Eine wunderschöne Fahrt zurück in nichtmal 2,5 Stunden übers Land mit viel Sonne, Wärme und einer mich mehr und mehr treffenden JESKOM Musik. Die Texte bringen mich dauernd zum Heulen, weil ich um sie weiss und sie ja auch geschrieben habe und weil die eben auch so alt wie wahr sind. Und das sind keine schönen Aussichten. Jetzt bin ich wieder hier, wollte den Steuers in Perleberg nicht auf den Keks gehen ohne mich tags zuvor anzumelden; am Scheideweg geradeaus zu Mandy hin oder nach Haus zögerte ich auch und entschied mich für das hier. Das hier, was gerade eine unglaubliche Einsamkeit mit purzelnden Tränen bedeutet. Ich fühle mich total alleine. Ein bisschen wie nach einem Ferienlager., das nun auch nichts Lebensübergroßes war, nachdem aber irgendjemand (wieder) da war. Und davor hab ich mich selbst ... ich kann das nicht ausdrücken jetzt.
Mir gehts in Hals und Kopf nicht so richtig gut und denke, wenn das der berühmte Dauerzustand niedrigen Blutdrucks oder so sein soll, dann machts noch weniger Spaß. Klingt alles recht unbeghaglich, obwohl Zapel die absolut richtige Entscheidung war. Das "Danach" isses. Draussen scheint die Sonne, es ist warm, die Luft ist fantastisch und ich ... weiss absolut nicht, was ich jetzt machen soll.
Drei Tage "wech" ohne Alkohol und extrem wenig Tabak. Ich versuche, dem nichts Großartiges beizumessen (obwohl es statistisch gesehen ein absoluter Hammer ist) und hab mir gerade Zeugs für Suppe und enorm viel Vitamine gekauft. Ich glaube, es wird darauf hinauslaufen, mir es so bequem wie möglich zu machen und einen schönen Film zu sehen. Oder irgend so'n Scheiss.
Gay Gästehaus Schwerin Zapel
Hätte ich nicht gedacht, dass ich das mal so ohne großartiges Hadern hinbekomme. Bin hier seit Mittwoch und überlege schon den Sonntag. Mal sehen. Gestrige Wanderung noch durch guten Schnee brachte es plötzlich ein bisschen deutlicher auf den Punkt: Nämlich, dass ich deutlicher werden muss. Die ganzen schönen Sprüche (siehe "Alchemie") bringen zwar schöntraurige Tränen der Erkenntnis und die vielen anderen wie "Sorge dich nicht, lebe" eher Unbehagen, weil das alles nach gequirlter Kacke klingt, solange man nicht in der Lage ist, seinen wirklichen Weg zu sehen und zu gehen. Und meine gefühlte Deutlichkeit versuchte sowas wie Schema aufzustellen, das diesmal von hinten begann. Also vom Punkt JETZT. Und der heisst "Schwerer Blitz mit Blick auf Tod". Die Punkte davor heissen "Unglücklich" und "Alkohol". Beide recht zweisame Eidgenossen. Dann wiederum die Zustände, die dazu geführt haben. Das baue ich hier nochmal extra ein. Wahrscheinlich richte ich einen Leitfaden für den Psychologen ein, der das alles vorsortiert und auf den Punkt gebracht hat. Ohne die vielen Ereignisse, die da mit reinspielen oder parallel beungünstigende Faktoren etc.
Wie dem auch sei, das Gästehaus ist ein sehr ruhiges, angenehmes welches, liegt sehr idyllisch und das eigentlich Besondere liegt ja nunmal darin, das es sich um ein Gay-Gästehaus handelt. Nun liefen hier keine nackten Superschuwlen rum und es gab weder "Haaach" noch "Tütüü", es gab allerdings schöne Gespräche. Es waren ja nur Torsten & Frank (die Besitzer) und Harald & Olaf da und die Gesprächsthemen waren so amsüsant wie informativ, bisschen lehrreich, bisschen ironisch-witzig und mit Torstens meklenburgischer Schnauze wirklich angenehm. Was mich aber auch nicht davon abhielt, ein bisschen angeregt meine Wanderung durch den Wald in einer kleinen Hütte mit einem autosexuellen Spaß genüsslich zu versehen, der sich in der anschliessenden Sauna nicht minder genüsslich fortsetzte, Das lag tatsächlich an der "normalen" Umgebung und ich bin in solchen Fällen wohl auch ein bisschen - fehlt mir das Wort zu: Meine Vorstellungen, Vorlieben und Ideen wurden halt angeregt. Ich kann mir echt gut vorstellen, mit einer Liebe hier Station zu machen. Es ist nicht aufgesetzt und zwanghaft (das war das fehlende Wort), sondern, weil ich mich mehr und mehr darauf einlassen kann: realistisch und ein bisschen geborgen. Und ich ertappe mich dabei, in Bewegung wie Feeling ein ganz klein bisschen weiblicher zu sein.
Mein vordergündigstes Ziel hier war, runterzkommen, dem Alkohol den Rücken zuzuwenden, damit ich meinen Kopf wenigstens ein bnisschen aus dem Dreck ziehen kann, ohne gleich wieder die tyischen All-Inklusive-Lösungsansätze herbeizudenken. Gefällt mir gut, runterbringen, runterholen (hö!), rumliegen. Auch wenn ich diese bisher ersten beiden Nächte nicht gut geschlafen habe, was sicher am kalten Entzug liegt, so ist es doch die richtige Idee gewesen, so ein kleines Sanatorium auch ohne viktorianische weisse Villa aufgesucht zu haben.
Nächstes Mal will ich eine samstägliche erotische Tantra Massage dazu! Und vorher einen Freund. Zum Mitnehmen. Zum Liebhaben.
Alchemie
Eigentlich wollte ich mir keine Sprüche aus dem "Alchimisten" aufmalen und das ganze Buch ist auch sehr religiös und spricht von "der Hand", woraufhin mir sofort Schwarzenegger in einer Tankstelle einfällt. Allerdings finde ich ein paar sehr schöne Ansätze darin, die ordentlich Schmerz bereiten. Hier die wenigen:
Persönlicher Lebensweg? "Es ist das, was du schon immer gerne machen wolltest. Alle Menschen wissen zu Beginn ihrer Jugendzeit, welches ihre innere Bestimmung ist.In diesem Lebensabschnitt ist alles so einfach, und sie haben kene Angst, alles zu erträumen und sich zu wünschen, was sie in ihrem Leben gerne machen würden. Indessen, während die Zeit vergeht, versucht uns eine mysteriöse Kraft davon zu überzeugen, dass es unmöglich sei, den persönlichen Lebensweg zu verwirklichen."
Was der Alte da sagte, ergab nicht viel Sinn für den Jüngling.
"Das sind die Kräfte, die uns schlecht erscheinen, aber in Wirklichkeit helfen sie dir, deinen persönlichen Lebensplan zu erfüllen. Sie entwickeln deinen Geist und deinen Willen, denn es gibt eine große Wahrheit auf diesem Planeten: Wer immer du bist oder was immer du tust, wenn du aus tiefster Seele etwas willst, dann wurde dieser Wunsche aus der Weltenseel geboren. Das ist dann deine Aufgabe auf Erden."
"Selbst wenn es nur der Wunsch ist, zu reisen, oder der, die Tochter des Tuchhändlers zu heraten?"
"Oder einen Schatz zu suchen. Die Weltenseele wird von dem Glück der Menschen gespeist. Oder vom Unglück, von Neid, von Eifersucht. Unsere einzige Verpflichtung besteht darin, den persönlichen Lebensplan zu erfüllen. Alles ist ein Ganzes. Und wenn du etwas ganz fest willst, dann wird das gesamte Universum dazu beitragen, dass du es auch erreichst!"
// das macht mich allerdings ein bisschen betroffen: Offensichtlich hab ich damals nicht hingehört- auf mich. Aber der letzte Satz fährt mir in Mark und Bein. Nochwas:
"Niemand muss das Unbekannte fürchten, weil jeder Mensch das erreichen kann, was er will und was er braucht. Wir fürchten uns lediglich vor dem Verlust dessen, was wir besitzen, fürchten um unser Leben oder die Felder, wie wir bestellt haben. Aber diese Angst vergeht, wenn wir begreifen, dass unsere GEschichte und die der Erde von derselben Hand geschrieben wurden."
// da ist sie, die Hand. Der Herrgott. Aber ich entnehme hier ganz einfach, dass Güter oder gesammelte Schätze auf dem Weg garnichts bedeuten, dass sie vielmehr Mittel zum Weiterkommen sind; und sei es, die Fähre in ein anderes Land zu bezahlen. Das Buch zielt allerdings letztlich ja doch wieder auf einen Schatz in der Sakristei in Spanien- des Jünglings Heimat ab. Auch wenn der Wind danach einen Kuss von Fatima aus der Oase auf seine Lippen legt. Ein Mann und seine Bestimmung. Alt & Dick oder wie gehts danach weiter? ber pass auf. Hier noch:
"Jetzt beginne ich erst mit dem, was ich schon vor 10 Jahren hätte machen können. Ich bin froh, nicht 20 Jahre damit gewartet zu haben."
// Großes Desaster mit der Hoffnung, es mit 2 multiplizieren zu dürfen, um es dann jetzt aber wirklich hinzukriegen. Letzter:
"Er und sein Herz wurden gute Freunde - einer wurde unfähig, den anderen zu betrügen." // Ganz großes Lob hier an dieser Stelle und ich glaube, mein Herz spielt die ganze Zeit schon mit und zeigt mir Dinge und fühlt mir Tränen oder zieht sich zusammen oder schlägt ganz laut ... und ich kann das jedes Mal begreifen. Aber irgendwas fehlt dann noch, der / die das Konstrukt zu Ende denkt und bringt.
Coelho ist wahrscheinlich deswegen so bekannt, weil es wahrscheinlich einer ganzen Menge Leuten ziemlich beschissen geht und alle im Grunde ganz genau wissen, woran es liegt. Und einer davon bin ich.
Kopf in den Wald
Hab schon wieder leichte Panik, dass ich mir zuviel von diesem Forsthaus www.gay-gaestehaus.de im Wald von Schwerin vorstelle. Merke ich daran, dass ich darüber nachdenke, was ich alles mitnehmen will, um sonstwas für viele tolle Dinge zu machen. Ich will eigentlich nur da rumhängen und damit einverstanden sein. Und sehe derweil zu, dass ich genug trinke vorher.
Ich bin jetzt nochn Stück mehr durch als vorher, weiss, dass ich das wieder hin- aber nicht gebacken kriege. Und hab ganz schön Panik, wie ich dieses Level ohne Highscore wieder verlassen kann, um wenigstens auf eine Basis zu kommen, von der aus ich besser denken kann. Ich glaub, das ist meine einzige Vorstellung dieses Ausflugs. Das wird hart.
So wie jetzt ist es ganz tief unten. Es rührt mich alles und macht mich traurig, aber nicht greifbar und was ich hier schreibe, ist unglaublicher Mist, weil mein Kopf tief unten im Dreck steckt, bevor die Seele überhaupt eine Chance hat, zum Zuge zu kommen.
Hirschkuss
Sechs Bier, drei Hirschküsse, hundert Zigaretten Und jetzt heule ich mich durch den Vormittag. Und keiner guckt zu, während ich aufpasse, im Spiegel ausreichend wässrige Augen zu entdecken. Und keiner weiss. Ich am wenigstens. Aber es kotzt mich wahrscheinlich immer noch nicht ausreichend an. Die Entscheidung zwischen dem Weg nach vorn und dem endgültigen Seinlassen geht immer irgendwie nach hinten los.
Ich weiss nicht, was ich dazu noch schreiben soll
Ronald
Hab eben mit Ronald ein ziemlich langes und anfangs ungemütliches Gespräch gehabt. Ein grundehrliches. Wie eine der damals typischen "Aussprachen". Er wollte mir eigentlich nur seine Sicht auf die Dinge sagen, damit ich weiss, was da bei ihm abläuft und warum er nachts aufwacht und darüber nachdenken muss und ich weiss wie Recht er hat. Und hab mich wie immer dabei so schuldig, so ertappt und so missmutig gefühlt, dass ich beinahe aus irgendeinem Fenster gesprungen wäre. Paterre. Auch das kanner also nicht.
Bevor ich das mit meinen Gedanken verschleiere, brings ich es auf den Punkt: Meine Art, die Dinge zu besehen und zu verwirklichen, stösst andere eher vor den Kopf, als Wege nach vorn vermuten zu lassen. Betrifft vor allem JESKOM. Album in letzter Sekunde fertig. Immerhin. Und nun? Was ist mit den Trailern, den ganzen Sachen die wir auf grünen Zetteln im Oktober festgemacht hatten, was ist mit den Plänen für die JESKOM? Wie soll das überhaupt weitergehen?
Ich bin nicht mit ganzem Herzen dabei und habe immer das Gefühl, abzuarbeiten. Alles ist schwere Mühe. Todo-Listen. Noch und noch mehr. Und nichts zu Ende bringen. Ich krieg das hier nicht alles aufgeschrieben, der Punkt ist genau der, dass mein ganzes Tun und Handeln eher einer Sklavenarbeit in einem Bergwerk gleicht, die keinen Spaß macht, die immer nur das bedient, was von aussen anfordert, obwohl es doch von innen, von mir kommen sollte. JESKOM ist doch MEIN Projekt. Und da liegt der ganze Müll begraben.
Pause an dieser Stelle. Später weiter. Schlüssel im Herzen finden, der das alles mal aufschliessen kann. Emo-Freak, der von allen bis zu einem bestimmten Punkt geliebt und bewundert werden will? Meine Gedanken sind eingekerkert. Komme hoffentlich wieder und will nicht erschossen werden. Danke.
Wie soll ich denn real getten, wenn ich mir dauernd selbst was vorspiele? Elke Heidenreich sagt: wenn du etwas ändern willst, kannst du das sofort, hier und jetzt tun. Die Listen versagen, die Ideen prallen an den Wänden der Realisierung ab, die Wünsche sind nicht ausgesprochen und ich kann keinem die Schuld dafür geben.
Bekomme ich mich eigentlich nochmal irgendwann nüchtern genug, um wenigstens ein bisschen Basis zu schaffen? Lasse ich den Alkohol wieder für 7 Wochen sein um danach genau so wie jetzt weiter zu machen? Wo bin ich denn? Keine Ahnung. Und wer? Was ich bin, wurde mir heute erneut bestätigt: Immer der selbe, wenns um den Müll geht, den ich einfach nicht in der Lage bin, mal in die Tonne zu bringen.
