Zehnsucht

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Denken, Tun & Sein

Immer wenn ich schöne Sachen sehe wie gerade im FBook eine wunderbare Musik mit superschöner Animation dazu, denke ich mir mal wieder, ich möchte auch viel lieber eine große Leidenschaft haben, in die ich mich reinstürze und nichts anders gilt, nichts anderes muss mich beschäftigen, ablenken, mir multiple Sorgen bereiten ... nur diese eine große Leidenschaft, die mir alles abverlangt und der ich mich vollends widmen kann und unbedingt will. Nunja, das haben wir offensichtich schon geklärt, dass das bei mir halt anders ist. Im Moment merke ich es wieder, wie ich nach einem supervollen Tag jetzt hier DVDs für den Audioguide brenne - wie es sich gehört: in letzer Minute und dennoch nicht komplett fertig und mal wieder bemerke, wie toll die Vorstellung über das Projekt war und wie es sich entwickelt hat. Der letzte Stressrest bleibt so heftig an mir kleben, hab es selbst verschuldet und merke an diesem Beispiel deutlich, wie unstet und nebenherzig sowas immer wieder abläuft. Was Ganzes, Richtiges, Großes - von dem ich sagen kann: "Ja- das ist bis ins Kalkül professionell, das ist meins (oder unsers) und sind voll mit Stolz und ziemlich glücklich" oder so. So muss ich meine Baustellen also etwas sauberer ausrichten, ausdünnen und die bleibenden intensiv und richtig machen. Guter Plan. Matze hat mir das heute mal ein bisschen ins Herz gelegt: Was ich alles im PT für welches Geld und welche wachsenden Anforderungen mache, wie ich versuche, nebenher alles nicht sterben zu lassen, dass ich aufpassen muss, mich nicht einengen und ausnutzen zu lassen. Und damit die Freude und den Spaß zu verlieren. Und ich konnte ihm garnicht richtig antworten, weil ja doch noch ne Menge gefährliches und sehr weites, tiefes Zeug in mir schlummert, von dem er garnichts weiss. Hab noch nichtmal eine Ahnung, wie er reagiert, wenn er wirklich weiss, dass ich schwul bin. Habs ihm noch nie deutlich gesagt und bemerke seine Unwissenheit nur dann, wenn er sich gelegentlich über schwuchteliges Zeug auslässt (was richtige Männer eben so darunter verstehen) und wie er sich dann Vorwürfe machen wird, weil er mir gegenüber sowas öfter geäußert hat ... 'hätte er das gewusst, dann ...' naja. Und sowas. Tobi sagte mal, im PT ginge die Vorstellung über mich ins Metro/Alles-sexuelle, oder wie Wolfgang sagt: 'Der ist irgendwie alles. In seinem Denken, Tun und Sein' (so ungefähr jedenfalls) Und da hatter schon recht. Und so schliesst sich der Kreis: Irgendwie Alles. Wenn ich damit klarkommen würde, wärs mir sogar eine Freude. Spricht ja auch für Everybodys Darling. Und wer muss geliebt werden um zu überleben, wenn nicht ich? Naja, hilft mir jetzt auch nicht viel weiter. Ebenso wie das, was ich bereits als richtig und sinnvoll kurzzeitig begriffen habe (siehe Ron und seine guten Ansichten) ... das fliesst alles so dahin. Aber eben nicht ruhig, gelassen und freudig auf das, was kommt. Denken, Tun & Sein. Und Angst vorm sein lassen. Nimm mich mit, Kapitän auf die Reise?

alle andern anders

Wo es immer wieder knapp wird mit und bei mir ist das schon oft erwähnte Prinzip der Pistenboys: Da reicht auch schon ein kleiner Videostrip oder Bilder von jungen Menschen, die alles noch vor sich haben und mit denen ich eigentlich ja garnicht tauschen würde wollen. Dann aber wieder doch. Um alles besser zu machen. Das klingt jetzt ziemlich abgedroschen und vielleicht bekomme ich es ja mal hin, es zu konkretisieren, was mich alles oft so elendig wurmt und in solchen Momenten dermaßen trauig macht, dass ich mir gut vorstellen kann, es endlich sein zu lassen. Das kommt dann von ganz tief unten und lässt dann sehr wenig Alternativen zu. Ich sollte besser nicht mehr darüber schreiben, was zu tun bzw. zu lassen wäre, sondern mir überlegen, was mich an der Durchführung dessen und meinem Leben immer wieder hindert. Was ist die Angst dabei und warum? Der erste Tag seit dem Schuss, an dem es wieder ein bisschen heller und freundlicher ist.

del delirium

Aber sofort. Ich glaub ich bin ganz knapp davor, es nicht hinzubekommen mit Androhung der Einlieferung. Kein Tag ohne Wein, Bier, Dampf ... das ist nicht mehr grenzwertig, das ist mittendrauf. Es fühlt sich an wie Herzversagen, Hirnschlag und Demenz. Wenn es dunkel wird, gehts los. Deswegen versuche ich heute so schnell wie es geht ins Bett zu kommen. Das ist keine Lösung, sonst müsste ich jeden Tag um 8 ins Bett um zu verhindern, dass ich abstürze. Dieses Trinkverhalten ist überhaupt nicht neu und ich frage mich, wieviel Zeit meines Lebens ich den Nachfolgen schon geopfert habe und vor allem: WARUM? Los! Sag. Warum?

alles zwanzig

20 Jahre Sozialismus. 20 Jahre Kapitalismus. 20 Jahre war der Bus alt. 20 gefühlte Promille nach einer Party gestern, die bis um 4 in der Frühe andauerte und mich wie immer dazu verleitete, zuviel zu trinken. Den Tag verbtrachte ich mit der Web-Suche nach neuen Stativen, Bussen und nicht getroffenen Entscheidungen oder wenigstens Ansätzen. Aber eben merke ich, dass ich gerne mal aufzähle, was ich NICHT gemacht hab oder NICHT SCHÖN finde. Was daran liegt, dass ich ansonsten recht wenig tue. Ich muss ganz dringend aus dieser Lethargie raus und 'selber etwas tun'. Komm schon.

nach dem Schuss

Einen Tag später dachte ich an sanfte Heilung. Jetzt, zwei Tage später kommt sowas wie ein Flashback. Ich kann ja alles dem Ausnahmezustand in die Schuhe schieben, aber das ist gelogen. Aus Bier und Wein mach ein Dauerdelirium. Das ist nicht gut. Und ich werde wieder trauriger. Vor allem, wenn ich so liebe Unterstützung erfahre, sei es in echt oder per Mail, man fühlt mir nach und in solchen Momenten kriege ich meine ganze Trauer ein bisschen mehr zu fassen und zu spüren. Weiss nicht, wie lange ich mir das selbst zugestehe, wie lange ich das darf, um heile davonzukommen. Ich mache heute Abend eine Party bei mir. Ma gucken. Das Wochenende wird warm und hell und ich muss mich in die Sonne legen so lange es geht.

Nach Bus.

0:00 Uhr: Nachtrag: Ich hab die gemeine Ambivalenz zwischen Trauer um den Bus, der Suche nach dem Neuen, der mittels  T5 nie wieder so sein wird ... mit der allgemeinen Ausrede über zuviel Alkohol inkl. Pot-Zichte mal wieder trefflichst gesteuert. Bin also durch ... Facebook-Leute haben bisschen geholfen, Ronald, Tobi ... Mama auch, obwenn sie das eher unter wirtschaftlichen Gründen sieht. Und da kommt mir die Idee: deejay- was ist das alles? Das mit der Trauer über den Verlust? Ja, es war ein schwerer Angriff auf mich, eine harte Verletzung. Mit all meinen Gedanken daran, wie ich diesen Bus liebte. Soweit fakt. Ich denke gerade ein bisschen in Richtung: Was hat mich mit meinem Bus in echt verbunden? Die "Möglichkeit" der Freiheit? Ja, die war da. Die Möglichkeit. Und wie war das mit Dänemark und Müritz und ab in die große Welt? Mich beschleicht ein bisschen so ein Gefühl, dass ich mir ne Menge vorspiele (neee, das ist jetzt wirklich nicht die Umkehrung ins Positive aus einer tiefen Verletzung!) - was hab ich mir denn mit "Hübscha" wirklich gedacht? Der Bus davor: "Munkhtenger" lebte von Mandy und Jesko und großen Reisen in die ganze Welt. Der Neue (dann ohne Mandy) kam gerade recht, um ein erweitertes Gefühl von Freiheit und ganz vielen neuen Möglichkeiten zu rechtfertigen. Und wie wars wirklich? Ha!? Mist. Ich bin total betrunken und kann nicht mehr denken oder schreiben. Fakt ist: Ich muss mir was ausdenken. Hab's dennoch gut, mein lieber "Hübscha": verweigere dich den Dieben; geh kaputt, wie du es gern immer mal getan hast. heul.

Hübscha ist fort

Das große Heulen. Heute Nacht zwischen 01 und 08 Uhr ist mein Bus "Hübscha" aus meinem Leben gerissen worden. Einfach so weggeklaut und ich heule heule heule. So eine Verletzlichkeit. So angreifbar bin ich. Und werde unglaublich schwach dabei. Hilflos und ohne Worte. Auch wenn ich mich ziemlich gefasst hab und nach T5 Bussen suche ... es ist ein unglaublicher Angriff. Das ist so wie ein Einbruch in meine Wohnung, Gitarre weg, Bilder weg ... alles, was mir lieb ist. Parallele: 1997, als ich aus dem Bus gezerrt und von den Bullen traktiert wurde. Das war dumme Willkür, okay. Aber es waren auch Ohnmacht und gr0ße Angst. Wenn ich mir das so vorstelle, fange ich langsam an, zu begreifen, dass das Leben kein Kinderspiel sein wird, wenns um den Tod von Verwandten, Eltern und so geht. Dass alles endlich ist. Das alles ganz schnell gehen kann und plötzlich Realität ist. Wie Frank es meinte: Nimm es als Zeichen. Wofür auch immer, aber es passt ganz gut im Moment. Das Zeichen, nicht nach Tønder gefahren zu sein, allein wollen und nicht können, ein Zeichen, dass Verlust unabdingbar ist. Vielleicht auch eines, jetzt die Seile zu straffen und mein Leben so stabil zu machen, dass ich Weihnachten überlebe, dass ich überhaupt lebe. So richtig. Wahrscheinlich baue ich mir mein Zeichen in schneller Zukunft wie gewohnt um, dass der Bus eh schon immer etwas kränklich war. Und dass wir oft geredet haben, dass ich über kurz oder lang zu einem neuen Bus kommen muss ... Und dabei fällt mir ein, dass der Winter kommt und die Batterie eh' tot ist und ich den Bus ja auch abmelden könnte um Geld ... Und zuviel getrunken hatte ich auch in dieser Nacht. DAS wäre doch mal das richtige Zeichen. Ich heul mich zu Ende. Und dann gehts weiter. Bin ich froh, dass ich Wilson, die Gitarre, das Fahrrad, die Fotoausrüstung zufällig genau kurz vorher rausgenommen hatte.

Nirgends aufgehoben lieg ich hier rum

Mit dem Elbkind Carsten gerade am Palazzo schöne alte Sichtweise aufgefrischt: Er und des anderen Großhirn haben ein Problem damit, sich zu Klarheiten zu verschaffen. Wenn der andere sich einfach nicht äußert oder festlegen will, ob er nun Sympathie oder irgendein Gefühl für den einen empfindet oder ihn wenigstens nicht leiden kann, dann wird nichts passieren. Und deswegen kommt das Elbkind nicht näher ran an diesen anderen, bei dem er mehr fühlte, als ihm beinahe lieb war. Und das fühlt sich nicht schön beim Elbkind an. Das war ein schönes Gleichnis für eigentlich alles. Mein Lapsus in vielen Dingen schafft auf ewig die selbe Unruhe mit dem Gefühl, vieles zu können, nichts richtig und mich immer dabei eine Spur schlecht zu fühlen. Durchs Leben schleppen, immer ein bisschen gefallen wollen, immer auf der Suche nach Geborgenheit, Anerkennung, Liebe.  Heimat. Immer rastlos durchs Leben, nirgends zuhause. Ausser dem Ort und den Situationen die ich mir vertraut gemacht und fest vertäut habe. Und die bleiben dann aber auch so. In den Sichtweisen und dem ewig gleichen. Und hör dir mal meine Songs bei den "Fürchterlichen Fünf" an. Die hab ich für 6-jährige geschrieben und es selber noch nicht auf die Reihe bekommen. Neulich: "Fühle mich nirgends aufgehoben, deswegen liege ich hier rum". Das habe ich besser nicht ausdrücken können. Und was nun mit dem Elbkind wird, weiss ich nicht. Er ist mir ziemlich sympatisch, offensichtlich sehr aufgeräumt und zielstrebig. Und damit Oberarzt, der sich einen neuen Volvo gekauft hat. Okay. Sehe ich weiter.

Billigwhiskey

Mannomann, das fetzt immer noch nicht. Soweit werden zwar die Voraussetzungen fürs Leben immer besser: Im PT bin ich seit dieser Spielzeit weit besser drin als vorher- merke ich gerade an den Reaktionen aller (!) Leute dort. Das ist gut. Ich hadere mit dem verkackten Audioguide und muss jetzt sehr diszipliniert durchziehen, sonst wirds ein Fiasko. Sowas nervt schwer. Bin nicht zum Thomas und seinem Geburtstag gefahren obwohl ich mir genau sowas ziemlich schön vorstelle. Einen Sonstag in den Sand gesetzt: Gestern bei Hoger Wenke kurz gespielt: cool. Dann bei Kubon Billigwhiskey und Bier. Das war null gut. Heute halt den Totensonntag. Immer wieder. Sitze den ganzen Tag hier rum und baue am Computer 2und40 Webseiten. Immerhin was bei rausgekommen. Aber so isses nicht gut. anders:leben Was oder wessen bedarf es denn, damit dem Herrn genehm ist, zu leben? Hab sogar etwas Elbkind-Abschweife. Doch Vorsicht, jetzt nicht resignieren. Weitermachen und nie wieder Billigwhiskey bzw. besseren Verstand und ihn stehenlasen. Komm Babe, komm!

Bluesjackets' off

Was wir tun, ist schwer zu beschreiben. Wir können hier nicht bleiben (Element of Crime) Die Bluesjackets werden sich per Jan auflösen. Und ich hab ihm heute nach Äonen von Cuba Libres zugestimmt und meinen Godwill gegeben. Seine Beweggründe mögen so undurchsichtig sein wie die, die dagegen sprechen. Aber es ist in Ordnung. Bisschen Familie, 17 Jahre und der ganze Tross an Erlebnissen & Erinnerungen wollen wie üblich festgehalten und ewig weitergeführt werden. Und ich kann Jana verstehen in ihrem Groll- sie hat ja auch weiter nichts, indem sie immer nur mitgenommen wird und sich dem anpassen muss, was beschlossen wird. Wir sind auf den Punkt gekommen, nicht mit einem schnöden Silvester aufzuhören, sondern eine BJ-eigene Abschieds-Party zu geben. Im Oli. Im Januar / Februar. So wie schon einmal am 20. März 1998. Dreizehn  (!) Jahre später also noch einmal. Dieses Mal in echt. Ich werde jetzt schon traurig bei dem Gedanken, bin aber so mutig, mir einzugestehen, dass es okay ist, bevor wir mit 50++ in Molls Laden die alten Kamellen spielen. Ein ziemliches Stück Geschichte. Und die wird uns alle ein bisschen verklären und schwelgen lassen über die guten alten Zeiten, in denen längst nicht alles so cool und schön war, wie es ab jetzt sein wird. Hut ab, Mister Gumfeet Elwood Blues. Und Schuhe aus ...

Tea for Two?

Etwas irreführend betitelt, meine ich mit dem Fragezeichen, ob es was werden könnte mit dem Elbkind, das gerade von der Küste kam und sich erstmals allein ein paar schöne Tage machte, die er trotz Skepsis dann soch sehr geniessen konnte. Und der sich jetzt mit zwei Seelen in der Brust rumschlägt und Angst vor Konsequenzen hat. Naja, Frau und zwei Kinder - die üblich-normale Entwicklung, wenn auch seit der 11. Klasse da noch weitere Ideen in ihm schlummern. Was will ich da eigentlich? Ihm helfen? Ihm erzählen, wie das alles bei mir war? Wird er arg ins Lachgrübeln kommen, denn wir unterscheiden uns schon sehr in der Ansicht von Vernunft. Schlau sind wir ansonsten beide genug. Und hier kommt der Tee ins Spiel: In dem bin ich schon seit Jahren. Mal mehr, mal noch mehr. Ich registriere das ziemlich deutlich und lass das keinen Augenblick aus den Augen, aber fast immer hübsch konsequenzfrei. Klar: Auch wenn ich vollständig absichtlich trocken bin, krieg ichs nicht auf die Reihe, weil ich Angst hab vor Zweisamkeit (aus Erfahrung?) sie aber gleichzeitig so sehr suche. Weil ich noch viel mehr gewappnet bin für alles, aber einfach nicht loskomme. Audioguide ist ein tolles Beispiel dafür. Immerhin setze ich jetzt offizielle Termine, damit es ein defintives Ende hat. Dann gehts irgendwie wieder und danach ist alles glücklich. Ich komme von 100 in 1k und sprudele wirr hier herum. Kurzum: Hab dem Elbkind heute geschrieben: Und Angst ist meiner neuerlichen Idee nach ein Zeichen des Willens. Wenn Angst weg soll, muss Wille wissen, was er ist und sich durchsetzen. Ich bin sowas von superschlau und dabei auch nicht viel weiter, obwohl doch alles nach besten Vorausetzungen aussieht. Südsee? Afghanistan? Dänemark? Meitzendorf? Fühl mich nirgends aufgehoben und deshalb liege ich hier rum.

elbkind II

Hab sein Gesicht nach kurzer leichter Nebelphase wieder vor mir. Das Schönste daran ist: es hat nichts mit Sex zu tun. Also erstmal :-) Es ist ein schönes Gefühl, was immer daraus werden kann. Es gab kurzes Mailwünschen heute: Ich ihm für die Reise und die schöne blaue Stunde an der Elbe gestern und Er an mich für ein "Ebenso" für gestern. Das ist leicht, kein Überschwang oder sonstwas. Wär auch viel zu früh. Das machts umso schöner und ich bin gesapnnt, wie es ab Dienstag weitergeht. Ich bin auf jeden Fall dabei. Er lächelt phantastisch.

das Elbkind

Ich hänge immer noch voll mit Drogen, verkrafte wie eben 2 Bier mit Mühe und hab mir dennoch was auf die Fahnen zu schreiben: Bin dran gebliebenu und hab mich getraut. Das Elbkind aus dem Blauen Portal. Diesmal sollte es nicht so lange dauern, bis ich ihn / uns kennenlerne. Er ist im Klinikum in Olvenstedt. Notarzt oder so. Und hatte heute, am Tag unseres ersten zaghaften Zusammenfindens ein bisschen Stress. Und beinahe wärs auch nichts geworden. Sein letztes Angebot: Naja, vielleicht keinen Wein im Elbelandhaus aber vielleicht ne halbe Stunde an der Elbe lang ab um 10 ... und ich habs sofort und ohne die übliche Vertagungmanie angenommen. Und es war ... Der Typ fetzt! Ganz schön sympatisch, der Bengel. Lieb, schick, ebenso aufgeregt wie ich, zu schnelle viele Worte. Hab nach dieser Stunde für mich überlegt, was das jetzt ist / war  und so. Ist auch immer ganz schön blöd, das irgendwie auswerten zu wollen / müssen. Jetzt fährt er für 4 Tage nach Ahrenshoop (aha!) und will ein wenig nachdenken. Über sich, seine Familie, das alles. Und ich bin froh, ihn vorher getroffen zu haben. Das war eine Art Speed-Heart-Session: Vom Reanimieren von Leuten über Schwulsein, Verliebtsein, nicht weiter kommen, damit versuchen, klarzukommen, Familie, Outing oder nicht. Wao ... das alles in einer Stunde. Aber gut. Richtig gut. Mir gings trotz leichter Anspannung sehr gut bei und mit ihm. Und ich denke, tatsächlich real gewesen zu sein. Ohne zu übertreiben oder mich interessant machen zu wollen. Dass ich immer wieder gern bei "mir" lande in einer Unterhaltung, stimmt mich mittlerweile etwas bekannt aber merkwürdig. Hab aber glaubich nicht zu sehr den Ego-Trip geschoben. Aber okay- wir haben uns das erste Mal gesehen. Und ich würd's sehr gern wieder! Mal sehen, wie stark ich dabei bin und mal sehen, wie er das Ganze sieht / sehen wird. Bin heilfroh, so geradeaus gegangen zu sein. Und würde es im ersten Nachfühlen sofort wieder tun. Und: freue mich gerade ein bisschen.

