sache mit dem Alkohol habe ich längst nicht so im Griff, wie ich es gerne hätte. Weihnachtssingen ... ja, okay, aber das reicht nicht als Grund. Das ist eher einer Ausrede. Logisch betrachtet, geht es mir am nächsten Tag immer so viel mehr gut, wenn ich nicht abends zuvor die unsägliche extra Flasche Wein stehenlassen hab. Und wo ich wieder bei meinen Aussichten bin und den Alkohol trotzdem doch nicht sofort einfach beende, zeigt es deutlich, dass hier eine Form von Abhängigkeit im Spiel ist. Denn ich kann es nicht anders erklären. Sollte es einfach nur und weiterhin der Weltschmerz sein und dass ich im Grunde garnicht leben möchte? Woher dann die ganzen Freuden, wenn es mir gut geht? Oder geht es mir auch nüchtern oft immer nur schlecht und ich arrangiere es nur entsprechend, um zu überleben? Solche Fragen wie diese hier können ganze Nächte füllen. Und immer schön umsonst.Also lass mich um mein Leben laufen, lass mich zu Tobias laufen. Und ins Puppentheater. Hier hab ich jetzt die ganze Zeit JESKOM ausgeschlossen. Und da liegt ein kleiner Hase im Pfeffer. Wir kommen nicht so recht weiter und hangeln uns von Kleinkonzert zu Mini-Mugge. Und ich habs für mich und damit die Zukunft von jeskom noch nicht deutlich gekriegt und fühle mich daher immer ein bisschen schuldig, dass nichts passiert. und wenn, ist es aufwändig undich schiebe es vor mir her. Doch das wird meine nächste Aufgabe. Fürs neue Jahr. Jetzt will ich erstmal los, Tobias abholen und ihn küssen.2011 war bei weitem nicht so Scheisse. Welcome!
Moment noch ...
... bin gleich wieder da. Hat 'ne Weile gedauert mit meiner Schreibse. Lag / liegt an mehreren Dingen. Soweit: ich bin sehr glücklich mit meinem Tobias und meiner Zeit. Vorhin war Weihnachtssingen Teil I. und es sind so viele kleine Sachen zwischendrin passiert. Eines vorneweg: Saufen ist uncool! Das schreibe ich deswegen, weil das zwischendrin erneut zuviel war. Komisch wa? Wo ich doch glücklich bin! Es ist halb 5 in der Früh' und ich möchte gerne schlafen. Nachdem ich noch ein bisschen Sekt getrunken habe ...
Wie dem auch sei ... Moment noch: Ich melde mich baldigst. Und bin derweil sehr guter Dinge.
merkwürdig
"Ich kann mir vieles über mich einfach nicht merken", stelle ich fest, wenn es darum geht, meine oftmals tiefsinnig lebensbetreffenden Gedankengänge, die manchmal sogar zu einer ordentlichen und scheinbar festen Überzeugung führten, zurück auf den Plan zu rufen. Fast fange ich immer wieder von vorne mit solchen Überlegungen an, obwohl das doch alles schonmal geklärt war. Das geht mir sachte auf und wundert mich. Vielleicht will ich das Erreichte nicht glauben oder ein Enzym aus der Infragesteller-Familie will einfach nicht loslassen.
Weil ich eben erneut über einen plötzlichen Tod (Nachrichten: Berlin, Glatteis, 3 Tote) sann und fast wieder über mein Wichtigsein oder das Besondere an mir nachdenken wollte, und ich dabei eher mürbe-müde als konstruktiv werde und weil das Ganze vielleicht auch an den 4 Flaschen gemeinen Bieres gestern lag, schreibe ich das schnell mal auf und mache den Laden für heute zu.
Yeah! Der Rest geht mir gut. Nix tut weh, alle Aussichten auf Grün.
rechnerisch richtig
"Wenn man sich vergegenwärtigt und damit für sich selbst klarstellt, dass sein Leben mit Sicherheit zu Ende gehen wird, kann man dem Rest des Lebens viel freier und gelassener entgegensehen." So hiess es gerade auf 3sat über Dresens Film "Halt auf halber Strecke" und es hat mich mit den Bildern des Films dazu nochmal ziemlich ergriffen und geschüttelt. Wissen tu ich's ja, allein glauben, dass das vielleicht ja auch morgen schon der Fall sein kann, mag ich's wahrscheinlich nicht. Und so rechne ich wie früher schon in Vergleichen zu den vielen älteren Leuten, in welcher mathematisch ermittelten Abteilung ich mich befinde. Nur dass die vielen älteren Leute um mich herum sich in viel mehr jüngere verwandelt haben und mir mit Mühe gerade noch gelingt, rechnerisch ein "halbes Leben" rauszuschlagen. Was soviel heisst wie: ich habs noch nicht ganz raus, glaube ich mich aber auf stabilem Weg. Und wenn es spontan kurfristig kommt, ja? Dann muss ich mehrere Tage hinweg Alkohol trinken. Weil erfahrungsgemäß am nächsten Tag alles immer so dermaßen oll und ohnmächtig ist, dass ich es gern vorbei und geschafft hätte.
Au warrrte, was sind das für Anmerkungen hier?
das lange Wochenende
Ein ganzes Wochenende haben wir bei mir zugebracht und ich hab mir bisschen Sorgen gemacht ob des quasi "Nichtstuns". Nun hab ich zwar auch zu wenige Alternativen und ich glaube, die Sorgen rühren daher, dass ich mir immer gewünscht hab, dass mich jemand mitnimmt, aufrührt und anspornt, antreibt und so. Nur 'worin' genau wusste ich auch nicht. Wahrscheinlich etwas in der Richtung, die ich selbst so lange vernchlässigt habe: Kreativen Blödsinn verzapfen, verrückte Fotos schiessen, von Brücken springen, Aktionen gegen oder für irgendetwas. Schwer zu beschreiben. Und das trifft es auf den Punkt. Wie Frank Bernhardt sich heute selbst beschrieb: "pragmatisch". So ähnlich ist es auch bei Tobias- nur ohne den künstlerischen Ansatz eines Frank Bernhardts. Aber praktische Dinge vor allem sofort zu tun- und sei es die gelbe Tonne rausbringen, Küche entkernen oder sowas. Sachen, die mich nicht sonderlich anrühren.
Am Sonntag haben wir dann die Zelte abgerissen und sind nach Quedlinburg zum X-mas Markt gefahren. Tons of Tourists. Aber: Wir sind rausgekommen. Während unserer Schlenderei hatte ich immer das Gefühl, nicht ganz klar bei der Sache zu sein. Müde, schlaff, nichts richtig aufzunehmen, nur halb da und immer ein bisschen das Gefühl, hier und jetzt ohne Weiteres umfallen zu können. Kreislauf wegen zu vieler Getränke und zu vielem Nichtstun?
Tobias bekommt das schon sehr mit, dass mich immer irgendetwas umtreibt und schlägt bereits einige Orte, Ziele vor, die wir besuchen oder beurlauben können. Das fetzt. Ich will weg vom Rumsitzen und aus Langeweile zuviel trinken. Und ich hab das Gefühl, dass wir uns da immer weiter zusammenfinden. Vielleicht hab ich meine Hälfte, von der ich über mich glaubte, mich ihm mit seiner Lebensweise anzunähern, noch längst nicht tatsächlich überschaut. Und Zeit und Raum und Liebe sind allesamt groß genug, das weiter voranzutreiben. Das ist auf jeden Fall ein weiteres Stück "get real" - herauszufinden, was ich wirklich gerne machen möchte, um dann dranzusetzen, was dafür notwendig ist. Hat auch mit Mühe zu tun. Zum Glück. Und MIT Tobias.
Soviel Waaaiiin.
Du meine Güte, waren wir voll mit Wein. Von Peter Hofmanns Lesung mussten wir auf dem Weg nach Hause eine Extra Runde um den Block drehen, weils dem Tobias zu dudelig war und er sich Besserung durchs Laufen erhoffte. Dem Quäntchen Besserung haben wir dann in der Küche mittels Anselmann vollends den Garaus gemacht. Und dabei haben wir diskutiert auf Biegen und Brechen. Nur worum es genau gingt ... sollte ich ihn nachher mal fragen. Der Arme - Mitteldienst bis 19:00 Uhr. Und ich gehe um 14:00 zur Kosmetik, lasse mich verwöhnen, soweit ich's merke und schaufele heute Kartoffelsalat und Würstchen in mich rein. Hundert Kilo in drei Tagen wa?
Gestern aufm Fußboden lagen wir 69 auf dem Rücken und ich hatte einen wahnsinnigen Orgasmus. Der geschah fast beiläufig, unbemerkt und verzögerte sich kurz vorm Höhepunkt um 3 Sekunden, die alle Sinne ausschalteten. Wao. Wenns also mal irgendwo weht tut: Orgasma hilft. Schnell.
Mit Ausnahme meines Dudelkopfes gehts mir gut. Richtig gut.
Halt auf halber Strecke Printscreen
Beim Ansehen des eben geschrieben Artikels gabs dieses Bild dazu. Phantastisch. Gibt keine Zufälle wa? Und so lange das geht, renne ich weiter und möchte das halten und ausbauen, was ich hier so gut angefangen habe. (Oder mit mir angefangen wurde. Oder beides.) Was auch wiederum kein Zufall sein kann.
Halt auf halber Strecke
Ich war immer schnell, wenns ans Vergessen oder Verdrängen geht. Das aktuelle Morbus Bechterew Thema nicht ganz so verdrängen können und wollen, habe ich mit Tobias über diesen böse klingenden Diagnosebericht gesprochen. Klar, laut Tobas 'warten wir erstmal ab' ... was bestimmt beruhigend gemeint war. Und er wird CD wie Befund auch jenem Jörg (Weihnachtsingen 2001 - ein bisschen Spaß muss sein) als offensichtlich ziemlich große Orthopädie-Koryphäe mitgeben, so dass der mal ein bisschen deutlicher draufguckt. Sowas hilft mir bereits in der Vorstellung und leitet jenes Vergessenverdrängen umso plastischer ein.
