Das war jetzt eben ziemlich heftig. Wahrscheinlich spielt Brandenburg, die Wahlheimat, die Wahlfamilie, de Blick auf beinahe ALLE anderen, die egal was, aber aus sich gemacht haben, während ich das Gefühl hab, vierzig Jahre lang immer auf der halbherzigen, alles überspielenden und umfassend begreifenden Suche gewesen zu sein. Auch jetzt stelle ich mir vor, dass mein ganzes Fühlen mit Dr. Dost zu tun hat, dem ich sowas wahrscheinlich erzählen werde. Kann aber sein, dass diese Vorstellung Quatsch ist. Das ist zuviel! Ich kann keine Träne laufen lassen ohne mich auf irgendetwas in derer Verbindung konzentrieren zu wollen. Ich hänge zu voll mit meiner beschissenen Verzweiflung. Genau. Nach Trauer kommt Wut. Dann der klare Blick und dann gehts ans Aufräumen. Ich mache das nicht wie andere in mühevoller Kleinarbeit über lange Zeit sondern in 10 Minuten klar und alles wird schon klappen. Hab vergessen zu erwähnen, dass der Zynismus auch noch zwischendrin vorkommt?
Jedenfalls guck ich ungewöhnlich ungern in den Spiegel, wenns mich so zerreisst wie eben. Ich hab mir jetzt einen verfuckten Kaffee gemacht und setze mich in meine alleine Wohnung und halte erstmal so gut es geht die Klappe.
Lampenfieber vor dem Tod
Es war beim jeskomoclub schon da, es war davor da, es ist jetzt wieder da: eine Art Lampenfieber oder das typische Kribbeln, wenn irgendetwas Besonderes bevorsteht. Tut es aber nicht. Dabei spielte ja immer Neugier, Freude und Spanung mit. Ist es diesmal nicht; ich glaube fast es ist wie ein Lampenfieber vor dem Tod oder so. Schon spannend. Ich werde mir immer unsicherer, was ich von mir halten könnte. Zusammenreissen, Sonne und vorwärts und so wollen nicht so recht. Komme gerade aus Brandenburg und finde mich selbst da nicht so richtig wieder. Tante Monikas 65., ja okay, ganz viel essen, ganz lange laut sitzen, bei Hagen ein paar Videospiele, kleine Parallelen zu früher. Guck mir die Räume an und denke zurück, gehe draußen bis zur Kita übern Sumpf spazieren und sehe wie wir da immer mit den Fahrrädern lang sind. Soll keine Verherrlichung der damaligen Zeiten sein, aber es war schon etwas ganz anderes.
Ich weiss nicht, ob ich traurig bin oder lustlos oder müde ... allein auf jeden Fall. Mein Antrieb ist im Eimer. Der Motor hat Benzin, die Reifen haben offenbar Luft. Aber es fährt nichts los. Draussen die ersten warmen Tage und es starten die Forsythien und ich kriegs mit der Angst, weil er jetzt kommt: Der schnell schwindende Frühling, mein Geburtstag, den ich nicht will, der Sommer, auf den ich im Moment auch nicht warte.
Ich mach hier mal Schluss, ich werd' hier immer trauriger und weiss nicht warum und hab keine Kraft an irgendwas zu denken, was mich jetzt ein bisschen rüttelt und klarer macht. Nich schön.
jeskomclub
jeskomclub Gröninger: Immer noch die anfängliche Unsicherheit bei Texten und Abläufen. Komisch wa? In der Probe ist immer alles klar. Wie im richtjen Lehm, so scheints. Aber es war so familiär wie heimelig und dann war es fast soweit, dass die Bühne mir gehörte. Im April auf Tour wird sich das festigen. Auf der Rückfahrt war ich ganz leer und allein. Keine Freude, keine Tränen, kein Nichts. Langsam zurück mit Eels. Ein Zustand, der nicht beschreiben ist, weil nichts war. Dann im BN Bier und schönes Reden. Ronald über Kubon und Berlin und so. Mal gucken, ob wir trotzdem die Videoaufnahmen bekommen. Gemacht worden sind sie ja nunmal. Auf keinen Fall zahlen wir zustätzlich noch dafür. Egal, ob Gregors Konzept aufgeht oder nicht.
Gleich gehts nach Brandenburg und ich hab noch soviel Bier in mir. Draussen wirds mehr und mehr Frühling. Ich hab merkwüridgerweise immer noch solche Frühstückstischkampfgespräche mit PT Leuten wie FB oder Micha für bspw. den Fall, dass mir die halbe Stunde Verspätung wegen meines Psychologengesprächs nicht zugesagt wird. (... nicht? dann nehme ich Urlaub! Geht nicht? Dann bin ich krank ... dann kündige ich eben) Warum ist das so? Ich brauche wohl jemanden, den ich verantwortlich machen kann für mein Gefühl der Lage, auf alles und jeden immer nur reagieren zu müssen, statt selbst mit eigenem Antrieb das zu entwickeln, was ich endlich rausgefunden haben will. Ui, dieses Satz beisst sich selbst in den Schwanz. Und ich die halbe Stunde hat Micha übrigens problemlos als OK gemailt.
Tob ist wieder irgendwie da. Und ich will ihn sehen und mich mal sehen, wie ich jetzt darüber denke und fühle. Vertraut sind wir ja bereits von damals. Machts vielleicht leichter. Ach was weiss ich. Gucken. Dem Mittwoch sehe ich auch ge,ischt entgegen- kommt immer drauf an, wie es um mich steht. Das wechselt zur Zeit so stark. Tag 1 schmeisst alles hin, ich mache endlich meinen Frieden und Schluss, Tag 2 euphoriert sich durchs Universum, Tag 3 gibts irgendwie nicht und ... tja, und so weiter.
Bandenburg. Gleich klingelts. 8 Minuten. Eltern dulden keinen Aufschub.
ach, das Leben ist schön ...
... sagte Katrin heute abend im Bluenote nach unserem 2. Tischtennis-"Turnier", dass sich zu einer kleinen schönen Mittwochung entwickelt. Die drei lsutigen Vier. Immer mit einem Stargast ... Jepp. Fetzt schon sehr so. Da sitzen wir und ich werde wieder traurig. Weiss wieder nicht, warum. Kommt von tief unten. Ich kann das zu dieser Stunde auch mal wieder nicht klar ausdrücken, das Bier hat mich nach einem sehr intensiven Tag auch ziemlich alle gemacht. Is' ja nix neues in solchen Zuständen. Aber ich bin nicht betrunken, ich bin nur zu seicht gebaut zur Zeit und da reicht ein Blick auf den Nachbartisch, an dem junge Menschen sitzen; da reicht eine Frohnatur wie Jana; da reicht so ein Satz: "ach, ist das Leben schön".
Und ich kann dem für mich nicht zustimmen. Und weiss, daß die Potentiale, die Möglichkeiten allesamt vorhanden sind und ich sie erkenne oder zumindest glaube zu erkennen, zu spüren und sehnsüchtig auf immer das Selbe hoffe und warte. Wie lange schaffe ich das noch auszuhalten, wenn ich immerzu der Meinung bin, das ich einfach noch nicht gelebt habe? Oh.
Freitag
Nicht um den Zähler der Einträge hier zu erhöhen. Oder doch? Hey- what about get real? Ich habe einen langen Tag hinter mir. Hätte nicht gedacht, das sowas mal aus meiner Schreibe kommt. War tatsächlich so. Um 8 abends war mein Tagwerk vollbracht. Und weisste was? Es war mal wieder die richtige Entscheidung, die Dinge, die getan werden müssen, gleich zu tun. So getan mit Audioguide Memleben. Habe heute mit Karine Memleben French aufgenomen, sorglos wegen des Sounds; Channelstrip nachträglich reinkopiert: alles bestens. Cool! So einfach geht das also. Und Kieser war heute auch dabei. Erst wars etwas uncool voll dort, aber das Ende war wie immer ein bisschen berauschend.
Ich muss mir mal einen Zettel an meine Windschutzscheibe kleben: Wie ich manchmal morgends zum PT fahre, ist nicht schön. So griesgrämig und genervt, wenn einer mal ein bisschen langsamer oder komisch fährt. Mit dem dabei erfundenen Slogan: "Es kotzt mich an, dass es mich ankotzt!" Wao- den Spruch hab ich mir seit heute früh gemerkt. Das, was ich heute tagsüber so vollbracht hatte, ließ mich entpsannt nach Hause fahren. Da war das alles wieder weg. Vielleicht liegts auch an meinen 5:36 Uhr Untermietern. Ich muss denen einfach ein paar Filzpads schenken und unaufdringlich freundlich Guten Tag sagen. Wenn wir uns so schon nicht kennen, muss ich aber wenigstens mir selbst dabei helfen, nicht immer so einen unfeinen Start haben zu müssen.
Wo doch jetzt die Sonne so schön scheint!
Au warrte, es wird Frühling und ich hab wie immer ein besseres Gefühl. Ich weiss, das hilft insgesamt nicht viel, kann mir aber dabei helfen ... ach, weisst schon: the same procedure. Und wenn ich jetzt schreibe "Machs doch einfach weiter so", ist es auch nur die übliche halbe Wahrheit.
Morgen Drömling in der selben Aufstellung wie Hundisburg. Hoffentlich nicht zu verkatert. BN 2 Große, 2 Kleine, jetzt Rotwein. Alkoholzählung. Dann Onkel Ingo 70. Geburtstag. Marek. Habe ein undeutliches Gefühl von "das wird spät".
unterwegs
Ein ganzer Tag mit Anne und Matze in Hannover at CeBit und Ikea Braunschweig. Soviel Laufen ... und tatsächlich ein bisschen dunig im Kopf von der After-Table-Tennis Show im BN. Da war ich schon müde und ein bisschen nachdenklich, still. So'n bisschen in mir drin und hab Jana und Katrin nur zugehört und mich dabei ertappt, mal wieder zu vergleichen, was früher alles hätte sein können, was tatsächlich war und was jetzt ist. Ab und zu hab ich mitgeredet, aber ich schlaffe mehr und mehr ab. Gerade ein Bier getrunken und schon nicht mehr fähig, die richtigen Worte zu finden.
Hannover heute war sowas wie ein Selbstläufer. Mir gings gut, es gab 3 (drei) Risted Pølser im IKEA und der Tag war okay. Jetzt hier zuhause versuchte ich ein bisschen JESKOMtermine zu machen und für die AWO die Märztermine reinzuhämmern. Und bemerke, das Word nicht auf HaPe installiert ist und suche nach einer Rapidshare Version, finde nichts und während all dessen schleicht sich immer mehr eine Traurigkeit ein, die ich nicht erklären kann. Ich könnte mich da richtig reinsteigern. Derweil freue ich mich, heute nicht geraucht zu haben, hole das jetzt nach, trinke bisschen Bier und hoffe, dass ich morgen besser drauf bin, damit ich mich und mein Zeugs in PT und bei mir nach vorne bringe. Mache morgen mit Karine immerhin schon Memleben Französisch. Und mir einen Plan, den Frühling bitte nicht schon wieder zu verbraten.
Bald ins Bett.
an Constanze
Liebe Constanze. Woher weisstn, ob ich traurig aussehe? ;-)
Ich machs mal kurz: Hab mich heute dem Teufel verschrieben, der mir erst ein einfaches Gespräch mangels Therapieplätzen anbot um mich daraufhin für übernächste Woche gleich wieder einzuladen. Dann tats wohl Not. Soviel auf einen Haufen hab ich noch nie von mir erzählt. Aber diesmal ist ein anderer der wirkliche Profi.
Eine Bitte: Ich möchte bitte nicht, dass du anderen jetzt Gleichmut und Geduld gegenüber mir anbringst, weil doch der Jesko jetzt Stärke und Ruhe braucht - ich möchte und muss das ganz für mich allein machen und auch ich werde niemanden daran teilhaben lassen. Mein einziger Verbündeter dabei kann nur ich sein. Kein Stammlokal, kein Facebook, keine Nachbarn, keine Freunde, Gleichgesinnte ... Und sollte ich mein wirklicher wahrer Kumpel werden, der sich besser begreift, komm' ich wieder.
