Das muss ich mal loswerden. Heute nach dem promi-tt im BN mit Hasi und dazu dann T.K. (= T. Körner; so genannt wegen Suchergebnissen in diesem Blog und Verwechslungsausschlüssen). gabs ein Jana-stilles (weil nicht viel zum Thema beizutragen) aber langes Gespräch mit einigen Insidern via Körner und Katrin, die mich ein bisschen baff machten. Da ich sowas alles gern schnell vergesse und eigentlich ja auch besseres zu tun habe, wie bspw. meine JESKOMclubSTORIES so gut und so schnell wie möglich zu kreieren. Die Werbung läuft und alles ist im Kasten - außer das Eigentliche. Du meine Güte, ich muss ran. Richtig ran.
Vorher noch: Ich liebe meinen Tobias! Oh ja. Wir halten uns so gut wie fest es geht und ich liebe seine Nähe, seine Wärme, seine Augen, sein Gesicht und seine kleinen Ausraster, wenn ein Wasserfleck den Fußboden berührt oder ich ungeniert dummes Zeug mache. Ach was. So bitte weiter! Und mehr!
So. Die Insider: Körner und Gudrun: Mich hats wirklich verblüfft. Ich kann hier keine Deutungen reinschreiben, nur da, was ich gehört habe: Körner verdient im PT 3k, was 1,8k netto ausmacht. Gudrun verdient 3.6k (dreitausendsechshundert) NETTO im Monat. Soweit Hammer. Aber: Als Gudrun und Körner sich zusammentaten, war Körner etwas im Eimer (nachvollziehbar) und die beiden gebaren genesend ein Kind. Dafür gibt er alles. Und sie hält ihn wirtschaftlich kurz. Offensichtlich sehr kurz. Alle seine Schlüpfer und Hosen haben Löcher, er bittet sie um ein bisschen Geld und muss eine Kollegen für einen Kaffee anpumpen. Gudrun hat wahrscheinlich so ein elternhausvermitteltes Geld-Dungs-Bedürfnis, das sie sparen will oder sonstwas und Körner sehr knapp behaushaltet. Bei DER Kohle?! Und geht selber (sagt Katrin) shoppen für gerne mal 500 EUR nebenbei. Geht mich ja nix an, aber wie ich das so höre, denke und verstehe ich, dass Körner alles für sein Kind, den Oskar, dransetzt und ihm ein gutes Elternhaus geben will. Um sich darauf zu freuen, dass Oskar selbständig wird und auszieht. Was meines Erachtens nach das Ende derer Beziehung (Gudrun und Körner) sein wird. So. Das wollte ich nur mal schreiben und ich erinnere mich dabei gern ein bisschen an Dieterloo, wie er immer so generös über Leute herzog, die offensichtlich ihr eigenes Leben gerne mal wegen gewisser Umstände in den Sand setzen. Das hier wäre so ein Fall. Ich wüsste nicht, was ich in so einer Situation tun sollte und hab ja selber mich jahrelang in einer Beziehung gesehen, die nicht wirklich mein eigenes Ziel war. Also von daher keine Bewertungen an dieser Stelle.
Dann gings noch ein bisschen ums Puppenhaus und den lieben Frieden, der zur Zeit so schön vorhanden ist (und ich darf sagen, ich fühle mich sehr ordentlich wohl im PT. Und wenn ich es noch schaffen sollte, endlich wieder alkoholärmer und dünner zu werden, liegt inklusiver meiner Liebe meinem schönen Leben nichts mehr im Wege zu meinem schönen Leben [Angeber, Wichtigtuer].
Und über die Wolfgang Krebs Stoty gabs mit Körner, Micha und Doris heute ein internes Gespräch, über das Körner mich einweihte, mit der Bitte um schweres Stillschweigen. Ist für mich kein Problem. Ich will doch nur den Frieden bewahren und das ganze PT Konstrukt auf einen noch besseren Weg bringen. Micha (aha: nicht mehr Kempchen!) ist ein fantastischer Politiker wie mir scheint. Er bekommt sehr wohl mit, was im PT läuft und hatte wohl auch mit Wolfgang schon oft seine Probleme. Wer weiss. Egal jetzt: Um die Problematik Rückkehr Wolfgang und das PT zu klären, haben die drei sich heute über die Zukunft unterhalten. Demnach soll Körner seinen Bühnenmeister machen ("was kostet das?" fragte Gudrun sofort), was das PT bezahlt; damit wird Körner der Technische Leiter und mit Wolfgang wird versucht, eine einvernehmliche Lösung zu finden, nämlich die, dass er Invalide wird wegen seines Herzproblemes. Entlassen kann man ihn nicht, als Leiter einsetzen will man ihn auch nicht und Unfrieden darf es aber auch nicht geben- so von wegen Klage und Gericht und so. Also wird versucht, eine für alle Seiten ordentliche Lösung zu finden.
Soweit zur Memo für mich. Nunja. Für mich hängt da insofern nur soviel dran, als dass ich den Frieden im PT mit der gesamten MannFrauSonstigeschaft beibehalten möchte (again & again). Was mein persönliches Verhältnis zu Wolfgang betrifft, bin ich mir unsicher. Ich mag ihn. Als Menschen, als Spinner, Joint-Raucher, Querdenker, Quasi-Philosoph, Ideengeber und auch 'n bisschen Freund (Bsp: Polen. Oder bei ihm im Garten. Oder er bei mir im Büro bzw. dann Container. Und Opa Bamberg [auch wenn letzteres knapp war; ebenso wie Wonderful Chicago und der "Jodler" danach, bei dem ich nicht mehr mitmachen wollte]) ... das verblasst so schnell, wenn er so wie jetzt irgendwie nicht mehr vorhanden ist. Und ich bin auch mit ihm (wenn dann: Susi) nicht tatsächlich richtig verbunden. Und war es inklusive Kubon (die beiden verstanden sich wahrscheinlich gut) mit meiner Unsicherheit auch nie wirklich. Oh. Und ich schreibe hier wohl bereits über Gewesenes und Untote oder was? Is' ein bisschen doof. Abwarten. Sacken lasen. Selber meine Sichtweise entwickeln. Dann nochmal nachsehen. Ok.
Jana und Dorschi sind "da" und so langsam wird sich das alles einrenken und weitergehen. Auf irgendeiner Oberfläche. Und ich komme wahrscheinlich mehr und mehr damit klar. Okay so.
Olroid, das war meine kleine Episode in einem spontan geshriebenen Blog. Fest steht, dass heute 2 Leute (Matze und Stef) mir verdeutlicht haben, dass ich einen kleinen deutlichen Bauch hätte. Das reicht! Ich muss los. Was tun!
2012 eins
Hab mir gedacht, zwei Jahre JESKO aufschreiben ist schon ziemlich groß. Und ich denke, ich hab's gut und so ehrlich wie möglich gemacht. Beim Verfassen wie beim Lesen der Bücher fällt mir weiterhin meine Maxime der positiven Sichtweisen auf: es immer noch ein bisschen so zu beschreiben, dass etwas Hoffnung übrig bleibt. Das spricht für mich und meinen deutlichen über:lebens-Willen. In 2012 werde ich die zehnsucht wahrscheinlich ruhen lassen. Dachte ich zumindest bisher. Egal. Wenn es mich überkommt, schreibe ich weiter - ob sporadisch, oder nur, wenn es mich beutelt, oder doch eben alles, was kommt. Nicht nach Zeit und Datum. Sondern nach mir. Warum schreibt er das hier?