Nunja, und dann war da ja noch Andreas Dresen's "Halt auf halber Strecke" im Studiokino mit von der Partie (mit Gudrun und Katrin). Kommt ein bisschen zum Ganzen dazu; so wegen spontaner Endlichkeit und der damit ungewoll akuten Zerschlagung all der Gedanken, die das "Wie wichtig bin ich oder Besonders" anbetreffen. Weil ich genau diese Thema mit Peter in Berlin damals ein bisschen kenne, war die konkrete Ehrlichkeit um ein Tabuthema in diesem Film nicht ganz so vehement und unvermittelt. Aber deutlich genug, um für mich erneut erinnernd klarzustellen, dass hier in diesem meinem Universum nichts wirklich verlässlich oder hundertprozentig ist. Es kann mich jederzeit und "zack" erwischen. Und ich hab dabei auch festgestellt: Doch, ich habe enorme Angst vor dem Tod.
Tobias kennt mich glaubich nicht, wenn ich traurig bin. Komisch wa? Weil Mandy und ich uns so lange nahe waren, wussten wir voneinander und waren es auch so gewöhnt. Jetzt ist es jemand anders, und der kann es ja so schnell nicht wissen. Uiuiui, sowas führt in vielen Fällen bestimmt fix zu Misstverständnis oder so. So musste ich ihm das am Freitag bei mir in der Küche einfach mal sagen, dass es mich im Moment sehr beutelt: Da ist so'n Stück von mir definiert "nicht mehr zu ändern"; das klingt wie ein Anfang von grösser werdenden Unannehmlichkeiten, wenn man älter wird. Das ISG ist 'dicht', das kriegt man nicht mehr beweglich- im Gegenteil. Eine Bandscheibe ist angetrocknet- das füllt keiner mehr auf. Und die entsetzlich-entzündlichen Schübe werden wiederkommen, vielleicht heftiger, vielleicht genauso oder schwächer, ODER: hörthört- sie können sich auch geben oder stark dezimieren. Tja, sowas höre ich dann ja doch gerne und nehme als sofort als enorm hoffnungsgebenden Punkt mit auf meine weitere Reise. Und ich bin ausser im Vergessen und Verdrängen auch sehr sehr gut auf dem Schlachtfeld des großen Optimismus.
Heute gabs einen enorm faulen Sonntag für uns beide. Und ich bin nicht traurig sondern wundere mich ein bisschen, wie das alles mit uns beiden so plötzlich so gut passieren konnte. 4 1/2 Monate. Du meine Güte, das sollte ich glaubich nicht zählen. Freitag gabs mein allererstes Sushi. Fazit: Naja. Hmm. Okay. Vielleicht nochmal probieren?
Olroid. Ich bin okay. Es geht mir gut. Ja.
Knicks im Bauch
Eben noch über "Besonders oder nicht" oder nicht im Vorzimmer Weimanns gesonnen, jetzt draussen und mit einem merkwürdigen Knicks im Bauch versehen, was meine Endlichkeit anbetrifft. Wenigstens merke ich hiermit nochmal ganz deutlich, wie sehr ich an meinem Leben zu hängen scheine. Da steht in der Diagnose vom MRT wegen BWS und LWS was von "deutlicher Arthrose" und "vollständiger Verknöcherung" und ich spüre für einen kleinen Moment tief in meinem Bauch-Wahrheits-Center eine klare Unumkehrbarkeit. Das hat nichts mit Früher und Besser und Geniesse das Jetzt zu tun. So schön wie es früher war, war's früher auch nicht. Es macht nur deutlich, wohin die Reise geht und ich möchte nur, dass es nicht so weh tut.
Die totale Besinnung kommt wahrscheinlich heute Abend, wenn ich "Halt auf halber Strecke" sehe und ich nach 120 Minuten tiefstem Realismus mal wieder deutlich ... neee, nich deutlich. Ich weiss das garnicht, was dann wird. Das wird einfach und weil ich eh' gleich anfange zu heulen, gehe ich mal positiv eingestellt zum Aldi rüber.
Bin ich was Besonderes?
Da streite ich mich ja gern mit mir und anderen drüber und es ist mindestens zweigeteilt. Besonders bin ich nicht, wenn es letzten Endes ja auch nur ans gleiche Sterben für jeden geht. Und dann wieder doch, wenn ich über meine Millarden Gedanken nachdenke. Jededer denkt für sich allein. Kann ich das beurteilen, wie intensiv oder besonders andere das tun? Ganz schön knifflig. Einerseits hilft es dabei, alles etwas gelassener und ruhiger anzugehen, wenn ich weiss, dass ich nichts Besonderes bin. Auf der anderen Seite bin ich aber das Besonderste von der ganzen Welt. Was mich von einigen Möglichkeiten wegen meines elitären Zustandes abhält. Weil ich zuviel denke.
Zum Schluss bleiben wie bereits herausgefunden ein paar wunderbare Songs, ein auszuräumender Haushalt, ein paar weinende Leute und die verblassende Erinnerung an all das, was mich ausmacht. Ob Besonders oder nicht.
T.B.C.
jesko
Erstaunlich finde ich die Möglichkeit, trotz langen Nächten und vielem "Liegen" und Schlafen mit Tobias tagsüber dann am Abends voller Furcht, nicht schlafen zu können, ins Bett zu gehen und nach wenigen Seiten der Sterntagebücher von Lem sofortigst schwerstmüde wegzudriften. Katapultkompliziert ausgedrückt und wahrscheinlich noch garnicht so viele Tage passiert, I know, aber ich bin seit einigen Tagen gegen 11 in der endfertigen Schlafankunftsstelle angekommen, ohne aber ordentlich durchzuschlafen. Gegen 4 oder so kommen die vielen halben Träume, die mich von links nach rechts werfen und dauernd aufwachen lassen. So also bin ich dann tags oft ein bisschen gerädert, trotz langem Schlaf. Oder wegen ... Aber: dank alkoholischer Zurückhaltung immerhin in Kopf und Seele fit wie ein Turnschuh.
Egal, promi-tt heute und zwei (2) Bier und ich fühle mich wie nach einer fetten Sause und kann kaum noch reden. Wao, das spart Zeit und Geld. Und dann nochwas Schönes: Puppentheater scheint mir irgendwie mehr und mehr Heimat. Weil ich wahrscheinlich auch ziemlich schnell auf meines Erachtens nach positive Umstände reagiere: (jetzt kommts:) Sandy ist nicht da und der Container gehört mir! Yeah!. Seit Wolfgangs Fehlen scheint auch in der Technik alles sehr viel lockerer, leichter und mindestens genau so effektiv vor sich zu gehen. Kurzum: Die Leute sind allesamt entspannt. Ich bin es auch. Nehme mir merkwürdig grosszügige Freiräume, damit ich zu meinem Tobias kann; kann es mir leisten. Alles ist gut, keine schlimmen Gewissensbisse. Werde großen Urlaub haben. Die Idee von Frank B., der da sagte "Nimm mal eine größere Auszeit, leiste dir was, löse dich und entspanne dich." Und ich weiss, wie Recht er damit hat. Klar- nicht die Anwesenheiten zählen, sondern die Ergebnisse. Und die sehen inklusive mir verdammt gut aus. Yeah! Ab 17.12. bin ich also mit Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Jesko(m)/2und40-Planung, Keller aufräumen und dem ganzen rumliegenden Kram beschäftigt. Da freue ich mich drauf.
Und überhaupt freue ich mich im Moment ziemlich sehr über mich, mein Umfeld, meine Gesundheit, mein Leben.
everything's fine
... das muss ich mir erstmal nachmachen. Wahrscheinlich bin ich schnell zu begeistern, wenn
- mir nichts und einfach nichts weh tut
- ich keinen Saufschaden hab und
- ich mitsamt einer richtigen echten selbst gewollten Liebe
- ich alles auf die Reihe kriege
- ich dabei große Lust an meinem Leben spüre und
- mich die Leute dabei so ehrlich lieb haben und
- ich mich selbst dabei spüre und labe liebe lebe
punkt.
Wohin soll denn die Reise geh'n
Ach mein Tobias. Ich lieb dich und das Alles wie das so entstanden ist. Wir beide haben fast einen ganzen Sonntag mit nichts ausser Liebhaben, Liegen und Schlafen und Sitzen verbracht. Da fängt es bei mir an zu jucken. Ich bin so'n bisschen mit Hummeln versehen und will immer irgendwas machen. Tobias meint dazu immer, dass wir das erstmal abwarten. Und da sag ich: "Nee, ich hab doch schon so lange gewartet, ich muss los. Und vor allem will ich mit dir los!"
Ich lerne Tobias immer besser kennen und mach mir ein paar Gedanken, was seine Ziele, seine Liebe zu irgendwelchen Dingen (ausser mir, obwohl ich auch manchmal ein merkwürdig Ding bin) und seinen Vorstellungen von Leben abseits von Ordnung und den Sachen, die getan werden müssen, anbetrifft. Ich krieg da nicht viel aus ihm raus und hab fast das Gefühl, dass da auch nicht vieles in ihm schlummert. Da gibts also nur die Chance, dass ich losziehe und die Gelegenheiten beim Schopfe packe, damit wir zusammen die Welt erobern können.
Sein Job macht ihm ja auch keinen Spaß- es ist halt Arbeit die getan werden muss wegen des Geldverdienens. Und er bliebe auch lieber zu Hause als irgendeine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Hmm ... das wurmt mich fast ein bisschen. So muss ich ein Auge darauf haben, dass wir nicht einer späteren Lethargie zum Opfer fallen. Ich will los, ich will allen möglichen Krams mit ihm erleben. Egal, ob man das darf, ob man das nicht macht oder so.