Bis dahin glaub ich dem Frühling, dass er's auch will.
Optimist I
Es ist wirklich ein schnelles "Besser" Wahrscheinlich habich mir das alles erstmal rausgeredet- jetzt ist es nicht mehr mein Problem. Was natürlich deutlicher Unsinn ist; ich fühle mich nur nach Anke mit Mittag in der Stadt und einer gewissen Ruhe und ohne Zeitnot (gegenüber PT) mit erster Frühlingssonne und Duft in der Luft recht entspannt. Das ist gut und ebenso aber auch eine typische Erfahrung in Verbindung mit dem was neu entsteht, meiner üblichen Hoffnung auf bessere Zeiten usw.. Muss ich ja hier nicht nochmal litaneien.
Ich darf dennoch mal ins Feld führen: ich weiss, ich bin frei und hab mich aber noch nicht frei gemacht von dem, was mich selbst lahmlegt; ich weiss, ich habs jetzt gewagt mir Unterstützung zu suchen und ich weiss wie verdammtnochmal ich da jetzt dranbleiben muss. Hab ja nicht umsonst gleich 2 Wochen später einen weiteren Termin angeboten bekommen.
Und nach den Simpsons gehen wir Tischtennis spielen. Jana, Katrin, Jesko ... dann gibts roten Wein und morgen mit Matze, meinem lieben Matze und Anne die CeBit.
friedliches Inselhopping
Was war das eben? 45 Minuten Dauerfeuer aus zusammenhanglosen Geschützen? Kann sowas alles ein Zuhörer aufnehmen? Wahrscheinlich ja. Ich bin dunstig. Wegen gestern. Zwar hab ich mich an alkoholfreien Hefen und kleinen Jevern versucht, aber das BN, das viele Rauchen, meine leichte Unsicherheit dazu (warum eigenlich? Sind doch alles Leute, die ich kenne und mag?) das ordentliche Muskelziehen vom Training und das frühe Poltern im Haus machten mich ziemlich unausgeruht und noch mehr unsicher. Aber hier bin ich.
Ich hab tatsächlich enormes, unängstliches Inselhopping betrieben und dabei meiner Meinung nach die jeweiligen Punkte dazugesagt.
der sterbende Cowboy auf der Suche nach Liebe, Zuneigung, Anerkenung, Geborgenheit;
auf dass es mittlerweile ans Eingemachte (was immer das Eingemachte ist = Denkaufgabe) geht;
meine Selbstliebe, die mir den Freitod verbietet;
die Mutmacher, die ich wie ein Trostpflaster benötige, woraufhin alles gleich wieder und kurzzeitig hell und möglich ist;
mein spätes Outing;
meine zuvielen Informationen, die nicht in einen Kopf reinzupassen scheinen;
mein offensichtliches Verständnis für und meine probate Einsicht in andere Menschen, woraufhin ich zu Evrybodys Darling werde (was ich so ja auch will);
mein Alkoholismus, der mir zu denken gibt;
meine Semantik (Angeber) und die Synapsen, die mich kaputtdenken;
meine Mom, die an der Oberfläche alles schnell zum Positiven wenden kann;
mein januartlicher Versuch, meine Situation von hinten aufzuklären / strukturieren und dabei ja dann doch stecken zu bleiben;
eingangs des Gespräches meine Unzufriedenheit über meine angerissenen "Projekte" die ich schnell genug wieder sein lasse, und mich nicht profiliere um vielleicht eine Leidenschaft draus machen zu können;
meine drei großen Projekte Puppenhaus, 2und40 und JESKOM, die alle drei logischerweise nur zu je 1/3 betrieben werden können und Unzufriedenheit hinterlassen;
meine Vorstellung von Gesellschaft, in der man sich mit Respekt und Freundlichkeit begegnet oder sich wenigstens höflich aus dem Weg geht ohne den anderen zu verletzen, ihn zu bestehlen etc. ...
(das war sicher längst nicht alles, aber ein Großteil dessen, woran ich mich jetzt erinnere)
Ich kann ihn akustisch kaum verstehen und muss das beim nächsten Mal mittels Hörgerät und Hinweis aufbessern. 16.03..t
Keine Narben, keine Spuren, wäre gerne nur etwas gewissenhafter ... ach was, vielleicht wars in diesem Zustand genau das Richtige. Ich weiss ja mittlerweile, dass es nicht um äußere Erwartungsghaltungen geht, sondern um mich. Freisprudeln ist erstmal gut und es geht ja weiter. Ich muss nicht weinen, aber bisschen kams zwischendurch. Bisschen auch jetzt. Aber es ist friedlich.
Wir kommen im Frieden
Ein Automatismus oder ein Frühling oder beides zusammen in einem gewissen Aktionismus, der mich bekanntermaßen nach vorne bringt? Ich komme im Frieden morgen zum Beratungsgespräch und werde voraussichtlich mal wieder nicht genau wissen, was hier eigentlich mein Problem ist. Weil ich meine kleine Selbstamalyse hab liegen bzw. sein lassen? Wahrscheinlich. Weisst ja, wenn die Sonne kommt, ists wieder gut. Frag mich was und ich weiss nicht, was mich bedrückt.
Ich weiss nur, dass meine unmutigen Phasen immer tiefer und länger werden, dass ich für alles eine gewisse Erklärung habe, aber diese ganzen Erklärungen und parallen Stränge nicht in meinen Kopf reinpassen. Mein Selbstwertgefühl dann abnormst absinkt und ich bisher und damit immer alles nicht nur in Frage, sondern am liebsten wegsteleln würde. Meine Selbstliebe scheint aber zu groß für einen Selbstmord. Mich konsequent auf eine Seite schlagen, wäre gut, scheint aber nur möglich, mich mit der anderen zu arrangieren.
Ach das ist alles Grütze, ich versuche hier Items sammelnd aufzuzählen, die ich morgen erklären kann. Es muss doch möglich sein, mich mit 2 Sätzen zu beschreiben, die wenigstens deutlich machen, dass es mir verdammt ernst ist mit enwteder richtigem Leben oder dem Seinlassen. Da verteidigt sich wohl gerade ein Immunhaushalt- der, der für das Abwehren von Eindringlingen in meine Tiefe zuständig ist.
Kann sein, muss aber wiedermal nicht. Lasses und schlaf hoffentlich gut. Wenns passt, komm ich von ganz allein mit Sprudelwasser daher.
Trunkener Zaunpfahl
Nach finalenPuppenfotos von Richard III. gabs noch eine Party bei Christina und Ronald, die erfahrungsgemäß ziemlich rotweinig ausgehen musste, was mich heute dazu brachte, hier pausenlos rumzuliegen und mich immerhin ein bisschen zu freuen, den Samstag klar im Kopf verbracht zu haben. Aber naja. Anke hab ich heute damit auch auf Montag oder Mittwoch "verlegt". Und Mittwoch ist auch mein Gespräch mit dem Mann, der mich- wie Anke sagte- wahrscheinlich sehr sachlich strukturiert auf wenigstens einen Punkt bringen könnte, wenn er denn Therapieplätze frei haben sollte. "Jesko wartet auf einen Therapieplatz". Auha, das klingt nicht schön. Ist aber offensichtlich notwendig. Ich brauche so einen Mathelehrer wie beim Abi, der mir Mut macht ohne Blümchen, der mich fordert, damit ich selbst endlich den Hintern hoch kriege.
Das ist jetzt keine unbedingt saubere Überleitung, aber weisste was? Eben gerade hat Tobias angerufen. Genau der. Tausend Jahre her. Und wiedererkannt. Das war sehr cool, muss ich mal sagen. Wie oft ich an ihn dachte und die knifflige Zeit damals. Er wohnt irgendwo in Reform im Junoweg 14 oder so. Und wir werden uns verabreden in nächster Zeit. Nicht dass ich mir was ausmale, auch wenn er Single ist und wahrscheinlich ja auch nicht aus blauem Dunst angerufen hat. Dass ich selbst auch noch Single bin, verwundert ihn in keinster Weise. Ich hätte zuviel Zeug im Kopf, zuviele Gedanken, zuviele Konjunktive ... womit ich es einfach nicht auf die Reihe kriege. Und er? Er hat ... Recht.
Sodenn. Mutig in die Woche und Finger weg vom Alkohol!
jeskom, jesko und jetzt
Heute jeskomclub Probe. Sehr gut. gefällt mir richtig prima. Damit sollten wir so viel wie es geht, spielen und Interesse an der Band wecken. Und da sind wir ein bisschen beim Thema: Ronald. Mit Jör am Montag in der Sauna und heute nochmal in echt arüber geredet, wie das ist, wie das wäre, wenn es mit jeskom nicht nur einen Sprung nach vorn, sondern in dessen Konsequenz den Sprung nach "oben" geben würde. Vielleicht ist es ein bisschen zu früh, jetzt darüber nachzudenken, aber zielorientiert ist das schon ein heikles Thema. Ronald will raus. Also aus Musikschule und Brotjobs. Den konsequenten Gang / Sprung nach vorn ins Produzenten-, Musikbusiness. Und er kann es absolut nachvollziehen, dass die Band nicht einfach so alles stehen und liegen lässt, um mit jeskom ganz groß rauszukommen. Und ich stehe da mehr vorn als mittendrin mit meinen Vorstellungen, die ich so noch nicht habe. Wie weit kann ich denn mitgehen ins Business, bis Puppenhaus sagt: "So geht es nicht". Ich bin auch nicht der Typ, der das ausreizen würde bis zum Rauswurf. Und Ronald kann ich auch nachvollziehen, wenn er sagt, er hat fantastische Zutaten, aus denen er was backen konnte- aber wenn es keiner kennt und es sich nicht verkauft, hat er nichts gewonnen. Es geht ihm dabei auch ums Geld. Und wie sehe ich das Ganze? Da muss ich mir baldigst Zeit für nehmen und realistisch bleibend meine Vorstellungen und Wünsche, Träume klarstellen. Ronald fährt am Freitag nach Hannover zu Andreas Fach- dem Typen, der die Verbindungen hat. Danach sehen wir weiter.
Ich hab derweil in einem Anflug von "wann, wenn nicht jetzt" im Laufe des Tages gemerkt, dass es 10 Minuten zur vollen Stunde war und das der Punkt sein soll, an dem der Pschologe Dost (?) erreichbar ist. Gedacht, getan. Und sogar erreicht. Therapieplätze hat er im Moment keine, aber er bietet mir ein Gespräch am kommenden Mittwoch an. Bin ich mal gespannt, wie ich versuche, mich auszudrücken. Fakt ist: Es gibt absolut nichts mehr, was ich zu verbergen habe- zumindest bei Leuten, die mir helfen können. Und Fakten gibt es einige. Die deutlich zu machen, ist meine Aufgabe. Das zu sortieren, die Arbeit des anderen.
Bisschen kränklich bin ich.
ein Königreich für ein Pferd
So komme ich von der Richard III. Probe und hab fotografiert. Ich hoffe, gut und muss das checken und denke dabei wieder an eines dieser unermüdlichen halbherzigen Fähigkeiten, die ich hab. Aber das ist es nicht, was mich bisschen betrübt. Irgendwie wars da wieder, das kleine Gefühl, mich nicht so ganz dabei zu fühlen. Spreche kaum mit FB, gucke Micha nichtmal in die Augen. Und ich merke das, wie ich das nicht tue. Warummen? Fühle mich öfter bei solchen Angelegenheiten mehr dabei als mittendrin. Auch wenn mir so ein Gefühl glaubich niemand vermittelt, ist es ja doch so. Zuviele Vergleiche? Ein Regisseur (der's gleichaltrig soweit gebracht hat?), ein Lichtmann, Tonmann, die Spieler, Tim, die Ausstatter ... alles Leute, bei denen ich den Eindruck hab, die gehören mehr zum Stück dazu. Ich nich so. Das mag übertrieben klingen und erinnert mich an meine Sicht auf meine merkwürdigen Selbstwerte.
