Zehnsucht

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Silvester 14/15 Corvara

(Nachtrag am 29.12.2015 um 00:11, andere Stimmung, andere Zeit) Wie ich so in meinen Annalen wühle, fällt mir auf, dass ich einen wesentlichen Beitrag vergessen habe: Silvester 2014/15. Da standen wir beide doof erkältet auf dem Balkon mit Blick in's Tal von Corvara, hörten von weitem der Silvester-Abfahrt bei Col Alto zu, sahen uns das Feuerwerk über dem Dorf an und hatten die BOSE-Box dabei, mittels der wir den Wiener Walzer "An der schönen blauen Donau" laut hörten. Das war einer dieser unplanbaren wunderbaren Momente, bei denen ich mich sehr glücklich fühlte. Und am nächsten Tag waren wir neujahrlich auf der Piste. Dazu gibts auch einen Beitrag. Allerdings in etwas anderer Verfassung. Ich wollte das hier nur nochmal nachtragen, weil es wirklich gut war. Das hier ist der Auszug daraus: Besonders war es schon, als auf der „Hütten mit Hund“ am Neujahrstag die ganze Welt dort oben so friedlich und hell war und aus den Lautsprechern „Heast as net, wia die Zeit vergeht“ ertönte. Das war ganz groß und so besonderer Moment, an dem ich mich trotzdem nicht zu heulen wagte.

too much input

... dies nur mal als Anmerkung: Ausser, dass ich erkältet bin und das auch etwas dauert, aber nicht so schlimm ist und ausser dass ich gelegentlich nicht weiss, was nun gut und was schlecht für mich und andere ist; ausser dass ich einfach nicht erhohlend ausschlafe und was sonst noch alles in meinem Kopf und meiner Seele vor sich geht; ausser allem also: Ich krieg' es einfach nicht zu fassen. Ich kann es nicht ausdrücken, nicht sammeln, zusammenfassen; geschweige denn zu einer Art Fazit bringen. Meine Semantik sieht ALLES vor, der verkehrsregelnde Polizist steht entweder unter Drogen, Alkohol oder dem Verdacht, ein Versager zu sein. Dieser Zustand gilt immer dann, wenn ich mich nicht selbsgesichert zwischen den Welten fühle, die ich niemals begreifen kann. Derweil freue ich mich nebenbei, seit 5 Tagen erkältungstechnisch freiwillig rauch- und alkoholfrei zu sein. Was es nicht besser macht, aber genau da gehts ja schon wieder los. Mein Tob wird morgen 40. Und JESKOM macht seine finale Mugge in dieser Formation. Übermorgen ist die längstdunkelste Nacht des Jahres, die Atombombe ist noch nicht gefallen und wir haben offensichtlich noch keinen Krieg. Also pflege ich  derweil meinen.

20+25 Jahre

20 Jahre Osten. Für mich. 25 Jahre Westen. Für alle. Die Medien sind voll davon. Eben wieder: Jan Joseph Liefers: Soundtrack meiner Kindheit. Schön gemacht. Und währenddessen denke ich darüber nach, ob wir früher wacher waren, mehr Ideen hatten, andere Träume und Wünsche. Ziele. Oder gar Hoffnungen? Ich kann's für mich nicht richtig ausmachen. Der Westen stand wahrscheinlich nur im materiellen Sinne für mich zur Debatte. Ich kannte auch die Musik der Ost-Bands garnicht so gut. Oder Theaterstücke. Ich schrieb Lieder, die harmlose Texte hatten; bisschen Umwelt- und Liebesthematik und Stories vom Fahrschein- oder Gefängnisblues. Worauf ich hinaus will, weiss ich garnicht so genau. Es fühlt sich nur so an, das meine Sinne vielleicht deswegen schärfer waren, weil es immer wieder neue Ideen und Situationen gab. Im heranwachsen. Im Werden. Dazu dann die Wende. Alles neu, alles anders. Ich muss nur drüber nachdenken, weil es komischerweise immer noch eine kleine lethargische Wehmut nach "damals" gibt. Ohne sagen zu können, was genau es ist. Der Vergleich ist leicht, wenn ich hier alternd tatenlos auf Couchn rumsitze und die Zeit vergehen lasse. Was mich wurmt. Weil nichts passiert. Kann ja auch nicht, wenn ich es und mich nicht selbst aktiviere. Dann wirds schnell ungemütlich auf den weichen Kissen. Alles ist ungefährlich und möglich. Allein diese Gewissheit lähmt möglicherweise. Ich MUSS nichts tun. Und ich muss auch nichts tun, um nichts zu erreichen. Nichtmal denken und fühlen, um herauszufinden, was ich denn erreichen möchte. Liefers' Traum war, mit einer eigenen Band auf der Bühne zu stehen. Was er jetzt, nach 25 Jahren Ost und 25 West geschafft hat. Na endlich wieder was Trauriges. Für mich.

Lost in Paradise

Das ist sprichwörtlich tatsächlich richtig: Das Paradies mit seinen Verheissungen und Möglichkeiten offenarmt sich um mich herum, während ich so lange wie möglich schlafe, so viel wie möglich trinke und so wenig wie unternehme. Ein Langweilerkreis, aus dessen Mitte ich unformuliert begehrend hinausgiere. Mal wieder kein Antrieb; nur vage Gedanken an mögliche Unternehmungen. Die ganze teure Fototasche liegt trotz des buntwarmgoldenen Herbstes irgendwo ungenutzt herum, immens viel Fachbücher über professionelle Fotografie greifen nicht in meinen Verstand ein; stattdessen kaufe ich ein GoPro4 und einen Kopter mit allem Schnickschnack. Materialschlachten gegen Unfähigkeit. Gegen Untätigkeit. Woher kommt das denn? Jeder kleine Schritt strengt an, scheint so aufwändig, dass ich gern kapituliere, noch ehe der erste Schritt überhaupt getan oder wenigstens der ganze Gedanke zu Ende gedacht ist. Ach herrjeh.

und dann ...

... und dann wird es vielleicht früher order irgendwann soweit sein. Der passende Zeitpunkt der Reue. Stelle ich mir vor, genau JETZT einen Herz- oder anderen Fehler mit Hinweis auf wenige Restwochen diagnostiziert zu bekommen, wäre ich tatsächlich ein bisschen sauer auf mich. Und dabei waren wir es doch, die genau über solche Leute gelästert haben, die mit ihrem Leben umgehen, als wäre eine Unsterblichkeit überhaupt kein Problem. Bis es plötzlich dann doch soweit ist und die große Panik macht sich breit. Das fällt mir auch nur ein , weil Mama mit ihrem entfernten Krebs im Marienstift liegt. Und da- in diesem kleinen Moment, drängelt sich die Vorstellung durch die Zuschauer und präsentiert einen neuen Zustand. Vielleicht stirbt ja einer von beiden Eltern. Oh, ganz sicher tun sie das. Ich werde das sicher auch. Da ich aber nicht weiss, warum ich lebe, muss ich um den Tod auch nicht wissen? Und genau DA setzt es an: "In meinem Kopf geh'n hin und her die Zeilen ... " und machen mich ob all dieser zusätzlichen Nebengedanken wahnsinnig. Konjunktive, nicht zu Ende gedachte Vorstellungen oder Wünsche oder Ideen; Hadern mit dem Zählen von geschwommen Bahnen oder Wiederholungen bei Krafttrainingsgeräten wegen Normitäten; Infragestellen überhaupt einer Möglichkeit, am Ende einer Lebenszeit von mir behaupten zu können "Ach, das war schön. So, nun gehe ich aber." Mal wieder nichts Neues im Jesko

Depresse

Das ist wirklich eine Depression oder sowas. Ständig alte Bilder und Musiken vor Augohren, Assoziationen mit den Zeiten, jung, in denen noch alles möglich sein hätte sollen. Aber auch nur nicht können. Der Rest besteht aus Zählungen und vagen Schätzungn über Hälften von Leben, verbleibenden Restzeiten oder Vergleichen von anderen Altern. So wie Resttage von Urlaub, der mit heutigem Tag übrigens 1 beträgt. Das ist keine Angst vorm Einstieg in eine erneute spielzeitliche Puppenatmosphäre, das ist eher die Angst, mein Leben zu vergeuden. Ohne aber zu wissen, was denn besser für mich ist. Ich stelle mir vor, ich hätte jetzt noch 4 Wochen Urlaub und könnte alles machen, was ich will. Die Leier kennen wir: Es gibt nichts Willbares. Dabei kann ich tatsächlich alles machen, was ich will. Auch verklärte Ideale von freundlichfreien Dänen hochhalten, die es allemal besser haben als ich, weil ihre Mentalität und Einstellung zum Leben so aufgeklärt scheinen. Ich verblöde. Was irgendeinen schwerwiegenden Mangel  zur Ursache hat. Einen, der mich phlegmatisch (?), apatisch ... Ideen- und tatenlos, unkonzentriert nach Worten ringen lässt, um wenigstens einen guten Satz hinzubekommen. Was früher mal automatisch ging. Und dann bewerte ich die Situationen im Nachgang ebenso schwer subjektiv verklärt und passend zurechtgelegt, dass sie dann zu meiner festen Überzeugung werden können. Der Antrieb. Ja. Wo ist er? Ich pflücke keine Blumen, ich singe auch nicht mit anderen Menschen Lieder, ich wage keinen nächtlichen Waldspaziergang, ich steige auf keine Berge. Ich habe weder Mut noch Treibstoff und werde zu einer herren- oder willenlosen Bake im taumelnden Meer der Ereignisse um mich herum. Auf die ich reagieren und damit sehr viel Zeit verbringen muss. So bleibt kein Rest für mich, während der gefräßige Lindwurm des Verdrusses sich müht, in meiner Seele die Lichter auszupusten. Beste Zeit für gute Lieder. Bis dahin. Und gerne wieder.

Sommerschlussverkauf 2014

War das letztes Jahr auch so? Ich fühle mich an, als wäre es eine unglaubliche Hürde, übermorgen wieder ins PT zu müssen. Es gibt sicher nicht viele Anhaltspunkte dafür; ausser die blöde Webgeschichte, mit der ich auch schon missmutig in den Urlaub gestartet bin und die mich jetzt wieder einholt. Und dann gibt's FB dazu, der mir wahrscheinlich nichts getan hat, vor dem es mir aber graut. Dazu die tausenden verwirrten Träume der letzten unruhigen Nacht und heutige leere Traurigsein, das große Vorhaben des Alkoholabbaus, weil ich mich schon seit vor dem Sommer keines alkoholfreien Abends erinnern kann. Und do viele Gedanken, die bereits während der ersten Ganges absaufen, noch ehe sie in Fahrt kommen. Die prallen gegen Wände und komen nicht weiter. Was aber genau ich jetzt gerne haben / sein / machen möchte, kann ich nicht erklären. Da ist es wohl besser, trunksuchtfrei wieder ins Arbeitsgeschehen einzutauchen. Wegen den Perspektiven. Robin Williams hat sich am 11.08. mit 63 Jahren umgebracht. Oh Captain, mein Captain. Depression. Ich bin beängstigt ob so einer langen Quälerei, bis das Quäntchen gewissheit ausreicht, um den letzten Schritt zu wagen oder sich brüllend-spontan einfach von den Klippen zu stürzen, weil es sich offensichtlich nicht zum unbekannten Guten wendet. Um noch während des letzten Fluges ungewisse Skrupel zu pflegen. So gehts mir heute. Ich warte erneut ab.

das puppentheatralische Gewissen ...

... plagt mich mal wieder ein klein wenig. Weil es komisch ist. Wie so oft: Am Samstag war Spielzeit-Ende-"Party", aber ich blieb lieber mit Tob im Garten sitzen, statt bis halb 11 das Ende von OSCAR abzuwarten, um dann dorthingehen zu können. Sonntag Abend hätte ich es beinahe nachgeholt, aber auch hier erlag ich mir selbst lieber zuhause. Natürlich kommt die FB Mail am Montag, wo ich denn an beiden "Terminen" gewesen wäre und ich hätte doch so schöne Bilder für die Chronik machen können. Was er mir nur schreibt, um zu beweisen, dass er auch ohne "Dienste" so gut wie immer da ist und ich meine Wahrnehmung differenzierter halten solle. Er bleibt einfach ein mittelgroßes Miststück. Ob er was dafür kann- es also absichtlich tut oder ob er einfach nur so ist und man ihn halt entsprechend nehmen muss, geht mir sachte am Arsch vorbei. "Es" nervt, egal aus welchem Grund. Dann war wohl Kempchen auch noch da an dem Abend und Mahatma meint, es wäre ganz gut gewesen. Und da sitze ich nun und weiss nicht, was ich von solchen Situationen und mir darin oder ausserhalb davon halten soll. Matze war auf Hochzeitsreise, Pohl auch nicht da und die Technik hätte das lieber am Sonntag gemacht. Sowas entfernt mich vom Theater. Letztes Jahr stand ich auch blöd gelangweilt rum und bin dann einfach gegangen. Wie ich's machen ... Tobi meint: "Es ist Wochenende und du bist nicht eingesetzt. Es ist keine Pflichtveranstaltung." Da hat er Recht. Aber ich kriegs oft nicht erklärt, warum ich mich wie jetzt so lasch fühle. Weil ich lieber hochprozentigen Torero Rotwein aus Spanien trinke, der mir nichtmal schmeckt und sehr benommen macht? Genau, deswegen zum Beispiel. Das generiert so autmatische Schreckens-Szenarien, wonach ich mein Leben lieber anders, besser, [...] gestalten sollte. Ohne genau zu wissen, was ich damit meine. ---------- Nachtrag ---------- aus einer Mail vom 04.08. um 18:00 Uhr von Kempchen (wegen der neuen WebSite, die unter den gegebenen Bedingungen nicht realisierbar war - siehe Mail) Schade, dass Du am Wochende nicht die Chance genutzt hast, auch im Interesse einer guten Team - Bildung, die ja immer wieder gefordert wird, am Abschlussabend der Spielzeit anwesend zu sein. wir hätten einiges persönlich besprechen und auch klären können - ich hatte mich extra auf die Socken - "Krücken" - gemacht. Ich weiss nicht weiter ... und entschwinde in eine Spielzeitpause, die mehr Fragen als Ideen macht. Wollen die mich nicht mehr? Ist das Mobbing? Bin ich zu doof? Begreife ich das nicht?  