Weil ich weiss, dass ich ein paar Hummeln im Hintern hab, die es nicht schaffen, ein Wochenende lang still im Liegen zu verbringen. Vielleicht bin ich ja auch zu ungeduldig. Ha! Jetzt gehts also los: Nach tausend Küssen kommen die Gedanken über das "uns" und tausende zu findende Möglichkeiten, von denen genug in die Tat umgesetzt werden wollen. Die Zeit ist nicht mit Endlosigkeit versehen.
Da hatter doch eben nochmal angerufem: Machter sich Sorgen, der Süsse. Und sagt, er macht alles mit. Alles was ich will. Und ich sag ihm, nee, wir machen, was WIR wollen. Und ich gebs zu: ich werde nicht so ungeduldig sein. Tja, ich werde dranbleiben und ihn kitzeln.
Grosse Liebe
Sowas! Ich fahre ins PT für eine Stunde und dann entspannt um 11 zu Tobias hin. Der liegt noch im Bett und ich leg mich dazu. Au warte. Soviel Liebe. Ich lieb ihn, ich lieb ihn, wir können garnicht voneinander lassen, liegen eng umschlungen und haben uns endlos lieb. Ich kann das schwer beschreiben, weil das so unglaublich schön ist. Und mittendrin wird mir wieder ganz deutlich: ich wars! Ich wars, der damals hingegangen ist, der dann gesagt hat, ich komme nicht wegen Sex, sondern wegen dir. Es kam aus mir heraus und ich merke diesen großen Unterschied jetzt um so mehr. Und dann sehe ich immer noch das Gesicht von Tobias im Juli, wie er mich ungläubig anstarrte und meinte, ich hätte eine vollständige Wende vollzogen und sei beinahe nicht wiederzuerkennen. Stimmt. Ich werde nicht nur geliebt, ich liebe auch selbst. Und mich dazu.
Wao. ich habs geschafft!
Gerne gebe ich noch zu bedenken, dass des konsumierten Alkoholes Menge sich nicht gerade supergünstig auf mein peripheres Befinden auswirkt. Was deutlicher gesagt mal wieder meint: Mann, sauf nicht soviel! Dann kann ich weit mehr, als ich mir jetzt schon zutraue.
Eben Kugelblitze mit Peter Bruckner und seinem Lebensgefährten und einer etwas reservierten Dame. Günstige Karte und den Wein von Peter ausgegeben bekommen. Das fand ich sehr lieb von ihm. Und erfahre so dazu noch ein paar Sachen aus dem PT, die ich noch garnicht kannte. Das fetzt. Und ich finde solche Infos zudem nützlich- nicht um sie blöd einzusetzen, aber immer ein wenig mehr über das Haus und seine "Insassen" zu erfahren. Dass Frank Bernhardt nach dem AMO und einer Werbeagentur über eine ABM Mitte der 90er ins PT kam, im Atelier arbeitete und dann in der ÖA, um sich daraufhin selbst seine Stelle als Künstlerischer Leiter zu erschaffen. Und dass Micha früher viel offener gewesen sein muss.
Aber egal- das ist wertungsfrei für mich. Und noch eine Erkenntnis des heutigen Abends: Kabarett ist es nicht (mehr). Fetzt nur ein bisschen.
So. Weiterlieben!
Iliosakraler Abgesang
Sitze ich also vorm MRT und warte ein bisschen und denke noch etwas über Matze und seinen in diesem Moment vollkrebssterbenden Onkel nach und blättere in einem Stern voller Krebs. Ich lese den ganzen Artikel und füchte mich davor, zu glauben, dass solche gemeinschaftlich auftretenden Ereignisse metaphorische Ausirkungen haben könnten. Zauberei und Vorahnung. Und gleich gibts das MRT ... Wie auch wie im August, als diese Clusters im Kopf so heftig waren und meine Schulter so böse wurde und ich dachte, meine "hormonelle Umstellung" aufgrund ehrlich eintreffender Zustände (Tobias und meine endlich erste Liebe) würden mir die Ironie des Schicksals aufzeigen und mich dahinraffen.
Untraurig liess ich also die Techno-Party (eine Kurzsession macht 626 Schläge. Ordentlich laut und lang) über mich herumhämmern und hörte mir dann im Anschluss in etwa so etwas hier an:
Das Iliosakaralgelenk. "Herr Döring, sehen Sie hier, da sollten eigentlich offene Kanäle sein, aber die sind alle dicht. Das ist vollkommen verknöchert." Du meine Güte. "Und? Was kann man da machen?". Sekundenbruchteile Stille, dann: "Das ist gelaufen, das geht nichts mehr." Oh, da geht nichts mehr. Dann sagt der Mensch, dass es in meiner Jugend eine ziemlich heftige Zeit der Entzündungen in der LWS gegeben haben muss. Stimmt- ich erinnere mich der heftigen Zeiten so ab 1994 ++ (Wien) und als ich (1996) beim Opa Bamberg täglich viele Diclophenac in mich reintun musste, als man mir eine Morphiumspritze verpasste, damit ich bei den Bluesjackets in der Kammer eine gute Show abliefern kann. Oh das weiss ich noch gut. War sehr oll. Und der Doktormann fügt hinzu, dass es wohl gerade beim Schlafen richtig oll gewesen sein muss. Ja! Das wars tatsächlich. Und? Hätte man damals etwas dagegen tun können? Nunja, nicht wirklich. Und wenn dann nur mit ziemlich hohem Aufwand. Was die Ursachen und Störungen nun genau waren, bekomme ich in der Kürze der Erklärungen nicht erfragt.
Und was die BWS (Brustwirbelsäule) und damit meine Schulter betrifft, hatte der Mann in Weiss erstmal nichts zu sagen; erst auf meine eindringliche Frage, dass mich dort etwas sehr stark kaputt macht und durch alle Schmerzmittel der Welt offensichtlich nicht zu beruhigen ist, schaute er nochmals auf die Computer und fand dann doch etwas heraus: In der BWS links zwischen 5. und 6. Wirbel und auch etwas höher gibts zwei entzündliche Störungen, die zwar kaum noch sichtbar, aber vorhanden sind. Und eine einzige Bandscheibe, der ein bisschen Flüssigkeit fehlt, was aber nicht problematisch zu sein scheint. Er meint noch, eine Röntgen- oder besser noch CT-Aufnahme könnten für beide Positionen noch ein deutlicheres Bild schaffen.
Also bin ich verknöchert. Alt. Und immer wieder mal Aua. Das mit dem Kiesertraining glaube ich selbst als gut einzuschätzen, weil wenigstens der Halteapparat ein bisschen stabilisiert wird und die vernöcherten alten Wirbel und Gelenke nicht alles komplett anfangen müssen. Am übernächsten Freitag mache ich bei Weimann weiter um nun rauszukriegen bzw. einzugrenzen, was am besten zu tun bleibt. So lange es nicht weh tut (also so wie jetzt- yeah!) ist alles wie üblich vergessen und nicht ganz so schlimm. Kommt's aber, ist die Welt für mich verloren ...
Auf keinen Fall aber muss ich jetzt gleich sterben. Und das sind inklusive meines immer noch währenden Hochs inmitten von Tobias und meinem Leben ganz gute Aussichten.
gut. gut. gut.
Es geht mir gut. Gut. Gut. Gut. Schulter bei 0,5 - Tobias bei 10. Ich bin im Puppentheater nach einem guten Gespräch mit Micha, Frank und Doris mit 500 raufgerutscht, werde damit gesetzlich versichert (was solls, das wird auch okay sein) und damit über 600 mehr auf die Hand haben. Nach allen Abzügen. Ist zwar wahrscheinlich immer noch kein Reichtum und im Gegensatz zu den merkwürdig vielen privat Versicherten im Puppenhaus durchaus stark verbesserbar, aber ich werde damit auskommen. Und werde 2und40 und mich weiterhin beibehalten bis 16.500 Umsatz, damit ich ohne Mehrwertsteuer bleibe. Falls sich das lohnt betreffs Anschaffungen ... Und dann werde ich sehen, wohin es mit mir in diesem Theater geht und ob Micha und ich (wie er sagt) wirklich noch gute Freunde werden.
Das musste ich nur mal schnell aufschreiben- wichtiger vielmehr ist die Feststellung, dass es mit gut geht. Gleich kommt mein Tobias- wir sind jetzt fast 4 Monate zusammen und es fühlt sich immer noch gut an. Gut vor allem deswegen, weil ich vieles weglegen und einiges mir aneignen konnte, von dem ich dachte, dass ich das vielleicht nicht könne. Doch. Kann ich. Wenn man eine Liebe hat ...
Und das ganze andere, was uns sehr unterscheidet, hoffen wir weiterhin in die Mitte von uns beiden rücken zu können. Also ein Treffen auf der Hälfte. Das geht. Was das alles ist und woran ich dabei gedacht habe, kommt alles später. Jetzt kommt erstmal Tobias. Und das ist gut.
schwarz + weiss - wie wichtig bin ich
Wenn ich mich so gefühlsmässig betrachte, komme ich immer wieder gerne ins Staunen. Ich binmerkwürdig schnell motivier- und damit wohl auch stimulierbar. Wie war das vor vielen Einträgen hier? "Wenn mich jemand ordentlich überzeugt etwas dummes zu tun, würde ich mitmarschieren?" Wie dem auch sei, hier ein kurzer Abriss des heutigen Tages. Also mal ein richtiger Tagebucheintrag ;-)
Die Nachtzeit war reichlich bemessen, dennoch träume ich immer zuviel durcheinander und auch meine Schulter spielt ein bisschen da rein, dass ich irgendwie immer gerädert, unausgeschlafen und mit Augenringen den Tag beginnen muss. Das ist doof, wo ich doch mehr und mehr Spaß an mir habe. Dann kommt es zu den üblichen Verwüstungen im Strassenverkehr, dem schier unüberschaubaren Universum und den zu erledigenden Dingen darin. Dann entschliesse ich mich doch noch zu Carlo Weimann zu fahren und setze energisch drauf, wie sehr mich die ganze Schulterstory nervt. Ziel erreicht: Ein MRT für BWS und ISG (BWS) und weitere Massagen. Daraufhin kläre ich noch mit dem Bus-Alarm-Mann, dass wir das Problem am Donnerstag lösen werden und ich fahre ins PT und mache mein Zeug. Und immerhin stringent mit Ziel und Erledigung.