Aaah- günstige Gelegenheit: Weil mich was beschäftigt. Heute - Freitag Nachmittag zu Hause beschlich mich ein kleines Merkwürdigkum: Ich war früh zu Hause, auch wegen meines ersten Dienstes im PT am Abend bei Marleni, auch wegen Sandy, mit der ich erst sachte wieder zusammenkommen muss oder möchte; hatte eingekauft und war weiterhin der Meinung, dass mein Alkoholkonsum trotz versucht leichten Weines sehr zu meckern gibt. Ein Jahr zuvor war es ungefähr das gleiche Datum, als ich schrieb "erster Tag ohne Alkohol". Zurück zum Thema:
Da lag ich also auf der Couch, im zdf.kultur lief erneut die Aufzeichnung von Katzenjammer aus Schweden und hier sind meine Gedanken, die mich ein bisschen traurig machten:
Ich hab mir immer gewünscht, dass mich eine Liebe- so sie endlich mal das sein sollte (und das tut sie jetzt!) aus meiner Lethargie rausreissen und mir neue, andere Wege zeigen kann, auf die ich mich vollends einlassen kann. Und mein lieber Tobias sagt "jetzt nicht immer gleich alles machen" :-) ... und ... oh mann, wie soll ich das beschreiben? Wir sitzen in der Küche und freuen uns über uns. Und rauchen. Und gucken uns an. Und fassen uns an. Und ich will los ... los, irgendwohin und weiss selbst nicht, wohin und was. Im Grunde ist das sowas wie eine Umkehrung meiner Idee - ein Ansporn, selbst rauszufinden, was ich will und das dann mit Tobias zu machen. Schon wieder positive Sichtweise wa? Aber okay. Dann sollte ich das tun. Tobias ist bei und mit mir. Also der alte Effekt: Selber machen. Och menno. Ich wünsche mir so sehr einen "Aufpasser". Im Grunde tut er das ja und macht mit. Aber er macht "mit". Und ich "vor".
Aber das wars noch nicht: Bei Katzenjammer im TV hab ich darüber nachgedacht, warum ich nicht auf einer solcher Bühnen stehe und unglaublich schöne Musik mache. War so'n Anflug von Möglichkeit, die ich oder wir uns ausmalen, es unter diesen Umständen bzw. Sichtweisen nicht hinbekommen. Und letztlich bin ich es, der das entscheidet, wie es weitergeht mit JESKOM. Ich habe kürzlich eine genialen Hit geschrieben (VORBEI - noch ohne Text) und ich freue mich ... aber was ist das wert, wenn Ronald zu Recht sagt: Was soll ich da noch produzieren, wenn wir ja doch bloß nicht weiterkommen damit? Wofür? Warum? Da sollte ich mich mal ordentlich am Kopf kratzen und Tacheles in mir verursachen. Ein bisschen feige bin ich schon.
Noch: Hab in diesem Augenblick auf der Couch einen Anruf von Anke bekommen, die mit mir einen Kaffee trinken wollte. Hab erstmal abgelehnt, weil müde. Gleich kommt Tobias und dann gehen wir ins Puppenhaus. Mein erster Dienst. Und Tobias' Eltern sind auch da. Und Steffen Kunze und Anett Schramm und Astrid Müller. (Zwischenbemerkung: Tobias' Eltern fetzen- es fällt mir leicht- und ihnen wahrscheinlich auch, mit uns umzugehen. Von wegen 'bei uns wird sich nicht umarmt'- ab unserem ersten Zusammentreffen ist das auf seltsame Weise automatisch. Und ich mag die beiden sehr). Okay, also Anke abgesagt und sie sagte mir, dass sie am Abend bei Dorschi und Jana erstmals eine Nacht ohne Kind verbringen wird. Zur Übung, weil sie mit ihrem Liebsten 'noch verheirateten Mann aus Halle' (au weia- hoffentlich geht das gut) wegfahren möchte. Und Stef ist auch da und kocht was. Und Katrin Maaß. Daraufhin schrieb ich eine SMS an Jana, ob Tobias und ich nicht nach dem Puppentheater so ab 11 oder später (also nach dem Essen und so) noch auf einen Drink vorbeikommen dürfen. Dorschi wars, der mir folgendes schrieb: "Jesko, bitte nicht sauer sein aber das passt heute nicht so gut mit einem Besuch eurerseits. Leider muss ich wiedermal der Böse sein und Dir das sagen. Jani traut sich nicht.".
Boing! Das ist oll. Und traf mich ziemlich dolle. Du meine Güte: Das ist doch kein innerstes Familientreffen oder etwas schwer Besonderes. Im Facebook gabs dazu ein schickes Foto von allen, wie sie anstossen und Hurra aussehen. Ich versteh's einfach nicht: Da ist Anke, die lange nicht da war und mir so vertraut wie den beiden ist; da ist Stef, der immer mal da ist und ein Essen zaubert; da ist Katrin, die durch mich Jana erst seit 1,2 Jahren kennt (... oh menno, das soll alles keine wertende Aufzählung sein) - Und die kleine Gemeinschaft holt quasi und laut Facebook das Weihnachtsfest nach. Und wir beide (ich) und (tobias) sollen nicht dabei sein, wenns geht. Ich verstehe es weiterhin nicht und das war der dritte Punkt meiner kleinen Traurigkeit, über die ich im Moment nicht so recht hinwegkommen mag. Und wie ein alter Spanner gucke ich gerade von meinem Balkon aus rüber und sehe helles Licht in einem Zimmer, in welchem ich nicht sein darf. Aus einem Grund, den ich nicht kenne.
Vielleicht wird mir das ja alles noch plausibel erklärt, aber im Moment ist es schwer doof. Ich bin draussen und würde gerne alles Weitere mit uns inkl. promi-tt absagen. UND: Ich bin einigermaßen betrunken. Das verklärt die Situation. Ok. Aber es hat mich imerhin schwer beschäftigt. Und traurig bin ich nicht umsonst. Ich merke mir sowas.
Und nu? 2012? deejay? Weiterschreiben oder nicht ... egal. Abwarten. Tee Trinken. Wär besser.
...
Nachtrag 13.02.: Es war Dorschi, der nicht wollte, dass Tobi und ich vorbeikommen, weil er eine ausufernde Party befürchtete. Stellt aber Jana an die Front der Schuldigkeit. Und Jana stellt sich dorthin und tut wie geheissen. Schlechte Absprache zwischen den beiden. Es kränkelt ein wenig zwischen uns, weil ich immer das Funktionsgefühl bei Dorschi habe. Gibts Problem, ist er natürlich voll dabei und hilft. Aber von selbst kommt irgendwie nix. Und verlassen sollte ich mich auf die beiden weiterhin nicht. Das enttäuscht dann auch nicht so. Sie machen ihr Ding und ich will da nicht stören. Klingt sarkastisch, ist es auch und ich habs wenigstens begriffen.
Und noch: hier weiterschreiben 2012 werde ich erstmal nicht. Es sei denn, mir kommt es in den Sinn. Es geht mir / uns gut (was nicht der Grund fürs Nichtweiterschreiben sein soll!) und ich guck mir das mit dem Leben mal weiterhin von einem ordentlich optimistischen Standpunkt aus an.
sauberer Abschluss.