mein sexuschwules Ich

(verlegt vom 19.07.) Mein bereits im Kindheitsalter merkwürdig entwickeltes Sexualverhalten hat sich heute (19.07.) damit geäussert, dass ich während des Dienstes (Hofspektakel OSCAR) in meinem Büro saß und mich ob der Hitze (schon klar) immer weiter entkleidete, bis ich nackt über den Flur im alten Dachboden landete und mir in beinahe exorbitanten Vorstellungen einen runterholte. Und sowas passiert nicht nur dort. Jetzt trägt der alte Dachfussboden mein in diesem Fall weitvielreichendes Sperma. Wahrscheinlich für immer. Ging ganz gut. Ich denke immer noch an: mein merkwürdiges Verhalten in Krippe oder Kindergarten, wonach ein Jesko nur mit Badehose zum Massenduschen geht (weil Mama sagte, dass ein Schwimmer immer Badehosen trägt), an den Kindergarten Helmstedter Straße, wo ich, statt Mittagsschlaf zu halten, andern Kindern in deren Betten die Hose runterzog, um anschliessend von der Erzieherin vor allen Kindern die Hose heruntergezogen zu bekommen, um ein Exempel zu stauieren, dass man sowas nicht macht; Kienwerder- wo ich als junges Kind meine Badehose im Busch versteckte und ein Stück des Weges durch den Wald hoffentlich (?) unentdeckt und unerhört nackig lief, (was für ein Kind diesen Alters absolut normal gewesen wäre), an den Hort-Nachmittag in der Helene-Weigel-Obrschule, bei dem ich erst kindspielend unter der Schulbank über Ulrike Ballhausens nackten Hintern strich und mich dann in der Toilette nackt auszog um anschliessend nackt durch die leeren Flure zu laufen. weiter: an mein letztes Ferienlager (mit 12 Jahren in Potsdam Eiche-Golm) mit den ersten aufbegehrenden Sehnsüchten mit kleinen, sich vergleichenden Pimmeln, an den FKK Ostsse-Urlaub Ückeritz im Bastei Wohnwagen mit heimlichen Inka-Zigaretten und nackten Sessions im Wald. weiter an Otschi beim Dannigkow-Zelten(ca. 15-16 Jahre alt) mit Corinna Ließ und Anja Olschewski, bei dem wir beide nachts nach einer kleinen open-air-session vor viel Publikum (und Verwarnungen seitens der Zeltplatzleitung wegen zuvieler leerer Flaschen nächstentags) nackt baden gingen und ich mich in seinen Körper und wahrscheinlich auch in ihn verliebt hatte- vor allem, als wir halbnackt Ich mit Halbsteifem) zum Zelt zurückkehrten (dazu kommt die Klassenfahrt nach Stolberg, als wir Kopf an Kopf unten in Doppelstockbetten lagen und ich zu ihm rüberkam und wir uns umarmten und streichelten, bis ich es zu weit trieb und mich nackt über ihn legte: das war für ihn zuviel); an Thomas Wahnschap nachm PA-Unterricht und weiteren Situationen in meinem "Kinderzimmer" mit Nuttenspielen;  und dazu weitere Leute aus meiner Klasse (Age of 15-16), Und dann war da Nico Röhl beim Kabarett (age 13) und später mein Club der toten Dichter Kabarett (age 20). >>> Buckau Kutzstraße, in die ich einziehen wollte und ihn eines Morgens zur Armee fuhr und so heulen musste, weil er doch nun weg war. Anschliessend räumte ich seine Wohnung auf und fand ein selbstgemachtes Kunstledersuspensorium, was mir freudigst Mut und Hoffnung machte und ich es auffordernd an die Schranktür hängte. in der Lehre im Marco Bock, Thomas Sohr (über den ich sogar ein voller Liebe ein Lied schrieb und den ich danach mehrmals in Leipzig besuchte und der auch mich auch einmal in der Picasso-Straße besuchte), danach den Typen von der Uni, den Typen im Bus Neustädter See, der mich beinahe gefickt hätte; den beiden Typen am Gebüsch desselben Sees, Matze Karbe, Carsten Groneberg als immerhin  offener schwul gelebt asl bisher; und denke über irgendwelche Situationen auf imaginären Puppentheater-Seminaren in Kölner Hotels oder Hamam-Massagen in Wolfsburg oder im Forsthaus zu Zapel [...] nach und baue mit die schönsten Phantasien, die mein Verstand aber immer wieder verwirft, weil er weiss, dass nach dem Sex das eigentlich Wesentliche fehlt. Frank Bernhardt kann das wahrscheinlich sehr gut abgrenzen. Habe Fotos aus 2010 auf meiner Nordtour im schicken T3 gefunden, wobei ich im verlassenen Abenteuerzug Malchow anzügliche Fotos von mir machte. Direkt beim Besehen fällt mir auf, dass ich mich selbstgeil auf mich fixiert fühle, wahrscheinlich, weil mein Ebenbild ja genau so denkt und fühlt und solche genussvollen Eskapaden machen würde wie ich. Ich sollte mich klonen und es mit mir selbst treiben. Ich seh's gerade im TV: "Somewehre over the Rainbow" auf arte. Freddy Mercury hatte sein ComingOut erst 2 Tage vor seinen Tod (das war jetzt live!) Ja, und nun? Naja, aber ich habs mal aufgeschrieben. Vielleicht als Einblick in mein recht frühes sexuelles Erwachen. Mal sehen, was aus mir noch so wird. Aber ich bin auch schon 44, ja? Meine Träumereien und amourösen Vorstellungen könnten wie "zu spät" wirken- sowas machen Leute im Alter von 25.

Universum in Schwierigkeiten

Palästina und Israel bomben, die Russen wollen wieder Macht, den Afrianern ist alles egal und rauben, was sie können,  nunja, und die Sperrstunde in Sachsen-Anhalt soll von 5 auf 1 Uhr verlegt werden, hilflose FaceBooker faseln Petitionen. Nanu. Das ist alles soviel von dem, was ich nicht begreife. Wahrscheinlich ist mein Intellekt für einige ode viele Sachen nicht ausgelegt und meine Vorstellung von Leben und Welt, von freundlichem Miteinander und  Liebe hat sich schon immer als mein Problem dargestellt. Angst vor der Gesellschaft Und ich passe mich an. Wie ich eben bemerke. Deshalb schreibe ich das hier. Ich passe mich immer mehr an und bediene dazu sogar die üblichen Klischees aufgrund meines Unwohlseins. Weil ich nicht anders weiss. Na klar, und ohne eigene Meinung und Idee und Leidenschaft kann ja auch nichts entstehen, was mich vielleicht autarker oder zumindest selbstbestimmter  / selbstsicherer machen könnte. Was meinen Kreis schliesst, dass ich in so einer Welt nur einen Mikrokosmos aufbauen kann, in welchem für den Moment alles gut ist. Mozart war wohl auch ziemlich abhängig von Lob bzw. Zuspruch, "wurde der ihm- wenn auch nur im Spaß- verweht, brach das aufgeschlossene, freudige Kind in Tränen aus" (Mozart4Friends). Wo ich doch auch so talentiert bin. In echt jetzt: Mein Publikum und einige andere Leute haben mir das bisher immer bestätigt Ich hab einfach zuviele (versucht zu erklärend bewertende) Gedanken und meistens alle auf einmal, die allerdings über eine Halbwertzeit (das Wort hab ich lange nicht begriffen) von nur Sekunden verfügen. Zu knapp, um das in Worte zu fassen, aufzuschreiben oder gar zu begreifen. and now for something completely different :  (verlegt in Beitrag 23.07.2014) >>>

Was man tut und wo man steht

... wie man's wendet, wie man's dreht: Man muss schon ganz tief drinstecken. In der Materie. Oder eben im Schlamassel. Beispiel Puppentheater: Das ist eine Einstellungsfrage. Bernhardt arbeitet ausschliesslich fürs PT. Ich denke auch nicht, dass er wirklich viele und wirkliche Freunde ausserhalb (wie innerhalb) des Theaters hat. Er lebt sich und "sein" Theater. Bei Mahatma ist das anders, aber auch er ist so gut wie immer im PT. Wie ich darauf komme? Ganz einfach: Wenn ich mich nach Hause wünsche und garnicht schnell genug hinkommen kann, nur um eigentlich ins NICHTS zu kommen und ich mich frage, worauf ich Lust hätte oder was ich jetzt tun möge ... und mir fällt rein garnichts ein ... dann ist das enorm bedenkenswert. Gibt es also nichts ausserhalb der Arbeit? Wegen Erschöpfung? Sinnentleerung? Früher war ich probierfreudiger. Hier & da. Jetzt Couch & Simpsons. Zum tausendsten Mal. Der Rest besteht zu gegebener Stunde aus Wein, um nächsten Tags mit lauem Gefühl und einer Überzeugung, es jetzt aber doch endlich mal anzupacken, erneut zu scheitern. Um es genau so wieder zu tun. Der Jahresurlaub wird es dann erholsamst richten. Wird er nicht!  

Erleuchtung Teil ∞

Zu flüchtig, die Ideen über das, was mir immer spontan Erleuchtung bringt, zu flüchtig, um es wie jetzt, aufzuschreiben. Diesmal hats geklappt. Aber mit einer wahrscheinlich garnichtmal so großen Einsicht: Es ist die nach der realistischen Einschätzung, der Wahrnehmung der Situation und meiner (Aus-)Wertung. Da wird schnell mal was weggeblendet oder nicht zu Ende gedacht. Und vor allem ist das absolut nicht neu, sondern war schon immer so. Als Kind, Jugendlicher ... und bis heute hat sich das manifestiert, obwohl immer ein kleines nagendes Gefühl hinter dem Wust von Deutungen sagt: "Es stimmt zwar, aber eben nicht ganz!". Meine Sprunghaftigkeit ist enorm. Wobei wir wieder beim Insel-Hopping sind: Alle möglichen Stationen zur Entwicklung einer eventuellen Leidenschaft (soviele Konjunktive) verlasse ich oft sehr schnell wieder und verlasse mich dabei auf den Goodwill und die Freundlichkeit der Leute, mittels derer das aktuelle Konstrukt bestimmt ganz gut durchgebracht wird. Negative Beurteilungen danach bemühen sich meiner grandiosen Fähigkeit der Ausblendung. Wer weiss, was ich schon für Demütigungen und Angriffe völlig unbemerkt und unbesorgt überstanden habe, wohingegen meine persönlichen Vor- und damit gern Unterstellungen in diversen Situationen von anderen als eher weniger "wichtig" deklariert und verarbeitet werden. Was mich manchmal glauben lässt, dass dies hier nicht meine Welt ist. Nunja. ich bin ein zuviel Alkohol trinkender Schlumich, der sich einfach nicht der Realität hingeben will und Zeit seines Lebens dazu bestimmt ist, immer ein bisschen unzufrieden zu sein. Wars das jetzt? Kann ich doch auf den Punkt gebracht, dieses Biuch hier schliessen? Freundschaft!

Tobias

Es werden jetzt drei Jahre mit uns. Am 14. Juli. In meiner aktuellen  Stimmung, die ich denke, mit meinem Tibia-Riss am 06.01. und der langen Auszeit danach beginnen lassen zu möchten, gesellen sich auch solche Gedanken, die ich hier nicht aufzählen möchte / kann, aber von Jochen Diestelmeyers Song "Lass uns Liebe sein" entstellend zweckentfremde: In der Luft da lag ein Bersten Hoffnungen ins Nichts gespannt Dunkle Schatten auf den Herzen Und die Nacht war lang ... Auf dem Sprung im Großen Ganzen Freude ist für jeden schön Ich will (wieder) mit dir tanzen und dich lachen sehn Ich hör den Himmel singen und hab genug vom Traurigsein ... und dann speziell an mich: Und manchmal wird das Herz so schwer Zwischen weiten Nächten Und die Tage wüst und leer Ziehen an Dir vorüber Und Du siehst das Ende nahen Fehler, die sich rächten Und Deine Lebenslügen 'waren' Dann musst Du wissen was Du willst Für Dein Leben Deine Liebe Für Dich selbst

Festival

Die Festivalzeit ist immer ein bisschen besonders. Ich bin gefühlt diesmal auch etwas mehr dabei, bleibe aber dennoch derjenige, der seine Vorarbeit tut und dann eigentlich garnicht mehr da sein müsste. Fotos und Rezensionen bei den Vorstellungen gibt es nicht und ich guck mir halt die Inszenierungen an. Wahrscheinlich ist das auch ganz gut so, aber heute bin ich irgendwie so'n bisschen raus aus der Materie Puppentheater. Als Ort, als Arbeitsort, als Zukunftsvorstellung. Auch wenn meine Arbeit gut zu sein scheint, wie mir bestätigt wird, hänge ich mir jeden Abend kurz vor 12 noch eine Flasche Wein um. Das hat jedoch bestimmt mit meiner allgemeinen Stimmung zu tun, dass ich nichts so richtig auf meinem Plan des Lebens habe. Solange ich so labil dahinschlendere, bin ich für alle (wenn auch nur gedachten) Angriffspunkte zu haben, scheine nicht so sehr viel Sinn zu verspüren und freue mich auf nichts weiter ausser vielleicht einen Urlaub, über den ich mich womöglich auch nicht freue. Und die Annahme, dass ich mich im PT nicht so involviert fühle, bringt mich zur uralten neuerlichen Erkenntnis, dass man wahrscheinlich so wie ein Frank Bernhardt sein Leben voll und ganz auf eine Sache ausgerichten muss, um es ganz und gar zu leben. Meine Inselsteinchen halten mich immer noch und wieder, was wohl mit meinen instinktiven Vor- und Voraussichten zu tun hat, die größere Risiken gekonnt vermeiden; aber so hüpfe ich alles geradeso ab und umher, ohne richtiges Festland zu betreten, vor dem ich sicherlich auch wieder nur Angst hätte. Neville Tranter inszeniert sein "Mathilde"- eine grauenvolle Vorstellung eines 102. Geburtstages in einem ebenso grauenvollen Altersheim und mir schwant Schlimmes in Bezug auf die Zukunft. Immer wieder unwohl und unzufrieden fühlen, bis es endlich so endet. Was passiert denn eigentlich, wenn ich kein Inselsteinchen mehr finde für den nächsten Hüpfer? Im Moment sieht es nämlich sehr danach aus und meine Visionen für ein schönes Leben bestehen aus langsamen dunkeldick-belanglosen Kurven, die sich so dahinschlängeln. Wie dieses mein Leben. Im Hier & Jetzt leben scheint ebenso schwierig wie in meiner durchaus endlichen Zukunft. Müde.

