So ein Buch habe ich noch nie gelesen. "Johannes" heisst es und ich hab es von Katrin Maaß geschenkt bekommen. Es lag im Briefkasten und ich hatte es sachte angefangen zu lesen. Gestern dann vollständig. Und kurz vor dem Kapitel "Heimkehr" hatte ich so eine Ahnung- immer verbunden mit der ängstlichen Idee, es könnte ins mystische oder zu zauberhafte abdriften, zuviele Erklärungen und zu bedeutsamen Sprüchem kommen.
Kurzum, es hat mich völlig ausgehebelt. Ich hab noch nie so geheult beim Lesen von Buchzeilen und ich musste das Buch dazu sogar einmal wegfeuern, richtig wegschmeissen, weil ich es fast nicht aushalten konnte. Es hat mich in all dem, was mich schon so lange und unklar umtreibt so genau beschrieben, getroffen, erklärt. Auch wenn die Argumentationen der Figur "Klaus" von meiner Seite vielleicht ein bisschen anders waren, so haben die Antworten bzw. Entgegnungen sie dennoch vollständig widerlegt. Ich bin kein Spezialfall, soviel weiss ich jetzt. ( zudem: 48. Auflage!) Und es gibt keine Möglichkeit, Vergangenes für mich verantwortlich zu machen. Es sei denn, ich habe etwas Traumatisches in mir, dass ich so noch nicht begriffen /realisiert habe.
Am Ende gab es sogar "konkrete Handlungsanweisungen", bei denen ich ob derer Fülle bereits wieder Angst hatte, es könnte zuviel des Guten werden - jetzt wird es zerredet. Nein, wurde es nicht. Aber es war viel. Und es war richtig anstrengend, mich da durchzukämpfen. Jetzt weiss ich nicht genau, wie ich damit weitermache. Ich würds am liebsten nochmal lesen. Hab aber schon wieder Bedenken, dass ich mir nur konkrete Absätze raussuche, Eselsohren reinknicke, um es mir "für später" zu merken. So intensiv habe ich mich lange nicht mehr gespürt. Ich hab mitgemacht, als er sich seinem kleinen, eingesperrten ICH immer mehr näherte, das da kauerte und wimmerte und jammerte. Und die Begegnung wurde immer bedrohlicher. Wegen seiner Angst. Wegen der Wahrheit mit seiner Sicht nach drinnen. Und irgendwann war er so nah dran an seiner eigenen Angst und der Sicht auf sich selbst, dass er sich aufbäumte, schrie, schlug, weinte, kotzte ... alles zusammen. Und ich hab das genauso gespürt, genau dieses Verlangen danach, dass es mich regelrecht weggefetzt hat. Danach zog er sich aus und wusch sich im See, liess sich nackt ins Gras fallen und spürte sich. Jetzt weiss ich, was meine Intentionen bei solchen meinen Aktionen sind. Ich das Ergebnis dessen spüren, was ich noch garnicht angefangen habe. Bin ich dadurch jetzt ein bisschen näher an mich rangerückt? Muss ich dieses Teufelsbuch nochmal lesen und die vielen großen Wahrheiten wirklich begreifen? Das Buch ist lieb zu mir, in dem es meint, dass ich nicht alles für mich aufnehmen muss; manches bleibt liegen. Nur den Kern des Ganzen, meinen Kern, gilt es für mich endlich zu ergründen um rauszufinden, was ich will und es dann auch zu tun. Das geht bis ins Loslassen von allem, was ich mir immer gern so für die Ewigkeit und deren Erinnerungen daran aufspare. (Ich gehe jetzt auch nochmal raus auf den Balkon rauchen und schaue mir mich verabschiedend den jetzt freigelassenen dort stehenden Kümmer-Fikus an, den ich mit Kerstin Anfang der 90er hinterm Kinderkaufhaus geklaut habe. Auch wenn ich solche mystischen Vorstellungen aus Angst vor Nichterfüllung nicht recht mag, so würde es mich dennoch nicht wundern, wenn er jetzt plötzlich aufblühen sollte.)
Und ich werde zu Dost gehen und möchte ihm sagen, wie ich das alles empfunden habe, was meine Fragen sind und wann ich Termine bekommen kann.
Danke Katrin. Ganz großen Dank dafür.
Schmeiss die Scheisse weg!
Bevor ich verrückt werde, bevor ich vom Balkon springe, bevor ich mich einweisen lasse, bevor sich der Wodka von gestern abbaut und morgen alles hoffentlich leichter wird: SCHMEISS DIE SCHEISSE WEG. Das meint den Alkohol. Dauert nicht lange und es schleicht sich mein "geht schon, musst nurn bisschen aufpassen" ein. Geht offensichtlich nicht. Ich hab immer das RiedlBernd Bild vor mir, wie er da am Boden liegt und sich windet und fast bei drauf geht; die Augen quellen hervor, er schreit, er stöhnt und zuckt. Und in dem Moment stirbt ganz sicher was in ihm. Ich fühle mich so oft so dermaßen kurz davor, da fehlt nur ein Millimeter. Oder Milliliter. Das ist vollständige große Riesengrütze und vielleicht muss ich noch eins oben draufsetzen und dann so gut es geht losgehen in eine Notaufnahme und sagen: Nehmt mich oder gebt mir was, damits ein Ende hat.
Alkohol muss raus aus mir. Sofort. Das ist die Basis. Sonst geht garnichts.
Telefoniere mit Dost, mache einen Termin, frag nach wegen Hilfestellung und mache Termine für die Probesitzungen
mehr nicht. Mach das erstmal.
der letzte dost - verschwunden?
Das macht mich stutzig: ich dachte, ich hätte am 16. März gleich nach Dost alles hier aufgeschrieben, inklusive der mir angebotenen Möglichkeiten und dem, was mich dabei beschäftigt / wie ich das empfunden hatte. Das muss dann ja nach der Dienstberatung gewesen sein, zu der ich etwas später stiess. Oder hab ichs nur auf einen Zettel geschrieben? Ich weiss es nicht richtig, wundere mich aber ein bisschen.
Ich fahre heute Nachmittag zu Anke und glaube, bei soviel Sonne, Eis und Anke ist das das ichtigste für heute. Und auf der Rückfahrt in Burg bei Carsten vorbei? Genau JETZT schriebt er SMS, dass er mich gerne wieder sehen möchte. Nach seiner 6-Wochen-Reha. Verdammt nur leider, dass ich ihn nicht liebe und ich ausser dem Sex, der somit auch mehr zweckmäßig als ... ach naja, daran merk ich's doch schon. Mistkram. Ich darf mir ruhig zugestehen, nicht der Masse der Spontansextanten (haha!) anzugehören, die jederzeit und überall. "Es muss aus Liebe sein".
Mama hat hier gestern alles umgetopft und ich war vom Kubonschen Vorabend immer noch so fix und alle. Sandy und Mario hatten sich hier eingenistet und ich hab höflich biertrtinkend im BN verharrt, bis ich dann aber doch los musste. Und dann haben wir hier gequatscht, bisschen gesungen, bisschen gekuschelt. Da hatte ich kurz an einsam, zweisam, dreisam gedacht. Aber so ist das, wenn man betrunken ist. Heute bin ich's nicht und das macht mich wundersam froh. Deshalb kann ich ja auch losfahren.
Und dass ich die Dost-Abteilung entweder nicht geschriebenm gelöscht oder nicht gespeichert habe, hat wie alles andere auch seinen vertrackten Sinn, wenns darum geht, nicht das zu besehen, was hinten liegt, sondern nochmal hinzugehen und Klarheit schaffen und dann einfach starten so gut und bald wie es geht.
Niemand hat behauptet, das Leben seie leicht. Und es behautptet auch niemand, dass ich es leben muss. Wenn nicht immer diese blöden Sonnenstrahlen und lichten Momente darin wären, die sich so gut anfühlen ... Mein Lieblings Sinnbild ist das der Kreise, die beim Laufen in der selben Position immer tiefer werden. Aus denen ich immer schwerer herauskomme und in die das Licht auch immer weniger hineingelangt.
Kreis Lauf
Kriege keine richtige Schreibe zusammen. Komprimierter Wust im Kopf. Gestern schon probiert und sein lassen. Versuchs einfach nochmal. Es ist jetzt der 1. April und ich schicke mich selbst in den April. Wenns geht, ohne schlechten Witz.
Zusammenfassung:
Gespräch beim PT Chef MIT Personalrat Sandy. Das war wie ein Gang zum Schafott. Frage war: Ob ich mich im PT überlastet fühle und glaube, das alles nicht mehr hinzubekommen. 1. Antwort: nein. Im Laufe des Gespräches: 2: in meinem persönlichen Zustand und meiner stark komprimierten Umgebung: ja! War alles halb so wild- im Gegenteil: Vorschlag bekommen, wenn ich möchte, einfach mal einen Monatsplan aufstellen und gucken, was dabei und zusätzlich passiert und wie sich die Dinge so ergeben, regeln oder mich überfordern. Danach wieder alles weit schöner als zuvor. Hab ihm auch gesgat, dass so eine Vorstellung, MIT Personalrat ein Gespräch zu führen, wie eine böse Überraschung klingt. "Pack deine Sachen". Hätte ich in meinem Zustand bei böser Ansprache allerdings auch gemacht. Glück gehabt?
Zustand: Nach den Gesprächen mit Dost irgendwie ausgerückt und wahrscheinlich unklar und ängstlich erstmal Zeit verstreichen lassen. Anke bemühen? Wenn ich mal wieder klar im Kopf bin (!). Dauert, wa? Suse sagte mir heute nach endlich wieder Massage: "ist ganz gut, wenn er dich reden lässt und kaum was entgegnet und dir auch keine Kurzeinschätzung gibt. Dann wäre das wieder eine Begutachtung von aussen und eine Anweisung, was du machen solltest." Stimmt schon, allerdings würde ich einen kleinen Wink / Hinweis ganz gut gebrauchen können. Nochmal Suse: Stellt sich vor mich hin und sagt: "So, da stehste nu genau so und kommst nicht klar und findest alles Scheisse und der Lebensmut wird immer ängstlicher. Dann kommen Frühling und neuer Mut, dann gehste los - allerdings im Kreis (sie geht im Kreis) und landest nach ein paar Haltestellen genau wieder da. (siehe Ronalds Aussage: Trinkste 6 Wochen keinen Alkohol, versuchst, dich auf die Reihe zu kriegen und alles geht wie immer von vorne bzw. nach hinten los) Problem dabei (Suse:): Deine Kreis-Wege sind immer die selben und durch diesen Kreislauf vertiefen sich deine Spuren, dein immerwährender selber Weg. Da läufste immer weiter, immer tiefer drin rum und kommst nicht raus. Bis zu den Knien mags ja noch gehen, aber du stehst mindestens bis zur Hüfte drin. Da rauszuspringen wird immer schwieriger." WAO! Genau so kenne ich das: Immer wieder der erneute Anlauf. Wenns aber ebenso immer wieder auf das selbe Resultat hinausläuft, wird der Antrieb mittels Frühling und Idee von Neubeginn immer weniger, schwächer, aussichtsloser. Irgendwann machts dann garnix mehr. Dann wirds Zeit für den Sprung vom Balkon.
Zustand: Gestern nach dem Tischtennis im BN mit Katrin auf Anfrage einen plötzlichen Erklärungsfluss gehabt. Also nicht Erklärung, sondern Darlegung. Mich. Das ging gut, obwohl ich schon nach 2 Bieren redens- und denkensmüde war. Und sie hört mir so gut zu und fragt vor allem immer mal nach. Hab mich wohl dabei gefühlt. Das alte Lied: Sie hat mich auch immer als den lebenslustigen, den Springingsfeld ... gesehen, der mit seiner Welt klarkommt, tolle Lieder schreibt und sein Ding macht. Und dann sowas. Weiss nicht, wie ich das erklären kann: indem ich mir wohlgesonnen Leuten mein Innerste rausplautze, gehts mir damit besser, weil die anderen eben etwas genauer über mich Bescheid wissen und mir irgendwie zur Seite stehen. Und ich vor denen dannn nicht mehr irgendwas "Tolles" darstellen muss. Und prompt lag heute ein Buch von ihr in meinem Briefkasten. "Johannes" heisst es und liest sich ziemlich treffsicher, was ihre Erkenntnis über mich betrifft. (Es hat sich übrigens rausgestellt, dass die Leute, denen ich über mich erzählen kann, auch immer irgendwie die 'richtigen' sind.)
Zustand: Gestern wars etwas Hasseröder viel und die letzten beiden Krümel Gras von Inga haben mir ein so wohliges rauschiges sexuelles Gefühl verschafft, dass ich es hinbekommen habe, ohne Vorbehalte und Nachdenken mich mir selbst hinzugeben. Das war ganz sehr sehr: JA! Und ins Bett gegangen gucke ich in den Spiegel und sage mir: Hey- der Typ sieht schnuckelig aus, warum liegt der da alleine? ... denke noch weiter über solche und in diesem Zustand absolut logischen Sachen nach, vergesse es sofort, versuche mich dran zu erinnern, !fail. Eine Art Vollrausch, der mich bis um 11 hat schlafen lassen. Aber das war okay.