Klar, jetzt ist es spät (kurz vor Simspons), aber gerade eben beim Nachausefahren unterscheide ich den Hinweg: Ich bin gelöst, ruhig und nichtmal die Schulter oder so tun mir weh und ich denke: "Das musst du aufschreiben. Und vergiss nicht die Geschichte mit deiner Wichtigkeit!" Was? Wichtigkeit? Ach so ja:
> Meine Wichtigkeit des Daseins verschwindet mit meinem Verschwinden (Tod) spätestens nach drei Monaten. Und dann ist all mein ganzes Gewühl und die Aufruhr inklusive meiner Vergangenheit nur noch blasse Erinnerung. Also: keep / get cool & real, Babe (an mich, nachts, auf einem Zettel vermerkt) <
Wa? Diese Nach-aussen-Betrachtung lässt sich ganz gut nach Innen kehren. Wieviel Schrecken, wieviel Unwohlein, wieviele Äonenschwere Überlegungen, Hadereien, Grübeleien und Traurigkeiten durchlebe ich eigentlich und für wen? Passt gut zum Einstieg vorhin: Auf einmal tun Schulter und so nicht mehr so weh, ich bin entspannter. Geht manchmal ganz schnell. Wie schaffe ich das aber, ohne zu müssen und mir vorzunehmen, diese Entspannung als Basis zum Leben zu nehmen? Du meine Güte, das ist so schwarz versus weiss, wie ich heute morgen an der Ampel dachte: Kommt jetzt wer und gibt sich als Teufelsengeloderwas aus um mich hier wegzunehmen, sage ich ja und komme mit. Und in diesem Augenblick, wo ich hier sitze und das schreibe, denke ich mir: Och naja, nööö. Neee, lass mal, da geht noch was.
Ds Leben ist merkwürdig. Weil ich es auch bin.
Liebe & Leiden
Schnell schreiben, weil gleich alle: Bin gerade nach einem schönen Promi-TT Match mit einem fein-menschlichen Frank Pohl und etwas zuviel Bier nach Hause gekommen und sehe auf dem Tel-Display, dass Tobias mich 3 mal versucht hat, mich aus seinem Nachtdienst anzurufen. Und bin ein bisschen traurig deswegen, dass er's nicht geschafft hat. Das macht vielleicht auch das 3,5-fache Bier. Allerdings stellt es auch fest, dass ich ihn und seine Umarmungen, seine Küsse und sein so liebes Gesicht- einfach seine Anwesenheit so sehr liebe. Ganz besonders ist es, wenn ich wie jetzt wieder blöde Schmerzen hab und er mich umarmt, mich anguckt und ich mich für diesen Moment so sehr beschützt und geliebt fühle.
Allein bin ich hilflos, ein Vogel im Wind ... (der spürt, dass der Sturm beginnt?) Ein merkwürdiges Wehleiden durchzieht mich seit 2 Tagen wieder mit ungeheurer Stärke: meine Schulter hat ihr Schmerzzentrum etwas mehr zur Wirbelsäule verlegt, was mir überhaupt nichts ausmacht, ausser dass ich schreien, kotzen und was kaputtmachen könnte. Weil ich nicht schlafen kann. Weil ich bem TT nicht so rumspringen kann wie ich es gewohnt bin.
Das ist merkwürdig, wo doch, wie ich Jana zustimme, die Leute, die verliebt sind, mindestens 5 Kilo zunehmen und sich seelisch und psychisch / physisch heile fühlen. Ich mache zur Zeit fast das ganze Gegenteil. Habe mich auf (28.10., morgens, leer) von knapp 80 auf 74,8 Kilo abgemagert, mache keinen Sport mehr wegen der Schmerzen und habe es satt, unausgeruht und deswegen auch ständig empfänglich für Erkältungen (höre: Stimme) zu sein. Was hier das "fast" betrifft, geht meine Psyche an: Da geht es mir gut. So gut, dass ich beinahe Dost und die Weiterführung der Psychoanalyse in Frage stelle. Vorerst. Hat auch damit zu tun, das ich eventuell die Krankenkasse ins Gesetzliche wechseln werde, insofern Kempchen meine Ideen teilt. Egal.
Fakt ist: ich muss das jetzt wirklich klären, auch wenn die Schmerzen wieder nachlassen werden. Sie sind ja doch nie wirklich weg und lauern mir immer auf. Und jetzt bin ich so betrunken, wie ich es kenne, wenn ich den Unterschied sehr zu schätzen weiss, wie ich wie die letzten Tage so dermaßen gut bin in allem was ich tue. (Hä???) Siehe auch "Motivation". Frank Bernhardt bezeichnet mich als weltbesten Öffentlichkeitsarbeiter. Auch wenn ich weiss, wie das zu nehmen habe, ist es doch genau die Art von Motivation und Zusammenarbeit, die ich so sehr sehr schätze.
Okay, ich werde diese Nacht vielleicht ein bisschen besser eingebildet gut schlafen und morgen ein wenig durchhängen. Dann kommen Tobias, Jane und Jana Halbritter auf eine gekonnte Kartoffelsuppe, die hier auf dem Herd steht. Und dann hoffe ich beinahe, dass der Schmerz noch so da ist, damit ich vehement wenigstens ein MRT einfordern werde, um damit alles dran zu setzen, rauszukriegen, was ausser meinem Psycho-Karma wirklich an diesem fucking Schmerz dran ist.
Jesko- so wie du jetzt bist, hab ich dich lieb. Und noch viel lieber, wenn ich mit meinem Tobias umhertollen und ihn wenigstens so weit mitnehmen kann, als dass er mit mir das Gleiche macht. Ob betrunken oder wegen Aua oder Peter Hofmanns Buch "Der letzte Prinz" oder sonstwas:
Tobias: Ich liebe dich. Tatsächlich.
Mieser Peter Samstag Morgen
"Naja, ... ich dachte, du könntest mich ein bisschen aus meiner Lethargie rausreissen und gerade an solchem warmen Herbst-Samstag wie heute mit rausnehmen, egal wohin ..."
"Ja, das kann man aber auch noch später machen, solche Tage kommen ja auch wieder. Es gibt eben auch ein paar andere Dinge vorher zu erledigen."
Das meine ich, wenn ich darüber nachdenke, die Dinge nicht verpassen zu wollen, die ich lange schleifen und liegenlassen hab. Und dabei hatter ja auch Recht, wenner seine Tausend-Euro-Hecke pflegen will und saubermachen und einkaufen will und so. Und um 2 isser ja wahrscheinlich auch bereits fertig mit allem und wir gehen Zeugs kaufen und Wohnzimmer bauen und Musikanlage gucken ... allein mir bleibt angesichts solcher Ansichten gerne ein Kloß im Bauch zurück. Nu will ich schonmal raus und LEBEN und mache stattdessen sauber.
Klingt ein bisschen voreilig, überstürzt traurig und sachlich unrichtig überlegt, aber ich will raus und übers Meer, durch die Nacht, durch den Wind. Bis sie zu Hause sind. Und denne machen wirs sauber und uns gemütlich. Aber erst denne.
Ungeduld's Hero.
P.S: Und dann denke ich, Tobias soll für meine vergeigten Jahre Pate stehen und es mit mir besser machen, ohne dass ich selbst weiss, ob ich jetzt nach Sanssouci durch die Schlossanlagen mit ihm lustwandeln will oder ob ich mir das aufsetze, um es mit Macht nachzuholen: Das viel viel viel große Gefühl, mit jemandem all das Schöne gemeinsam zu erleben. So ein Erklärwust. Mach das alles weg und die Klöße vom Bauch auf den Tisch. Mit Rotkohl und Goulasch oder sonstwas.
Lüge
"Wann hast du dir das letzte Mal die Haare gewaschen?".
"Gestern."
"Du lügst mich doch an ... "
"Nein, mach' ich nicht. Ich hab in meinem Leben schon so viel gelogen; als Kind schon und dann immer weiter bis zuletzt; das reicht. Ich höre auf mit Lügen."
Hab ich mich sagen hören. Gestern. Als ich Tobias nach gefühlten 2 Jahren (Tagen) wiedersah. Und kaum hab ich's ausgesprochen, macht sich eine wohlige Erkenntnis in mir breit, die mit "Wao!" am besten zu beschreiben ist. Unwissentlich auf den kleinsten Punkt gebracht, hat sich diese Erkenntnis mit dem Titel dieses Diarys feierlich verbrüdert:
GET REAL.
die Lösung
Jetze, wo ich erneut ob meiner Schulter und anderer Ausreden zuviele Getränke in mich rein getan habe, wirds mir wieder deutlich: Wahrscheinlich ist es die Gewöhnung an das "quasi"-so freiheitliche Zwangs-Leben, in welchem ich machen kann, was ich will- eben auch: zuviel trinken. Bis es mir erneut am nächsten Tag wieder und wieder leid tut. Genau wie diese Schreibe hier, die ich schon vielfach und sehr deutlich hier in meiner "Zehnsucht" angemahnt habe.
Wo doch jetzt meine gröbsten Ängste, Sorgen und Nöte ... nee: wo sich mein Leben seit dem 13. Juli 2011 mit Tobias in eine Richtung verändert hat, die mir den gröbsten Denkmüll genommen hat ... sollte es doch endlich möglich sein, meine verkackten Alkoholgewohnheiten abzulegen. Warum klappt das nicht? Hä? Komm, sag mal? Warum nicht?
Da kann der perfekte Mann mit der weltbesten Idee für mein Leben kommen und alles stimmt und es ist unglaublich supergenial - ich bin mir sicher, ich würde genau wie jetzt erneut wieder solche Zeilen über fucking Alkohol schreiben. Oh, Moment: ist Tobias das also nicht ? Neee, nich jetze ... Stopp!