Klingt bedeutungsvoll was? Ein Jahr Jesko, zwei Jahre Tagebuch zu Ende beschreiben ... Bisschen kränkelnd komme ich aus der Wanne, hab mich nochmal sauber gemacht ;-) und hole gleich meinen Tobias ab, damit wir frei von jeglichen Plänen irgendwie und irgendwie ins 2012 schlüpfen. Und wenn es im Bett ist: mir ists' recht.Ich kann hier weder auf die Pauke hauen noch mich mit meinem Zustand vom letzten Jahr vergleichen. Es ist einfach zuviel passiert. Und soviel Gutes war dabei. Und ich laufe wie immer Gefahr, mir das nicht alles merken zu können, zumal gerade die negativen Dinge ordentlich schnell verpacke und weglege. Die kommen dann zwar dann unzubereitet gerne irgendwann wieder auf den Tisch und alles ist schlimm wie nix, aber ich gefalle mir weiterhin in der Rolle des Optimisten.Klingt also ungefiltert gut, das alles. Den Rückblick hier erspar' ich mir schon wegen unpassender Reime. Hier steht ja alles geschrieben und vielleicht ringe ich mich ja irgendwann mal leserlich dazu durch. Das grobe Ganze spricht von Folgendem:Das Jahr fing meinem Tod durch traumatischesErschiessen an, ich versuchte daraufhin einen kleinen, weiterhin ehrlicheren Neustart und versackte im Frühjahr zwischen einem Wust von Unsicherheit, Unklarheit und fehlender Richtung. Das betraf Puppentheater, jeskom, die Liebe, mein Leben. Hier die Auflösung: Ich bin im Puppentheater angekommen! Als die LaNotte am 18.06. stattfand, fand mich Tobias. Zu diesem Zeitpunkt gings mir im Puppenhaus bereits wieder und endlich gut und es konnte keinen besseren Zeitpunkt für Tobias geben. Ab 13. Juli ging es dann mit uns beiden los und die unerklärbaren Wellen meiner Abwägungen sehnten sich nach einem Ufer. Und weil ich gleich heulen muss, mach ich es kurz: Es wird von Tag zu Tag schöner und es bleibt nichts als: Ich liebe ihn! Die Art, wie er mich auf realistischere Füße stellt, die Weise, wie ich das annehmen und endlich begreifen kann, macht es meinem Leben und den Aussichten so sehr viel leichter. Wir tasten sogar schon ein bisschen nach der Zukunft und wie das aussehen könnte.Und dann: mein Leben. Wir wissen jetzt, dass sich das Bechterew Syndrom als Verursacher all meiner früheren (Mitte 20) und weiteren Rückenleiden entpuppt hat. Klingt blöd, ist es aber auch. Immerhin kann ich gegensteuern und weiss, was zu tun ist: Bewegung! Das passt alles sogar zusammen, wenn ich meinen Aua-Weg nachzuvollziehen versuche. Und vielleicht laufe ich ja wieder. Auch um mein Leben- denn die Sache mit dem Alkohol habe ich längst nicht so im Griff, wie ich es gerne hätte. Weihnachtssingen ... ja, okay, aber das reicht nicht als Grund. Das ist eher einer Ausrede. Logisch betrachtet, geht es mir am nächsten Tag immer so viel mehr gut, wenn ich nicht abends zuvor die unsägliche extra Flasche Wein stehenlassen hab. Und wo ich wieder bei meinen Aussichten bin und den Alkohol trotzdem doch nicht sofort einfach beende, zeigt es deutlich, dass hier eine Form von Abhängigkeit im Spiel ist. Denn ich kann es nicht anders erklären. Sollte es einfach nur und weiterhin der Weltschmerz sein und dass ich im Grunde garnicht leben möchte? Woher dann die ganzen Freuden, wenn es mir gut geht? Oder geht es mir auch nüchtern oft immer nur schlecht und ich arrangiere es nur entsprechend, um zu überleben? Solche Fragen wie diese hier können ganze Nächte füllen. Und immer schön umsonst.Also lass mich um mein Leben laufen, lass mich zu Tobias laufen. Und ins Puppentheater. Hier hab ich jetzt die ganze Zeit JESKOM ausgeschlossen. Und da liegt ein kleiner Hase im Pfeffer. Wir kommen nicht so recht weiter und hangeln uns von Kleinkonzert zu Mini-Mugge. Und ich habs für mich und damit die Zukunft von jeskom noch nicht deutlich gekriegt und fühle mich daher immer ein bisschen schuldig, dass nichts passiert. und wenn, ist es aufwändig undich schiebe es vor mir her. Doch das wird meine nächste Aufgabe. Fürs neue Jahr. Jetzt will ich erstmal los, Tobias abholen und ihn küssen.2011 war bei weitem nicht so Scheisse. Welcome!
Moment noch ...
... bin gleich wieder da. Hat 'ne Weile gedauert mit meiner Schreibse. Lag / liegt an mehreren Dingen. Soweit: ich bin sehr glücklich mit meinem Tobias und meiner Zeit. Vorhin war Weihnachtssingen Teil I. und es sind so viele kleine Sachen zwischendrin passiert. Eines vorneweg: Saufen ist uncool! Das schreibe ich deswegen, weil das zwischendrin erneut zuviel war. Komisch wa? Wo ich doch glücklich bin! Es ist halb 5 in der Früh' und ich möchte gerne schlafen. Nachdem ich noch ein bisschen Sekt getrunken habe ...
Wie dem auch sei ... Moment noch: Ich melde mich baldigst. Und bin derweil sehr guter Dinge.
merkwürdig
"Ich kann mir vieles über mich einfach nicht merken", stelle ich fest, wenn es darum geht, meine oftmals tiefsinnig lebensbetreffenden Gedankengänge, die manchmal sogar zu einer ordentlichen und scheinbar festen Überzeugung führten, zurück auf den Plan zu rufen. Fast fange ich immer wieder von vorne mit solchen Überlegungen an, obwohl das doch alles schonmal geklärt war. Das geht mir sachte auf und wundert mich. Vielleicht will ich das Erreichte nicht glauben oder ein Enzym aus der Infragesteller-Familie will einfach nicht loslassen.
Weil ich eben erneut über einen plötzlichen Tod (Nachrichten: Berlin, Glatteis, 3 Tote) sann und fast wieder über mein Wichtigsein oder das Besondere an mir nachdenken wollte, und ich dabei eher mürbe-müde als konstruktiv werde und weil das Ganze vielleicht auch an den 4 Flaschen gemeinen Bieres gestern lag, schreibe ich das schnell mal auf und mache den Laden für heute zu.
Yeah! Der Rest geht mir gut. Nix tut weh, alle Aussichten auf Grün.
rechnerisch richtig
"Wenn man sich vergegenwärtigt und damit für sich selbst klarstellt, dass sein Leben mit Sicherheit zu Ende gehen wird, kann man dem Rest des Lebens viel freier und gelassener entgegensehen." So hiess es gerade auf 3sat über Dresens Film "Halt auf halber Strecke" und es hat mich mit den Bildern des Films dazu nochmal ziemlich ergriffen und geschüttelt. Wissen tu ich's ja, allein glauben, dass das vielleicht ja auch morgen schon der Fall sein kann, mag ich's wahrscheinlich nicht. Und so rechne ich wie früher schon in Vergleichen zu den vielen älteren Leuten, in welcher mathematisch ermittelten Abteilung ich mich befinde. Nur dass die vielen älteren Leute um mich herum sich in viel mehr jüngere verwandelt haben und mir mit Mühe gerade noch gelingt, rechnerisch ein "halbes Leben" rauszuschlagen. Was soviel heisst wie: ich habs noch nicht ganz raus, glaube ich mich aber auf stabilem Weg. Und wenn es spontan kurfristig kommt, ja? Dann muss ich mehrere Tage hinweg Alkohol trinken. Weil erfahrungsgemäß am nächsten Tag alles immer so dermaßen oll und ohnmächtig ist, dass ich es gern vorbei und geschafft hätte.
Au warrrte, was sind das für Anmerkungen hier?
das lange Wochenende
Ein ganzes Wochenende haben wir bei mir zugebracht und ich hab mir bisschen Sorgen gemacht ob des quasi "Nichtstuns". Nun hab ich zwar auch zu wenige Alternativen und ich glaube, die Sorgen rühren daher, dass ich mir immer gewünscht hab, dass mich jemand mitnimmt, aufrührt und anspornt, antreibt und so. Nur 'worin' genau wusste ich auch nicht. Wahrscheinlich etwas in der Richtung, die ich selbst so lange vernchlässigt habe: Kreativen Blödsinn verzapfen, verrückte Fotos schiessen, von Brücken springen, Aktionen gegen oder für irgendetwas. Schwer zu beschreiben. Und das trifft es auf den Punkt. Wie Frank Bernhardt sich heute selbst beschrieb: "pragmatisch". So ähnlich ist es auch bei Tobias- nur ohne den künstlerischen Ansatz eines Frank Bernhardts. Aber praktische Dinge vor allem sofort zu tun- und sei es die gelbe Tonne rausbringen, Küche entkernen oder sowas. Sachen, die mich nicht sonderlich anrühren.
Am Sonntag haben wir dann die Zelte abgerissen und sind nach Quedlinburg zum X-mas Markt gefahren. Tons of Tourists. Aber: Wir sind rausgekommen. Während unserer Schlenderei hatte ich immer das Gefühl, nicht ganz klar bei der Sache zu sein. Müde, schlaff, nichts richtig aufzunehmen, nur halb da und immer ein bisschen das Gefühl, hier und jetzt ohne Weiteres umfallen zu können. Kreislauf wegen zu vieler Getränke und zu vielem Nichtstun?