CHAOS
Erschossen!
Weil das Jahr gerade erst angefangen hat, klingt es nicht sonderlich spektakulär zu sagen: dies war die schrecklichste Nacht 2011. Hab natürlich aus dem Konter-Sekt gleich wieder 2 Flaschen gemacht, endlos in Facebook und schöne Mails geschrieben, um gegen 21:00 Uhr ins Bett zu gehen. Mit fatalen Folgen: Umd 03:00 Uhr war die mühsame Nacht zu Ende, ein Gladiatorfilm auf der Couch machte mich ein bisschen müde und der zweite Versuch der Rumwälzerei dauerte bis kurz nach 06:00 Uhr. Dann lag ich wieder auf der Couch bei irgendwelchen Dokus über japanische Marathon-Mönche die 36 Tage nicht schlafen (haha!) und kam nicht weiter. Im Halbschlaf, der bis gegen 10:30 andauern sollte geschah dann Folgendes:
Ich fuhr wahrscheinlich mit meinem Bus, der vorne offen war, wie die alten Stahlwerkfahrer: also ich vorneweg und versuchte, das Gefährt zu lenken und nicht dauern von der Straße zu gleiten. Das war echt schwer. Und diese Szene gab öfter. Und immer am Ende sah ich am nahen Horizont einen Mann mit Maske (ähnlich der vom aktuellen Batmann-Film, Anfang Raubüberfall), der die Pistole über den Horizont richtete und dort offensichtlich jemanden erschoss, bevor er sich dann umdrehte, auf mich zukam, die Maske abriss, die Pistole wegwarf. Passierte nichts weiter. Ich war ja auch zu weit weg und hätte das garnicht beobachten können.
Diese Szene wiederholte sich noch 2 Mal. Aber beim insgesamt dritten Mal, war ich mit meinem Gefährt diesmal ganz nah ran an der Szene. Er drehte sich wieder um von seinem Schuss und riss sich die Maske vom Kopf. Keine Ahnung wer das war. Und hatte die Pistole noch in der Hand. Aber ich war zu nah und es war offensichtlich, dass ich genau gesehen haben musste, was er da gerade gemacht hat. Nun war ich doch aber mit meinem Gefährt beschäftigt und hab, als er mir entgegenkam, extra weggeguckt, um ihm zu verdeutlichen, dass ich im Moment andere Sorgen habe und um ihn gleichzeitig zu beruhigen, dass ich hier keinen Terz machen werde. Er war wahrscheinlich auch ziemlich angespannt aus der vorangegangenen Situation, nahm mich wahr und ich konnte fühlen, wie er gerade überlegte, ob er's tun würde oder nicht. Spontan tat er es. Er erschoss mich.
Und diesen Moment kann ich schwer beschreiben. Das war unglaublich intensiv. Ich habs vorhin im Facebook so beschrieben:
"Rastlos. Schlaflos. Glücklos. Da passiert sowas. Is schwer zu beschreiben, aber Sterben is ziemlich friedlich. Es wird still und dunstig und in dir steigt was von ganz unten bis oben auf. Und in dem Moment weisst du was, dass es zu Ende ist. Dauert beim Direktschuss in die Brust ungefähr 4-5 Sekunden. Wär ich nicht aufgewacht, wär ich jetzt wirklich tot. Wao.
Aber der Moment der Gewissheit ist das Intensivste, was ich jemals gespürt hab. Bin anschliessend sofort in der offensichtlichen Realitätswelt gegen einen Türrahmen gelaufen. Na gut, dann leben wir halt noch ein bisschen weiter. Warum nicht. Vielleicht hauts ja mal hin. Das Leben und so."
Und das wars wirklich: Unglaublich stark. Meine Hoffnung war weiterhin: Bitte nicht! Und dieses tiefe Brausen von unten nach oben machte so eindeutig klar, DASS es jetzt soweit war. Es tut nichts weh, es ist eine Bewusstseinsveränderung von "Allem" auf nur noch mich und den ganz kleinen Moment. Bis die Phase kommt, an der ich mich frage, ob es doch vielleicht ein Traum ... naja, und so wars ja dann auch.
Ich bin beim 2. Glas Rotwein und hoffe, dass ich hier keinen Scheiss mache. Bin richtig runter. Körperlich. Inhaltlich. Stimmlich. Fürchterlich. Würde mich freuen, wenn ich das mit Schwerin wirklich mache. Mal raus, bisschen Foto, bisschen Musik oder irgendwas. 3 Tage. Und so große Angst vor schwulen Pensionen mit Sauna muss ich nicht haben. Kann immer noch alles selbst entscheiden. Oder was.
Ansonsten: Yeah! Ich lebe ja doch noch. Und die Traumdeutung sagt darüber: "Wird man im Traum erschossen, sollte man danach trachten, sich von seinen Hemmungen zu befreien, da man nur so beträchtliche Schwierigkeiten überwinden kann."Glaubs oder lasses: Aber es ist eine phantastische Idee!
Regenbogenwink.
Das Jahr der Entscheidung
Das klingt natürlich sehr heroisch und ultimativ. Aber es hat damit zu tun, dass es so ist: Entweder ich besinne mich und mache mich frei für meine Möglichkeiten oder ich dumpfe weiterhin durchs Leben, das so kein wirkliches ist. Der Countdown auf 41 ist nicht wirklich schlimm, aber eine mahnende Erinnerung. Ronald ist mein Jammern ja schon seit längerem los und ich hab mich auch soweit ausgekotzt bzw. leer geräumt, dass es jetzt nur noch darauf ankommt, ob ich es packen will. Und wenn nicht, sollte ich ein bisschen konseqenter sein und nicht lange zögern. So fetzt es jedenfalls nicht. "Weisst ja, wenn die Sonne kommt, ist's wieder gut." Also lass sie einmal kommen und mache ab da weiter. Aber mach irgendwas!
Und wenn du nicht weisst, womit du beginnen kannst, dann lass das Saufen sein und tu was gegen deinen Rettungsring am Bauch, der dich so oder so auch nur nicht retten wird.
Schlussartikel
Ein sauberer Blick am letzten Tag wurde mir enorm selbstverschuldet also auch verwehrt. Ich bin weiterhin so alle wie kaputt und zu Ronald vermag ich auch nichts weiter zu sagen, als dass es mir um mich selbst leid tut, ich ihn aber verschone mit unlösbaren Trauertiraden. Ich formuliere sie ja mittlerweile selbst mir gegenüber auch nicht mehr. So runtergekommen? So platt und stumpf?
Also doch was vornehmen für 2011? Aber an sowas glaub ich ja nicht. Eigentlich nur aufhören zu saufen- das wär die halbe Miete oder?
Kann nichma was Bedeutsames hier reinschreiben, so von wegen letzter Eintrag und so. Das Jahr ist zu Ende. Ich bin es auch und beide haben aller Voraussicht nach die Chance, neu zu beginnen. Schlauer wird das hier heute nicht und ich sage nicht unbedingt froh:
TSCHÜSS.
Nachtrag: Forsthaus zu Zapel in der Nähe des Schweriner Sees. Go Sanatorium. Ist zwar schwul, aber eine gute Idee. 3 Tage wech.
Alterszenario
Irgendwann, wenn ich mich tatsächlich besonnen haben sollte, wenn mein Feuer etwas leiser brennt, wenn ein Großteil meiner Freunde vielleicht nicht mehr leben oder woanders sind, wenns sachte gebrechlich oder so wird und auch nur denn, wenn ich wirklich die Kurve kriegen sollte, werde ich eines Tages da sitzen- wmöhlich bei einem Glas Rotwein, und darüber nachdenken, was ich alles hätte machen können, als ich noch so jung war. Und selbst damals, als ich 40 wurde, mir die ganze Welt vor Füßen lag und ich eher daneben.
Und dann werde ich mich grämen und erneuten Grund zur Traurigkeit haben. Dieses Szenario passt ja jetzt schon. Und das ist immer wieder oll, nachzudenken darüber was hätte sein können, wie alt ich nun bin und so. Jaaa, ich weiss, endlose Litanei. Und immer wieder der Blick auf das was doch aber ab JETZT alles möglich ist. Aber durch mich und wegen mir nichts wird.
Neulich am Frühstückstisch (klingt wie Hoffmann) als ich die Tränen nicht halten konnte ... und ein ganz ganz tiefes intesnives Gefühl stieg von unten auf und drückte mir schwerstes Wasser aus den Augen. Kein Schluchzen, keine lange Heulung- einfach ein unglaublich tiefes schweres Gefühl, dass mich fast verzweifeln lässt. Ich bin kein Kind von Traurigkeit? Nee, eigentlich nicht, gerade wenn das Gegenteil als Euphorie regiert. Wenn die Sonne kommt, ists wieder gut. Heisst, wenn ich mich zusammenreisse.
Ich habs nicht gelernt, so traurig und ehrlich zu sein, sein zu dürfen, um mich in mein Innerstes tief genug fallen zu lassen ... um dort nachsehen zu können, was ich wirklich möchte. Um es daraufhin zu formulieren. Zu verwirklichen. Folge dieser Unfähigkeit in Verbindung dieses deutlichen Gespürs von Lebenswillen ist eine Ambivalenz, bei der ich bis heute zwischen Hell und Dunkel meistens torkele.
Wao. Das tat gut.
Delirium
Ich bin im Delirium. Ich fahre Auto, weiss. das es nicht gut ist und habe Angst, abzuklappen. Im Puppentheater lasse ich mich sehen und hoffe, nicht auzufallen. Ich erhole mich danach sachte, versuche ein JESKOM Cover, fange gut an, lasse stark nach, trinke 2 Bier und mache hier die Flasche Weisswein alle. Ich weiss mittlerweile, dass das nicht gut ausgehen kann.
Mannhausen, Mandy, Wegenstedt, Thomas, mal nachgucken, hinfahren ... allein diese Ideen scheinen mir unerreichbar. Ich bin so richtig durch und kriege nicht die Kurve. Und hab enorme Angst, das ich das weitermache. Bis ich umfalle. Is' nich mehr weit dahin, so wie es sich anfühlt. Den ganzen Tag rauche ich nicht und denke über endlich Vernunft nach. Und verfalle daraufhin dem Unsinn, dem Schwachsinn, dem unglaublichen Dilemma, dem Delirium.
Au warrte- mein Tagebuch scheint nicht gerade einen schönen Abschluss für dieses Jahr zu finden. Wöllte gern zwar typisch für meinen Optimismus sein, sieht aber im Moment nicht danach aus.
JESKO! Wir sind zusammen in Gedanken wie im Tun völlig am Arsch!
Scheisse.
nützt null
egal was ich hier schreibe- es scheint nichts zu nützen oder zu fruchten. Bin schon wieder durch. Mit Facebook und der Idee, den Hacker-Angriff zu retten, den ganzen Abend verbracht, statt einfach ins Bett zu gehen. Alles Unsinn. Oben macht Polter-Paule das Übliche und ich bin so durch wie unglücklich über den Stand der Dinge.
Wie vorhin geschrieben: mit weniger Tränen. Was daran liegen kann, dass ich bereits so durch / im Eimer bin, dass es mich nicht mehr rührt / bewegt. Und damit ist es noch gefährlicher geworden. Glaubich jedenfalls.
Momentaufnahme: Kaputt. Selbstzerstörung. Der Geist hämmert, aber konsequenzt sich nichts. Völlig unklar.
weihnachtssingen #3
Es ist geschafft. Sah anfangs mit mir garnicht so gut aus, aber mit etwas Sekt gings nach vorn. Wie soll ich sagen: Zum Schluss fetzt immer alles und freut mich. Und dauert damit auch wieder etwas länger. Siehe Uhrzeit. Und gleich, in 6 Stunden müssen wir los und ich danach ins PT. Ich entschuldige das The,a Alkohol für diesen Moment, obgleich ich zwischendrin daran dachte: es wäre gut, jetzt nach Hause zu gehen. Vielleicht hätte ich es tun sollen und nicht auf Dorschis Vorsichtshalberwarten bis 03:00 Uhr und Suse und ihre schlecht laufenden Schuhe und so auf dem Fußweg ins Stadtfeld weiter zu warten. Im Bluenote für ein Abschiedsbier wars dann aber wieder okay. Und Kathrin war dabei auf ein Wasser und ich hatte kurz überlegt, ob sie vielleicht ein bisschen auf die Jesko-Home-Party erpicht war, die ins Gespräch kam, falls das Bluenote zu haben sollte. Ebenso wie Julia, von der ich noch in der Fichte dauernd dachte, dass sie mich intensiv beobachtet. Kann bei beiderlei Ideen auch völlig falsch liegen, aber irgendwas muss ich mir ja dabei gedacht haben. Komisch wa?
Jedenfalls habe ich jetzt knallroten Lippenstift drauf, der nie wieder abgeht und bin froh, dass das Weihnachtssingen zu Ende ist. Hat Spaß gemacht und war enorm anstrengend, was nicht unbedingt der Show selbst geschuldett ist. Kubon hat sich erstmals heute hingetraut und ich kann gut nachvollziehen, wie das für ihn sein musste, so'n bisschen ausserhalb zu stehen um daraufhin irgendwann mit fadenscheinigen Behauptungen abzuhauen. Egal. Is nich schlimm, wollte es aber nicht unbemerkt lassen.
Ich kann eh nicht so klar denken um diese Zeit mit diesen Getränken, finde es im Moment nicht ganz so schlimm, habe aber in Kopf und Seele die weiterhin schreiende Stimme, dass hier dringend was geändert werden muss.
NEWS: hab Carsten im Gayromeo auff seine Anfrage hin schreiben müssen, wie ich unsere Beziehung sehe. War ja auch noch bisschen im Tee- so gings etwas spontaner. Aber es ist gut gegangen und ich bin froh, sofort ehrlich sein gewesen gehabt haben zu können ... :-) Wir haben uns glaubich vertsändigt und drehen garantiert noch einen Schwulenporno mit uns. Und ich bin darüber nicht unfroh: So habe ich weiterhin Körperkontakt und Sex und kann dabei weiterlaufen auf meinem Weg zum Wirklichen, zum Echten ... zur Liebe. Und muss mich icht rausreden, winden und faule Kompromisse eingehen. Wao. Gut!