Lesliemeter

Hab den Gang vom leeren stillen Balkon ins BN gewagt (was sonst) und kehre völlig überladen zurück. Aus der Freitagskonstellation Wolfram, Janine, Käse. Dzora, Stoffi wurde die Kostellation Gudrun, Lesi und später Tobi. Über Tobi hab ich mich sehr gefreut, weil es schon ein bisschen merkwürdig war mit dem Leslie Kabinett. Aber es sollte oll werden: Beide gingen und Lesli und ich waren allein. Nicht nur, dass ich sie nicht immer akustisch verstand, auch Bier und grundsätzliches Verständnis wogen schwer. Eines habe ich an diesem Abend immerhin verstanden und Ronald wir jetzt grinsen: Mein Scharwenzeln und Interessant-Machen für  Anerkennung. Liebe und Zuneigung stellt mir eine Falle nach der anderen. Und ich komme nicht raus, auch wenn ich halbwegs rechtzeitig die Reißleine ziehe un mich für schwul erkläre. Bei Constanze mag das geklappt haben, bei Leslie wars heute der Hammer. Soviele Worte (siehe auch Facebook) um Undeutlichkeiten, der Finger an meinem, der nahe Körper und vor allem das Ende, von dem ich dachte, ich hätte sie gut in die Nacht verabschiedet. Nee. Sie klingelt. "Ich war noch nicht fertig". Da musste ich deutlicher werden. Nicht deutlicher schwul- das war eigentlich von Anfang an klar (sogar noch weit vor mir), sondern um das ganze Konstrukt, das ich so nicht kapiere. Sie seht mich schon recht deutlich- dass man mich nicht recht fassen oder einschätzen kann und so ... aber ich musste ihr einfach sagen, dass ich die vielen diffusen Worte einfach nicht mehr mag. Laaange Gespräche über eigentlich nichts Greifbares. Ich möchte endlich wieder deutlicher, einfacher sein. Sie hätte sich mit mir lieber gern annem Bordstein oder so zufällig getroffen ... alles Quatsch nach dem was wir vorher voneinander wussten. Wahrscheinlich hab ich das alles mal wieder nicht verstanden, weder als Mann, noch als Schwuler, noch als semi-feminie Erscheinung :-) - noch als der Mensch, der ich bin. Ich fühle mich momentan geradezu kopfüberlastig, hab ihr bestimmt auch irgendwie weh getan (siehe adäquat all die Komunikation Kerstin, Mandy ... wenn ich es einfach nicht gebacken kriege) und mich becshleicht in meinem Synapsen-Chaos, dass sie das vielleicht mit Absicht gemacht haben könnte, um mir zu zeigen, dass es nicht gut ist, wenn ich Hoffnungen wecke, aus denen die Frauen sich so schnelll nicht lösen können. Glaub ich aber jetzt doch nicht. Waren zuviele Berührungen dabei. Bevor ich hier abdrifte: Ich habs mal wieder deutlich gemerkt: Es wär schon cool, etwas Handfestes, Deutliches vor mir zu haben- und sei es ein Blick, der da sagt "geht nicht". Oder ein schönes Herantasten, wenn beide das gleiche Gespür füreinander haben- um dann zu wissen, was sie miteinander anfangen können. Einfacher. Ich bin selbst schon kompliziert genug.

ist alles schon hier

Ich glaub schon, dass da insgesamt so eine latente Depression in mir steckt. Wo jemand sich wissentlich grundlos betäuben muss, wo sich einer ziemlich unkonkret eine harmonische Welt vorstellt, wenn ich mich nicht bewegen kann, aber möchte und wenn diese Stimmungsschwankungen so plötzlich wie merkwürdig erscheinen ... Und das ist ein fast nachverfolgbar entstandener und weiter schleichender Prozess- immer auf einem Level, das weit unter meinen Möglichkeiten angesiedelt ist. "Versteck dich nicht hinter deiner Genialität ...". Nunja, es ist beinahe ALLES da, alles vorbereitet, alles scheinbar möglich. Ungeduld. "Wird schon noch, wirste sehen". Weiter warten bis 60, immer nochkerngesund und die ersten Freunde werden zu Grabe getragen. Weiter bis 80. Nunja, so viele Bilder sind so schön, Vorstellungen, Klänge, Düfte ... und sie vergehen ungenossen.

du blöde Versteckepuppeschwulesau ...

.. so schreibts Leslie in FB und hat ein bisschen sehr recht. Ein Humor übrigens, der sp bleiern wie heftig wie mir nicht unbekannt ist. Das geht so Richtung Gabi, Anke, Mignon- allerdings damals. Was ich eigentlich nicht leiden mag, aber die Jahre bringen die Erfahrung. Was hier aber nichts zur Sache tut.
"Meinetwegen in das erste richtige Mal verliebt verwickelt. :)" schreibt sie weiter und gewöhnt sich hoffentlich doch bald an den ihr längst bekannten Umstand: ich bin schwul. Oh, jetzt hab ich's gemerkt: ich hab das selten geschrieben oder wirklich gedacht oder? Eher mit übertriebenen Schwuchtelsprüchen vertan und belächelt. Als Annäherung. Plump. Bin mir wie immer nicht sicher, was meine Wahrnehmung betrifft.
Das Gärtnerexperiment vom Tob macht übrigens ganz schön was los. Einschlafen hat dummerweise doch ganz lange gedauert. Entspannung scheint mir eine Art Sport zu sein.
Verstecke. Puppe. Schwul.

der allein will und nicht kann

Ich heul' dem Sommer hinterher. Die Bus-Kiste steht noch in der Küche und ich meine scherzhaft: "na- willste endlich los?. Ach was, geht allein ja auch bloß nicht". Und hab den dicken Kloß in Hals und Bauch. Dabei isses wie so oft, wenn ich nicht weiß, obs nur ein bisschen schade ist, oder ob ich bedingungslos losheulen sollte, könnte, dürfte, müsste. "Der allein will und nicht kann"- das ist so verhängnisvoll. Treffe ich Menschen, denke ich drüber nach, bald wieder weg zu kommen. Bin ich weg, gibts wenig Mut, andere aufzusuchen. Und allein sein geht auch nicht gut. Geht beides nicht? Dann geht garnichts. Kein Fisch, kein Fleisch, kein Bestand, keine anderen  Tønder, keine Aussichten. Denke dabei auch an die Liebe: Was soll das erst werden? Obgleich mir immer noch der gute Rat in den Ohren hallt: Wenns klappt, wirstes merken und dann stimmt alles und der ganze Wust an Bedenken ist dahin. Wer auch immer dafür verantwortlich ist, sehe bitte zu, dass das bald gelingt. Und NEIN: ich bin nur insofern dafür verantwortlich, dass ich dafür Platz mache in meinem Panzer. Investieren will ich freiwillig, nicht mit Macht & Muss. Es ist vollständig kalt überall geworden. Von draußen gings los und jetzt bibbere ich. Und das Leben dazu riecht nicht gut.

anders:leben

Besser gehts doch nicht mit dem Titel der ab morgen Einzug haltenden Spielzeit! Das nehme ich genau so mit und damit gehört mir alles, was genau damit zu tun hat. "Kann ja lieben wen ich will ... hollahiaho". Muss ich nur mal losgehn, sonst passiert nix. Oder anders: ich sollte mir mal meine Songs anhören, das stehts genau genau drin! Die Ron Party gestern musste genau so weit gut gehen wie mir jetzt schlecht ist. Alle sindse mir wohlgesonnen und Tobi muss jetzt wahrscheinlich leider etwas aufpassen, nicht zu oft die "Schwuchtel" zu erwähnen, weil er nun durch Ronald und mich genauer weiß, wohin meine Liebe läuft. Is ja immer auch bisschen interessant, was so an einem Abend an Infos zusammenkommt. So wie Wolfgang mich als jemanden sieht, der irgendwo in der Luft hängt und "Alles" ist. Nicht komplett schwul oder cool oder traurig oder irgendwas. Immer was losgelöstes. Wie Recht er hat. Oder wie Tobi immer noch dachte, daß damit ja noch nicht alles genau festgelegt ist bei mir. Hab ich wahrscheinlich genau so gehandhabt. Das ist gefährlich. Und Ronald drängelt! Und ich gestehe mir mal wieder ein, es erneut zu versuchen. Wohlan denn: anders:leben

Koma, Krampf und Kesjo Peia

Wenn schon so dermaßen an die Wand gefahren, dann wenigstens konsequent zu Ende. Heute Ron Party. Die letzte, wie ich mir vornehme. Es gibt keinen anderen Weg mehr. Weil absolute Voraussetzung. Der Gärtner kommt ab heute abend ins Spiel. Umlage / Ausweichdroge? Wer jetzt die Beine in die Hand nimmt, der kann nicht mehr. 125 Tage bis Silvester.