Tobias bekommt das schon sehr mit, dass mich immer irgendetwas umtreibt und schlägt bereits einige Orte, Ziele vor, die wir besuchen oder beurlauben können. Das fetzt. Ich will weg vom Rumsitzen und aus Langeweile zuviel trinken. Und ich hab das Gefühl, dass wir uns da immer weiter zusammenfinden. Vielleicht hab ich meine Hälfte, von der ich über mich glaubte, mich ihm mit seiner Lebensweise anzunähern, noch längst nicht tatsächlich überschaut. Und Zeit und Raum und Liebe sind allesamt groß genug, das weiter voranzutreiben. Das ist auf jeden Fall ein weiteres Stück "get real" - herauszufinden, was ich wirklich gerne machen möchte, um dann dranzusetzen, was dafür notwendig ist. Hat auch mit Mühe zu tun. Zum Glück. Und MIT Tobias.
Soviel Waaaiiin.
Du meine Güte, waren wir voll mit Wein. Von Peter Hofmanns Lesung mussten wir auf dem Weg nach Hause eine Extra Runde um den Block drehen, weils dem Tobias zu dudelig war und er sich Besserung durchs Laufen erhoffte. Dem Quäntchen Besserung haben wir dann in der Küche mittels Anselmann vollends den Garaus gemacht. Und dabei haben wir diskutiert auf Biegen und Brechen. Nur worum es genau gingt ... sollte ich ihn nachher mal fragen. Der Arme - Mitteldienst bis 19:00 Uhr. Und ich gehe um 14:00 zur Kosmetik, lasse mich verwöhnen, soweit ich's merke und schaufele heute Kartoffelsalat und Würstchen in mich rein. Hundert Kilo in drei Tagen wa?
Gestern aufm Fußboden lagen wir 69 auf dem Rücken und ich hatte einen wahnsinnigen Orgasmus. Der geschah fast beiläufig, unbemerkt und verzögerte sich kurz vorm Höhepunkt um 3 Sekunden, die alle Sinne ausschalteten. Wao. Wenns also mal irgendwo weht tut: Orgasma hilft. Schnell.
Mit Ausnahme meines Dudelkopfes gehts mir gut. Richtig gut.
Halt auf halber Strecke Printscreen
Beim Ansehen des eben geschrieben Artikels gabs dieses Bild dazu. Phantastisch. Gibt keine Zufälle wa? Und so lange das geht, renne ich weiter und möchte das halten und ausbauen, was ich hier so gut angefangen habe. (Oder mit mir angefangen wurde. Oder beides.) Was auch wiederum kein Zufall sein kann.
Halt auf halber Strecke
Ich war immer schnell, wenns ans Vergessen oder Verdrängen geht. Das aktuelle Morbus Bechterew Thema nicht ganz so verdrängen können und wollen, habe ich mit Tobias über diesen böse klingenden Diagnosebericht gesprochen. Klar, laut Tobas 'warten wir erstmal ab' ... was bestimmt beruhigend gemeint war. Und er wird CD wie Befund auch jenem Jörg (Weihnachtsingen 2001 - ein bisschen Spaß muss sein) als offensichtlich ziemlich große Orthopädie-Koryphäe mitgeben, so dass der mal ein bisschen deutlicher draufguckt. Sowas hilft mir bereits in der Vorstellung und leitet jenes Vergessenverdrängen umso plastischer ein.
Nunja, und dann war da ja noch Andreas Dresen's "Halt auf halber Strecke" im Studiokino mit von der Partie (mit Gudrun und Katrin). Kommt ein bisschen zum Ganzen dazu; so wegen spontaner Endlichkeit und der damit ungewoll akuten Zerschlagung all der Gedanken, die das "Wie wichtig bin ich oder Besonders" anbetreffen. Weil ich genau diese Thema mit Peter in Berlin damals ein bisschen kenne, war die konkrete Ehrlichkeit um ein Tabuthema in diesem Film nicht ganz so vehement und unvermittelt. Aber deutlich genug, um für mich erneut erinnernd klarzustellen, dass hier in diesem meinem Universum nichts wirklich verlässlich oder hundertprozentig ist. Es kann mich jederzeit und "zack" erwischen. Und ich hab dabei auch festgestellt: Doch, ich habe enorme Angst vor dem Tod.
Tobias kennt mich glaubich nicht, wenn ich traurig bin. Komisch wa? Weil Mandy und ich uns so lange nahe waren, wussten wir voneinander und waren es auch so gewöhnt. Jetzt ist es jemand anders, und der kann es ja so schnell nicht wissen. Uiuiui, sowas führt in vielen Fällen bestimmt fix zu Misstverständnis oder so. So musste ich ihm das am Freitag bei mir in der Küche einfach mal sagen, dass es mich im Moment sehr beutelt: Da ist so'n Stück von mir definiert "nicht mehr zu ändern"; das klingt wie ein Anfang von grösser werdenden Unannehmlichkeiten, wenn man älter wird. Das ISG ist 'dicht', das kriegt man nicht mehr beweglich- im Gegenteil. Eine Bandscheibe ist angetrocknet- das füllt keiner mehr auf. Und die entsetzlich-entzündlichen Schübe werden wiederkommen, vielleicht heftiger, vielleicht genauso oder schwächer, ODER: hörthört- sie können sich auch geben oder stark dezimieren. Tja, sowas höre ich dann ja doch gerne und nehme als sofort als enorm hoffnungsgebenden Punkt mit auf meine weitere Reise. Und ich bin ausser im Vergessen und Verdrängen auch sehr sehr gut auf dem Schlachtfeld des großen Optimismus.
Heute gabs einen enorm faulen Sonntag für uns beide. Und ich bin nicht traurig sondern wundere mich ein bisschen, wie das alles mit uns beiden so plötzlich so gut passieren konnte. 4 1/2 Monate. Du meine Güte, das sollte ich glaubich nicht zählen. Freitag gabs mein allererstes Sushi. Fazit: Naja. Hmm. Okay. Vielleicht nochmal probieren?
Olroid. Ich bin okay. Es geht mir gut. Ja.
Knicks im Bauch
Eben noch über "Besonders oder nicht" oder nicht im Vorzimmer Weimanns gesonnen, jetzt draussen und mit einem merkwürdigen Knicks im Bauch versehen, was meine Endlichkeit anbetrifft. Wenigstens merke ich hiermit nochmal ganz deutlich, wie sehr ich an meinem Leben zu hängen scheine. Da steht in der Diagnose vom MRT wegen BWS und LWS was von "deutlicher Arthrose" und "vollständiger Verknöcherung" und ich spüre für einen kleinen Moment tief in meinem Bauch-Wahrheits-Center eine klare Unumkehrbarkeit. Das hat nichts mit Früher und Besser und Geniesse das Jetzt zu tun. So schön wie es früher war, war's früher auch nicht. Es macht nur deutlich, wohin die Reise geht und ich möchte nur, dass es nicht so weh tut.
Die totale Besinnung kommt wahrscheinlich heute Abend, wenn ich "Halt auf halber Strecke" sehe und ich nach 120 Minuten tiefstem Realismus mal wieder deutlich ... neee, nich deutlich. Ich weiss das garnicht, was dann wird. Das wird einfach und weil ich eh' gleich anfange zu heulen, gehe ich mal positiv eingestellt zum Aldi rüber.
Bin ich was Besonderes?
Da streite ich mich ja gern mit mir und anderen drüber und es ist mindestens zweigeteilt. Besonders bin ich nicht, wenn es letzten Endes ja auch nur ans gleiche Sterben für jeden geht. Und dann wieder doch, wenn ich über meine Millarden Gedanken nachdenke. Jededer denkt für sich allein. Kann ich das beurteilen, wie intensiv oder besonders andere das tun? Ganz schön knifflig. Einerseits hilft es dabei, alles etwas gelassener und ruhiger anzugehen, wenn ich weiss, dass ich nichts Besonderes bin. Auf der anderen Seite bin ich aber das Besonderste von der ganzen Welt. Was mich von einigen Möglichkeiten wegen meines elitären Zustandes abhält. Weil ich zuviel denke.