Scheiss Drogenkram, aber so habichs wenigstens gemerkt, wie das sein könnte, wenn ich das auch im normalen Zustand eingestehen kann. Das meint hier nicht nur den Sex- das meint schwul schwul schwule Liebe! Das Einlassen darauf. Aber bitte in echt. Merke schon, wie ich hier schreibe: zynisches dreifachschwul. Da passt der nächste >
Zustand: Katrin: in unserem Gespräch: ihre Fragen an Jesko (alle Antworten mit JA)
Gesellschaft eher meidend wegen Unwohlsein darin?
Unwohlsein wegen Erfüllungs-Muss meiner Glory-Funktions-Darstellung nach aussen?
das strengt auf die Dauer nämlich sehr an.
starkes Harmoniebedürfnis; lieber Anpassen um geliebt zu werden? Bloß keinen verletzen oder aus der Reihe tanzen?
und meine extrem langsam zugestandene Homosexualität spielt dabei eine deutliche Rolle?
(hab ihr ausserdem erzählt, wie das war, wie ich (Schule) immer die anderen Typen als groß und cool empfunden habe und mich dem angepasst und bspw. vom Schlager zu Heavy Metal gewechselt habe ... und derlei Sachen ... )
Zustand Alkohol: "Wieviel darf ich jetzt noch trinken, damit ich morgen meine 'Aufgaben' noch erfüllen kann?" Lieblingszitat aus dem Buch von Katrin (Johannes): "Du hast immer nur reagiert, statt zu agieren, du hast nicht gelebt, du wurdest gelebt."
Zustand heute / Tag: Hatte bisschen Angst wegen Nachhaltigkeit von Alkohol und Drogen, es aber hinbekommen, irgendwie und mit "los jetze" zum PT zu fahren um mit Winnie meine Fahrradkette zu spannen (Junge, du kannst mit Werkzeug gut umgehen...) , meinen Bus zu Norbert zu bringen, Steuerberater das FA Schreiben in den Kasten zu werfen, sogar zum Kieser zu gehen, am Fahrradladen neue Bremsklötzer gekauft, Suse ... ich habs immerhin geschafft, außerhalb der Denke über PT und Festival-Web und tausend anstehende Dinge das alles sein zu lassen und mich mir selbst zu überlassen. Und jetzt denke ich gerade: Wär prima, das beizubehalten; wenn ich morgen bei meinen Eltern, mit Ronald und dem Hannovertypen, mit Mario bei Kubon, einer nicht zu alkoholisierten Nacht, einem produktiven Samstag mit Audioguide und Steuerkram, einem Sonntag in Leipzig und einem Montag in LKJ und Haare schön mit Jane bei mir ... das alles genau so auf die Reihe kriege, mich ein bisschen beruhige und dann wenigstens den üblichen, restlichen Frühlingsmut und den aufkommenden Aktionismus so gut nutze, um aus diesem Kreislauf rauszukommen.
Babe, das wird harte Arbeit. Aber nur, wenn ich dranbleibe. (same procedure) Klingt nach Mut, wa? Ansonsten bedarf es nur noch der kleinen allerletzten Anstrengung, die ich aus irgendwelchen Gründen einfach nicht hinbekomme. Also liebe ich mich doch genug? Will doch nicht sterben? Oder?
April April, der weiss nicht was er will?
Gute Nacht, Herr Aprilesko.
Constanze
Constanze hat mir heute zur Wille Känina Show ein Geschenk mitgebracht: Ein Stullenbrett, dass satt Knäcke für Schokolade plädiert, Glasmurmeln und Würfel und natürlich Schokolade.. Das war ein kleines, kurzes und gutes Gespräch. Und hernach kam der Facebook Eintrag, den ich hier nochmal ablichten möchte, weil er interessant ist:
Constanze:
Text zum Text ... >>> hoffe, das gibt jetzt nicht wieder ne Riesenaufregung. Leider liess sich das Video nicht als Nachricht schicken und ich finde es einfach sehenswert. Sicher ein krasser Mensch, der Tabu- Gedanken gern auf den Punkt bringt mit Worten , mit Musik und mit Bildern. Hat selbst mit dem Sensenmann schon persönlich verhandelt und wurde zurückgeschickt. Möglich, dass im Songtext O- Ton enthalten ist. :-):-)Also fern jeder Vermutung, dass Du ihn aktuell nötig hättest, dieser Text für Dich, vor allem , weil er viele Gedanken enthält, die wir bereits getauscht haben, nur eben auf den Punkt gebracht.Armin selbst hat mich sehr erinnert an Dich in seiner ganzen explosiven Mischung aus Liebessehnsucht und Weltenscheu.... aus riesengrosser Wahrnehmungsfähigkeit und folgerichtigem Gefühlsstau....Hat mich gefreut heut der ganze Jesko. Und hab mich gefreut, dass Du Dich gefreut hast, weil ich mich schon die ganze Woche gefreut hab, Dir das da mitzubringen :-):-) Soooo viel Freude, wa ? Schön, dass es Dich gibt und dass ich Dich kenne. Hatte heute irgendwie das Gefühl, dass wir übern Berg sind : Du und ich und Du-und-ich. Bin müde. Muss schlafen . Schlaf Du auch gut, nachher dann, irgendwann....Jesko:
Danke für die Kugeln mit Durchsicht, für die Würfel mit der 42, für die Schokolade und das Anti-Knäckebrot. Und dazu für deinen Text und dieses Video. "Liebessehnsucht und Weltenscheu" ... "Wahrnehmungsfähigkeit und Gefühlsstau" treffen es ebenso auf den Punkt wie die ganzen guten und richtigen "Treffer" im Video.
Das ist sehr schön, macht dabei erneut deutlich, dass solche feinen Worte gut verpackt offensichtlich eine Menge Leute betreffen. Dieses überall und immer wiederkehrende Moment so eines Verständnisses und Wissens um die Dinge und jener Worte ist allerdings nur der Überbau, die Verdeutlichung dessen, was wir alle mögen, sehnen und bereits wissen. Es gibt aber keine konkrete Handlungsanweisung.
Vielleicht einen mir neulich gebrachten Hinweis eines Psychologen: "Man kann einen Feind nicht in Abwesenheit bekämpfen". Den in Kopf, Bauch, Seele. Da nützt es nicht viel, sich in die Sonne zu setzen, nicht kapitulieren zu wollen, nachzudenken, sich an Blumen oder sonstwas erfreuen zu wollen, es erneut zu versuchen, zu wissen, dass du Kraft und Willen zum Leben, dass du Freunde hast ... usw. Das ist gut, oder klingt gut. Aber was hat zu dem geführt, was es jetzt geworden ist und was es offensichtlich so schwer macht, es genau so zu tun?
Merkste bestimmt schon, ich arbeite dran :-)
Wollte nur nochmal DANKE sagen.
keine Meldung
Und alles wiederholt sich, wenn ich darüber nachdenke, was hier mit mir passiert. Auf den Punkt kann ich es nicht bringen, dafür hat sich wohl zuviel angesammelt in all den Jahren. Der Status Quo spricht aus mir als randvoller Schwamm, der es nicht schafft, auch wenigstens "nur" das PT ordentlich hinzubekommen. Selbst da fällt mir vieles immer wieder seltsm schwer. Muskelschwund und Gehirnkater, Demenz, Sklerose ... naja, dieser EIntrag hier geht gegen Null. Ich fühle mich traurig und könnte wahrscheinlich tausende Romane schreiben. Die erübrigen sich aber irgendwie ins Belanglose, in die stete Wiederholung der Beschreibungen. Ich bin platt und schwach. Das bringt es am ehesten auf den Punkt. Dem Motor mangelts nicht am Benzin, eher am Öl.
So, Schluss hier. Is Quatsch. Midnight Choir.
fertig & futsch
Das war Anstrengung. Viel Arbeit. Puppentheater. Hat mich inklusive der kleinen merkwürdig aufmunternden Sideshows vom Micha-Chef wahrscheinlich gut abgelenkt von dieser verkackten Traurigkeit. Vielleicht ist das auch wie eine kleine Pause vom Traurigsein- ich hatte soviel um die Ohren und hab das ganze Konstrukt Betrieb PT und Pressegespräch in mancherlei Dingen im letzten Moment geschafft oder gerade so noch bemerkt und dann doch noch hinbekommen.
Wie dem auch sei- ich kann da eh' nicht mehr sauber hier reinschreiben, weil: mit Matze und Anne haben wir eine kleine Fotosesssion heute gemacht und dabei etwas Wein getrunken. Das war cool; allerdings bin ich dabei hängengeblieben und bin jetzt einigermaßen Panne mit weiterem Wein. Nein- oder doch ... ? Matze war neben Wieland und Frank mein erster Bezugspunkt im PT. Das ist komisch. Nee, muss ich später drüber nachdenken und schreiben.
Shorts:
Wieland war da, nicht wirklich mit ihm sprechen können, ihm gesagt, dass ich mich sehr auf ihn freue (und insgeheim dachte: ich brauche dich auch! Thema: Alternder Schwuler, der mit dem Leben nichts merh gemein hat)
VDTC / Fraunhofer. Drei Begegnungen. Herr Marisch: hat superschöne braune Augen trotz Schlips und wichtig. Magdeburger Sonntag (Name vergessen, siehe Einladerliste) ist freundlich und sehr männlich und trägt den Ohrring am rechten Ohr. Ist das bezeichnend oder was jetze? "Suppenkaspar"- Catering hatte einen Mitarbeiter dabei, der höchstschwul aussah. Und ich bestellte ihm einen schönen Gruß per Mail wegen der Rechnung. Dabei war das garnicht mein Typ.
Mario sieht sich (allerdings unschwul) in der Lage wie ich neulich. Seine Neuigkeiten: Constanze Krüger. Sie war bei ihm per Wenzel in Leipzig. Und ich hatte ihn noch "gewarnt" ... :-) /// Geburtstagparty Jesko: Sandy. Die sich gerade von Oli Wendenkampf trennt, ziemlich in Nöten und im Argen ist, aber dennoch recht fix umswitcht nach neuen Aussichten Ausschau hält. Und das erstaunlich schnell. /// Zusammengefasst: Bisschen die gleiche Symptomatik und für ihn (wie damals für mich) ziemlich schön, sich so umworben und geliebt zu sehen. Kennich. Hättich nur gern "anders"
PT: Mahatma ist wieder mehr da, Wolfgang etwas weniger auch. Wieder die olle Leier: Über sowas wollte ich nie nachdenken. Dazu die Tobi-Insider. Och Menno, muss das alles so sein? Was wurde nach 2009 mit meinen Vorstellungen über ein gemeinsames Theater, in dem sich alle wiederfinden und bestätigt fühlen und gute Arbeit / Ideen tun /machen. War wohl ein bisschen mein Wunschdenken von einer kleinen Welt, die gemeinsam "heile" werden kann. Hab ich das schon aufgegeben?
Was bei dem Ganzen ein bisschen abdriftet, ist die Beschäftigung mit mir selbst. Klar, da kommt der Frühling, da ist viel Arbeit und so. Aber es ist schwer merkwürdig: Ich labile zwischen dem ganzen Kram hin und her und komme nur schwr weiter.
Ich muss mit Anke reden, wie ich das weitermachen kann. Habe hier das empfohlene Buch "Wer hat Angst vor Sigund Freud" zu liegen und weiss noch nichtmal so richtig, wann ich das lese; was denn nun Mister Dost von mir hält oder wie er mich beschreibt ... oder irgendwas, damit ich überhaupt mal was von mir weiss. Ich kenn' das doch: Wenn mir so ein Mensch irgendwas Schlaues oder Plausibles und sagt, glaub ich das sofort und mache das (siehe Abi-Mathe: Kowalski). Jedoch war das deutlich, weil es ein einfaches Ziel gab: Die Prüfung zu bestehen. Wao, weil das so einfach und deutlich war. Ich hasse mittlerweile solche schwammigen schmierigen Schönheitsbefindlichkeiten - ebenso solche Aktionen wie die Super-Privat-Ärztin Kalnassy-Eggeling mit schwer zu bekommenden Terminen, nach deren meiner Besuche alles immer so "irgendwie" schön und deutlich plausibel und Stück weit richtig klingt und ich nach ihrer Behandlung noch mehr Schmerzen habe als vorher.
Oh, jetzt hab ich mich doch noch ganz schon gehen lassen. Und bin sternhagelrot. Inklusive tausender solchen Weines.