der gelbe Typ

Erstmals einen weisen Entschluss gefasst, um dem inaktiven Dilemma zu entfliehen: Nach gnadenloser Hitze und Hof-CLP Fotosession im PT bis 18:30 verschwitzt nach Hause, Fotozeugs verstaut, Badesachen gegriffen und den Versuch zum Barleber unternommen. Alles noch da, alles so wie immer. Gefiel mir gut. Und auf dem Jasminweg hab ich mir noch eingebleut, es langsam anzugehen, ersmal nur die Hälfte zu schwimmen und so. Ergebnis war, ich hab die volle Distanz geschafft. Weil der MemoryFlashback recht fix war und mir nach 500 Metern zeigte, wie und dass es noch noch geht. Auf dem Nachhauseweg am BlueNote vobei, Stef sitzen sehen; ja! Schnitte geschmiert und auf dem Weg dahin gegessen. Irgendwann Jabo, Käse, Stefan bei ihrem Dienstagstreffen begleitet, den Matze Karbe von damals wiedergesehen; vorher den Lars Frohmüller kaum erkannt. Warum schreibe ich das hier? Um Anlauf zu nehmen: Thorben hat heute in der Uni im Fach Psychoanalytik (?) per Vortrag eine 1,3 geschafft. Nunja. Es geht um Persönlichkeitsprofile. Und was jetzt kommt, erinnert leicht und schnell an Horoskope oder Glückskekse. Als ich ihn danach fragte, erklärte er es mir und sagte spontan: "Du bist ein gelber Typ. Jemand, der schnell, freundlich und aufgeschlossen auf Leute zugeht und fixe Ideen im Kopf hat um Projekte draus zu machen. Nur mit der Umsetzung im Detail hapert es dann sehr." Verblüfft. Aber 'naja, das sind Standards', denke ich mir. Werden es wohl auch sein, denn ein Bier später fügt er hinzu: "Du warst früher nicht so; als Kind warst du eher darauf bedacht, Anerkennung und Lob von anderen zu erhalten und wolltest es dir sogar erlämpfen." Kawumm, natürlich; wenn solche persönlichkeitsmessenden Standards entwickelt werden, passt das natürlich inklusive Vorgeschichte und Nachfolgen. Vielleicht verlaufen solche Lebensgeschichten wie die meine immer recht gleichartig. (siehe Marge Simpsons bei ihrem durch die Schwestern provozierten Versuch, im SpeedDating Männer kennenzulernen. Dort wurden auch duetliche Typen dargestellt. [der Typ, bei dem sie sagt: 'ich glaube, der ist schwul', passt da recht gut]) Dennoch fand ich es bemerkenswert, wie Charaktere so kategorisiert und wahrscheinlich recht einheitlich beschrieben werden können. Der gelbe Typ also. Zum Schluss meinte Thorben noch: "Wenn man Kritik an dir üben will, so muss man das bei dir eher freundlich, locker und witzig gestalten, dann springst du auch drauf an." Wenn ich das kurz überfliegend mit meinen Erinnerungen (insbesondere PT) vergleiche, passt es perfekt. Tiefer kann ich da jetzt nicht reindenken, deshalb schreibe ich es schnell auf. Vielleicht für später oder für irgendwas. Zur Bestätigung oder zum Staunen oder Vergessen. Ich bin ein gelber Typ. Und: ich war schwimmen mit dem Ziel, das weiterzuführen und mich wieder fit zu machen. Das alte Lied: Einen kleinen Schritt selbst getan und schon leuchtet es ein bisschen in mir. Mal sehen, wie es weitergeht (und in pessimistisch-weiser Voraussicht: und wann, wenn es klappen sollte, der Weg wieder abwärts führt)

Grausepeter Miesegrant

So ein schönes Wort. Ausgedacht in großer Wärme auf einem Liegestuhl am Pfingstmontag, während die ganze Welt gerade sehr schlecht ist. Ja, es gab viel Wein gestern. Und dazu Annett Schramm. Die wiederum will jetzt schon wieder vorbeikommen. Zum Baden. Ich weiss, hier kann keiner was dafür, warum in mir ein langer dunkler Flur sich baut. Ich muss es wie immer allein lösen. Aber Was? Und anschliessend Wie? Ich glaube, ich hatte mal festgestellt, dass die ersten beiden Dinge, die eine wesentliche Grundlage jedwelchen Anfanges bilden, der Alkoholentzug und Einsatz meiner Hörgeräte sind. Ja. Und dann? Was passiert dann? Es wird sich besser anfühlen, lebensbejahender, aussichtsreicher. Und dieser Zustand wird vielleicht 2-3 Tage anhalten. Dann vergewissert sich meine Seele nach dem eigentlichen Stand der Dinge und wirft ihre metaphorischen Fragen auf den Tisch. Das führt zu Beantwortungslosigkeit und Rückfall ins Delirium. Wofür aufstehen? Wofür kämpfen? Wogegen? Und wo? Ich bin Grausepeter Miesegrant und werde es ab heute dennoch erneut versuchen. Damit ich wenigstens schwimmen gehen, Kiesertraining und all solch Zeug machen kan. DAS ist ein Ziel, denn mein Bauch ist zu dick. Du meine Güte.

und draußen lachen die Leute ...

Ich bin durch. Gehe in die Küche und räume alles weg. Und höre durch die Balkontür Menschen auf anderen Balkonen lachen. Ich bin so besoffen wie traurig, hole mir den Restwein zurück und werde ihn austrinken. Und morgen wieder im Dumpf. Ohne Aussicht. Tanze, Gerda, tanze - tanz' die ganze Nacht.

Schwere Starre

Ich kann es nichtmal zusammenfassend be- und aufschreiben. Schieb es seit Tagen vor mir her. Seit den Tagen, an denen der Alkohol wieder an vorderster abendlicher Position steht. Eine anfangs vernünftige Position, aber es gelingt der rechtzeitige Absprung nicht und der nächste Tag birgt HangOver mit bekannten Denk- und Fühlfolgen. Aber nur bis zu jener Abendstunde, in der alles wieder von vorn losgeht. Was ist passiert? Einige Versuche der Verbegrifflichung: Starre, Lethargie, Tatenlosigkeit, Ideenlosigkeit, Aussichtslosigkeit, Traurigkeit, Gefühl von Gefahr wegen Unfähigkeit der Klärung / Lösung. Und deswegen muss ich, wenn auch lose, hier drauflosschreiben, was ich schon seit mind. 3 Wochen vorhab. Was wiederum von der schleichenden Lähmung zeugt. Vielleicht hat es angefangen oder sich manifestiert, als ich seit 07. Januar mit linkem Tibia Beinkaputt bei Tobi wohnte und mir dabei dachte, jetzt so viele Dinge angehen zu können, für die ich nie Zeit hatte. Grafik, Foto, Retusche, Gitarre, Songs machen, Domsagen, die anderen Sagen gewinnbringend verticken ... also alles Dinge, die immer vor sich hinschlummerten. Passiert ist so gut wie garnichts; später holte ich mir von anderen die genugtuende Bestätigung, dass es normal sei, dass wenn der Körper ausgeschaltet ist, der Geist sich dem anschliesst. Das wollte ich aber nicht gelten lassen. Fakt ist also, es wurde alles immer weniger und nichts geschah. In diesen Zusammenhang interpretiere ich meine Verbindung zu Tobi, von dem ich mir damals auf Dänemarks teuerstem Campingplatz per Brief an meinen bis dahin unbekannten Freund vorstellte, dass ich ihn nicht "mitnehmen" muss, dass er ebenso wie ich ein wenig durchgedreht fürs Pferdestehlen zu haben sei und dass wir beide uns gegenseitig inspirieren und motivieren, neue Welten entdecken - eben LEBEN. Diese meine Interpretation zielt auf die bisherigen 3 Jahre mit Tobi, die frisch verliebt besonders für mich und meine Ankunft in diesem Teil meiner Realität sehr schön waren, jetzt allerdings resümierend und mit Blick auf die Zukunft ein wenig den Schluss zulassen wollen, dass nach der neuen Zeit der frischgroßen Liebe und des damit verbundenen Glücks die Basis, die eigentlichen Lebensmotive nicht so leicht greifen, wie ich es mir dachte. Das ist kompliziert ausgedrückt und meint: Tobi ist so sehr Vieles egal. Im Falle von viel Geld und damit nicht mehr arbeiten würde er den ganen Tag im Garten sitzen und NICHTS tun. Sagt er. Ui. Aquarium saubermachen, Beete machen und Rumsitzen ist okay, alles andere würde er allerdings auch mitmachen. Aber da kommt dann nicht mehr so viel von ihm. Ich galube, Hamburg war seine letzte und sehr coole Aktion. Nun wird eher abgewogen, ob sich bspw. eine Fahrt für die Kürze der Zeit an die Ostsee lohnt. Er sagt auch, dass ich mich beschäftigen müsse, dass er nicht mein Leben und meine Ideen gestalten kann. Wahrscheinlich bin ich jetzt sehr ungerecht, weil von mir ja genausowenig kommt. Wir haben uns eingesch(l)ossen in den kleinen Garten Öden. Für Tobi ist das okay, brennt in mir immer eine vage Vorstellung von Erfüllung, von Aktion, von Kennen- und Dazulernen, anderen Menschen, Leben, Freunden, Emotionen ... und komme nicht weiter. Und die Mädchenabende sind tatsächlich nur ein manchmal sehr langweiliges Treffen von Leuten, die das alles früher mal schön und cool fanden. Weil sie gemeinsam unterwegs waren - ob im Urlaub auf Mallorca oder auf Konzerten (...) Aber es passiert dahingehend nichts mehr und dann gibts auch nicht mehr so viele wirkliche Erlebnisse zu bewundern. Dazu kommt Annett, die ich mag, aber auch furchtbar anstrengend finde. Und dann kommen die Rückschlüsse auf unsere Sommertour 2012 (Wien, Kroatien), von der ich hoffentlich fehlinterpretiere, dass wir bis auf den jeweils neuen Campingplatz und dem genügend "Wein für den Abend kaufen" auch nichts weiter wollten als den Strand. Ich weiss es nicht und es ist schwer, das hier aufzuschreiben. Ich denke auch oft an Sex mit anderen- jetzt wo doch meine Homosexualität vollständig geklärt und im Übrigen überhaupt nichts Besonderes mehr ist. Aber an den Neustädter See mit Fremdem ... das ist ziemlich räudig. Der Rest sind Gayvideos bis sich Lust und Imagination im Handtuch beenden. Die Vorstellung von einer kleinen wilden Romanze am Seminarwochenende in Köln oder so ... Naja. Das lebt sich alles so weg und meine Motivation ist momentan in fast jederlei Hinsicht dahin. Der Rest ist Verausgabung am Puppentheater und dann kommt nichts mehr. Und ich habe bereits alles, was ich mir immer schonmal kaufen wollte. Remember: Das "Schaffen von Voraussetzungen für die großen Taten". Fürs Professionalisieren und möglicherweise sogar Entwickeln einer Leidenschaft. Meine Nikon-Fregatte liest sich hochprofessionell. Aber die Fotos sind es noch immer nicht. Was mache ich denn nun? Weiterschreiben bis sich mir irgendwas erklärt? Das dürfte nichts werden. Manchmal erscheint so ein gutes Gefühl, dass für den Moment alles gut, bzw. eher 'sicher' ist und wir genau ab hier loslegen können mit dem schönen Leben. Es ist alles da. Aber wir legen nicht los und es geht vorbei. Bin ich denn so grundnegativ aufgestellt, dass ich mir nichts zutraue, glaube, dass ich ein bisschen zu doof bin? Heute ist der erste Tag vom Rest meines Lebens. Und an diesem wiege ich bereits 84 Kg. Diese Entwicklung insgesamt ist doof. Genau. Sollte ich so aufgestellt sein, dass ich aus meinen Fähigkeiten immer nur EINMAL was (ein Projekt) versuche: (hörbücher, reisen, jeskom, liebe, 2und40, foto, gitarre, grafik, illustrierte hörbücher, der 'richtige' job, sprecher, leute kennenlernen, sport ...) dann denke ich trotz der hier wirklich wenig aufgezählten (na?) Ideen, dass ich immer nur mal versuche und es dann sein lasse. Und irgendwann sind die Ideen erschöpft. Was bleibt dann? "Wer nicht geniesst, ist ungeniessbar" - (Konstantin Wecker)  das möchte ich Tobias zuschreiben. (t.b.c.) >>>

Sammelunterkunft

Was mir merkwürdig vor kommt. Weil das soviel ist, was ich einzeln verpackt, in viele gute Worte bekomme, es aber kein sinnhaftes Konstrukt ergibt.

These

Wenn wenige bis keine Leidenschaften existieren, muss die dennoch vorhandene Energie schliesslich irgendwohin. Zum Beispiel sich aufregen über schlechte Autofahrer, dumme Falschparker, unsymphatische Moderatoren oder egal welche andere Situationen. Die Energie entspringt ausserdem einer seichten Mitte des Flusses der eigenen begrenzten geistigen Möglichkeiten.

kurz

Ich bin besoffen. Lösch' das. Is' aber enorm wahr. So siehts aus. Hab mir was vorgenommen für morgen. Hätte, wäre, könnte. Habs vergeigt.