Zum Schluss bleiben wie bereits herausgefunden ein paar wunderbare Songs, ein auszuräumender Haushalt, ein paar weinende Leute und die verblassende Erinnerung an all das, was mich ausmacht. Ob Besonders oder nicht.
T.B.C.
jesko
Erstaunlich finde ich die Möglichkeit, trotz langen Nächten und vielem "Liegen" und Schlafen mit Tobias tagsüber dann am Abends voller Furcht, nicht schlafen zu können, ins Bett zu gehen und nach wenigen Seiten der Sterntagebücher von Lem sofortigst schwerstmüde wegzudriften. Katapultkompliziert ausgedrückt und wahrscheinlich noch garnicht so viele Tage passiert, I know, aber ich bin seit einigen Tagen gegen 11 in der endfertigen Schlafankunftsstelle angekommen, ohne aber ordentlich durchzuschlafen. Gegen 4 oder so kommen die vielen halben Träume, die mich von links nach rechts werfen und dauernd aufwachen lassen. So also bin ich dann tags oft ein bisschen gerädert, trotz langem Schlaf. Oder wegen ... Aber: dank alkoholischer Zurückhaltung immerhin in Kopf und Seele fit wie ein Turnschuh.
Egal, promi-tt heute und zwei (2) Bier und ich fühle mich wie nach einer fetten Sause und kann kaum noch reden. Wao, das spart Zeit und Geld. Und dann nochwas Schönes: Puppentheater scheint mir irgendwie mehr und mehr Heimat. Weil ich wahrscheinlich auch ziemlich schnell auf meines Erachtens nach positive Umstände reagiere: (jetzt kommts:) Sandy ist nicht da und der Container gehört mir! Yeah!. Seit Wolfgangs Fehlen scheint auch in der Technik alles sehr viel lockerer, leichter und mindestens genau so effektiv vor sich zu gehen. Kurzum: Die Leute sind allesamt entspannt. Ich bin es auch. Nehme mir merkwürdig grosszügige Freiräume, damit ich zu meinem Tobias kann; kann es mir leisten. Alles ist gut, keine schlimmen Gewissensbisse. Werde großen Urlaub haben. Die Idee von Frank B., der da sagte "Nimm mal eine größere Auszeit, leiste dir was, löse dich und entspanne dich." Und ich weiss, wie Recht er damit hat. Klar- nicht die Anwesenheiten zählen, sondern die Ergebnisse. Und die sehen inklusive mir verdammt gut aus. Yeah! Ab 17.12. bin ich also mit Wohnzimmer, Arbeitszimmer, Jesko(m)/2und40-Planung, Keller aufräumen und dem ganzen rumliegenden Kram beschäftigt. Da freue ich mich drauf.
Und überhaupt freue ich mich im Moment ziemlich sehr über mich, mein Umfeld, meine Gesundheit, mein Leben.
everything's fine
... das muss ich mir erstmal nachmachen. Wahrscheinlich bin ich schnell zu begeistern, wenn
- mir nichts und einfach nichts weh tut
- ich keinen Saufschaden hab und
- ich mitsamt einer richtigen echten selbst gewollten Liebe
- ich alles auf die Reihe kriege
- ich dabei große Lust an meinem Leben spüre und
- mich die Leute dabei so ehrlich lieb haben und
- ich mich selbst dabei spüre und labe liebe lebe
punkt.
Wohin soll denn die Reise geh'n
Ach mein Tobias. Ich lieb dich und das Alles wie das so entstanden ist. Wir beide haben fast einen ganzen Sonntag mit nichts ausser Liebhaben, Liegen und Schlafen und Sitzen verbracht. Da fängt es bei mir an zu jucken. Ich bin so'n bisschen mit Hummeln versehen und will immer irgendwas machen. Tobias meint dazu immer, dass wir das erstmal abwarten. Und da sag ich: "Nee, ich hab doch schon so lange gewartet, ich muss los. Und vor allem will ich mit dir los!"
Ich lerne Tobias immer besser kennen und mach mir ein paar Gedanken, was seine Ziele, seine Liebe zu irgendwelchen Dingen (ausser mir, obwohl ich auch manchmal ein merkwürdig Ding bin) und seinen Vorstellungen von Leben abseits von Ordnung und den Sachen, die getan werden müssen, anbetrifft. Ich krieg da nicht viel aus ihm raus und hab fast das Gefühl, dass da auch nicht vieles in ihm schlummert. Da gibts also nur die Chance, dass ich losziehe und die Gelegenheiten beim Schopfe packe, damit wir zusammen die Welt erobern können.
Sein Job macht ihm ja auch keinen Spaß- es ist halt Arbeit die getan werden muss wegen des Geldverdienens. Und er bliebe auch lieber zu Hause als irgendeine Leidenschaft zum Beruf zu machen. Hmm ... das wurmt mich fast ein bisschen. So muss ich ein Auge darauf haben, dass wir nicht einer späteren Lethargie zum Opfer fallen. Ich will los, ich will allen möglichen Krams mit ihm erleben. Egal, ob man das darf, ob man das nicht macht oder so.
Weil ich weiss, dass ich ein paar Hummeln im Hintern hab, die es nicht schaffen, ein Wochenende lang still im Liegen zu verbringen. Vielleicht bin ich ja auch zu ungeduldig. Ha! Jetzt gehts also los: Nach tausend Küssen kommen die Gedanken über das "uns" und tausende zu findende Möglichkeiten, von denen genug in die Tat umgesetzt werden wollen. Die Zeit ist nicht mit Endlosigkeit versehen.
Da hatter doch eben nochmal angerufem: Machter sich Sorgen, der Süsse. Und sagt, er macht alles mit. Alles was ich will. Und ich sag ihm, nee, wir machen, was WIR wollen. Und ich gebs zu: ich werde nicht so ungeduldig sein. Tja, ich werde dranbleiben und ihn kitzeln.
Grosse Liebe
Sowas! Ich fahre ins PT für eine Stunde und dann entspannt um 11 zu Tobias hin. Der liegt noch im Bett und ich leg mich dazu. Au warte. Soviel Liebe. Ich lieb ihn, ich lieb ihn, wir können garnicht voneinander lassen, liegen eng umschlungen und haben uns endlos lieb. Ich kann das schwer beschreiben, weil das so unglaublich schön ist. Und mittendrin wird mir wieder ganz deutlich: ich wars! Ich wars, der damals hingegangen ist, der dann gesagt hat, ich komme nicht wegen Sex, sondern wegen dir. Es kam aus mir heraus und ich merke diesen großen Unterschied jetzt um so mehr. Und dann sehe ich immer noch das Gesicht von Tobias im Juli, wie er mich ungläubig anstarrte und meinte, ich hätte eine vollständige Wende vollzogen und sei beinahe nicht wiederzuerkennen. Stimmt. Ich werde nicht nur geliebt, ich liebe auch selbst. Und mich dazu.
Wao. ich habs geschafft!
Gerne gebe ich noch zu bedenken, dass des konsumierten Alkoholes Menge sich nicht gerade supergünstig auf mein peripheres Befinden auswirkt. Was deutlicher gesagt mal wieder meint: Mann, sauf nicht soviel! Dann kann ich weit mehr, als ich mir jetzt schon zutraue.
Eben Kugelblitze mit Peter Bruckner und seinem Lebensgefährten und einer etwas reservierten Dame. Günstige Karte und den Wein von Peter ausgegeben bekommen. Das fand ich sehr lieb von ihm. Und erfahre so dazu noch ein paar Sachen aus dem PT, die ich noch garnicht kannte. Das fetzt. Und ich finde solche Infos zudem nützlich- nicht um sie blöd einzusetzen, aber immer ein wenig mehr über das Haus und seine "Insassen" zu erfahren. Dass Frank Bernhardt nach dem AMO und einer Werbeagentur über eine ABM Mitte der 90er ins PT kam, im Atelier arbeitete und dann in der ÖA, um sich daraufhin selbst seine Stelle als Künstlerischer Leiter zu erschaffen. Und dass Micha früher viel offener gewesen sein muss.