Sandy og Richard
Russisch Roulette. 8 Löcher. Eine Kugel. 12,5%. Kein Dope, keine Kneipen, Meditieren ist schrecklich, an Jesus glaub ich nicht. Irgendwas muss ich doch auch tun dürfen. Und das hier ist mein Ding. ((m)eine Richard-Sicht / Auszüge)
"Du kannst nicht für den Rest deines Lebens mit einem Mühlstein um den Hals rumlaufen. Das wäre nicht richtig."
"... du bist das doch, der alle seine Sorgen mit sich herumschleppen will. Du bist doch nur glücklich, wenn du unglücklich sein kannst."
"Ich bin das doch nicht. Sondern meine Lieder. Mir gehts gut."
"Du hättest jetzt tot sein können. Du wolltest einfach sterben. Es geht dir überhaupt nicht gut."
"Ich war verzweifelt, jetzt bin ich damit fertig."
"Ist das a-moll?"
"E ... Und wenn ich dir jetzt sage, dass ich dich liebe, und wenn wir dann ein Paar werden würden und zusammenzögen und heiraten und Kinder bekämen, dann würdest du mich am Ende hassen und ich würde dich im Stich lassen."
"Wieso denn?"
"Das würdest du eben. Und ich auch. Das weiss ich."
"Dazu hättest du aber keinen Grund."
"Aber ich würde es trotzdem. Und das wäre das Ende der Musik."
Ich hätte gern weniger Fragen, ich hätte die wenigen übrigen gern besser formuliert, ich hätte gern aus Müssen Wollen gemacht, ich hätte gern Freude am beginnenden Morgen, ich möchte nicht so viel heulen müssen, ich möchte ausschlafen, ich hätte gern gewusst, was ich hier soll.
nach dem Vollmond
Der grösste Vollmond seit 20 Jahren, das lange Gesicht nach 41 Jahren, die gute Party mit vielen Getränken und Geschenken. Zum Freuen und dran denken. Wann kommt denn endlich der Prinz mit seinem Scheiss Gaul? Alle auf meiner Seite. Durch die Nacht. Anke, Ronald, Christina nicht da. Auch keine Berliner. Sollte eine kleine Party werden. Es wurde eine größere, längere. Sandy findet Mario gut. Sekt und Rotwein passen nicht zueinander. Bluesjackets haben viel Fimmaterial. Drei Stunden Hitparade sind auch lustig. Sonntag viele Anrufe. Das erste Mal gewählt. Sven Haller. Weil der schuwl ist und üss aussieht. Alles Quatsch. Trotzdem also FDP und Freie Wähler. und keine Ulrichkirche. Super. So, das war ein Wochenende an dem ich nicht gestorben bin. Ich entnehme der Schreibweise hier eine leichte weiterhinwährende Ermattung. Rauch- und Alkoholfrei war mein Geburtstag. Tja, das Alter.
Wer hatten alles angerufen oder SMS geschrieben? Tob (!) Na? Was wird das? Steinheid, Ines, Mandy, Köhli, Nicole Schmiedecke, Guido K., Axel Schneider war der erste SMS-Man, Inga, Micha Cohnert, Käse, Katrin Herzberg, Rene unsd Karina, Anke, Michel, Marek ...
Und wie jetzt weiter? Ich will mit Anke reden, Angst vor Freud lesen und dieses Wetter hier nach diesem Vollmond geniessen. Froh sein. Stolz sein. Weitermachen wollen. Sowas.
18.
Ich könnte mir mal abgewöhnen, danach zu schielen, wieviele Einträge ich in welchen Monaten gemacht habe ...
17.
... um evtl. davon ablesen zu können ...
16.
... wie intensiv ich mit mir ins "Gericht" gehe und schön viel aufschreibe.
15.
Das ist nämlich Quatsch.
geschafft und gebessert
Wie funktioniert das bei mir mit meiner schnellen Zwischendurch-Selbstrettung eigentlich immer? Was wars? Donnerstag viel und traurig geschafft, Freitag viel und gut und weniger traurig geschafft. Und ich will ja ehrlich bleiben und nicht dauernd (besser garnicht!) den sterbenden Cowboy hinlegen. Der wird nämlich schnell unglaubwürdig, wenn sich an meiner Situation nach aussen hin offensichtlich nichts ändert. Oder ist das jetzt ein Trugschluss? Weil sich die Basis all dessen, was mich "unten" verweilen lässt, die selbe bleibt, ich mich aber immer mit einem gewissen Selbstschutz wie Münchhausen aus dem Sumpf ziehe, um zu überleben? Das ist eine eingebaute Überlebensstrategie oder? Was wars? Hab mit FB die LaNotte Fotos bestimmt, die "Früher war mehr Puppe" Karte pünktlich fertig bekommen und war dann bei einem sonst so unbeliebten verhandlungstermin bei der Volksstimme. Ich bin da ziemlich erfreut rausgegangen. Weil ich fürs PT diesmal nicht so ein gefühlter SPielball des mächtigen Volksstimme-Schüllers war und mir der Andreas Heimel recht sympatisch war. Ende von Lied: Ich habe mit offenen Karten Tacheles geredet und wir haben uns angenähert. Auch wenn mir solche Verhandlungen über Geld nicht so sehr liegen, habe ich offensichtlich und mal wieder mit meiner Art das Gespräch angenehm machen können und den Eindruck hinterlassen: da weiss einer was er will und ist trotzdem locker und freundlich. (Komisch, wa? Und hat erreicht, was er beabsichtigte) Ja, so kann ich also tatsächlich sein. Hab mir danach ein Training gegönnt und bin herrlich geschafft ins PT zurück. Hatten zwischendurch noch "Ayoo" mit Suse und Nis und Tim geprobt, mit Mahatma die Zeichnungen besprochen und ich hab die Tango-Scherenschnitte cool gebaut ... und das ganze Tagwerk war ... war gut! Mom die Töpfe für die Suppe gebracht, Wein gekauft (schmeckt übrigens!) und zu Hause die Küche klargemacht und mit Tob und dem Elbkind Carsten gechattet. Oh- und Michel. Warum vergesse ich den dauernd? (anderes Thema)
Jetzt bin ich geschafft und merke nicht nur daran, dass ich wieder Blödsinn vor den Spiegeln treibe und zu Eels abhotte, dass es erstmal okay ist. Hab mich ein bisschen retten können. Weil ich offensichtlich die stete Trauer nicht mag. Hab ich daas jetzt absichtlich umgebaut oder ist mir das mit meinen Aufgaben zugeflogen? Bisschen beides. Oder bin ich nicht unten genug am Boden? Oder kommt ein Stück aufgerafftes Selbst- und Gutgemacht und macht erstmal alles wieder etwas besser? Beim Küchenaufräumen mit Tob gechattet und das fixe Angebot, dass wir uns sehen, erstmal ausgeschlagen. Und dabei darüber nachgedacht, warum. Wäre ein guter Zeitpunkt gewesen.
Ich glaub, ich hab ein bisschen Skrupel, auf die meist unvermeidlichen Fragen "Wie gehts dir" mit beschwichtigt-beschönigenden Ant-Worten zu müssen, aber auch nicht, das ganze Dilemma erklären zu wollen. Nich so wild, aber ich habs bemerkt. Hab ich nach Gefühl gehandelt, um es mir aufzuheben und weil ich zu geschafft bin oder war Angst im Spiel? Aber Angst vor Tob?
Nunja, ich merke, dass mir doch daran liegt, die Bude ein bisschen aufzuräumen, weil morgen Leute kommen. Und als doof empfinde ich das nur ein bisschen. Ich wusste bis vorhin nicht, was ich mit meinen Eltern machen soll. Mom hats cool hinbekommen- sie kommen morgen Nachmittag einfach mal mit den Blumenkästen für den Parkplatz (!) und den Suppen vorbei. Vielleicht ja auch eine kleine Gelegenheit, zu dritt in ganzer Familie (nochmal: !) außerhalb vom Elternhaus zu quatschen. Abwarten.
Ich glaub, ich weiss, ich spüre (...) dass mich eine Münchausen-Rettung zwar friedlicher machen kann, ich aber ganz gewiss nicht meine ureigenste Problematik aus den Augen lasse. Dafür sitzt sie zu tief und wird immer ehrlicher. Den nächsten Winter in so einer Verfassung überlebe ich (hoffentlich) nicht. Oh. Das hat Wucht. Und 24 Stunden "besser" reichen ja auch nicht zum Glück. Vielleicht zum Festhalten beim Versuch des Aufstehens.
Ich muss zwar immer noch Geburtstag haben, hab aber gut gewählt, den nicht allein zu verbringen. Es sind Leute da. Gute Leute.
mein trauriges Chaos
Habe heute morgen den Versuch, endlich mal wieder auf der Gitarre und dann auch noch "Wohin auch" zu spielen, abbrechen müssen. Es waren wieder jene tiefen schweren Tränen, die in Richtung Verzweiflung versickern. Was ist es? Bei Dost nochmal von mir erzählt und er daraufhin von 5 Variationen einer Behandlung und Krankenkassen, die irgendwelche Leistungen übernehmen. Ich hab ihm noch gesagt, dass es mir egal ist, welche Kasse, was zahlt: hIer geht es um mich und ICH entscheide jetzt für mic, dass etwas zu tun ist. Was ich dabei vergessen habe zu fragen, war: was denn eine gute Lösung für mich wäre. Ich habe keinerlei Einschätzung über meinen Zustand. Zuviel Output und dann das wichtigste vergessen zu fragen. Es kam sowas wie "Man kann einen Feind nicht in Abwesenheit besiegen" und dazu einen Literaturtipp "Wer hat Angst vor Siegmund Freud". Aber ich hab nichts von ihm über mich gehört. Die 2 Gespräche warns erstmal, jetzt könnte ich 6 Probesitzungen machen, hab aber das Gefühl, dass ich da nochmal hinmuss vorher um überhaupt zu erfahren, was ich am besten machen kann. Soll ich selbst entscheiden, ob ambulant, tiefenpsychologisch, stationär ... ? Das kann ich nicht allein. Anke?
Ich merke an mir, dass es arbeitet in mir und ich weiss weiterhin nicht, ob ich meine Umgebung mit meiner zurückhaltenden, plötzlich ruhigen, traurigen Art ausnutze und irgendwie wachrütteln will (?) oder ob meine Traurigkeit ganz und gar echt ist. Oder eine Mischung. Der Tag heute war lang und keineswegs lustig; Sandy war nicht da, das war gut so, die Wolken brachten dunklen Regen. Und sehr viele Dinge zu tun. Und dann irgendwann, als Micha mich dann nochmal wegen Ströer reinrief, war das plötzlich durch so eine kleine Geste so gut, als er sich auf den Tisch setzte, sich über den Plan beugte, mir freundschftlich sagte, dass es gut wäre, wenn wir 2 Banner machen würden und sich mittels irgendeinem unsichtbaren Gestus quasi bei mir für die gute Arbeit bedankte. Jedenfalls blieb das bei mir übrig. Und schon gabs einen herzhaften Sprung nach vorne, ins Bessere, Aussichtsreichere, Schönere. Und der Tag war plötzlich garnicht so übel. Bin ich so schnell beeinflussbar? Oder ist genau sowas mein wesentliches Sehnen?
Matze hat sich heute morgen auch nochmal geäussert darüber, was er mir schon vor einem Jahr gesagt hat; wenn es darum geht, dass ich all meine Kraft ins PT stecke und selbst wirtschaftlich wie inhaltlich auf der Strecke bleibe. (Haben auch Jana und Dorschi schon öfter angemahnt) Ich solle mir meine Kontakte und geschäftlichen Beziehungen wahren bzw. wieder intensivieren. Aber gut, ich weiss wie er denkt und ich mag ihn so sehr dafür und wie er mir helfen möchte (is wirklich n bisschen schade, dass er nicht schwul ist). Was da zwischen Wolfgang und mir laufen soll wegen Freiräumen und Technikausleihe und "alles über seinen Tisch", welche Schuldigen er sich sucht und was ich damit zu tun habe, dringt nur schemenhaft zu mir vor und ich weiss eigentlich überhaupt nicht worum es geht. Und solange ich keine direkte Ansprache bekomme, lasse ich das auch bleiben und versuche es erfolglos auszublenden. Jetzt schreibe ich hier noch solche Sachen wie "Die anderen stehen aber zu mir" und ich merke, wie blödsinnig das alles in so einem soziologischen Gefüge ist, wenn nunmal Menschen aufeinandertreffen, die wie ich einfach nicht richtig klarkommen.
Ich ahne den Frühling und die Möglichkeiten und ich fürchte mich vor der Wiederholung all dessen, was mich seit Jahren so unzufrieden weiteraltern lässt.