Das Jahr und dieses Tagebuch neigt sich dem Ende und ich muss Ronald unbedingt noch erzählen, dass ich diesen ganzen Kram mit meinem teils recht enormen Unglücklichsein nicht mit Absicht oder aus Gründen der Aufmerksamkeitsprovokation baue und dass ich ich das Leben nicht so zielstrebig und zielorientiert wie er begreife, weil ich einfach kein richtiges, greifbares Ziel habe und mir daraus auch keine Zwischenziele ableiten kann. Und noch weniger weiss warum das so ist. Ich will mir keine Quasi-Psycho-Aufbau Strategien vermitteln lassen, aber ich weiss auch nicht, wie ich es machen kann. Dieses mein Leben.
Ich weine etwas weniger in letzter Zeit. Und ich kann es im Moment auch nicht besser beschreiben, weil eine gute Weihnachtssingen-Show vorbei ist, von der ich sagen muss: Es ist nicht mein Favourite im Leben, aber es ist etwas, was ich mit anderen Menschen machen kann und der kleine Erfolg mir gut tut. Nicht aufs große unvorhandene Ziel orientiert, aber auch nicht alleine in der Einzelsäuferzelle zweckfrei verkommen.
Immerhin.
Otto schreit
Otto und Editha beim Weihnachtssingen. Vorher beim Weihnachtsessen mit Eltern, Inge, Ines und new entry: Kai. Wie immer bin ich nicht richtig fit. Immer aus dem gleichen Grund: Zuviel getrunken und zu kurz geschlafen. ich muss dringend mit Polter-Paule sprechen. Wenns denen erstmal im Gedächtnis hängt, achten sie vielleicht mehr auf ihre wunchtigen Schritte und derer Zahl. Das macht wahnsinnig.
Aber es schläft sich sowieso nicht so erholsam mit immer der ewigen Litanei. Und morgen höre ich damit auf. Versprochen! Suche diesen Satzt hier in 2010- den gibts garantiert schon. Weihnachtssingen ist okay, nicht zu überschwenglich und die Partys danach werden sachte leiser. Bleiben Dorschi, Jana, Stef und ich und das wars dann auch schon. Und zu Hause beinahe gleich ins Bett. Nach 2 weiteren Bieren, versteht sich. Und jetzt das übliche: Stimme weg und oll im Kopf und leichte Beklemmungen wegen heute Abend.
Also was nun? Auf Montag und die Flucht nach vorn hoffen? Das ist hier ziemlich knapp alles in der Überlegung, wie ich das mit welchen Gedanken, Vorstellungen und Aussichten angehen kann.
Ich brauche Gründe, um zu leben. Richtige. Längerfristige.
Nicht weil er alles schon weiss, sondern ein paar Dinge einfach nicht packt.
Mehr durch als klar
Wie groß muss so ein Leidensdruck eigentlich werden, damit ich alles hinschmeisse und das alles umkrempele / krempeln lasse, bis es mit mir klappt? Sobald der Alkohol weg ist, scheint alles sofort auf Niveausteigerung + 90% möglich. Bis dann wieder die Fragen nach "und wie weiter" kommen. Konkrete Handlungsanweisungen, liebe Anke, gibt es wirklich nicht. Stattdessen werde ich immer ein bisschen blöder, die Gehirnzellen greifen bereits ins Formulierungsbüro ein, hab schon Bedenken wegen Weihnachtssingen), alles das, was get real werden sollte, verschwimmt dadurch, wird noch weiter undeutlich, unklar. Damit passt auch, was Henning schreibt: "Mehr durch- als klar - kommen". Dass es damit keinesfalls weiter gehen kann ist klar, aber hier nochmal: Welchen Leidensdruck brauche ich dafür?
Es ist Weihnachten. In mir kreisen die gestrigen 5 Biere und ich finds mal wieder nich schön, wie ich schreie.
die letzten sechs
Es geht ja hier nicht ums Ab- oder Aufrechnen dessne, was in diesem Jahr passiert ist. Es geht eher darum, mal nachzulesen, was so geschrieben steht. Und ob ich dabei spüre, wirklich ehrlich gewesen sein zu können. Ich glaubs zwar, aber nicht immer ist die Sicht auf die meine Dinge gänzlich unbehelligt von must haves und should be.
Der Alkohol war wohl eines der wichtigsten Themen und wie ich gerade mit Jana so schön darüber sprach, als Mittel missbraucht. Zum Zwecke der Betäubung? Der Verkürzung? Alles möglich, aber doch nur ein Ergebnis irgendeinen anderen Zustandes, der scheinbar auswegschwer sowas einfordert. Nunja, die körperliche Abhängigkeit ist da auch ziemlich prägnant. Ich hab echt viel Zeit damit zugebracht mich dran zu gewöhnen und merke sachte, wie sich die Normalität mit diesen Zuständen angefreundet hat.
Frage also: Woran liegts oder fehlts, dass es lohnenswert wird, mich auf den nächsten Tag zu freuen; oder besser noch: gleich jetzt, hier mit dieser Wertschaffung anzufangen? Nich so glücklich ausgedrückt, aber Thema ist doch wohl klar. Die Gewohnheit entschärft den Blick fürs Mögliche oder Notwendige und die Erfahrung im nüchternen Zustand hatte bisher immer die selben Ergebnisse: Den Kampf ums Leben bestehen. Etwas gemein, aber sachlich hier die Frage: Aber warum dann? Wofür?
Henning hat im DATEs Januar 2011 so wunderbar meinen Point of State verwörtlicht: "Songs von einem, der mehr durch- als klarkommt". Danke. Hat er wirklich fein beobachtet. Klau ich mir mal.
Dann sehe ich mal gespannt meinem nächsten Versuch entgegen, den Alkohol vollständig für ne längere Zeit sein zu lassen. Mal gucken, was dann passiert, was ich daraus mache. Und hab wie immer n bisschen Bammel davor und es nervt mich, in dieser Hinsicht irgendwie immer derselbe zu bleiben.
live Abschuss
... und da isser wieder: Trinkt Cuba Libre. Vorerst 1,5 Gläser Wein. Auf die Idee hin, den Spiegel soweit gedeihen zu lassen, dass ich schlafen kann und morgen fit bin. Und spüre nebenher nach, ob's nicht doch noch einer sein könnte. Und wird natürlich auch. Und denke dabei enorm an das, was ich alles noch machen will und so niemals erreichen kann. Eine Farce. Nebenbei Facebook und eigentlich überhaupt keine Idee daran. Das schwimmt alles so dahin und torkelt. Die Gedanken machen und bringen nix.
Und morgen werde ich mich dafür erneut verfluchen. Wenns wenigstens schön dabei wäre jetzt und hier ... oooch, das ist oll und gleichzeitig ein bisschen erfreulich, dass mir das so zu schaffen macht. Wenn das auch noch weg wäre, finalisierte sich die Idee vom Ende.
Countdown
Tja, dann zähle mal langsam von 10 auf Null und frage dich, was du gemacht hast in diesen 365 Tagen. Sei verkatert und finde alles superschlecht oder sei nüchtern und aktiv und finde alles supergut mit besten Aussichten. Als Momentaufnahme dient das aber nicht fürs Ganze. Vielleicht gibts ja noch ein Bewertungstool eines jeden Tages, dass ich mal in einer Kurve auswerten kann, damit ich das besser glaube.
Ich brauche Fakten, Fakten, Fakten. To get real? Was für ein wunderbarer Zynismus. Da isser.
bis jemand mich hört
Allerdings geht es in diesen desolat-trüben Zuständen noch weniger, überhaupt darüber richtig nachsinnen zu können, was ich will. Aus Erfahrung besoffen. "Weisst ja, wenn die Sonne kommt, ist's wieder gut". Dann gibts erstmal nichts zu ändern. Eine unwohlige Zwickmühle.
Und immer, ja? Immer das Selbe! Aber wieso? Warum? Das kann man hier bald nicht mehr lesen, da könnte man besser Verweise setzen auf siehe datum## und ##, ebenda ## und parallel ##. Da wird man cool zum Zyniker.
Und ich weiss, dass nur ein Mann gefällt, der sich nicht unterkriegen lässt und mit Zynismus über Wasser hält.
ein ganz kleines Wort noch
für den, der gut zuhört:
Ich hab‘ nicht kapiert,
ich tu so als ob.
Begreift meine Lage,
begreift doch die Folgen,
es gibt viel zu viel Begriff,
begreift es und greift mich,
begreifen kostet nichts;
man redet irgendwas,
und schon ist alles gut.
Auf die Gefahr hin,
die Leute vor den Kopf zu stoßen,
bleib ich hier stehen,
bis jemand mich hört.
burn baby burn
Wenn es kein Ziel gibt, ist alles andere verloren und parallelsymptomatisch langweilig. Alles schon er- und gelebt. Das trunksuchte ablebige Verhalten ist monströs unsinnig und schwer gefährlich. Das immer wieder erneute Aufbäumen macht Freude zu Beginn, dann lässt es schnell nach und die wenigen zwischendrin erreichten Stationen und guten Punkte schmücken das ewig Gestrige wiedermal schön aus. Und hindern damit auch am Ableben. Gestärkt mittels dieser Unlogik gehts so lange bis es nicht mehr geht.
Also was, Baby, was willst du? Die große Liebe? Den großen Erfolg auf der Bühne? Ein geordnetes Reihenhaus mit ängstlichen Kindern?
Such mir was aus. Aber wann? Aber wie?
Schonwaschgang
Wird das eigentlich immer so weiter gehen? Wenn 40 die Midlife-Crisis ist, dann sollte ich das "Mid" weglassen, denn irgendwie wars schon immer so. Außer zu den Zeiten, in denen ich Neues und dazulernte, als alles spannender war und ich ausreichend davon aufnehmen konnte und wollte. Alles bunt und scheinbar möglich. Nur war die Grundeinstellung wohl immer schon so gesetzt, dass ich alles zwar weiss aber irgendwas stimmt nicht und hält mich fest. Und nun himmele ich den jungen Leuten hinterher, die in genau dem Alter von damals sind, als ich wahrscheinlich sachte immer mehr nicht wusste, was ich will. Und noch mehr davon nicht, was ich nicht will. So im Studium ging das alles los. Und was wie danach kam, sehe ich ja. Jetzt bab ich ein Puppen-Haus zum Ankommen und hab fast das Gefühl, es kam ein bisschen (zu) spät?
Alles auf 40° Buntwäsche uni grau und schwarz (wash with similar colors) und Schleudern tuts sowieso ausreichend mit all dem Stoff. Bin ganz schön platt, behäbig, phlegmatisch, unentschlossen, alkoholaffin und weiss, dass das alles sinnig zusammenpasst. Nur mir passts nicht. Ohne allerdings was dran zu tun. Das ist absolut merkwürdig. Aber eben auch nichts Neues. Und gleich gehts weiter.
hammerbreit
... und währenddesen und danach hat der Jesko sich wieder was Schönes zweimal zusammengetütet und gesektet und ist jetzt leer, hat Pullerweh und mal bleibt wieder so richtig schön im Tee. Und knödelt in tausend Gedanken über all diese Milljarden Möglichkeiten (weiler Tina Müller und Selig im TV sieht) nach und hat mal wieder nichts begriffen.
Pech gehabt.
To do, to here ...
Wohin auch ... das Album ist so schön. Und ich habe mir beim Umräumen meines Wohnzimmers heute gedacht, ich nutze die Stahlstripe an der langen Wand, um Fotos von mir wichtigen Leuten und Dingen aufzuhängen. Drauf gekommen bin ich, als ich wie nebenbei bemerkte, dass es doch eine kleine Reihe von Leuten gibt, die ne ganze Menge für mich getan haben. Beginnt mit Ronald, der dieses ganze Album zwar aus seinem Interesse heraus, aber letztlich schon sehr für mich gemacht hat. Und erinnern wir uns an den Anfang - mich damit auch ein bisschen gerettet hat. Da ist Matze, der mir im PT dolle geholfen hat. Ich möchte solche feinen Gesten nicht ungesühnt lassen, möchte das nicht als allgemein gültig auffassen. Tu ich ja auch nicht, nur manchmal entgeht mir das glaubich ein bisschen.
Meine ToDo Listen sind deswegen doof, weil ich sie nicht richtig anpacke und erledige. Und damit also immer auf der Flucht sowieso, und auf der Hetzjagt bin. Es gibt immer so viel zu erledigen aber es ist oft nicht schön. So arbeite ich immer wieder auf irgendwelche Erledigungen hin, nur mitten darin neue ToDo Listen zu bauen. Das ist doch nur "Rabot". Wo bleibt die Freude daran? Ich hab mich einfach noch nicht klar orientiert. Bei der X-mas-Party PT hab ich Micha mal ein bisschen davon erzählt. Und er weiss nun etwas mehr von mir und bietet mir beinahe eine "da müssen wir mal was machen"-Idee an, die ich dusseligerweise fast übergehe. Bisschen mehr Kohle und ich könnte sowas wie FWA Halle weglassen. Weil das nervt und mich ablenkt von den Dingen, die ich wirklich und gern machen möchte. Da simmer beim Punkt: Kann ich das X-Mas nutzen, mein Album fertig zu machen, die Jobs zu erledigen und mich zu besinnen auf das was ich wirklich will? Und noch einen Schritt zurück: Herausfinden, was ich wirklich will?
Ich will Carsten nicht. Will aber den Sex und das kleine Drumherum mit dem Kuscheln und so. Nur komm ich mit ihm nicht weiter. Keine Gemeinsamkeiten, keine Herausforderung. Keine Liebe. Damit wird auch der Sex kleiner. So geht es nicht auf die Dauer. Ich merke das immer mehr. Ich will Liebe! Wie war das mit Homer Simpson an Moe? "Du wurdest geliebt, also weisst du, dass es möglich ist und wieder geschehen kann." Und dazu im Umkehrschluss: "Ich habe in meinem Leben einige Menschen so richtig lieb gehabt (auch wenns nichts geworden ist), also kann mir das auch wieder passieren. Und irgendwann ist der Richtige dabei."