Aber egal- das ist wertungsfrei für mich. Und noch eine Erkenntnis des heutigen Abends: Kabarett ist es nicht (mehr). Fetzt nur ein bisschen.
So. Weiterlieben!
Iliosakraler Abgesang
Sitze ich also vorm MRT und warte ein bisschen und denke noch etwas über Matze und seinen in diesem Moment vollkrebssterbenden Onkel nach und blättere in einem Stern voller Krebs. Ich lese den ganzen Artikel und füchte mich davor, zu glauben, dass solche gemeinschaftlich auftretenden Ereignisse metaphorische Ausirkungen haben könnten. Zauberei und Vorahnung. Und gleich gibts das MRT ... Wie auch wie im August, als diese Clusters im Kopf so heftig waren und meine Schulter so böse wurde und ich dachte, meine "hormonelle Umstellung" aufgrund ehrlich eintreffender Zustände (Tobias und meine endlich erste Liebe) würden mir die Ironie des Schicksals aufzeigen und mich dahinraffen.
Untraurig liess ich also die Techno-Party (eine Kurzsession macht 626 Schläge. Ordentlich laut und lang) über mich herumhämmern und hörte mir dann im Anschluss in etwa so etwas hier an:
Das Iliosakaralgelenk. "Herr Döring, sehen Sie hier, da sollten eigentlich offene Kanäle sein, aber die sind alle dicht. Das ist vollkommen verknöchert." Du meine Güte. "Und? Was kann man da machen?". Sekundenbruchteile Stille, dann: "Das ist gelaufen, das geht nichts mehr." Oh, da geht nichts mehr. Dann sagt der Mensch, dass es in meiner Jugend eine ziemlich heftige Zeit der Entzündungen in der LWS gegeben haben muss. Stimmt- ich erinnere mich der heftigen Zeiten so ab 1994 ++ (Wien) und als ich (1996) beim Opa Bamberg täglich viele Diclophenac in mich reintun musste, als man mir eine Morphiumspritze verpasste, damit ich bei den Bluesjackets in der Kammer eine gute Show abliefern kann. Oh das weiss ich noch gut. War sehr oll. Und der Doktormann fügt hinzu, dass es wohl gerade beim Schlafen richtig oll gewesen sein muss. Ja! Das wars tatsächlich. Und? Hätte man damals etwas dagegen tun können? Nunja, nicht wirklich. Und wenn dann nur mit ziemlich hohem Aufwand. Was die Ursachen und Störungen nun genau waren, bekomme ich in der Kürze der Erklärungen nicht erfragt.
Und was die BWS (Brustwirbelsäule) und damit meine Schulter betrifft, hatte der Mann in Weiss erstmal nichts zu sagen; erst auf meine eindringliche Frage, dass mich dort etwas sehr stark kaputt macht und durch alle Schmerzmittel der Welt offensichtlich nicht zu beruhigen ist, schaute er nochmals auf die Computer und fand dann doch etwas heraus: In der BWS links zwischen 5. und 6. Wirbel und auch etwas höher gibts zwei entzündliche Störungen, die zwar kaum noch sichtbar, aber vorhanden sind. Und eine einzige Bandscheibe, der ein bisschen Flüssigkeit fehlt, was aber nicht problematisch zu sein scheint. Er meint noch, eine Röntgen- oder besser noch CT-Aufnahme könnten für beide Positionen noch ein deutlicheres Bild schaffen.
Also bin ich verknöchert. Alt. Und immer wieder mal Aua. Das mit dem Kiesertraining glaube ich selbst als gut einzuschätzen, weil wenigstens der Halteapparat ein bisschen stabilisiert wird und die vernöcherten alten Wirbel und Gelenke nicht alles komplett anfangen müssen. Am übernächsten Freitag mache ich bei Weimann weiter um nun rauszukriegen bzw. einzugrenzen, was am besten zu tun bleibt. So lange es nicht weh tut (also so wie jetzt- yeah!) ist alles wie üblich vergessen und nicht ganz so schlimm. Kommt's aber, ist die Welt für mich verloren ...
Auf keinen Fall aber muss ich jetzt gleich sterben. Und das sind inklusive meines immer noch währenden Hochs inmitten von Tobias und meinem Leben ganz gute Aussichten.
gut. gut. gut.
Es geht mir gut. Gut. Gut. Gut. Schulter bei 0,5 - Tobias bei 10. Ich bin im Puppentheater nach einem guten Gespräch mit Micha, Frank und Doris mit 500 raufgerutscht, werde damit gesetzlich versichert (was solls, das wird auch okay sein) und damit über 600 mehr auf die Hand haben. Nach allen Abzügen. Ist zwar wahrscheinlich immer noch kein Reichtum und im Gegensatz zu den merkwürdig vielen privat Versicherten im Puppenhaus durchaus stark verbesserbar, aber ich werde damit auskommen. Und werde 2und40 und mich weiterhin beibehalten bis 16.500 Umsatz, damit ich ohne Mehrwertsteuer bleibe. Falls sich das lohnt betreffs Anschaffungen ... Und dann werde ich sehen, wohin es mit mir in diesem Theater geht und ob Micha und ich (wie er sagt) wirklich noch gute Freunde werden.
Das musste ich nur mal schnell aufschreiben- wichtiger vielmehr ist die Feststellung, dass es mit gut geht. Gleich kommt mein Tobias- wir sind jetzt fast 4 Monate zusammen und es fühlt sich immer noch gut an. Gut vor allem deswegen, weil ich vieles weglegen und einiges mir aneignen konnte, von dem ich dachte, dass ich das vielleicht nicht könne. Doch. Kann ich. Wenn man eine Liebe hat ...
Und das ganze andere, was uns sehr unterscheidet, hoffen wir weiterhin in die Mitte von uns beiden rücken zu können. Also ein Treffen auf der Hälfte. Das geht. Was das alles ist und woran ich dabei gedacht habe, kommt alles später. Jetzt kommt erstmal Tobias. Und das ist gut.
schwarz + weiss - wie wichtig bin ich
Wenn ich mich so gefühlsmässig betrachte, komme ich immer wieder gerne ins Staunen. Ich binmerkwürdig schnell motivier- und damit wohl auch stimulierbar. Wie war das vor vielen Einträgen hier? "Wenn mich jemand ordentlich überzeugt etwas dummes zu tun, würde ich mitmarschieren?" Wie dem auch sei, hier ein kurzer Abriss des heutigen Tages. Also mal ein richtiger Tagebucheintrag ;-)
Die Nachtzeit war reichlich bemessen, dennoch träume ich immer zuviel durcheinander und auch meine Schulter spielt ein bisschen da rein, dass ich irgendwie immer gerädert, unausgeschlafen und mit Augenringen den Tag beginnen muss. Das ist doof, wo ich doch mehr und mehr Spaß an mir habe. Dann kommt es zu den üblichen Verwüstungen im Strassenverkehr, dem schier unüberschaubaren Universum und den zu erledigenden Dingen darin. Dann entschliesse ich mich doch noch zu Carlo Weimann zu fahren und setze energisch drauf, wie sehr mich die ganze Schulterstory nervt. Ziel erreicht: Ein MRT für BWS und ISG (BWS) und weitere Massagen. Daraufhin kläre ich noch mit dem Bus-Alarm-Mann, dass wir das Problem am Donnerstag lösen werden und ich fahre ins PT und mache mein Zeug. Und immerhin stringent mit Ziel und Erledigung.