Fuck: Ich wollte über die Lösung schreiben. Und erneuere: Wenn Alkohol kontrollieren bei mir nicht geht, dann muss ich ihn eben komplett aufgeben. Kann ich das? oder: Bin ich dazu bereit? Jedenfalls ist das tatsächlich die Lösung: Egal ob Aua in der Schulter oder enorme Anstrengungen und / oder Probleme in meinem Leben: Alkohol wird es nicht lösen.
Mann, ist das bekloppt.
Liebe & Tod
Hui. Das klingt dramatisch. Es sind zweierlei Sachen deutlich, intensiv, ausgeprägt, klar ... Ich liebe den Typen. Als er vorletzten Freitag Abend los musste und bei mir auf einmal alles so anders und blümerant und noch schöner in meiner Vorstellung über uns beide wurde und ausserdem meine böse gemeine Schulter Erbarmen mit mir hatte, wurde mir bewusst, wie gut das ist, mich zu irgendetwas zu bekennen, klar zu positionieren. Bervor ich das wieder zerrede: Tobias und ich fühlen sich an wie zwei gute Freunde, die sich zudem dauernd küssen müssen. Als wäre es ... neee: ist es das Normalste der Welt. Keine Scheu, Schande, Scham. Nichtmal die Vorsicht im öffentlichen Leben, die Tobias lieber noch hochhält. Hätte gerne laut an eine Wand gesprüht "Endlich schwul", aber selbst das beginnt, egal zu werden. Wem will ich das sagen? Mir reicht das so hin. Und nu guck ich weiter mit Tobias und mir. Und ob er mich hochhält und mitnimmt und aktiviert, wie ich es mir wünsche.
Und Teil II: Der Tod, ist der, den wir zwar alle kennen und irgendwo wähnen oder wie gestern im 3sat sehen, wenn es um Diagnose Krebs geht. Speziell geht es um meine rechte Schulter, die offensichtlich von der linken schwer beschossen wird. Große Sybalance und noch größeres Aua. Mittlerweile wache ich nicht mehr um 5 oder 6 auf, sondern um 2! Ja gut, das war bisher nur heute, aber ich habs gestern und vogestern schon bemerkt, wie unschön das ist und wie aggressiv und weinerlich das macht, wenn es keine Nacht des Durchschlafens gibt und vor allem keine Gewissheit, dass irgendeine noch so schwere Droge in 3facher Menge irgendetwas bewirkt. Das macht zudem nervös, lässt mich weiter leicht erkältet kränkeln und in ein gefühltes Siechtum gleiten.
Ich will, das das aufhört. Mit Schulter und meinem Körper, den ich liebe.
Ich will, dass das weitergeht. Mit Tobias und damit den, den ich liebe.
heile heile ...
Offensichtlich hat mir der gestrige Abend mit Tobias mit meinen plötzlich gedämpften Zweifeln und noch größerer Zuneigung zu ihm auf unerklärliche Weise einen Schub versetzt, der merkwürdig ist: Ich habe nach einer Flasche Wein mit ihm nebst einem Bier allein eine weitere ganze Flasche Rose geleert, wohl wissend, dass das absoluter Unsinn ist und ich die Folgen kenne wie hasse. Und ich fühlte mich gestern Abend schon so merkwürdig besser- auch was meine Schulter anbetrifft. Auf einmal wurde alles leichter. Und der heutige Morgen war bemerkenswert undunstig. Ich war fast richtig fit, oder hab den Rest meines Ungemaches verdrängt.
Wie dem auch sei- dieser Tag war eine Freude: Hab im PT tatsächlich die Dinge gut vollbracht, die ich machen wollte (u.a. auch meine Kostenaufstellung, die klarstellt, was ich dem Puppentheater in 2011 eingespart habe, was ich auch gleich Doris und dem Chef mit der Bitte um ein Gespräch reingegeben habe), habe dann auch einen Sofort-Termin bei Elke Lemme bekommen- was ich ebenso als Glücksfall einstufe. Denn diese Frau hat mir zugehört und offensichtlich genau das Richtige mit mir gemacht: Meine Schulter ist jetzt im Vergleich zu den letzten zwei Wochen in einem beinahe als hervorragend einzustufenden Zustand. Und ich weiss, wie blödsinnig glücklich ich werde, wenn solche blöden aussichtslosen Schmerzen sich legen.
Zusammen: Da ist eine Liebe namens Tobias, die mir sehr gut tut; daraus entstehen offenbar Möglichkeiten an die ich selbst so nicht geglaubt hätte. Damit überlebe ich sogar solche Tobtrunkanfälle, die ich hoffentlich jetzt in die Reihe kriege- weil es sich lohnt und weil es einen Sinn hat. Daraus entstehen Ambitionen, mein Leben auf die Reihe zu kriegen; daraus entsteht letztlich die Liebe zu mir selbst, die mich all das angehen und machen lässt, was ich mir immer gewünscht habe. Komisch wa? (... schreibe ich hier und mache mir fast schon wieder Gedanken, ob so ein Zustand sowas tatsächlich bewirken kann. Aber was solls: ich spüre es ja. Und das reicht!)
Und jetzt pass gut auf, was du hier liest: ES GEHT MIR GUT!
Tobias
Zugegeben, ich bin jetzt im Nachhinein so be-rosé-weint, weil ich es eigentlich nicht hätte sein sollen. Unvernünftig und doof. ABER: Heute Abend hat sich nach den ganzen Querelen meines Denkens über uns beide und dazu der vergangenen Nächte inklusive dem ferfickten Aua in der rechten Schulter etwas ereignet:
Tobias kam hier so gegen 18:00 Uhr an und es war vom ersten Augenblick große Liebe, die ich für ihn verspürte. Wao. Womöglich sind diese zwischenzeitlichen kleinen gedanklich-ängstlichen Fragen an mich und an ihn ob unserer gemeinsamen Zukunft nützlich, um mich aufzuräumen. Aaah nee, das is' doch jetzt Quatsch. Blödsinn. Nochmal:
Gegenerklärungsversuch: Ich habe heute Nacht inkl. der verkackten schlaflosen Schulter von einer Situation geträumt, die wie bei "Es war einmal ein Amerika" von jenen chinesischen Opiumhöhlen handelte. Nur dass hier nicht Gangsterbosse, sondern ich; dass hier nicht junge Mädels mit Palmwedeln zugegen sind, sondern schicke Männer, die mich einölen, verwöhnen und so sachte und zielsicher dahin bringen, dass mir sachte jemand schmerzfrei einen reinschiebt und ich mich vor Wohllust kaum wiederfinde. Das war ein Halbschlaf > ich fand mich mit schwerer aktiver Erektion und dem Aua in der Schulter im Bett wieder und freute mich trotzdem. Und dachte dabei: "Neee. Lass mal, das will ich lieber mit Tobias zu Ende bringen". Das hat vielleicht auch ein bisschen mit dem Buch von Peter Hofmann zu tun (Der letzte Prinz), was sich so schön nebenher liest und wahnsinnig viel Lust auf Schönenberg, auf "Endlich Schwul"-sein macht.
Was und wie immer das war, Tobias war heute hier und ich hab ihm von meiner Nacht erzählt. Und dazu von meinen Gedanken über das, was das mit uns beiden werden kann (die er sich übrigens genauso macht!). Dass wir beide logisch bisschen unterschiedliche Weltvorstellungen / Ansichten haben. So genau war ich leider nicht in meinen Aussagen. Er sagte noch "Es ist keiner ohne Fehler" und ich versicherte ihm, dass das nichts mit Fehlern zu tun hat. Wir sind beide schlau (was für uns beide klarstellte, dass ich ganz klar keinen Blödmann vor mit habe), vielleicht aber haben wir unterschiedliche Ansichten über Werte, Blödsinn und dem ganzen Rest.
Ich bin zu betrunken, um meinen ganzen Deutungsknödel nochmals zu deuten - weil es Quatsch ist: Ich hab ihn heute so dermaßen lieb gehabt, ohne Kompromisse. Und ich habe es so sehr genossen, ihn zu treicheln, ihn zu küssen - ER war da. Und das war groß. Ich hab ihn massiert (das kann ich gut und die Bepanthol-Sperma Spritze brachte uns zum Lachen) und dann haben wir beide uns verwöhnt und uns den Titel "zwei Spritzige" verliehen.
Jetzt ist er weg und ich habe blöderweise zuviel vom Rest-1-Veltins und der nächsten Flasche Portugieser Weissherbst in mich reingetan. Keine Ahnung, ob ich das hier richtig aufgeschrieben habe. Jedenfalls gibt es zweierlei zu bemerken:
Ich liebe Tobias und unsere Aussichten, die ich allesamt für möglich halte. Hab keine Ahnung, warum meine kleinen Zwistigzweifel auf einmal mit heute so verschwunden sind. Gehört wohl dazu. Nach 3 Monaten. Und für die Esotheriker unter den Lesern dieses Buches: Ich habe seit Tobias heute Abend meine Schulterschmerzen in der Skala von 1 bis 10 ('prima' bis 'springe-ausm-fenster') von 5 bis auf 2 deklarieren können. Schon wieder Quatsch:
Es geht mir gut!
Wer liebt , schläft nicht (Schlafes Bruder)
Wer liebt, säuft nicht (Jesko mit seinem Fragezeichen)
Psychoschulterliebezweifel
Am Freitag gabs einen Kloß im Bauch. Und ich wage es weiterhin nicht zu beurteilen, weil ich es auch nicht will. So stehe ich draussen bei Tobias, rauche immer mindestens doppelt so lange wie er und denke mir was beim Mondgucken. Und es drückt mich irgendwas. Irgendwelche Zweifel? Welche denn genau? Dass Tobias nicht der sein könnte, den ich mir wünsche? Frage ich mich nach meinen Wünschen und Vorstellungen darüber, komme ich allerdings keinen mm weiter. Liegt vielleicht daran, dass wir oft bei den kleinen Dingen des Lebens bleiben. Und ich bin es doch gewohnt, mir immer alles so schwierig zu denken und ungreifbar gefühlt "anders" zu erleben um es nie zu erreichen. Muss ich mich auch erst etwas runterbekommen von diesem aussichtslosen Stand der Tausend Gedanken oder? Dann denke ich an sowas wie "gefordert werden". Das hatten wir schonmal! Ich- der Vielseitige, der Enormbeschäftigte, der Suchende. Tobias der, dem es immer "okay" geht.