Das Ende des Materialismus

Sehr wahrscheinlich liegt es daran, dass ich zur Zeit (oder wie vielleicht schon immer) so wenige plausible Ideen habe, aus denen etwas Richtiges entsteht, dass ich für mich als etwas sehe, worin / womit ich mich profiliere ... jedenfalls spüre ich das Ende eines Materialismus. Das meint: ich benötige nichts mehr. Ich sehe mir bei Thomann oder Amazon oder Ebay Sachen an, die ich allesamt irgendwie nicht will. Weil die Frage nach dem "wozu" dicht im Raum steht. Ja klar, noch ein Super Objektiv für die Kamera mit 1.500 EUR, oder eine Martin Gitarre oder Recording Technik, ich kann mir auch ein Rennrad kaufen, das dann im Keller steht ... nichts von all dem würde mich tatsächlich weiter bringen mit guten Ideen. Das sind bisher immer nur die beinahe nutzlosen Vorbereitungen für etwas gewesen, was ich "dann mal machen" kann, wenn ich erst alle materiellen Voraussetzungen dafür habe. Und damals hatte ich auch weniger Geld, also war das umso schwieriger. #ironie Ich habe wohl gelernt, dass aus all dem nie richtig etwas entstanden ist. Okay, ich hab ja auch mehr Geld jetzt und, sagen wir mal: die um Längen bessere Kameratechnik als bisher freut mich schon sehr. Aber auch erst dann, wenn ich damit was Schönes zuwege bringe, das mir und anderen gefällt. Was mich wieder auf den Punkt meiner Leidenschaften bringt. Es wird vermutlich keine genaue Richtung geben; ich kann Musik machen und mir was Kompositorisches ausdenken, aber es nie richtig spielen oder bspw.  produzieren. Ich kann wunderschöne Fotos für einige Momente machen, aber die volle Einsicht in Technik und Ästhethik bleibt aussen vor. Mein Bus steht vollständig funktionstüchtig für die weiten Reisen durch die Welt und die ganzen Abenteuer bereit ... um damit vielleicht mal eine Couch transportieren zu können und immer mein Fahhrad ... darin parken zu können. Nun, ich merke schon, mehr will mir dazu im Moment nicht einfallen, ausser eben dieser ganz guten Tatsache, dass es nichts mehr zu kaufen gibt, bis es einen wirklichen Grund dafür gibt. Also gehen wir eben gut essen und ich kaufe Blumen für zuhause. Da steckt momentan viel mehr Wert drin. Bis ich mich vielleicht ja doch noch mit mir arrangiere und mich auf meinen Kompromiss einlasse, mit dem ich mich einverstanden erkläre und der mir dennoch die Aussicht auf Erweiterung meiner begriffenen Möglichkeiten bietet. Im Jesko nichts Neues. Siehe meine zu aktualisierende Zusammenfassung >>> Momomomeeent: Ich liebe! Ich liebe Tobias! Also Vorsicht mit allzu negativen Äusserungen über mein Leben, in dem sich nichts verändert / verbessert haben soll! (Ausrufezeichen)

panic depression

Von Anfang an? Nee, das ist zu schwer. Doch, los: Jahreswechsel. Feuerwache. geil. Tanzen bis um Fümf. Mit Jana, Dorschi, Netti und so. Anschliessend Tobias und ich nach Österreich (Mayrhofen) am 02.01. nachts um zwei. Wegen erstmals Skifahren für Tobi. Große Freude in mir drin, wie sich das alles entwickelte. Als er dann so erstmals aufm Babylift und einen Tag später aufm Berg stand und mit dem Trainer los fuhr, die Sonne schien, wie ihm das Spaß machte und ich dabei stand und sowas wie Glück empfand. Gerührt bis ganz tief unten. Zum Merken: ICH wars, der so zutiefst enorm für einen Menschen empfand und nicht weiter über Glück nachdachte, sondern es spürte. Nichts weiter. Naja, Muskeln und Konzentration lassen bei permanentem Einsatz nach und am 06. auf der vorletzten Abfahrt des letzten Tages über rot gabs den unglaublich kleinen Stur. Den mit der großen Wirkung, wessenthalben ich jetzt hier in Reform sitze und noch bis 17.02. krankgeschrieben bin. Nochmal eine Glücksetappe (warum hier immer Glück genannt wird, weiss ich nicht, aber es ist etwas Besonderes:) Mit dickem Knie noch am Dienstag Abend zu Heide - schon da habe ich mich gefreut, dass es unkompliziert un schnell ging. Bruch Schienbein oben = Tibia. 60 ml Blut rausgesaugt, etwas besser. Nächsten Tag bei MRT angerufen und Termine Ende Februar gesagt bekommen. Alles Mist. Und Tobi hat inzwischen in der Uni was bewirkt. 20 Minuten später war ich da und ran und sofort unterm MRT und beim Facharzt "Massel" der Unfallchirurgie. Da war sie wieder: die Freude, die irgendwieanders als die über Schokolade oder so ist. Sondern Freude darüber, das sich um mich gekümmert wird, dass ich nicht allein bin. Gerade, wenns ein bisschen an den Kragen geht. Das macht mich immer ganz schön anrührig und ich will der ganzen Welt Gutes tun und Danke sagen. Nun ist es bereits der 05. Februar, ich wohne seit 1,5 Monaten quasi durchgängig hier, fühle mich auch wohl beim und mipm Tobi. Genau, jetzt kommt das ABER: ich bin enorm LEER. Ja. Leer. Und ich kanns nicht beschreiben. Einen ähnlichen Zustand hatte ich im Sommerurlaub: 4 ganze Wochen Freiheit vor mir und nicht einen Schritt gegangen. Ja gut, Dreetzsee und Toender hab ich mir rausgequält. Aber ansonsten mit all den Optionen der Möglichkeiten im Nichts versunken. und genau so ist es jetzt auch wieder. Als man mir in der Uniklinik sagte, dass die TibiaShow (links) auf jeden Fall 6 Wochen andauern würde, fiel mir rein rechnerisch auf, dass das sogar 1/2 mal mehr als ein Sommerurlaub lang ist. Und nun? Das Ergebnis ist das Selbe. Klar, ich kann nicht groß in der Welt rumreisen, ich kann nicht im Mittelmeer schwimmen und all so'n Zeugs. Aber selbst wenn ich könnte, ich WÜRDE es nicht tun. Sogar Gitte hat mich eingeladen, mit ihr und Jens in Thisted zu Ende zu heilen. Nichts! Es passiert nichts bei und mit mir. Runtergebrochen auf das Hier und Jetzt ist es aber auch nicht besser darstellbar: Domsagen. Und? Mom sagt dauernd, ich solle die Zeit jetzt endlich nutzen. Was mache ich? Einen entschuldigenden Schritt nach vorn und ordere domsagen.de. Super! Gewissen beruhigt und alles bleibt wie es ist. Ich habe ernsthafte Absichten, meine Krankheitsdauer per Heide um unbezahlte Tage zu verlängern. Mir egal, ich habe keinen Bezug zu irgendeiner Arbeit, allerdings auch keine Vorstellung zur entspannenden Nutzung dieser meiner Zeit. Seit gestern wirds noch ein bisschen oller. Ich stehe auf, sogar die Sonne scheint, die neuen Fischlein im neuen Aquarium sind wohlauf ... alles eigentlich prima. Aber ich bin dumpf im Kopf. Kann nichtmal entscheiden, was zu Champignos und Putenschnitzel passt und stehe wie bekloppt im Laden. Wenn ich meine Haare nicht jeden Tag wasche, sehe ich aus wie der letzte Penner. Natürliche Schönheit kommt von innen. Ich werde richtig traurig. Klare Depression. Sehe eine dicke Omi im Aldi, über die ich ansonsten vielleicht heimlich gelästert hätte. Heute nicht, heute hat sie mich enorm gerührt, weil ich an meine Omi dachte. Damals. Und dass man einen Menschen lieb hat, unabhängig von äusseren Eigenschaften. Dann ein Typ im Netto, der nölt, dass irgendwas der selbe Scheiss ist, während er seine Bierflaschen in den Beutel packt. Und ich? Ich hab "ein zärtliches Gefühl", auch wenn dieser Typ wahrscheinlich am Arsch ist und dumpfbackennull durch ein nutzloses Leben kriecht. Analogien sind das wohl, wenn man sich Projektionen baut, also sich abbildend vergleicht. Das ist alles Humbug ohne Aussicht, ich habe manchmal so ein Gefühl, dass ein riesen Teil der Menschen damit zu tun hat, nicht dauernd kotzen zu müssen über ein Leben, das sich in deren Köpfen zwar nur vage, aber dennoch ganz anders abbildet. Und ohne jede Spur von Ideen, handfesten Plänen und damit Möglichkeiten. Heute ist, was morgen war! Ich kann es weiterhin nicht beschreiben, ich habe keinen Plan, keinen Willen, keine Idee ... aber tausend Inspirationen, die alle zu schnell für mich sind und nur meine Unfähigkeit kumulieren. Später wird daraus ein Kassenbon, der mir deutlich macht, in welchem Billigsegment ich gelebt hab. Und jetzt, wo ich das alles aufschreibe, gehts gerade wieder ein bisschen besser, weil ich das alles so gut in Worte fassen konnt, was mir angesichts meines Zustandes gestern und heute ausserodentlich gefällt. Es musste mal raus. Dieser Beitrag handelte von Glück, Liebe und Dankbarkeit. Und zersetzt sich selbst mit Zweifeln und trüben Aussichten. Ich warte noch ein bisschen und mach meinen Song weiter. Immerhin. Wenns nur Warten wäre, wärs weniger witzig. (jetzt wird er wieder lustig)

Ende 2013

Am Ende eines Jahres angekommen, überlege ich, was zu tun sei. Dass 44. neue Jahr. Vierundvierzig! Immerhin bin ich so weit gekommen. Eine Summe gibts weiterhin nicht. Eine Summe, die Auskunft geben könnte über mein Leben mitsamt allen Um- und Zuständen und deren Aus- und Bewertungen. Bauerfeind hatte mal einen Rapper namens Maxim interviewt, der da meinte, es gäbe kein permanent glückliches Leben. "Zufrieden" könne man sein bzw. es versuchen zu sein und immer mal wieder auf glückliche Momente kommen; aber dauerhaft glücklich sein zu wollen, hält er für beinahe gefährlichen Unsinn. Da machts leichter, wenn es um solche Definitionen geht, hinter denen ich herjage, um es zu erklären. Wegwerfen möchte ich mein Leben immer wieder mal nur dann, wenn der zweckfreie Massenalkohol sein Werk an und wegen mir verrichtet hat. Und die Hangover werden in der Tat schlimmer. Wenn Glücksdefinitionen nicht gelten, wenn ich o.g. Summe nicht addiert bekomme, weil ich mir gute wie schlechte Situationen offensichtlich nicht merke, um sie einschätzen zu können und wenn eben jender Alkohol immer wieder zum Begriff eines enormen Unwohlseins führt und ganz klar ist, dass jener Wein nur Mittel zum Nicht-Zweck ist, dann stellt sich mir weiterhin die Frage, woran es insgesamt liegt. An einem Lebensmodell, das ich mir nicht erklären oder herstellen kann? Entscheidungen, eigene Einschätzungen, Selbstbewusstsein ... so viele abertausende Situationen die so flüchtig sind, machen die Jahre kürzer. Erst recht die kommenden. Also: was bleibt? Was soll werden? Kawa ist tot. Bedenkenswert. Ich glaube, er hatte Spaß an dem was er tat und wir waren uns in Vielem gleich. Viel von Jim Rakete gelesen und gesehen. Und wieder festgestellt, dass es cool ist, einen eigenen Weg zu gestalten, der mich auf stabile Füße stellt und Herausforderungen zur Tagesordnung macht. Allerdings solche, die ich im Einvernehmen mit mir selbst angehe. Mit der ganzen Motivation von aussen wie von innen. Was offensichtlich bei mir einander bedingt. Und es ist nicht das WAS, sondern das WIE. In jeder Hinsicht. Wenn Tobias bspw. mich wegen einer Unordentlichkeit oder eines Versäumnisses schimpft und dabei grinst, ist das perfekt. Und wirkt. Und so schön! Nunja, eine Summe gibts weiterhin nicht, ich schreib immer mal irgendwas hier auf und merke dabei, das ganze große Ding namens Leben wahrscheinlich doch nicht in einer Walnuss unterzukriegen und bin jetzt mal gespannt, wie gespannt ich aufs kommende Leben bin. Adios 2013.

Die ganze Zeit der Zehnsucht ...

... war offensichtlich falsch eingestellt. Alle Einträge sind wohl eine Stunde zu früh datiert gewesen. Habs bemerkt. Korrigiert. Weil die Zeit des Tom Kawa auch zu früh abgelaufen ist.

Thomas "Tom" Alexander Kawa

... starb heute früh in irgendeinem Krankenhaus nach einem offensichtlich schweren Unfall, nachdem 2 Tage lang um sein Leben gerungen wurde. Dorschi rief mich heute vormittag an; er hatte es gerade von Maria Steuer erfahren, die es wiederum von der (Ex-?Kawa-) Frau, die nicht lachen kann, als erste erfahren hatte. Schwer. Pictures Within. Mehr geht hier nicht. Bedrückt. Nachtrag: Man rang wohl nicht um sein Leben, es war sein Bein, das amputiert werden sollte. Man wollte warten, bis er sich für die OP stabilisiert hat. Und da kam ihm die Trombose mit der Lungenembolie in die Quere. Ex hatte ihn noch besucht im Krankenhaus. Und hat seitdem noch eine Flache Sekt im Kühlschrank, die er mit Kawa und Dieterloo bei ihren sporadischen Treffen kurz vorher nicht geschafft hat.

von to do und too late

Tage wie dieser, wo viel zu tun ist, gibts viele. Tage, wo ich lang plane und zu kurz denke, gibts viele. Abende, an denen ich wider besseren Wissens zuviel Wein trinke, gibts viele. Nächte, in denen ich wenig schlafe und viel wilddenke, auch. Und dann, dann muss alles besser werden. Aber was genau? Das Wetter? Die Ansichten? Die Menschen? Die Bedingungen? Es gibt schon soviel Erlebtes und darin Wiederholtes bei mir. Aber ich kann mir nichts merken und mache alles in Kürze genau so wieder. Das ist mein Deal mit dem schwankenden Schiff, dessen Ruder immer wieder die Fassung verliert, dessen Planken unendlich ächzen in einer Last,  unter der sie sich ständig ergebend biegen müssen; mit einem Mastkorb, der dauernd Besserung verspricht und einem Captain, der nichts von alldem kapiert. Manchmal begreife ich kurz den Wind und dann gehen die Segel auf. Ich mache Fahrt und stelle mir vor, wohin es geht, was dort sein wird und wie ich dort sein werde. Wenn ich kurz darauf ankomme, sind die Ufer bereits zurechtgelegt und von der Fahrt hab ich kaum was mitbekommen. Ein Strandkellner serviert Getränke. So siehts aus, Babe.

vom Wesen meiner Arbeit

Wie festgestellt, kam ich schwer in den Sommer und noch schwerer wieder heraus. Da steh' ich nun in der zweiten Puppenwoche und bin mir meiner Motivation hinsichtlich ALLENs nicht sicher. Tobias ist ein Teil meines Lebens, den ich als sicher bezeichnen darf; aber wie weiter in Herz & Seele und meinem Leben? Das Wesen dieser / meiner Arbeit hier im Puppentheater macht eines klar: Ich bin und bleibe der Subjektivivist, der Emo-Abhängige, der leicht zu (auto-) beeinflussende Wackelkandidat. Wenn ich davon höre oder lese, wie anderenorts die Arbeitzeiten strengstens eingehalten plus unbezahlte Überstunden geleistet werden müssen, wie privates Surfen im Netz und so Kleinzeug abmahnbar ist [+++] dann denke ich darüber nach, welch leichtes Unterfangen / Spiel ich hier habe. Aber es fühlt sich nicht so an, weilwenn das Kader nicht stimmt. Was war das damals für ein schweres Schuften. Nach Arbeitszeit, nach Minuten, nach Menge und vor allem messbarer Qualität. Schmutzige Toiletten dazu. Heute ist es schwer zu messen, was gute Arbeit ist. Ich bin Semi-Profi in einigermaßen vielen Bereichen. Das wird mich nie zu einer Koryphäe, sondern immer zum Bediener derjenigen machen, die sich eines dieser Gewerke als Thema vollständig auf die eigenen Fahnen geschrieben haben. Lieber würde ich mein eigener Antrieb sein, weil ich dann MUSS, um zu überleben. Es bleibt eine Kniffligkeit, die sich in mich selbst verjährt. Aber die Toiletten sind sauber.