Klar, jetzt ist es spät (kurz vor Simspons), aber gerade eben beim Nachausefahren unterscheide ich den Hinweg: Ich bin gelöst, ruhig und nichtmal die Schulter oder so tun mir weh und ich denke: "Das musst du aufschreiben. Und vergiss nicht die Geschichte mit deiner Wichtigkeit!" Was? Wichtigkeit? Ach so ja:
> Meine Wichtigkeit des Daseins verschwindet mit meinem Verschwinden (Tod) spätestens nach drei Monaten. Und dann ist all mein ganzes Gewühl und die Aufruhr inklusive meiner Vergangenheit nur noch blasse Erinnerung. Also: keep / get cool & real, Babe (an mich, nachts, auf einem Zettel vermerkt) <
Wa? Diese Nach-aussen-Betrachtung lässt sich ganz gut nach Innen kehren. Wieviel Schrecken, wieviel Unwohlein, wieviele Äonenschwere Überlegungen, Hadereien, Grübeleien und Traurigkeiten durchlebe ich eigentlich und für wen? Passt gut zum Einstieg vorhin: Auf einmal tun Schulter und so nicht mehr so weh, ich bin entspannter. Geht manchmal ganz schnell. Wie schaffe ich das aber, ohne zu müssen und mir vorzunehmen, diese Entspannung als Basis zum Leben zu nehmen? Du meine Güte, das ist so schwarz versus weiss, wie ich heute morgen an der Ampel dachte: Kommt jetzt wer und gibt sich als Teufelsengeloderwas aus um mich hier wegzunehmen, sage ich ja und komme mit. Und in diesem Augenblick, wo ich hier sitze und das schreibe, denke ich mir: Och naja, nööö. Neee, lass mal, da geht noch was.
Ds Leben ist merkwürdig. Weil ich es auch bin.
Liebe & Leiden
Schnell schreiben, weil gleich alle: Bin gerade nach einem schönen Promi-TT Match mit einem fein-menschlichen Frank Pohl und etwas zuviel Bier nach Hause gekommen und sehe auf dem Tel-Display, dass Tobias mich 3 mal versucht hat, mich aus seinem Nachtdienst anzurufen. Und bin ein bisschen traurig deswegen, dass er's nicht geschafft hat. Das macht vielleicht auch das 3,5-fache Bier. Allerdings stellt es auch fest, dass ich ihn und seine Umarmungen, seine Küsse und sein so liebes Gesicht- einfach seine Anwesenheit so sehr liebe. Ganz besonders ist es, wenn ich wie jetzt wieder blöde Schmerzen hab und er mich umarmt, mich anguckt und ich mich für diesen Moment so sehr beschützt und geliebt fühle.
Allein bin ich hilflos, ein Vogel im Wind ... (der spürt, dass der Sturm beginnt?) Ein merkwürdiges Wehleiden durchzieht mich seit 2 Tagen wieder mit ungeheurer Stärke: meine Schulter hat ihr Schmerzzentrum etwas mehr zur Wirbelsäule verlegt, was mir überhaupt nichts ausmacht, ausser dass ich schreien, kotzen und was kaputtmachen könnte. Weil ich nicht schlafen kann. Weil ich bem TT nicht so rumspringen kann wie ich es gewohnt bin.
Das ist merkwürdig, wo doch, wie ich Jana zustimme, die Leute, die verliebt sind, mindestens 5 Kilo zunehmen und sich seelisch und psychisch / physisch heile fühlen. Ich mache zur Zeit fast das ganze Gegenteil. Habe mich auf (28.10., morgens, leer) von knapp 80 auf 74,8 Kilo abgemagert, mache keinen Sport mehr wegen der Schmerzen und habe es satt, unausgeruht und deswegen auch ständig empfänglich für Erkältungen (höre: Stimme) zu sein. Was hier das "fast" betrifft, geht meine Psyche an: Da geht es mir gut. So gut, dass ich beinahe Dost und die Weiterführung der Psychoanalyse in Frage stelle. Vorerst. Hat auch damit zu tun, das ich eventuell die Krankenkasse ins Gesetzliche wechseln werde, insofern Kempchen meine Ideen teilt. Egal.
Fakt ist: ich muss das jetzt wirklich klären, auch wenn die Schmerzen wieder nachlassen werden. Sie sind ja doch nie wirklich weg und lauern mir immer auf. Und jetzt bin ich so betrunken, wie ich es kenne, wenn ich den Unterschied sehr zu schätzen weiss, wie ich wie die letzten Tage so dermaßen gut bin in allem was ich tue. (Hä???) Siehe auch "Motivation". Frank Bernhardt bezeichnet mich als weltbesten Öffentlichkeitsarbeiter. Auch wenn ich weiss, wie das zu nehmen habe, ist es doch genau die Art von Motivation und Zusammenarbeit, die ich so sehr sehr schätze.
Okay, ich werde diese Nacht vielleicht ein bisschen besser eingebildet gut schlafen und morgen ein wenig durchhängen. Dann kommen Tobias, Jane und Jana Halbritter auf eine gekonnte Kartoffelsuppe, die hier auf dem Herd steht. Und dann hoffe ich beinahe, dass der Schmerz noch so da ist, damit ich vehement wenigstens ein MRT einfordern werde, um damit alles dran zu setzen, rauszukriegen, was ausser meinem Psycho-Karma wirklich an diesem fucking Schmerz dran ist.
Jesko- so wie du jetzt bist, hab ich dich lieb. Und noch viel lieber, wenn ich mit meinem Tobias umhertollen und ihn wenigstens so weit mitnehmen kann, als dass er mit mir das Gleiche macht. Ob betrunken oder wegen Aua oder Peter Hofmanns Buch "Der letzte Prinz" oder sonstwas:
Tobias: Ich liebe dich. Tatsächlich.
Mieser Peter Samstag Morgen
"Naja, ... ich dachte, du könntest mich ein bisschen aus meiner Lethargie rausreissen und gerade an solchem warmen Herbst-Samstag wie heute mit rausnehmen, egal wohin ..."
"Ja, das kann man aber auch noch später machen, solche Tage kommen ja auch wieder. Es gibt eben auch ein paar andere Dinge vorher zu erledigen."
Das meine ich, wenn ich darüber nachdenke, die Dinge nicht verpassen zu wollen, die ich lange schleifen und liegenlassen hab. Und dabei hatter ja auch Recht, wenner seine Tausend-Euro-Hecke pflegen will und saubermachen und einkaufen will und so. Und um 2 isser ja wahrscheinlich auch bereits fertig mit allem und wir gehen Zeugs kaufen und Wohnzimmer bauen und Musikanlage gucken ... allein mir bleibt angesichts solcher Ansichten gerne ein Kloß im Bauch zurück. Nu will ich schonmal raus und LEBEN und mache stattdessen sauber.
Klingt ein bisschen voreilig, überstürzt traurig und sachlich unrichtig überlegt, aber ich will raus und übers Meer, durch die Nacht, durch den Wind. Bis sie zu Hause sind. Und denne machen wirs sauber und uns gemütlich. Aber erst denne.
Ungeduld's Hero.
P.S: Und dann denke ich, Tobias soll für meine vergeigten Jahre Pate stehen und es mit mir besser machen, ohne dass ich selbst weiss, ob ich jetzt nach Sanssouci durch die Schlossanlagen mit ihm lustwandeln will oder ob ich mir das aufsetze, um es mit Macht nachzuholen: Das viel viel viel große Gefühl, mit jemandem all das Schöne gemeinsam zu erleben. So ein Erklärwust. Mach das alles weg und die Klöße vom Bauch auf den Tisch. Mit Rotkohl und Goulasch oder sonstwas.
Lüge
"Wann hast du dir das letzte Mal die Haare gewaschen?".
"Gestern."
"Du lügst mich doch an ... "
"Nein, mach' ich nicht. Ich hab in meinem Leben schon so viel gelogen; als Kind schon und dann immer weiter bis zuletzt; das reicht. Ich höre auf mit Lügen."
Hab ich mich sagen hören. Gestern. Als ich Tobias nach gefühlten 2 Jahren (Tagen) wiedersah. Und kaum hab ich's ausgesprochen, macht sich eine wohlige Erkenntnis in mir breit, die mit "Wao!" am besten zu beschreiben ist. Unwissentlich auf den kleinsten Punkt gebracht, hat sich diese Erkenntnis mit dem Titel dieses Diarys feierlich verbrüdert:
GET REAL.
die Lösung
Jetze, wo ich erneut ob meiner Schulter und anderer Ausreden zuviele Getränke in mich rein getan habe, wirds mir wieder deutlich: Wahrscheinlich ist es die Gewöhnung an das "quasi"-so freiheitliche Zwangs-Leben, in welchem ich machen kann, was ich will- eben auch: zuviel trinken. Bis es mir erneut am nächsten Tag wieder und wieder leid tut. Genau wie diese Schreibe hier, die ich schon vielfach und sehr deutlich hier in meiner "Zehnsucht" angemahnt habe.