Tønder-Tod, Leslie + Constanze

Tønder halbschweren Herzens ziehen lassen. Was wars? Vielleicht tröste ich mich mit diesen Angaben. Aber es stimmt doch, oder? Habs in diesem Sommer gemerkt: 'Dänemark, oh Dänemark, Dein Land, Deine Vorstellung von Leben und Ideal': Schöne Idee, aber es stimmt nicht ganz. Zum Hinfahren und an weiten Stränden allein meinen Gedanken nachhängen ist es gut. Aber nicht genug. Für mich. Es muss weiter werden. Traumland Dänemark wird so auf die Dauer nicht funktionieren. Auch nicht Kopenhagen oder sonstwo mit der vagen Vorstellung, wie es sein könnte. Besser ist es, wenn es wirklich ist. Doofer Spruch, aber ich kann es grad nicht anders ausdrücken. Leslie, Constanze und das Facebook Dilemma. Siehe Constanze und jetzt Leslie erneut: Ich gefalle mir in meiner Rolle als angehimmelter Mensch, ich geniesse das und brauche das wahrscheinlich, damit ich mich besser und anerkannt fühle. Wird natürlich grenzwertig dabei, wenn das Spiel zu weit getrieben wird und ich die Grenze zum Problematischen nicht erkenne; wenn andere verletzt werden. Ist gefährlich. Bei Constanze entstand es im Facebook bzw. der Wille Känina Show (sie kennt Nis und Suse), hat mich im PT gesehen, in Facebook wiederentdeckt und dann ging es los- das Werben und Lieben. Und ich war so unsicher und hatte zum Glück Jana (und Dorschi), die mir sagten, ich müsse reinen Wein einschenken, weil es sonst für beide Seiten sehr unschön werden kann. Dann hab ich Constanze geschrieben, dass ich schwul bin. Laaange Sendepause. Das bedeutet bei Constanze etwa knapp 2 Stunden :-) Schliesslich hat sie sich und das Konstrukt gefasst und deutlich gemacht, dass die Reduzierung auf sexuelle Vorlieben doch nicht wichtig sei. Wie wir (Jana und ich) dann festgestellt haben: Es wir ihr nichts ausmachen und sie mich trotzdem weiterlieben und verfolgen wird (liebevoll gemeint). "Stalker für Anfänger" (Nis hat sehr gelacht). Dann gabs nach Massen von Emo-Mails mal meine etwas harsche Antwort und seitdem (Ende August) ist sie für mich leichter geworden. So gehts gut! Jetzt mag ich sie. Und dann kam die Oskar Einschulung direkt nach Dänemark und Kupplung kaputt. Ich sah wahrscheinlich auch unglaublich gut aus: Drei-Tage-Bart (real also etwa 7 Tage), rotes Hemd, weiße Leinenhose und unglaublich sonnengebräunt mit meergeblondeten Haaren. Hab mir ja selbst gefallen. Und mache eine JESKOMini-Show für Oskar, spiele mit den mir üblich wie Kletten an den Beinen hängenden Kindern, Quatsch machen und zelebriere mit Oskar einen finalen Drink aus enorm vielem Zuckerwasser mit Restwürstchen und merkwürdigen Zutaten. Naja, sowas.  Das hatte sich Leslie (die ich überhaupt nicht registriert habe; war sie eigentlich da?) wohl gemerkt. Und nach JESKOMclub auf den Höfen, die Leslie leider verpasst hat, saßen wir im BN bei etwas Bier und ich ließ mich mitreißen, noch zu Gudrum & Tobi zu gehen, paar Bilder und Video angucken. Da saßen wir auf dem Balkon und stellten fest, dass Leslies Oma aus Dänemark kommt. Eigentlich nur ein bisschen Plauderei. Dann bin ich gegangen. Nunja, und dann kam Facebook-Kommunikation zwischen ihr und mir. Erst hab ich sie nicht verstanden- war etwas provokativ, dann merkte ich, welche Art der Kommunikation sie mag und spürte schon, dass sich da was bei ihr einnisten könnte. Und ich habs erstmal laufen lassen. Wie erwähnt: siehe Constanze. Nur hier nicht so umwogen von Wellen der allgemeinen Schönheit- hier eher schroff und cool. Aber der Weg war der selbe. Bin dann kurz vor Abwahl von Tønder am Donnerstag zu Ronald, ihm sein Geschenk bringen. Und hab dann ihm und Christina erzählt, dass da irgendwas komisch wird. Und habs dann dem Ronald geschrieben, was da in FB ablief. (Siehe ganz unten).  Und schon wieder hat er so genial geantwortet. Und wie! Ich glaube, er kennt mich ziemlich gut und hat irgendwie immer wieder den richtigen Draht, es mir beizubringen. Und wo ich schonmal dabei bin: In Ahrenshoop (21.08.) hab ich Jana und Dorschi gesagt: Ein Freund für mich; das wäre so einer mit dem Verstand, Anspruch und Realitätssinn wie Ronald gepaart mit dem (nicht nur) Aussehen von Zwiebel und einer feinen Prise Unsinn und Verrücktheit in Kopf und Bauch. Nunja, will mal nicht abschweifen: Die Constanze Kommunikation hab ich leider nicht mehr parat (wäre auch enormst zuviel) aber das Leslie-Kabinett. Und hier ist es - in voller Länge. Beginnt mit der eigentlich hier wirklich guten und wichtigen Aussage von Ronald. Danach der ganze Hintergrund von all dem. Gute Nacht. ---------------------------------------- Ronald Mail (27.08.2010) alter.....ich habe mir eure wortverdrehereien tatsächlich bis zum schluß durchgelesen und habe als halbwegs gebildeter mitteleuropäer wahrscheinlich mindestens die hälfte verstanden.außerdem hatte ich schon immer ein faible für´s surreale und dadaismus.abstraktionsebenen eben... ABER: lieber jesko, ich möchte dir wirklich nicht zu nahe treten,die sache ist ganz einfach-bekenn dich mit KLAREN worten zu deiner homosexualität und du wirst ab sofort ein ruhigeres leben haben. ich weiß ja nicht, was bei oskars party schon verbal lief, aber so wie ich das sehe sind hier zwei seelenverwandte mit sprachakrobatik dabei sich gegenseitig den hof zu fegen.der unterschied ist nur, dass die eine das so sieht und der andere von anfang an anders- es zwar sagt, aber interpretationsspielraum lässt in den die andere nur all zu gerne vorstößt. so entsteht eine erwartungshaltung, die du mal wieder nicht erfüllen kannst und schon haben wir den salatmisery. die gute frau ist sowas von verknallt in dich und sowas von hin und her gerissen weil sie natürlich spürt was für ein wahnsinn hier abgeht. und in dem moment, wo das surreale vom realen abgelöst wird bricht alles in tränen aus und du weißt warum. das ist hart ,ich weiß. aber nimm endlich deinen mut und dein herz und versteck dich nicht hinter deiner genialität. bekenne dich mit klaren worten zu dir selbst.facebook:ich bin schwul!!! was meinst du,was passiert? nichts.außer, das du einen deiner emotionsknoten ,von denen viele in deiner brust schlummern, gelöst hast und dir in zukunft menschen wie leslie oder constanze ohne erwartungen ihr herz oder was auch immer ausschütten. so,ich bin vierzig und weiß was ich sage.wie lange noch bis silvester????
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Mail an Ronald (27.08.2010)
Ihr lieben Beiden. Vielleicht sollte ich sowas hier ja nicht machen, aber ich bin völlig unklar und konfus, was dieses Konstrukt einer für mich sehr merkwürdigen Facebook-Kommunikation hier betrifft. Bin immer bemüht, mit den Menschen zu reden und auch Dinge klar zu stellen und bitte bitte niemanden zu verletzen oder was an- /weh zu tun- aber das hier begreife ich wirklich absolut nicht. Vielleicht habt ihr in einer Mußestunde Gelegenheit, das hier zu lesen. Ich muss das einfach mal loswerden und wohl auch erstmal noch in Ruhe lesen. Könnte vielleicht eine 'Misery'-Story werden. Me - in little trouble jesko
Leslie Sagebiel 17. August um 23:01 Melden Hallo an den eingebildeten Dänen ohne echte dänische Gene:)!!! Tritt dem Vati (Tobi) mal bitte auf die Füße, weil ich brauch dich auch im Auto. Wegen der Axt:) Danke, Grüße, gute Reise...
Jesko Döring 18. August um 00:07 Olroid. Okay. Liebe Leslie: Ich trete dem Vati auf die Füße, dass er's sogleich erledigt und dir die Axt schickt. Die erspart vielleicht den Zimmermann ...
Leslie Sagebiel 18. August um 16:04 Melden Zunächst: Danke, wie ich höre hat der Vati die Lage voll im Griff und bereits alles erledigt:) Dann: Hm... Lieber Jesko: bin unentschieden, ob es sich um Unüberlegtheit oder bodenlose Frechheit des eingebildeten Dänen handelt. "Die Axt im Haus erspart den Zimmermann" heißt doch soviel wie "Machs dir selbst"!? Wie verhält es sich mit der Axt im AUto:)
Jesko Döring 18. August um 21:11 Ich werd verrückt, das ist ja Kommunikation wie auf Betageuze IV oder V. Die Axt hat doch hier garnix damit zu tun- und es selber machen wäre garnicht möglich. Was die im Auto machen soll, sei dahingehackt. Aber bleiben wir bei Bodenloser Frechheit- das trifft Dänen auf den Punkt :-)
Leslie Sagebiel 19. August um 00:56 Melden SCHÖN frech! Komme aber gerade von echt bösen Menschen, so dass ich bei dieser Art von eingebildeten Frechheiten gerade gar nicht mehr hinterherkomme. (Vielleicht ne Aufgabe für die Axt...) Vorerst also eine friedliche Gute Nacht:)
Leslie Sagebiel 19. August um 17:18 Melden :) Fertig gemarvined. Bin wieder bei mich bei UND mir war doch selbst zu nachtschlafener Zeit so, als hättest Du da ein ei gegen ein a (aber ein kleines) eingetauscht. Du musst wissen- ich bin nämlich blitzgescheit und total superbelesen. Quasi mehr ein Superbesen als eine Axt. Aber das war natürlich eh klar.
Jesko Döring 19. August um 19:43 Ein "ei" gegen ein kleines "a". Soso. Dann suche ich mal das multiversale Internet ab, um zu finden, was das bedeuten könnte. Rückschliessend auf deine besessene Belesenheit deucht mich, es hat was mit Betageuze zu tun, aber wo ist das Ei? Alles andere ist selbstredend klar, was Besen und Blitze betrifft ebenso. Den Marvin kriegen wir auch noch lustig. Das Wetter spielt mit !
Leslie Sagebiel 20. August um 16:20 Melden Is zwar wohl mehr (wie ich belustigt und belesen lese- das Besessen verbitte ich mir-das fällt in die Kategorie bodenlose Frechheit) für den Äther oder den Po ABER: Zunächst: war es nur ein kleines zwar sinnstiftendes ei, lieber Justus Jonas, aber so wichtig ist es gar nicht, man versteht sich ja trotzdem. Zweitens dann lieber Herr Kachelmann: wwwwwwatt???
Jesko Döring 22. August um 20:25 Ich kaufe kein A, will dafür aber auch nicht sehen. Verstehe mich weiterhin freiwillig prima mit dir und sehe zu, dass ich Land gewinne. Dänenland.
Leslie Sagebiel 22. August um 20:56 Melden Gute Güte- ich verstehe kein Wort! Das ist schade. Wieso freiwillig? War das die Frage? Ich fordere einen Babelfisch! Hab Hirnjucken:)
Leslie Sagebiel 22. August um 21:07 Melden Und - nicht das wir zusammen wohnen würden Schatz- aber wo bist / warst Du denn eigentlich:) Ich dachte schon in Gähnemark. Grundsätzlich verstehe ich mich nebenbei bemerkt auch prima mit dir, auch gern freiwillig weiterhin. Aber welchen Akt in der Axt hab ich verpasst? An meinem Verstand kanns nicht liegen (grundsätzlich) aber vielleicht hab ichs verschlafen. Also bitte, bitte nochmal auf Deutsch. Ich freu mich im Übrigen immer sehr.
Leslie Sagebiel 22. August um 21:47 Melden Mensch Jesko, du doof. Das beschäftigt mich jetzt sehr. Hoffe Du hast bloß geraucht oder so. Will dir nie nich auf die Füße getreten sein, von wegen weiterhin freiwillig prima. Will nich überinterpretieren und brauche deshalb echt ein AHHH, wenns freiwillig möglich ist. (Mag kein Hä?!...:)
Jesko Döring 23. August um 00:06 Die Weise der Schreibe, die Eventualität des Schwerverstandes, die möglicherweise undeutliche Interpretationen machen mir zwar nicht zu schaffen, es aber manchmal hervorragend schwer, das Konstrukt des hier Gemeinten zu verstehen. Der Babelfisch ist die perfekte Lösung. Nix geraucht. Wörglich. Dänemark ist vorüber, die Ostsee hatte mich bis eben und Danemark hat mich ab Donnerstag wieder. Wenn man reinkommt, links: Zum Tønder Festival. Keine Äxte, keine Akte. Gute Texte, gute Takte. Nicht verstanden hab ich eigentlich nur die Story mit dem Eintausch des "ei" gegen ein kleines "a". Aber ich arbeite dran.
Leslie Sagebiel 23. August um 00:10 Melden Hm.
Jesko Döring 23. August um 00:15 Besser? Oder nicht? Du musst mir das erklären. Oder wir starten den Befehl: @reset
Leslie Sagebiel 23. August um 14:18 Melden :) Ungefähr genauso: Arbeite noch am AHA. Dort angekommen wär`s ohne weitere Befehle von hinten wie von vorne (und da waren wir doch schonmal). Kreisrund gewissermaßen und nicht mehr so schön eierig. Macht das Sinn? Meine (Eier) beziehe ich übrigens vom örtlichen Bauernhof aber die sind groß und haben nichts damit zu tun. Den Rest der Eierei entwirren wir noch.
Jesko Döring 23. August um 22:32 Ganz genau. Abgepellt, die Schale fort oder ins Blumenwasser und dann haben wir die inneren Worte, Werte, au Warte. Von dieser Warte aus wird es eine gute Aussicht sein. Ganz sicher.
Leslie Sagebiel 23. August um 22:50 Melden Blumenwasser!!! Das zarte Pflänzchen.... pflegen sozusagen- wie der Vati zu sagen pflegt:) Mehr gibts nicht vorerst. bin weinvernebelt und die Worte wollen hier jetzt besonders gut bedacht sein scheint mir... Drück nich auf U!
Jesko Döring 23. August um 23:06 u. hmmm, nix passiert. uuu. UuUu. UUUU. War das die Aufforderung, das U-niversum zu löschen? Schade, hätte klappen können.
Leslie Sagebiel 24. August um 15:39 Melden Denke grad noch fröhlich 7, 8, 9... U nd dann? Ab in dern Keller.Das muss doch irgendwie gehen: Drück nich, nich, nich auf U! Ganz einfach eigentlich. Vom Universum und dem ganzen saublöden Rest versteh ich nix. Aber ich glaub ich mag es überhaupt gar nicht leiden dein blödes Universum. Warum drückst du s so gern? Obwohl ein nich davorsteht, also vor dem U. Warum willich dass du es löschst und warum weiß ich nix davon. Ich willich nich dass du was löschst hoffich, glaubich, weißnich wovon du da tastelst und tappe plötzlich wieder total im Dunkeln. Wieso ist es schade, dass es nicht geklappt hat es zu löschen, wenn ich es doch unterstelltermaßen wollte? Was ich ohne weitere Erklärung deinerseits entschieden zurückweise (aus Prinzip eigentlich ganz entschieden, weil Unterstellungen so furchtbar festlegen dass man einen dicken Kloß im Bauch bekommt). Hilfe lieber Babelfisch...Schnell, wenns freiwillig möglich. Mist jetzt kommt der Wasserzählerwechselmann. Wir zwei sind hier nämlich noch nich fertig miteinander:) und du sollst aufhören Tiergeräusche zu immitieren, wenn auch das freiwillig möglich ist.
Jesko Döring 24. August um 16:07 Das Universum wurde gestern Abend tatsächlich gelöscht. Auch wenn ich's nicht hätte sollen oder dürfen. Aber du weisst: wo ein "tu's nicht" drauf steht, muss natürlich getan werden. Wir haben das hier fotografisch festgehalten.(Foto) Einzig ein Wasserzählerwechselmann soll überlebt haben. Alle anderen haben nur überlegt. Doch auch dafür wars zu spät. Na bitte.
Leslie Sagebiel 24. August um 16:57 Melden Als wennich nix anderes zu tun hätte als ständig rumzuüberlegen. Bin ja froh, dassich nich och noch den Wasserzählerwechselmann sondern bloß dat janze Universum aufm Gewissen hab! UND: Manno! Mag ich denn jetzt das Foto angucken oder nicht? Herrgott ich bin ja völlig fremdbestimmt. Kopfklops!
Leslie Sagebiel 24. August um 17:03 Melden Ach und eins noch: ich will nich dass du schreibst ich wüsste. Das kannst du gar nicht wissen und wennich was wüsste würde ich nich so dämlich fragen und um Hilfe bitten und keine kriegen und mich aufregen. Ich geh den Hof fegen!
Jesko Döring 24. August um 17:07 Ich weiß aber leider, daß du weißt, daß ich weiß, was wir beide nicht wissen, worum es sich bei all dem handelt. Aber ich denke, ein sauberer Hof ist da echt ne Menge wert. Und "dämlich fragen" kann jedem ja mal pasieren. Aber was bliebe denn noch zu helfen? Ist uns, dir oder mir überhaupt noch zu helfen?
Leslie Sagebiel 24. August um 18:56 Melden Tschullljnunnnnng! Gibt wenig Schöneres zu tun! Aufm Hof wächst nun kein Gras mehr. Der Hexenbesen hat zunächst ohne Sinn und Verstand gewütet wie die Axt im Wald, dann dabei gelacht und ist uns, dir oder mir überhaupt noch zu helfen? Wie schön!
Jesko Döring 25. August um 00:00 Alles sauber. Deutsch gut! Aus schönen Engeln mit abgehackten Flügeln werden Hexen auf Besen mit Äxten. Wo Leslie wirkt, wächst kein Gras mehr? Und damit beginnt die Angst. Aber wovor?
Leslie Sagebiel 25. August um 05:32 Melden Keine Angst. Keine große zumindest aber "Schlaflos in Beteigeuze". Schön, dass Du irgendwie auch da bist. Das wovor nehmen wir uns schon noch vor wenns freiwillig möglich ist.
Leslie Sagebiel 25. August um 13:25 Melden Inhaltlich stehe ich voll hinter halb sechs- aber den Verweis auf die amerikanische Schnulze wolltich gern zurücknehmen:)
Jesko Döring 25. August um 14:25 Seattlen wir eben die Hühner und reiten nach Texas.
Leslie Sagebiel 25. August um 15:03 Melden Ja.
Leslie Sagebiel 25. August um 15:22 Melden Is jetz v ielleicht doof aber: Is das nich son Stadtteil von MD in den keine Bahn fährt? Um dem ganzen wilden Westen mal den bedeutsamen Schrecken zu nehmen. Der Ansatz war nämlich spitze. Ich merke, dassich mich in MD nich so gut auskenne wie ich könnte (das war jetzt der größte Zaunpfahl der hier auf die Schnelle herzuleiten war:) Alles zu seiner Zeit und wenn freiwillig möglich und du bist das Taktgenie, gibst ihn also deshalb gern vor. Ich halte ihn dann schon.
Jesko Döring 25. August um 15:52 Der Zaunpfahl gibt mir bereits gelöste Rätsel auf, aber du hast auf jeden Fall Recht, wenn nach Texas in MD keine Bahn fährt. Ein Taktgenie bin ich sicherlich, nur komm ich selbst gern aus demselben. Mir gegenüber. Da Genie & Wahnsinn gern einher gehen, wundert mich das nicht weiter und würde dir dennoch vorschlagen, unser Texas nicht unbedingt kennenlernen zu wollen. Is' nich' schön. Gibt Besseres. Helmstedt?
Leslie Sagebiel 25. August um 16:33 Melden Helmstedt is ganz ganz blöd und da wohn ich ja auch gar nicht. Ich wohne in Lehre. Hier is nix und hier geht es auch gar nicht. Du bist ja morgen weg, stimmt´s? Ich bin nämlich morgen nach der Schule mit Gudrun verabredet- aber da bist du ja nicht mehr da. Heute musst du bestimmt vorschlafen oder bist bald weg oder wie das bei dir so is was weiß ich denn bloß davon?!:) Ich hätte sonst nämlich morgen Spätdienst und könnte Katrin oder Gudrun fragen, ob ich bei einer von ihnen schlafen kann und wir könnten uns kurz zumindest auf ein Weinchen geredet haben. Den bring ich mit. Das wär einerseits schön. Finde das Ganze aber so furchtbar aufregend und anstrengend, dass ich auch nicht böse um nach deinem wwwwwwweg wäre. Schön aufregend, aber ich sterbe gleich weg vor Schreck. Allerdings wird es besser, wenn wirs aufschieben? Was meinst Du zu der erneuten Eierei. Ach was, ich würd dich gern sehen. Wann auch immer Du das magst und wenn Du mich müde und kaputtgetextet erträgst auch gern noch heute:)
Leslie Sagebiel 25. August um 16:44 Melden Also. Ich bin nachher bei de Katrin bei, wenn du Zeit hast sehn wir uns. Bumm.
Leslie Sagebiel 25. August um 16:47 Melden Ach so, wenn Du magst: 0171 7926033 kannst och spontan smsn. Ich bin nich böse wenn nich. Nur wenns freiwillig möglich! (Aber ich muss Sport absagen:)
Jesko Döring 25. August um 17:42 / Lebensretter Ich bin so hilf- wie planlos, sitze hier schwer am Grübeln über eine wunderbare Grafik, die morgen mein Lieblingsproduzent / Lebensretter zu seinem 40. Geburtstag bekommen soll. Und das wird er. Also sie bekommen. Und 40 eben auch. Macht ja nix, nur dass dieses 80 x 30 cm tolle Teil allerfrühst in die Druckerei kommt, damit er es morgen hat. Das heisst jetzt: ich tüftele hier bestimmt noch 2-3 Stunden rum und freue mich dann entweder oder lasse mich einkerkern für den Rest meines Lebens. Und das Wetter verspricht in Danmark, sich ordentlich zu übergeben und ich zweifle schon ein bisschen. Alles zuviel für mich heute, wie wenn die Männer viel vom schweren Wein getrunken haben und die Lotti sich dabei vergisst. Haben sie ja auch- aber nur einer und das ohne Lotti.
Jesko Döring 25. August um 17:43 aahsi: kann sein, dass ich in welchem aller Fälle und Ergebnissre auch immer das Bluenote aufsuchen werde, um einen Monitor gegen viel Rotwein einzutauschen.
Leslie Sagebiel 25. August um 18:11 Melden Lass uns nich kneifen. Ich hab Kopfweh und nichts gegessen. Mir wird auch alles zu viel. Fahre in ner dreiviertelstd erst los und dann erstmal zur katrin und dann trinken wir beide schonmal einen wein (katrin und ich) und dann müssen wir (also du und ich dann später) wenn das gesamte tagewerk vollbracht und es freiwillig möglich ist doch auch gar nix reden. Nimm dochn Zettel und n Stift mit:) oder wir machen rumsitzen und abhängen. Das wär schön und ich bin sicher- wir machen uns nix kaputt. Einfach nur so nebeneinander sitzen. Aber wenn wir kneifen wirds blöd irgendwie. Möchte dich gern allein sehen auf betageuze.
Leslie Sagebiel 25. August um 20:40 Melden So, bin bei de katrin bei. puls stabil. halbe flasche wein hammwa. könnte losgehen, wenns freiwillig möglich.
Jesko Döring 25. August um 23:41 Bin losgegangen. Also wenigstens ins BlueNote. Nach Betageuze ging kein Taxi mehr. Aber nach einer Stunde musste auch ich wieder ins Gefilde der dunklen Nacht. Und in die verschlaf ich mich jetzt.
Leslie Sagebiel 25. August um 23:43 Melden Das is saublöde
Leslie Sagebiel 25. August um 23:49 Melden Nix bist du. Ich bin losgefahren, da gewesen und das wars.
Jesko Döring 26. August um 15:51 Hä? Saublöde? Also ich war von 9 bis kurz vor 11 im Bluenote und hab geguckt, aber ausser Gudrun mit ihrer wahrscheinlich neuen Lehrerumgebung oben auf der Bühne hab ich niemanden weiter gesehen. Auch draussen nicht. Du darfst mir doch nicht sagen, was ich nicht gemacht hab, wenn ich's doch aber doch gemacht hab.
Leslie Sagebiel 26. August um 21:48 Melden Was bildest Du Dir eigentlich ein?! Dassich Dir auf ziemlich blauen Dunst durch die halbe Republik hinterherfahre, um Dir dann auf noch blaueren Dunst in die Blaue Note hinterherzulaufen? (und das wie ich finde "will dich sehn und schlaflos und..." ziemlich nackig gemacht) Nee Jesko, so jemanden brauchst Du erstens nicht mehr, davon hast Du genug Menschen auf Deiner leicht profilneurotischen Pinnwand, bedien dich in solchem einer Fälle bitte da auf schnelle, billige Weise. Zweitens wäre das mir nie freiwillig möglich. Ein netter Text, "Schön, ich gehe- komm doch hin." das hätte gewärmt und gereicht. Es sind im übrigen Taxen gefahren, ich hab ja auch eins gekriegt, hätte Dich auch mitgenommen oder aufgegabelt und wäre dann mit Dir überall hingefahren. Aber so nicht. Im Übrigen gibt es einen mortzmäßig riesengroßen Unterschied zwischen Wortakrobatik und Wortverdreherei. Auf diese (neuartige, heutige) Weltverdreherei falle ich auch leider nicht rein. Das war dolle böses Aua an mir! Ich möchte Dich gern wiederhaben. Aber nicht gegen mich. So auf keinen Fall! Unsortiertheiten, Nichtverstehen und den ganzen Wahnsinn klär ich gern mit Dir aber nicht gegen mich. Is Dir wirklich nicht klar, wie klein mich das gestern gemacht hätte? Pfui! Mag alle Beklopptheiten, Verrücktheiten, Oskar-Würstchensaft-Suppenkücherei liebe ich, Unsortiertheit, aus dem Takt gerate... Würde jeden Takt mitspielen, egal wie lange er spielt, wie schnell, wie langsam, was auch immer fürn Lied daraus wird... Vielleicht klingts schief. Halte ich für uns aus. Aber ich brauch nen Einsatz. Mich interessiert der Mensch, wollte mit Dir reisen und erwarte keine Ankunft im irgendwo. Einfach nur Jesko. So probiere ich es gern nochmal neu mit der Jeskofreundschaft. Freiwillig und nach Deinem Takt aber eben mit Takt und Anstand. Anders leider nicht. Ich weine und kann nicht mehr weiterschreiben. Aber es liest sich für Dich glaub ich recht klar.
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nach der Ronald Mail:
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Jesko Döring 27. August um 11:21 Liebe Leslie, da haben sich zwei Wortakrobaten ordentlich verstrickt und wie es aussieht, mit unschönem Ausgang. Das tut mir leid und es war wirklich nicht meine Absicht. Hab das ganze Konstrukt hier nochmal durchgelesen und erreiche jetzt erst begreifend das ganze Ausmaß dessen, was hier abgegangen ist. Is' nich' schön und ich sollte bei solcherlei Kommunikationen versuchen zu begreifen, ab welchem Zeitpunkt es notwendig ist, klarzustellen, dass ich schwul bin.
Natürlich wird gerne gespielt und Interpretationsspielraum gegeben, genommen, gelassen usw... in welchem gewisse Eitelkeiten sich so gerne sonnen. Aber wenns dann an die Substanz geht, wirds gefährlich. Und das wurde es hier.
Ich nehme dein Angebot mit der Jeskofreundschaft gerne auf und wir könnens ja nochmal probieren ...
Leslie Sagebiel 27. August um 12:08 Wie schön!!!!!! UND der Grundsatz war schon klar- wenn auch nicht so ganz und die Behandlung am Mittwoch Abend ging so gar nicht klar nicht. Mir. Dir auch? Unbedingt probieren. Jetzt gleich. :)
Jesko Döring 27. August um 12:31 Echt? Schön? Und der Grundsatz war klar? Ich frag jetzt immer vorsichtshalber nach;-) Weswelcher Grundsatz? Den Mittwoch hatte ich tatsächlich eher beiläufig aufgefasst. Och, die Leslie fährt zur Katrin oder so und vielleicht sehen wir uns ja nachher noch aufn Getränk. Aber alles vage, dachte nicht, dass sich jemand wegen mir auf Weltenreisen begibt. Bezahle den Sprit :-)
Leslie Sagebiel 27. August um 12:58 Dann probier ich halt erstmal alleine weiter: Sehr deutsch oben. Viel zu durchgegliedert und anständig schwul mit Absätzen:) Ich bin´s nämlich nicht, ertrage aber unanständige Absätze viel besser, trage sie auch ab und zu mal gerne. Eine komplizierte Welt und ein weites Feld das mit den Absätzen. Ich würde statt Ausgang aber freiwillig lieber den anderen Eingang nehmen. Es ging mir hierbei nicht vordergründig um Mann und Frau (auch wenn die Frau natürlich durchaus bemerkenswert ist-den Mann diskutieren wir möglicherwase einmal später, gäbe schon auch was zu bemerken...) sondern um Mensch und Mensch. (Ich gebe zu etwas erzieherisch-jelernt is jelernt, ich hasse es zwar und das ist vielleicht mein Widerspruch- und ärgerlicherweise ohne Verzicht auf festlegende Unterstellungen meinerseits) Wow, der Satz is so lang, dass ich ihn selbst gar nicht mehr verstehen kann- aber ich habe auch keine Lust ihn zu ändern. Aber große Lust ihn Dir zu schreiben, Lust auf Jesko (da darfst Du dich gern drin sonnen, gern auch völlig ungeniert, Du Taktgenie:). Im Übrigen habe ich das Konstrukt wissend mitgestrickt. Und das bei messerscharfem Superverstand! Geschenkt also. Stricke gerne, verstricke gerne, reise gerne... Die Sache war herrlich unklar, so viel ist klar. Wies ausgeht muss eigentlich dann keinem leid tun. Tasten wir uns also weiter heran. Im Gleichtakt. Da klingt nämlich ganz vieles ähnlich schön und doch ganz fremd, ach und und und bunt.
Leslie Sagebiel 27. August um 13:02 Schön so, hab vor lauter Schreiberei Deine nich gesehen. Jetzt dann doch. Alles gut. Muss jetzt Sprachtherapie machen gehen nach der Schreibtherapie. :) Bis bald. Du gut für mich. Du wichtig. Du Sonne.
Leslie Sagebiel 27. August um 13:05 Oh doch noch eins: An Deiner Auffassungsgabe zweifle ich nicht. Verstrickt und planlos aber sonst messerscharf unterwegs! Meine is aber och ganz gut. Trotzdem geschenkt:)
Jesko Döring 27. August um 15:27 In meinen Zeugnissen stand immer "... hat eine sehr gute Auffassungsgabe, die er aber oft nicht imstande ist, umzusetzen". Oder so ähnlich. Also bisschen doof. Naja. Absätze sollte ich mal versuchen, aber dann bin ich wohl bald 2 Meter. Für einen Überblick vielleicht mal ganz hilfreich. Erste Entscheidung gefällt: Dänemark sein lassen. Schade und richtig, gut so und Mistkram. Das Hadertum liegt in meinem Weltverständnis von Frieden, Miteinander, bisschen Liebe und dem Unterlassen von Aua-machen. Das ist aber jetzt ein bisschen zu weit geschrieben, als es deutlich wäre. Hab mich jedenfalls mit 50,0001 % entschieden, hierzubleiben und mich ein letztes Mal zu betrinken. Und dann muss ich mal wieder deutlicher ans Werk weil ich mir so nicht gefalle. Meine Auto-Pädagogik ist leider sehr im Eimer in den ich danach brechen werde.
Sprachtherapie? Will ich auch.