... ich weiss ich weiss ich weiss, das braucht gerade bei mir ziemlich Zeit. Am nächsten Tag war das auch schon weit besser. Vielleicht wars sowas wie ein Zwischenresümee, in welchem ich mich frage, ob ich mich wohl wühle (hahaaa: fühle) mit ihm. Immer hab ich das Gefühl, "was machen" zu wollen, was spinnen, was Unüberlegtes tun, dreckige Philosophie, sinnlose Psychologie, Musik machen ... WAS TUN! Ausser saubermachen ;-)
Ich will, dass meine Erkältung weggeht. Weil damit wahrscheinlich auch mein 2-wöchiger heftiger Schub in der Schulter zusammenhängt, der unerklärbar böse wütet und mich mit deutlichen Augenringen versieht. Heute zweite Spritze und Physio verschrieben bekommen. Dazu ein Neuversuch von Tabletten, weil nix zu helfen scheint. Elke Lemme - du bist ausserdem meine Hoffnung. Renke mich aus, dann renke ich mich wieder ein und vertiefe mich weiter in diese schöne Idee von Freundschaft und vor allem Liebe, die mich hier gerade so schön seit 3 Monaten das doofe Psycho-Leben gekostet haben.
ein ganzes Vierteljahr
Silberzeit. Tobias und ich sind auf den Tag seit 14.07. so in echt und richtig zusammen. Und mir kommt es weiterhin so einfach, normal und schön vor. Sämtliche ewigen Bedenken wegen schwul und uncool sind dahin und nichtig und ich bin weiterhin und eher derjenige, dem die Umgebung fast ausnahmslos egal ist, wenn ich ihn nur knuddeln und küssen kann, wann immer ich will. Bisschen komisch ist das schon, wahrscheinlich habe ich auf so ein Gefühl immer nur gewartet, um es Realität und Normalität werden lassen zu können.
Und dann krieg ich es dennoch nicht ganz weg: dieses kleine zwischenzeitliche Denken darüber, ob wir beide zusammengehören oder nicht. Alles spricht immer wieder dafür, nur scheine ich immer so'n kleines In-Frage-Denken mit mir zu schleppen. Das kommt wohl aus meinen zwei langen Beziehungserfahrungen, die mich ja doch so lange die Situationen einfach aushalten lassen haben, ohne tatsächlich auf mich und den kleinen gefesselten Kerl in mir drinnen zu hören. Und dann sagte mir Tobias irgendwann (schon 'ne Weile her): "Guck doch mal, wie du aussiehst, wie du bist - du hättest jeden haben können. Die hätten bei dir angestanden." Tja, das war eins drauf auf meine vergangene unwiederbringbare und bisschen verlorene Zeit. Und nun denke ich, es richtig machen zu wollen und denke dabei manchmal eben darüber nach, ob wir beide die "Richtigen" sind. Hat auch mit meiner femininen Seite beim Sex zu tun. Aber das hat Tobias ja auch nicht ausgeschlossen.
Summe: So wie es ist, ist es sehr und ungeschönt in Ordnung. Und die kleinen Zweifel werden entweder zerfliegen oder sich irgendwannwarum verfestigen. Nur dann muss ich ehrlich bleiben. (Bleiben! Nicht werden! Schomma cool!)
Und jetze will ich genesen. Gesund werden. Vollständig. Weils was zu erLEBEN gibt.
Alter & Siechtum
Ich muss es mal zusammenfassen. Vielleicht für später zum Vergleichen. Bisschen latent unwohl wars mir ja immer schon. Warum eigentlich? Was liegen denn da für Voraussetzungen vor, dass es immer ein bisschen weh tut oder sich oll anfühlt? Schiefhaltung wegen meiner kindlichen Kopfkissenkampagne (erst ganz hoch, dann ganz ohne), Mister "Krumpu" und Über-den-Onkel-Latscher? Oder doch alles Psycho? Manno. Das Ergebnis ist immerhin und jedenfalls: Es tut weh und manchmal so dolle, dass ich schreien und gleichzeitig was kaputt machen möchte. Hier die Setlist:
Rechte Schulter hinten, die gerne mal nach vorne strahlt und mich niemanden umarmen lässt
NEW: vermuteter Ischas linker hintern, mehr Hüfte!
Am Hodensack links pilzt oder schuppt es und juckt wieder. Danny Bading hatte das nach 10 Jahren "oll" im Herbst 2010 gut behandelt und ich sollte einfach mal wieder hin.
NEW: Kopfschmerzen, genannt "Clusters". In einer spontanen Heftigkeit, die sehr sehr ungewohnt sind. In letzter Zeit wieder weniger, aber latent lauernd
So, und der ganze Rest fällt mir auch noch ein. Jetzt kommt erstmal Tobias und das hat nichts mit Schmerzen zu tun!
'n Manager
Oft denke ich mir, dass ich niemals das Zeug für solche Managertypen hätte; Leute die alles übersichtlich bedenken, klar machen und die ganzen Seitenstränge bedenken können. Oh- diese Seitenstränge habe ich millionenfach, allein sie taugen nicht für diese Vorstellung von klaren Strukturen. Warum ich das hier schreibe? Ach so, ja, ich stand vorhin aufm Balkon, rauchte trotz meiner schweren Lunge eine und dachte mal wieder nach über Fotografie, über Musik und den Rest meiner allgemeinen Profilierung inklusive Wohlfühlfirmaleben, und damit das, was ich für Aussenstehende wahrscheinlich enorm gut kann- in meinem Vergleich zu denen, die besser wissen was sie wollen, mich allerdings so kläglich fühle. Und dann kommen immer diese Ideen von Orientierung auf das Wesentliche, das ich womöglich einfach nicht für mich rausfinden werde. Doof. Manchmal häte ich das gerne- dass ich von den Sideshows loslasse und mich auf mein ureigenstes oder wenigstens anerworbenes Element stürze. Was keiner weiss. Und jeder kann.
Vielleicht bringt es ja das Einzug haltende Alter: Es gibt so einige Sachen, für die ich merkwürdigerweise nicht mehr ganz so schnell zu begeistern bin. Moderation Local Heroes in SAW für 300 + Unterkunft (machen oder nicht?), persönliche Ausschreibung vom Kultus über eine Website (auf die einfach keinen Bock hab, aber wahrscheinlich Geld damit verdienen könnte- und auch müsste) ... und auch so Sachen mit Tobias, die wir bisher nicht unternommen und auf der Couch belassen haben, auch wenn ich noch immer das Gefühl hab, in jede Jahreszeit mit ihm springen zu wollen, um all das nachzuholen, was ich inklusive einer richtigen Liebe so noch nicht durchlebt habe.
Aber das sind alles Spekulationen. Machen wir morgen erstmal die Bluesjackets vollends zu Ende; Heiland oder Teufel: gib mir körperliche Gesundheit (immer hatter was!) und dann sehe ich wie immer mal weiter, ob ich mein eigener Manager mit feinem stabilen Background werden kann.
Liebe heilt alle Wunden #fail
Stimmt also nicht. Wenn ich der Zeit seit jenem Donnerstag der Massage von Tobias hier bei mir ab der folgenden Nacht gedenke, wonach bei mir die von uns so genannten CLUSTERs anfingen, die Hüfte sich schmerzlich meldete und als Gegenspieler die rechte Schulter beharrlich dann bedrohlich den Aufstand probte ... und sich jetzt erst alles sachte zu legen scheint, um einer tiefen gemeinen Erkältung den Platz zu räumen, dann kann das nicht stimmen, dass Liebe alle Wunden heilt. Oder alte? Darauf läufts wohl hinaus: Ein gebrochenes Herz und so. Das geht womöglich. Aber Ischias, Muskeln und zu kaltnasses draussen rumstehen nach den Bluesjackets ... kann nicht gut gehen. Suse hat heute ein bisschen nachgerenkt in den ollen Zonen und ich habe Hoffnung und damit wieder ein gerichtetes Steißbein (?)
Nunja, jedenfalls wollte ich nur mal sagen, dass ich gerne und sachte mal wieder einfach nur ein gemeinschaftliches PRIMA aus meinem Körper zu vernehmen wünsche. Kein Aua, kein Nüscht, einfach nur mit allen Möglichkeiten, um drauf los zu preschen. Und dennoch: Es ist beinahe rührend, wie Tobias sich um mich sorgt, mir Tee macht und Essen und ... und Liebe. Dafür leide ich gern noch ein Stückchen. A propos: Weiss nicht, ob das wichtig ist; vielleicht in meiner Überlegung nach Sex und Variation: Heute war ich es erstmals, der Tobias zum Höhepunkt brachte. Cool!
Und so sachte muss ich mal nach und nach seine Leutchen kennenlernen. Daniela (?) hat mir meinerseits unbekannterweise ein Herz aus einer Buckauer Vernissage via Tobias geschenkt. Maiki regt sich dauernd auf, dass Tobias nur noch mit dem Kerl zusammenhängt, Andre zog im Sommer von Frau und frischem Kind aus dem neuen Haus aus und hätte auch gern mehr von Tobias, Marko ist in ein Haus mit seiner Freundin eingezogen und sein Mädchenabend hört interessiert zu, wenns um uns geht. Und ich habe das Gefühl, wir kennen uns allesamt schon. Was mich wundert, dass ich mir das alles behalte.
So, bis Samstag brauch ich wieder Stimme und Gesundheit.