Summary Summer Jesko

[dieser Artikel wird auf der PAGE Summary fortgesetzt (29.08.2013, upd. 30.09.2017 )


Gitte beim Tønder Festival 2013.  Auf meine mir von Nis Søgaards genannte Antwort auf meine Frage nach meinem schwierigen Leben, Universum und dem ganzen Rest (was bestens an Douglas Adams angelehnt ja nichtmal eine richtig formulierte Frage ist)  "Du musst einfach nur leben", sagte sie: "Du lebst nicht hier, du bist immer schon woanders". Und meint damit: Vorausdenkend, nicht das Hier & Jetzt erlebend / geniessend, sondern immer eine Spur voraus von Vorstellungen, wie es sein könnte, was ich alles dazu bräuchte, meiner Meinung nach stimmige Voraussetzungen (wie wird das Wetter? Kostet das nicht zuviel? Kann ich das überhaupt alleine? Will ich das? Wird mir das überhaupt gefallen? ... ) Das Tønder 2013 war insofern w/richtig gut, weil mir diese drei Momente (mit Gitte in der Küche von Mary, der internationale Abend bei Mary (IRL) mit Gitte und Jens (DK), Anthony (E), den zwei "Jungfern" (DK) und mir (D), und die Wanderung mit Gitte von Visemøllen über den Eisladen bis zum Abschied) Hausaufgaben mit auf den Weg gegeben haben. Dinge, die mich wie immer und immer wieder beschäftigen. Wo fange ich an? Damit, dass ich heute verkatert mein Arbeitszimmer ein bisschen aufgeräumt und im Regal zwei wahllose Tagebuchzettel aus ca. 2002 / 2004 gefunden habe, auf denen ich mein damaliges und damit erwiesenermaßen immer gleichbleibendes Dilemma haargenau bereits beschrieben habe? Mein Spielzeitpausenproblem ist ja nicht neu. Diesmal hatte Tobi keine Urlaubsmöglichkeit. Also musste ich 4 1/2 Wochen irgendwie selbst gestalten. "Irgendwie" trifft es am besten und mir fällt darin auch kein Tag ein, an dem ich nicht mit den Folgen des Alkohols vom Vortag zu tun hatte. Auch hier beim Schreiben bereite ich den nächsten Tag entsprechend vor und denke darüber nach, wie ich in den nächsten Tagen langsam runterfahre, damit ich im PT bzw. überhaupt mit mir und meinem Leben klarkomme. Zwei Tage M'era Luna mit Tobi und neuen Fotoerfahrungen, vier Tage Feldberg Camping, vier Tage Tønderfestival. Das war mein Urlaub. Oben im Titel steht Summary Jesko. Und genau darum gehts jetzt. Ich will diesen Eintrag hier längerfristig nutzen, um Stichworte zu sammeln. Stichworte, die ich nicht mehr groß umschreiben muss und sollte, weil sie hinlänglich bekannt sind. Vielleicht gut, um ein paar Dinge einzukreisen. In einem Film auf arte eben (David wants to fly, über Maharishi Mahesh Yogi und die sektengleiche TM) gab es eine Passage von einem New Yorker Neurologen, der da sagte: "Was Kindern angelernt / permanent vermittelt wurde, wird zu ihrem Glauben. Davon kommen sie, auch mit Ausflügen, nicht mehr los bzw. immer wieder dahin zurück." Okay, das bringt mich an den Anfang: Kindheit, Eltern, Erlebnisse. Vielleicht haben sie nie gesagt: "Du musst an dich galuben. Du bist gut, stark, mutig, schön.". Warum auch? Das kam in ihrem Leben wahrscheinlich auch nicht vor oder wurde nie als notwendig erachtet. So. Jetzt aber: IST Zustand Hintergründe SOLL Zustand Ich werde ein wenig müde. Nicht nur wegen des Alkohols, mehr wegen dieser ewigen Infragestellungen allens und subjektiven Selbsteinschätzungen meines Lebens wegen,; dass ich soviel Zeit verlebt habe, worin ich immer der Springinsfeld mit der guten Laune (real aber schwerschlechten Selbstbewussteins und enormen Aufwandes ob der Aufrechterhaltung meines Status' (siehe Kubon- Bluesjackets, Deckbar oder sovieles anderes)) war, Everybody's Darling, der immer für alles zu haben ist, Freude und Witz versprüht und sich über jedes Neue freut. Nun isses aber so, dass die ganzen erfahrenen Erlebnisse meines Lebens "durch sind" und soviel Neues nicht kommt, weil ich mich in den selben, alten Gefilden bewege. Da wird jede Party, jeder Mädchenabend (...) langweilig, anstrengend. Die aufregende Welt meiner ersten Computer, Web, die besser werdenden Fotos, meine geniale Musik, Bus, Weltreisen, Sexphantasien ... alles pegelt sich auf ein langweiliges, wenig fruchtbares Maß ein und altert. Und ich mit. Und auch das ist übrigens alles nichts Neues. Kann ich ein Buch von schreiben ("Im Jesko nichts Neues"), weil ich diese Litanei bereits auswendig kann. Ich benötige ein alkoholfreies Update. Und: ich sollte vielleicht Nietzsche lesen. mögliche Handlungsanweisungen

Ich setze hier ein STOPP und führe diese meiner Meinung nach konkretere Auflistung auf dieser Seite weiter.

Parallelgrütze des Sommers

Weil ich schon wieder so orientierungslos betreffs "meines Sommers" dasitze und denke: jetzt lese ich mal die Beiträge der anderen Anguste der letzten drei Jahre. Und da finde ich den vom August 2010. Der allein will und nicht kann ... das ist mein immerwährendes Credo was? Tobias hat hier in 2013 keinen Urlaub und ich will und muss aber "irgendwie" weg. Oder etwas finden, das mich erholt. Abstand und Ruhe bekomen lässt. Und jetzt ist es der 14. August. Hälfte vom Urlaub futschrum. Ausser "m'era luna"- (das Tobi kurzerhand einforderte, weil er merkte, dass ich es nicht von selbst auf irgendeinen hellgrünen Zweig bringe) - ist nix passiert. Morgen. Jaaa, morgen will ich los. Hab schon bisschen was zusammengeräumt. Und was ich nicht alles in der Feldberger Seenlandschaft vorhabe. Jaahaa ... Alles Grütze. Ich hab weiterhin keinen Plan von meinen Interessen. Und daraus resultiert sich logischerweise ja auch nichts. Stumpf & Dumpf. ummmpf.

Du musst einfach nur leben

Nis Søgaard im Juni 2013 @ Puppentheater zu mir auf meine übliche Darstellung meiner Ungewissheit über Puppentheater, Leben und Aussichten. [jwplayer mediaid="1666"]

Der Traum ist aus. Der Kampf geht weiter.

Diese Zeile, gelesen mal in der Maxim Gorki Straße, passt so schön auf mein Dilemma mit der ganzen freiheitlichen Idee, per Bus die Welt zu erobern. Ich glaube, das ist ein bisschen vorbei. Der Traum ist aus. Letztes Jahr mit Tobi durch Österreich, Kroatien und Italien ... selbst da dachte ich wie damals mit Mandy: Es wäre cooler, wenn jetzt auch Jana und Dorschi dabei wären. Was ja auch stimmt, doch sind hier zweierlei Maß zu besehen: Mit Mandy wollte ich nicht immer nur allein zu zweit sein. Und naja, mit Tobi? Ich glaube, es liegt daran, dass ich dabei immer "irgendwas" und "mehr" will, was ich nicht definieren kann. Sowas wie: Mehr erleben, mehr sehen, Leute kennenlernen, was MACHEN- nicht nur dasitzen und den Rest des Tages mit Wein bekämpfen. Auch ohne Welttour mit Bus. Zu Hause das Gleiche. Das klingt ein wenig dumpf und wahrscheinlich hat meine Wahrnehmung der Dinge damit zu tun. Weil ich es ja nichtmal ausdrücken kann. Möchte ich Galerien durchwandeln? Shoppen? Leute besuchen? Mit anderen Musik machen? Oder Blödsinn, den dann filmen und herzlich darüber lachen? In Gefahr geraten und Abenteuer haben? Da schwingt viel Erklärungsnot mit. Aber ich halte dran fest: Der Kampf um den Bus und die Welt mit mir geht weiter. Weil die vagen, also unkonkreten Vorstellungen Bestand haben wollen. Ich verspüre immer wieder und immer mehr bei mir, dass ich all die vergangenen Erlebnisse zwar erlebt, aber nicht für "vollwertig" gehalten habe. Jetzt, wo sich mehr und mehr Wiederholungen des alles schonmal Erlebten ankündigen, steigt die Angst, dass es seltener und dazu aber auch nicht besser dadurch wird. Allein im Bus durch irgendwelche Gegenden ... habe ich 2010 ja erlebt, sind zwiegespaltener Natur. "Der allein will und nicht kann" ... allein schaffe ich die von mir so schön idealisierten vagen Wunschvorstellungen von gemeinsamen, neuen Erlebnissen ja auch bloß nicht. Ziemlich mürbe sitze ich nun hier nach den ersten 4 Tagen Jahresurlaub, um den man mich beneiden könnte, und habe weiterhin ziemlich genau keinen Plan. Nur ein bisschen Idee von kleiner Blockhütte am stillen morgendlich dampfenden Waldsee in den Masuren (kennen wir bereits: Harzhütte mit versuchtem Anfang Diplomarbeit; Dänemark Sommerhaus mit dem Schreiben meiner Kreise ... ) beides lief auf dumpfes und unkonstruktiv-betrunkenes Ausleben meiner Sexualität hinaus. Na gut, das waren andere Zeiten, aber davon hab ich weiterhin noch sehr viel im Koffer. Ich bin und bleibe mein eigenes Problem Ich komme nicht weiter. Mandy hat mir vorhin nochmal den Spruch über der Scheune gesagt: The Sky's the Limit when your heart's in it. Das trifft exakt den Punkt. Nichts kann mich aufhalten, wenn ich nur weiss was ich will und meine ganze Liebe und Kraft da reinstecke. Okay, dann hat sich das hier ja wieder geklärt. Im Jesko nichts Neues; Teil Tausend. "... sich mit Zynismus über Wasser hält." Am Wochenende hatten Tobi und ich ein Problem: Weil wir nicht wie gedacht losfuhren Richtung McPom. Warum nicht? Ich war wie immer noch zu dumpf im Kopf wegen Wein und Unmut und Unklarheit. Warum Unklarheit? Weil ich nicht weiß, was Tobias wirklich möchte. Er hat darüber wenig Pläne, sagt nur zu meinen kleinen Ideen "Können wir machen. Können aber auch was anderes machen." Genau wie bei mir. Nur fühlt er sich mit dem Nichts-Machen auch ganz gut. Und ich attere hin und her und weiss auch nicht weiter. Ich mit meiner Kompliziertheit brauche immer jemanden, der mir neue Wege zeigt und deutlich macht, dass wir das genau jetzt einfach tun. Können. Wollen. Wollen wir? Ja? Ja! Dann los. Gegenseitige Aufmunterung und Ermutigung einer Idee und des dazugehörigen Willens wegen. Aber wir beissen die Katze in den Schwanz. Oder uns selbst. Tobias reichen "geringe Zustände" (sehr blöd geschrieben) und ich will und will und weiss nicht was. Und meine eigenen kleinen unsicheren Ideen ersticke ich selbst. Naja, so komm ich erstmal nicht weiter, wollte es aber mal aufgeschrieben haben. Für spätere gemütliche Stunden im Rollatorsessel bei einem verdünnten Pernod.

sommer.los

Unschlüssig und gedämpft aufgewühlt wie immer wieder. Der Rest besteht aus Getränken. Wegen der ganzen Unklarheiten. Und wieder wie immer sind es die kleinen Dinge, die den Anstoß dazu geben. Heute: #1: ich weiss nicht wohin mit mir und meinem Sommer. So richtig garnicht. Ausser Tønder vielleicht. #2: ich soll steuerlich herausfinden, was mein Bus wert ist und fühle mich schwer hintergangen damals beim Kauf mit 19.000 euro für einen Bus, dessen Bremsen gemacht, Reifen gekauft, Rußpartikelfilter nachgerüstet und jetzt die Klima-Anlage erneuert werden mussten. Das ist Pech und bestimmt nicht wichtig, wenn man bedenkt, das immaterielle Dinge bei mir ja auch oft nicht hinhauen. #3: ich habe genauso wie für den Sommer keine Ideen für mich und meine bessere Zukunft Das alles zu erläutern ist mühselig, weil üblich gleich. Weil das immer so ist, werden die Sorgen darüber nicht kleiner, aber immer gleichgültiger. Was in der Konsequenz keine gute Aussicht bietet. Ich bin im Moment nicht traurig, aber oll. Und ich werde dabei ja auch immer oller. Und ich höre ja auch nicht mehr so gut. Schleichende Prozesse, denen ich nicht mit Konsequenz begegne, sondern mich wie immer durchschlängele. Mit universalen Harmonie-Ideen im Miteinander und angeborener Freundlichkeit und verschwommenen Mom-like Erklärungen über eine wahrscheinliche Realität. Ich werde immer überleben, knüpfe aber diese Aussichten auf richtiges Leben für mich (hä? was ist denn jetzt das "richtige" Leben?) an irgendwelche Bedingungen, die so hanebüchen wie oft faule Ausrede sind. Ich hab mittmateriellerweile alles, wovon ich mir Fortschritt versprach; ich bezahle auch 1000 euro für eine Klima-Anlage, die ich nicht benutze, weil ich mit meinem Bus inkl. den freiheitlichen Idealvorstellungen nach Welt-Leben nicht klarkomme. Wofür also sonst bezahlen? Für eine Gitarre, die nicht richtig spielen kann? High-End Recording-Hardware, die ich mangels Wissen nicht richtig einsetzen kann? Für einen Allein-Sommer-Urlaub, den ich nicht geniessen kann? Für schicke Klamotten, von denen ich nicht weiss, welche meinem Stil entsprechen, den ich wohl nie finden werde? Ich werde bezahlen, irgendwann. Für meine Unfähigkeit, eine Leidenschaft, ein Lebensmodell zu entwickeln / entwickelt zu haben, um davon gezehrt und nicht die Frage nach Glück gestellt zu haben. Dazu die Idee mit Tobi und mit ihm zusammenzuziehen und dem Garten Öden und der Parzellenjauche, deren lustige Bezeichnungen ja doch ihren Grund haben. Entscheidungen sind bei mir irgendwie Mangelware. Ich hänge in der Luft ohne Wind und bediene das Leben, statt dass es mir dient, um es geniessen und gut leben zu können. Ein ausgewogener Kampf zwischen mir und mir mit ungefähr keinem Ergebnis.