Saufen seit Kulturserver

Hab ich grad mal überlegt. Ich glaube, das fing spätestens damit an, dass ich beim Kulturserver gemerkt habe, dass alles etwas merkwürdig und hanebüchen ist. Muss ja schnell gegangen sein, wenn ich damals schon zu den Anfängen in Hannover im Bus vor der Tür ne Flasche LeBaron getötet habe, oder oben in der Wohnung zur Deckbar-Übung ebenso. Merkwürdiges Gleichnis: Hab die Schwulenbar gesucht und drinnen nicht gewusst, was ich hier soll. Ebenso beim schwulen Kino. Alles merkwürdig. Da gings wohl nochirgendwie, als dann aber dazukam, dass sich niemand für meine Arbeit interessierte, wars ja egal. Geld gabs genug und und wurde quasi freigelassen. Dass sowas nicht gut für mich ist, hab ich lange schon festgestellt. Dann kam 2und40 und Loo dazu. Nicht dass er für mich verantwortlich gewesen sein sollte, aber einen besseren Übungsleiter für noch mehr trinken gabs eigentlich nicht. Für ihn kein Problem, für mich sehr. Nun ist das alles vorbei, das PT wurde was Neues und ich blieb beim Alten. Was ist es? Unsicherheit? Angst? Wovor? Ich hab jetzt hier keine Worte zu verlieren, muss sehen, dass ich das erste Jever aufkriege. Und ich hab einen Plan: Wenn ich es nicht hinbekommen sollte, ab Montag über die Woche hinweg bis Freitag Nichts zu trinken, muss ich in den sauren Apfel beissen und es mir bis Weihnachten oder so ähnlich ganz entsagen. Schon wieder. Um danach wieder voll reinzuhauen? Wie lange soll das gut gehen? Ich hab keinen Plan glaubich.

ein entschiedenes Null

Es spitzt sich gerade zu: Fahre ich nach Tønder oder nicht? Meine Frist läuft in 2 Stunden ab, dann muss ich mich entschieden haben. Es ist unbarmherzig und sehr sehr schlimm seit 2 Tagen. Finde ich Gitte nicht oder ist sie nicht da, wirds noch ärger. Ich kann nicht allein! Kenne das von Poeton Nordhausen und selbst mit Mandy in Rudolstadt. Das hat wiederum vielleicht andere Gründe; im Moment wächst mir alles über den Kopf hinaus. Ohne mich. Man fährt doch zu einem Festival, um mit Leuten gemeinsam schöne Musik zu hören, wieder- und neu zu entdecken, schöne Zeit zu verbringen. Oder? Ich sehe davon gerade garnichts. Aber hab ne Pressekarte für all Areas. Viele Fotos machen ja? Weil ich das ja schon immer machen wollte ja? Super. Das ist alles nur Legitimierung gegenüber der Presseabteilung. Und in echt: allein spreche ich doch keinen an, habe keine Favoriten der ganz Folk-schaft und die Panik vor Regenwetter, Bus sitzen, zuviel Wein trinken, zurückfahren, Bus kaputt gehen ... alles geschobene Hiobs. Aber aus Erfahrung realistisch. Ich kann mir aber so ein Konstrukt so wunderschön vorstellen: Musik, freundliche Menschen, neue Leute kennenlernen, alles kommt zusammen und hat Spaß. Aber so ist es nicht! Nicht mit mir. Im Moment ist Ableben mit Cowboy stirbt angesagt. Rettet mich oder ich muss untergehen. Es ist so richtig schön zum Kotzen. Und Facebook-Leslie hat ein Riesenproblem mit mir, weil ich nicht aufmache, wenn sie mit gepacktem Leben vor meiner Tür steht. Da haben sich zweie aneinander vorbei verstanden. Arme Leslie. So, hab eben von Ronald eine genial Mail bekommen, das muss hier noch rein. Und ich- ich bleibe hier. Fertich!
alter.....ich habe mir eure wortverdrehereien tatsächlich bis zum schluß durchgelesen und habe als halbwegs gebildeter mitteleuropäer wahrscheinlich mindestens die hälfte verstanden.außerdem hatte ich schon immer ein faible für´s surreale und dadaismus.abstraktionsebenen eben...
ABER:
lieber jesko, ich möchte dir wirklich nicht zu nahe treten,die sache ist ganz einfach-bekenn dich mit KLAREN worten zu deiner homosexualität und du wirst ab sofort ein ruhigeres leben haben. ich weiß ja nicht, was bei oskars party schon verbal lief, aber so wie ich das sehe sind hier zwei seelenverwandte mit sprachakrobatik dabei sich gegenseitig den hof zu fegen.der unterschied ist nur, dass die eine das so sieht und der andere von anfang an anders- es zwar sagt, aber interpretationsspielraum lässt in den die andere nur all zu gerne vorstößt.
so entsteht eine erwartungshaltung, die du mal wieder nicht erfüllen kannst und schon haben wir den salatmisery.
die gute frau ist sowas von verknallt in dich und sowas von hin und her
gerissen weil sie natürlich spürt was für ein wahnsinn hier abgeht.
und in dem moment, wo das surreale vom realen abgelöst wird bricht alles in
tränen aus und du weißt warum.
das ist hart ,ich weiß.aber nimm endlich deinen mut und dein herz und
versteck dich nicht hinter deiner genialität.
bekenne dich mit klaren worten zu dir selbst.facebook:ich bin schwul!!!
was meinst du,was passiert? nichts.außer, das du einen deiner emotionsknoten
,von denen viele in deiner brust schlummern, gelöst hast und dir in zukunft
menschen wie leslie oder constanze ohne erwartungen ihr herz oder was auch
immer ausschütten.
so,ich bin vierzig und weiß was ich sage.wie lange noch bis silvester????