Bluesjackets ade
OFF & PLOPP. Die Bluesjackets haben einen würdigen und großartigen Abschluss im Oli Kino am Sonntag, 02.10. gehabt. Die ganze Woche vorher war so voll und so viel und dennoch so gut; Jana und ich haben wie immer in letzter Sekunde die ganze Diashow und den BJ-Film auf den Plan gebracht und nach all dem ganzen Monstrum an Sachen und Dingen wars dann plötzlich soweit: Bei "Gimme some Lovin" fing es bei mir an, aufzuhören. Ich wurde richtig traurig. Aber endlich mal ein wunderschönes Traurigsein. Ein Abschied, der längst kommen sollte und musste. Und als es dann soweit war, mussten 17 Jahre komprimierte Erinnerungen auf einmal und erlösend raus. Und jetzt ist alles gut. Gut so, wie es ist. Ihrem Motto tru bleibend machen wir natürlichsofort ein Reunion am Samstag in der Feuerwache. Haha. Ein eingekauftes Konzert von Saffier oder so. So kanns Tobias auch wenigstens nochmal sehen. Und dann schlage ich den berühmten Nagel in die Wand und hänge Schuhe und Sonnenbrille dran.
Mit Tobias gehts mir gut. Ist ein gutes Gefühl. Und ich hab immer das Gefühl von Aktivismus: irgendwohin zu fahren, was zu machen, was zu erleben und komme dabei selbst nicht auf den Punkt, WAS denn genau? Vielleicht hab ich ja auch schon so viel gemacht in meinem Leben, dass Vieles nach Wiederholung klänge. Ach was, ich lass es weiterhin so laufen. Und der Winter schleicht sich ab morgen sachte aber sicher ein und der Sommer hatte sich nochmals in voller schöner Größe gezeigt.
Irgendein mir nicht unbekannter Schub rheumatischer oder sonstwelcher Art hat mich die letzten 10 Tage ein bisschen mürbe gemacht. Hüfte, Schulter und ganz zu Anfang jene merkwürdigen "Cluster"-Kopfschmerzen. Insgesamt recht merkwürdig stark ausgeprägt und erst jetzt renkt es sich sehr sachte wieder ein. Da muss ich mal beobachten, ob ich "psycho" bin (Tobias) oder jetzt, wo sich irgendwie alles weit schöner anfühlt als vorher, die Ironie des Schicksals mein Ende einläutet. (Jesko sagt, er hätte beinahe nichts dagegen).
Komisch wa? Klingt weiterhin so, als sei es ganz schön anstrengend, das Leben. Aber hat ja auch niemand behauptet, dass es ein Zuckerschlecken wäre. Vorher heirate ich dich, Tobias!
Wir über uns
Das war heute Abend so ein Abend, wie ich ihn liebe. Überhaupt sehen wir uns so gut wie jeden Tag. Gestern (Sonntag) sind wir erstmals zusammen in Richtung Verwandschaft gefahren. Zu Ines und ihrem Geburtstag. Olroid, es waren doch mehr Leute da, als ich es mir mit Tobias in kleiner Runde vorstellte. Aber okay, so haben uns Ines, Inge, Helge und Biene und Kai mal gesehen. Kurz danach waren wir an der Malge und guckten uns aus der Ferne Kienwerder an. Wao- da hat sich so gut wie nichts verändert. Und Tobias ist dafür: Wir werden dort next Summer ne Runde zelten. Hö, fetzt.
Und heute haben wir wieder Fisch und Möhren und Basmati-Reis in uns reingestopft und uns danach weiterhin uns selbst überlassen. Und das war gut. Sooo gut. Und ich habs mal angesprochen: dass er zu Beginn unserer Liebe in meiner Küche ein bisschen pikiert war, als ich ihm von Carsten (Burg) und meinem ersten richtigen Versuch des passiven Parts erzählt habe und er sagte "Wenn das mit der Fickerei nicht klappt ... dann wird das nichts". Kann er sich garnicht dran erinnern und meint, das wäre, wenn, dann nur Spaß gewesen. Allerdings weiss ich noch sehr genau, dass es ihn beschäftigt hatte. Ich vermute, dass wir "damals" noch sehr jeweils auf uns selbst bedacht waren und sich jetzt die Grenzen einfach ein bisschen auflösen. Und Tobias sagt:"Können wir ja mal versuchen. Hast du Hämorrhoiden?" Ungeachtet dessen, was ich mir immer so vorgestellt habe (einen schlanken, lieben, weichen und bisschen starken Mann, mit welchem Rollen keine Rollen spielen) bin ja auch ich auf einem Weg der Annäherung - denn: was gerade mal wieder diesen Abend betrifft, beim Kuscheln auf Couch und später im Bett, merke ich, dass es endlich der MenschMann ist, mit dem gerne zusammen bin, bei dem ich volles Vertrauen habe.
Und- mach' ich mir mal nichts vor: Ich merke, wenn irgendwas außerhalb von mir irgendwie nicht hinhaut. Ich glaube zumindest, man hat mich bisher nie so verletzen und dann kaputt machen können, ohne dass ich es vorher gemerkt hätte. Wohl resultierend aus meinem Selbstschutz. Und den gebe ich Tobias gegenüber gerade und gerne auf. Weil ich merke, dass es geht und weil es kann.
Und die ganzen kleinen Fragen nach den Kleinigkeiten werden sich entweder in Wohlgefallen auflösen oder, wenn es tatsächlich Mistkram nichts mit uns werden sollte .... oh nööö, komma, jetze nich so! Weiterlaufen. Ich mag diesen Tobias, wir sind uns ziemlich vertraut und es wird immer besser, weil wir uns immer weiter annähern- so wie ich es gehofft habe.
Und ich werde weiterhin seine Küche beim Kochen dreckig machen und mir seine wundervollen Eskapaden über Reinlichkeit belustigt anhören. Jawollja!
Nächsten Sommer im Bus nach Italien?
Sunday (und alle anderen) Mornings mit Tobias aufwachen: Ja!
Fisch & Werte
Heute gabs Fisch und dazu einen kleinen Klumpen im Bauch. So wie schoneinmal ziemlich zu Anfang, als ich bei Tobias unterm Sonnendach dachte, dass es vielleicht nichts mit uns werden könnte. Vorsicht Vorsicht, das ist alles weniger problematisch ales sich anhört: Es gab Fisch zum Basteln und ich schleuderte ein bisschen wie bei mir üblich herum und es gab auch ein paar Spritzer Zitrone aufs T-Shirt. Und daraufhin ein bisschen Schimpfe, dass ich aufpassen soll. Okay, die Möhren brauchen noch, ich werde eine rauchen gehen. "Ja, aber die Hose wird wieder angezogen." Oh. Muss das sein? "Ja, das musst du schon beherzigen bei mir." Dann gehe ich vielleicht doch nicht rauchen ...
Und dann wars irgendwie da und ich fühle mich nicht mehr in der Lage und damit glücklich, nichts mehr verbergen zu wollen, können, müssen. Ich war mit meinem kleinen Klumpen ein bisschen traurig. Und das hat Tobias wohl ziemlich schnell bemerkt und mich sachte und lieb wieder zurückgeholt. Aber so'n kleines bisschen war ich angeknackst.
Es geht ihm tatsächlich um Werte. Selbst geschaffene Werte, die es zu erhalten gilt. Eine frisch gemachte Küche muss nicht gleich wieder dreckig werden und ein Fleck auf dem Teppich ist eine kleine Katastrophe. Olroid, ich werde ihm da auch nicht zu sehr dreinreden, vielleicht kann ich aber versuchen, es etwas zu lockern. Meine gewisse Lodderlichkeit gegenüber Material und "Verunreinigungen" steht ein bisschen konträr zu seinen Vorstellungen. Ja aber kann denn eine Küche beim Kochen nicht einfach bisschen schmutzig werden? Kann man doch wieder saubermachen. Meine Mom wird ihre helle Freude an ihm haben. "Sehr löblich." ;-)
Wie gesagt, nicht schlimm, aber gemerkt. Muss ja schliesslich auch erst wieder lernen, mit jemandem zusammen zu sein. Hö. Genau wie er ...
3 Monate Tobias oder: Sunday Morning
Was für eine Headline. Aber heute vor genau drei Monaten, wahrscheinlich zu genau dieser Stude stand er da links hinterneben mir und grinste mich an. Tobias war zurück. Und nu sitze ich hier, gerade zurück von ihm und kann weiterhin nichts Grosses denken über das, was hier in den letzten Wochen passiert ist. Mir kommt das alles so merkwürdig normal vor. Ich selbst bin irgendwie immer mehr entschleunigt und bin eher sogar darauf bedacht, alle mein Scherfleinschäfchen ins Reine zu bringen und den Rest mit Tobias zu verbringen. Meint sowas wie Puppenhaus- in dem ich mich zur Zeit ganz gut fühle, sowas wie 2und40 und die merkwürdig neuen Angebote (Website jungbewegt vom Kultus), die ich alle so garnicht mehr machen möchte, auch wenn das Geld verlockt. Fast sowas wie ein Settledownment- weg von den vielschichtigen Strukturen und Aufgaben, die ich mich letztlich doch nicht in der Lage fühle, mit Freude zu meistern. Ruhiger. Gelassener. Liegt das an Tobias?
Tobias hat eine ziemlich neutral-einfache Struktur für sich in seinem Leben gebaut. Ich frage ihn oft, ob es ihm gut geht und seine Ja-Antwort schnellt geradezu heraus mit der Gegenfrage. Und ich wollte wissen, ob es in seinem Leben tatsächlich nicht solche Hoch & Tiefs gibt wie bei mir. Nö, überhaupt nicht. Vielleicht, wenn jemand stirbt, ist es doof; aber Weltschmerz, Universale Skandale und Seelentiefflüge gibts bei ihm offensichtlich nicht. Ich hab schon Angst, dass bei ihm alles auf 1:0 hinausläuft. Okay oder nicht okay. Meine ganzen Ansprüche, Ideenskizzen oder Denkansätze ... bei ihm: Nö. Mache ich mir Sorgen, dass wir ein komplett unterschiedliches Level haben, gerade was sowas wie Freiheit, Schlamm und Revolution angeht? Oder kann ich solche Gedanken mit ihm ein bisschen schlafen legen, weil sie bei mir ja eh' nicht weiter groß was gefruchtet haben?