Fakt bis dahin ist: Gelbe Chrysanthemen sind genial. Sehen toll aus und machen ein unglaublich feines Licht in meiner "neuen" Wohnung. Und bis zur Stunde Null muss ich bestimmt noch einmal dem Ronald die Ohren glühen lassen um ihm zumindest Bescheid zu sagen, dass ich das nicht mit Absicht mache, unglücklich zu sein und meine ganzen Bemühungen immer ein bisschen deswegen halbherzig sind, weil ich einfach kein Ziel habe. Auch wenn es einige gäbe. Ich bin immer Alles, aus welchem Grund auch immer. Niemanden enttäuschen, niemanden verletzen und immer drauf acht geben, dass ich einen guten Eindruck hinterlasse. Damit kann man einfach kein schönes Leben machen.
Gleich ist Weihnachten. Wie wird das diesmal? Meine vierzigstes Weihnachten. Ha- da wars wieder: Ich zähle immer und immer wieder meine Jahre im Vergleich zu anderen(m) und auch mit diesem Gedanken werde ich mir keine schönes Leben machen können.
Die Nacht ist kalt
und ich bin alt
gibt immer was zu trinken.
Das Meer ist kalt
so ist das halt...
wie tief kann man da sinken?
so richtig Leben
"So richtig Leben ist das nicht, was wir hier machen" ... mein Zitat heute mit Käse im Bluenote, alleingelassen von Steffen Anhofer und mal wieder nach langem miteinander geredet. Meine Frage nach seiner Liebe ergab imerhin, dass er sich immerhin keine Gedanken darüber macht. Wenn ich ihn so reden höre, tat ich wohl recht daran, ihm zu erzählen, dass es im Laufe der Zeit immer kniffliger wird, sich seine Ansichten mit denen anderer zu teilen um eine Liebe eingehen zu können. Weil man zuviel Zeit hatte, mit sich selbst beschäftigt zu sein. Und die Sicht auf die zurück liegenden Dinge so viel ausgedehnter ist, als auf das, was vor uns liegt. Zumal wir von all den Dingen, die wie erfahren haben, auch in der Zukunft schon ein bisschen zu wissen scheinen. Think Simpson: "Der beste Kuss ... bis jetzt!"
Und ich musste ihm unbedingt eine gestrige Simpsons Episode erzählen, die mir selbst ziemlich ans Herz wachsen sollte, auch oder gerade wenn es Homer war, der nach dem Ende der Beziehung Moe's zu einer sehr kleinen Frau sagte: "naja, du wurdest geliebt und hast selbst geliebt. Das heisst, dass du immer wieder geliebt werden kannst, dass es also geht und du imstande bist, selbst zu lieben." Wao. Das ist echt ein guter Satz.
Trotzdem wird Käse so schnell nicht schwul, obgleich ich ein bisschen Zeit übrig hätte, das Konstrukt zu beobachten. Menno :-)
Zu mir: Ich muss Carsten "beenden". Zumindest diesen Zustand, in welchem ich sein "Schatz" bin und hier offensichtlich eine Zeit einfordernde Liebesbeziehung eingebaut wird, die keine ist. Ich haaaabs ja gewusst, aber laufen lassen. Und das kann ich auch weiterhin tun, bis es schwierig wird, weil er mich womöglich zu sehr liebt und immer oder zu oft bei mir sein will. Geht ja schon los. Ich mag seinen Körper und unsere Zweisamkeit; aber ich mag seinen Geist, Intellekt, seine Welt nicht so sehr, als dass ich mich damit so richtig anfreunden kann und will.
Das muss mir nicht leid tun- er passt einfach nicht zu mir. Ich will nicht nur der angehimmelte quasi-Göttliche sein, der so toll ist und viele Sachen kann und macht ... ich brauche ein Gegenüber, das mich ... och Mann: schwer auszudrücken. Beste Beispiele dafür, was ich meine, sind Ronald, Zwiebel, Käse, Mario, Frank Bernhardt und viele andere, mit denen ich tiefer gehen kann, die mir was entgegensetzen können, mich herausfordern. Die Herausforderung liegt im Moment darin, Carstens stimmliche Ausbrüche der simplen Kategorie zu ertragen. Oh weh, es wird zynisch. Ich möchte mich gern ein bisschen mehr sputen auf meinem Weg. Eine Kuschel- un Sexgelegenheit für Abend und Nacht will ich nicht ausschlagen, aber ich merke immer mehr, wohin ich will. (Was ich eigentlich von Anfang an fühlte und wusste). Das trennt mich von der allgemeinen Auffassung über Schwule, die mit jedem und sonstwie bezaubert und instantwolkenverliebt super ins Bett springen. Neee, ich will jemanden zum wirklich Anfassen. "Get Real" heisst es hier und soll auch so bleiben.
Und Ronald hört mir nur noch 16 Tage zu: ich sollte mich beeilen, ihm nochmal all mein Leid gesammelt vorzutragen, auf das er zwar keine Antwort hat, ich es aber immerhin Ascheproduzierend loswerden kann. Ist Ronald eigentlich meine letzte Instanz? Wüsste im Moment keinen, der mir ausser Mandy so nahe steht. Ach Blödsinn, ich glaube, dass meine Leidenskonstrukte sich tatsächlich schon etwas entschärft haben. Mein letzter imaginärer Galgen hängt schon richtig sauer und einsam irgendwo im Niemandsland. Auch wenn meine grundsätzliche Konstellation mit meinem Leben weiterhin einen Hang dazu haben wird.
Besonders, wenn Alkohol im Spiel ist. Das ist ein multipelkausales Konstrukt und in all meinen lebenslang (bis jetzt!) diffusen unkonkreten Vorstellungen über dieses mein Universum bleibt weiterhin so unschön undeutlich und als gemeinsame Botschaft (weils zudem leichter zu ertragen ist) stehen:
"So richtig Leben ist das nicht, was wir hier machen"
Jahres Ende und Tod
Nachtrag: Ich kenne es aus den Jahren zuvor: als ich von der Weinhnachtsfeier LKJ im Moritzhof (2007?) zurückkehrte ins Bluenote und nach all den jungen Menschen (mit meiner Auffassung nach deren möglicher gestaltbarer Zukunft und der Sicht auf mich) sowas von traurig wurde, dass ich gerne aufgehört hätte zu leben.
Was ich sagen möchte: Ich will diese Weihnachten bitte nicht immer so traurig verbringen, mir die alten Klaus Hoffmann Songs und damit meine Erinnerungen an all das, wie es hätte, wäre, könnte sein sollen anhören und untröstlichg unglücklich sein und das ganze Leben am liebsten hinschmeissen zu wollen.
Hat wahrscheinlich 'ne ziemliche Bedeutung, wenn alles runterfährt und warm und weich und lieb wird, und ich nicht dabei sein kann.
Ich möchte einen Weg finden, diese ganze merkwürdige Grütze halbwegs zu begreifen, damit ich mein Leben endlich zu dem machen kann, was ich bin. Weil ich merke, dass ich das will!
Und ich bin erneut hammerbreit. Welcome.
Ich will nicht sterben. Nicht jetzt.
bitte.
Carsten, Bus & Liebe
Sex: Der dritte ernsthafte Versuch. Carsten. Und ein bisschen Angst. Wie wirds diesmal? Aber jetzt kommts: Cool! Also weit cooler als vorher rittlings, oller noch auf dem Bauch - diesmal zwar ziemlich gleich und ohne Spiel, aber der zweite Anlauf wars dann. Ich habs sozusagen mal richtig ausgekostet, einen Schwanz im Hintern zu spüren. Und es funktioniert. "Funktion". Nunja, in diesem Sinne in der Tat. Ich habs mehr und mehr geniessen können. Klar, bisschen tuts auch weh, aber im Moment der Geilheit ist das nebensächlich- und dann ... dann macht das richtig Spaß. Das Größte dabei ist eigentlich das Gefühl, einen Körper zu umarmen, zu streicheln und mit jemandem kuscheln zu können. Oder das überhaupt jemand da ist, den ich einfach mal anfassen kann. Und das sogar überall :-) Nackt und körperlich unbekümmert. Und wir nähern uns beim Sex immer weiter an. Weil wir uns darin kennenlernen. Das ist zwar gut so, aber ...
... ach Carsten, womöglich werden wir uns nicht lieben und zusammen sein. Also richtig. Schade. Aber es geht nicht anders, weil ich jemanden haben möchte, den ich so gerne und wirklich mag. Ich merk's daran, dass ich ihn auf Abstand halte. Und es ist das alte Lied: Er sieht in mir sein Glück. Er ist gern bei und mit mir. Für ihn wäre alles genial, wenn ich mich so drauf einlassen könnte, wie er sich das denkt. Er will so oft und so viel wie möglich bei mir sein.
Schönes Gefühl, immer und jedes Mal geliebt zu werden (Kerstin, Mandy, Constanze, Lesli, Tobias, Michel ... [keine Wertung eines Ranges oder so!]) und ich muss aufpassen, nicht irgendwann der Auffassung zu werden, dass mein ICH, mein Habitus, meine Wirkung auf die jeweils anderen, mein Alles ... zu meiner Basis wird, von der ich denke: ich muss mir keine Sorgen machen: ich bin ein Typ, den man gerne lieb hat und der alles darf und sich erlauben kann. Könnte schnell überheblich werden. Mach ich zwar nicht, ist aber gefährlich. Nur bin ICH derjenige, der immer niemanden verletzen will, auch wenn er merkt, dass es so schnell oder eben auch grundsätzlich nichts wird.
Und Carsten ist insofern nicht "cool", weil er zwar schon wachen Verstandes ist, aber in seiner Mentalität, seinen Vorstellungen und Ansichten (kenne ich die eigentlich wirklich?), seinem Gebaren irgendwie nicht meinen Vorstellungen entspricht. Wenn er stimmlich ein bisschen unangenehm schwuchtelig übersprudelt und seine Augen hinter verschlossenen Lidern nach oben dreht und mich eigentlich garnicht ansieht, wenn er von irgendwelchen Episoden erzählt, die im Grunde lapidar sind (oder wie Anke so sehr lachen musste, als ich ihr am Telefon sagte "Ich weiss, was er sagen will ... aber er schaffts nicht immer") ... dann weisss ich nicht weiter und es gefällt mir nicht. Mist! Körperlich mitsamt Kuschelfaktor und ist er ziemlich mein Typ. Geistig (und ich hoffe, ich klinge nicht überheblich:) nicht.
Ich lasse es laufen, weil ich den Spagat versuchen möchte. Und ich werde auch sachte in Richtung Michel etwas unternehmen. Klar: er ist ein ziemliches Gegenteil zu Carsten. Inwiefern in allem- muss ich rausfinden. Und möchte es auch. Muss es nur schaffen, mich drauf einzulassen.
Nachrichten des Tages? Hab meinem neuen, noch namenlosen Bus (Burratino?) eine Grüne Plakette bei ATU verschafft. Und eine Kühlbox bei ebay ersteigert, die leider nicht passt. Egal, krieg' ich hin. Jetzt noch Standheizung klar machen und nächste Woche die Alarmanlage Viper 350- dann ist er fertig. Und ich hab ihn noch nichtmal richtig besehen, kenne seine Funktionen und Möglichkeiten nicht und denke: Wenn alles sauber und wärmer draussen ist, werde ich mich mit ihm mal vertraut machen und alles aufmachen. Wichtig ist dabei nur, dass ich mir nicht wieder eine noch qualitativ bessere Basis verschafft habe, um den nächsten Sommer wieder allein unglücklich am Meer zu verbringen. Das wäre wirklich Quatsch.
der Sammler
Verbringe endlich einen Tag damit, aufzuräumen, wenigstens einen Großteil der ewig rumliegenden Dinge zu erledigen. Kann mir echt gut vorstellen, wie sie den Bus klauen und ich "schon immer mal" die VIPER einbauen lassen wollte. Super. Also los.
Ich bin immer noch das Ostkind, welches zum Sammeln, Sparen und Aufheben animiert wird. Ob das Geld, altes Werkzeug oder Urlaubstage sind ... alles wird gesammelt. Und ist es weg, ist es unendlich schade drum. So ein Blödsinn. Natürlich ist ein gewisser sorgsamer Umgang mit den Ressourcen (das klingt wie Brei mit Kotze) schon nötig, aber das Festhalten an den Scheinen, Werkzeugen und längst vergangenen Dingen (auch wegen den Erinnerungen daran) schaffen kein klarerer Bild. Denn diese Erinnerungen tragen meist auch den underbaren Weichspüler in sich: der mit dem wo früher alles besser und so ...
Vorwärts. Und nicht vergessen. Auch wegen meiner Stärke. Vorne ist besser. Zuviele Blicke zurück lassen rückwärts nach vorne laufen. Mit ordentlich Stolpern. Schaumschläger. Sprücheklopfer. Und ganz neu: Dummdei!
der totale Durchblicksstrudel
.. nochmal zum ELMO Gang mit 17 und dem Empfinden, alles überschauen und begreifen zu können: Es ist natürlich nicht so, dass ich alles begreife oder weiss: Es sind die gedanklichen Nebenstränge, die ich mit einem Zustand oder einer Situation / Kommunikation mit einer Person intensiviere. Also: Was hat es damit auf sich, was sind evtl. Konsequenzen, das Umfeld daraus, was ergeben sich für weitere, parallele "Bedingungen"?
Das ist schwer auszudrücken, erklärt aber, warum mich die Menschen meist so mögen: Weil ich nicht nur den sachlichen Fakt in einer Kommunikation sehe und "normal" auswerte, sondern auch die Umgebungsvariablen einbeziehen kann. Mein Gegenüber ist mir NIE egal und ebenso meine Wirkung ihr gegenüber. Das lässt mich offen und zugänglich erscheinen, verständnisvoll, einfühlsam und alles solch Zeug. Ich mache es den Menschen immer recht leicht, mit mir zu kommunizieren. (Es sei denn, ich höre mal wieder schwer, dann führts schnell zur Irritation). Dadurch fühlt sich mein Gegenüber immer recht gut verstanden und aufgehoben und verschafft ein Gefühl des bisschen Einklanges.
Gegenbeispiel wären Leute, denen es nicht so sehr auf Frieden und ein bisschen harmonische Gemeinsamkeit ankommt, sondern die einfach nur ihre Meinung- unabhängig von der Wirkung auf andere sagen. Auch nicht schlecht, doch dies ist nicht die Geschichte anderer Menschen.