Ich hab Ankes Adresse vom Psychologen noch immer nicht angerufen obwohl ich dauernd daran denke. Bisschen Angst. Auch Angst vorm Warten müssen? Fühle mich nicht konzentriert und schlaff bei all den Dingen, die ich mache. Obwohl ich bestens ausgeschlafen hab und heute morgen war mir sehr wohlig. Fast ein bisschen zu wohlig, wenn ich weiss, was ich meine ;-) Und Alkohol ist auch nicht im Spiel. Ich bin sehr angefüllt mit zu vielen Sachen. War immerhin bei Karine und hab Memleben Französisch angeleiert. Das selbe noch mit John auf Englisch jetzt tun und ich mach den Rest mit Inga. Geht doch. Der Eigentlichkeitsvermeider sucht nach einem neuen Wort ...
War am Montag mit Sandy im Flair. Cool. Ich habs endlich vollbracht. Dann bisschen shoppen und wieder ins Theater. Abends noch die bunte Idee, mir von ihres Bruders Freundin die Haare schneiden zu lassen. Nochmal cool. Das fetzt. Sandy wird Oli verlassen. Ok. Und Sandy sucht bereits den Nächsten. Das merkt man. Das merke vor allem auch ich: ich glaube, sie würde mich sofort nehmen. Was mich wiederum freut und erneut klar stellt, wie sehr ich danach strebe, gewollt und geliebt zu werden. Deshalb benehme ich mich in solchen Fällen immer etwas undeutllich und lasse gern alles offen. Was für merkwürdig Ding.
So. Nun? Wie weiter? Was ist mit dem "wohin auch" Video? Was mit den Vorbereitungen Gröninger? Morgen ist Probe. Ronald hat auf meine Mail reagiert, wonach ich glaube, dass die gesamte Band einschl. mir eher zögerlich bis abspringend sein wird, wenns um ein eventuelles "richtiges" Angebot für jeskom geht. Aber was ist so ein Angebot? Eine Tour bzw. Inverlagnahme wäre bei allen möglich, nur wie weit geht genau das Engagement? Betrifft im Besonderen mich als Autor und Kopf. Wie weit kann ich gehen oder lasse ich das Puppenhaus dann sein? Alles halbgewalktes Zeug, aber so kann man bei keinem Label oder Verlag argumentieren. Verständlich ist da allemal, aber was denn nun? Wie sehe ich das denn eigentlich ganz genau? Könnte - ja, wäre - auch, aber nur wenn hätte ...
Ach herrje ... ein Königreich für ein Pferd. Auch kein schöner Schlusssatz. Muss ja auch nicht.
Tapferer Selbstmut
Anke hat mir gerade die Adresse des Psychologen in der Hegelstrasse mitgeteilt. Und ich stelle fest, dass, wenn es nun losgeht- auch wenn es mit dem Termin dauern kann- ich glaubich ganz schön viel Mut aufbringen muss. Mut, mich drauf einzulassen, Stärke, mich mit dem Thema richtig auseinanderzusetzen, ohne flüchtig die Hälfte gleich wieder zu vergessen, vielleicht auch, weil es ungemütlich sein kann und voraussichtlich wird. Und Verdrängunsmechanismen habe ich einige.
Kommt flugs ein bisschen Mut vorbei und mit einer erneut spontan-schönen Sichtweise auf die Dinge meines Lebens (wie ein bisschen bei Micha damals) - kann es passieren, dass nichts sich klärt, weil ich dem Augenblick vertraue und das eigentliche Elend bequemerweise weglassen kann. Bis es wieder an meine Tür klopft.
Bisschen Bammel hab ich, weil ich tiefer gehen will und nicht weiss, was mich erwartet. Aber Anke macht mir Mut. Es wird harte Arbeit, wie ich glaube. Und es muss richtig und ernsthaft sein- sonst werde ich sowas für immer lassen. Ist schon doof genug, mich mit der Thematik Psychologische Beratung auseinanderzusetzen. Wo ich doch bei der Armee ... und wie ich das immer so schön erzähle, sie reingelegt zu haben... Damals damals bestimmt zweckdienlich, das hat sich allerdings festgebrannt. Und ich glaubte nie daran, dachte immer, das ich alles allein kann. Tja- allein will. Und NICHT kann.
Vielleicht sollte ich mich einmal von meinen eingebrannten Mechanismen lösen und versuchen, so grundehrlich und realistisch sein, wie es die Strenge meiner Situation gebietet. Gut gesagt!
"Gut gemacht" wäre ein schönerer Satz.
Katrin
Katrin fetzt. Wir nähern uns immer weiter an und entdecken immer mehr Gemeinsamkeiten. Sei es die Leichtathletik damals im Sadion Neue Welt mit Herrn Köhler und im Winter im Nordpark; oder die Entdeckung unerer Homosexualität oder unser fast gleiches Alter, unsere Ansichten über Leben, Liebe, Antonias Welt ... alles Dinge, die uns im Inneren ein bisschen miteinadner verbinden. Das macht Spaß. Weil ich meinen Blick über den Tellerrand damit erweitern kann. Und uns damit etwas wichtiges Gemeinsames verbindet. Und weil ich zudem mein "Zeugs" wieder und mit mittlerweile besser entwickelter Sicht auf die Dinge loswerden kann. Andere kennen meine alte Litanei. Jetzt ist die besser geworden und nicht mehr so latinisch. Und bei ihr kann ich sie vorbehaltloser und neuer anbringen. Ein schönes Geben und Nehmen. Ich hab so'n bisschen das Gefühl, dass wir ziemlich gute Freunde werden.
Das! ja? Das ist schön!
Neben der Thematik Gudrun und ihrer Verlustangst im Dunstkreis der angeketten Freunde hab ich Katrin davon erzählt, wie oll ich das fand, gestern auf ihre Frage meiner Intention in Sachen Liebe erneut so unklar geantwortet zu haben. Was erneut beweist, wie ich noch immer wackele und instabil darauf hoffe, dass mir Ankes baldige Gesprächsempfehlung (tolles Ausweichwort) mittels meiner bestmöglichen Ehrlichkeit / Aufrichtigkeit zu schöneren Aus-Sichtweisen verhilft.
kommt weint mit mir
Ein schöner Abend bei Katrin mit Jana. Wir kommen im Frieden. 19:45 Uhr. Wir trafen 19:37 ein und waren noch nichtmal in Polen. Quatsch mit Sosse. Wir haben 2 Flaschen lang gequatscht über vieles, was war, was ist, was sein könnte und sollte. Und ich hab mich dabei ertappt, schon wieder unklar auf Katris Frage: "Weisst du ziemlich klar, dass es nur ein Mann werden kann?" geantwortet zu haben. Das ist doof und ich fühle mich dabei irgendwie labil Mist. Habe ich mich wirklich nicht entschlossen? Will ich anderen meine Vielfältigkeit anheim legen? Bin ich so "überall"? Letzteres bestimmt. Aber ganz bestimmt habich doch auch festgestellt, wie es aussehen soll, wenn ich denn endlich liebe. Und diese Frage stand auch zur Debatte: Kann ich eine Liebe so richtig und vollkommen und immer um mich haben? So wie bei Jana und Dorschi? Mit allen Höhen und Tiefs und vor allem STREITEN? Krachen, wenns drauf ankommt und dann klären? Richtig klären und nicht schweben lassen aus Angst vor Entscheidungen oder fehlendem Mut vor dem Ausdruck des eigenen wirklichen Willens und den Konsequenzen?
Oh, soviel Zeug. Aber das war alles gut. Ein letztes Glas im BN und die Gewissheit, dass es ziemlich viel des Weines war. Und im Bett gings dann komisch einher: Da kam das kleine Heulen. Aber warum? Hab mir vorgestellt, dass wir am Samstag (Katrin, Oskar, ich) tatsächlich nach Mannhausen rausfahren, wir sitzen auf der Wiese und ein lange verschollener Findus kommt auf mich zu für ganz viel Liebe, eine Madame lässt sich gnädig blicken und eines dieser Pferde beugt sich zu mir runter, stubst mich an, stubst mich nochmal an und so weiter. Sinnbidlich dafür, endlich aufzustehen und loszugehen. Und das heule ich mir so durch und schlafe schliesslich damit ein, nicht ohne mir einen kleinen Gedanken darüber zu machen, was das jetzt war ...
Keine Spätfolgen. Bisschen dunig im Kopf aber erstaunlich fit im Talk about Grafik Festival mit Frank und Georgi. Werde heute ein bisschen früher hier schliessen und mich morgen ins Getümmel derer Dinge, die es lange schon zu tun gibt, stürzen. Hab gestern ja auch aus der Idee "Man müsste mal zum Neustädter Bahnhof fahren und sich umgucken, ob ein Video für >wohin auch< dort machbar wäre. " Gedacht und ... sofort getan! Wao, das war echt einfach. Erstaunlich? Nee, logisch. Und ein tolles Gefühl.
Gentleman Agreement
Es ist tatsächlich eine Art Vereinbarung zwischen uns, dass er mich zwar nicht haben kann, weil ich ihn nicht will, wir uns aber aber auf gelegentliche Nächte einlassen können. Und was soll ich sagen: Das war richtig gut. Vor allem heute Morgen. Noch müde und so richtig schön im Döseschlaf mit jemandem dabei, Körper an Körper. Das fühlt sich sehr sehr schön an. Eigentlich komisch, oder? Das wird meinerseits keine Liebe, aber den Sex nehme ich doch mit? Solln das? Wegen den ansonsten nicht vorhandenen Gelegenheiten, weil ich nicht sofort mit einem X-beliebigen Typen ins Bett gehe? Übergangslösung? Merkwürdig. Aber-und jetzt kommts: Wirklich nich schlimm.
Nachtrag Guter Tag
In solchen Momenten wie diesen (so frisch und relativ heiter) gehts gerne wieder mitmir durch und ich belästige auf gayromeo gerade ein paar Leute, bei denen ich mir was ausmale. Das ist knifflig, wenn die sexuelle Lustbarkeit das Quecksilber gefährlich weit nach oben treibt (ach ja: morgen kommt Carsten) und ich dann über die wirkliche Liebe nachdenke. Das passiert mir oft auf der Couch beim Simpsonsgucken, dass ein gedanklicher Zeitgenosse neben mir liegt und wir rumkuscheln und uns einfach nur lieb haben. Auch und gerade nach dem Sex. Das ist sozusagen (paaah:) die Messlatte dessen, was ich mir denke und vorstelle. Und was bei Carsten nunmal leider nicht geht. Aber ich bin da glaubich ganz gut im Fühlen: Wenn es mir auf reinen Sex ankäme, hätte ich ihn /er mich schon viele Male mehr haben können. Wollte ich aber nicht. Und eben genau das ist es. Oder?
Ein guter Tag
Das war er wirklich. Zwar hab ich es wieder nur bis auf um 6 statt um 8 gebracht, dafür gabs frische Brötchen vom Bäcker, einen kurzen, unkomplizierten Puppenvormittag und ab halb 12 Probe. Bis um halb 5, dann allerdings waren Konzentration und Kraft dahin. Bisschen einkaufen, Salat gebaut, Simpsons, Schokolade (oooch: zuviel), Halbschlaf und ein bisschen hippelig noch. Es war gut. Ein guter Tag. Wieso? Was führt dazu?
Zwei Bier im BN und freiwilliges Ende mit Freude aufs Bett. Lesen, müde, schlafen. Wie oft gegen 4 Uhr irgendwas aufwachen und still dagegen protestieren. Halbschlafeng bis 6-7 und dann aufgerafft. Frisch im Kopf. Und damit erneut ein wesentliches Grundmerkmal bewiesen: Es geht nur, wenn der Alkohol unter Kontrolle ist bzw. ich das besser noch nichtmal kontrollieren muss und ich auf mein Gefühl höre ohne mir selbst Spielverderber zu sein.