Sommer und verstimmte Geigen - ein Reisebericht Teil I

"Ich glaub, ich hab Sommer vergeigt" - so meine erste schnelle Gesamteinschätzung. Klingt nicht gut, ich weiß. Wars das mit der Idee, diesen Sommer nicht allein zu verbringen? Die Tage zu genießen und dabei Dinge zu tun, die ich schon immer einmal tun wollte? Also alles sowas, was nicht so recht geklappt hat? Mir kommt es so vor, als hätte ich ungemach die ganzen vielen Tage versoffen. Und wenn ich genau hinsehe, wars auch so. Hoch und Tief, Berg- und Talfahrten ohne Ende. Was war passiert? Hier ein Ausschnitt meines Sommers. Im gelobten Land: Am 26.07. gings noch nicht wegen der Kasperparty, am 27. fasste ich Mut und zog los. Der erste Campingplatz bei Rheinsberg war Wald, sehr ostdeutsch ;-) und ein sehr früher Morgen warf mich um halb 6 in den See. Durchgeschwommen, Sonnenaufgang. Wao, geht gut los. Dann am noch recht frühen Morgen nach einem See und etwas Schwimmen nebst auskunftfreudigen Ferienlagerkenner mein drittes und damit gesamt letztes Ferienlager in Flecken Zechlin wiedergefunden. Freude. Video. Und Klink- das große Superhotel eines meiner Jugendsommer. Weiter an irgendeinen etwas merkwürdigen Zeltplatz Nossentin am Fleesensee mit einem fünfschrötigen Platzwart und einem Platz direkt am See, der mich dann morgens doch nicht schwimmen lassen wollte, weils so oll war. Auch etwas regnerisch. Dafür einen Text am Vorabend geschrieben, an den ich noch nicht glaube. Aber Constanze "gefällt das" :-) Nächsten Tag in Malcho einen Abenteurzug gefunden und viele Fotos gemacht. Auch Anrüchige. Leicht im Dunst irgendeinen vorabrigen Weines. Danach DDR Museum. WILSON getroffen und verliebt mitgenommen. Kurz vorm Hafen Rostock eine Raststätte gefunden, die Fährentickets verkauft. Dachte ich, kanst ja mal fragen, in wieviel Tagen denn was frei wäre. Naja, es hiess: in 2 Stunden. Dann los und auf der Autobahn recht plötzlich das Punktfestival Force Attack aufm Feld gesehen. Abgebogen, hingefahren, mit C. telefoniert und mit Nis. C. war noch in Rostock und Nis konnte nicht nach Kopenhagen. Nach diesen Telefonaten gings mir plötzlich gut. Hafen. Wilson die Dampfer der großen Welt gezeigt. Losgefahren übers Meer, durch die Sonne. Handy aufladen, was sich später als nicht wahr herausstellte. Angekommen in DK. Merkwürdig unfreundliche Grenzwächterin: "Wo wollen Sie hin?" - "Weiß noch nicht, mal gucken" . "Wie lange bleiben Sie?" - "Du meine Güte, weiß ich auch nicht, bis ich keine Lust mehr hab?". Na egal. Richtung Kopenhagen. Dänische Straßen. 30 Km vor Kopenhagen versucht, rechts ans Meer zu kommen, wo ich bleiben kann. Keine Chance. Zu unsicher wegen Camping Verbudt und so. Dabei aber eine Ostsee vorgefunden, die superpastell und selig ruhig schöner nicht hätte sein können. Warum bin ich da nicht gleich reingesprungen? Dussel. Campinplatz gefunden, erstes Dänisch des Jahres ausprobiert. Cool! Es geht! Nochmal an die Ostsee, Wilson kannte das noch nicht. Fotos. Bus. Holländer links, Holländer rechts. Etwas unsicher wieder. Wein. Langes Denken über alles. Unkonkretes Schweifen. Wahrscheinlich zu lange. Nächster Morgen verregnet und oll. Nix mit Schwimmen in der pastellruhigen Ostsee. Kopenhagen. Parkplatz, Fahrrad raus, schwere Fototasche um und im Nieselregen los. Nich so schön. Wieder angekommen im Bus, war ich für eine Weile völlig konfus. Klar, der Wein, das Wetter, alles nich so richtig schön. Wusste nicht, wohin und warum mit mir. Spontan los. Hab mich verfahren, dann irgendwann den Campingplatz auf einer Festung gefunden. Ausgebucht. Den vorher anvisierten angefahren. Der Preiswerteste in DK! Und cool. Großer Platz, Klo und Duschen einfach und zweckdienlich ;-) Wieder los mipm Fahhrad, enormer Umweg um Kopenhagen bis Zentrum. Besseres Wetter. Alles nochmal angeguckt. Besser. Stengade 30 wahrscheinlich nicht richtig gefunden. Mit Rückenwind in nun plötzlich 10 Minuten zurück zum Platz. Mit den Hamburgern gesnakkt. Das war gut. Etwas Bier, Moods und Reden über Reisen, T3-VW-Bus, meine Musik, Hörbücher und alles sowas. Prima. Danach im Bus etwas Wein mal wieder. (Erwähne ich jetzt nicht mehr, weil: bleibt jetzt immer so; nur das Mengenwort variiert). Nächsten Tag nochmal Kopenhagen, schönes Wetter, schöne Fotos. Wilson in Christiania auf der Mauer mit seinem Namen. Kein Tivoli oder Museum. Schöne Menschen fotografiert. Und dann los. Albertlund suchen: Der Ort mit dem Stastgefängnis. Mit Egon Olsen. Was für eine Freude, das mal in echt zu sehen. Und es wurde noch besser. Fotoverbot- klar, ich hab mich langsam rangetastet- siehe Fotos / Videos. Und dann bin ich bis an das berühmte Tor gegangen, durch das Egon 12 mal rein- und wieder rausschritt. Was passierte? Das Tor ging auf und damit durfte ich diesen Gang auch mal machen. Ich versuchte dem Wärter zur erklären, dass das unsere Kultfilme in der DDR waren und ich das unbedingt sehen wollte. Ich denke, er hats verstanden. Nu darf ich ja keine Fotos machen ... und er sagte: "Natürlich nicht! Aber wenn du dich beeilst, ganz schnell eins machst und dann hier verschwindest, hab ich nichts gesehen ;-) Sonst kriegst du ein Zimmer hier!" Du meine Güte, man siehts auf einem Video- ich bin der glücklichste Mensch der Welt. Die Fahrt war schön und denkeviel. Aber wie immer nichts Konkretes. Laufen lassen. Schöne lange Brücke überm Øresund. Mit bestem Möwenschiss des Universums auf der Scheibe. Wilson hat sehr gelacht. Me too. Kurz vorm Festland macht das Wetter wieder schlechte Laune. Für mich. Und ich weiß nicht recht, wohin. Auf der letzten Insel kurz vorm Festland. Irgendwann Platz gefunden, Office zu, Nieselregen und das Meer weit hinter dem Abgrund. 500 Meter weiter anderer Platz: für 45 Euro und Wasserrutsche und so. Bus heisst in dieser Nacht Suite. Langweilig. Rumsitzen, nicht freuen, Gitarre spielen, duschen, aufgestauten Sex lieblos in der Dusche gelassen. Will nach Hause. Aha, und dann? Nächsten Tags aufs Festland. Während der Fahrt Traurigknödel im Bauch und an Ronald geglaubt und mir vergegenwärtigt, was ich denn nun gerne haben möchte. Ruhe, schöneres Wetter, Meer, langer Strand. Laufen, Denke mitlaufen lassen, rumliegen. auf schönem Platz. Dauerte nur wenige Stunden, bis nach Esbjerg genau so ein Ort kam. Wao. geht also. Rechts der Fjord, links das Meer mit langem, deutschen, aber relativ leeren Strand. Sonne. Fjord zum Schwimmen versucht. Bis zur Hüfte. Aber es war gut. Meer war auch gut. Erstes langes Loslaufen. Abends Gitarre und Wein. (ach so ... ja). Nächsten Tag vollständig verlaufen. Die Aufwachzeiten verschieben sich immer weiter nach hinten. Die erste Nacht zu Beginn der Reise gegen 5, dann halb8, um Neun und hier mittlerweile 11, halb 12. Hab mein Handy dort aufladen können- dänischer Strom hats vollbracht :-) und beschlossen, eine weitere Nacht dort zu bleiben. Nächsten Tag dann los Richtung Thisted. Alles so vertraut, als würde ich da schon lange wohnen. Gittes Vestergade auf Anhieb gefunden. Kaum Motor aus, steht Gitte neben mir. Wao. Und wieder eine Umstellung: Wohnung. Leute. Wusste nicht so recht, wohin mit mir und meinen Vorstellungen. Mit Jens, mit Johanna. Und dem dunkelsten Raum der ganzen Welt, in dem ich schlafen "wollte". Nichts zu machen. Bisschen müde aber endlich mal alkoholfrei losgefahren nach Norsø - einem schönen See (endlich wieder ne kleine Strecke schwimmen), dann nach  Bøgsted Rende und den ganzen Vormittag am und im Meer verbracht. Richtung Vorupør und zurück. Dabei den Pfannkuchensong skizziert und hinter den Dünen aufgeschrieben. Immerhin ist der Refrain fertig und ich weiss wie die Strophen klingen sollen. Es geht mir gut! Mit Gitte im Garten, danach inkl. Johanna durch die Stadt. Johanna ist ein bisschen reserviert. Aber nicht unfreundlich. Nächste Nacht ohne Jens und mit offener Tür. Besser. Viel besser geschlafen. Hey- nicht wegen Jens- der Mann ist okay! Neuer Tag, Bus wieder in Bøgsted Rende abgestellt und mit dem Fahrrad nach Klitmøller gefahren. So 10 km. Dort abgestellt und den Weg am Strand zum Bus zurückgekehrt. Wunderbar. Herrlich. Lange weite Wege und kein Mensch in der Näh'. Mich mit dem Meer angelegt. Alle 1000 Meter. Phantastisch. Sexuell ebenso. Mach ich mir manchmal bisschen Sorgen drum, aber es war absolut okay dort. Mit Bus zurück zum Fahrrad und "nach Hause". Mit Gitte durch den Wald und bis Klitmøller gefahren, um dort Meyke- Joachims Schwester zu treffen. Klönsnack am Meer mit Fisch und Pommes. Abends mit Gitte zum Limfjord mit bisschen Wein. Gitte überlegt, den Freitag "blau" zu machen. Und so laufen wir am Freitag durch Thisted-  Rådhuspladsen wird neu eröffnet (den ich im Jahr davor als Baustelle sah) und ich filme den Vater von Nis- den Honning-Mann für ein paar Grüße zu Sohn und Enkeln. Das war sehr sehr schön. So gegen Nachmittag fahre ich dann los. Nach Hause. Bin guter Dinge und so frei mich oberhalb von Rinkøbning nochmal für ein paar Stunden ans Meer zu werfen. Das Wetter ist einfach zu herrlich. Ein Mix aus Sonne und Wolken, genügend Wind und mir. Mit mir in Meer und Dünen eine schöne Abschluss haltende Zeit gehabt. Irgendwann dann los. In Harrislee bekommt man im "Dänenshop" nur Büchsen (Mokaii un Tuborg), wenn man Däne ist. Wegen des Pfands. Was solls, aufgesattelt, vollgetankt und homewards. Voll durchgefahren. Was auch gut war- denn an der Abfahrt der Tangente hier in MD musste ich nach 450 KM tatsächlich die Kupplung treten ... wollen. Ging nicht. Kaputt. Mit letzter Mühe direkt auf meinen Parkplatz geschafft und bin der Meinung, Mister "Hübscha" muss wie bei den Bluesbrothers jetzt in seine Einzelteile zerfallen. Irgendwie hat sich das alles gut gefügt: Bin ja wegen Oskars Einschulung am Freitag bach Hause gefahren. Somit hat alles gepasst: Kein kaputter Bus in DK- alles hat bis genau zum Schluss hingehauen. Und jetzt, wo ich das hier schreibe, merke ich, dass ich die letzten Tage eigentlich als die schönsten beschreibe. Also die, an denen ich mit anderen zusammen war und mit denen was gemeinsam tun konnte. DK war insgesamt die richtige Idee, ich rede noch Tage danach im Dialekt und freue mich, es getan zu haben. Obwohl ich ganz genau weiß: Das nächste Mal bitte nicht mehr allein! Das geht nicht. Wenns gemeinsam aber auch nicht gehen sollte, habe ich ein neues Problem. Und hier schreibe ich nun und muss überlegen, ob ich morgen oder Freitag nach Tønder fahre. Gitte und Jens sind da. Aber ich hab Bedenken: Wegen Wetter, allein aufm Campingplatz und der allgemeinen Frage, ob ich das alles wirklich will. Doch dies ist nicht die Geschichte von morgen. Es war die von DK- einem Teil meines Sommers, der noch nicht zu Ende beschrieben ist. Was ich auf meiner Reise zwischendurch aufgeschrieben hab in meinem schwarzen Büchlein von Mario, setze ich hier irgendwo in morgen oder so rein. Und was den Rest dieses meiner Meinung nach vergeigten Sommers betrifft, ebeno.

Archiv Danmark 02.08.

abends: Das hört einfach nicht auf, schön zu sein. Ein Sonnenuntergang, der den Brief an meinen Freund nicht besser häte unterzeichnen können. spät abends: Nimm mal ruhig das belächelte Flügelwort "zielorientiert" un bleib an EINEM Gedanken dran. Es ist schön, durchs Universum zu surfen und alle Gedanken und Ideen mal anzureißen. Aber es bringt dich nicht weiter zu dem Punkt, der die ganzen schönen angeteaserten Vorstellungen Realität werden lassen könnte. Immerhin "könnte" - aber ohne dies wird es garnichts Meinsten? Einen Versuch wert? Du musst keine Angst (mehr) haben. Es ist alles okay. Lass die Sonne nicht nur an deine liebe eitle Haut - du kannst auch innen etwas Farbe gebrauchen. Und die Töpfe dafür sind allesamt vorhanden. Mach sie bitte wieder auf. Das riecht nämlich so gut

Archiv Danmark 01.08. + Brief an meinen Freund

aus dem blackbook von mario. written in danmark inside da bus & lots whine (later):
Von einem, der auszog, nicht sterben zu können 01.08. / 14:00 Uhr Wie schnell sich sämtliche Ansichten über Leid, Pest und Tod schmollend in die Erde graben, wenn sich nur plötzlich kleine Umgebungsvariablen ändern. Jetzt scheint sie doch - die Sonne, jetzt hab ich doch einen Platz zwischen Havet og Fjord gefunden, sitze mit hellem Leinen in warmem Sand nach einem mindesten 1000-Kalorien-Kuchen und mir fällt nicht mehr ein, was gestern und heute vormittag so schwer wog, dass es zum Fürchten war. Allein die rechtskurve Richtung Baum funktioniert ja auch bloß nicht. Nichts ist vollständig, nichts hat Bestand. Und beides zusammen Immer. Dieser Zusatnd macht immer mehr labil und lässt damit auch die kleinen feinen Ideen, Spielereien, Austesten immer weiter ins zwecklose Egal verkümmern. Das Gestern fast vergessen, das Vorhin langweilig. Immer aber alles nurmit der Sichtweise im Traurigen.. Wenn sich zwei Finger breit über dem Bauchnabel etwas zusammenkrümmt und sich "Seele mit gräulicher Färbung" nennt. Dieses Halbdasein ist so konsequenzlos. Wenn ich es denn begreife, dass dieses Leben so fot so anstrengend, schwer und immer irgendwie eingeschränkt verläuft, warum dann nicht die richtige Entscheidung in die letzte Richtung treffen? Weil das Wissen um Sonne, einem Platz zwischen Havet og Fjord immer noch ausreicht, es nicht zu wagen. ich hoffe, dass ich mal nicht auf meinen Grabstein schreiben lassen muss: "Einmal was richtig und bis zum Ende gemacht. Glückwunsch!" Ich würde auch Physiospender werden. Guck ma: Mir fehlt kein Bein, kein Auge, hab weder Krebs, Zucker noch Aids (noch nicht), hab selbst meinen Rückem und damit meinen ganzen Körper aufgebaut. Und ich sehe auch noch gut aus :-). Ich bin kerngesund und könnte Alles machen. Wenn da nicht der ebenso labile Wächter über Antrieb, Anspruch, Motivation und Aussichten sein Unwesen kettenrasselnd treiben würde. Gestern im spontanen Suite-Bus des teuersten Campingplatzes der Welt hab ich mir vorgestellt, wie meine Liebe sein sollte. Immerhin. Ist garnicht so hoch angestezt - die Latte (höhö). Beschäftigt mich schon sehr. Und das ist gut. Denn zu 2t wäre diese Reise um Einiges schöner geworden. Statt dessen fängt es an zu regnen und der Wein wird einfach nicht alle, weils zuviel davon gibt. Heute vormittag wollte die STimmung sich nicht recht bessern, '... es wird regnen, 3 1/2 Wochen Hitze mit Arbeit gegen 1 Woche frei mit Regen. Schlimme Vorstellung. Werde meine Seele nicht baumeln lassen können, damitse mal 'n bisschen Farbe kriegt ...' SCHNIPPS macht es irgendwo (oder Wuhn oder 100.000 mal Plopp) und ich sitze hier und bin guter Dinge, weils also doch wieder geklappt hat. (Anm.d.R.:  und es noch besser werden sollte) ow to get a lover my way? Vielleicht mit ausgedehnteren Sichtweisen. Nun stehts geschrieben und ich muss erstmal nicht  traurig darüber sein, doch noch zu leben. Naja. 01.08. Abend Bin schonnn irgendwie so'n ewig Gestriger oder? Kann oft schwer loslassen von den "guten alten Zeiten", die natürlich so gut garnicht waren. Vielleicht hab ich ja auch nur wiedermal so'n Herleitungsknick in der optisch-emotionalen Wahrnehmung; aber wenn ich hier die deutschen Leute sehe, die oredentlich ihre Stühle in den Camper staplen, junge Pärchen sich umständlich für den Abendspaziergang vorbereiten (du Schahatz, ich glaub meine Binde ist verrutscht) und alles so grillmodern westdeutsch abläuft, ist das sicher ziemlich überheblich von mir, es so zu sehen, aber da kommt es ja zustande, dieses Erinnerungshoch, wie wir mit nacktem Hintern und nüscht weiter die Nacht mit Bier im Sand verbracht haben oder so. Echt langer Satz übrigens. Alles überhaut nicht so dramatisch, aber ich will nicht bequem werden. Ich warte ja immer noch auf etwas, das ich vorhabe. Mit 40 auf dem Stand von 25. Nur vertrage ich nicht mehr soviel Schnaps. Naja again. Wie geht das bloß, daß so schnell alles schon wieder soviel besser ist als heute vormittag? Wars das bisschen Sonne? Das Meer auf der richtigen Seite? Die geilen Eier in der Pfanne auf Brot und einer selbstangemahnten Tomate? Das eben eröffnete Tuborg? Die Gitte SMS's? Ich will mal an meinen Freund schreiben. Ja. 01.08. später Abend Mein lieber Freund. Wir kennen uns zwar noch nicht, aber wir sind uns ganz bestimmt schon oft begegnet, Am Schönstein und Einfachsten läuft man ja gerne geflissentlich vorbei. ich hab lange überlegt, ob Gleich & Gleich sich gern gesellen oder ob's die Unterschiede sind, die einander anziehen. Da ich mit dir und uns selbst aber lieber auszoehen möchte, nehme ich mir die sprüchetaugliche Varainate 1 und beschreibe dich also als einen auch bisschen hippen Typen mit flippigen Ideen und ausgesprochen freundlichem Hang zur Kreativität. Als jemanden, den ich nicht mitnehmen muss und der mich im Gegensatz dazu eher anspornt und aufmuntert als mir meine Unzulänglichkeiten aufzuzeigen. Die kenne ich ja fast alle schon. Und mit denoch gutem Sinn für Realität, Schönheit, Witz und Würde du mit mir auf so einer Welle schwimmst, auf der ich mit dir die ganze Welt umsegeln oder untergehen kann. und beide MAle weiß, dass es gut ist. Zu unkonkret? Neee, glaub nicht. Das kleine Quäntchen Mut daß uns beide bisher daran gehindert hat, uns kennenzulernen, müssen wir beide noch aufbringen. Und dann und damit wäre ich der Letzte, der einem richtigen Freund nicht all seine Liebe zu Füßen werfen kann. Und hoffentlich auch der Einzige. Schlaf gut. Wir haben Großes vor.

Fernangst.leichter.

Nachtrag: Gitte hat eben geantwortet. Sie ist da und wartet und freut sich auf mich. Der ganze Tag war wie ein Griff ins Klo und ich bin sehr verunsichert. Jetzt hab ich mir was angetrunken und bin etwas zuversichtlicher, was das Losfahren betrifft.  Mit Const. auf Facebook ne Weile geschnattert und mich beschleicht weiterhin so insgesamt das Gefühl, das hier gewaltig was schief läuft. Nicht wegen Const. - ALLES ist richtig seltsam und uncool. Bis ich wieder den Moment spüre, bei dem ich der Meinung bin, es fetzt schon- das Leben. Ich bin nicht klar im Kopf, ich bin unaufgeräumt, dreckig und verzagt-verzweifelt. Naja, und angetrunken. Also dann: zusammenpacken und los. Werd' ja sehen was passiert. Hab eine vage Hoffnung, mich ein bisschen leichter machen zu können. Und heile wiederzukommen. Das muss jetzt reichen. Sterben kann ich immer noch.

Fernangstweh.

Letzter Vorhang PT, sehr schöne Nacht, die bis zum Morgengrauen andauerte.So macht es richtig Spaß. Die Gespräche sind größer, kurz angebundene Hemmschuhe ausgezogen und es wird gelacht ohne Ende. Annäherungen. Intensiveres Kennenlernen. Allerdings gibts den Preis dafür. Und der heisst: Gerade so nach Hause gekommen. Tausend Promille. Was wiederum dazu führt, dass ich schon wieder nicht loskomme. Und das hat erneut einen Hintergrund: Erfahrungen aus den den Jahrtausenden sagen mir, dass es zwar schon cool ist, wenn Sonne scheint und Meer winken, wenn Ruhe kommt und so ... aber so ganz allein ist es ja doch nicht so schön. Und Anschluss muss erstmal gefunden werden mit meinem so wenig Mut dazu. Eigentlich war Stationshopping gedacht: Mit Suse Mac Pomm, in Ahrenshoop mit Ja+Do, in Rostock mipm C. aufm Punkfestival, in Kopenhagen vielleicht Nis treffen und oben dann de Gitte. So. Jetzt hat die Suse Termine, Dorschi gebrochene Finger, in Rostocks wird arg regnen, Nis hat keine Zeit und bestimmt wird Gitte auf Betageuze 5 verweilen. Sowas jedenfalls. Hab auch die Vorstellung, dass ich abends wieder im Bus mit Gitarre und Rotwein rumsitze, was ein paar mal ja fetzt, aber nicht permament. So, wie weiter? Bin auch voll abgeschossen und schaffe gerade mal unglaubliche Fotosessions mit sexuellem Ausgang, der beinahe ins Zwanghafte führt. Fertig werden, einmal noch, erledigen, dann ist alles nicht mehr so schlimm. Was fürn blödes Zeug. Muss jetzt alle Klamotten zusammenraufen, stoppen saufen und egal ob Regen, Sonne, Universumswind und Panikorchester im Kopf einfach mal losfahren, damit ich zur Ruhe komme. Mannomann. Genau. Darum gehts auch!

Brief.