Und ich muss immernoch bald Geburtstag haben.
die Puppen wackeln (erneut)
Ein erneutes Gespräch mitFrank Bernhardt. Er überlegt, wie es nach dem Ende der Spielzeit mit mir im Theater weitergehen soll und wird. Das klingt sehr heftig und ist es auch. Wie bewerte ich das jetzt? Zum einen fühle ich mich permanent überfordert mit dem, was ich insgesamt tue und dücke einen nicht unwesentlichen Teil davon dem Theater selbst auf bzw. in die Schuhe. Also was ist es nun? Das alles zusammen inkl. meines labilen traurigen Zustandes, der nach Veränderung schreit? Wie FB meinte, es könnte in der Tat durchaus nützlich oder notwendig sein, sein Leben in irgendwelchen Abständen neu zu überdenken, in Frage zu stellen, aufzuräumen. Wie Recht ich ihm damit gebe! Gerade jetzt.
Besehe ich ausschliesslich meine "Theaterzettel", scheint das garnicht so viel und so schwierig zu sein, besehe ich dazu den Audioguide, die JESKOMclub-Tour inkl. der ganzen Überlegungen, wo genau meine Leidenschaft nun steckt; und besehe ich dann noch das Dilemma, das sich mir dessentwegen und meiner Ansichten über mein Leben eröffnet bzw. das längst an meiner Seite oder tief in mir steckt ... dann läuft es auf eine Art GAU hinaus.
Dann wiederum kann ich FB sehr gut verstehen und es zum Glück nicht als Angriff sondern eher als konsequente Frage, die es für mich zu kären gilt, werten. Andereseits schiessen meine Synapsen ins Feld, die mir zu denken geben, dass eine subtil durchdachte Gesprächs- und Handlungspolitik seitens FB allein auf den Vorteil des Theater und die Ausnutzung der dort Beschäftigten abzielt. Kann auch sein. Oder eine Mischung aus beiden?
Ich muss mir derweil und bekanntermaßen jetzt wirklich mal Klarheit verschaffen, worauf es hinausläuft. Und wenn es ein Abbruch Allens ist und ich nach Grönland zum Erfrieren gehe ... aber dann ist es wenigstens etwas. Es passt mir sogar ganz gut in den Kram, dass das heute so kam- denn damit werden auch mögliche Konsequenzen deutlich, die mein Leben direkt betreffen. Und morgen gehe ich zu Dost. Damit habe ich immerhin einen Punkt an den ich anknüpfen und weitererzählen kann. Womit ich mir selbst ja auch deutlich gegenüber werden muss. Fakt ist: Es sind nicht nur und immer die anderen, die schuld sind. Und "schuld" ist dabei das wirklich verbotene Wort. Soweit bin ich schon.
Grenzbereich
Diesmal hat der Alkohol nichts damit zu tun, vielleicht die Spätfolgen. Es ist ein merkwürdiges stilles Chaos in mir und es scheint, ich bekomme nicht alles richtig auf die Reihe. Hab versäumt, Tim den Pressetermin von heute 13:00 bekannt zu geben, hab das Eintrittskarten Projekt völlig aus den Augen verloren, bis mir Mat sagte, dass wir das so mit dem Chef besprochen haben, dass das jetzt von meinem Tisch ausgeht ... ich habs tatsächlich und vollständig nicht mehr in Erinnerung. Überlastung? Hörsturz? Demenz? Feind im Kopf? Emotional macht mich die Arbeitsberatung müde und unwillig und morgen ist entweder alles wieder anders oder noch schlimmer oder zu Ende. Dann soll laut Tobi jetzt Wolfgang ein Problem mit mir haben, was er aber bei mir nicht anspricht (wegen Beamer Jeskom und so) und Sandy meint, meine Freiräume hier im Theater fielen anderen irgendwie auf- und das nicht zum Positiven und ich soll mir keine Sorgen machen, aber vorgewarnt sein. Davon weiss ich alles nichts und es bürdet sich mir eher mehr und mehr so informell unausgesprochen auf dass ich fast ein Fluchtgefühl hege. Aber wohin? Hätte mir nichtmal träumen lassen, dass ich mal über sowas wie Arbeit hier schreibe. Ich bin geneigt, blöde Sprüche wie "ich mach das hier nicht mehr lange" rauszuposaunen, was völlig deplaziert wäre. Dazu kommt ein Unmut, andere(s) dafür verantwortlich zu machen.
Wann ist denn eigentlich welche Schmerzgrenze erreicht und was soll ich tun? Am Mittwoch alles Dost erzählen? Das ist zu flüchtig- solche Gedanken und vor allem meine Gefühle sind kurzweilig, eben flüchtig und deshalb schreibe ich sie auch schnell hier auf. Vielleicht guck ich ja wirklich mal drauf um zu reflektieren. Das Gefühl für die jeweiligen Situationen kommt beim Lesen immer ziemlich genau wieder.
Ich kann aus dem Stand heraus heulen und dieses Heulen scheint ein tieferes zu sein, so dass ich sogar den Spiegeln ausweiche (siehe gestern). Meine Gehörgänge sind verstopft, meine Träume reissen alles nur an und selbst lange Schlafen bringt keine Besserung.
Ich hätte mich gern ausgeschaltet, einen Reset durchgeführt und wieder hochgefahren.
Narziss meidet die Spiegel
Das war jetzt eben ziemlich heftig. Wahrscheinlich spielt Brandenburg, die Wahlheimat, die Wahlfamilie, de Blick auf beinahe ALLE anderen, die egal was, aber aus sich gemacht haben, während ich das Gefühl hab, vierzig Jahre lang immer auf der halbherzigen, alles überspielenden und umfassend begreifenden Suche gewesen zu sein. Auch jetzt stelle ich mir vor, dass mein ganzes Fühlen mit Dr. Dost zu tun hat, dem ich sowas wahrscheinlich erzählen werde. Kann aber sein, dass diese Vorstellung Quatsch ist. Das ist zuviel! Ich kann keine Träne laufen lassen ohne mich auf irgendetwas in derer Verbindung konzentrieren zu wollen. Ich hänge zu voll mit meiner beschissenen Verzweiflung. Genau. Nach Trauer kommt Wut. Dann der klare Blick und dann gehts ans Aufräumen. Ich mache das nicht wie andere in mühevoller Kleinarbeit über lange Zeit sondern in 10 Minuten klar und alles wird schon klappen. Hab vergessen zu erwähnen, dass der Zynismus auch noch zwischendrin vorkommt?
Jedenfalls guck ich ungewöhnlich ungern in den Spiegel, wenns mich so zerreisst wie eben. Ich hab mir jetzt einen verfuckten Kaffee gemacht und setze mich in meine alleine Wohnung und halte erstmal so gut es geht die Klappe.
Lampenfieber vor dem Tod
Es war beim jeskomoclub schon da, es war davor da, es ist jetzt wieder da: eine Art Lampenfieber oder das typische Kribbeln, wenn irgendetwas Besonderes bevorsteht. Tut es aber nicht. Dabei spielte ja immer Neugier, Freude und Spanung mit. Ist es diesmal nicht; ich glaube fast es ist wie ein Lampenfieber vor dem Tod oder so. Schon spannend. Ich werde mir immer unsicherer, was ich von mir halten könnte. Zusammenreissen, Sonne und vorwärts und so wollen nicht so recht. Komme gerade aus Brandenburg und finde mich selbst da nicht so richtig wieder. Tante Monikas 65., ja okay, ganz viel essen, ganz lange laut sitzen, bei Hagen ein paar Videospiele, kleine Parallelen zu früher. Guck mir die Räume an und denke zurück, gehe draußen bis zur Kita übern Sumpf spazieren und sehe wie wir da immer mit den Fahrrädern lang sind. Soll keine Verherrlichung der damaligen Zeiten sein, aber es war schon etwas ganz anderes.
Ich weiss nicht, ob ich traurig bin oder lustlos oder müde ... allein auf jeden Fall. Mein Antrieb ist im Eimer. Der Motor hat Benzin, die Reifen haben offenbar Luft. Aber es fährt nichts los. Draussen die ersten warmen Tage und es starten die Forsythien und ich kriegs mit der Angst, weil er jetzt kommt: Der schnell schwindende Frühling, mein Geburtstag, den ich nicht will, der Sommer, auf den ich im Moment auch nicht warte.
Ich mach hier mal Schluss, ich werd' hier immer trauriger und weiss nicht warum und hab keine Kraft an irgendwas zu denken, was mich jetzt ein bisschen rüttelt und klarer macht. Nich schön.
jeskomclub
jeskomclub Gröninger: Immer noch die anfängliche Unsicherheit bei Texten und Abläufen. Komisch wa? In der Probe ist immer alles klar. Wie im richtjen Lehm, so scheints. Aber es war so familiär wie heimelig und dann war es fast soweit, dass die Bühne mir gehörte. Im April auf Tour wird sich das festigen. Auf der Rückfahrt war ich ganz leer und allein. Keine Freude, keine Tränen, kein Nichts. Langsam zurück mit Eels. Ein Zustand, der nicht beschreiben ist, weil nichts war. Dann im BN Bier und schönes Reden. Ronald über Kubon und Berlin und so. Mal gucken, ob wir trotzdem die Videoaufnahmen bekommen. Gemacht worden sind sie ja nunmal. Auf keinen Fall zahlen wir zustätzlich noch dafür. Egal, ob Gregors Konzept aufgeht oder nicht.
Gleich gehts nach Brandenburg und ich hab noch soviel Bier in mir. Draussen wirds mehr und mehr Frühling. Ich hab merkwüridgerweise immer noch solche Frühstückstischkampfgespräche mit PT Leuten wie FB oder Micha für bspw. den Fall, dass mir die halbe Stunde Verspätung wegen meines Psychologengesprächs nicht zugesagt wird. (... nicht? dann nehme ich Urlaub! Geht nicht? Dann bin ich krank ... dann kündige ich eben) Warum ist das so? Ich brauche wohl jemanden, den ich verantwortlich machen kann für mein Gefühl der Lage, auf alles und jeden immer nur reagieren zu müssen, statt selbst mit eigenem Antrieb das zu entwickeln, was ich endlich rausgefunden haben will. Ui, dieses Satz beisst sich selbst in den Schwanz. Und ich die halbe Stunde hat Micha übrigens problemlos als OK gemailt.
Tob ist wieder irgendwie da. Und ich will ihn sehen und mich mal sehen, wie ich jetzt darüber denke und fühle. Vertraut sind wir ja bereits von damals. Machts vielleicht leichter. Ach was weiss ich. Gucken. Dem Mittwoch sehe ich auch ge,ischt entgegen- kommt immer drauf an, wie es um mich steht. Das wechselt zur Zeit so stark. Tag 1 schmeisst alles hin, ich mache endlich meinen Frieden und Schluss, Tag 2 euphoriert sich durchs Universum, Tag 3 gibts irgendwie nicht und ... tja, und so weiter.
Bandenburg. Gleich klingelts. 8 Minuten. Eltern dulden keinen Aufschub.
ach, das Leben ist schön ...
... sagte Katrin heute abend im Bluenote nach unserem 2. Tischtennis-"Turnier", dass sich zu einer kleinen schönen Mittwochung entwickelt. Die drei lsutigen Vier. Immer mit einem Stargast ... Jepp. Fetzt schon sehr so. Da sitzen wir und ich werde wieder traurig. Weiss wieder nicht, warum. Kommt von tief unten. Ich kann das zu dieser Stunde auch mal wieder nicht klar ausdrücken, das Bier hat mich nach einem sehr intensiven Tag auch ziemlich alle gemacht. Is' ja nix neues in solchen Zuständen. Aber ich bin nicht betrunken, ich bin nur zu seicht gebaut zur Zeit und da reicht ein Blick auf den Nachbartisch, an dem junge Menschen sitzen; da reicht eine Frohnatur wie Jana; da reicht so ein Satz: "ach, ist das Leben schön".
Und ich kann dem für mich nicht zustimmen. Und weiss, daß die Potentiale, die Möglichkeiten allesamt vorhanden sind und ich sie erkenne oder zumindest glaube zu erkennen, zu spüren und sehnsüchtig auf immer das Selbe hoffe und warte. Wie lange schaffe ich das noch auszuhalten, wenn ich immerzu der Meinung bin, das ich einfach noch nicht gelebt habe? Oh.
Freitag
Nicht um den Zähler der Einträge hier zu erhöhen. Oder doch? Hey- what about get real? Ich habe einen langen Tag hinter mir. Hätte nicht gedacht, das sowas mal aus meiner Schreibe kommt. War tatsächlich so. Um 8 abends war mein Tagwerk vollbracht. Und weisste was? Es war mal wieder die richtige Entscheidung, die Dinge, die getan werden müssen, gleich zu tun. So getan mit Audioguide Memleben. Habe heute mit Karine Memleben French aufgenomen, sorglos wegen des Sounds; Channelstrip nachträglich reinkopiert: alles bestens. Cool! So einfach geht das also. Und Kieser war heute auch dabei. Erst wars etwas uncool voll dort, aber das Ende war wie immer ein bisschen berauschend.