Du meine Güte, was für Erklärungen hier ... aber so ist das, wenns mal gut läuft. Den Moment festhalten und nachfühlen, wie ich sowas für mich herstellen oder positiv beeinflussen kann. Hier gewinnt der Spruch "die Kurve kriegen" wahrlich an Höchstbedeutung für jede Lage.
trotzdem traurig
Anke geschrieben. Geschrieben, dass es jedes Mal immer enger wird, wenns wieder soweit ist und ich das nicht alleine schaffe. Und sie schreibt davon, dass sie schon immer auf so eine Nachricht von mir geartet hat. Endlich mache ich es wahr und hoffentlich ausserhalb von Tresen und spontanen Berichten gegenüber anderen. Sie schreibt es so: "Und das Durchschneiden des Seiles am Baum... - du weißt - schaffst du nicht alleine. Wie solltest du auch. Du hast es ja auch nicht alleine umgebunden ..."
Mit Micha-Chef geredet. Ohne Frank, weil krank. Und das war sehr gut so. Nichts gegen FB, aber es geht sehr deutlich und klar mit Micha. Jetzt versucht er mich mittels Anhebung der Gage auf das Privat-Krankenkassen Niveau aus der Wirtschaftsmisere zu retten. Was ihm wohl nicht gelingen wird, weil die Gage dafür zu hoch wird. Aber gute Aussichten. So insgesamt.
Heute irgendwie etwas lahm nach gestern 2 Grossen und 2 Kleinen mit Katrin und Jana und zu Hause nichts weiter als die große Freude über meinen Song "Einfach", der sehr groß nach vorne geht. Auch wenn er noch keinen Text hat. Und dennoch heute irgendwie verkatert. Etwas unwohl. Und müde. Heute Abend war Jeskomclub Probe. Da gings bisschen stärker los und danach nach Hause und jetzt bin ich traurig. Und weiss nicht warum. Ob ich das so will oder das so kann oder diesen Zustand so für mich "herstellen" kann.
Ob ich lieben kann? Ob ich das will? Ob ich mich jemals begreife? Richtiger? Echter? Ehrlicher? Ob ich mich irgendwann mal soweit klarkriege, dass ich mehr Freude hab? Oder hab ich sie und begreife es nicht? Oder vielleicht hier am besten formuliert: Kann ich mal irgendwann aufhören, mir soviele Fragen stellen zu müssen?
Still
Bin ruhig irgendwie. Sogar ziemlich ruhig. Entweder halte ich absichtlich an meinem Klärungsbedarf, der traurigen Entwicklung dahin und der der letzten Woche fest oder ich dünste durch ein Niveau, das ein bisschen innehält. Ich bin weiterhin morgens immer mal ein bisschen traurig, ich springe weiterhin nicht im Quadrat im Theater. Entweder will ich meinen Status beibehalten, damit das für mich und andere logisch erscheint oder ich bewege mich seltsamst erstmals ganz nach meinem wirklichen Gefühl. Und am Küchentisch drücke ich mir die Träne auch nicht absichtlich ausm Gesicht, obwohl ich das manchmal mutmaße. Kann ja tatsächlich zusammenhängen mit dem Einlassen auf mich selbst. Das wäre ja wirklich mal ein get-real. Und egal was es wäre oder hätte, ich muss mich jetzt beeilen und mich ausnutzen, solange ich das kann.
Anke anrufen, Psychologen ausfindig machen, hingehen. Weg mit der Scheu und der seltsamen Vorstellung, Psychologen können nicht überblicken oder einschätzen, worüber ich die Übersicht seit Jahren wenigstens in weitem Zaum zu halten versuche. Ich bin zu voll im Kopf und zu dichtgedrängt in der Seele, das passt alles nicht in mich hinein. Die Folge ist Kapitulation, freundlich-witzige Hingabe an die Umgebung, Alkohol ... bis das Klagegerüst folgerichtig zusammenkracht.
Ach und nochwas: You fucking Angeber-Study-Twens in der Elbe Schwimmhalle: Ihr könnt so knusprig aussehen wie es mich wurmt, aber mit euch schwimme ich nicht mehr in einer Bahn. Ya Man, Neddeli Flanders hat hier jetzt mal seine Wudeli rausgelasseli. Okeli Dokeli.
Okay. Morgen rede ich nochmal mit dem Intendanten und hoffe, es bereitet mir keine nächtlichen Sorgen, dass ich einfach keine konkrete Vorstellung habe von dem, was ich dort gerne machen möchte. Ich weiss nur, wie es sich anfühlen sollte bei dem, was ich / mit den anderen zusammen / machen kann.
loses Gestrüpp
Mache endlich Musik. Wenn auch mit zittrigen Fingern und Null Konzentration auf die Schönheit und die Sinnhaftigkeit von Texten. Versucht, das Wochenende für mich sauberer ablaufen zu lassen. Freitag mit Mario im BN etwas länger damit zugebracht, herauszufinden, was zum Leben denn nun dazu gehört. Kurz: Der Samstag war eher etwas oller als geüplant und ich hab den Hirschkuss in den Ausguss geschüttet. Gute und deutliche Entscheidung. Samstag gabs 2 groß, 2 klein und ein finales Astra zu Hause. (ich muss das mal so peinlich hier aufschreiben) An sich recht vernünftig- aber der Sonntag kam zittrig und wie oben beschrieben. Aber mit 3 neuen Songs. Falls es die Roughmixes noch geben sollte, dann gibts das HIER zu hören.
Und nun überlege ich, was zu tun ist: Am Mittwoch reden wir über Mediaplanung und Etat und anschliessend über mich und in welcher Rolle ich mich hier gerne sehen möchte. Das ist schwieriger als gedacht, aber nicht neu: Zu wissen, was ich will ... Meine Arbeit machen? Hä? Wie? Allen gefallen? Liebe? Frieden? Glückseligkeit?
Alles toll, aber konkret ist hier nichts. Es wird darauf hinauslaufen, dass ich mich richtig ernsthaft sammeln und darlegen muss. Um dann zu entscheiden, welche Position eine gute für mich ist. Und dazu muss ich mir Hilfe besorgen, so schaurig das klingt.
ad hoc Gespräch
Und dann ging alles viel schneller als gedacht: gerade denke ich beim Verabschieden bei Simone noch daran, mit Micha einen Termin demnächst und (sage dabei feige wie immer:) "irgendwann" mal machen zu müssen, schon schiebt sie mich ins Zimmer und schliesst die Tür hinter mir. Im Nachhinein eine so liebe Geste. Und da sitze ich und wir plaudern über eine halbe Stunde über mich, über Micha, über Traurigsein, über all das, was bei mir gerade schwer wiegt.
Was man ihm ja aufgrund seiner vorsorglichen Zurückgezogenheit nicht zutraut: Er hat ähnliche Probleme mit dem wiederkehrenden Traurigsein und diesen Phasen, die zum Verzweifeln scheinen. Nun ist er der Typ, der sich wahrscheinlich dazu durchringt, sein Ding zu tun. Und ist damit beim Punkt angelangt: Er kennt mich insofern recht gut, als dass er es voraus ahnt, was los ist und spricht es an, was es mit mir auf sich hat: Das große ganze Neue ist vorbei nach einem Jahr, dann ist es nicht mehr ganz so neu, es wird zum Alltag, es lobhuldigt auch niemand mehr. Und ich kämpfe an mindestens drei Fronten mit PT, 2und40 und Jeskom ... und habe offensichtlich keine klare Vorstellung von dem, was ich machen will.
Da staune ich Bauklötzer, auch wenn es immer noch ungewohnt ist, mich mit ihm näher zu unterhalten. Aber ich bin irgendwie sicher bei ihm. Er hört mir zu und ich kann drauf los sprudeln. Dass mein grösster Erfolg immer die Menschen sind, die davon partizipieren und die sich mit mir freuen; dass ich Freiräume für Kreatives Zeug haben und spinnen möchte; dass ich trotz meiner sonnigen Aussendarstellung immer wieder in diese Täler rutsche, die jedes mal tiefer werden bis ich irgendwann mal nicht mehr raus komme.
Dass ich versuche, meinen jetzigen Zustand zu besehen, über welche Wege ich dazu gekommen bin und warum ich diese Wege betreten habe. Und es klären möchte. Zur Not mit Hilfe anderer. (Ich hab den Alkohol vorsorglich erstmal nicht erwähnt). Erzähle ihm auch von Ronald, der, ähnlich wie er, zielorientiert versucht, nach vorne zu gehen. Und einfordert. Und mir nicht mehr zuhören will, wenn ich wimmere, weil von dort aus eben nicht viel zu helfen ist.
Und er bringt es ebenso auf den Punkt: Ich soll mir mal überlegen, was ich will. Also zumindest erstmal hier im Theater. Freiräume und Möglichkeiten gibts immer.
Ich esse derweil mindestens 4 Täfelchen Schokolade, krieg macnhmal bisschen Wasser ins Auge und freue mich insgeheim, dass das nun so plötzlich und herrlich geklappt hat und wir ausserdem nächsten Mittwoch darüber reden, was ich mir hier vorstelle. Das ist doch kein Zufall oder? Wenn zudem mittendrin Anke anruft, die ich seit Wochen besuchen will, um ihr meine Story zu aktualisieren und sie nach einem ganz externen Psychologen fragen will. Da setzt ein ganzes Universum jetzt schon alles daran, dass ich mein noch nichtmal erklärtes Ziel erreiche.
Ich bin ein Glückskind oder? Oder ein Idiot, wenn ich mich jetzt nicht endlich traue.
Schiessen Sie auf den Cowboy!
Der Cowboy weiss nicht, wie ihm geschieht, wenn die Lage sich ein bisschen bessert und er nicht mehr so sehr sterben muss, aber andere mich schon noch danach fragen, warum ich so hümpelig geknickt daherkomme. Schon regt sich stark das Gefühl, es behalten zu wollen, dass man sich um mich kümmert. Und ich schwanke zwischen der Ehrlichkeit gegenüber mir und den anderen inkl. des zu rettenden Cowboys ... und der ausgelasseneren Version, weils ja jetzt etwas besser geht. Es passt genau: Mat meint: 'So gefällst du mir viel besser' und ich denke 'hör nicht auf, dich um mich zu sorgen, die Wunden klaffen, mein Atem ist schwach und ich fühl das Ende dennoch nah ...'.
Diese meine Geschichte ist verworren: die Hilflosen am Wegesrand können doch nichts weiter tun als mir liebe Worte zu sagen. Solange ich mir in der Opferrolle gefalle und ich nichts daraus generiere, ändere, angehe ... sind die Hilflosen weiterhin hilflos und müssen ja doch irgendwann selbst auch weitergehen, so leid es ihnen tut, den Cowboy sterben zu lassen.
Heute morgen in einer sehr friedfertig-taurigen Version "Wohin auch" gesungen und dabe gemerkt, dass ich eben einfach traurig bin. Über meinen Zustand, über die vage Vorstellung darüber, wie es sein könnte - das Leben. Und traurig sein ist anfangs schwer. Darin verharren allerdings nicht.
ich, der kleine Onkel
Das ist meine Geschichte. Die vom kleinen Onkel. Der sich auf die Treppe setzt und wartet. Wartet, dass ihm eines Tages das Glück, der Freund begegnet. Und er wartet lange. Dann kommt ein Hund und der Onkel ist glücklich. Der Hund findet Gefallen an dessen Keksen, am Leben, an allem anderen auch. Bis daß ein Kind kommt und der Hund auch darüber glücklich ist. Nicht so der kleine Onkel, der traurig ist über seinen scheinbaren Verlust und in den Wald geht. Um zu sich zu finden. Weil er die Welt nicht verändern kann, aber etwas für sich selbst tun kann. Dann stirbt kein Cowboy mehr und das ganze Konstrukt führt zu etwas Möglichem.
die anderen
Wehrhaft bin ich in der Vorstellung darüber, wie meine fiktiven Gespräche mit FB oder MK ablaufen, wenn sie mir verbieten wollen, JESKOM weiter zu machen oder andere Sachen und meine Argumentation die grösstenteils richtige ist. Passiert natürlich alles nur in meiner Vorstellung und macht es viel viel leichter, mit geradem Blick und Stolz das vermeintlich sinkende Boot zu verlassen und vom Theater wegzugehen. Das ist ganz schön hirnrissig alles und hat damit zu tun, dass es einfach besser ist, wenn "die anderen" schuld an meiner Misere sind. Es stirbt sich auch viel leichter.