Facebook
Constanze Krüger 19. Juli um 18:06 Mein lieber Jesko, was nich fetzt ist die Wirklichkeit und das auch , was sich nach Sprüchen anhört..... Was ich sage über mich,ist die Wahrheit and no fishing for compliment. Es ist gut und besser für mich, meine guten Aussichten im guten und glücklichen Augenblick zu sehen und vor allem mit dem Blick auf mich selbst ein bißchen Erbarmen zu üben mit mir, die ich bin ....
Ich komme mit Dir mit in jedem glücklichen Moment und doch: Mit mir kommt meine Geschichte und der fehlt es gewaltig an Verspieltheit. Du mußt einfach wissen, dass ich eine sehr lange und alternierend glückliche Beziehung gelebt habe, eine, die ich am 14.07. 1999 im Anblick des Entsetzens beendet habe. Der Mann , der mich also , buchstäblich bis zum Wahnsinn geliebt hat und den ich zumindest gern hatte, hat an jenem Tag meine Wohnung kurz und klein gehauen und sich selbst samt Auto angezündet.Meine Schuld wars nicht Aber: ES HATTE MIT MIR ZU TUN, mit der nämlich, die ich bin.Ich hab ihn wieder gesund gepflegt und dann verlassen (das aber vorher gesagt), weil ich endlich begriffen hatte, dass Liebe nur gut ist, wenn sie Hoffnung und Leben macht, nicht wenn sie Tod und Verzweiflung bringt.Schlechte Aussichten für mich, you see, zumindest im allgemein gültigen und lebensüblichen Sinn, aber gute Aussichten für mich, was den schönen, den lieben und guten Augenblick betrifft. Und ich bin lieber, guter ,treuer Freund für jeden, der das haben will und braucht und den ich natürlich auch lieb haben kann. NUR HABEN KANN MICH KEINER, jedenfalls so nicht mehr. Schon möglich, dass ich mich irgendwo mal so zu Hause fühle, das ich bleibe. Aber das ist nicht die öffentlich rechtliche Aussicht, die Du gewiss noch hast. Das unterscheidet uns, doch schlimm find ich das nicht. Aber fetzt tatsächlich nicht für mich und ich hab mir jetzt mal den Tag versaut,doch nachhher wirds mir leichter sein. Du solltest das wissen, denn manchmal machst Dus mir gerade dann schwer, wenn Dus mir leichter machen willst. War schwer jetzt , aber nötig. Du bist übrigens der einzige Mensch, der mich aussichtslos bei sich sein läßt aus gutem Grund und doch ist es das, was mir am meisten guttut und was mich auch mit mir selbst versöhnt :-)
Constanze Krüger 19. Juli um 20:47 Also nicht der Mangel an Menschen, nicht der an Gelegenheiten , sondern einfach nur der Umstand, dass ICHS NICHT KANN (also durchaus nicht jeder kann: habs wirklich lang probiert... ), macht meinen Verdacht, dass ich nach nirgendwo gehöre. Aber Du, Du kannst es. Das weiss ich, das sehe ich und ich werde jedem lieben Kerl, der das wissen will von Dir erzählen, auf das er ahnt, was er verpasst und Dich suchen und finden geht, damit wenigstens ein kleines Glück auch mal groß werden kann :-)
deejay:
Wao! Danke für deine offenen Zeilen. Das macht Einiges ein bisschen deutlich. Dieses erschütternde Erlebnis von 1999 macht dir im Nachgang bis heute natürlich sehr zu schaffen und da war mein Beispiel gestern von jener Freundin, deren Mann sich im Hochzeitsanzug in Bulgarien aus dem Fenster des Hauses seiner Familie stürzte bestimmt very blöd und neu aufwühlend. 'Nützt ja nix' würde ich jetzt sagen und is ja auch so.
Sind deine Ansichten dann eigentlich so einer Posttraumatik geschuldet oder war das auch schon vorher so entzündlich mit den nicht so guten Aussichten oder dass du's nicht kannst? Mit dem Zuhause fühlen und der Heimat, dem Nirgendwohin gehören? Warst du früher verspielter? Mutiger?
Das mit dem Mut zu möglicherweise guten Aussichten ist meiner eigenen Erfahrung nach eine Basisproblematik, die ich gerne mit schauspielerischem Talent auf den Bühnen vor entzücktem Publikum verkläre. Und jeder "weiss", das kann der doch, das kriegt der hin. Ich bin da auch irgendwie nie so richtig auf einen Zweig gekommen, der mal ein Ast werden könnte. Viele reden mir immer ja auch gerne mit meinen vielen Möglichkeiten frohen Mut zu, aber ich werd's dennoch nicht. Also mutig. Glücklich. Das können "die anderen" ja auch nicht wissen. Kanns ja nichtmal selbst erklären. Auf die Dauer aber ist das ein sich schrecklich manifestierender Umstand und dann geht immer noch weniger. Oder in die Lethargie, das "Abfinden", das Kleiner werden. Älter sowieso. Schrecklich, das Jahre zählen. Ich danke dir auf jeden Fall für deine mutigen Zeilen und wenn du schreibst, dass du siehst, dass ich es womöglich doch kann, möchte ich schon wieder glauben, dass es bei dir ebenso ist. Sein muss. Das ist doch Mensch. Das ist doch Seele. Sehnsucht. Es gibt immer so viele Tausend Worte der Erklärungen, allein ich kann mir davon die wenigsten merken. Das demotiviert ja dann auch irgendwann. Mister Oberschlau meint ja, wenn man nichts mehr sucht, nichts mehr sehnt, dann kann man es ja ganz bleiben lassen. Aber wieso bin ich dann noch hier? Irgendwas hält uns dennoch. Ha- da schließt sich vielleicht ein kleiner Kreis: Kann sein, dass wir uns der Möglichkeiten bewusst sind und ganz tief verankert die Gewissheit pochen haben, dass es ja doch geht: Das mit den guten Aussichten. Und die wünsche ich dir jetzt so fest, deutlich und verbindlich wie möglich. Auch mit dem Blick auf dich selbst, aber mehr noch mit der Weitsicht. Weil manche guten Dinge hinter den Bergen oder Meeren liegen. --- 100 P.S.: Danke dir ganz sehr für die Bereitschaft, jedem 'lieben Kerl' (ja, ja- genau so einem) von mir zu erzählen :-) Würde nämlich mit ihm nach laaangen Nächten im Sommer am Meer, im Herbst in den Wäldern, im Frühling auf den Wiesen und im Winter im Schnee am Feuer dann gerne zu dir in die Apo kommen, um uns mit Muntermachern und dir zu bewaffnen, um das Ganze nochmal zu tun. Yeah!

Multistatische Seele

Es geht heiss her, im Puppencontainer entsteht Brechreiz ob der Hitze, ich fühle mich gehetzt ob der zu schaffenden Aufgaben, die zwar übersichtlich aber trotzdem irgendwie zuviele sind. Morgen gibts ein Intendantengespräch. Das ist gut so. Dennoch denke ich manchmal dabei an eine Verteidigungsaktion oder so. Ich hab in letzter Zeit oft das Gefühl, alles hinschmeissen und erklären zu wollen, dass es mir selbständig weit besser ging. Doch da liegt der Hase im Pfeffer. Das was ich da hinschemissen will, betrifft wohl eher mein Leben. Selbständig was hinschmeissen ist wahrscheinlich noch schwieriger als andere mit ins Verantwortungsboot zu ziehen. Die Kehrtwendung nach all der Anstrengung des Tages bestand in in der Linksabbiegung Richtung BArleber, die ich dann doch wieder sein lassen hab. Zu Hause was gegessen, Simspons, extrem hot hot hot und dann doch nochmals aufgerafft und nach links abgebogen. Die ganze Distanz geschwommen. Und die ging richtig gut. Mir danach und jetzt auch. Im BN Wuselers und Homi getroffen, angehalten, 2 Bier anschreiben lassen, jetzt hier zu Hause und das Gewitter hat sich endlich dazu durchgerungen, loszulegen. Für eine kühlere Nacht vielleicht. Das wechselt alles so schnell und ich hab Probleme, das wirklich wichtige von meiner mentalen Einstellung zu trennen. Aber was soll das denn jetzt wieder heissen? Naja, so sag ich lieber viele zu, schaffe es nicht und werde dann boshaft und traurig. Muss mich aufraffen AudioGuide und den rest endlich zu Ende zu bekommen, muss mir was und wen suchen, um von hier weg zu kommen, muss mir einen wenigstens kleinen Plan machen, mit dem ich besser durchsehe und ein bisschen stabiler werde. So eine Basis, von der aus ich mehr für mich tun und endlich mal ein bisschen zufriedener, glücklicher sein kann. So kippe ich immer wieder multistatisch von einem Extrem ins andere; mit Grenzen, die so dünn sind wie ein Samenfaden. Schreibt gerade schlau und verwundert ein durch Barleber Wasser und Fahrtwind unglaublich hübsch frisierter Jesko. Doch echt- sieht cool aus.

Bus. Gut geparkt. Und eine Fehlung.

Ein meisterhafter Hot-Summer. 6000 Grad pro Minute und ich habs nicht hinbekommen, an die Oststee zu fahren. Warum nicht? Zwei Gründe. Einer davon eine Ausflucht. Dorschijana haben keinen für die Katze und können deshalb nicht. Das klingt total bekloppt, aber ich stecke auch da auch nicht drin. Is ja auch nicht mein Leben, Mannometer. Der andere kommt mir gleich prima entgegen und lautet: 13 Bundesländer fahren gemeinsam in die Ferien an die Küste. Was sogar stimmt: Samstag waren die Straßen nach oben zu. Was ich eigentlich sagen möchte: Da steht er, der Bus und bietet mir alle Möglichkeiten, einzusteigen und egal wohin zu fahren. Aber mein Dilemma heisst: "Der allein will und nicht kann". Weiterhin. Suse hat mir von ihrer kurzen Woche in McPom erzählt- überall kleine Dörfer und jedes mit einem See dran. Sie war mit einer Freundin dort. Neuruppin. Rheinsberg. Irgendwo am See sind Jugendliche. Party. Suse geht hin und sagt "Guten abend, wir sind auch hier, Nicht wundern". Dafür wiederum bewundere ich sie. Was folgte? Genau das, was fetzt: Die Leute sagen 'Kommt mit', machen irgendwo ein Feuer, erzählen über sich und was sie so machen. Dann gehts schwimmen. Und keiner ist mehr allein. Ich glaube, ich nehme ihr Angebot an, wenn sie sagt, dass ich sie durchaus auf so einen Kurztripp nach McPom mitnehmen könnte wenn ich wöllte. Man hockt sich ja nicht auf der Pelle und es ist nur ganz gut, wenn Kommunikation möglich ist, um immermal was los zu werden oder sich zusammen was auszudenken, an welchen See oder Ort es als nächstes geht. Gitarre. Nicht für mich allein und immer gucken müssen, ob keiner kommt. Das ist schon sehr komisch,aber nachvollziehbar, glaubich. Was dauert denn bei mir immer so lange? Warum muss immer alle Basis stimmen, ehe ich mich ja dann doch nicht aufrappele? So z. Bsp. parkt er einsam da- der Bus. Und weiss nicht, warum es ihn eigentlich gibt. Ron und Suse haben mich gestern mit an die Strandbar genommen. Und heute zum Barleber. Das war schon richtig viel mehr gut. Und dann die Fehlung: Es gibt ein Bild von Mand und mir aufm Hof, auf dem ich mit Schlüpfer lustig spindeldürre von ihr ein bisschen im Arm gehalten werde. Und genau das ist es, was mir fehlt. Wann hatte ich das letzte Mal eine richtig herzliche Umarmung? Bei den Kurz-Käsigen Umarmungen stelle ich mir das immer gern vor, weil der sich so schön anfässt. Aber es ist ja nicht nur das Anfassen. Es ist die Gewissheit, das jemand mich lieb hat und es deswegen tut. Und ich auch. Gibts hier eine zusammenfassende Pointe? Vielleicht so: Wenn es mir gelingt, jemanden zu finden, mit dem ich meine Sympathie und sogar Liebe teilen kann, hat der Busparkplatz auch weniger zu tragen und sich die Frage damit erledigt. Und der Sommer geht so schnell vorbei. Und ich mit ihm. Kurz dazu noch: Mein Antrieb für alles wird immer geringer, ich fühle auch ein leichte zunehmende Verblödung und hänge dem Leben zwar festhaltend aber immer nur so dran, dass es keine Lust mehr ist. Hat auch viel mit Alkohol zu tun. Meistens bin ich immerhin noch klar genug im Kopf um mir beim ins-Bett-fallen vorzustellen: Wenn ich morgen nicht aufwache, wärs nicht so schlimm. Und das ist schlimm. Große Grütze bei 6000 Grad. Doch die haben nichts zu tun damit.

Weils zu einfach ist?

So klare Bilder im Kopf, lieber Jesko, da brauchst Du einfach nur neugierig, zugewandt und aufmerksam weiter zu gehen und schon kommst Du an :-) ( Hier mache ich mir auch grad selbst ein bißchen Mut :-) ) Derweil will ich versuchen,beim nächsten Anblick unglaublicher , erschreckender Dinge, mich schneller aus der Starre zu befreien und das nächstbeste Weltraumschiff zu werfen, ausgedient oder nicht. Danke für Deine Gedanken und Deine wunderbare Offenheit. Du schließt mir immer wieder Räume auf, die ich vernachlässigt oder auch vergessen habe. Eine wertvolle, lang ersehnte Begegnung, die durch nix zu ersetzen ist und die ich nicht mehr missen möchte.
Da sieh. Hab ich mich gestern immerhin mal aufgerafft und einen Gedanken gefasst. Etwas klarer, etwas deutlich, konkreter und verständlicher. Wie Const schreibt: so klare Bilder. Und wieder eine deutliche Aufforderung: Einfach neugierig, offen und mutig weitergehen. Augen auf und zulassen. Mein Gefühl ist ein Orakel und weil ich ja die schlechten Dinge nicht hören mag wegen Schuld oder Versagen oder uncool, gehe ich manchmal vorfristig vorsichtshalber nicht zur Fragestunde. Und so schiebt sich das alles immer wieder auf. Es ist ein enormes Hell / Dunkel zur Zeit, das wechselt arg und ich weiß nicht richtig, warum. Am Montag sterben und gestern im PT (aha) und heute nach der Session mit Ron (aha) in guter Verfassung. Weil 'was?' passiert ist? Im PT sind mir ein par Dinge gelungen und die gesamte Kommunikation war gut. Sowas, auf das ich mich freuen kann. Die Session: weil wir was gewerkelt und erreicht haben. Ich hätte heute Alles singen können. Zum 1000. mal die gern gestellte und immer kürzer werdende Frage: "Und"?

Brief an Constanze. Und an mich.

Facebook Constanze Krüger 06. Juli um 14:09
Lieber Jesko, ich komm übern Berg, vor allem hab Dank für alles vonDir gestern. War gut und richtig und richtig schön.Alles fing damit wohl an , dass ich ,nachts wach geworden, vom Fenster aus beobachtete,wie ein Mann wieder und wieder nach einem Igel trat. Und das war wirklich,hab umsonst gehofft,es wär ein Traum.Eigentlich wollte ich was nach ihm werfen, aber derMut fehlte und der entsprechende Gegenstand.Kerzenleuchter ? Hätte ja auch den Igel treffen können.... Was solls. War feige, ich. Das wars.Some days später besoffene,aggressive Fussballfans im Zug,die mich nicht in Ruhe lassen konnten.... Obwohl ich denke manchmal, die müssen so laut und so tatkräftig sein, weil sie mehr Angst haben,vor allem vor dem, was in ihnen steckt. Je, nun: ich komm übern Berg und wer sich ein Sinuskurvenleben leistet, darf eben nicht nur die Höhen lieben, muss auch die Tiefen aushalten....Danke, dass Du da warst in this moment. In der Nacht zwischen drei und vier wieder wach von dem Gedanken: es kann ja auch nicht gut gehen, wenn man nach eigener Denke und authentischem Gefühl leben will und seine eigenen Entscheidungen dann doch in den Augen der Norm betrachtet und bewertet.... Diese Falle ist sicher , der Absturz programmiert. Doch einmal erkannt, wirds sichs weiter denken und leben(Ein kleiner Ansatz von Wachstum )...Beim Nochmallesen Deiner Nachricht von gestern: Ich glaube, dass man überhaupt nur schaffen kann, was man sich wirklich sehr wünscht.Zwar kann man auch nicht sehr gewünschte Dinge schaffen, die sind aber längst nicht (so) schön. Es ist schlimmer, nichts zu wünschen, denk ich... Vielen geht das so. Alles Gewünschte, Geträumte ist immerhin möglich, auch wenn sichs nicht zwingend erfüllt oder nicht gleich und alles wirklich Gewünschte erfüllt sich auch zu seiner Zeit. Das wissen alle Märchen :-) Uns beiden Mut und eine gute Zeit auch dann, wenn wir grad gar nicht lustig sind :-)
Mir wurde auf meine klägliche Polarisierung meines Gefühlslebens mal gesagt, dass ich halt so ein Mensch mit größeren Amplituden bin und mir garnicht erst einfallen lassen sollte, die Ausmaße zu kürzen oder die Wellen flacher zu machen. Weil es nicht geht. Die Hochs mit Aber und die Tiefs mit Wäre sind natürlich nicht so schön, wenn mans nicht schafft, sich damit zu arrangieren. Die Nulldurchgänge sind in solchem Leben echt hilfreich, weil in so einem Moment einfach nur alles "in Ordnung" ist. Da könnte ich jetzt weitere tausend Bücher drüber spinnen. Aber der Kopf muss in den Bauch, nicht in den Sand. Hey- das klau ich mir für einen Song. Es entsteht nämlich gerade einer. Komischerweise ist mein Tag heute auch weit besser als die gestrige Vorstellung darüber geworden. Ich hätte gestern tatsächlich auch nichts dagegen gehabt, zufällig am Morgen nicht mehr aufzuwachen. Glück gehabt. Vielleicht lag das auch an unserem gestrigen Chat. Ich halte es mittlerweile mehr und mehr für das Wichtigste, herauszufinden, was ich wirklich will. Also nicht den Wunsch über etwas oder Weltfrieden oder freundliche Menschen ... ich glaube, das sind immer nur Sichtweisen, die aus einer stabilen Seiten- oder Aufrechtlage entstehen können. Etwas Konkreteres sollte es sein. Da gilt es, Ehrlichkeit zu üben und zu bewahren. Und den Mut, daran wirklich zu arbeiten ohne es zu kaschieren oder zu beschönigen. Wie du geschrieben hast: Was man sich wünscht, bedarf der realen Konsequenz und Handlung: Dann schafft man das auch. Also los: ich mache hier und jetzt einen Anfang. Zwei was weiß ich schon: ich möchte einen Freund haben. Zum Anlehnen, zum Ausheulen, Anlachen, zum Liebhaben, zum Sehnen, wenn er nicht da ist, den Kritiker, den Unterstützer, Schön- und/oder Poltergeist. Mit dem der Rest der ganzen Welt nicht wichtig, aber voller Möglichkeiten ist. Und weitere Freunde, mit denen ich zusammen das Leben besser begreifen und ein bisschen schöner machen kann. Echt. Eben nicht oberflächlich oder beliebig. Mit neuen Sichtweisen, ohne Harmonieschwelgereien oder Alles-wird-gut-Grütze, dafür mit Aufforderung zum Denken und Handeln für eine klarere Sicht auf die Dinge. Das Universum ist nicht schuld an persönlichen Dilemmas und Schuld ist sowieso eine prekäre Wertung. Das schönste Beispiel für meine Idee ist das Überwinden von Raum, Zeit und der eigenen Angst: Denn alles, wozu ich mich bisher durchgerungen und es gemacht habe, war im Danach immer wunderbar, das kleine Hochgefühl, Glücksmoment. Hab nur noch nicht begriffen, warum sich ein so episodisch angeeignetes und damit gefestigtes, bewiesenes Wissen nicht mit mir auf den Weg macht, es genau so weiter zu machen. Wie dem auch sei: das hier sind meine zwei ersten großen Wünsche, die ich zu wirklichen Zielen manifestieren muss. Und natürlich hat alles seine Zeit. Auch wenn die Seele gerne und oft drängelt. Weil sie ja Recht hat. Und nach Menschen, die andere Lebewesen misshandeln, darf man Alles werfen. Kerzenleuchter sind ein Anfang- ich empfehle eine gefestigte Persönlichkeit; damit kann man ohne Weiteres auch laute Worte, Atom-U-Boote, Zementblöcke und ausgediente Weltraumschiffe werfen. Ohne Gewissensbisse zu haben :-)