Ich muss mir mal einen Zettel an meine Windschutzscheibe kleben: Wie ich manchmal morgends zum PT fahre, ist nicht schön. So griesgrämig und genervt, wenn einer mal ein bisschen langsamer oder komisch fährt. Mit dem dabei erfundenen Slogan: "Es kotzt mich an, dass es mich ankotzt!" Wao- den Spruch hab ich mir seit heute früh gemerkt. Das, was ich heute tagsüber so vollbracht hatte, ließ mich entpsannt nach Hause fahren. Da war das alles wieder weg. Vielleicht liegts auch an meinen 5:36 Uhr Untermietern. Ich muss denen einfach ein paar Filzpads schenken und unaufdringlich freundlich Guten Tag sagen. Wenn wir uns so schon nicht kennen, muss ich aber wenigstens mir selbst dabei helfen, nicht immer so einen unfeinen Start haben zu müssen.
Wo doch jetzt die Sonne so schön scheint!
Au warrte, es wird Frühling und ich hab wie immer ein besseres Gefühl. Ich weiss, das hilft insgesamt nicht viel, kann mir aber dabei helfen ... ach, weisst schon: the same procedure. Und wenn ich jetzt schreibe "Machs doch einfach weiter so", ist es auch nur die übliche halbe Wahrheit.
Morgen Drömling in der selben Aufstellung wie Hundisburg. Hoffentlich nicht zu verkatert. BN 2 Große, 2 Kleine, jetzt Rotwein. Alkoholzählung. Dann Onkel Ingo 70. Geburtstag. Marek. Habe ein undeutliches Gefühl von "das wird spät".
unterwegs
Ein ganzer Tag mit Anne und Matze in Hannover at CeBit und Ikea Braunschweig. Soviel Laufen ... und tatsächlich ein bisschen dunig im Kopf von der After-Table-Tennis Show im BN. Da war ich schon müde und ein bisschen nachdenklich, still. So'n bisschen in mir drin und hab Jana und Katrin nur zugehört und mich dabei ertappt, mal wieder zu vergleichen, was früher alles hätte sein können, was tatsächlich war und was jetzt ist. Ab und zu hab ich mitgeredet, aber ich schlaffe mehr und mehr ab. Gerade ein Bier getrunken und schon nicht mehr fähig, die richtigen Worte zu finden.
Hannover heute war sowas wie ein Selbstläufer. Mir gings gut, es gab 3 (drei) Risted Pølser im IKEA und der Tag war okay. Jetzt hier zuhause versuchte ich ein bisschen JESKOMtermine zu machen und für die AWO die Märztermine reinzuhämmern. Und bemerke, das Word nicht auf HaPe installiert ist und suche nach einer Rapidshare Version, finde nichts und während all dessen schleicht sich immer mehr eine Traurigkeit ein, die ich nicht erklären kann. Ich könnte mich da richtig reinsteigern. Derweil freue ich mich, heute nicht geraucht zu haben, hole das jetzt nach, trinke bisschen Bier und hoffe, dass ich morgen besser drauf bin, damit ich mich und mein Zeugs in PT und bei mir nach vorne bringe. Mache morgen mit Karine immerhin schon Memleben Französisch. Und mir einen Plan, den Frühling bitte nicht schon wieder zu verbraten.
Bald ins Bett.
an Constanze
Liebe Constanze. Woher weisstn, ob ich traurig aussehe? ;-)
Ich machs mal kurz: Hab mich heute dem Teufel verschrieben, der mir erst ein einfaches Gespräch mangels Therapieplätzen anbot um mich daraufhin für übernächste Woche gleich wieder einzuladen. Dann tats wohl Not. Soviel auf einen Haufen hab ich noch nie von mir erzählt. Aber diesmal ist ein anderer der wirkliche Profi.
Eine Bitte: Ich möchte bitte nicht, dass du anderen jetzt Gleichmut und Geduld gegenüber mir anbringst, weil doch der Jesko jetzt Stärke und Ruhe braucht - ich möchte und muss das ganz für mich allein machen und auch ich werde niemanden daran teilhaben lassen. Mein einziger Verbündeter dabei kann nur ich sein. Kein Stammlokal, kein Facebook, keine Nachbarn, keine Freunde, Gleichgesinnte ... Und sollte ich mein wirklicher wahrer Kumpel werden, der sich besser begreift, komm' ich wieder.
Bis dahin glaub ich dem Frühling, dass er's auch will.
Optimist I
Es ist wirklich ein schnelles "Besser" Wahrscheinlich habich mir das alles erstmal rausgeredet- jetzt ist es nicht mehr mein Problem. Was natürlich deutlicher Unsinn ist; ich fühle mich nur nach Anke mit Mittag in der Stadt und einer gewissen Ruhe und ohne Zeitnot (gegenüber PT) mit erster Frühlingssonne und Duft in der Luft recht entspannt. Das ist gut und ebenso aber auch eine typische Erfahrung in Verbindung mit dem was neu entsteht, meiner üblichen Hoffnung auf bessere Zeiten usw.. Muss ich ja hier nicht nochmal litaneien.
Ich darf dennoch mal ins Feld führen: ich weiss, ich bin frei und hab mich aber noch nicht frei gemacht von dem, was mich selbst lahmlegt; ich weiss, ich habs jetzt gewagt mir Unterstützung zu suchen und ich weiss wie verdammtnochmal ich da jetzt dranbleiben muss. Hab ja nicht umsonst gleich 2 Wochen später einen weiteren Termin angeboten bekommen.
Und nach den Simpsons gehen wir Tischtennis spielen. Jana, Katrin, Jesko ... dann gibts roten Wein und morgen mit Matze, meinem lieben Matze und Anne die CeBit.
friedliches Inselhopping
Was war das eben? 45 Minuten Dauerfeuer aus zusammenhanglosen Geschützen? Kann sowas alles ein Zuhörer aufnehmen? Wahrscheinlich ja. Ich bin dunstig. Wegen gestern. Zwar hab ich mich an alkoholfreien Hefen und kleinen Jevern versucht, aber das BN, das viele Rauchen, meine leichte Unsicherheit dazu (warum eigenlich? Sind doch alles Leute, die ich kenne und mag?) das ordentliche Muskelziehen vom Training und das frühe Poltern im Haus machten mich ziemlich unausgeruht und noch mehr unsicher. Aber hier bin ich.
Ich hab tatsächlich enormes, unängstliches Inselhopping betrieben und dabei meiner Meinung nach die jeweiligen Punkte dazugesagt.
der sterbende Cowboy auf der Suche nach Liebe, Zuneigung, Anerkenung, Geborgenheit;
auf dass es mittlerweile ans Eingemachte (was immer das Eingemachte ist = Denkaufgabe) geht;
meine Selbstliebe, die mir den Freitod verbietet;
die Mutmacher, die ich wie ein Trostpflaster benötige, woraufhin alles gleich wieder und kurzzeitig hell und möglich ist;
mein spätes Outing;
meine zuvielen Informationen, die nicht in einen Kopf reinzupassen scheinen;
mein offensichtliches Verständnis für und meine probate Einsicht in andere Menschen, woraufhin ich zu Evrybodys Darling werde (was ich so ja auch will);
mein Alkoholismus, der mir zu denken gibt;
meine Semantik (Angeber) und die Synapsen, die mich kaputtdenken;
meine Mom, die an der Oberfläche alles schnell zum Positiven wenden kann;
mein januartlicher Versuch, meine Situation von hinten aufzuklären / strukturieren und dabei ja dann doch stecken zu bleiben;
eingangs des Gespräches meine Unzufriedenheit über meine angerissenen "Projekte" die ich schnell genug wieder sein lasse, und mich nicht profiliere um vielleicht eine Leidenschaft draus machen zu können;
meine drei großen Projekte Puppenhaus, 2und40 und JESKOM, die alle drei logischerweise nur zu je 1/3 betrieben werden können und Unzufriedenheit hinterlassen;
meine Vorstellung von Gesellschaft, in der man sich mit Respekt und Freundlichkeit begegnet oder sich wenigstens höflich aus dem Weg geht ohne den anderen zu verletzen, ihn zu bestehlen etc. ...
(das war sicher längst nicht alles, aber ein Großteil dessen, woran ich mich jetzt erinnere)
Ich kann ihn akustisch kaum verstehen und muss das beim nächsten Mal mittels Hörgerät und Hinweis aufbessern. 16.03..t
Keine Narben, keine Spuren, wäre gerne nur etwas gewissenhafter ... ach was, vielleicht wars in diesem Zustand genau das Richtige. Ich weiss ja mittlerweile, dass es nicht um äußere Erwartungsghaltungen geht, sondern um mich. Freisprudeln ist erstmal gut und es geht ja weiter. Ich muss nicht weinen, aber bisschen kams zwischendurch. Bisschen auch jetzt. Aber es ist friedlich.
Wir kommen im Frieden
Ein Automatismus oder ein Frühling oder beides zusammen in einem gewissen Aktionismus, der mich bekanntermaßen nach vorne bringt? Ich komme im Frieden morgen zum Beratungsgespräch und werde voraussichtlich mal wieder nicht genau wissen, was hier eigentlich mein Problem ist. Weil ich meine kleine Selbstamalyse hab liegen bzw. sein lassen? Wahrscheinlich. Weisst ja, wenn die Sonne kommt, ists wieder gut. Frag mich was und ich weiss nicht, was mich bedrückt.
Ich weiss nur, dass meine unmutigen Phasen immer tiefer und länger werden, dass ich für alles eine gewisse Erklärung habe, aber diese ganzen Erklärungen und parallen Stränge nicht in meinen Kopf reinpassen. Mein Selbstwertgefühl dann abnormst absinkt und ich bisher und damit immer alles nicht nur in Frage, sondern am liebsten wegsteleln würde. Meine Selbstliebe scheint aber zu groß für einen Selbstmord. Mich konsequent auf eine Seite schlagen, wäre gut, scheint aber nur möglich, mich mit der anderen zu arrangieren.
Ach das ist alles Grütze, ich versuche hier Items sammelnd aufzuzählen, die ich morgen erklären kann. Es muss doch möglich sein, mich mit 2 Sätzen zu beschreiben, die wenigstens deutlich machen, dass es mir verdammt ernst ist mit enwteder richtigem Leben oder dem Seinlassen. Da verteidigt sich wohl gerade ein Immunhaushalt- der, der für das Abwehren von Eindringlingen in meine Tiefe zuständig ist.
Kann sein, muss aber wiedermal nicht. Lasses und schlaf hoffentlich gut. Wenns passt, komm ich von ganz allein mit Sprudelwasser daher.
Trunkener Zaunpfahl
Nach finalenPuppenfotos von Richard III. gabs noch eine Party bei Christina und Ronald, die erfahrungsgemäß ziemlich rotweinig ausgehen musste, was mich heute dazu brachte, hier pausenlos rumzuliegen und mich immerhin ein bisschen zu freuen, den Samstag klar im Kopf verbracht zu haben. Aber naja. Anke hab ich heute damit auch auf Montag oder Mittwoch "verlegt". Und Mittwoch ist auch mein Gespräch mit dem Mann, der mich- wie Anke sagte- wahrscheinlich sehr sachlich strukturiert auf wenigstens einen Punkt bringen könnte, wenn er denn Therapieplätze frei haben sollte. "Jesko wartet auf einen Therapieplatz". Auha, das klingt nicht schön. Ist aber offensichtlich notwendig. Ich brauche so einen Mathelehrer wie beim Abi, der mir Mut macht ohne Blümchen, der mich fordert, damit ich selbst endlich den Hintern hoch kriege.
Das ist jetzt keine unbedingt saubere Überleitung, aber weisste was? Eben gerade hat Tobias angerufen. Genau der. Tausend Jahre her. Und wiedererkannt. Das war sehr cool, muss ich mal sagen. Wie oft ich an ihn dachte und die knifflige Zeit damals. Er wohnt irgendwo in Reform im Junoweg 14 oder so. Und wir werden uns verabreden in nächster Zeit. Nicht dass ich mir was ausmale, auch wenn er Single ist und wahrscheinlich ja auch nicht aus blauem Dunst angerufen hat. Dass ich selbst auch noch Single bin, verwundert ihn in keinster Weise. Ich hätte zuviel Zeug im Kopf, zuviele Gedanken, zuviele Konjunktive ... womit ich es einfach nicht auf die Reihe kriege. Und er? Er hat ... Recht.