Matze hat mich gestern Abend angerufen. Mein jämmerliches Bild vom Montag hat Spuren hinterlassen. Diese Bild kenne ich nur zu genau: Ich weiss, wie ich drauf bin und überlege mir, drüberwegzuspielen oder den Cowboy sterben zu lassen. Zweierlei Falschmaß. Hab nach dem Schwimmen auch keine Ruhe gefunden und die Nacht war weit vor meinen Vorstellungen zu Ende. Jetzt sitze ich hier mit eiskalten Fingern und der üblichen Dumpfheit im Kopf und etwas Drücken in der Seele.
Paul Watzlawicks Anleitung zum Unglücklichsein lese ich mittlerweile mit etwas anderen Auffassungen und macht mir weiterhin Angst vor langen teuren psychologischen Sitzungen, an die ich einfach nicht richtig glauben will. Aber es wird nicht anders gehen.
Verwarnung, letzter Aufruf?
Eben Gespräch mit FB im Puppenhaus. Die Toleranzgrenze sei erreicht. Und ich stimme ihm zu. Bei mir auch. Es kommt nichts mehr zustande, es werden bereits lange angemahnte Aufgaben nicht fertiggebracht, es entstehen keine neuen Ideen mehr, die Qualität verschlechtert sich, der Zustand ist so nicht länger tragbar.
Da hat er's doch auf den Punkt gebracht oder? Da kann mir keiner helfen, sagt er. Bei aller Liebe und so. Und ich habe Talent. Ob jeskom, die Fotos oder das Verfassen von Artikeln für die puppe. Tja. "Talent". Alle diese Talente schlummern da auf ewig in mir rum und liegen wieder und wieder brach, bäumen sich kurz auf, vollbringen etwas Schönes, verweilen kurz und sterben ungenutzt ihren Tod.
Ist diese Verwarnung bei aller Liebe nicht jetzt DIE Möglichkeit, die Steine ins Rollen zu bringen? Ich weiss doch, dass das Puppenhaus gut für mich ist, ich weiss, dass ich jeskom will, ich weiss, dass ich lieben will. Ich weiss ich weiss ich weiss. Aber irgendwas stimmt nicht. Wie immer. Ist das die Chance für einen Anstoß? Ich warte doch mindestens seit Schwerin schon auf mich um an mir weiterzubauen, weil ich mich ansonsten zu Ende besaufe und halbherzige Ein- und Zugeständnisse mit windigen Konsequenzkonstrukten erstelle, die immer bis Mittwochs halten.
Leg dich hin, Junge. Nimm einen langen, ruhigen Schlaf. Steh wieder auf und nimm die Aufrufe um dich herum ernst. Und lass dir endlich richtig helfen.
Beisetzer
HaPe erneuert, Frühlingsfest der Volksmusik vollständig gesehen, 2 Flaschen Wein, vorher 2 Cuba Libre. Kein Anke Besuch heute, kein Burg. Ich bin abgeschossen und frage mich, was jetzt noch passieren muss, damit ich mich reparieren lassen kann. Ich kanns offensichtlich nicht selbst. Sehe ich ja. Merke ich ja.
(fb Eintrag) Im Moment fühle ich gerade nach, wie das mit dem Zugunglück in der Nacht gewesen sein muss. Wenn man da drin sitzt und mit 2 x 100 km/h macht es plötzlich nur "klick" und alles ist sofort vorbei. Sehr sehr unglückliches Gefühl. Kommt meiner Erschiessung vom 02. Januar sehr nahe und ich werde jetzt mal schnell an was anderes denken. Frühlingsfest der Volksmusik?
Sendung mit der Maus. Eisbär Lars hilft einem Husky aus der Eisspalte und ich krieg das kleine Heulen. Das ist alles so dermaßen unfassbar, bekloppt und wie so oft besungen: Nicht schön. Doch, is schön ... aber ich kann das unmöglich ausdrücken in meinem Zustand. Ich hab immer die Kontrolle. Bis irgendwann nicht mehr, weil ich umgefallen bin. Und beigesetzt.
61%
Facebook 16.01.2011
Du bist zu 61% schwul.
*87% sind nicht so schwul wie du
*1% sind genauso schwul wie du
*12% sind schwuler als du
Ich werde wahnsinnig. 1% !
Natürlich ist das Blödsinn und natürlich macht das keinen Sinn. Ist wie Horoskope lesen. Und weiterhin natürlich wirft die Beantwortung der Fragen für dieses Ergebnis auf testreich.com (hahaaa) die erneuten Fragen auf: Wie schwul bin ich eigentlich? Da gibts wohl nur EINE Antwort mit EINEM Aber. Ich drücke mich immer noch davor, weil die ganzen Stereotypen und die üblichen Metaphern, Ansichten wie : Schwule sind schlau und reich, wollen und können überall alles erreichen, üben Macht aus, können jederzeit mit jedem coolen Typen ins Bett gehen, sind über alles erhaben ... eine andere Sprache sprechen, als ich sie so annehmen kann. ICH kann das nicht.
Als wir am Sonntag Nachmittag nach meiner CD-Release das Video 1993 Europa und mich darin gesehen haben, wurde mir bei den kurzen Sequenzen mit mir darin klar, dass dort vor der Kamera eindeutig ein 23-jähriger cool-schwul-unsicherer schicker Typ agiert, der unbedingt sofort seine Homosexualität klarkriegen sollte. Weil er in diesem Video auch ein bisschen so rüberkommt. Weil er es ist. Gucks dir an!
Ich bin schwul. Aber kann es nicht richtig sein. Menno.
Gibts denn keinen Mann, der so'n bisschen fühlt wie ich?
... und bin erneut betrunken. punkt.
Umsetzer jesko/m
Es fing an wie immer: die 2 Bier am Freitag vor JESKOM zogen eine 3/4 Flasche Sekt nach sich und ich wäre fast bekloppt geworden über den üblichen Unsinn, den ich so genau wahrnehme. Ich bekomme schon Panik wegen eines fehlenden Butterdeckels am Frühstückstisch. Die Probe war gut und lang und ich fühlte mich wie bei allem in letzter Zeit etwas krank. Dann kam die Show. Und ich habs nicht geschafft, mich selbst gefühlt für mich auf die Bühne zu bringen. Es waren wieder die anderen, für die ich gespielt habe. Und dabei Texte vergessen. Mich nicht so in meine Musik reinlegen zu können, wie ich das immer wollte. Aber geht das überhaupt auf Dauer? Wer jede Nacht öffentlich weint? Was das Publikum nicht davon abhielt, es grandios zu finden. Ich hab noch nie soviele Autogramme geben müssen, über 50 CDs verkauft und 200 Leute allesamt schwelgen sehen. Eine bessere Bestätigung für das was ich da rauslasse, für das was wir daraus auch der Bühne machen kann es doch nicht geben oder?
BlueNote danach und die Nacht, der nächste Tag bei mir mit Thomas, Jana, Daggi waren richtig so. Bedudelt und nicht allein. Seitdem herrscht weider Aufwind und ich bin zu weit mehr in der Lage als zuvor. Und ich gebe sofort zu bedenken: Obacht: das ist der üblich-trügerische Schwung, um mit all dem späteren Danach auch nur nicht klarzukommen, weil ich nicht dranbleibe. Weil vielleicht jeskom als Vorband Element of Crime nichts wird, weil die Gema doof ist, vielleicht weil ich einfach so trotzdem wieder zuviel trinke und weil dann alles wieder damit stecken bleibt, weil dann auch nichts von allein passiert.
Das wäre natürlich ebenfalls wie immer richtig doof- denn das leichte Höhegefühl im Moment ist sehr kreativ, ich schaffe sogar die abartigsten Steuererklärungen, die plötzlich garnicht so schwer sind, kreiere Finanzierungspläne fürs PT und sehe ehrlich gesagt, mit diesem Zustand Land. Land für weitere Musik, die jetzt nach vorne muss. Land für Jesko und seine Liebe, die nach vorne muss.
Was ist eigentlich mit meiner einfachen Struktur? Mit der Hilfe von außen? Aus diesem Blickwinkel schwerer zu beschreiben was? Das wäre ein erster Schritt des Dranbleibens. Egal, was ich dabei feststelle. Aber dann hab ich es wenigstens getan.
Aussetzer III
Gestern mit Ronald im BN dann letztlich doch noch alles rausgelassen, was mir in Kopf und Herz schwebt. Resultat: Besser fühlen. Und ich glaub, Ronald hat sich innerlich ein bisschen berührt gefühlt, als ich ihm erklärte, wie enorm wichtig und Strohhalm-like er für mich ist. Mein Ende bestand zuhause im Astra-Finale mit Hirschkuss und 2 Gläsern Sekt. Nur um das hier mal klar zu machen: Nach 3 großen und 3 kleinen Bieren im BN! Hallo! So fertig wie ich heute war, ziehe ich jetzt bereits 1,5 Flaschen Sekt hier durch und hoffe, dass ich mich morgen enorm zusammen nehme. Und natürlich ist da wieder der große Ärger darüber, dass ich meinen kleinen kalten Entzug in Schwerin so unsachgemäß an die Wand gefahren habe.
Fuck off. Das hier wird offensichtlich ein reales "Aus dem Tagebuch eines Trinkers". Damals wissend und dennoch belustigt belächelt, wird es jetzt weniger cool mit allerdings demselben fatalen Ende.
DAS GEFÄLLT MIR NICHT!
Und warum kann ich das nicht ändern? Keine neue Frage. Ich drehe ja nichtmal durch. Krebs? Aids? Unfall? Erschossen werden? Mannomann.
Einsetzer. Übung.
Hab mich wieder eingesetzt. Gut so. Übe Heulen. Kommt manchmal total unvermittelt. Album ist angekommen, habs mir im Container angehört und es rüttelt ordentlich an und in mir. Der Typ der das singt, muss echt was drauf- oder durchhaben. Oder beides. Heulen Üben heisst soviel wie, dass ich es jederzeit wie immer nicht begreife, das Leben, es aber so gern möchte und dieses selbe Leben mich daran hindert. Diese Zwickmühle ist völlig unklar.
Und die Sonne ist ja da, und schon ist es ja auch besser. Nur dauerts diesmal entweder länger bis das Rütteln sich einem Normal-Null ergibt oder ich brauche für Tal- wie Auffahrten jetzt immer mehr Zeit. Und ich will nicht, dass das Rütteln sich ergibt, ich will deutlich ändern, so dass sich das ja nicht wiederholt. Oder wenigstens nicht so. Anscheinend nicht deutlich genug, zu wenig Leidensdruck. Mein mich zusammenfassender Kastenzettel liegt auf dem Fußboden und fragt sich wie jedes von mir angefangene Stück, what the fuck es in dieser Welt so unvollendet liegengelassen eigentlich soll.
Wunderbar exaktes Gleichnis meiner selbst. Alle warten auf mich. Ich am meisten.
Aussetzer II
In Rekordgeschwindigkeit bei Katrin versucht, das Unwohlsein durch den Vorabend auf ein erträgliches Level zu bringen. Nicht gut. Überhaupt nicht gut. Ein wahrlich sonniger Sonntag geht mal wieder nebensächlich vorbei. Ganz großer Mist. Einlieferung? Die Einbahnstrasse wird zur Sackgasse, was soviel wie: "Keine Chance" bedeutet.
Aber selbst das geht an mir vorbei. Oder?