Ertragen ohne Ernten

Mir scheint es immer nur den Weg zu geben, irgendwie ertragen zu müssen, was- wie Hesse schon meinte- nicht zu ändern ist. Ist es zu heiß, ist es schwer; zu kalt: auch. Nass, windig, laut, die Falschparker, Langsamfahrer ... dito. Immer dem, was vorhanden und gegenwärtig ist, was abzugewinnen, ist wissentlich garkeine Frage der Umstände, sondern der Sicht darauf. Hab heute erneut und wie so oft schon festgestellt, dass meine Interessen so vielfältig waren (und sporadisch aber seltener auch noch sind), dass ich es in keinem Gebiet wirklich zu einer gewissen Professionalität gebracht habe. Ist mir im PT wieder aufgefallen, nachdem wir gemerkt haben, dass meine Layout-Grafik Episoden Zeit und Nerven rauben und schnell zu einem Gefühl der Unzufriedenheit werden, während eine Agentur das einfach (aber gegen Geld, das ich einsparen will und dafür gelobt werde) lösen kann. Lösen muss ich mich auch von dem Gedanken, dass es nichts damit zu tun hat, meine Qualitäten in Frage zu stellen; es aber gewisse Dinge gibt, die andere einfach besser können. Siehe Songproduktion mit Ron und so. Is ja nix Neues, aber es wird mir wieder bewusst, dass ich im Falle eines Runterbrechens auf das Wesentliche eigentlich noch garnicht überlegt habe, wo denn mein eigentliches Potential nun wirklich liegt. Anderen zu gefallen - jaaaa- das habe ich lange geübt. Aufmerksamkeit und Anerkennung sammeln. Wunderbar. Wahrlich dünnes Eis, wenn ich anderen Ortes immer wieder neu damit anfangen muss. Ob G-Romeo Chats oder einfach in anderen Gruppen bei ganz anderen Leuten. Da weigert sich dann auch irgendwann meine Energie ob der Aussichten dafür. Und dann steht er wieder da, der kleine große DeeJay und kann, wenn er allein mit sich in der großen Welt herumdenkt, nichts mit sich anfangen. Weil er nicht weiß, wie echt er wirklich ist. Obwohl, naja ... Moment: was ich fühle und denke und mir zutraue, weiss ich manchmal schon ganz gut. Aber was ich wie damit anfangen soll ist weit kniffliger. Ich schwimme wie ein Weltmeister. Mo, Di, Do und morgen wahrscheinlich wieder. 1400 Meter. Immer druff, volle Pulle. Aber ich muss sagen "gefällt mir" :-) Ich möchte baldigste eine schöne freie Sommerzeit erleben. Nicht immer nur alleine, besser mit Menschen, Orten. Ich muss wirklich eine Entspannung für mich suchen. Eine, die stimmt und mich ein bisschen (ein bisschen mehr) erholt und ruhig macht. Und wo wir gerade dabei sind: glücklich, wenns geht, auch!

Wäschetod

Hab gerade beim Aufhängen der Wäsche Abschiedsbriefe an alle verfasst und dabei gemerkt, dass ich nicht das ausdrücken kann, was ich sagen will. Weiters habe iuch aber auch gemerkt, dass ich irgendwie eine Menge zu erklären habe in so einem Brief. Und das auch jedes Mal unterschiedlich bei dermaßen vielen Leuten, dass ich das auf die nächsten 100 Wäschen verteilen muss. So wie den Tod auch. Das ist nichtmal lustig, aber vor meiner Inkonsequenz muss ich mich zum Glück ja nicht fürchten. Die ganzen Ideen vom Anpacken, runter vom Alkohol, rauf aufs schöne Leben taugen nichts, wenn ich es trotz der geschaffenen Voraussetzungen ja doch bloß nicht hinbekomme. Klingt wie eine Ausrede, ich weiß und es ist auch einigermaßen doof, aber ich sehe mein RENEW irgendwie nicht deutlich, weil es immer das Gleiche zu sein scheint. Das ist jetzt aber doch eine Ausrede, weil ich immerhin schon Einiges Gutes für mich zusammengetragen habe. Aber was fehlt mir denn dann? Da scheints keine Formel für zu geben, das ist schlicht eine komplette Einstellung zum Leben mitsamt all meinen Hängen zur Harmonie, zum Frieden, ohne Häme, ohne Gewalt. Es sind nicht die großen Probleme des Universums und der Gesellschaft mitsamt seiner Politik und anderen Befindlichkeiten. Es sind einfach nur meine. Und nicht nur Ron wird aufhören, meinem Gebarme zuzuhören, ich beginne selbst auch schon damit. Und da wirds gefährlich. Bis eine klitzekleine schöne Begebenheit alles wieder leicht macht. Unsolide, unkonkret, instabil, irgendwie. Und nu?

Treffer, Treffer ... versenkt?

Aus dem Nichts von gestern wurde üblich Rotwein nach Janas kleinem Sektgeburtstag. Ich habs besser gewusst und es dennoch zugelassen. Der kurze Brunch bei Käse heute hatte irgendwie nichts mit mir zu tun. Ich hab echt Probleme, mich auf den Beinen oder bei Verstand zu halten. Und komischerweise hab ich trotzdem so ein Gefühl der positiven Erwartung. Eine Zuversicht. Aber wie? Auf diese Weise immer so weiter? Wie soll das gehen? Der Sommer ist bereits da und wenn es MEINER werden soll, dann sind bereits ein paat Tage davon im Null verschwunden. Rede ich schon vom Restsommer? Immerhin hab ich weiterkommen können (wasn das für ne Schreibweise?) mit dem AudioGuide. Wie immer: Wenn erstmal angefangen, lässt sich schneller das Land sehen. Und ich werde es schaffen und dabei hoffen, dass die Rückmeldungen der Einrichtungen uns nicht verzweifeln lassen. Hinterher ist man immer schlauer und es bleibt das immerwährende alte Lied. Aber wie auch anders? Etwas besonnener und konkreter und zielorientierter (danke, Ron) wäre absolut hilfreich. Frank Gierung hats erwischt. Die Leber hat Ciao gesagt. Und er hat sein Leben nicht geliebt. Und ich hab ebensolchähnliche Probleme. Da hilft es nichts, dass ich ja keine Flasche Wodka am Nachmittag austrinke. In letzter Zeit macht die pure Sexvorstellung mit wasweissich für cool aussehenden Typen immer mehr gefühlvolleren und realistischeren Vorstellungen Platz. Solchen, die nach einem Sex auch Bestand haben. Bleiben. Und Mensch sind, für die es auch noch etwas anderes gibt. Das was ich auch so gerne haben möchte. Alternativen, Sichtweisen, Mitnehmen, Forderungen, auf die ich so gerne eingehen und mitmachen möchte. Eine echte Umarmung. Immerhin. Wir lästern nur noch und schwimmen weiterhin oberflächlich irgendwo rum und mit. Und ich mittendrin. Unwohlsein. Aus dem, was so nichts werden kann, wird der nächste Treffer, Treffer, Treffer, bis das Schiff sinkt. Und ich denke an Rettungswesten, anstatt einen neuen Kurs zu setzen.

Große Runde

Nich so schön heute. Auf der Suche nach einer Handvoll Sand für die Geschenke an die Siebenschläfer Käse und Jana eben bis zum Schellheimer gefahren, Sand in die Schüsel gepackt und weitergefahren. Über Niederndodeleben, Irxleben und eben die große Runde bis direkt hierher. Cuttet Fields, the Sun's divin' in I wanna walk, ask for a cup made of thin. Genau so sah die untergehende Sonne über den Feldern aus. Und immer wenn ich sie sah, wurde ich noch trauriger. Es ist leer im Kopf, ich hab nichtmal Gedanken an was Schönes und nichtmal an das, was verklärt vielleicht früher so schön war. Vieles wars damals genausowenig, wirkt heute aber viel besser. Weil jünger, aussichtsreicher und der ganze Blödsinn, der so ja nicht stimmt. Nichtmal die Bäume am Straßenrand waren stark genug. Das hätte inkl. Bus nur Überlebende mit Schäden gegeben. Nichts Echtes also. Schwere Lethargie, auch die Gitarre will nicht mitspielen. Ich weiß ja nichtmal was ich schreiben möchte, wollte wahrscheinlich nur Bescheid sagen, dass mir nichts passiert ist. Ziemlich still hier bei einem, der allein will und nicht kann. Der zusammen will und nicht kann. Der einfach nicht kann.

Pistenboy's return

Sie sind noch nicht aus dem Sinn - die Pistenboys, die mit wachen Augen am Lift stehen und hoffnungsvoll 'ne Menge ihrer Liebe ausstrahlen um sie endlich mit einem Menschen teilen zu wollen, ohne zu wissen wie. Sie sind mir eher etwas deutlicher wieder in Erscheinung getreten: Wenn ich mir meine ganzen geschönten und meist nicht realen  Schmuddel- und Gay-Art- Bildchen so ansehe und darüber nachdenke, wie wunderbar und schön die Liebe zwischen zwei jungen Typen sein muss, drückts mich wieder ein bisschen. Da ist dann 40 doch schon eine gemeine Zahl. Sicher ist das alles heute irgendwie leichter / einfacher / weniger kompliziert, doch letzten Endes bin ICH es doch, der es für sich klar machen muss. Nee, ich merke schon, dieser Beitrag hier läuft aus dem Ruder, er stimmt einfach so nicht ganz. Zuviel verklärtes Zeugs drin. Zuviele Hätte, Wäre und Aber. Von daher vielleicht nur ein Gruß an mich mit der Gewissheit, dass die BJ es immer noch bringen- gut sind. Auch wenn sich der Kosmos drumherum modifiziert- es ist immernoch verdammt schön, nach der Show ein bisschen bewundert zu werden. Schau' mir in die Seele, Kleines(r) und entdecke mich für dich. Aha, aha ... da warte ich also auf einen ganzen richtigen Freund. Warten? Selber losgehen? Beziehung? Liebe? Freundschaft? Date? Viertel? Halb? Ganz? Immerhin komme ich hiermit auf die richtige Frage: Was möchte ich außer Weltfrieden, Harmonie und Verstand denn wirklich? Die Bildchen werden mich auf die Dauer überhaupt nicht trösten, sie machen's nur noch schlimmer. Und damit zum Titel meines Blogs: GET REAL. Soweit also nix Neues.

Verblödungsaktion

Gruselig, zu beobachten, wie sich ein Onkel H. aus B. weiterhin auf dem Weg der absoluten Desolatesse beständig sinken lässt. Und ich hätte nicht übel Lust, den Alkohol gänzlich abzuschwören, wenn ich wüsste, das ich mal so werden könnte. Nun gut, das liegt am Charakter selbst und der war bei ihm nie besser, von daher gehts vielleicht. Aber ich merk' ganz deutlich, warum ich ein bisschen Sehnsucht nach kreativen Dingen wie Foto, Film, Spiel ... habe: Ich kanns nicht tun, wenn ich immer wieder im Nebel wandere. Schon die Entscheidung MAC vs. PC macht mir enorm zu schaffen. Entscheidungen waren ja noch nie so richtig mein Steckenpferd, aber schöner wärs schon. Ich trau mir weiterhin wenig zu in solch labilen Zuständen, hab aber irgendwie ein kleines Sicherheitsgefühl in mir, das mir sagt: Du kannst und du wirst das anpacken und schaffen. Das ist wie eine Armee von Aktionisten, die sich hinter einer immer dünner werdenden Wand verbirgt und auf das geheime Zeichen wartet. Me too. Ich drück' mich vor irgendwas; irgendwas fällt mir schwer. Schwer fällt mir allerdings auch der Gedanke, so zu bleiben wie jetzt und immer den Status Wartus beizubehalten. Das wäre eindeutiger Selbstbeschiss und ich sollte jetzt schonmal die Rote Karte suchen. Zuviel Wein. Wirlich.

217

Zweihundertsiebzehn Tage bis Silvester. Dann hört Ron auf, mir zuzuhören, wenn es um meine wunderbare Litanei vom ewigen Kurvenleben in den unteren Graden und dem meist Schlimmen und Schlechten meines Lebens geht. Weil er es nicht ertragen kann, will und wird, meinem selben Output zuzuhören, dem er keinen Input mehr entgegensetzen kann, weil es immer das Gleiche ist. So nachvollziehbar. Was willst du einem ewig Leidenden mit auf den Weg geben, wenn er doch über all die Umstände seines Leidens weiss, aber nicht konsequent oder wenigstens einmal richtig einen Bruch macht mit dem, was ihn an all seinen guten Fähigkeiten und Ideen vom schönen Leben hindert? Ja! Mich meint er. 'Radikale Änderung" sagt er, - das klang so bedrohlich, aber ich weiß jetzt immerhin, was ich selbst nicht  vollständig wahrnahm: Sich (mit Hilfe von Marek)  für vollständig schwul und damit endlich allen zu erklären und meinen, damit einen großen Schritt gemacht zu haben, ist auf jeden Fall gut. Direkt im Anschluss so viele Unterstützung von den ganzen lieben Menschen beim JESKOM-Debüt erfahren zu dürfen, ein ziemlich deutlicher Hinweis auf einen genialen Background; daß mir dabei nichts Schlimmes widerfahren ist, ein enorme  Liebeserklärung an mich; damit nun aber loszugehen und für mich das Richtige machen und es nicht auf die Reihe zu kriegen: ein Dilemma, das irgendwann auf Dauer keiner mehr so richtig hören möchte. Ich ja auch nicht. Der Cowboy will andauernd im Kampf verwundet und dann wunderbar gepflegt werden. Harmonie. Liebe. Sucht nach beiden. Ron glaubt, dass ich meine Homosexualität noch nicht so vollständig angenommen habe und deswegen nicht tatsächlich losgehe und dranbleibe auf der Suche nach meiner Liebe. Und ich ... ich denke darüber nach, ob ich das eigentlich wirklich will. Und mein lieber DeeJay, wenn du mal grundtief mit dir ins Gewissen gehst, dann weisst du doch seit ganz ganz vielen Jahren, dass es tatsächlich doch so ist. 217 Tage. Eine sehr gut gemeinte Drohung. Ich wackele. Ganz schön dolle.

Aktion

Große Aktion JESKOM mit D. in der ganzen Stadt. Schlimmer Regen, aber eine wirklich coole Sache. Danach BN. So ein bisschen Selbstzufriedenheit über etwas Erreichtes lässt mich leicht übermütig über die Stränge schlagen. Immerhin ist der letzte Whiskey jetzt alle. Gestern war damit ganz schön schlimmschlecht. Und hab mich daraufhin sehr zusammengenommen. Und heute gabs den ganz frühen Vogel. Seit 5 regelmäßig unruhig. Auch wegen VS Beitrag, der aber nun doch nicht heute drin war. Erst etwas Unmut aber die Hoffnung auf morgen lässt gut denken. Und jetzt fahre ich endlich los: FloraPark Apo Plakat aufhängen, Tickethaus und noch endlicher: Fundus :-) Sind alle beide da ... Danach zu Micha und ich bin zuversichtlich, dass ich mir ganrichts zurechtrücken muss, um ihm von mir zu erzählen. Auch wenn ich weiterhin nur diffus über die zurückliegenden Wochen schleiert denken kann. Fakt ist: PT ist cool. Woran es ansonsten hapert, ist wie immer schwer zu beschreiben, aber wenn ich die Kurven einfach ein bisschen stabiler machen könnte, wär' mir schon geholfen. Hab genau JETZT Lampenfieber. Vor Fundus, Micha und dem 30.05. Ach: vor allem. Weil ich gerade so'n bisschen mutig bin. (12:00)

Feiges Element

Bin drauf und dran, Micha morgen abzusagen. Ich kann irgendwie in dieser dumpfen Phase nichts klar fassen, erklären, realistisch einschätzen. 'Tumb und dumm' fühle ich mich. Zu nicht vielen Dingen in der Lage und eher die Vorstellung, dass eine kleine Störung im ansonsten eigentlich vorhandenen Gleichgweicht mich völlig überfordert dastehen liesse. Wie sagte Barney Gamble "ich bin feige und habe Angst, wie alle Alkoholiker auf dem Weg der Besserung'. Fehlt noch der Weg der Besserung. Was würde passieren, wenn meinen Eltern in Richtung Ibiza was zustösst? Wenn meine Wohnung brennt? Eine erneute Betriebspüfung ins Haus steht? Dämliche Vergleiche, ich weiss. Aber so fühlt sich das an. Ich habe Angst, gegen einen Baum zu laufen und orientierungslos voller Panik nichts tun zu können. Bin heilfroh, dass ich von solchen Schicksalsschlägen offensichtlich verschont bleibe. Ist echt merkwürdig: Es gibt sie doch, die Menschen, die ihr Leben gut auf die Reihe kriegen und vorwärts schauen und die dann von einem unheilbaren Leiden oder einer echt schlechten Reihe von Tagen getroffen werden. Ich versumpfe immer wieder und theologisch dürfte mich der Blitz treffen. Aber nichts passiert. Im Gegenteil: mir geht es körperlich sogar total gut. Ich weiss überhaupt nichts mehr so richtig, drifte sogar emotional irgendwie flach weg  und warte irgendwie auf den Punkt, an dem ich sage: So! Jetzt! Aber die Aussichten stehen im Moment nicht danach. Wohl aber das Wissen um diesen kläglichen Zustand.