Sodenn. Mutig in die Woche und Finger weg vom Alkohol!
jeskom, jesko und jetzt
Heute jeskomclub Probe. Sehr gut. gefällt mir richtig prima. Damit sollten wir so viel wie es geht, spielen und Interesse an der Band wecken. Und da sind wir ein bisschen beim Thema: Ronald. Mit Jör am Montag in der Sauna und heute nochmal in echt arüber geredet, wie das ist, wie das wäre, wenn es mit jeskom nicht nur einen Sprung nach vorn, sondern in dessen Konsequenz den Sprung nach "oben" geben würde. Vielleicht ist es ein bisschen zu früh, jetzt darüber nachzudenken, aber zielorientiert ist das schon ein heikles Thema. Ronald will raus. Also aus Musikschule und Brotjobs. Den konsequenten Gang / Sprung nach vorn ins Produzenten-, Musikbusiness. Und er kann es absolut nachvollziehen, dass die Band nicht einfach so alles stehen und liegen lässt, um mit jeskom ganz groß rauszukommen. Und ich stehe da mehr vorn als mittendrin mit meinen Vorstellungen, die ich so noch nicht habe. Wie weit kann ich denn mitgehen ins Business, bis Puppenhaus sagt: "So geht es nicht". Ich bin auch nicht der Typ, der das ausreizen würde bis zum Rauswurf. Und Ronald kann ich auch nachvollziehen, wenn er sagt, er hat fantastische Zutaten, aus denen er was backen konnte- aber wenn es keiner kennt und es sich nicht verkauft, hat er nichts gewonnen. Es geht ihm dabei auch ums Geld. Und wie sehe ich das Ganze? Da muss ich mir baldigst Zeit für nehmen und realistisch bleibend meine Vorstellungen und Wünsche, Träume klarstellen. Ronald fährt am Freitag nach Hannover zu Andreas Fach- dem Typen, der die Verbindungen hat. Danach sehen wir weiter.
Ich hab derweil in einem Anflug von "wann, wenn nicht jetzt" im Laufe des Tages gemerkt, dass es 10 Minuten zur vollen Stunde war und das der Punkt sein soll, an dem der Pschologe Dost (?) erreichbar ist. Gedacht, getan. Und sogar erreicht. Therapieplätze hat er im Moment keine, aber er bietet mir ein Gespräch am kommenden Mittwoch an. Bin ich mal gespannt, wie ich versuche, mich auszudrücken. Fakt ist: Es gibt absolut nichts mehr, was ich zu verbergen habe- zumindest bei Leuten, die mir helfen können. Und Fakten gibt es einige. Die deutlich zu machen, ist meine Aufgabe. Das zu sortieren, die Arbeit des anderen.
Bisschen kränklich bin ich.
ein Königreich für ein Pferd
So komme ich von der Richard III. Probe und hab fotografiert. Ich hoffe, gut und muss das checken und denke dabei wieder an eines dieser unermüdlichen halbherzigen Fähigkeiten, die ich hab. Aber das ist es nicht, was mich bisschen betrübt. Irgendwie wars da wieder, das kleine Gefühl, mich nicht so ganz dabei zu fühlen. Spreche kaum mit FB, gucke Micha nichtmal in die Augen. Und ich merke das, wie ich das nicht tue. Warummen? Fühle mich öfter bei solchen Angelegenheiten mehr dabei als mittendrin. Auch wenn mir so ein Gefühl glaubich niemand vermittelt, ist es ja doch so. Zuviele Vergleiche? Ein Regisseur (der's gleichaltrig soweit gebracht hat?), ein Lichtmann, Tonmann, die Spieler, Tim, die Ausstatter ... alles Leute, bei denen ich den Eindruck hab, die gehören mehr zum Stück dazu. Ich nich so. Das mag übertrieben klingen und erinnert mich an meine Sicht auf meine merkwürdigen Selbstwerte.
Ich hab Ankes Adresse vom Psychologen noch immer nicht angerufen obwohl ich dauernd daran denke. Bisschen Angst. Auch Angst vorm Warten müssen? Fühle mich nicht konzentriert und schlaff bei all den Dingen, die ich mache. Obwohl ich bestens ausgeschlafen hab und heute morgen war mir sehr wohlig. Fast ein bisschen zu wohlig, wenn ich weiss, was ich meine ;-) Und Alkohol ist auch nicht im Spiel. Ich bin sehr angefüllt mit zu vielen Sachen. War immerhin bei Karine und hab Memleben Französisch angeleiert. Das selbe noch mit John auf Englisch jetzt tun und ich mach den Rest mit Inga. Geht doch. Der Eigentlichkeitsvermeider sucht nach einem neuen Wort ...
War am Montag mit Sandy im Flair. Cool. Ich habs endlich vollbracht. Dann bisschen shoppen und wieder ins Theater. Abends noch die bunte Idee, mir von ihres Bruders Freundin die Haare schneiden zu lassen. Nochmal cool. Das fetzt. Sandy wird Oli verlassen. Ok. Und Sandy sucht bereits den Nächsten. Das merkt man. Das merke vor allem auch ich: ich glaube, sie würde mich sofort nehmen. Was mich wiederum freut und erneut klar stellt, wie sehr ich danach strebe, gewollt und geliebt zu werden. Deshalb benehme ich mich in solchen Fällen immer etwas undeutllich und lasse gern alles offen. Was für merkwürdig Ding.
So. Nun? Wie weiter? Was ist mit dem "wohin auch" Video? Was mit den Vorbereitungen Gröninger? Morgen ist Probe. Ronald hat auf meine Mail reagiert, wonach ich glaube, dass die gesamte Band einschl. mir eher zögerlich bis abspringend sein wird, wenns um ein eventuelles "richtiges" Angebot für jeskom geht. Aber was ist so ein Angebot? Eine Tour bzw. Inverlagnahme wäre bei allen möglich, nur wie weit geht genau das Engagement? Betrifft im Besonderen mich als Autor und Kopf. Wie weit kann ich gehen oder lasse ich das Puppenhaus dann sein? Alles halbgewalktes Zeug, aber so kann man bei keinem Label oder Verlag argumentieren. Verständlich ist da allemal, aber was denn nun? Wie sehe ich das denn eigentlich ganz genau? Könnte - ja, wäre - auch, aber nur wenn hätte ...
Ach herrje ... ein Königreich für ein Pferd. Auch kein schöner Schlusssatz. Muss ja auch nicht.
Tapferer Selbstmut
Anke hat mir gerade die Adresse des Psychologen in der Hegelstrasse mitgeteilt. Und ich stelle fest, dass, wenn es nun losgeht- auch wenn es mit dem Termin dauern kann- ich glaubich ganz schön viel Mut aufbringen muss. Mut, mich drauf einzulassen, Stärke, mich mit dem Thema richtig auseinanderzusetzen, ohne flüchtig die Hälfte gleich wieder zu vergessen, vielleicht auch, weil es ungemütlich sein kann und voraussichtlich wird. Und Verdrängunsmechanismen habe ich einige.
Kommt flugs ein bisschen Mut vorbei und mit einer erneut spontan-schönen Sichtweise auf die Dinge meines Lebens (wie ein bisschen bei Micha damals) - kann es passieren, dass nichts sich klärt, weil ich dem Augenblick vertraue und das eigentliche Elend bequemerweise weglassen kann. Bis es wieder an meine Tür klopft.
Bisschen Bammel hab ich, weil ich tiefer gehen will und nicht weiss, was mich erwartet. Aber Anke macht mir Mut. Es wird harte Arbeit, wie ich glaube. Und es muss richtig und ernsthaft sein- sonst werde ich sowas für immer lassen. Ist schon doof genug, mich mit der Thematik Psychologische Beratung auseinanderzusetzen. Wo ich doch bei der Armee ... und wie ich das immer so schön erzähle, sie reingelegt zu haben... Damals damals bestimmt zweckdienlich, das hat sich allerdings festgebrannt. Und ich glaubte nie daran, dachte immer, das ich alles allein kann. Tja- allein will. Und NICHT kann.
Vielleicht sollte ich mich einmal von meinen eingebrannten Mechanismen lösen und versuchen, so grundehrlich und realistisch sein, wie es die Strenge meiner Situation gebietet. Gut gesagt!
"Gut gemacht" wäre ein schönerer Satz.
Katrin
Katrin fetzt. Wir nähern uns immer weiter an und entdecken immer mehr Gemeinsamkeiten. Sei es die Leichtathletik damals im Sadion Neue Welt mit Herrn Köhler und im Winter im Nordpark; oder die Entdeckung unerer Homosexualität oder unser fast gleiches Alter, unsere Ansichten über Leben, Liebe, Antonias Welt ... alles Dinge, die uns im Inneren ein bisschen miteinadner verbinden. Das macht Spaß. Weil ich meinen Blick über den Tellerrand damit erweitern kann. Und uns damit etwas wichtiges Gemeinsames verbindet. Und weil ich zudem mein "Zeugs" wieder und mit mittlerweile besser entwickelter Sicht auf die Dinge loswerden kann. Andere kennen meine alte Litanei. Jetzt ist die besser geworden und nicht mehr so latinisch. Und bei ihr kann ich sie vorbehaltloser und neuer anbringen. Ein schönes Geben und Nehmen. Ich hab so'n bisschen das Gefühl, dass wir ziemlich gute Freunde werden.
Das! ja? Das ist schön!
Neben der Thematik Gudrun und ihrer Verlustangst im Dunstkreis der angeketten Freunde hab ich Katrin davon erzählt, wie oll ich das fand, gestern auf ihre Frage meiner Intention in Sachen Liebe erneut so unklar geantwortet zu haben. Was erneut beweist, wie ich noch immer wackele und instabil darauf hoffe, dass mir Ankes baldige Gesprächsempfehlung (tolles Ausweichwort) mittels meiner bestmöglichen Ehrlichkeit / Aufrichtigkeit zu schöneren Aus-Sichtweisen verhilft.
kommt weint mit mir
Ein schöner Abend bei Katrin mit Jana. Wir kommen im Frieden. 19:45 Uhr. Wir trafen 19:37 ein und waren noch nichtmal in Polen. Quatsch mit Sosse. Wir haben 2 Flaschen lang gequatscht über vieles, was war, was ist, was sein könnte und sollte. Und ich hab mich dabei ertappt, schon wieder unklar auf Katris Frage: "Weisst du ziemlich klar, dass es nur ein Mann werden kann?" geantwortet zu haben. Das ist doof und ich fühle mich dabei irgendwie labil Mist. Habe ich mich wirklich nicht entschlossen? Will ich anderen meine Vielfältigkeit anheim legen? Bin ich so "überall"? Letzteres bestimmt. Aber ganz bestimmt habich doch auch festgestellt, wie es aussehen soll, wenn ich denn endlich liebe. Und diese Frage stand auch zur Debatte: Kann ich eine Liebe so richtig und vollkommen und immer um mich haben? So wie bei Jana und Dorschi? Mit allen Höhen und Tiefs und vor allem STREITEN? Krachen, wenns drauf ankommt und dann klären? Richtig klären und nicht schweben lassen aus Angst vor Entscheidungen oder fehlendem Mut vor dem Ausdruck des eigenen wirklichen Willens und den Konsequenzen?
Oh, soviel Zeug. Aber das war alles gut. Ein letztes Glas im BN und die Gewissheit, dass es ziemlich viel des Weines war. Und im Bett gings dann komisch einher: Da kam das kleine Heulen. Aber warum? Hab mir vorgestellt, dass wir am Samstag (Katrin, Oskar, ich) tatsächlich nach Mannhausen rausfahren, wir sitzen auf der Wiese und ein lange verschollener Findus kommt auf mich zu für ganz viel Liebe, eine Madame lässt sich gnädig blicken und eines dieser Pferde beugt sich zu mir runter, stubst mich an, stubst mich nochmal an und so weiter. Sinnbidlich dafür, endlich aufzustehen und loszugehen. Und das heule ich mir so durch und schlafe schliesslich damit ein, nicht ohne mir einen kleinen Gedanken darüber zu machen, was das jetzt war ...
Keine Spätfolgen. Bisschen dunig im Kopf aber erstaunlich fit im Talk about Grafik Festival mit Frank und Georgi. Werde heute ein bisschen früher hier schliessen und mich morgen ins Getümmel derer Dinge, die es lange schon zu tun gibt, stürzen. Hab gestern ja auch aus der Idee "Man müsste mal zum Neustädter Bahnhof fahren und sich umgucken, ob ein Video für >wohin auch< dort machbar wäre. " Gedacht und ... sofort getan! Wao, das war echt einfach. Erstaunlich? Nee, logisch. Und ein tolles Gefühl.
Gentleman Agreement
Es ist tatsächlich eine Art Vereinbarung zwischen uns, dass er mich zwar nicht haben kann, weil ich ihn nicht will, wir uns aber aber auf gelegentliche Nächte einlassen können. Und was soll ich sagen: Das war richtig gut. Vor allem heute Morgen. Noch müde und so richtig schön im Döseschlaf mit jemandem dabei, Körper an Körper. Das fühlt sich sehr sehr schön an. Eigentlich komisch, oder? Das wird meinerseits keine Liebe, aber den Sex nehme ich doch mit? Solln das? Wegen den ansonsten nicht vorhandenen Gelegenheiten, weil ich nicht sofort mit einem X-beliebigen Typen ins Bett gehe? Übergangslösung? Merkwürdig. Aber-und jetzt kommts: Wirklich nich schlimm.