Weiss nicht, ob ich das richtig ausgedrückt habe, es kam mir eben in den Sinn, dass mein Bestreben nach Harmonie bei den Leuten schnell auf Gegenliebe stösst. Und genau diese meine Gedanken "Drumherum" sind manchmal so immens, dass ich das Gefühl habe, selbst bei einer kleinen kommunikativen oder gedanklichen Mücke einen friedlichen Elefanten dazuzubauen, der meine Synapsen poltern und das alles in meinem Kopf manchmal ein bisschen VIEL erscheinen lässt.
Mal nachdenken, das könnte echt damit zusammenhängen. Rational versus Emotional. Erklüre auch meine polemisch-problematische Haltung, wenn ich mich zu Unrecht angegriffen fühle und ich dann gerne mit Blicken töten möchte.
Ein Feldversuch einer Erklärung. Gerne weiter.
Wie man traurig wird und bleibt.
Keine Anleitung zum Unglücklichsein (obwohl Watzlawick echt mal eine Lese-Empfehlung wäre). Auch keine zum Bleiben. Heute am Frühstückstisch wars wieder so: eine beliebige Hoffman'sche Zeile reicht mir mittendrin hin und mich fegts dahin. Was war passiert? Freitag & Samstag zuviel gesoffen. Daraufhin stellt sich sowas im Nachgang ein. Polterpaule weckt mich pünktlich halb Sechs und ich muss nach Halle. Doch das isses ja nicht: es ist mehr die Tatsache, dass alles immer wieder so weiter läuft und ich hab immer das Gefühl, da nicht rauszukommen. Meine To-Do-Listen bleiben voll, weil ich es an und nach solchen Tagen nicht auf die Reihe kriege. Nun bin ich auch noch etwas kränklich und den Teen-Boy-Bildern glaube ich manches Mal eine Mimik zu entnehmen, die zornig oder ärgerlich oder aufrührerisch oder wasweissich sind- aus denen "noch was werden kann". Die Adaption auf mein vergeigtes Leben. So fühlt sich das an.
Und der Grund, warum das immer so weiterzugehen scheint? Eine Möglichkeit, besser mit dem Leben klarzukommen, wäre der Verzicht auf Alkohol. Zumindest sehe ich dann klarer und bin weit mutiger. So. Und warum verzichte ich nicht? Weil ich es beherrschen, einschätzen und mir keine Einschränkungen zugestehen will? Weil ich alles kann, weil ich an alles denken kann? Siehe ELMO, 17 Jahre alt, im Hof auf dem Gang zum Angestellten-Klo (meiner heimlichen Wichs-Stätte): Ich kann ALLES überblicken, alles bedenken, aufnehmen, verarbeiten. Ein Gefühl eines riesigen Fundus, aus dem ich mich aus heutiger Sicht nur hätte bedienen müssen, um das für mich Wichtige herauszupicken und zur Vervollkommnung zu bringen. Dann wär ich heute Schlagzeuger. Oder Modelleisenbahnbauer. Oder Architekt? Weltraumfahrer? U-Boot-Kapitän? Draus geworden ist irgendetwas, was mir heute immer noch zu schaffen macht.
Das hatten wir schon oft genug: ich bin halt der Springer und Spagat-Akrobat zwischen den Leidenschaften, der sie damit nur anreisst und es nicht fertig oder weiter bringt. Und weil ich das weiss, wäre eine Art Gentleman-Agreement notwendig: Das zu nutzen, was ich kann und will. Und was will ich? Kann ich lieben? Carsten rückt mir langsam aus meinem Wunsch-Kreis. It must be Love. Okay.
Ich hätte gerne To-Do-Listen, auf die ich ich freue. Das PT kann garnichtmal so viel dafür- wie ich es noch vor genau einem Jahr dachte. Wenn ich alles netto mal zusammennehme, muss ich eher aufpassen, dass ich mich nicht noch weiter mit dem ganzen Workaround überlaste. Überliste. Für alle, mit denen ich zu tun habe, wirkt das aber garnicht so, weil es für den jeweiligen Bereich eher überschaubar und lösbar ist. Aber alle zusammen inklusive mein Umgang mit mir selbst bringen mich gefühlt keinen Schritt weiter. Funktionales Leben und plötzlich biste 50. Das kann ziemlich fix gehen.
So bleibe ich immer gehetzt und traurig und vermittle immer nur anderen die Schönen Aussichten.
Wie wunderbar (und damit zur besten Selbstironie:) Aufschreiben kann ich sowas hier én masse. Falls ich das überhaupt wieder lesen sollte ... Als Anleitung, wie man nicht mehr traurig wird oder wenigstens nicht bleibt, kann das womöglich dienen. Aber tuts das? Vielleicht wenn ich im Sanatorium aufwache und mich 4 Wochen nur mit mir selbst und professioneller Hilfe befassen muss, weils nicht mehr anders geht.
Passend dazu wird der nächste JESKOM-Song: "Wie weit noch": "Hast alles versucht und hast so vieles getan und fängst immer wieder wieder von vorne an. Da ist kein Weg, ist kein Ziel, da ist nur nichts, davon viel. Dann wirst du traurig und du wunderst dich dann, warum das alles so ist."
Wao. Das hätte ich auch gleich hier schreiben können. Hätte Bildschirmschwärze gespart.
JESKOM
(weiterhin drunken:) Hab von Ronald / Zwiebel vor 3 Tagen die Masters fürs WIND Album bekommen. Und? Und sie mir erstmal nicht gleich angehört. Komisch. Hab das alles wahrscheinlich schon längst abgeschlossen, weil ich so schnell bin und meine Euphorie fix wegläuft. Muss das aber alles bezahlen: Zwiebel 1.000 und die CD Produktion. Manno: eigentlich sollte ich heilfroh sein, so was Gutes zu bekommen. Siehe Ronald damals: als wir mit "Weisser Wind" angefangen haben und Ronald mich damit sehr gerettet hat und ich mich zugeheult hab wegen dieses Rettungsankers. Und nu? Schwindet alles dahin.
Ich bin überhaupt nicht mehr objektiv bei dieser Schreibe hier. Weil: Sekt! Das Subjekt ist auch bereits eingeäschert. Aber eins noch: Als ich mir die Masters angehört habe, konnte ich ein bisschen heulen: weils so schön war. Meine Musik ... in ganz groß.
Is' doof, nicht bei Verstand zu sein. Und warum ich das immer wieder protagiere, macht mir zu schaffen. Erneute Frage: Vollständiger Alkoholentzug? Und nochmal Erneut: "Tja, wahrscheinlich gehts nicht anders."
Und nu?
Live Drunk
Du meine Güte, bin ich betrunken! Hab ich noch eben darüber geschrieben, dass ich das besser sein lassen sollte? Klappt nich, wa? Hatte heute eigentlich vor, Anne und Matze einen Dankeschön-Abend zu schenken. Nach einem langabendlichen lieben Chat mit Inga und ganz sehr vielem Rotwein fühlte ich ich einfach nicht in der Lage dazu. Und hab gelogen und meine Erkältung vorgeschoben. Daraufhin kamen die beiden vorbei und brachten mir Gesundheitsmittel. Kamille, Orangen. Tees. Und ich war völlig panne. Mann! Ey! Das fetzt nicht. Das ist so verbogen oll, dass ich mich sogar schäme. Macht man nicht.
Und ich bin heute mit guten Aussichten zu ATU nach Nord gefahren um mir ein AUX-IN für mein Busradio zu kaufen. (Wegen morgen und JESKOM im Bus). Vielleicht sogar Reifen dazu. Und Entriegelungsschlüssel. Der Typ hatte absolut keine Ahnung und ich hatte derweil panische Angst, so rumzufahren: ich war komplett im Eimer und hatte große Angst, während der Fahrt dahin am Steuer zusammenzubrechen. Kreislauf. Delirium. Erinnert mich an die Fahrt, als ich meine Eltern und Strohbachs (?) in ähnlicher Verfassung nach Wolmirstedt fuhr und ich dachte zwischendrin, ich müsste sterben, weil mein komplettes Niveau abkackte und ich das Busfenster aufmachte in der Hoffnung, dass mir frische Luft das Leben wiedergibt. Das war richtig knapp. So wie heute. Grütze!
Und für morgen bei Anke mit Mari, Leo und Käse sehe ich auch bereits schwarz. Wegen Sekt, Rotwein und wieder Sekt. Alles während der Arbeit am Web der Freiwilligenagentur Halle. Klar, sind zwar 750 weitere Euronen, aber was hat das damit zu tun wie ich mich hier fertig mache? Ich kanns also offensichtlich nicht allein. Und es wird peinlich zwischendrin. Nich schön.
Es muss aus Liebe sein...
Ha er wohl Recht gehabt, der Klaus: Es muss aus Liebe sein. War mir aber auch ein bisschen klar gewesen, auch wenn ich es und ihn und uns laufen lassen kann. Und es im endlichen Sinne wohl auch tun werde. Aber es ist dennoch ein gutes Gefühl, sich in den Arm nehmen und in mehrfacher Hinsicht verwöhnen zu lassen. Irgendwann kommen dann natürlich die Kleinigkeiten, die sich dann sicher zu einem Ende zusammenbrauen. Er streichelt nicht so schön, er nimmt meine feinsensitiven Punkte nicht so wahr, er ist in seinem Handeln seinem Geiste gleich ... auweia, sowas kommt aber in der Stille nach den ersten Schüssen. Übrigens sind Gummidildos weit unerbittlicher als es die echten sind. Cool. Aber dennoch immer wieder gern ein Wagnis.
Kurzum: es muss aus Liebe sein. Und ich liebe ihn nicht. Auch nicht noch nicht.
Ich habe einen Bus. Nunja, nichts Neues, aber seit Montag fährt und friert er. Wir haben hier mehrere tausend Grad Minus noch bevor der Winter sich so nennen darf. Fährt sich gut und ich glaube, wir werden gute Freunde. Einen Namen hab ich noch nicht für ihn, aber die üblichen Pläne ... oh weh, hoffentlich kann ich weiter so frei und geradeaus sein wie zur Zeit. ich gehe wieder zum Schwimmen, stehe kurz vor Kieser-Start und hab auch so den Alkohol ein bisschen reduzieren können. Und schon gehts! Und hab keine Skrupel, mit Carsten an die Ostsee zu fahren, um uns nicht nur im Bus der sexuellen Leidenschaft hinzugeben. Aber ...
Jeskom ist auch fertig und ich habs seit 2 Tagen und noch nichtmal gehört. Warum? Weil das für mich durch ist? Oder zu lange gedauert hat? Letzteres bestimmt. Aber gut- es gibt keine direkte Zustandsbeschreibung für den Moment. Immerhin tut sie weder weh noch macht traurig oder Angst. Und das ist schon ein ganz großes Stück für mich. Und wenn ich cool genug bin, da dranzubleiben, dann wird es in nicht zu weiter Ferne auch endlich "aus Liebe sein".
Oh ja bitte.
ich bin kein Musikus ...
Da kommt 37° im TV und ich sehe mir einen unglaublich schönen, geraden und vorwärts denkenden 18jährigen an, der tanzen will und alles dran setzt. Mit einem Vater, der in mancherlei Hinsicht vielleicht anders denkt, ihn aber in seiner Entscheidung (genau wie die Mutter) unterstützt. Vielleicht hat er Angst, dass er ein schwules brotloses Jüngchen wird. Ein bisschen Billy Elliot- I will dance. Und so sehe ich wie damals beim Simon Rattle Tanzprojekt einen jungen Menschen, der einen Brief aufmacht und darin steht, dass er an der Schule angenommen ist und in mir wühlt und heult es. Ziel. EIN Ziel. Weiter. Auf einer Leidenschaft.
Das Ende vom Lied: nach OP eines kleinen Überbeines und der Reha stellt sich raus, dass er nicht weiter tanzen kann- zumindest keine Profilaufbahn einschlägt. Für mich hart. Er kommt damit klar. Sein Vater weniger, heult ein bisschen und zollt seinem Sohn großen Respekt vor seiner Leistung und seinem Mut. Und da isses dann auch mit mir vorbei.
Hab ich sowas nie gehabt? Fehlt mir sowas heute? Die Essenz stellt sich so hin: Behütet, geliebt, unterstützt, gefordert und begleitet in einer Leidenschaft, die ich vervollkommnen möchte. Keine Angst vor anderen Meinungen, keine eigenen aufgebauschten unechten Verhaltensmuster, in denen ich letztlich doch kläglich versage.Wachstum, Neugier, Freude und Liebe. Bester fester Boden für sichere Schritte nach vorn und zur Seite.
Wir haben festgestellt, dass nur der Zufall mir Beine macht: Das was gerade kommt. Wie der Zug zum liebe Gott (ja- das musste jetzt sein!) Ich bin kein Tänzer, kein Musikus, kein Schauspieler, kein Maler ... ich habe immer nur Teil an all dem und ausgestatte mit Witz, Charme, meist ausreichender Intelligenz und einem gewissen Schönheitspotential hangele ich mich durch all diese Gewerke und kriegs nicht auf die Reihe, damit glücklich zu werden.
Ich hab mir nicht den Kopf zugedröhnt, ich hab einfach nur wieder bemerkt, dass diese verstrickte depressive Stimmung mich immer wieder ereilt. Mit 40. Mit 50 ... wahrscheinlich mit 100. Und warte dann immer noch auf den Zahltag, an dem mir gedankt wird, dass ich so lange unter so viel Aufwand durchgehalten habe. Aber wer sollte das tun? Und warum der Aufwand?
Auch wenn es Carsten vielleicht nicht wird wünsche ich mir den Mut, nicht an der Vorstellung wie es hätte sein können zu verblühen - sondern an dem was jetzt werden kann zu wachsen. Aber wie?
der Wackelkandidat
Dem Pfad der Erkenntnis, dass Schwulsein ziemlich okay sein kann gesellt sich ein "Aber" hinzu, das meint, es müsse aus Liebe sein. Das ist wahrscheinlich nichts Neues, entkräftet aber sämtliche pornotischen Vorstellungen vom schwulen Sex. Es fetzt wirklich nur, wenn ich mich drauf einlassen kann. Getan. In Burg. Carsten. Okay, ich glaube, er wird vermutlich nicht vollständig meine Wellenlänge am richtigen Schnittpunkt kreuzen, aber für ein Techtelmechtel der sexuellen Art inklusive Verständnis füreinander ist es in Ordnung. Du meine Güte, wie das alles klingt ... ich kann mich so gut drauf einstellen und damit weitermachen. Und wer weiß, für eine Tour an die Ostsee oder so ... im Bus ... habe ich ein positives Gefühl.