Ich komme da deswegen auch nicht weiter, weil ich garnicht weiter denken will. Komisch wa? Hat nix mit gemütlich, satt, alt & dick zu tun, aber sämtliche Prozesse sind damit viel einfacher strukturiert. Wir haben Hunger, also kaufen wir uns was und machen uns satt. Fertig. Wao. Und ich denke dermittlerweile über neue Küche und schickes Wohnzimmer im feinen Design nach ... ich werde also "mikrokosmonell". Bevor ich das hier zerpflücke, bringe ich es mal aufn Punkt: Diese für mich neue Zeit ist merkwürdig und einfach in Ordnung: ich will, dass mein Kopf-Aua sich beruhigt, ich meinen Körper schmerzfrei weiter aufbauen und schick machen und meinen Tobias so wie nach dieser letzten Nacht in seidenen Kissen : Sunday Morning : umarmen, liebhaben, küssen und mich wahnsinnig dabei wohlfühlen kann.
Zwischenruf
Ich hatte mir ja schinmal die Frage gestellt, ob ich jemals ernstlich bedroht war. Die Antwort war immer Nein. Ich komme immer mit blauen Augen davon, auch wenn sie danach wieder braun werden. Bestimmt, weil ich so höflich bin und ich nach aussen oft harmoniebetont wirke. Wenn ich so drauf bin. Heute war ich trotz der Promi-TT-meisterlichen 1000 Biere erneut ganz gut drauf und ich finde Gefallen an so einem Gefühl. Ich werde bestimmt nicht erschossen oder anderweitig schwer gequält. Obwohl man das nie weiss. Wir leben ja auch in einer ziemlich abgesicherten Umgebung.
Jetzt stelle ich mir aber mal die Frage: Warum schreibste das hier so? Tja, weiss ich nicht, gibts keine richtige Antwort drauf. Kein Selbstschutz, kein Omen, keine Ahnung. Tobias und ich sind jetzt so ungefähr 2 Monate zusammen. Na? Zwischenstand? Traue ich mir nicht zu. Meine Überlegungen hinsichtlich aktiver / passive Sexpraktiken sind ein bisschen nach hinten weggefallen, hier gehts mehr um den Menschen. Meine Ansichten zu seiner beharrlichen Beibehaltung seiner bisherigen Lebensweisen und -auffassungen (Sauber machen, Nachmittagsschlaf, Ordnung und so) sind bedenkenlos. Dass weil ich mich inspirieren lasse und plötzlich Dinge von seiner Art annehme, die ich mir so nicht hab träumen lassen, zeigt eher, wie gut es mir mit ihm geht. Und irgendwie nähern wir uns stückchenweise an. Jeder gibt was von sich und der jeweils andere nimmt sich ein bisschen was an. So pendelt es sich gut und ein.
Ich hege weiterhin die Hoffnung, das auf keinen Fall ICH immer der Impuls von Aktivitäten sein muss. Auf die Frage "Was machen wir jetzt?" haben wir oft keine Antwort und ich damit etwas Panik, das wir nichts mit uns anzufangen wissen. Hoffentlich unbegründet. Die 60km - Radtour letztes Wochenende kam von ihm und war phantastisch. Cool bleiben.
Something's in my Head. Habe seit 1993 das erste Mal wieder Kopfschmerzen. Diesmal keine Hirnhautentzündung. Aber es währt jetzt Tag genau 2 Wochen, als sich nachts ein deutliches hämmerndes Klopfen oben links bemerkbar und mich ziemlich ängstlich machte. Dann zog die Schmiede innerhalb weniger Tage nach rechts hinten und nimmt derweil mit einem gekonnten "Dunen" den ganzen Kopf in wahrhaften Beschlag. Wird schon besser, geht aber irgendwie nicht weg. Wenn Montag noch immer mit Anfällen und unschönem Wummern ausgestattet, besorge ich mir einen Hausarzt. Wird sowieso Zeit, dem hypochondrisch veranlagten Deejay die eine um die andere Angst oder so schnell es geht, das Leben zu nehmen.
Ach herrje.
mail an mario
Am Rio. "Grande" ist es zur Zeit in echt und ich bin heilfroh, dass zur rechten Zeit am rechten Ort der richtige Mensch da war und ist. Ohne Bewaffnung, ohne Politik und ohne Millionen Gedanken der üblichen Konjunktiv-Kriege. Keine flapsigen Himmelshoch-Jauchz-Bezeugungen oder Baugerüstplanungen; doppelte Böden und Netze sind merkwürdig verschwunden. Und ich bin so frei wie nie zuvor. Das rührt beinahe ein bisschen. Oder kurz: "Wao!"
Du musst nicht ungeduldig sein: ich werde weder seltener noch ruhiger. Eher sicherer und zuversichtlicher. Und damit gehen deine Gedanken umso konformer mit meinen und deinen Ideen vom Quatschen, Musizieren und Spinnen. "Sentimentiality" is' uns beiden nicht neu und weiss sich einer ebenso sicheren Konformität gegenüber, wie wir sie wahrscheinlich nie verlieren werden.
Sei's drum, wir sind ja nicht allein allein.
<seufzer> Oooch ja, mein lieber Mario: Wann und wo immer du bist und willst und ... und ... nö! jetzt gehen mir die schönen Worte aus und ich muss es auf den Punkt bringen: Ich hab dich sehr lieb und wir werden, fuck off, dieses merkwürdige Leben meistern. Und konkret fangen wir mit Gitarren und etwas Rotwein an.
Wann?
Session.
Wanted.
Jes!
----- Original Message -----
From: mario@desaster-area.com
To: jesko@2und40.com
Date: 07.09.2011 19:39:19
Subject: zuwenigvomganzenviel
Liebster DJ, die Sentimentitality ergreift mich heut ein wenig, und deshal wegen schreibe ich dir folgendes in deine Post:
mhh, es war sehr schön, dich kurz am Horizont der Freitagnacht zu sehen, obgleich, sicher durch meine eigene Spannung, den eigenen Tunnelblick des Abends noch verstärkt, viel zu wenig von dir da war und vor allem zu schnell weg. Ich weiss, wir werden auch wieder einmal Zeit haben zu quatschen und zu musizieren und zu spinnen. Ich bin immer ein wenig ungeduldig, daher hoffe ich, dass die Zeit dafür bald mal wieder klopft, aber wer weiss das schon und kann es lenken. Ich hoffe nur und wünsche mir so sehr, dass es dir genau SO geht, wie es in dieser Nacht in Nanobruchteilen für mich zu "sehen" war, ich hoffe einfach du hattest einen gelungenen Start in die neue Puppenhaussaison mit diesem für mich völlig bekloppt klingendem Namen, hoffe einfach, es geht dir meistumfänglich rundherum gelungen gut!
Lass dich mal drücken, ja!
Zwei tobische Tage
Oh mann, ich hatte echt Besorgnis, ich würde nach dieser Riesenflasche Wein des Freitags mitsamt meiner Dummheit untergehen. Und hab Tobias gleich am Samstag erzählt: Jesko goes Kielstein. Er kennt meine Eskapaden nicht und weiss nur, dass ich gern immer mal etwas mehr trinke. Am Samstag Abend waren wir irgendwie müde. Ein Spaziergang durchs nächtliche Stadtfeld ... das tat mir sehr sehr gut, weil: Hand in Hand, jede dritte Laterne ein Kuss und einen Antik-Laden, in welchem ich vielleicht Wilsons Bruder: Chuck (Tom Hanks) dort finden kann.
Aber egal: der Spaziergang war toll und ich verliere weiterhin jegliche Probleme, mit einem Mann Hand in Hand durch die Strassen zu laufen und jeder kann es sehen. Und jeder kann, wenn er möchte, es wissen. Auch Tobias wird da immer offener. Wahrscheinlich weil ich ihn nicht mehr zu heftig "angehe" in der Öffentlichkeit. Ist normal geworden, gehört dazu. Jetzt zählen wir. Auf dass, was uns gut tut. Muss auch nix mehr erklärt werden. Fetzt!
Eine ganze Nacht. Mit neuen Kissen (bisschen hart). Hab ihm ne Geschichte vorgelesen. Er ist eingeschlafen. Perfekt. Heute morgen waren wir weiterhin müde. Tobias meint, weil wir die ganze Zeit an uns rumdrücken und so, schlafen wir einfach nicht durch. Und es war wirklich ein Tag wie ein Kuss durch einen Schleier im Nebel. Iche um 8 zum Bäcker (heyhey!), dann hier rumhängen, dann rumfahren, Herrenkrug, Bockwurst, Eis, dann nachmittags zu ihm, Alarmanlagen konzipieren. Kaufen. Fernsehen. Um 10 ich nach Hause.
Und dennoch wussten wir Samstag wie auch Sonntag nichts so richtig mit uns anzufangen und ich hatte schon Angst, dass wir ein langweiliges Dasein abdriftfristen. Er sagt, er hätte es sonst alleine zu Hause nicht anders gemacht. Das ist womöglich so eine Zeit zwischen meinem totalen erstmals ausgelebten Drang nach Liebe und Körper und einer sachte Einzug haltenden Gewissheit, dass aus uns beiden was wird. Langsam. Kleine Schritte ... ;-)
Und der Sex wird immer hammerer!
Letzte Woche Urlaub. Alkoholentzug bzw. Minimierung. Freitag JESKOM aufm Domplatz. AWO-Web, Dinge tun, die mich freuen, Kleinigkeiten. Und zwischendrin immer und immer wieder: Tobias.