Nachtrag Guter Tag
In solchen Momenten wie diesen (so frisch und relativ heiter) gehts gerne wieder mitmir durch und ich belästige auf gayromeo gerade ein paar Leute, bei denen ich mir was ausmale. Das ist knifflig, wenn die sexuelle Lustbarkeit das Quecksilber gefährlich weit nach oben treibt (ach ja: morgen kommt Carsten) und ich dann über die wirkliche Liebe nachdenke. Das passiert mir oft auf der Couch beim Simpsonsgucken, dass ein gedanklicher Zeitgenosse neben mir liegt und wir rumkuscheln und uns einfach nur lieb haben. Auch und gerade nach dem Sex. Das ist sozusagen (paaah:) die Messlatte dessen, was ich mir denke und vorstelle. Und was bei Carsten nunmal leider nicht geht. Aber ich bin da glaubich ganz gut im Fühlen: Wenn es mir auf reinen Sex ankäme, hätte ich ihn /er mich schon viele Male mehr haben können. Wollte ich aber nicht. Und eben genau das ist es. Oder?
Ein guter Tag
Das war er wirklich. Zwar hab ich es wieder nur bis auf um 6 statt um 8 gebracht, dafür gabs frische Brötchen vom Bäcker, einen kurzen, unkomplizierten Puppenvormittag und ab halb 12 Probe. Bis um halb 5, dann allerdings waren Konzentration und Kraft dahin. Bisschen einkaufen, Salat gebaut, Simpsons, Schokolade (oooch: zuviel), Halbschlaf und ein bisschen hippelig noch. Es war gut. Ein guter Tag. Wieso? Was führt dazu?
Zwei Bier im BN und freiwilliges Ende mit Freude aufs Bett. Lesen, müde, schlafen. Wie oft gegen 4 Uhr irgendwas aufwachen und still dagegen protestieren. Halbschlafeng bis 6-7 und dann aufgerafft. Frisch im Kopf. Und damit erneut ein wesentliches Grundmerkmal bewiesen: Es geht nur, wenn der Alkohol unter Kontrolle ist bzw. ich das besser noch nichtmal kontrollieren muss und ich auf mein Gefühl höre ohne mir selbst Spielverderber zu sein.
Du meine Güte, was für Erklärungen hier ... aber so ist das, wenns mal gut läuft. Den Moment festhalten und nachfühlen, wie ich sowas für mich herstellen oder positiv beeinflussen kann. Hier gewinnt der Spruch "die Kurve kriegen" wahrlich an Höchstbedeutung für jede Lage.
trotzdem traurig
Anke geschrieben. Geschrieben, dass es jedes Mal immer enger wird, wenns wieder soweit ist und ich das nicht alleine schaffe. Und sie schreibt davon, dass sie schon immer auf so eine Nachricht von mir geartet hat. Endlich mache ich es wahr und hoffentlich ausserhalb von Tresen und spontanen Berichten gegenüber anderen. Sie schreibt es so: "Und das Durchschneiden des Seiles am Baum... - du weißt - schaffst du nicht alleine. Wie solltest du auch. Du hast es ja auch nicht alleine umgebunden ..."
Mit Micha-Chef geredet. Ohne Frank, weil krank. Und das war sehr gut so. Nichts gegen FB, aber es geht sehr deutlich und klar mit Micha. Jetzt versucht er mich mittels Anhebung der Gage auf das Privat-Krankenkassen Niveau aus der Wirtschaftsmisere zu retten. Was ihm wohl nicht gelingen wird, weil die Gage dafür zu hoch wird. Aber gute Aussichten. So insgesamt.
Heute irgendwie etwas lahm nach gestern 2 Grossen und 2 Kleinen mit Katrin und Jana und zu Hause nichts weiter als die große Freude über meinen Song "Einfach", der sehr groß nach vorne geht. Auch wenn er noch keinen Text hat. Und dennoch heute irgendwie verkatert. Etwas unwohl. Und müde. Heute Abend war Jeskomclub Probe. Da gings bisschen stärker los und danach nach Hause und jetzt bin ich traurig. Und weiss nicht warum. Ob ich das so will oder das so kann oder diesen Zustand so für mich "herstellen" kann.
Ob ich lieben kann? Ob ich das will? Ob ich mich jemals begreife? Richtiger? Echter? Ehrlicher? Ob ich mich irgendwann mal soweit klarkriege, dass ich mehr Freude hab? Oder hab ich sie und begreife es nicht? Oder vielleicht hier am besten formuliert: Kann ich mal irgendwann aufhören, mir soviele Fragen stellen zu müssen?
Still
Bin ruhig irgendwie. Sogar ziemlich ruhig. Entweder halte ich absichtlich an meinem Klärungsbedarf, der traurigen Entwicklung dahin und der der letzten Woche fest oder ich dünste durch ein Niveau, das ein bisschen innehält. Ich bin weiterhin morgens immer mal ein bisschen traurig, ich springe weiterhin nicht im Quadrat im Theater. Entweder will ich meinen Status beibehalten, damit das für mich und andere logisch erscheint oder ich bewege mich seltsamst erstmals ganz nach meinem wirklichen Gefühl. Und am Küchentisch drücke ich mir die Träne auch nicht absichtlich ausm Gesicht, obwohl ich das manchmal mutmaße. Kann ja tatsächlich zusammenhängen mit dem Einlassen auf mich selbst. Das wäre ja wirklich mal ein get-real. Und egal was es wäre oder hätte, ich muss mich jetzt beeilen und mich ausnutzen, solange ich das kann.
Anke anrufen, Psychologen ausfindig machen, hingehen. Weg mit der Scheu und der seltsamen Vorstellung, Psychologen können nicht überblicken oder einschätzen, worüber ich die Übersicht seit Jahren wenigstens in weitem Zaum zu halten versuche. Ich bin zu voll im Kopf und zu dichtgedrängt in der Seele, das passt alles nicht in mich hinein. Die Folge ist Kapitulation, freundlich-witzige Hingabe an die Umgebung, Alkohol ... bis das Klagegerüst folgerichtig zusammenkracht.
Ach und nochwas: You fucking Angeber-Study-Twens in der Elbe Schwimmhalle: Ihr könnt so knusprig aussehen wie es mich wurmt, aber mit euch schwimme ich nicht mehr in einer Bahn. Ya Man, Neddeli Flanders hat hier jetzt mal seine Wudeli rausgelasseli. Okeli Dokeli.
Okay. Morgen rede ich nochmal mit dem Intendanten und hoffe, es bereitet mir keine nächtlichen Sorgen, dass ich einfach keine konkrete Vorstellung habe von dem, was ich dort gerne machen möchte. Ich weiss nur, wie es sich anfühlen sollte bei dem, was ich / mit den anderen zusammen / machen kann.
loses Gestrüpp
Mache endlich Musik. Wenn auch mit zittrigen Fingern und Null Konzentration auf die Schönheit und die Sinnhaftigkeit von Texten. Versucht, das Wochenende für mich sauberer ablaufen zu lassen. Freitag mit Mario im BN etwas länger damit zugebracht, herauszufinden, was zum Leben denn nun dazu gehört. Kurz: Der Samstag war eher etwas oller als geüplant und ich hab den Hirschkuss in den Ausguss geschüttet. Gute und deutliche Entscheidung. Samstag gabs 2 groß, 2 klein und ein finales Astra zu Hause. (ich muss das mal so peinlich hier aufschreiben) An sich recht vernünftig- aber der Sonntag kam zittrig und wie oben beschrieben. Aber mit 3 neuen Songs. Falls es die Roughmixes noch geben sollte, dann gibts das HIER zu hören.
Und nun überlege ich, was zu tun ist: Am Mittwoch reden wir über Mediaplanung und Etat und anschliessend über mich und in welcher Rolle ich mich hier gerne sehen möchte. Das ist schwieriger als gedacht, aber nicht neu: Zu wissen, was ich will ... Meine Arbeit machen? Hä? Wie? Allen gefallen? Liebe? Frieden? Glückseligkeit?
Alles toll, aber konkret ist hier nichts. Es wird darauf hinauslaufen, dass ich mich richtig ernsthaft sammeln und darlegen muss. Um dann zu entscheiden, welche Position eine gute für mich ist. Und dazu muss ich mir Hilfe besorgen, so schaurig das klingt.
ad hoc Gespräch
Und dann ging alles viel schneller als gedacht: gerade denke ich beim Verabschieden bei Simone noch daran, mit Micha einen Termin demnächst und (sage dabei feige wie immer:) "irgendwann" mal machen zu müssen, schon schiebt sie mich ins Zimmer und schliesst die Tür hinter mir. Im Nachhinein eine so liebe Geste. Und da sitze ich und wir plaudern über eine halbe Stunde über mich, über Micha, über Traurigsein, über all das, was bei mir gerade schwer wiegt.
Was man ihm ja aufgrund seiner vorsorglichen Zurückgezogenheit nicht zutraut: Er hat ähnliche Probleme mit dem wiederkehrenden Traurigsein und diesen Phasen, die zum Verzweifeln scheinen. Nun ist er der Typ, der sich wahrscheinlich dazu durchringt, sein Ding zu tun. Und ist damit beim Punkt angelangt: Er kennt mich insofern recht gut, als dass er es voraus ahnt, was los ist und spricht es an, was es mit mir auf sich hat: Das große ganze Neue ist vorbei nach einem Jahr, dann ist es nicht mehr ganz so neu, es wird zum Alltag, es lobhuldigt auch niemand mehr. Und ich kämpfe an mindestens drei Fronten mit PT, 2und40 und Jeskom ... und habe offensichtlich keine klare Vorstellung von dem, was ich machen will.
Da staune ich Bauklötzer, auch wenn es immer noch ungewohnt ist, mich mit ihm näher zu unterhalten. Aber ich bin irgendwie sicher bei ihm. Er hört mir zu und ich kann drauf los sprudeln. Dass mein grösster Erfolg immer die Menschen sind, die davon partizipieren und die sich mit mir freuen; dass ich Freiräume für Kreatives Zeug haben und spinnen möchte; dass ich trotz meiner sonnigen Aussendarstellung immer wieder in diese Täler rutsche, die jedes mal tiefer werden bis ich irgendwann mal nicht mehr raus komme.
Dass ich versuche, meinen jetzigen Zustand zu besehen, über welche Wege ich dazu gekommen bin und warum ich diese Wege betreten habe. Und es klären möchte. Zur Not mit Hilfe anderer. (Ich hab den Alkohol vorsorglich erstmal nicht erwähnt). Erzähle ihm auch von Ronald, der, ähnlich wie er, zielorientiert versucht, nach vorne zu gehen. Und einfordert. Und mir nicht mehr zuhören will, wenn ich wimmere, weil von dort aus eben nicht viel zu helfen ist.
Und er bringt es ebenso auf den Punkt: Ich soll mir mal überlegen, was ich will. Also zumindest erstmal hier im Theater. Freiräume und Möglichkeiten gibts immer.
Ich esse derweil mindestens 4 Täfelchen Schokolade, krieg macnhmal bisschen Wasser ins Auge und freue mich insgeheim, dass das nun so plötzlich und herrlich geklappt hat und wir ausserdem nächsten Mittwoch darüber reden, was ich mir hier vorstelle. Das ist doch kein Zufall oder? Wenn zudem mittendrin Anke anruft, die ich seit Wochen besuchen will, um ihr meine Story zu aktualisieren und sie nach einem ganz externen Psychologen fragen will. Da setzt ein ganzes Universum jetzt schon alles daran, dass ich mein noch nichtmal erklärtes Ziel erreiche.
Ich bin ein Glückskind oder? Oder ein Idiot, wenn ich mich jetzt nicht endlich traue.
Schiessen Sie auf den Cowboy!
Der Cowboy weiss nicht, wie ihm geschieht, wenn die Lage sich ein bisschen bessert und er nicht mehr so sehr sterben muss, aber andere mich schon noch danach fragen, warum ich so hümpelig geknickt daherkomme. Schon regt sich stark das Gefühl, es behalten zu wollen, dass man sich um mich kümmert. Und ich schwanke zwischen der Ehrlichkeit gegenüber mir und den anderen inkl. des zu rettenden Cowboys ... und der ausgelasseneren Version, weils ja jetzt etwas besser geht. Es passt genau: Mat meint: 'So gefällst du mir viel besser' und ich denke 'hör nicht auf, dich um mich zu sorgen, die Wunden klaffen, mein Atem ist schwach und ich fühl das Ende dennoch nah ...'.