Geschrieben und Gegessen
Ich muss unbedingt versuchen, mir so ein Jahr mal auszudrucken. Ich reflektiere mich gut, werde dabei immer ehrlicher und sobald es geschrieben steht, ist es raus und damit weg. Ich könnte wetten, für manche Probleme hatte ich hier bestimmt bereits Lösungsansätze oder gekonnte Sichtweisen, um die ich aber bei der gleichen wiederholt auftretenden Situation erneut ringe. Sieht so aus, als bliebe ich auch da nicht dran, um mich zu verfolgen, zu begreifen. So schlendert das alles dahin, macht die große Kurve nach der Talfahrt um sich wieder bis zum Tal voruzusiechen.
Tja.
Nachtrag: Hier ist das PDF-Zehnsucht-Buch. Zum Ausdrucken oder als Buch Drucken lassen >>>
Aussetzer
Mir ist schlecht. Genau. Genau deswegen. Naja, es war schön gestern im BN. Aber GOO wurde überschritten und das blonde Astra nebst Hirschkuss zu Hause brachten das Ende. Und jetzt ist mir ziemlich übel. Kein Genthin. Kein Burg. Gewissensbisse? Ja, bisschen schon. Weil schade. Habe gestern auch mit Dirk lange rumphilosophiert über Meere, die kalt und starr neben deinen Gedanken rollen, die dir nicht zuhören, die das überhaupt nicht interessiert, Beiwerk sind. Wir hätten aber immer gern, dass uns irgendwer irgendwie immer wenigstens ein bisschen zuhört oder teilnimmt am Desaster. Daher auch meine Facebook Merkwürdigkeiten, die ziemlich die Runde gemacht haben müssen. Jesko, sowas macht man nicht. Aber es macht deutlich, was es sein soll: Nehmt Anteil aber kommt mir nicht zu nahe. Lasst mich leiden, seht: Hier ist euer Cowboy, der wegen und für euch stirbt. Versucht nicht, mich zu retten ... und so.
Mir is' schief im Blick und Gudrun feiert Vierzig heute. Ob ich mich mit Gitarre und den alten Gassenhauer-Songs hintraue?
Wie gehts denn nun weiter? Hä?
Ich bin Komisch! und: Was ist Echt?
Ich bin komisch und verhalte mich komisch. Ronald gegenüber. Wir treffen uns in der Gorki und fahren zum P7. Gucken uns soweit möglich alles an und machen Beamer nebst Leinwand und vertrag klar. Alles gut und fahren zurück. Und ich bin sowas von unbeholfen still und wortkarg und habe mir insgeheim gewünscht, wir gingen danach noch ins BN, meine Zwanghaftigkeit loswerden. Oder isses zu früh für irgendwelche aufstrebenden Schnellschussgedanken und Leitsprüche beim Bier? Ich bin wirklich komisch.
Und wie echt bin ich eigentlich? Das sind jetzt womöglich schon wieder zu tief- und weitgreifende Gedanken, die zu nichts führen. Aber in manchen Dingen traue ich mir nur eine Beobachtung meiner Selbst zu, wenn ich ein paar gedankliche Beobachter von aussen projiziere, die mit drauf gucken. Die ewige Bühne, mein Tun und Handeln, immer ein bisschen für die anderen mit, die nichtmal dabei sind. Wie echt bin ich dann? Rainer Schüssler hat mal gesagt, wenn man mich auf einen Stuhl mitten ins Himmelsblau setzen würde und drumherum ist einfach nur komplett NICHTS, müsste ich entweder zu mir selbst kommen oder wahnsinnig werden. Das war, als ich 25 war.
Zum Wahnisnnigwerden hätte ich insofern Lust, als dass es mir egal wäre, wer mich dabei beobachtet, wenn ich nackt im Sturmregen gegen unsichtbare Geister kämpfe (einsperren bitte) oder mich auf der Bühne ganz und gar und nur meiner Musik hingeben könnte, für mich professionell genug, für die anderen die ganze Wahrheit. Vielleicht will die keiner sehen aber auch das geht hier wieder zu weit.
Nochmal Herman? "... und mir mehr zu vertrauen. Und nicht dauernd nach Hinz und Kunz zu schauen, bis man schon nicht mehr weiss, wer man selber ist"
Traurig bin ich gerade. Wo der Tag so früh und so gut begonnen hat. Blumen für die "Mädels". Alles gut. Ich wbin wach und relativ klar im Kopf. Und nun immer trauriger bei der Suche nach den Songtexten von Van Veen und Hoffmann und den Erinnerungen an diese Zeit. Die auch vielleicht nicht schöner war. Aber aussichtsreicher. Mein Volumen ist irgendwie alle und es kommt nichts Neues hinterher.
Ich bin komisch. Und wie echt bin ich? Keine Antwort. Aber auch kein Freizeichen. Bin besetzt.
Drucknachlass
Polterpaule hat seine Quälzeitschicht und ich sitze hier morgens um sechs und sehe nach, wann das Kaufland aufmacht, damit ich mal einen Haufen Chrysantemen fürs Puppenhaus kaufen kann. Weiss nicht warum, aber ich bin da gerade großer Freund von. Mir gehts immer besser und ich möchte andere daran teilhaben lassen. Und so stelle ich jedem Büro mal ein paar weisse Boten auf den Tisch- wo es doch heute so verregnet werden soll. Oh ha, so ein schönes Gefühl hatte ich lange nicht. Freudentränen am Morgen. Ohne dass es wer anders sehen muss, sollte, könnte ...
Ich fürchte, ich lasse nach in meinen Bemühungen mich auf die richtige Fährte zu locken. Weisst ja, wenn die Sonne kommt ... Das ist gefährlich und würde meiner typischen Einstellungen den Dingen des Lebens entsprechen: Läuft es gut, dann los und egal irgendwas, läuft es beschissen, dann genau entgegengesetzt. Letzteres bedarf Klärung, Vorderes natürlich nicht. Aber wenn die Waage insgesamt nicht stimmt, ist das hier nur von kurzer Dauer. Leidensdruck ist der richtige Ausdruck dafür. Zweimal Druck.
Ich versuche gerade herauszufinden, was das mit Ronald ist: Ich habe ihm gegenüber so ein Bedürfnis, mich schwer gezeichnet zu zeigen, also (wenn auch zu Recht) angegriffen und damit im Denken und Handeln überlegt oder weit sachlicher. Das ist enorm komisch. Was will ich denn damit nun schon wieder erreichen? Dass der arme Jescowboy stirbt und Ronald schuld dran ist? Dabei ist es doch genau das Gegenteil. Ich kriegs ja auch im PT oder anderswo nicht authentisch hin (und will es auch nicht), mich jetzt traurig nachdenklich oder so zu benhmen - es ist ja auch gerade nicht so. Ich kann mich da überhaupt nicht einschätzen und merke daran ziemlich sicher, dass ich eine verschobene Gefühlswelt habe, die oft genug von der Realität meiner selbst abweicht.
Halbe Wahrheit
Dies ist der Punkt der Ambivalenz. Nicht die zwischen Leben und Tod sondern zwischen Erkenntnis und versuchter Realisierung. Ich bin vom kalten Entzug geheilt und rauche schon fast garnicht mehr, selbst wenn der Tag früh beginnt und ich zwischendrin immer wieder das Gefühl habe, jetzt eine rauchen zu können. Da kommt eine kleine Zwanghaftigkeit ins Spiel: genau so wie ich jetzt überlege, den Alkohol mal wieder komplett sein zu lassen, erwischt es diesmal auch das Rauchen. Das ist echt merkwürdig und ich weiss nicht so recht, was ich machen soll. Am besten nach Lust & Laune, sobald es von mir das Gütesiegel "in Ordnung bekommt. Denn welche Handlungen gut für mich sind und welche / was nicht, merke ich sehr wohl. Zur Zeit denke ich gerne an Kehlkopfkrebs oder sowas, weil mir hm-C zu hoch ist und es im Hals etwas piekst und gerne hustenreizt. Bei "is nich schön" war allerdings Bb-G-A schon zu hoch. Und jetzt C. Und so tausendfach vielschichtig wie ich denke, schreibe ich das hier auf in der entfernten Vermutung, dass, sollte sich sowas später rausstellen, ich das jetzt schon mit bedacht hatte. Das ist genau dieses Denken, von dem ich damals als 16jähriger im Elmo (ebenda) dachte, ich könnte Alles bedenken. Tu ich ja auch, aber fast alles auch nur im Makrobereich. Wirklich behilflich ist das ganz und garnicht.
Ich muss dranbleiben, mein in Schwerin so einfach gedachter Zettel ist doch prima, warum jetzt nicht weiter und die kleinen Kästchen zu Ende bauen? Angst, dass mir nichts einfällt? Angst vor doofen neuen Erkenntnissen? Ich hab immer den Verdacht, ich komme im Denken immer nur bis zu einem bestimmten Punkt und dann flacht es ab und verlässt mich zugunsten irgendetwas Neuem. Würde symptomatisch sein.
Ich bin weniger traurig jetzt. Finds nur unendlich Scheisse, dass ich mein Leben immer so wackelig vor mir herschiebe und nicht wirklich im Reinen oder zufrieden mit mir und dem Leben bin. Von Glück rede ich ja nichtmal. Und das hier hat mir Constanze samt Vorwarn-SMS geschrieben und dafür sollte ich ihr nochmal danken. Ich und Ronald und wer noch so über mich nachdenkt, sind nicht allein. Aber auch das weiss ich ja.
Lieber Jesko,
was hier zu sehen ist, tut einfach nur weh und zwar deshalb,weil zu sehen ist, dass Du unglaublich leidest, weil aber auch keine Hilfe kommt, wenn Du Dich dort verkriechst, weil Du selbst Dir keine Antworten geben kannst auf das, was Dich quält und schon gar nicht in Deinem jetzigen Zustand. Also kommst Du nicht weiter. Dazu nämlich brauchst Du Gelassenheit und Geborgenheit.Beides findest Du ganz sicher nicht, wenn Du Dich mit Deinen Gespenstern verschanzt.
Eigentlich hab ichs im Sommer schon gesehen, als Du aus Dänemark zurück warst : Du bist schwer krank und das ist ernst , aber nicht böse genmeint. Du hast eine schwere Depression und das hat nichts damit zu tun, dass Du oder die Welt falsch sind oder das Du oder wer anders daran schuld ist. Alles was falsch gelaufen ist und falsch läuft ist von da aus nicht zu lösen. Im Sommer hab ich genau solchen Brief schon mal angefangen und es dann gelassen, weil ich Angst hatte, Dich zu verlieren. Du bist seit dem Sommer nicht mehr rausgekommen aus der Depression, hast Dir nur per Alkohol und den einen oder anderen emotionalen Kick kurzlebige Erleichterung schaffen können Jetzt aber ist der Moment gekommen, wo ich diesen Verlust einfach einstecken muss, weil schlimmer ist, dass es Dir so schlecht geht,
Geh zum Arzt, lass Dich behandeln, notfalls auch in die Klinik einweisen, so dass Du aus dem Tief rauskommst und dann mit Hilfe Deine Baustellen in Ruhe und mit wiederkehrender Lebensfreude angehen kannst. Ich bin auch kein Freund von Medikamenten und Psychiatrie, aber es gibt Zustände , da isses nötig und gut, dass es so was gibt und der einzige Weg nach draussen.Das ist so wie durch eine dunkle Höhle den Weg suchen. Du brauchst den Faden in die Hand, der Dich zum Ausgang führt, dann gehts im Licht und alleine weiter. Geh zum Arzt, lass Dir helfen und dann gehts weiter besser allemal. Hab den Mut, der Sache so ins Auge zu sehen wie sie ist und wie Du sie tief in Dir selbst schon lange weisst.
Ich kenne die Gefahr, dass der Bote, der die schlechte Nachricht bringt, erschossen wird. Seis drum: Du bist mein Freund und ich will und muss ehrlich sein. Das verlangt Freundschaft!
Du darfst mich hassen jetzt dafür. Ich behalte Dich lieb, ganz gleich, welchen Weg das hier nimmt.
Was ist schön?