Nicht weitermachen hingegen kann ich mit meinem kontrollierten Anbau vom Abbau des Alkohols. Mit Tobi im BN nach 4 mal Bier zuhause noch ein Glas Wein und dazu eine wundersame Zigarette. Obwohl ich sagen muss, dass so eine quasi-Ohnmacht ein völlig anderes Gefühl war. Wie Valium oder so- nichts tut weh und alles fühlt sich wohlig an. Außer der kommende Morgen im tattrigen Universum, in dem alles immer wieder umfällt und ich mich durchhangeln muss. So gehts aber nicht und in mir schlummern immernoch die vielen kleinen unerledigten Dinge, derer ich mich in so einem Zustand natürlich unfähig zu erfüllen sehe. (uiuiui: deutsch gut)
Es wackelt also ein bisschen: Ich Carste weiter (Donnerstag!) und lasse sozusagen auf mich zukommen, was will. Und hoffe, dass ich mich suchttechnisch in den Griff bekomme. Denn: Es waren richtig gute Tage, an denen ich klar war und was bewerkstelligt hab. Ein bisschen wie ein Gefühl, alles machen zu können, dürfen, wollen ... das sollte bleiben und sich manifestieren. Für Manni wie fürs Fest. Ein frohes sollte es dieses Jahr sein- bitte nicht wieder heulend durch die unerfüllten Sehnsuchtsnächte. Tu was! Aha.
Bus und Bett und Besser:Leben
Klaus Hoffmann gestern in Berlin. Geschenk von Ronald und Chrstina. Ein bisschen wie immer: Es erwischt mich weiterhin bei bestimmten Songs. Hat mit der Erinnerung zu tun. Der mit meinem Leben, mit der Hirnhautentzündung und überhaupt den Anfängen der 90er- meiner eigentlichen Jugend. Was jetzt nix mit der Hirnhautentzündung zu tun hat :-) aber das war meine prägende Zeit, die ich heute gerne noch als verloren tituliere. Was sicher so nicht stimmt, aber die Verklärungen sind die eine Seite, die zusammenfassende Sicht auf meine Entwicklung eine andere. Doch genug davon: Es war ein gutes Konzert mit den üblichen Längen und dem "Adieu Emile" zum Schluss. Was mich ein bisschen fertig gemacht hat. Obwohl ich weiss, worum es in diesem Song eigentlich geht- ich picke mir meine Zeilen da raus und dann sind der König dieser Kinder oder Mein flaches Land, mein Flanderland (hatter beides nicht gesungen) und die paar anderen guten Songs Teil von mir. So ganz tief drinnen, die einer Traurigkeit geschuldet sind, die ich nicht zu erklären vermag. Depressives Wachkomasaufen in einer Welt, in der ich mich und was ich hier soll nicht begreife sind die Folge.
Nunja, zur Zeit geht es Busheftig zu: ich mache mir riesige Gedanken darüber, ob es sinnvoll ist über 20k für ein Auto auszugeben, von dem ich immer nur vage Vorstellungen für die Zukunft und Erinnerungen an die Vergangenheit habe. Es gibt auch Autos für unter 10k die in Ordnung sind. Tja- da stehe ich nun und beginne jetzt mit Pro/Contra Listen. Ein kleines Pro am Rande, auch wenn ich nicht weiss, was mit Carsten wird: Aber in diese Richtung gehts doch mit der Bus Idee. Raus ans Meer und in die Berge und ... mit jemandem, den ich mag.
Schön ist bei der kleinen Anbahnung, dass ich es wirklich laufen lassen kann. Es gibt ein paar Täler und sanfte Berge in der Vorstellung über Carsten. Doch egal- ich mach auf jeden Fall mit. Weil es bisher weder irgendjemandem weh tut, noch ich irgendetwas zu verlieren habe. Es ist der beste Weg. Und selbst wenn alles schief laufen sollte, ich kann das jetzt einfach tun und lassen wie ich will. Womit ich aber immer mehr gewiss werde, wohin ich ungefähr möchte ("ungefähr"- wao.) Und der Michel liebt mich glaubich auch ein bisschen.
Und ne Menge andere Leute auch. Wenn ich wach im Kopf und sauber bin, fühlt sich das erstaunlich gut an und ich hätt' nicht übel Lust, es wieder und weiter zu versuchen. Muss nur vom Stoff nochn bisschen weiter runter, damit die Voraussetzung dafür erhalten bleibt.
Nundenn.
Realizazion Zehnzucht?
Merkwürdig, ich bin immer ziemlich unterschiedlicher Auffassung über mein Gefühl, hier was loswerden zu wollen. Im Moment läuft alles ziemlich ordentlich und ich bemerke einen gewissen Hang zum Vorwärtsgehen. Und dabei fällt die Zehnsucht manchmal etwas nach hinten weg. Womöglich, weil die S/Zehnsucht im Umsetzen begriffen ist. Naja, weiß ich nicht. Jedenfalls kooperiere ich derzeit mit drei Männern. Du meine Güte. Ja, es sind drei ;-) Das Elbkind driftet zwar etwas ab, aber ein progrssives must-have Gefühl lässt mich bei Kandidaten II namens Carasten aus Burg sein womöglich einfache Einstellung zu manchen Dingen vergessen und mich einfach drauf los zu trauen (nein, nicht Heiraten) und mich ein bisschen verwöhnen lassen. "Die Geister die ich rief" meinte Ronald dazu. Muss nur aufpassen, dass er sich nicht enorm in mich verliebt, dann muss ich Seele retten. Abwarte. Bin ja ein guter Junge eigentlich und muss dennoch grinsen, wenn ich mir vorstelle, wie ich diese Situation mal ein bisschen ausnutze ... (hab seit ner Weile auch ordentlich Lust drauf)
Nur niemandem weh tun. Das bleibt Priorität. Tja- und Michel, der Michel ... was lange währt? Aber es kribbelt halt noch nicht beim tiefen Blick. Auch hier lass ich es einfach mal geschehen und bleibe am Ball.
Aufräumen und die Gewichte so setzen, dass es nicht immer so schwer und so viel wird. Schwere Übung, ich weiß. Aber es tut ja sonst niemand für mich.
Schwimmen wieder angefangen- enorme Muskelproteste und Entsagungen sind die Folge. Kalnassy-Eggeling drückt den Rest auf die richtige Bahn und ich komme so sachte wieder in den aufrechten Gang. In mehrfacher Hinsicht. Die 3komma5 Bier gestern im BN haben mir fast den Boden weggezogen- so ausgepowert war ich von all den Aktionen der letzten vielen schönen Tage.
Und weiter ...
Guter Start
Ich muss mich beeilen: sonst schaff ich nicht alles hier rein. Too much Imput. Guter!
JESKOM gestern hervorragend. Wundervolles Publikum. Trotz großer Müde von vorgestern MOZART in Bernburg und nächtlichem Filmebauen für Jeskomleinwand. Manchmal bin ich etwas doof glaubich. Jedenfalls hab ichdie Film DVD wiedergefunden und konnte dann doch noch ganz leicht umrendern. Egal. Samstag nach 2 Bieren im BN um 3 kaputt ins Bett. Müder früher Sonntag Totuer im PT. Mit Nis und Pacal ine LKW-Blues-Band quasi gegründet. Das fetztt alles. Die ganze Woche hat gefetzt. Trotz großem Pensum: aber ich hab mich an mich und vor allem fern von übermäßigem Konsum gehalten. Und das geht- wie ichs ahnte, sehr gut. Und mit Ronald hab ich die Zeit kurz vor Jeskom sehr schön verbracht: Wir haben erzählt. So unglaublich frei weg von der Seele. Keine Vorbehalte, kein Zurücknehmen von Infos oder Gefühl. Alles in mir ist frei und offen. Hab ihm erzählt, wie das funktioniert bei mir: ich war ja lange nicht so immens alkoholaffin- bin nur mit mir nicht weiter gekommen (to get real!) Und da führt meine Labilitität schnell zur Flucht. Kurzzeitiges Aufbäumen (alkfreie Zeit) tut gut, aber ging dennoch nicht ernsthaft konkret zur Sache. Der Sache mit dem Leben. Hört sich ja fast so an, als wärs jetzt so. Und es ist ja auch ein bisschen so: Freier im Kopf und viel mutiger innen drin.
Die Woche war deshalb so fein, weil ich nach vorne gegangen bin und dabei so viel erreicht hab. Und irgendwie merkwürdig, wenn ich bemerke, dass das elbkind mein Schritt in die richtige Richtung (zumindest im Versuch) war, dass jetzt ein Carsten aus Burg im Spiel ist und ich ein bisschen mehr über Michel nachdenke ... Ui: drei Männer im Spiel? Ich weiss wie doof das jetzt klingt: Aber Ronald meint: Michel ist der Richtige (!). Spaß. Naja, er meint: dranbleiben. Und ich fühle nach bei Michel. In den langen und tiefen Umarmungen wenn wir uns sehen; den Vorschlag einer 4-Wochen-Kochkur und alles sowas. Heute hab ich im im PT nochmal in die Augen gesehen und dennoch gemerkt, dass sich da noch nicht so richtig viel bei mir regt und freut. Bisschen. Aber wer weiss ... Und Carsten aus Burg ... naja, da denke ich vielleicht ein bisschen in Richtung Techtelmechtel fürs Bett. Bin mir bei ihm auch nicht so sicher. Wie bei allem. Aber es klingt schonmal ganz gut und überraschen für mich, in dieser Richtung weiter zu gehen.
Dann bei Gregor am Freitag: Freitag war überhaupt der Hammertag: Alles dicht komprimiert und alles hat geklappt. Alles so richtig gut. Und hab bei gregor noch vor Ronald die Kartenauf den Tisch gelegt und Konkretisierung inkl. Zieltermin eingefordert. Da war ich dann wohl Ronalds ganzer Stolz. Hab ich selbst sehr stark registriert.
Jetzt dranbleiben und genau so weitermachen. Mein Umfeld stimmt derzeit tatsächlich so richtig. Es ist alles geebnet, vorbereitet und liegt zur Nutzung bereit. Ich hoffe inständig, dass ich das fortführen kann. Können tu ich's, das weiss ich. Und wollen ebenso. Jetzt muss ich es nur noch wirklich machen. (Ronald würde jetzt keinen weiteren Grund sehen, es nicht hinzukriegen, ich weiss... )
Ich werde das mal intensiv beobachten und mir auch wieder die Zeit nehmen, dass hier aufzuschreiben- so wie es von Anfang an Ziel dieses Tagebuches war und ist. Um es zu begreifen. Und dann werde ich sehen, ob es mir gelingt. Solche Leute wie Ronald und auch bspw. Inga (!) sind allesamt da. Die kann ich auch fragen, da kann ich mich anlehnen und weiterhin anfeuern lassen. Das liegt den Menschen um mich herum auch weit besser, als mich dauernd trösten zu müssen. Damit kommt ja keiner weiter.
Wao. Jesko. Cool!
Realismus und Geistige Gesundheit
Weiterhin zum gleichen Thema und noch etwas mehr auf den Punkt gebracht: Die realistische Einschätzung von Dingen & Sachen fällt mir glaubich schwer. Hat dann auch mit dem Dranbleiben zu tun. Denn wenn etwas zu lang dauert, schleppt es sich und ist weniger von Interesse und Bestand für mich. Dann wirds zum Klotz am Bein. Was wiederum am Style des Ganzen liegt, der besser so gebaut ist, dass ich bis zum Schluss mit freude dran ziehen und arbeiten kann.
Die geistige Gesundheit eines Syd Barret nahm seinerzeit stetig ab. Warum, ist klar. Wenn der Verstand weniger hergibt als vorher, als gewohnt, wirds noch unrealistischer. das Ding durchzuziehen. Und mir fehlen ja manchmal nicht nur die Worte, sondern auch die Logik, der Verstand fürs Ganze dahinter. Eben will ich noch ein jeskomclub Video bauen, schon greife ich zur Gitarre und denke beim anschliessenden Rauchen darüber nach, die Küche zu renovieren. Ja, das ist halb so wild und auch verständlich, zeigt aber hübsch, dass ziemlich viel abflacht und meine Energie sachte den Bach runtergeht. I am expired.
Hab eben noch gedacht, wie ich meine Humpel-Mitleid-Tour beim Thomas Sohr in Burg damals gemacht hab, um mich von ihm retten und lieben zu lassen. Das konnte niemals aufgehen. Doof. Die Findungsphase ist längst vorüber und nun muss ch sehen, dass es noch weitere von meiner Sorte gibt, die sowas durchhaben und noch keinen gefunden haben.
Und wie stehe ich überhaupt dazu: Wenn ich nun eine Beziehung hätte, wir vielleicht zusammen wohnen und so ... zu weit gedacht? Ich wollte irgendwie immer schon allein sein.
Oh-ha, dieser Eintrag macht schön deutlich, was ich alles gleichzeitig denke und dass ich für all die vielen Einträge hier keine (Achtung, jetzt kommts:) konkrete Handlungsanweisung habe. Kennen wir doch. Wer das hier mal liest, wird wissen, dass ich meine ganze Zeit damit verbringe, aufzuschreiben, was alles doof ist, ohne dass ich eine Idee felsenfeste, um einige Dinge zu ändern. Aufgeschrieben und weg damit. Weia.
Verfall & Datum
Ich beobachte seit einigen Jahren einen steten Wandel, den ich schnell versuchen muss, zu beschreiben, bevor er allgemeinverklärt unklar wird und verloren geht. "Unklar" ist das richtige Stichwort. Los gings mit der merkwürdigen Feststellung, dass mir manche Worte fehlen, ohne zwar den Redefluss zu beeinträchtigen, aber dennoch hab ich ein Gefühl, dass sich mein angeeignetes Wissen nach und nach verkleinert oder rückbildet, weil es scheinbar nicht mehr abgerufen wird. Mag damit zusammenhängen, dass ich stets neues Wissen aufnehme und mein Kopf das selektiert nach Wichtig und Weniger Wichtig, aber mir kam das schon sehr so vor, als veränderte sich da etwas grundlegend. Und da ich nicht genau weiß, woran das liegt, schiebe ich es auf mein laues Interesse, überhaupt irgendwo in die Tiefe zu gehen und natürlich den Alkohol. Da ist ganz sicher was dran: Zusammenfassen lässt sich das in ein unschönes "Es flacht ab".