Wohin auch ...

Wohin soll den die Reise geh'n? Wohin? Ja wohin, ja wohin ... nach Sundevit? Ich bin ... wie immer wieder bisschen unentschlossen, ungeduldig, unwirsch wegen der vagen Ahnungen, die doch nicht auf einen gemeinsamen Nenner oder wenigstens Punkt wollen. Und dann traurig, weil ich ... weil ich alles nicht weiss. Wahrscheinlich kommt ein Wort daher, und plötzlich geht's - und noch viel mehr. Mittelmaß mit Ambitionen. Aussichten selbst vereitelt und taub werdend gesellschaftsfliehend. Unmöglichkeit der realistischen Selbsteinschätzung / Reflexion über PT und jeskom und Liebe und Leben ... ich bin wie immer. Das kann man nicht ändern was? Kommt mal ein kleiner Aufwind und Erfolg und Zuspruch und der Rest ist Warten auf die Sommerferien. In denen ich auch nicht weiss, wohin, ja wohin, ja wohin. Das Vergangene wiegt dann so verzaubert schön; wenn die Gegenwart dann verharrt, sieht die Vorstellung über die Zukunft entsprechend aus. Nur das seichte Wissen um meine Möglichkeiten ... verharrt sich im ewigen Kreislauf. Das hört sich so wunderbar dramatisch an. Ist es für Beobachter nicht. Nur ich selbst hänge an unkonkreten Wunschvorstellungen und an anschliessenden Weinflaschen. Wählt Quimby!

in between ... 11.07.2013

Immer, wenns komisch ist. Oder lieber nicht? Doch. Ob ich das reflektiere oder nicht. Schönes Wort. Danke. Was wäre, wenn ich morgen sterben soll? Ach du meine Güte. 10 Punkte aufschreiben? 10 mal Hätte und Wäre? Vielleicht 10 Gründe dafür, das ginge vielleicht. Puppentheater: ich gehöre immer mal wieder doch nicht dazu, dort rein oder was? Im Moment haben guter Bulle böser Bulle nach allgemeinem Frieden mal kurz gewechselt und Kempchen nennt meine Fotos und VÖs Bildzeitungsniveau und unprofessionelles Dahingeknipse. Das stösst mir sehr auf, auch wenn ich wie immer versuche, dahinter zu gucken, also- was er meint. Und finde wie immer "ein Stück weit Recht hat er". Und bleibe dabei ebenfalls wie immer auf der Strecke, die offensichtlich nicht meine ist. Und legt mir herzlich nahe: Kein Rückgrat, keine eigene Meinung, kein Ziel. Heute Premiere Hofspektakel. Große Ansprache. Großes Lob. Alles schön und freut sich. Nur ich nicht. Vor einem Jahr bei der Olsenbande gabs überhaupt garnichts. Ausser selbstgrillen und mit 5 Leuten bisschen Bier trinken. Und dass es "grosse Scheisse ist, was wir hier machen". Heute alles vom Feinsten. Ich wollte die Premierenfeier boykottieren, aber geht doch nicht so ganz. Und fühle mich sauschlecht dabei. Obwohl sie alle da sind - alle einzeln für sich gesehen Leute, mit denen ich gut umkann. Aber das ganze große Gemeinschaftliche will mir nicht gelingen. Das liegt grundsätzlich an mir und meinem merkwürdigen Zurückhalt. Wo ich doch feiern, singen und alles andere kann / könnte, will ich nun lieber nach Hause. Und bin traurig. Ich bin ein Dienstleister; einer sich nach Ästhetiken anderer richten muss, (und davon gibt es im PT sehr viele), einer, der nicht oft genannt wird. Und wenn er mal sowas wie Olsenbande macht, war das ganze "schlecht". Ein Raubbau an und von mir selbst, weil ich es nicht begreifen kann. Also wie jetzt? Kurzes Trauertal? Den Rest weggesoffen? Ich will spielen, will leuchten, wil ... Morgen gibts einen Hit von mir live an der Hubbrücke. "Von hier aus". Auch so'n jeskomisches Ding, dass ich nach Ronalds Idee seines Herzblutes von WIND jetzt insgesamt angegriffen hab. Vertrieb, Werbung, Radio-Promotion, ma gucken ... wenigstens probieren. Das ist zwar was anderes, spielt aber insgesamt in mein Stimmungsbild mit ein. Ich kanns ja kurzfassen, was hier zugrunde liegt: Foto-Misere Puppentheater und der Vergleich Hofspektakel mit mir auf und ganz weit hinter der Bühne - den Brettern der Welt. Zu Tobi will ich immer noch nicht ziehen, weils Reform ist und ich Panik vor Einsiedelei mit kleinen privaten Parzellenfestchen ohne Weitsicht hab. Meine innere Weitsicht ist ja auch nicht vorhanden, wozu also Grenzen sprengen? Oh ... böse, böse und sarkastisch. Alles nicht so wild; mag sein, aber auf die Frage, was Hätte und Wäre, wenn ich morgen sterben müsste, sollte ich mir vielleicht doch mal ein paar Gedanken machen. Und nochwas passendes: Ich werde älter. Und sehe öfter auch so aus. Die Zeit, die Zeit ... Nanuuuu.

drei+40

"Was bis 42 nicht fertig ist, wird nix mehr. Offschrott macht Eisen alt und Plautze voll." So fühlte sich das gestern Abend noch an. Nicht des magischen Geburtstagsjahres 42 wegen, nach dessen Begehung es nichts mehr zu feiern gibt ausser das Leben, und zwar täglich ... sondern aus einer gebieterischen Laune heraus, nach der ich gern mein Leben jetzt genau so weit hätte, um es aufrichtig zelebrieren zu können. Nunja, was 42 Jahre bei und mit mir nicht vermocht haben, schaffen wohl auch die anderen 42 nicht. Alles Quatsch- ich weiß. Nur weiss ich nicht, wie ich mein ganzes tatsächliches Glück begreifen kann. Mein Leben ist ein Aber, aber leben will ich trotzdem. Es ist Frühling seit eben und wie immer scheint an diesem Tag immer ein bisschen die Sonne. Sieh' da.

sauer.

Darf ich eigentlich auch mal und endlich zu recht über irgendwas hier im PT sauer sein oder ist es immer so, dass ich mir ewige Mitschuld einräume? So komme ich auf keine Lösung. Wenn ich nicht richtig Position beziehen kann, ist jede Argumentation sogar gegenüber mir selbst sinnlos. Alles Scheiße, deine Elli.

das Problem mit dir ...

... enstand ja auch weil du dich nie für etwas entschieden und darin profiliert hast. Damit bist du anfreifbar, schubsbar, verwundbar ... von beinahe jedem und in jedwelchem Umfang wie er / sie will. (aufgeschrieben während Dienstberatung 30.01.13) ... während die neuen Büros verteilt wurden. Ich krieg eins oben unterm Dach- allerdings das ohne Licht. Egal, meine Stimmung gegenüber Puppentheater wird immer negativer und es fällt mir schwer, klar zu äußern, woran es liegt. Ich weiss nur eines: Motivation durch den richtigen Umgang miteinander. Da hakt es. Alles andere ist doch in Ordnung und macht sogar Spaß.Ich häng mich so sehr rein und es wird nicht honoriert. Eben gerade bietet mir der MDR für heute eine Story zum Ferienanfang an und damit wird Kempchen beruhigt sein, dass ich ja doch noch ausreichend Werbung für die Villa und die Ferien gemacht habe. Das Ende vom Lied wird dann heissen: "Na bitte, aber ich musste dich erst drauf stoßen, sonst wärs ja nicht passiert." Was sogar stimmt. Und was mich wieder zu der Schlöussfolgerung bringt, dass ich mich überfüllt unmotiviert fühle. Mit Homi und Dorschi gestern im BlueNote (heyhey: weiterhin rauch- und alkoholfrei) mal bisschen durchgekaut: Same old Song. Anfangs zuviel reingebuttert, was damit zur Normalität erklärt wird. Mecker gibts, weil meine To-Do-Listen mit mir und damit zu lang werden und nix wirklich fertig wird. Und deshalb werden meine Aktionen jetzt dahin gehen, dass Web-Apps und Grafiken und Dinge, die nicht meinem Arbeitsvertrag angehören, wieder ausgelagert werden. Gegen Geld. Vermutlich ordentlich viel Geld. Ich weiss aber auch, wenn meine Kamera mal "kaputt geht", sofort Vicky Kühne oder wer gerufen wird, die das sowieso besser machen ... Zwischen den ganzen Stühlen weiss ich nicht, wohin mit mir. "Das Problem mit mir" wird sich nie ändern, weil ich immer ein interessierter Reisender sein werde, jemand, der überall ein bisschen drin steckt, es aber auf keinem Gebiet zur wahren Profession bringen wird. Damit muss ich mich sachte arrangieren. Auch wenn die Interessen aufgrund bereits soviel Erlebtem immer mehr abflauen. Ich merke die Auswirkungen solchen Seins ja bereits hier: Es reicht sachte und ich will wieder was anderes machen. Wenn ich nur etwas genauer wüsste, was das sein könnte.

Stiller Bettbleiber ohne Ambition

Ich geh' jetzt immer früh ins Bett. Das heisst, so gegen 10 oder so, um noch ein bisschen zu lesen und auszunutzen, dass ich so schnell und gut schlafen kann. Seltsam. Der eigentliche Grund aber ist der, dass ich das jetzt so lange mache, bis mir was mit meinem Leben einfällt. So lange es das nicht tut, lohnt ein Aufbleiben auch nicht. Wofür? No Points of Interests; ich spiele kaum Gitarre, finde meine neuerlichen Kompositionen mittlerweile langweilig; wenn ich mich in meiner Wohnung so umsehe, fällt mir nichts ein, wozu oder worauf ich Lust hätte. Sehe ich nach draussen, wirds ob der sich leicht andeutenden Frühlingsidee leicht ums Herz- mehr aber auch nicht. Draussen gibts auch nichts zu tun. Laufen? Wandern? Schwimmen? Jemanden besuchen? Neue Leute kennenlernen? Alles ohne Interesse. Sinnloses Fernsehen finde ich langweilig und ein bisschen blöd im Kopf fühle ich mich auch. Prädement. Wenns so leer ist, kümmert sich auch kein schlauer Gedanke um mich. Puppentheater liegt ebenso links aussen. Hab das Gefühl nach Neuem. Aber welchem? Vielleicht dreht sich auch gerade was in mir um, ich behalte ohne Aufsehens drum zu machen, meine Alkohol- und rauchfreien Zustände bei. Weil ich nochn bisschen reizhuste. Und weil es recht leicht fällt. Vielleicht entsteht so eine gute Grundlage für Zukünftiges, nachdem ich den Prozess der physischen Wandlung erfolgreich abgeschlossen haben sollte. Müssen noch Kopf und Seele mitmachen. Ich hab Tobias und sehr lieb und wir haben New York. Ich hoffe, ich weiss dann, was ich da soll ;-)

dreier rekord

Virenverseucht krieche ich ungeduldig und erneut erstaunt ob der "Schwere des Verlaufes" seit 17.01. krankgeschrieben durch die Fragenwelt, ob und was das alles soll. Dazu gleich mehr, hier immerhin mal eine Liste von persönlichen Weltrekorden: Letzterer Rekord ist sehr zweifelhaft und mein Problem liegt darin, nicht zu wissen, wie ich es angehen soll, eine Brücke zu schlagen zwischen der Freude an der Arbeit im Puppentheater mit der einhergehenden Dunkelziffer der selbstgemachten, -erdachten Gedanken und Gefühle, die mich nicht warm werden lassen mit Kempchen & Bernhardt. genau die beiden sinds - niemand weiter. "Am unglücklichsten bin ich immer dann, wenn ich nicht weiss, warum und weder Idee noch Antrieb habe, es herauszufinden." Was für ein schöner Kalenderspruch; und alle sagen "aaah..." Derzeit denke ich darüber nach, einen Fragen- oder Bewertungskatalog aus der Sicht von Kemphardt zu erstellen. (Neuer Begriff). Total doof, ich könnte sie ja fragen, was für und gegen die Qualität meiner Arbeit spricht. Abr das geht- zumindest bei Bernhardt nicht, der schon immer davon sprach, dass er sich 'hier noch nie so intensiv mit jemandem beschäftigt hätte wie mit mir'. Das kann ich mir also sparen. Kempchen? An den komme ich irgendwie auch nicht ran oder habe ich Angst vor ihm? Sehr viel schreibe ich mir selbst auf meine dunkle Liste, das sehe ich klar, aber ich brings seit Jahresbeginn irgendwie nicht auf die Reihe, aktiv und vorwärts in Puppen-Richtung zu gehen. Hats der Bernhardt am Ende doch geschafft, mich wie Sandy sachte rauszuekeln und ich habs anfangs belächelt und sehe nun, wie sehr es mir das Gemüt zermartert? Arme Zehnsucht, du musst immer nur für die negativen Momentaufnahmen herhalten. Immerhin bestehst du aus wertungs- und gefühlsfreien Nullen und Einsen und wurdest letztlich nicht dazu geschaffen, am Ende ein verklärtes ach wie schönes Resümee eines Lebens zu zeichnen. Aber ich kann es dennoch schnell mal umdrehen: Ich liebe Tobias! Da haste!