Gute Frage. Ich hab 10 Einträge Zeit, hier was dazu anzumerken, dann ist der Artikel raus ausm Start.
Männer, in Form und Herz (nur zusammen), naja, musste jetzt kommen
Wind, der mir lauwarm ins Gesicht weht
... schön gemeint, aber vergiss es derweil. Aufbau geht anders. Das hier sind Gardinen. Gerne mit Goldkante, aber das ist ja auch nichts wert. Bis später.
Links rein rechts raus
Das muss ich noch sagen: ich scheine offensichtlich von logischen Erkenntnissen oder Ideen, die ich gut finde und mir zu eigen machen möchte, letztlich doch nciht allzuviel zu halten. Ich hab irgendwie immer Glück gehabt, dass ich durch diese Welt geschippert bin. Immer ein bisschen darauf achtend, dass es materiall hinhaut und immer den Gedanken, den Geist von Freiheit und tausend Möglichkeiten im Kopf, ohne aber auch nur das kleinste Ding draus zu drehen.
Ich höre Menschen, die mit mir reden, zu und fühle mich, wie neulich bei Ronald, wie damals bei Mandy, wie ganz ganz früher bei meinen Eltern betroffen wegen meiner Schuld, wegen der Dinge, die ich grösstenteils NICHT getan habe, gelobe halbherzig Besserung, es tut und ich tu mir leid und ich denke darüber nach und .... schwupps: ist es weg. Dann kommt die Krise und ich versuche nachzudenken; im Moment versuche ich das sogar ziemlich strukturiert. Und das Ende sind eine Reihe guter Vorsätze, die spätestens bei der nächsten Kiste Wein genauso halbherzig wie Besserung gelobend, noch immer aufrecht zu halten versucht werden.
Wat hjamse bloss mit mick falsch jemacht? Das alles hier ist übrigens sehr schön geschrieben, aber es ist keinesfalls lustig. Tu ich wieder so, als ginge es irgendwie schon, wa? Mein Ziel ist, diese Struktur mal in Kästen so aufzubauen, hinzustellen und daraus wenigstens die grössten Brandherde abzustecken, damit sie jemand anders entweder löschen oder richtig schüren kann. Muss mich nur trauen, jemandem anders das zu überlassen.
I'm expired
Mal ganz einfach betrachtet, kommen die Babys auf die Welt, um süss zu sein, damit die Eltern sie nicht gleich wegwerfren. Dann gewöhnt man sich aneinander und schliesslich war der Kinderwunsch der Eltern ja auch irgendwie vorhanden. Dann kommen die kniffligen Phasen mit denen man gerechnet hat und dann die Pubertät. Die wird prägend, formend, schlimm. Für beide Seiten.
Dann kommt die Zeit der Abschlüsse, des Stolzes, der Geschenke erwachsener Art. Daraufhin beginnt sich Kind selbst einen - Achtung, jetzt kommt, worauf ich hinaus will: Lebensplan zu bauen. Der wiederum ist stark abhängig von der Umgebung, der Unterstützung und vom allgemeinen seelischen, emotionalen, psyschischen Zustand des Nochbisschen-Kindes. Mit diesem Plan oder Halbplan oder Wenigplan geht Fasterwachsener dann los, wird langsam immer schöner und sexy, damit neben Aufbau des wie auch immer gearteten Lebensplanes auch Aufbau von Liebe oder wenigstens Beziehung möglich wird.
Dann kommt es entweder zu Studien- oder anderen Abschlüssen, Heirat oder Zusammenheit zweier Menschen und meistens Kind(ern) ODER ... eben nicht. Damit schliesst sich der Kreis, spätestens wenn Erwachsener 40 ist. Im Falle von eben nicht, muss Erwachsener sehen, was er anstelle dessen macht bzw. sein selbst gebauter Lebensplan für ihn vorsieht.
Wenn er in beidem recht wenig vorzuweisen hat, dann ist er einfach abgelaufen und sollte sich naturgemäß einen Platz zum Weglegen suchen.
der kleine Unsinn
Als hätte ich es geahnt. Gerade mache ich mir Gedanken darüber, ob und wie ich das Gefühl für den kleinen schönen Unsinn wiedererlangen kann: Wenn WIR zusammen in die Luft springen und uns fotografieren dabei; wenn wir zusammen ins Wasser springen; wenn wir Zeit für kleine liebe Grüsse und Aufmerksamkeiten haben ... wenn ICH dazu wieder bereit bin. Das will ich nämlich so gerne.
Und nochmal: Als hätte ich es geahnt: Die Sonne scheint, ich bin trotz Graswiese mit Klaushoffmann-Schallplatten und Terkel i Knibe Video erstaunlich fit heute morgen; Massage, Puppenhaus, Termine für Gesicht und Haare, gefrühstückt und packe jetzt an, was zu tun ist ...
und nochmal: als hätte ich es geahnt: "weisst ja, wenn die Sonne kommt, ist's wieder gut."
Längst nicht gut - aber weit bessere Grundlage für bessere Aussichten. Ich muss mich so ehrlich wie möglich halten und die Prinzipien, die mich am tiefen Sehen und Fühlen hindern, ausklammern. Klingt bereits wie ein Selbstheiler auf dem Weg der Besserung bis zur nächsten abfallenden Kurve. Dann wäre das hier jetzt Frühling. Draussen tut zumindest gerade jemand so.
Grausonntag
Nicht gerade hell draussen. Dafür warm.
Nicht gerade gut drauf. Dafür am Leben.
Im Moment hab ich das Gefühl, so ziemlich nichts bewältigen zu können. Da kommt das Puppenhaus wieder mit all seinen unerfüllten Aufgaben, da muss das Jeskomzert vorbereitet werden ... wahrscheinlich ist das alles garnicht so viel, aber in Zuständen des Traurigen- so wie jetzt- würde ich dem Ronald am liebsten was vorwerfen. Als müsse er sehen, was er nun davon habe, mich in diesen Zustand zwischen schwerer Schuldzuweisung und Aufruhr zu versetzen. Konzert absagen, alles sein lassen. Puppenhaus bitten, mich eine Weile freizustellen, damit ich mich in Betreuung begeben kann.
Psychologische Betreuung ... ich war immer schon der erste, der sowas niemals für möglich gehalten hätte und noch heute damit hadert. Was damit meiner Aussenbetrachtung jener Menschen entspricht, die es nicht packen. Wo ich doch immer der Meinung, war, dass ich alles irgendwie gebacken kriege. Aber eben nur irgendwie. Midlife-Crisis ist hier vollends fehl am Platze, weils doch schon immer so war. Das Thema ist ein und das selbe geblieben, es verschieben ... ach was, muss ich hier irgendwas erklären? Stumpfes Deuten tausender Möglichkeiten. Bullshit.
Es geht mir scheisse und ich weiss nicht, wie ich das jetzt machen soll. Ich brauch ne Kosmetik, neue Haare und muss schwimmen gehen. Und dann kommt plötzlich wieder die verkackte SOnne und alles ist erstmal gut. Und so geht das immer weiter, bis ich mal geradeaus fahre. Und selbst das wird halbherzig sein.
Fuck it.
Into the Wild
Der setzt nochmal so schön einen oben drauf und macht es noch gemeiner, weinerlicher und unfassbarer. Mein ganzes Konstrukt stelle ich dermaßen in Frage, wenn es darum geht, wie und ob ich überhaupt mein Leben geplant habe (siehe auch Alchemist). Sicher ist der Alex Supertramp zu beneiden für seine Leidenschaft, sich über das Nachdenken und den Materialismus zu erheben und mit 22 Jahren seinen eigenen Weg erst durch die Welt, um Menschen kennenzulernen, zu beobachten, aus Erfahrungen zu lernen ... und dann fernab aller weltlich-normalen Vorstellungen nach Alaska zu gehen. Und sicher bin ich so ein Typ nicht. Aber darauf kommt es garnicht an: da gibts immer wieder solche Leute, in Filmen wie in echt, denen ich sofort abnehme, dass sie ihr Ding gemacht haben und weiterhin machen. Die ihren Blick durch solche frühen Erlebnisse geschärft und sich geschult haben, die ihre Suche wenigstens begonnen haben bis zu einer gewissen Erkenntnis oder wie in Into the Wild bis zum Tod, den er selbst nicht wollte, nur weil er die falschen Kartoffelwurzeln gepflückt hatte.
Und mitten in diesem Film habe ich schon wieder so ein Scheiss Gefühl: Ich hab das alles nichtmal im Ansatz gemacht, es aber wohl immer ganz deutlich gespürt, dass ich auf der Suche bin. Sein muss. Ich wusste nur niemals, in welche Richtung ich gehen sollte und selbst das wäre egal gewesen. Mein Spirit, mein geistiges Vermögen reichen offensichtlich nicht aus und wenn die Sonne scheint und mir irgendwer irgendwas sagt, dann stimmt das bestimmt so und ist richtig, weil ich mich ja im Moment gut fühle. Um nächstens alles wieder in Frage zu stellen.
Fühle mich körperlich wie seelisch ziemlich abgewrackt, hab wie immer aus lauter Vorstellung, dass das doch gehen muss, keine Angst wegen Selbstmord, allerdings große Angst darum, dass das immer so weiter geht.
Und ich kann offensichtlich noch denken. Was ich gleich katapultieren werde mit einerm gekonnten Griff zum grünen grünen Gras. Adieu.
einsam
Eine wunderschöne Fahrt zurück in nichtmal 2,5 Stunden übers Land mit viel Sonne, Wärme und einer mich mehr und mehr treffenden JESKOM Musik. Die Texte bringen mich dauernd zum Heulen, weil ich um sie weiss und sie ja auch geschrieben habe und weil die eben auch so alt wie wahr sind. Und das sind keine schönen Aussichten. Jetzt bin ich wieder hier, wollte den Steuers in Perleberg nicht auf den Keks gehen ohne mich tags zuvor anzumelden; am Scheideweg geradeaus zu Mandy hin oder nach Haus zögerte ich auch und entschied mich für das hier. Das hier, was gerade eine unglaubliche Einsamkeit mit purzelnden Tränen bedeutet. Ich fühle mich total alleine. Ein bisschen wie nach einem Ferienlager., das nun auch nichts Lebensübergroßes war, nachdem aber irgendjemand (wieder) da war. Und davor hab ich mich selbst ... ich kann das nicht ausdrücken jetzt.
Mir gehts in Hals und Kopf nicht so richtig gut und denke, wenn das der berühmte Dauerzustand niedrigen Blutdrucks oder so sein soll, dann machts noch weniger Spaß. Klingt alles recht unbeghaglich, obwohl Zapel die absolut richtige Entscheidung war. Das "Danach" isses. Draussen scheint die Sonne, es ist warm, die Luft ist fantastisch und ich ... weiss absolut nicht, was ich jetzt machen soll.
Drei Tage "wech" ohne Alkohol und extrem wenig Tabak. Ich versuche, dem nichts Großartiges beizumessen (obwohl es statistisch gesehen ein absoluter Hammer ist) und hab mir gerade Zeugs für Suppe und enorm viel Vitamine gekauft. Ich glaube, es wird darauf hinauslaufen, mir es so bequem wie möglich zu machen und einen schönen Film zu sehen. Oder irgend so'n Scheiss.
Gay Gästehaus Schwerin Zapel
Hätte ich nicht gedacht, dass ich das mal so ohne großartiges Hadern hinbekomme. Bin hier seit Mittwoch und überlege schon den Sonntag. Mal sehen. Gestrige Wanderung noch durch guten Schnee brachte es plötzlich ein bisschen deutlicher auf den Punkt: Nämlich, dass ich deutlicher werden muss. Die ganzen schönen Sprüche (siehe "Alchemie") bringen zwar schöntraurige Tränen der Erkenntnis und die vielen anderen wie "Sorge dich nicht, lebe" eher Unbehagen, weil das alles nach gequirlter Kacke klingt, solange man nicht in der Lage ist, seinen wirklichen Weg zu sehen und zu gehen. Und meine gefühlte Deutlichkeit versuchte sowas wie Schema aufzustellen, das diesmal von hinten begann. Also vom Punkt JETZT. Und der heisst "Schwerer Blitz mit Blick auf Tod". Die Punkte davor heissen "Unglücklich" und "Alkohol". Beide recht zweisame Eidgenossen. Dann wiederum die Zustände, die dazu geführt haben. Das baue ich hier nochmal extra ein. Wahrscheinlich richte ich einen Leitfaden für den Psychologen ein, der das alles vorsortiert und auf den Punkt gebracht hat. Ohne die vielen Ereignisse, die da mit reinspielen oder parallel beungünstigende Faktoren etc.