Diese meine Geschichte ist verworren: die Hilflosen am Wegesrand können doch nichts weiter tun als mir liebe Worte zu sagen. Solange ich mir in der Opferrolle gefalle und ich nichts daraus generiere, ändere, angehe ... sind die Hilflosen weiterhin hilflos und müssen ja doch irgendwann selbst auch weitergehen, so leid es ihnen tut, den Cowboy sterben zu lassen.
Heute morgen in einer sehr friedfertig-taurigen Version "Wohin auch" gesungen und dabe gemerkt, dass ich eben einfach traurig bin. Über meinen Zustand, über die vage Vorstellung darüber, wie es sein könnte - das Leben. Und traurig sein ist anfangs schwer. Darin verharren allerdings nicht.
ich, der kleine Onkel
Das ist meine Geschichte. Die vom kleinen Onkel. Der sich auf die Treppe setzt und wartet. Wartet, dass ihm eines Tages das Glück, der Freund begegnet. Und er wartet lange. Dann kommt ein Hund und der Onkel ist glücklich. Der Hund findet Gefallen an dessen Keksen, am Leben, an allem anderen auch. Bis daß ein Kind kommt und der Hund auch darüber glücklich ist. Nicht so der kleine Onkel, der traurig ist über seinen scheinbaren Verlust und in den Wald geht. Um zu sich zu finden. Weil er die Welt nicht verändern kann, aber etwas für sich selbst tun kann. Dann stirbt kein Cowboy mehr und das ganze Konstrukt führt zu etwas Möglichem.
die anderen
Wehrhaft bin ich in der Vorstellung darüber, wie meine fiktiven Gespräche mit FB oder MK ablaufen, wenn sie mir verbieten wollen, JESKOM weiter zu machen oder andere Sachen und meine Argumentation die grösstenteils richtige ist. Passiert natürlich alles nur in meiner Vorstellung und macht es viel viel leichter, mit geradem Blick und Stolz das vermeintlich sinkende Boot zu verlassen und vom Theater wegzugehen. Das ist ganz schön hirnrissig alles und hat damit zu tun, dass es einfach besser ist, wenn "die anderen" schuld an meiner Misere sind. Es stirbt sich auch viel leichter.
Matze hat mich gestern Abend angerufen. Mein jämmerliches Bild vom Montag hat Spuren hinterlassen. Diese Bild kenne ich nur zu genau: Ich weiss, wie ich drauf bin und überlege mir, drüberwegzuspielen oder den Cowboy sterben zu lassen. Zweierlei Falschmaß. Hab nach dem Schwimmen auch keine Ruhe gefunden und die Nacht war weit vor meinen Vorstellungen zu Ende. Jetzt sitze ich hier mit eiskalten Fingern und der üblichen Dumpfheit im Kopf und etwas Drücken in der Seele.
Paul Watzlawicks Anleitung zum Unglücklichsein lese ich mittlerweile mit etwas anderen Auffassungen und macht mir weiterhin Angst vor langen teuren psychologischen Sitzungen, an die ich einfach nicht richtig glauben will. Aber es wird nicht anders gehen.
Verwarnung, letzter Aufruf?
Eben Gespräch mit FB im Puppenhaus. Die Toleranzgrenze sei erreicht. Und ich stimme ihm zu. Bei mir auch. Es kommt nichts mehr zustande, es werden bereits lange angemahnte Aufgaben nicht fertiggebracht, es entstehen keine neuen Ideen mehr, die Qualität verschlechtert sich, der Zustand ist so nicht länger tragbar.
Da hat er's doch auf den Punkt gebracht oder? Da kann mir keiner helfen, sagt er. Bei aller Liebe und so. Und ich habe Talent. Ob jeskom, die Fotos oder das Verfassen von Artikeln für die puppe. Tja. "Talent". Alle diese Talente schlummern da auf ewig in mir rum und liegen wieder und wieder brach, bäumen sich kurz auf, vollbringen etwas Schönes, verweilen kurz und sterben ungenutzt ihren Tod.
Ist diese Verwarnung bei aller Liebe nicht jetzt DIE Möglichkeit, die Steine ins Rollen zu bringen? Ich weiss doch, dass das Puppenhaus gut für mich ist, ich weiss, dass ich jeskom will, ich weiss, dass ich lieben will. Ich weiss ich weiss ich weiss. Aber irgendwas stimmt nicht. Wie immer. Ist das die Chance für einen Anstoß? Ich warte doch mindestens seit Schwerin schon auf mich um an mir weiterzubauen, weil ich mich ansonsten zu Ende besaufe und halbherzige Ein- und Zugeständnisse mit windigen Konsequenzkonstrukten erstelle, die immer bis Mittwochs halten.
Leg dich hin, Junge. Nimm einen langen, ruhigen Schlaf. Steh wieder auf und nimm die Aufrufe um dich herum ernst. Und lass dir endlich richtig helfen.
Beisetzer
HaPe erneuert, Frühlingsfest der Volksmusik vollständig gesehen, 2 Flaschen Wein, vorher 2 Cuba Libre. Kein Anke Besuch heute, kein Burg. Ich bin abgeschossen und frage mich, was jetzt noch passieren muss, damit ich mich reparieren lassen kann. Ich kanns offensichtlich nicht selbst. Sehe ich ja. Merke ich ja.
(fb Eintrag) Im Moment fühle ich gerade nach, wie das mit dem Zugunglück in der Nacht gewesen sein muss. Wenn man da drin sitzt und mit 2 x 100 km/h macht es plötzlich nur "klick" und alles ist sofort vorbei. Sehr sehr unglückliches Gefühl. Kommt meiner Erschiessung vom 02. Januar sehr nahe und ich werde jetzt mal schnell an was anderes denken. Frühlingsfest der Volksmusik?
Sendung mit der Maus. Eisbär Lars hilft einem Husky aus der Eisspalte und ich krieg das kleine Heulen. Das ist alles so dermaßen unfassbar, bekloppt und wie so oft besungen: Nicht schön. Doch, is schön ... aber ich kann das unmöglich ausdrücken in meinem Zustand. Ich hab immer die Kontrolle. Bis irgendwann nicht mehr, weil ich umgefallen bin. Und beigesetzt.
61%
Facebook 16.01.2011
Du bist zu 61% schwul.
*87% sind nicht so schwul wie du
*1% sind genauso schwul wie du
*12% sind schwuler als du
Ich werde wahnsinnig. 1% !
Natürlich ist das Blödsinn und natürlich macht das keinen Sinn. Ist wie Horoskope lesen. Und weiterhin natürlich wirft die Beantwortung der Fragen für dieses Ergebnis auf testreich.com (hahaaa) die erneuten Fragen auf: Wie schwul bin ich eigentlich? Da gibts wohl nur EINE Antwort mit EINEM Aber. Ich drücke mich immer noch davor, weil die ganzen Stereotypen und die üblichen Metaphern, Ansichten wie : Schwule sind schlau und reich, wollen und können überall alles erreichen, üben Macht aus, können jederzeit mit jedem coolen Typen ins Bett gehen, sind über alles erhaben ... eine andere Sprache sprechen, als ich sie so annehmen kann. ICH kann das nicht.
Als wir am Sonntag Nachmittag nach meiner CD-Release das Video 1993 Europa und mich darin gesehen haben, wurde mir bei den kurzen Sequenzen mit mir darin klar, dass dort vor der Kamera eindeutig ein 23-jähriger cool-schwul-unsicherer schicker Typ agiert, der unbedingt sofort seine Homosexualität klarkriegen sollte. Weil er in diesem Video auch ein bisschen so rüberkommt. Weil er es ist. Gucks dir an!
Ich bin schwul. Aber kann es nicht richtig sein. Menno.
Gibts denn keinen Mann, der so'n bisschen fühlt wie ich?
... und bin erneut betrunken. punkt.
Umsetzer jesko/m
Es fing an wie immer: die 2 Bier am Freitag vor JESKOM zogen eine 3/4 Flasche Sekt nach sich und ich wäre fast bekloppt geworden über den üblichen Unsinn, den ich so genau wahrnehme. Ich bekomme schon Panik wegen eines fehlenden Butterdeckels am Frühstückstisch. Die Probe war gut und lang und ich fühlte mich wie bei allem in letzter Zeit etwas krank. Dann kam die Show. Und ich habs nicht geschafft, mich selbst gefühlt für mich auf die Bühne zu bringen. Es waren wieder die anderen, für die ich gespielt habe. Und dabei Texte vergessen. Mich nicht so in meine Musik reinlegen zu können, wie ich das immer wollte. Aber geht das überhaupt auf Dauer? Wer jede Nacht öffentlich weint? Was das Publikum nicht davon abhielt, es grandios zu finden. Ich hab noch nie soviele Autogramme geben müssen, über 50 CDs verkauft und 200 Leute allesamt schwelgen sehen. Eine bessere Bestätigung für das was ich da rauslasse, für das was wir daraus auch der Bühne machen kann es doch nicht geben oder?
BlueNote danach und die Nacht, der nächste Tag bei mir mit Thomas, Jana, Daggi waren richtig so. Bedudelt und nicht allein. Seitdem herrscht weider Aufwind und ich bin zu weit mehr in der Lage als zuvor. Und ich gebe sofort zu bedenken: Obacht: das ist der üblich-trügerische Schwung, um mit all dem späteren Danach auch nur nicht klarzukommen, weil ich nicht dranbleibe. Weil vielleicht jeskom als Vorband Element of Crime nichts wird, weil die Gema doof ist, vielleicht weil ich einfach so trotzdem wieder zuviel trinke und weil dann alles wieder damit stecken bleibt, weil dann auch nichts von allein passiert.
Das wäre natürlich ebenfalls wie immer richtig doof- denn das leichte Höhegefühl im Moment ist sehr kreativ, ich schaffe sogar die abartigsten Steuererklärungen, die plötzlich garnicht so schwer sind, kreiere Finanzierungspläne fürs PT und sehe ehrlich gesagt, mit diesem Zustand Land. Land für weitere Musik, die jetzt nach vorne muss. Land für Jesko und seine Liebe, die nach vorne muss.
Was ist eigentlich mit meiner einfachen Struktur? Mit der Hilfe von außen? Aus diesem Blickwinkel schwerer zu beschreiben was? Das wäre ein erster Schritt des Dranbleibens. Egal, was ich dabei feststelle. Aber dann hab ich es wenigstens getan.
Aussetzer III
Gestern mit Ronald im BN dann letztlich doch noch alles rausgelassen, was mir in Kopf und Herz schwebt. Resultat: Besser fühlen. Und ich glaub, Ronald hat sich innerlich ein bisschen berührt gefühlt, als ich ihm erklärte, wie enorm wichtig und Strohhalm-like er für mich ist. Mein Ende bestand zuhause im Astra-Finale mit Hirschkuss und 2 Gläsern Sekt. Nur um das hier mal klar zu machen: Nach 3 großen und 3 kleinen Bieren im BN! Hallo! So fertig wie ich heute war, ziehe ich jetzt bereits 1,5 Flaschen Sekt hier durch und hoffe, dass ich mich morgen enorm zusammen nehme. Und natürlich ist da wieder der große Ärger darüber, dass ich meinen kleinen kalten Entzug in Schwerin so unsachgemäß an die Wand gefahren habe.
Fuck off. Das hier wird offensichtlich ein reales "Aus dem Tagebuch eines Trinkers". Damals wissend und dennoch belustigt belächelt, wird es jetzt weniger cool mit allerdings demselben fatalen Ende.
DAS GEFÄLLT MIR NICHT!
Und warum kann ich das nicht ändern? Keine neue Frage. Ich drehe ja nichtmal durch. Krebs? Aids? Unfall? Erschossen werden? Mannomann.
Einsetzer. Übung.
Hab mich wieder eingesetzt. Gut so. Übe Heulen. Kommt manchmal total unvermittelt. Album ist angekommen, habs mir im Container angehört und es rüttelt ordentlich an und in mir. Der Typ der das singt, muss echt was drauf- oder durchhaben. Oder beides. Heulen Üben heisst soviel wie, dass ich es jederzeit wie immer nicht begreife, das Leben, es aber so gern möchte und dieses selbe Leben mich daran hindert. Diese Zwickmühle ist völlig unklar.
Und die Sonne ist ja da, und schon ist es ja auch besser. Nur dauerts diesmal entweder länger bis das Rütteln sich einem Normal-Null ergibt oder ich brauche für Tal- wie Auffahrten jetzt immer mehr Zeit. Und ich will nicht, dass das Rütteln sich ergibt, ich will deutlich ändern, so dass sich das ja nicht wiederholt. Oder wenigstens nicht so. Anscheinend nicht deutlich genug, zu wenig Leidensdruck. Mein mich zusammenfassender Kastenzettel liegt auf dem Fußboden und fragt sich wie jedes von mir angefangene Stück, what the fuck es in dieser Welt so unvollendet liegengelassen eigentlich soll.
Wunderbar exaktes Gleichnis meiner selbst. Alle warten auf mich. Ich am meisten.