Birkenfall Vergleich

Heute wird die Birke im Hof Winckelmann gefällt. Sie ist krank. Sagt der Mann von der Baumfällfirma. Dazu zwei Gedanken:
  1. "Ich lege mir Nüsse aufs Fenster und schmeiss die blöden Tauben und Krähen an, damit die mich nicht in meiner Ruhe stören. Blöden Viecher. Oder Elekrodraht auf die Zweige. Oder Baum weg."
  2. "Der arme Baum. War doch immer so schön, eine Birke im Hof zu haben. Jetzt ist die auch noch weg. Wird immer weniger. Schade."
Das macht / hält mich bekloppt.

Drehungs Update und der Fall Jesko

Eingenordet. Eingeordnet. Abgeordnet. Schreibe Blödsinn. Immerhin bin ich sachter in meinen Vorstellungen über die immer wieder wackelnden Puppenwände geworden. Ich bleib wie immer erstmal noch. Hoffentlich ist es eine gute und erfolgreiche Übung für mich, die Dinge langfristiger und zielgerichteter zu sehen. So ungefähr waren die Worte Kempchens und ich muss ihm beipflichten. Er hat schon Recht damit. Jetzt fragt sich nur, ob das meinem Metier entspricht. Besser wärs auf jeden Fall für mich, mit solchen Übungenen genau die Dinge tun oder ändern zu können, die mich beschäftigen, die ich also voran oder ins Lot bringen möchte. Betrifft ja mein Leben selbst. Am 01. Oktober fragte mich Tobias- in der Tür stehend, was wir im nächsten Jahr (Urlaub) machen wollen. In genau diesem Moment fällt mein Bild, das auf seinem Board seit ungefähr 1,5 Jahren steht ... um. Wir gucken uns an und sind für einen Moment schwer überrascht. Und ich hab den ganzen Tag schon so olle Gedanken und erzähle ihm, dass der Krebs vielleicht immer eine Generation überspringt und ich damit aus der Konzentration meiner mich umgebenden Familie die volle Breitseite abkriegen müsste. Also dann im nächsten metaphorischen Jahr. Was mir in diesem Moment inkl. des umgefallenen Bildes Angst macht und ich Tobais umarme und sage, dass ich ab jetzt "... ein besserer Mensch werden will". Jack Nickolson in "Besser gehts nicht". Ich will noch'n bisschen besser. Wo ich doch jetzt und endlich so'n tollen Menschen an meiner Seite habe und wir uns in unserem möglicherweise gemeinsamen Leben immer weiter zueinanderdenken. Raus aus'm Rumsitzen und die Nacht wegsaufen - rein in das, wofür ich mir Mühe geben muss, es rauszufinden. Leidenschaft? The same procedure. Dussel.

Beginn einer Drehung

Es hat gewackelt und nun dreht es sich. Das Puppenhaus stellt mich vor eine schwierige Entscheidung: Eine "lieb"-gewonnene Gemeinschaft, in der ich ganz angekommen bin, aufgeben zugunsten einer unsicheren beruflichen Zukunft. Fakt ist, dass die Zeiten des negativen Empfindens in meinem Job meines Erachtens überhand nehmen. Man will mich dort, und auch FB ist wahrscheinlich nicht gegen mich, sondern stellt seine bisherigen unterstützenden Aktionen ein, was mich selbständiger machen kann, soll, wird? Wie dem auch sei, die entspannteren Zeiten mögen wohl auch wiederkommen, aber in mir brodelt es immer mehr, mich nicht dermaßen hingeben zu wollen, dass es mir die Ruhe raubt. Vielleicht kann ich auch einfach nicht komplex genug denken, bin nicht schlau und damit strukturiert und stark genug für diesen Job. Wo doch das PT einen riesen Satz nach vorn mit mir gemacht hat. Kein Selbstlob: eine Feststellung. Wie Tobias sagt: Das warten wir erstmal ab. Wir haben angefangen, Pläne zu schmieden. Das Haus etwas umzubauen, zusammenzuziehen. Das ist eine völlig neue Herausforderung für mich: Ich verlasse mein Metier, mein ewiges Zuhause in Richtung eines sehr sauber und kontrolliertes Haus eines anderen. Die Wohnung ist der Fingerabdruck eines Menschen. Da muss Mensch sich wohlfühlen. Und ich bin gespannt, wie sich meine / unsere Entwicklung dahingehend gestaltet. Zum Stand der waghalsigen Denk-Dinge: Diese Spielzei ist meine letzte, ich finde was, was besser zu mir passt; Selbständigkeit oder fester Freier, mache das, was ich wirklich am besten kann. Und dann bauen wir ab Frühjahr um und ziehen zusammen. Mal gucken, wie das morgen aussieht ...

Update

Es gibt wieder was zu schreiben. Nicht über anderere Leute und deren Geld und solche unwichtigen Dinge. Sondern meinen IST Zustand. Das kann ich jetzt nicht. Aber ich muss es tun. Vielleicht ruhen und wirken lassen. Nur soviel: Es wackelt sehr in mir. Wir haben einen langen gemeinsamen Urlaub hinter uns. Wien, Kroatien, Italien. Drei Wochen. Auch darin wusste ich manchmal nicht, ob und wie wohl ich mich fühle. Fakt ist, meine Gedanken an Puppenhaus und / oder Zukunft sind darin total nach unten gefahren. Kopf leer. Man bestätigt mir, das wäre ein gutes Zeichen für tatsächliche Erholung. Aber ich erhole mich nicht von dieser wahrscheinlichen Erholung ... mein Denken ist flau und lau. Und Puppentheater übermannt mich ständig seit Wiedereinstieg in die Puppenathmosphäre. Frank Bernhardt hat nach Sandy mich womöglich als neues Feindbild. Abwarten. Rausfinden. Ich fühle mich den Massen an Anforderungen im PT  immer weniger gewachsen. Kann aber auch nicht über Alternativen nachdenken. Wieder selbständig werden? Die Arbeiten im PT, die vorerst nur ich kann, da mit reinnehmen: Foto, Web ... Habe dauerend das Gefühl, überlastet zu sein. Diese Gefühl läuft seit Olsenbande Juni 2012, von der ich dachte, ich kann dort  alles unter einen Hut kriegen. Konnte ich nur schwerlich. Aber es hört nicht auf. Drang nach RENEW. UPDATE. Welcome BurnOut? Oll. Feind im Kopf? Nu mal sachte, Babe. ... Eintrag 23.02.2012: ... (und ich darf sagen, ich fühle mich sehr ordentlich wohl im PT. Und wenn ich es noch schaffen sollte, endlich wieder alkoholärmer und dünner zu werden, liegt inklusiver meiner Liebe meinem schönen Leben nichts mehr im Wege zu meinem schönen Leben [Angeber, Wichtigtuer]. nanu?  

anderer Leute Sorgen

Das muss ich mal loswerden. Heute nach dem promi-tt im BN mit Hasi und dazu dann T.K. (= T. Körner; so genannt wegen Suchergebnissen in diesem Blog und Verwechslungsausschlüssen). gabs ein Jana-stilles (weil nicht viel zum Thema beizutragen) aber langes Gespräch mit einigen Insidern via Körner und Katrin, die mich ein bisschen baff machten. Da ich sowas alles gern schnell vergesse und eigentlich ja auch besseres zu tun habe, wie bspw. meine JESKOMclubSTORIES so gut und so schnell wie möglich zu kreieren. Die Werbung läuft und alles ist im Kasten - außer das Eigentliche. Du meine Güte, ich muss ran. Richtig ran. Vorher noch: Ich liebe meinen Tobias! Oh ja. Wir halten uns so gut wie fest es geht und ich liebe seine Nähe, seine Wärme, seine Augen, sein Gesicht und seine kleinen Ausraster, wenn ein Wasserfleck den Fußboden berührt oder ich ungeniert dummes Zeug mache. Ach was. So bitte weiter! Und mehr! So. Die Insider: Körner und Gudrun: Mich hats wirklich verblüfft. Ich kann hier keine Deutungen reinschreiben, nur da, was ich gehört habe: Körner verdient im PT 3k, was 1,8k netto ausmacht. Gudrun verdient 3.6k (dreitausendsechshundert) NETTO im Monat. Soweit Hammer. Aber: Als Gudrun und Körner sich zusammentaten, war Körner etwas im Eimer (nachvollziehbar) und die beiden gebaren genesend ein Kind. Dafür gibt er alles. Und sie hält ihn wirtschaftlich kurz. Offensichtlich sehr kurz. Alle seine Schlüpfer und Hosen haben Löcher, er bittet sie um ein bisschen Geld und muss eine Kollegen für einen Kaffee anpumpen. Gudrun hat wahrscheinlich so ein elternhausvermitteltes Geld-Dungs-Bedürfnis, das sie sparen will oder sonstwas und Körner sehr knapp behaushaltet. Bei DER Kohle?! Und geht selber (sagt Katrin) shoppen für gerne mal 500 EUR nebenbei. Geht mich ja nix an, aber wie ich das so höre, denke und verstehe ich, dass Körner alles für sein Kind, den Oskar, dransetzt und ihm ein gutes Elternhaus geben will. Um sich darauf zu freuen, dass Oskar selbständig wird und auszieht. Was meines Erachtens nach das Ende derer Beziehung (Gudrun und Körner) sein wird. So. Das wollte ich nur mal schreiben und ich erinnere mich dabei gern ein bisschen an Dieterloo, wie er immer so generös über Leute herzog, die offensichtlich ihr eigenes Leben gerne mal wegen gewisser Umstände in den Sand setzen. Das hier wäre so ein Fall. Ich wüsste nicht, was ich in so einer Situation tun sollte und hab ja selber mich jahrelang in einer Beziehung gesehen, die nicht wirklich mein eigenes Ziel war. Also von daher keine Bewertungen an dieser Stelle. Dann gings noch ein bisschen ums Puppenhaus und den lieben Frieden, der zur Zeit so schön vorhanden ist (und ich darf sagen, ich fühle mich sehr ordentlich wohl im PT. Und wenn ich es noch schaffen sollte, endlich wieder alkoholärmer und dünner zu werden, liegt inklusiver meiner Liebe meinem schönen Leben nichts mehr im Wege zu meinem schönen Leben [Angeber, Wichtigtuer]. Und über die Wolfgang Krebs Stoty gabs mit Körner, Micha und Doris heute ein internes Gespräch, über das Körner mich einweihte, mit der Bitte um schweres Stillschweigen. Ist für mich kein Problem. Ich will doch nur den Frieden bewahren und das ganze PT Konstrukt auf einen noch besseren Weg bringen. Micha (aha: nicht mehr Kempchen!) ist ein fantastischer Politiker wie mir scheint. Er bekommt sehr wohl mit, was im PT läuft und hatte wohl auch mit Wolfgang schon oft seine Probleme. Wer weiss. Egal jetzt: Um die Problematik Rückkehr Wolfgang und das PT zu klären, haben die drei sich heute über die Zukunft unterhalten. Demnach soll Körner seinen Bühnenmeister machen ("was kostet das?" fragte Gudrun sofort), was das PT bezahlt; damit wird Körner der Technische Leiter und mit Wolfgang wird versucht, eine einvernehmliche Lösung zu finden, nämlich die, dass er Invalide wird wegen seines Herzproblemes. Entlassen kann man ihn nicht, als Leiter einsetzen will man ihn auch nicht und Unfrieden darf es aber auch nicht geben- so von wegen Klage und Gericht und so. Also wird versucht, eine für alle Seiten ordentliche Lösung zu finden. Soweit zur Memo für mich. Nunja. Für mich hängt da insofern nur soviel dran, als dass ich den Frieden im PT mit der gesamten MannFrauSonstigeschaft beibehalten möchte (again & again). Was mein persönliches Verhältnis zu Wolfgang betrifft, bin ich mir unsicher. Ich mag ihn. Als Menschen, als Spinner, Joint-Raucher, Querdenker, Quasi-Philosoph, Ideengeber und auch 'n bisschen Freund (Bsp: Polen. Oder bei ihm im Garten. Oder er bei mir im Büro bzw. dann Container. Und Opa Bamberg [auch wenn letzteres knapp war; ebenso wie Wonderful Chicago und der "Jodler" danach, bei dem ich nicht mehr mitmachen wollte]) ... das verblasst so schnell, wenn er so wie jetzt irgendwie nicht mehr vorhanden ist. Und ich bin auch mit ihm (wenn dann: Susi) nicht tatsächlich richtig verbunden. Und war es inklusive Kubon (die beiden verstanden sich wahrscheinlich gut) mit meiner Unsicherheit auch nie wirklich. Oh. Und ich schreibe hier wohl bereits über Gewesenes und Untote oder was? Is' ein bisschen doof. Abwarten. Sacken lasen. Selber meine Sichtweise entwickeln. Dann nochmal nachsehen. Ok. Jana und Dorschi sind "da" und so langsam wird sich das alles einrenken und weitergehen. Auf irgendeiner Oberfläche. Und ich komme wahrscheinlich mehr und mehr damit klar. Okay so. Olroid, das war meine kleine Episode in einem spontan geshriebenen Blog. Fest steht, dass heute 2 Leute (Matze und Stef) mir verdeutlicht haben, dass ich einen kleinen deutlichen Bauch hätte. Das reicht! Ich muss los. Was tun!