Nachtrag

Ich kann wieder weinen. Spüre mich. Lange nicht so gewesen. Gestern "Once" gesehen. The Frames. Eben ein paar ältere  Tagebucheinträge gelesen. Alles stimmt.

das alte 'Ach'

Micha rückt näher (Freitag) und ich weiss nicht, was ich ihm erzählen kann. Liegt daran, dass ich meine Besinnungslosigkeit geradzu herausfordere. Ich komme überhaupt nicht mehr zu klarem Denken, seit ich den Whiskey ordnungsgemäß zu entleeren habe. Deutliche Unvernunft inklusive Unbehagen deswegen und dennoch keine Ambitionen - doch: Ambitionen ja, aber keine Ergebnisse. Versucht und versagt. Und wie elend sind die Tage, bis ich langsam rekonvalesziere, um mich kurz darauf demselben Elend selbstverschuldet anheim zu geben. Ich kann es auch kürzer ausdrücken: dieses verschissene Rumsaufen macht mich kaputt. Und der schlaue Alkoholiker schreibt blumig über diese Scheisse. Wie fing dieses Tagebuch an? 'Mach mal richtig hier! Damit das was wird'? Und? Was wirds? Hab gerade im BN das Plakat Songtage gesehen: 20.März bis 14.Mai. Exakt die selbe Menge Zeit, die ich bis an meinen Geburtstag alkoholfrei zugebracht habe. Und seitdem gehts mehr oder weniger drunter und noch drunter. Andere ändern alle 7 Jahre ihr Leben. Ich mach das alle 7 Wochen. Naja, hiesse immerhin, ab nächstem Montag ist alles wieder gut. Wars denn gut? Schon wieder die selbe Frage. Ich lerne nichts aus meinen Erfahrungen oder wie? Oder ich empfinde meine Leben nicht als schön. Was ist mit Patrick? Dieser schönen Begegnung? Ich denke mir wohl 'ach naja, der fühlt sich bestimmt angemacht, ist null schwul und ...' Oh Mann, was für ein Mist. Kann ja nix werden so. Stattdessen bringe ich die jeskom DVD nicht in den Fundus zu ihm und Katrin, obwohl Katrin mir dort wohlgesonnen zur Seite steht. Und wenns nur eine neuerliche Begegnung ist. Armer armer DeeJay. Ich bin nichtmal in der Lage zu beschreiben, was ich denn gespürt, gemerkt, beobachtet habe während der bierfreien Zeit. Alles plätschert dahin und strengt an, der Audioguide ist nicht übel, fordert mich auch, aber bringt mich nicht auf den Punkt, auf den ich mittlerweile nicht mehr langsam und sicher, sondern sehr bald kommen muss. Is' nich schön. Wie wahr. Mir gehts nicht gut. Und ich weiss, dass ich ohne diese Selbstzerstörung viel besser drauf bin. "Eigentlich". Weil: warum bleibe ich dann nicht dran? Wo liegt das Problem? Wenn ich wieder etwas klarer bin, muss ich mir das komplette Konstrukt hier nochmal durchlesen und hoffe, dass ich nicht weiterhin so schlau tue, als würde ich es begreifen. Aber was dann? Was kann ich denn tun? Diese Momentaufnahme inklusive des Rotweines nach den 3 BN Bieren ist typisch für mich. Das mit dem Blitz ist erlogen. Mister Ringelnatz

Nachlicht

Ich bin erstaunlich fit, wenn ich auch eben erneut ein bisschen über den Strang geschlagen hab. Ein intensives und langes und für mich so deutlich aufmerksames Gespräch mit Ron im BN. Ich hab das Gefühl, alles überblicken, begreifen und tun zu können. Bin richtig dabei. Kann ich mir wie wohl auch der Leser dieser Zeilen mit dem gestrigen Erlebnis im Kaufladen erklären. Das war so ein feines Gefühl. Und ist noch nicht zu Ende. Ich bleibe dran. Morgen = gleich kommen Inga & Ulli für den Audioguide und es gibt anständig zu tun. Auch im PT. Druck KiKuTa Broschüre mit all den Hindernissen, KultGutschein, Video Elke ... ach naja. Nicht hier und jetzt. Ich fühle so eine kleine Hochphase, bei der ich aus Erfahrung heraus Angst habe, dass sie sich 'Puff' verflüchtigt. Dabei ist meine Abneigung gegen diese alkoholisierten Dump-Phasen noch garnicht lange her (siehe Wochenende Mand Geburtstag bzw. vorher). Zwei Tage fit und es ist heller. Naja- es ist auch heller wegenn gestern. Egal ob und was draus wird - ich hab gespürt, dass mir etwas inne wohnt, das nach Liebe, Harmonie lechzt. Und gestern war so eine Situation, aus der heraus ich mir all das so schön vorstellen konnte. Ich weiss: Obacht: Noch lange kein Garant auf Erfolg. Wär auch blöd, mich darauf einzubrennen ... aber einen wirklichen Versuch ist es auf jeden Fall wert. Nu los jetze: ich bin frei. Und die Dinge um mich herum sind allesamt möglich. Ich merk's doch. Spür's. Und liebe es. Am 14.05. Gespräch mit Micha. Das zweite. Und weiss nicht, was ich ihm sagen kann. Es springt in mir hin und her. Ambivalent. Himmel & Hölle. Leben & Tod. Mein übliches Leben.

Frühlingslicht

Was immer es war, es war so: Im Kaufladen an der Kasse stellt sich jemand Schönes hinter mir an und ich gucke kurz. Dann gucke ich nochmal und denke: "hmmmm". Und dann überlege ich den Satz von Tob damals, als er meinte, 'du musst ihm in die Augen sehen. Bewusst. Direkt. Dann merkst du schon, ob es interessant, aggressiv oder nichts wird'. Der guckt. Länger als ich mich traue. Die Kassiererin hat ein Problem mit einem Bierpreis. Ach wenns doch nur der Preis wäre. Jedenfalls dauert es. Und ich weiss nicht so recht, wohin mit mir und meinem Blick. Er kauft Kæregarden und Lucky Strike und ich denke: "hmmmm". Dann bricht er das Schweigen: "Wie wärs mit 'Anna an der Kasse'? Da kann man bestimmt auch einen schönen Song draus machen". Verdammt, er weiss was über mich. Was offensichtlich Gutes. Ich freue und schlängele mich ein bisschen durch mehrfache Assoziationen und sehr positive Gefühle. Als ich ihn frage, ob er denn schon irgendwann mal was von mir gehört hat, macht es "hmmmm" während er sagt: "Bei der Wille Känina Show im Puppentheater. Dann letztens im Flair und am 30.05. garantiert wieder." In mir jagt ein 'Wao' das nächste und er setzt gleich dazu, dass er von Katrin Schütz- seiner Kollegin ausm Fundus mitgenommen wurde, weil er sich die Wille-Känina- und little Jeskom-Show ansehen sollte. Nun hat er die CD. Seitdem liefe die Musik bei ihm / denen (irgendwo im Theater?) rauf und runter. Ich versuche nur noch zu sagen, dass ich Katrin ja mitteilen könne, sobald wir ein paar Vorabveröffentlichungen haben und er freut sich sichtlich. Ich mich auch immer mehr und schaffe es gerade noch so, ihn nach seinem Namen zu fragen. Patrick. Und Patrick sagt: "Wunderbare Musik. Bloß nicht aufhören. Bitte weitermachen!". Und das ist hiermit versprochen! Und geb ihm die Hand drauf. Fahre 'hmmmm' nach Hause, denke sehr spontanerheitert über das von eben nach und freue mich aus einem Jeskom-Grund und einem ohne M. Zumindest einem 'vielleicht'. Katrin- ich brauche dich jetzt dringend. Dann weiche ich beim Essenmachen die kleine Schnitzelpfanne von gestern in heissem Wasser ein. Mit Öl.

Gravitation & Fliehkraft

Zwei Text-Ideen aus B lueNote und Ron: "Wenn sich alles wiederholt, ist die Zeit für etwas Neues gekommen." "Wir sitzen im selben Boot und ich kann auch nur rudern." sind thematisch mal wieder passgenau, wenn auch das Boot plötzlich fast einen für mich negativen Beigeschmack hat. Aber da bricht vielleicht wieder auf, was da sagt: Die Menschen um mich rum sind nicht ewig geduldig mit mir, wenn sich aus all den Hilfestellungen und angebotener Liebe, Freundschaft und den Möglichkeiten nichts entwickelt. Was hübsch den ersten Satz auf den Plan ruft: "Wenn sich alles wiederholt..." Tadaaa. Die Musik ist schon da, also lass mich was draufschreiben und endlich zur Besinnung kommen und weitermachen. Ich glaube, dass eine erhöhte Geschwindigkeit meiner vielfachen Aktivitäten um ein uncooles Seelenzentrum herum die berühmten Fliehkräfte provoziert, die mich damit vom zentralen Finsterpunkt auf Distanz halten und überleben lassen. Nix mit Prioritäten. Wie beim Mond um die Erde. Wird der langsamer, stürzt er ungemach auf die Erde. Katastrophe. Aber wie schöner wäre es, mich entspannter um einen spürbaren positiven Kernpunkt zu bewegen, der mich alles ruhiger und überlegter angehen lassen könnte, weil das Zentrum ja die schöne Gewissheit selbst ist. Fuck off da Gravitation! Die Gezeiten sind zu stark. Kenn ich irgendwie von meiner Mom. Aktion versus Depression. Ach ich armer armer (alter) Mann. Kann das mal aufhören? Ein Gedanke zur Nacht. Nich schlimm. Und wahrscheinlich auch ein bisschen hanebüchen im Vergleich. So geh ich hin und versuche, den Ball flach zu halten. Whiskey.

Narziss putzt seine Spiegel

Ich brauche eine Freu-Basis, um Unsinn, Kunst, Quatsch und Aktion machen zu können. Auf einem Trauerkloß rumwürgend und sich heimlich an Spiegeln vorbei schleichend, weil ich weiss, dass es nicht gut aussieht - lässt sich nichts sonderlich Schönes anfangen. Ich vermisse die kleinen Aktionen; ob Film, Foto, was bauen, was komponieren, texten, entwerfen, was wegfahren, was herholen. Dumpf dröhnt es aus dem Beton. Und mir kommt es wirklich so vor, als währen die Jahreszeiten allesamt zu Ende. Wimmernd über den Zustand dessen, was die Songtage für mich werden liessen, was ich selbst nicht ändere, angehe, Realität werden lassen kann. So ist das gerade hier ein bisschen und ich räume ein weiteres bisschen auf und mache hell und sauber und Blumen und Essen. Immerhin. Nimm all deinen Mut. Du weisst doch das du nicht alleine bist.
(irgendson berühmter Sänger aus M. an der E.)

Frühlingsvögel

Es merkwürdigt sich so dahin, ich entkomme knapp und fast rechtzeitig dem GOO und habe dennoch nächsten Tags oft nur halbe Kraft voraus. Höre im Moment Homi Guitar und es plätschert sich wundervoll so dahin. Hab Zeit für mich im PT bis zur Fotosession um 6 und nhme mir vor, bis dahin den Audioguide endlich auf volle Touren gebracht zu haben. Es ist in der tat nicht ganz professionell, das merke ich sehr zum Leidwesen meinerselbst und am Handling des Projektes, das sich zeitlich sachte dränglichst bemerkbar macht. Ich hege weiterhin ein so schönes Gefühl, jemanden im Arm zu haben, jemanden lieb haben zu wollen können müssen. Eine Liebe, eine Unterstützung, Forderung, ein Trost, ein schöner Mensch. Und ich weiss, dass ich sowas nicht bauen - nur die Augen offen halten kann. Gemein, wenn für 90% der Leute im Grunde alles klar und einfach ist, auch wenn von denen wahrscheinlich auch nur 70% wirklich felsenfest hetero sind und von denen wiederum weniger als die Hälfte wirklich glücklich. Was für'ne nichttröstende Milchbubenrechnung. Es ist Frühling und morgens verfolgen sich paarweise sämtliche Vögel fröhlich zwitschernd auf dem Blick durchs Schlafzimmerfenster und mich packt der pure Neid. Ich bin doch auch ein Vogel. Wenn auch ein manchmal schräger. Oder komischer. Ich muss sehr sehr aufpassen und mich stabil machen.

Besinnungslooser

Ich vestehe mich weiterhin nicht. Wie kann ich mich so gehen / hängenlassen? Sieben Wochen Pause und wahrscheinlich sieben folgende Wochen abschiessen. Das ist weiterhin überhaupt nicht gut und ich hab keine Idee, ausser einfach wieder damit aufzuhören. Sicher ist nicht alles besser geworden in der 'klaren' Zeit, aber ich habs wenigstens deutlicher gesehen und gespürt. War das zu wenig / nicht ausreichend, um eine Idee zu generieren, die nicht mit Erledigungen und ToDo-Listen zu tun hat, sondern mit der Idee, mir ein schönes Leben zu verschaffen? Ron bringt es immer wieder so schön auf die sachliche einfache Basis, aber ich kann es nur hören, für richtig befinden und ... weiterhin Schindluder mit mir betreiben. Abgesehen von den sporadisch positiven Angriffen auf die Dinge, die nur dazugehören. Die aber nichts an der Basis ändern. 'Fängst gut an und lässt stark nach'. Und Ron hat es wunderbar ausgedrückt: "Wir sitzen im selben Boot, aber ich kann auch nur rudern." Was mir fehlt, ist wahrscheinlich ... naja, menno ... doch der SteuerMANN. Mein Rückhalt, mein Anstubser, mein Aufräumer, mein Kritiker und Liebhaber. Hab bei Adam Rafferty im Bluenote am Samstag Micha wiedergetroffen. Wir werden uns sehr bald wieder zu einem Gespräch treffen. Und ich glaube Ron, wenn er meint, eine kontinuierliche Hilfe ist eine bessere. Eine, die nicht nur wie beim ersten Gespräch von aussen betrachtet ein paar Dinge bei mir zum Denken bringt (damit ich es daraufhin wieder irgendwann und -wie sein lasse), sondern mich fordert und anständig anstrengt. Ohne es polemisch oder übertrieben zu meinen, ist mein Leben so wie es jetzt ist, unglaublich anstrengend und einigermaßen aussichtslos. Ich tu' mir weh und es schmerzt tatsächlich enorm.

Labil

Ich glaube, ich bin so weich und unentschlossen gewesen und bis heute, dass mich mit gekonnter Argumentation auch eine Sekte für ihren Glauben gewinnen könnte, wenn es nur nach kurzfristigem Erfolg riecht. Längerfristige Erfolgsfährten mit dem berühmten Dranbleiben und konsequenten Verfolgen eines eigenen Zieles sind eher im Reich des Unbekannten angesiedelt. Würde ich auch unter einem Nazi Regime im Warschauer Wald gemeinsam mit anderen eine Gruppe 'schlechter Menschen' mit großen Salven abknallen? Na? Würde ich mich nicht doch eher immer auf die Seite der Mehrheit mit gemeinsamen Zielen schlagen, weil ich nicht imstande bin, eigene zu entwickeln? Warum hat mir die Armee im Nachhinein so gefallen? Weil es eine Gemeinschaft war, die in der selben Not stand. Naja okay, das wird jetzt wahrscheinlich etwas ungenau in den Vergleichen. Immerhin würde ich ich nie wieder in den Dienst eines Staates stellen, um dessen Interessen zu realisieren. So stehe ich im Dienste der Stadt und realisiere meine gleich mit, weil wir die gleichen Absichten haben. Und die sind nicht böse. Was will ich eigentlich sagen? Der kalte Entzug war richtig komisch. und zwei Tage später stand ich wieder im Dienste gemeinschaftlichen Bieres. Das erkannte Problem bleibt: Das Bier in BN oder anderswo ist nicht das Problem, das ist garnicht so wild. Es ist das 'danach' zu Hause. Und es bleibt das 'warum' wieso das so ist, wo ich doch um die frische Erkenntnis, einen neuen Tag früh, mit Licht, Luft und schönen Ideen beginnen zu können und zu lieben, weiss. Audioguide wird viel. Sehr viel. Ein großes Ding. Und schon glaub ich, danach immer weiter abbauen zu wollen, damit wirklich nur noch Puppentheater und Jeskom übrig bleiben. Das sieht eigentlich ja auch so aus, aber es wird nicht dazu kommen oder? Conrad hatte mich auf die neunt-erneute Idee gebracht, vielleicht für das kommende Weihnachtsgeschäft die Domsagen doch noch anzugehen. Der ist jedenfalls konsequent und irgendwann schafft er' das ich es es mache. Dabei hab ich noch nichtmal die Harzer und Drömlingssagen anbgerechnet. Manchmal bin ich ganz schön müde vom vielen Herumlaufen auf dieser Welt. Das merke ich daran, dass ich glaube, immer auf das Ende eines 'Projektes' hinzuarbeiten, um dann endlich ... ja was dann eigentlich? Der Weg, das Ziel, die beiden. Leben macht Mühe, wenn man immer nur am Bedienen ist oder an der Ladentheke steht oder wenn ich es einfach nicht realisieren kann, das gerade das hier mein Ding, mein Leben sein soll. Da ist mir schon manche Probe Jeskom Arbeit von der ich denke, ich tu's für irgendwelche anderen Leute. Ich bin echt kurzfristig.

🔒 Nur für Claude | Zehnsucht seit 1995 | 2010