Das Wissen, was uns früher verpflichtend angediehen und abgerufen wurde, ist quasi nicht mehr so notwendig. Jeder 8-Klässler weiss heute mehr als ich Bescheid, wenn es um solche Sachen geht. Und wir "müssen" es ja nicht mehr- wir sind ja erwachsen und damit sowieso schlauer als Kinder / Jugendliche. Aua aua. Wenn das Allgemeinwissen schrumpft, wirds echt knifflig. Vielleicht ändert sich das ja, sobald ich mal eine Position gefunden habe, in der ich mich wohl fühle und von der ich mehr wissen möchte.
Und damit sind wir bei einem neuen Punkt: Ronald hat es am Donnerstag so schön auf selbigen gebracht, in dem er mir im Auto nach dem Gespräch mit Gregor und den Möglichkeiten mit 2und40 live und in Echtzeit demonstriert hat, wie das bei mir abläuft: Ich fliege gedanklich von einem Fixpunkt zm Nächsten und baue mir auf jeder dieser Baustellen kreative und sogar coole Ideen- aber das ganze große Konstrukt (um das Einzelne zu einem richtigen Projekt und damit auch mal fertig zu kriegen) liegt mir genau so fern, wie ich es dennoch gerne überschauen und realisieren möchte (und es zwar auch immer irgendwie schaffte, aber extrem unzufrieden bin und mich erschöpft fühle.) Das ist das haargenaue Abbild dessen, was Dieterloo damals so auf die Palme und uns auseinandergebracht gebracht hat. Nun ist Ronald in dieser Beziehung aber viel deutlicher und sagt mir das und schlägt vor, wie ich (wir) es besser machen kann. Und das tut gut. Aus Erfahrung bzw. der Vergangenheit heraus musste ich immer alles komplett selbst durchziehen. Muss ich aber nicht mehr. Vielleicht sind es die Jahre (die mich dem Alterungsprozess hingeben müssend ziemlich belasten), aber ich hoffe auf die Möglichkeit, das richtig trennen und verteilen zu können. Ich darf weiter spinnen und Ronald fässt das sachlich zusammen und macht die Pläne / Konstrukte dafür. Und ich denke,ich werde darauf hinarbeiten, mir das Wesentliche meiner Träumereien und Spinnereien herauszupicken. Konkret: Musik. Foto. Meine Stimme für Hörbücher etc. und meine beliebte Erscheinung bei Moderationen. Und dieses Abspecken kann ja auch bedeuten, mich in diesen Abteilungen stärker und besser zu machen.
Bestes Beispiel dafür war heute Marco Senscheund unsere Fotosession im PT. Diesmal stand ich vor der Kamera und war so aufgeregt wie ein Anfänger. Und hab mir sein Equipment angeguckt und wollte gleich auch alles sowas kaufen. Und deswegen bin ich hier drauf gekommen: Was nützt dieses Halbwissen, wenn die Ergebnisse ja doch immer nur ein "bisschen" schön sind oder auf Glücksschnappschüssen beruhen?
Also nochmal: Konzentriert auf das, was mir wirklich Spaß macht und auch liegt, werde ich versuchen, die Zentren auszuloten und mich darin stark machen. Auch wenn ich der ewige Springingsfeld bleiben werde- das kann und sollte ich wahrscheinloich nichtmit Macht ändern- das BIN ich. Es ist aber schon wesentlich leichter, wenn ich ein feines Projekt wie den Audioguide anschiebe, Ideen entwickle und Ronald die ganze Planung dessen überlasse- weil er ja damit beim Recording zu tun hat. Deutliche Absprachen, Deadlines usw. Machen wir ja gerade mit JESKOM-Album. Der Grossteil liegt halt dummerweise doch bei mir- weil ich so vieles kann ... hmmm, aber ich weiss, wie ich's meine.
Und eigentlich, ja? Eigentlich muss ich mal sagen, dass wenn Marco Sensche ein paar Jahre älter oder ich jünger wäre- ich ihn ohne Ende anbaggern würde, was bei seiner und meiner Art übrigens ganz sicher funktionieren würde. Er ist ein so lieber und liebesbedürftiger und feiner Mensch, dass es einfach Spaß macht, mit ihm über den PT Hof zu gehen und mich in seinem um meine Schulter gelegten Arm sehr sehr wohl zu fühlen. Also geht und gibt es sowas. Wohlig. In so einen Menschen kann ich mich sehr gut verlieben und ich muss aufpassen, es im Moment nicht zu tun :-)
Das Kapitel Liebe und Beziehung und zusammen und so ist ein weiteres, das ich mir auch mal verdeutlichen muss. "Der allein will und nicht kann..." hat so extrem viel Gehalt, dass es mir Angst und Bange wird, ob ich überhaupt in der Lage dazu bin. Mandy meinte, sie habe damals Abstand gesucht und ich suche nach der Unmöglichkeit (wegen Carsten, dem Elbkind als Familienvater, Ungeouteter und damit eigentliich aussichtsloser Aussicht). Naja- wahrscheinlich wegen meines vorsichtigen Herantastens ... ach Quatsch, Menno, das ist alles Blödsinn- siehe Marco heute! Das geht und wird auch weiterhin möglich sein. Wenn ich meine Augen und die Synapsen offen halte. Was dann kommt, guck ich mir an! Aus die Maus.
Status: I'm okay. Oder?
(Ha! Erwischt.)
wieder alles alle?
Etingen war lang und tiefnacht und ich habs dennoch geglaubt- das mit dem: "So, aber ab jetzt!" Nochn bisschen PT am Abend, mit Mario, Leo und so die Feuerwehr geguckt. Nach Hause. Alles zittrig wackelnd und permanent oll. Das Ende vom Lied war ein Zustand, den ich mir hätte ausrechnen können. Es waren ja noch 3 Bier da und die letzte Flasche Wein ... Und jetzt ist mal wieder alles alle und da kann einfach nichts passieren. Nächsten MonTags sogar PT abgewählt. Das geht schon richtig nach unten. Mit Rene über Stü geredet, der nicht wie ich bis zum Abend wartete, sonderen bereits tagsüber weitermachte mit Wein oder Bier. Der übernächste Tag ist es dann so gerne und oft, der traurig macht. Und ein bisschen hab ich das jetzt. Mario muss am Sonntag Abend sowas gesehen haben bei mir und fragte mailerisch nach: Baby lass dich umarmen und sei dir gewiss, da draussen gibt es Molekülgruppen, die es wert sind, den Kopp in die Sonne zu drehen! 10 Sekunden innehalten!
Was mich zur folgerichtigen Antwort brachte:
Du hast ein wahrlich aufmerksames Molekülgefühl. Mein Kalkülgestühl hingegen wehrt sich gern gegen alles, was gut ist und Sinn macht. Nur weiss einfach noch keiner, warum das so ist. Oder immer wieder so kommt. Oder länger bleibt. Is' nich schön und: Es nervt und nervt und nervt. Ich werde dem erneut entgegensteuern, 10 Sekunden in mir ruhen ... oder lass ich das besser und gehe gleich über zur Instanz des kalten Entzuges. Das ergibt immerhin die Möglichkeit, herauszufinden, wohin ich den Kopp drehen muss.
Dass man das sieht, bereitet mir immerhin Sorgen.
Ahoi Kapitän und mit Dank von mir und Glück bei dir auf die Reise!
sex & tod
Das Übliche. Draussen blauer Himmel, alles Sonne. Jesko drinnen, auch blau und hat schwarze Sachen an. Rasiert sich wo er kann, fühlt sich sexy und weiss ganz genau, dass das alles unglaublicher Mist ist. Was aber sofort ins Gegenteil umschlagen würde, wenn jemand dabei wäre, der das mitmacht. Naja, nichts Neues. Heute irgendwie nach Etingen kommen und irgendwie zurück. Alles verpufft und verblasst. Und wenn ich vom Balkon springe, hab ich garantiert Alkohol im Blut. Eine Zwickmühle wie mir scheint. Jedoch nicht zwick genug um es zu ändern? In diesem Zustand jedenfalls erreiche ich nichts oder noch weniger als das. Aber ich ändere es nicht. Sex und Tod. Komm, mach hin.
Wie schwul bin ich eigentlich?
Mit schwachem Selbstwert ist so ein Thema gerade in der Pubertät tabu. Klar. Weil ich es danach auch nicht klären konnte auch. Klar. Verdrängungsprinzig. Klar. Klar werden. Klar? Sanfte Übergänge? Klar... Jesko, das funktioniert so nicht: Die ganzen Menschen, die ich in meinen Vorstellungen über Liebe und Sex aufgezählt habe, waren allesamt Männer. Auch klar. Und dennoch kann ich die Männer nicht ausziehen und ins Bett schleifen. Das geht nicht. Sex geht: mit Frauen wie Männern, wenn ich mich vertraut gemacht habe. Beispiele?
Mein erster Kuss mit Kati, die ersten Spielereien mit Thomas Wahnschaap (+ Schule +Lehre), der erste Sex mit Kerstin, dann die laaange Zeit mit Mandy und den "einigen" Versuchen mit Typen am Neustädter etc. (siehe dazu previous Einträge) . Zwischendurch Kawa, der mir nach meinem ersten Outing in Wegenstedt sofort sein Ding in den Hintern schieben wollte. Und es ein bisschen später in der Harzhütte auch getan hat. Und ich darf heute noch zugeben, dass ich vollends Willens war, als Kawa später (derzeit noch mit Jana Schirmacher + Sohn) und ich in der Dusche bei Thomas Lange uns aufwärmen wollten, aufs Ganze zu gehen. Das war richtig gut. Merkwürdigerweise (Zufall?) wollte Mandy mitten in der Nacht zufällig im Kellerklo, wo auch die Dusche war, auf Toilette. Ärgert mich heute noch ein bisschen. Sie hätte ja auch oben, wo wir schliefen aufs Klo gehen können. Allein die Vorstellung darüber, was Kawa und ich dort vollenden hätten können, finde immer noch ein bisschen schön schade. Okay- dann Anke: 2009 bei einer Party in Mannhausen, bei der Anke sauber provoziert hatte, dass sie jetzt (und jederzeit) mit mir Sex haben würde wollen. Das ging den ganzen Abend. Aus "Spaß". Und im Bett (inkl. Mandy) hatte ich betrunken genug, nicht anderes zu tun, als an ihr rumzufingern. Das endete natürlich sehr böse seitens Mandy, aber trotzdessen hab ich dabei feststellen können, dass auch der Sex mit mir vertrauten Menschen egal welchen Geschlechtes möglich und schön ist. Naja, ich war auch betrunken und ein bisschen notgeil.
Und hier stellt sich erneut die Frage: Wie schwul bin ich eigentlich und wie ehrlich? Au warte, das Thema möchte ich gern nochmal aufgreifen; denn wenn ein Mensch mir nahe kommt, bei dem ich es zulassen kann, ist es egal, ob Mann oder Frau. Olroid: und jetzt kommt die Gretchen-Gegenfrage: Mit wem kannst du dir vorstellen, richtig zusammen zu sein, gemeinsam ein Leben zu führen; wen würdest du richtig lieben können? Mann? Frau? Mensch?
Bin betrunken genug, um keine Antwort zu finden. Wahrscheinlich und ein bisschen sicher: Mann!
(bisschen? Menno. Get real haut so nicht hin!)
get real
GET REAL ist ehrlich ein gut gewählter Titel. Denn es ist unglaublich, mir Gewissheit zu verschaffen, was realistisch für mich ist. Es sind einfach zuviele Facetten, die unter einen Hut zu kriegen mir möglich, aber nur mit ziemlicher Disziplin machbar sind. Selbstwert liegt immer wieder brach, Vergleiche führen immer immer ins bodenlos Arge. Warum die Disziplin nicht will, ist vielfach erklärbar: Frühe unreife Versuche führten inklusive Angst vor der schwulen Einsicht und deren Folgen ins Seinlassen, spätere Versuche, das Leben für mich zu klären, waren nicht besser: weil ebenso unsortiert und NOT REAL. Nach solchen Anläufen kommt die Resignation und Alkohol ist ja kein neues Thema für mich. Irgendwann dumpft es und der Antrieb für einen neuerlichen Versuch wird geringer. Komisch- wo ich mich doch in 2009 so aufgeklärt und geoutet fühlte. Da wärs doch eine um so bessere Voraussetzung für einen weiteren Anlauf. War ich da bereits über meine Energie hinweg, es erneut anzugreifen? Oder not get real enough? Und schwul sein ist glaubich auch nur EIN Bestandteil meiner selbst. Der ganze Rest schwingt da mit- und was ich alles aus welchen Gründen auch immer nicht erreicht oder mir garnicht erst als Ziel gesteckt habe, macht müde.
Ich kann mich sehr schwer erklären, finde aber Marco Sensche total lieb und süss, was darauf hindeuten soll, dass Ronald und ich sich heute mit ihm getroffen haben, um die Fotostrecke fürs Wind Album mit ihm aufzugreifen. Und das machen wir auch. DAs wird alles heilos viel geld kosten- Zwiebel, CD-Copies, Marco usw. Und ich bezahle das alles und weiss, dass ich eigentlich felsenfest dahinter stehen sollte, wenn ich sowas auf ich nehme. Aber wann bietet sich so eine Chance nochmal? Und warum warten? Ich wär gern nur ein bisschen fitter und sicherer in der Angelegenheit JESKOM. Etwas Aussicht hab ich ja: PT läuft so friedlich und nach dem Gespräch mit Micha auch klar, dass ich MEINEN Weg nicht aus den Augen verliere und weiterer Muggen, Konzerte, Aufträge annehmen und durchführen werde- eben weil das PT mich wirtschaftlich nicht retten kann. Und da muss ich aufpassen und selektieren: JESKOM sollte keine Mugge sein- sondern quasi mein Kind. Im Moment tun das andere für mich.