Wie dem auch sei, das Gästehaus ist ein sehr ruhiges, angenehmes welches, liegt sehr idyllisch und das eigentlich Besondere liegt ja nunmal darin, das es sich um ein Gay-Gästehaus handelt. Nun liefen hier keine nackten Superschuwlen rum und es gab weder "Haaach" noch "Tütüü", es gab allerdings schöne Gespräche. Es waren ja nur Torsten & Frank (die Besitzer) und Harald & Olaf da und die Gesprächsthemen waren so amsüsant wie informativ, bisschen lehrreich, bisschen ironisch-witzig und mit Torstens meklenburgischer Schnauze wirklich angenehm. Was mich aber auch nicht davon abhielt, ein bisschen angeregt meine Wanderung durch den Wald in einer kleinen Hütte mit einem autosexuellen Spaß genüsslich zu versehen, der sich in der anschliessenden Sauna nicht minder genüsslich fortsetzte, Das lag tatsächlich an der "normalen" Umgebung und ich bin in solchen Fällen wohl auch ein bisschen - fehlt mir das Wort zu: Meine Vorstellungen, Vorlieben und Ideen wurden halt angeregt. Ich kann mir echt gut vorstellen, mit einer Liebe hier Station zu machen. Es ist nicht aufgesetzt und zwanghaft (das war das fehlende Wort), sondern, weil ich mich mehr und mehr darauf einlassen kann: realistisch und ein bisschen geborgen. Und ich ertappe mich dabei, in Bewegung wie Feeling ein ganz klein bisschen weiblicher zu sein.
Mein vordergündigstes Ziel hier war, runterzkommen, dem Alkohol den Rücken zuzuwenden, damit ich meinen Kopf wenigstens ein bnisschen aus dem Dreck ziehen kann, ohne gleich wieder die tyischen All-Inklusive-Lösungsansätze herbeizudenken. Gefällt mir gut, runterbringen, runterholen (hö!), rumliegen. Auch wenn ich diese bisher ersten beiden Nächte nicht gut geschlafen habe, was sicher am kalten Entzug liegt, so ist es doch die richtige Idee gewesen, so ein kleines Sanatorium auch ohne viktorianische weisse Villa aufgesucht zu haben.
Nächstes Mal will ich eine samstägliche erotische Tantra Massage dazu! Und vorher einen Freund. Zum Mitnehmen. Zum Liebhaben.
Alchemie
Eigentlich wollte ich mir keine Sprüche aus dem "Alchimisten" aufmalen und das ganze Buch ist auch sehr religiös und spricht von "der Hand", woraufhin mir sofort Schwarzenegger in einer Tankstelle einfällt. Allerdings finde ich ein paar sehr schöne Ansätze darin, die ordentlich Schmerz bereiten. Hier die wenigen:
Persönlicher Lebensweg? "Es ist das, was du schon immer gerne machen wolltest. Alle Menschen wissen zu Beginn ihrer Jugendzeit, welches ihre innere Bestimmung ist.In diesem Lebensabschnitt ist alles so einfach, und sie haben kene Angst, alles zu erträumen und sich zu wünschen, was sie in ihrem Leben gerne machen würden. Indessen, während die Zeit vergeht, versucht uns eine mysteriöse Kraft davon zu überzeugen, dass es unmöglich sei, den persönlichen Lebensweg zu verwirklichen."
Was der Alte da sagte, ergab nicht viel Sinn für den Jüngling.
"Das sind die Kräfte, die uns schlecht erscheinen, aber in Wirklichkeit helfen sie dir, deinen persönlichen Lebensplan zu erfüllen. Sie entwickeln deinen Geist und deinen Willen, denn es gibt eine große Wahrheit auf diesem Planeten: Wer immer du bist oder was immer du tust, wenn du aus tiefster Seele etwas willst, dann wurde dieser Wunsche aus der Weltenseel geboren. Das ist dann deine Aufgabe auf Erden."
"Selbst wenn es nur der Wunsch ist, zu reisen, oder der, die Tochter des Tuchhändlers zu heraten?"
"Oder einen Schatz zu suchen. Die Weltenseele wird von dem Glück der Menschen gespeist. Oder vom Unglück, von Neid, von Eifersucht. Unsere einzige Verpflichtung besteht darin, den persönlichen Lebensplan zu erfüllen. Alles ist ein Ganzes. Und wenn du etwas ganz fest willst, dann wird das gesamte Universum dazu beitragen, dass du es auch erreichst!"
// das macht mich allerdings ein bisschen betroffen: Offensichtlich hab ich damals nicht hingehört- auf mich. Aber der letzte Satz fährt mir in Mark und Bein. Nochwas:
"Niemand muss das Unbekannte fürchten, weil jeder Mensch das erreichen kann, was er will und was er braucht. Wir fürchten uns lediglich vor dem Verlust dessen, was wir besitzen, fürchten um unser Leben oder die Felder, wie wir bestellt haben. Aber diese Angst vergeht, wenn wir begreifen, dass unsere GEschichte und die der Erde von derselben Hand geschrieben wurden."
// da ist sie, die Hand. Der Herrgott. Aber ich entnehme hier ganz einfach, dass Güter oder gesammelte Schätze auf dem Weg garnichts bedeuten, dass sie vielmehr Mittel zum Weiterkommen sind; und sei es, die Fähre in ein anderes Land zu bezahlen. Das Buch zielt allerdings letztlich ja doch wieder auf einen Schatz in der Sakristei in Spanien- des Jünglings Heimat ab. Auch wenn der Wind danach einen Kuss von Fatima aus der Oase auf seine Lippen legt. Ein Mann und seine Bestimmung. Alt & Dick oder wie gehts danach weiter? ber pass auf. Hier noch:
"Jetzt beginne ich erst mit dem, was ich schon vor 10 Jahren hätte machen können. Ich bin froh, nicht 20 Jahre damit gewartet zu haben."
// Großes Desaster mit der Hoffnung, es mit 2 multiplizieren zu dürfen, um es dann jetzt aber wirklich hinzukriegen. Letzter:
"Er und sein Herz wurden gute Freunde - einer wurde unfähig, den anderen zu betrügen." // Ganz großes Lob hier an dieser Stelle und ich glaube, mein Herz spielt die ganze Zeit schon mit und zeigt mir Dinge und fühlt mir Tränen oder zieht sich zusammen oder schlägt ganz laut ... und ich kann das jedes Mal begreifen. Aber irgendwas fehlt dann noch, der / die das Konstrukt zu Ende denkt und bringt.
Coelho ist wahrscheinlich deswegen so bekannt, weil es wahrscheinlich einer ganzen Menge Leuten ziemlich beschissen geht und alle im Grunde ganz genau wissen, woran es liegt. Und einer davon bin ich.
Kopf in den Wald
Hab schon wieder leichte Panik, dass ich mir zuviel von diesem Forsthaus www.gay-gaestehaus.de im Wald von Schwerin vorstelle. Merke ich daran, dass ich darüber nachdenke, was ich alles mitnehmen will, um sonstwas für viele tolle Dinge zu machen. Ich will eigentlich nur da rumhängen und damit einverstanden sein. Und sehe derweil zu, dass ich genug trinke vorher.
Ich bin jetzt nochn Stück mehr durch als vorher, weiss, dass ich das wieder hin- aber nicht gebacken kriege. Und hab ganz schön Panik, wie ich dieses Level ohne Highscore wieder verlassen kann, um wenigstens auf eine Basis zu kommen, von der aus ich besser denken kann. Ich glaub, das ist meine einzige Vorstellung dieses Ausflugs. Das wird hart.
So wie jetzt ist es ganz tief unten. Es rührt mich alles und macht mich traurig, aber nicht greifbar und was ich hier schreibe, ist unglaublicher Mist, weil mein Kopf tief unten im Dreck steckt, bevor die Seele überhaupt eine Chance hat, zum Zuge zu kommen.
Hirschkuss
Sechs Bier, drei Hirschküsse, hundert Zigaretten Und jetzt heule ich mich durch den Vormittag. Und keiner guckt zu, während ich aufpasse, im Spiegel ausreichend wässrige Augen zu entdecken. Und keiner weiss. Ich am wenigstens. Aber es kotzt mich wahrscheinlich immer noch nicht ausreichend an. Die Entscheidung zwischen dem Weg nach vorn und dem endgültigen Seinlassen geht immer irgendwie nach hinten los.
Ich weiss nicht, was ich dazu noch schreiben soll
Ronald
Hab eben mit Ronald ein ziemlich langes und anfangs ungemütliches Gespräch gehabt. Ein grundehrliches. Wie eine der damals typischen "Aussprachen". Er wollte mir eigentlich nur seine Sicht auf die Dinge sagen, damit ich weiss, was da bei ihm abläuft und warum er nachts aufwacht und darüber nachdenken muss und ich weiss wie Recht er hat. Und hab mich wie immer dabei so schuldig, so ertappt und so missmutig gefühlt, dass ich beinahe aus irgendeinem Fenster gesprungen wäre. Paterre. Auch das kanner also nicht.
Bevor ich das mit meinen Gedanken verschleiere, brings ich es auf den Punkt: Meine Art, die Dinge zu besehen und zu verwirklichen, stösst andere eher vor den Kopf, als Wege nach vorn vermuten zu lassen. Betrifft vor allem JESKOM. Album in letzter Sekunde fertig. Immerhin. Und nun? Was ist mit den Trailern, den ganzen Sachen die wir auf grünen Zetteln im Oktober festgemacht hatten, was ist mit den Plänen für die JESKOM? Wie soll das überhaupt weitergehen?
Ich bin nicht mit ganzem Herzen dabei und habe immer das Gefühl, abzuarbeiten. Alles ist schwere Mühe. Todo-Listen. Noch und noch mehr. Und nichts zu Ende bringen. Ich krieg das hier nicht alles aufgeschrieben, der Punkt ist genau der, dass mein ganzes Tun und Handeln eher einer Sklavenarbeit in einem Bergwerk gleicht, die keinen Spaß macht, die immer nur das bedient, was von aussen anfordert, obwohl es doch von innen, von mir kommen sollte. JESKOM ist doch MEIN Projekt. Und da liegt der ganze Müll begraben.
Pause an dieser Stelle. Später weiter. Schlüssel im Herzen finden, der das alles mal aufschliessen kann. Emo-Freak, der von allen bis zu einem bestimmten Punkt geliebt und bewundert werden will? Meine Gedanken sind eingekerkert. Komme hoffentlich wieder und will nicht erschossen werden. Danke.
Wie soll ich denn real getten, wenn ich mir dauernd selbst was vorspiele? Elke Heidenreich sagt: wenn du etwas ändern willst, kannst du das sofort, hier und jetzt tun. Die Listen versagen, die Ideen prallen an den Wänden der Realisierung ab, die Wünsche sind nicht ausgesprochen und ich kann keinem die Schuld dafür geben.
Bekomme ich mich eigentlich nochmal irgendwann nüchtern genug, um wenigstens ein bisschen Basis zu schaffen? Lasse ich den Alkohol wieder für 7 Wochen sein um danach genau so wie jetzt weiter zu machen? Wo bin ich denn? Keine Ahnung. Und wer? Was ich bin, wurde mir heute erneut bestätigt: Immer der selbe, wenns um den Müll geht, den ich einfach nicht in der Lage bin, mal in die Tonne zu bringen.
CHAOS