2012 eins

Hab mir gedacht, zwei Jahre JESKO aufschreiben ist schon ziemlich groß. Und ich denke, ich hab's gut und so ehrlich wie möglich gemacht. Beim Verfassen wie beim Lesen der Bücher fällt mir weiterhin meine Maxime der positiven Sichtweisen auf: es immer noch ein bisschen so zu beschreiben, dass etwas Hoffnung übrig bleibt. Das spricht für mich und meinen deutlichen über:lebens-Willen. In 2012 werde ich die zehnsucht wahrscheinlich ruhen lassen. Dachte ich zumindest bisher. Egal. Wenn es mich überkommt, schreibe ich weiter - ob sporadisch, oder nur, wenn es mich beutelt, oder doch eben alles, was kommt. Nicht nach Zeit und Datum. Sondern nach mir. Warum schreibt er das hier? Aaah- günstige Gelegenheit: Weil mich was beschäftigt. Heute - Freitag Nachmittag zu Hause beschlich mich ein kleines Merkwürdigkum: Ich war früh zu Hause, auch wegen meines ersten Dienstes im PT am Abend bei Marleni, auch wegen Sandy, mit der ich erst sachte wieder zusammenkommen muss oder möchte; hatte eingekauft und war weiterhin der Meinung, dass mein Alkoholkonsum trotz versucht leichten Weines sehr zu meckern gibt. Ein Jahr zuvor war es ungefähr das gleiche Datum, als ich schrieb "erster Tag ohne Alkohol". Zurück zum Thema: Da lag ich also auf der Couch, im zdf.kultur lief erneut die Aufzeichnung von Katzenjammer aus Schweden und hier sind meine Gedanken, die mich ein bisschen traurig machten: Ich hab mir immer gewünscht, dass mich eine Liebe- so sie endlich mal das sein sollte (und das tut sie jetzt!) aus meiner Lethargie rausreissen und mir neue, andere Wege zeigen kann, auf die ich mich vollends einlassen kann. Und mein lieber Tobias sagt "jetzt nicht immer gleich alles machen" :-) ... und ... oh mann, wie soll ich das beschreiben? Wir sitzen in der Küche und freuen uns über uns. Und rauchen. Und gucken uns an. Und fassen uns an. Und ich will los ... los, irgendwohin und weiss selbst nicht, wohin und was. Im Grunde ist das sowas wie eine Umkehrung meiner Idee - ein Ansporn, selbst rauszufinden, was ich will und das dann mit Tobias zu machen. Schon wieder positive Sichtweise wa? Aber okay. Dann sollte ich das tun. Tobias ist bei und mit mir. Also der alte Effekt: Selber machen. Och menno. Ich wünsche mir so sehr einen "Aufpasser". Im Grunde tut er das ja und macht mit. Aber er macht "mit". Und ich "vor". Aber das wars noch nicht: Bei Katzenjammer im TV hab ich darüber nachgedacht, warum ich nicht auf einer solcher Bühnen stehe und unglaublich schöne Musik mache. War so'n Anflug von Möglichkeit, die ich oder wir uns ausmalen, es unter diesen Umständen bzw. Sichtweisen nicht hinbekommen. Und letztlich bin ich es, der das entscheidet, wie es weitergeht mit JESKOM. Ich habe kürzlich eine genialen Hit geschrieben (VORBEI - noch ohne Text) und ich freue mich ... aber was ist das wert, wenn Ronald zu Recht sagt: Was soll ich da noch produzieren, wenn wir ja doch bloß nicht weiterkommen damit? Wofür? Warum? Da sollte ich mich mal ordentlich am Kopf kratzen und Tacheles in mir verursachen. Ein bisschen feige bin ich schon. Noch: Hab in diesem Augenblick auf der Couch einen Anruf von Anke bekommen, die mit mir einen Kaffee trinken wollte. Hab erstmal abgelehnt, weil müde. Gleich kommt Tobias und dann gehen wir ins Puppenhaus. Mein erster Dienst. Und Tobias' Eltern sind auch da. Und Steffen Kunze und Anett Schramm und Astrid Müller. (Zwischenbemerkung: Tobias' Eltern fetzen- es fällt mir leicht- und ihnen wahrscheinlich auch, mit uns umzugehen. Von wegen 'bei uns wird sich nicht umarmt'- ab unserem ersten Zusammentreffen ist das auf seltsame Weise automatisch. Und ich mag die beiden sehr). Okay, also Anke abgesagt und sie sagte mir, dass sie am Abend bei Dorschi und Jana erstmals eine Nacht ohne Kind verbringen wird. Zur Übung, weil sie mit ihrem Liebsten 'noch verheirateten Mann aus Halle' (au weia- hoffentlich geht das gut) wegfahren möchte. Und Stef ist auch da und kocht was. Und Katrin Maaß. Daraufhin schrieb ich eine SMS an Jana, ob Tobias und ich nicht nach dem Puppentheater so ab 11 oder später (also nach dem Essen und so) noch auf einen Drink vorbeikommen dürfen. Dorschi wars, der mir folgendes schrieb: "Jesko, bitte nicht sauer sein aber das passt heute nicht so gut  mit einem Besuch eurerseits. Leider muss ich wiedermal der Böse sein und Dir das sagen. Jani traut sich nicht.". Boing! Das ist oll. Und traf mich ziemlich dolle. Du meine Güte: Das ist doch kein innerstes Familientreffen oder etwas schwer Besonderes. Im Facebook gabs dazu ein schickes Foto von allen, wie sie anstossen und Hurra aussehen. Ich versteh's einfach nicht: Da ist Anke, die lange nicht da war und mir so vertraut wie den beiden ist; da ist Stef, der immer mal da ist und ein Essen zaubert; da ist Katrin, die durch mich Jana erst seit 1,2 Jahren kennt (... oh menno, das soll alles keine wertende Aufzählung sein) - Und die kleine Gemeinschaft holt quasi und laut Facebook das Weihnachtsfest nach. Und wir beide (ich) und (tobias) sollen nicht dabei sein, wenns geht. Ich verstehe es weiterhin nicht und das war der dritte Punkt meiner kleinen Traurigkeit, über die ich im Moment nicht so recht hinwegkommen mag. Und wie ein alter Spanner gucke ich gerade von meinem Balkon aus rüber und sehe helles Licht in einem Zimmer, in welchem ich nicht sein darf. Aus einem Grund, den ich nicht kenne. Vielleicht wird mir das ja alles noch plausibel erklärt, aber im Moment ist es schwer doof. Ich bin draussen und würde gerne alles Weitere mit uns inkl. promi-tt absagen. UND: Ich bin einigermaßen betrunken. Das verklärt die Situation. Ok. Aber es hat mich imerhin schwer beschäftigt. Und traurig bin ich nicht umsonst. Ich merke mir sowas. Und nu? 2012? deejay? Weiterschreiben oder nicht ... egal. Abwarten. Tee Trinken. Wär besser. ... Nachtrag 13.02.: Es war Dorschi, der nicht wollte, dass Tobi und ich vorbeikommen, weil er eine ausufernde Party befürchtete. Stellt aber Jana an die Front der Schuldigkeit. Und Jana stellt sich dorthin und tut wie geheissen. Schlechte Absprache zwischen den beiden. Es kränkelt ein wenig zwischen uns, weil ich immer das Funktionsgefühl bei Dorschi habe. Gibts Problem, ist er natürlich voll dabei und hilft. Aber von selbst kommt irgendwie nix. Und verlassen sollte ich mich auf die beiden weiterhin nicht. Das enttäuscht dann auch nicht so. Sie machen ihr Ding und ich will da nicht stören. Klingt sarkastisch, ist es auch und ich habs wenigstens begriffen. Und noch: hier weiterschreiben 2012 werde ich erstmal nicht. Es sei denn, mir kommt es in den Sinn. Es geht mir / uns gut (was nicht der Grund fürs Nichtweiterschreiben sein soll!)  und ich guck mir das mit dem Leben mal weiterhin von einem ordentlich optimistischen Standpunkt aus an.

sauberer Abschluss.

Klingt bedeutungsvoll was? Ein Jahr Jesko, zwei Jahre Tagebuch zu Ende beschreiben ... Bisschen kränkelnd komme ich aus der Wanne, hab mich nochmal sauber gemacht ;-) und hole gleich meinen Tobias ab, damit wir frei von jeglichen Plänen irgendwie und irgendwie ins 2012 schlüpfen. Und wenn es im Bett ist: mir ists' recht. Ich kann hier weder auf die Pauke hauen noch mich mit meinem Zustand vom letzten Jahr vergleichen. Es ist einfach zuviel passiert. Und soviel Gutes war dabei. Und ich laufe wie immer Gefahr, mir das nicht alles merken zu können, zumal gerade die negativen Dinge ordentlich schnell verpacke und weglege. Die kommen dann zwar dann unzubereitet gerne irgendwann wieder auf den Tisch und alles ist schlimm wie nix, aber ich gefalle mir weiterhin in der Rolle des Optimisten. Klingt also ungefiltert gut, das alles. Den Rückblick hier erspar' ich mir schon wegen unpassender Reime. Hier steht ja alles geschrieben und vielleicht ringe ich mich ja irgendwann mal leserlich dazu durch. Das grobe Ganze spricht von Folgendem: Das Jahr fing meinem Tod durch traumatisches Erschiessen an, ich versuchte daraufhin einen kleinen, weiterhin ehrlicheren Neustart und versackte im Frühjahr zwischen einem Wust von Unsicherheit, Unklarheit und fehlender Richtung. Das betraf Puppentheater, jeskom, die Liebe, mein Leben.  Hier die Auflösung: Ich bin im Puppentheater angekommen! Als die La Notte am 18.06. stattfand, fand mich Tobias. Zu diesem Zeitpunkt gings mir im Puppenhaus bereits wieder und endlich gut und es konnte keinen besseren Zeitpunkt für Tobias geben. Ab 13. Juli ging es dann mit uns beiden los und die unerklärbaren Wellen meiner Abwägungen sehnten sich nach einem Ufer. Und weil ich gleich heulen muss, mach ich es kurz: Es wird von Tag zu Tag schöner und es bleibt nichts als: Ich liebe ihn! Die Art, wie er mich auf realistischere Füße stellt, die Weise, wie ich das annehmen und endlich begreifen kann, macht es meinem Leben und den Aussichten so sehr viel leichter. Wir tasten sogar schon ein bisschen nach der Zukunft und wie das aussehen könnte. Und dann: mein Leben. Wir wissen jetzt, dass sich das Bechterew Syndrom als Verursacher all meiner früheren (Mitte 20) und weiteren Rückenleiden entpuppt hat. Klingt blöd, ist es aber auch. Immerhin kann ich gegensteuern und weiss, was zu tun ist: Bewegung! Das passt alles sogar zusammen, wenn ich meinen Aua-Weg nachzuvollziehen versuche. Und vielleicht laufe ich ja wieder. Auch um mein Leben- denn die Sache mit dem Alkohol habe ich längst nicht so im Griff, wie ich es gerne hätte. Weihnachtssingen ... ja, okay, aber das reicht nicht als Grund. Das ist eher einer Ausrede. Logisch betrachtet, geht es mir am nächsten Tag immer so viel mehr gut, wenn ich nicht abends zuvor die unsägliche extra Flasche Wein stehenlassen hab. Und wo ich wieder bei meinen Aussichten bin und den Alkohol trotzdem doch nicht sofort einfach beende, zeigt es deutlich, dass hier eine Form von Abhängigkeit im Spiel ist. Denn ich kann es nicht anders erklären. Sollte es einfach nur und weiterhin der Weltschmerz sein und dass  ich im Grunde garnicht leben möchte? Woher dann die ganzen Freuden, wenn es mir gut geht? Oder geht es mir auch nüchtern oft immer nur schlecht und ich arrangiere es nur entsprechend, um zu überleben? Solche Fragen wie diese hier können ganze Nächte füllen. Und immer schön umsonst. Also lass mich um mein Leben laufen, lass mich zu Tobias laufen. Und ins Puppentheater. Hier hab ich jetzt die ganze Zeit JESKOM ausgeschlossen. Und da liegt ein kleiner Hase im Pfeffer. Wir kommen nicht so recht weiter und hangeln uns von Kleinkonzert zu Mini-Mugge. Und ich habs für mich und damit die Zukunft von jeskom noch nicht deutlich gekriegt und fühle mich daher immer ein bisschen schuldig, dass nichts passiert. und wenn, ist es aufwändig undich schiebe es vor mir her. Doch das wird meine nächste Aufgabe. Fürs neue Jahr. Jetzt will ich erstmal los, Tobias abholen und ihn küssen. 2011 war bei weitem nicht so Scheisse. Welcome!

Moment noch ...

... bin gleich wieder da. Hat 'ne Weile gedauert mit meiner Schreibse. Lag / liegt an mehreren Dingen. Soweit: ich bin sehr glücklich mit meinem Tobias und meiner Zeit. Vorhin war Weihnachtssingen Teil I. und es sind so viele kleine Sachen zwischendrin passiert. Eines vorneweg: Saufen ist uncool! Das schreibe ich deswegen, weil das zwischendrin erneut zuviel war. Komisch wa? Wo ich doch glücklich bin! Es ist halb 5 in der Früh' und ich möchte gerne schlafen. Nachdem ich noch ein bisschen Sekt getrunken habe ... Wie dem auch sei ... Moment noch: Ich melde mich baldigst. Und bin derweil sehr guter Dinge.

merkwürdig

"Ich kann mir vieles über mich einfach nicht merken", stelle ich fest, wenn es darum geht, meine oftmals tiefsinnig lebensbetreffenden Gedankengänge, die manchmal sogar zu einer ordentlichen und scheinbar festen Überzeugung führten, zurück auf den Plan zu rufen. Fast fange ich immer wieder von vorne mit solchen Überlegungen an, obwohl das doch alles schonmal geklärt war. Das geht mir sachte auf und wundert mich. Vielleicht will ich das Erreichte nicht glauben oder ein Enzym aus der Infragesteller-Familie will einfach nicht loslassen. Weil ich eben erneut über einen plötzlichen Tod (Nachrichten: Berlin, Glatteis, 3 Tote) sann und fast wieder über mein Wichtigsein oder das Besondere an mir nachdenken wollte, und ich dabei eher mürbe-müde als konstruktiv werde und weil das Ganze vielleicht auch an den 4 Flaschen gemeinen Bieres gestern lag, schreibe ich das schnell mal auf und mache den Laden für heute zu. Yeah! Der Rest geht mir gut. Nix tut weh, alle Aussichten auf Grün.

rechnerisch richtig

"Wenn man sich vergegenwärtigt und damit für sich selbst klarstellt, dass sein Leben mit Sicherheit zu Ende gehen wird, kann man dem Rest des Lebens viel freier und gelassener entgegensehen." So hiess es gerade auf 3sat über Dresens Film "Halt auf halber Strecke" und es hat mich mit den Bildern des Films dazu nochmal ziemlich ergriffen und geschüttelt. Wissen tu ich's ja, allein glauben, dass das vielleicht ja auch morgen schon der Fall sein kann, mag ich's wahrscheinlich nicht. Und so rechne ich wie früher schon in Vergleichen zu den vielen älteren Leuten, in welcher mathematisch ermittelten Abteilung ich mich befinde. Nur dass die vielen älteren Leute um mich herum sich in viel mehr jüngere verwandelt haben und mir mit Mühe gerade noch gelingt, rechnerisch ein "halbes Leben" rauszuschlagen. Was soviel heisst wie: ich habs noch nicht ganz raus, glaube ich mich aber auf stabilem Weg. Und wenn es spontan kurfristig kommt, ja? Dann muss ich mehrere Tage hinweg Alkohol trinken. Weil erfahrungsgemäß am nächsten Tag alles immer so dermaßen oll und ohnmächtig ist, dass ich es gern vorbei und geschafft hätte. Au warrrte, was sind das für Anmerkungen hier?

🔒 Nur für Claude | Zehnsucht seit 1995 | 2010