Ich glaube, ich verliere das Elbkind Carsten, Es ist sein Ausbruch in eine andere Möglichkeit, zu leben und er weiss nciht, wie er es tun soll, trifft sich in Berlin bei einer Tagung mit einem niveauvollen Typen und so ... aber wir beide kommen nicht so recht weiter. und Anke bringt es schon gut auf den Punkt: Ein Typ (und so lieb!) mit seiner Family besinnt sich seiner eigentlichen Neigung und weiss nciht, wie er es am besten tun soll ... und lässt es. Oder zumindest macht er es nicht mit mir. Ach Mann (!) ... ich hab so wenig Aufgreifpunkte. Und kommt mal einer, wirds knifflig. Und ist so einer wie Michel da, ist es nicht "mein Fall". Wenn ich mir den schwulen Sex ohne Liebe vorstelle, will ich überhaupt nicht mehr schwul sein. Quickies gehen einfach nicht. Und Liebe ist ein heisses Terrain. Vielleicht sollte ich mir einfach mal wieder einen Typen greifen und gucken, ob ich es auf Gebrauch runterbrechen kann.
So, und jetzt wirds richtig oll! Forget it!
Was eigentlich ist REAL?
Und was hindert mich daran, den Suff sein zu lassen? Im Grunde ist doch die ganze Welt für mich offen und frei? Ich bin wahrscheinlich zu fest an die Flasche gebannt. Körperlich. Psychisch. Wasweissich.
Bruch: Berlin, Bus und Baum
Die Fahrt nach Berlin bescherte mir das Gefühl, wie man einen T5 mit 102 PS fahren kann. Man kann es gut. Der PT Bus ist wirklich superdürftig ausgestattet, aber das war ganz gut so, um zu bemerken, wie Bulli-feeling-fern diese Kiste ist und aber was man vielleicht draus machen kann. Ich weiss jetzt ein bisschen, was es ist - das mit dem Bus: Es gab bereits zu Darlingerode-Zeiten Ambitionen auf einen Barkas. Mit selbst gebauter Schlafbank an beiden Seiten, mit Gardinen und kleinem Tisch und so. Gabs also schon immer. So wie auch die Unterweltwohnung- kennengelernt im Gördenwald mit einer beinahe ersten sexuellen Begegnung mit einem Rabauken. Ich war wohl 13 oder 14 oder so und er sollte sich übermannen lassen, einen hochgeholt bekommenund sich auf das Mädel legen, das allerdings Helge im Arm hatte. Der hochholende Typ nahm eine Platetüre, weil es ihm oll war ... und ich hab noch Monatelang darüber geträumt und mir vorgestellt, wie alle drei weg sind und nur der Rabauke und ich und so .... Verdammt, das war alles schon so klar und ich bin noch immer am Rumerklären von wegen "Ich bin überall und alles". Due Unterweltwohnung wollte ich mir dann im Garten bauen- auch mit Ofen und Rohr längs durch an der Decke. Also entweder wie beim Barkas ein Rückzuggebiet, das nur mir gehört oder der Nachbau einer erlebten Situation, die mir schön war und zu denken gab und sich eingebrannt hat. Ich weiss es nicht.
Berlin bzw. Starfreak war eine akustische Katastrophe trotz Hörgerät, aber die ganze Aktion war gut. Schon wegen Inga, Anna, Ulli und so. Die Rückfahrt war ein bisschen lang und oll verregnet und ich sß hier und dachte noch an ein Glas trocken rotenen Weines, das sich später als vollständige Flasche entpuppte- trotz enormer Müdigkeit. Das ist immer große Grütze. Aber wie oft denn noch?
So schlecht gings mir eigentlich nicht heute, aber mit Anke und Helene bei meinen Eltern und der alten Story vom Sachen-nass-machen auf Kienwerder und mich wütend ins Wasser werfen um mich anschliessend an den Baum zu binden mit 8 Meter Strippe und der Jesko'schen Umkehrung ins Gute gings dann doch irgendwie ans Eingemachte. Keine Ahnung warum. Und Anke und ich haben beschlossen: Diese Strippe müssen wir baldigst endlich durchschneiden. Oder den Baum fällen. Und Anke traf auf den Punkt: Deshalb rennst du immer los voller Energie und bleibst kurz vor dem Ziel stehen. Ja, weil die Strippe nicht bis ans Wasser langt.
Und mindestens seit diesem Zeitpunkt bin ich irgendwie ziemlich traurig. Und bei Ei Marieke Marieke lässt sich lauter und immer lauter spielen und ernsthaft heulen.
Es lässt sich immer alles so wunderbar erklären und deuten und drüber weinen und lachen ... und es wieder vergessen.
Alter.
Wo immer ich mich aufhalte, mit wem immer ich mich übers Alter unterhalte, es heisst immer: Du bist ja noch jung und hast Zeit. Das verschiebt sich natürlich proportional. Wenn man doppelt so alt ist, sind Verhältnisse wie 10:15 über 20:30 bis 40:60 und so weiter schon immens. Wobei so eine Auflistung ziemlich Quatsch ist. Aber ich bin oft der Jüngere, der junge, wahrscheinlich der jung wirkende, der kindlich gebliebene. Was soll das hier jetzt eigentlich sagen? Nichts weiter, als dass ich weiterhin zu knabbern habe, wenn ich an ... ja, ich weiß. Aber ich kanns ja nicht abstellen.
Der Tag war voll und wieder gut. Eine abendliche Tüte währt bei mir länger nach als gedacht. Immer ein bisschen im Tran. Und dennoch wars gut heute. Und nachher fahren wir nach Berlin. Bin noch ein bisschen gefüllt von den Dingen des Tages; immerhin bleibt was Gutes übrig. Und es kommt noch weiteres nachher.
don't disregard no goods
Jajaaaa, da wirdter gern ein bisschen überschwenglich und weiss nichtmal, wie er die Überschrift machen soll. (Tu nicht missachten keine Guten Zeiten). Vielleicht so: Es war gut. Richtig gut heute. Und gestern auch. Zwar brummte der Kopf von langen Audioguide-Abenden und nächtlichen fetten Verarbeitungs-Träumen mit meiner direkten Umgebung, aber ich war vollkompatibel mit mir selbst, hab alles begriffen, konnte mich auslassen und auch wieder Unsinn machen- so wie ich mich selbst gern sehe und wohlfühle. Es gab übrigens auch für meine Verhältnisse sehr gemäßigten Umgang mit Alkohol, was Einiges erklärt und hier nochmal deutlich machen muss, was eine Position meiner Problematik ist. Die allerdings tiefer liegende Gründe haben muss. Diese Labilität inkl. der Fluchtgedanken kommen ja nicht von allein.
Heute gabs den quasi-offiziellen Abschluss des AG im Pressegespräch. Memleben kommt nochmal, aber das wird. Im PT ist alles irgendwie schöner geworden, ich bin da wirklich angekommen. Das merke ich an den Leuten und dem Fallenlassen der restlichen vorsichtigen Umgänge mit mir. Ich gehöre jetzt dazu. Und die "Wirtschaftsprüfung" heute beim Chef war nochmal so richtig erquicklich. Großes Lob an mich. Ebenso wie die "Lobe" über die Wahrnehmung des PT- geschaffen durch mich. Und das Gespräch mit Micha am Dienstag über mich und meine Kohle und die Sichtweisen waren auch gut. Damit hab ich's mal gesagt und woher soll er das auch wissen, wenn ich es ihm nicht miteile. Ich muss nur aufpassen, dass ich Zusatzverdienste nicht durch weitere Zusatzleistungen (Kompositionen etc.) bekomme, sondern mir den Stand meiner bisherigen Produktivität halbwegs ordenlicher vergüten lasse. Dranbleiben.
Das Elbkind schreibt, es sei bis nächsten Mittwoch allein und "vielleicht sieht man sich ja mal". Tja- wie mach ich es am besten? Meine anfängliche schöne / positive Überraschung bei ihm (wie bei vielem anderen) legt sich immer ziemlich schnell. Und das ist ein bisschen doof. Aus dem Herz, dem Bauch raus weiter. Wieder dranbleiben. Nicht zwingend, aber ein bisschen investieren muss ich wohl.
A propos: VW T5 Startline Busse sind blödsinig teuer. Was mache ich denn nun? Was sagt mir mein reales Bild einer Vorstellung über ein Auto (warn das jetzt fürn blöder Satz?) Hab ich überhaupt eins? Brauch ich so ein Auto mit viel Platz hinten und Bett und Tisch, weil in meiner Vorstellung über die Nutzung alles stimmt, aber es eigentlich ja doch bloß nicht funktioniert und ich lonely am Strand von Bøgsted Rende sitze und alles doof finde? Get real? Hä? Twingo? Mercedes? Klapperauto? LKW? Ich glaube ich kann mich mit dieser Überlegung auch ein bisschen selbst definieren. Was ist denn BUS? Was will ich denn? Der T3 damals war eine Erfolgsstory, weil viele so einen Bus hatten und wir ja auch tatsächlich gute Zeiten damit hatten. Ob Ostsee, Frankreich, Italien usw.. Wir!
Die Gewohnheit und der sich immer wieder einstellende Pegel auf die Basis lassen Trauer, Wut und Schmerz über den Verlust hinwegkommen. Ein Auto, mit dem ich zufrieden bin, und das kein teurer T5 ist, vielleicht ja auch. Ach was, ich lass es reifen. Winter reifen. Bis dahin gibts Fahrrad, MVB und andere, die mir mal aushelfen. Sachte Babe, sachte. Das war irgendwas mit Ball flach halten oder? Mein lieber Ronald, die Tage werden immer weniger. Ab heute sind es noch genau 77. Und dann? Was dann? Kann ich? Werde ich? BIN ich dann? Und warum kommt das nicht von allein? Und was muss ich tun?
Vielleicht ein bisschen mehr no goods don't disregarden ...
vorwärts
Es scheint sich zu bewegen. Also ich. So richtig los und sauber bin ich noch längst nicht, aber der AG drängelt wie wild und ich bin froh, dass Mister Jo selbst ein bisschen kompliziert ist und mir alle Freiräume einräumt. Ich kann quasi machen was ich will. Übermorgen ist das PG und dann ist es allerhöchstwahrscheinlich geschafft. Inklusive mir. Das übliche Grauen. Immer zum Schluss und immer heftig. Gestern noch war Inga da und wir haben QLB Kind und MBG de aufgenommen bzw. korrigiert. Meine Güte, ich hoffe, ich brauche diese Abkürzungen so schnell nicht wieder.
Heute beim Chef ein Gespräch- ein gutes gehabt. Natürlich gehts auch ums Geld. Meine Krankenkasse, die diversen unglaublich vielen Produkte, die ich auf den Plan und oft nur mehr schlecht als recht zu Ende bringe, weil ich mich selbst überfrachte. Das hab ich ihm erklärt und dabei selbst festegestellt, wohin die Reise gehen soll: Auf das Feld, auf dem ich mich wohl fühle und auf dem ich imstande bin, das alles auch zu schaffen und mich dabei gut zu fühlen. Auf den Punkt: Meinen Job laut Vertrag machen, die Zusatzleistungen extra abrechnen. Hat er mir genau so vorgeschlagen. Und für den Eierkuchensong und "Tu was" gibts 1200 Euro und ich soll mir ausfdenken, wie ich das haben will: Aufs Gehalt oder über 2und40. Das klingt nach gutem Einvernehmen. Und so soll es weitergehen. Er selbst kümmert sich mit Doris um die Zuzahlung der Stadt für meine Krankenkasse.
Es ist sehr voll in meinem Kopf und wieder einmal sehe ich immerhin Land. Und nun muss ich dranbleiben und es sauber machen. Nach dem AG ist vor dem nächsten Projekt und ich strebe ja nicht danach, die Füße hochzulegen, sondern es tatsächlich angenehm, aber förderlich für mich zu machen. und da spielt JESKOM mit der aktuellen Produktion und dem Plan und der Finanzierung stark mit rein. GET REAL! Weiss nicht, wo ich das schonmal gelesen hab ;-) Und kommt ein neuer Bus? Geb ich endlich mein Geld hin für etwas Sinnvolles? Bleib ich dann dran? Oooh, ich könnte hier weitere tausend Worte schreiben, ziehe mich aber vorerst zum DVD-Brennen und dann sachte Runterfahren zurück.
Ich meld' mich wieder, ja?!
Morgen ...
... morgen fange ich damit an. Aufzuhören, mich selbst zu zerstören. Mit dem Alkohol als wesentlichem Faktor für das Unwohlsein und das Nichtvollbringen guter Taten. Morgen wird alles besser. Dann klappt das auch mit dem Leben und dem ganzen Rest. Dann geht es endlich vorwärts mit mir und meinem schönen Leben. Das wird bestimmt schön.
Ein herrlicher Zynismus zur Nacht.
Pistenboy's P.S.
Das eigentlich Doofe am Pistenboy Dilemma ist wahrscheinlich, dass ich mir die hübschen Jungs angucke und mir immer wieder dabei denke: Tja- so oder ähnlich haben wir damals auch ausgesehen und die Denke und Fühle lief bei mir bereits haargenau in diese Lieblingsrichtung. Habs ja auch probiert und ging immer irgendwie schief. Ob mit Otschi in Dannigkow und beim 'Mittagsschlaf', Th.Wahnsch./Koch, die Vorstellungen über Kolou oder Weide, im Kabarett mit Nico, später dann Marco Bock (und die verheerende Hochzeitsnacht), Thomas Sohr und noch später Olaf Linde und wieder Nico, Bachmann (wao, ich krieg sie alle zusammen) ... alles sehr daneben gelaufene Ideen. Weil sie für den anderen nur Spiel waren, nur Test, nur kurzer Blick.
(Anmerkung: Film Sommersturm !)
Und nu sindse alle vertäut und ich hab mich damals derweil auf die heillose andere Seite geschlagen, weils dort einfacher war zu finden. Nur um dann dort zu bleiben und zu leiden. Mit kleinen Abstechern. Und auch die waren nicht gut. Das Ganze war nicht gut. Und so lange Zeit. Und nu sindse alt, deine Hände und mit deinen verliebten Augen guckst du dir die schönen Pistenboys an.
Ja, ich weiss, sooo alt bin ich noch nicht und alles kann und alles wird und alles toll ... aber das war eben genau so geschrieben, wie es sich bei mir anfühlt. Und mich damit weiterhin frage: Wie denn nun? Schaff ich das überhaupt, mich auf jemanden einzustellen? Mit jemandem gar mal zusammenziehen? Leben verbringen? Ob das gut geht? Du meine Güte. Wie beim Bus: viele Argumente dafür, dagegen, daweissnicht lassen mich weiterhin wahrscheinlich noch Monate Fahrrad fahren. Ich ahne es schon. Aber is' ja auch gesünder, nicht wahr?
Zack & Wegrenn