Wo doch jetzt meine gröbsten Ängste, Sorgen und Nöte ... nee: wo sich mein Leben seit dem 13. Juli 2011 mit Tobias in eine Richtung verändert hat, die mir den gröbsten Denkmüll genommen hat ... sollte es doch endlich möglich sein, meine verkackten Alkoholgewohnheiten abzulegen. Warum klappt das nicht? Hä? Komm, sag mal? Warum nicht?
Da kann der perfekte Mann mit der weltbesten Idee für mein Leben kommen und alles stimmt und es ist unglaublich supergenial - ich bin mir sicher, ich würde genau wie jetzt erneut wieder solche Zeilen über fucking Alkohol schreiben. Oh, Moment: ist Tobias das also nicht ? Neee, nich jetze ... Stopp!
Fuck: Ich wollte über die Lösung schreiben. Und erneuere: Wenn Alkohol kontrollieren bei mir nicht geht, dann muss ich ihn eben komplett aufgeben. Kann ich das? oder: Bin ich dazu bereit? Jedenfalls ist das tatsächlich die Lösung: Egal ob Aua in der Schulter oder enorme Anstrengungen und / oder Probleme in meinem Leben: Alkohol wird es nicht lösen.
Mann, ist das bekloppt.
Liebe & Tod
Hui. Das klingt dramatisch. Es sind zweierlei Sachen deutlich, intensiv, ausgeprägt, klar ... Ich liebe den Typen. Als er vorletzten Freitag Abend los musste und bei mir auf einmal alles so anders und blümerant und noch schöner in meiner Vorstellung über uns beide wurde und ausserdem meine böse gemeine Schulter Erbarmen mit mir hatte, wurde mir bewusst, wie gut das ist, mich zu irgendetwas zu bekennen, klar zu positionieren. Bervor ich das wieder zerrede: Tobias und ich fühlen sich an wie zwei gute Freunde, die sich zudem dauernd küssen müssen. Als wäre es ... neee: ist es das Normalste der Welt. Keine Scheu, Schande, Scham. Nichtmal die Vorsicht im öffentlichen Leben, die Tobias lieber noch hochhält. Hätte gerne laut an eine Wand gesprüht "Endlich schwul", aber selbst das beginnt, egal zu werden. Wem will ich das sagen? Mir reicht das so hin. Und nu guck ich weiter mit Tobias und mir. Und ob er mich hochhält und mitnimmt und aktiviert, wie ich es mir wünsche.
Und Teil II: Der Tod, ist der, den wir zwar alle kennen und irgendwo wähnen oder wie gestern im 3sat sehen, wenn es um Diagnose Krebs geht. Speziell geht es um meine rechte Schulter, die offensichtlich von der linken schwer beschossen wird. Große Sybalance und noch größeres Aua. Mittlerweile wache ich nicht mehr um 5 oder 6 auf, sondern um 2! Ja gut, das war bisher nur heute, aber ich habs gestern und vogestern schon bemerkt, wie unschön das ist und wie aggressiv und weinerlich das macht, wenn es keine Nacht des Durchschlafens gibt und vor allem keine Gewissheit, dass irgendeine noch so schwere Droge in 3facher Menge irgendetwas bewirkt. Das macht zudem nervös, lässt mich weiter leicht erkältet kränkeln und in ein gefühltes Siechtum gleiten.
Ich will, das das aufhört. Mit Schulter und meinem Körper, den ich liebe.
Ich will, dass das weitergeht. Mit Tobias und damit den, den ich liebe.
heile heile ...
Offensichtlich hat mir der gestrige Abend mit Tobias mit meinen plötzlich gedämpften Zweifeln und noch größerer Zuneigung zu ihm auf unerklärliche Weise einen Schub versetzt, der merkwürdig ist: Ich habe nach einer Flasche Wein mit ihm nebst einem Bier allein eine weitere ganze Flasche Rose geleert, wohl wissend, dass das absoluter Unsinn ist und ich die Folgen kenne wie hasse. Und ich fühlte mich gestern Abend schon so merkwürdig besser- auch was meine Schulter anbetrifft. Auf einmal wurde alles leichter. Und der heutige Morgen war bemerkenswert undunstig. Ich war fast richtig fit, oder hab den Rest meines Ungemaches verdrängt.
Wie dem auch sei- dieser Tag war eine Freude: Hab im PT tatsächlich die Dinge gut vollbracht, die ich machen wollte (u.a. auch meine Kostenaufstellung, die klarstellt, was ich dem Puppentheater in 2011 eingespart habe, was ich auch gleich Doris und dem Chef mit der Bitte um ein Gespräch reingegeben habe), habe dann auch einen Sofort-Termin bei Elke Lemme bekommen- was ich ebenso als Glücksfall einstufe. Denn diese Frau hat mir zugehört und offensichtlich genau das Richtige mit mir gemacht: Meine Schulter ist jetzt im Vergleich zu den letzten zwei Wochen in einem beinahe als hervorragend einzustufenden Zustand. Und ich weiss, wie blödsinnig glücklich ich werde, wenn solche blöden aussichtslosen Schmerzen sich legen.
Zusammen: Da ist eine Liebe namens Tobias, die mir sehr gut tut; daraus entstehen offenbar Möglichkeiten an die ich selbst so nicht geglaubt hätte. Damit überlebe ich sogar solche Tobtrunkanfälle, die ich hoffentlich jetzt in die Reihe kriege- weil es sich lohnt und weil es einen Sinn hat. Daraus entstehen Ambitionen, mein Leben auf die Reihe zu kriegen; daraus entsteht letztlich die Liebe zu mir selbst, die mich all das angehen und machen lässt, was ich mir immer gewünscht habe. Komisch wa? (... schreibe ich hier und mache mir fast schon wieder Gedanken, ob so ein Zustand sowas tatsächlich bewirken kann. Aber was solls: ich spüre es ja. Und das reicht!)
Und jetzt pass gut auf, was du hier liest: ES GEHT MIR GUT!
Tobias
Zugegeben, ich bin jetzt im Nachhinein so be-rosé-weint, weil ich es eigentlich nicht hätte sein sollen. Unvernünftig und doof. ABER: Heute Abend hat sich nach den ganzen Querelen meines Denkens über uns beide und dazu der vergangenen Nächte inklusive dem ferfickten Aua in der rechten Schulter etwas ereignet:
Tobias kam hier so gegen 18:00 Uhr an und es war vom ersten Augenblick große Liebe, die ich für ihn verspürte. Wao. Womöglich sind diese zwischenzeitlichen kleinen gedanklich-ängstlichen Fragen an mich und an ihn ob unserer gemeinsamen Zukunft nützlich, um mich aufzuräumen. Aaah nee, das is' doch jetzt Quatsch. Blödsinn. Nochmal:
Gegenerklärungsversuch: Ich habe heute Nacht inkl. der verkackten schlaflosen Schulter von einer Situation geträumt, die wie bei "Es war einmal ein Amerika" von jenen chinesischen Opiumhöhlen handelte. Nur dass hier nicht Gangsterbosse, sondern ich; dass hier nicht junge Mädels mit Palmwedeln zugegen sind, sondern schicke Männer, die mich einölen, verwöhnen und so sachte und zielsicher dahin bringen, dass mir sachte jemand schmerzfrei einen reinschiebt und ich mich vor Wohllust kaum wiederfinde. Das war ein Halbschlaf > ich fand mich mit schwerer aktiver Erektion und dem Aua in der Schulter im Bett wieder und freute mich trotzdem. Und dachte dabei: "Neee. Lass mal, das will ich lieber mit Tobias zu Ende bringen". Das hat vielleicht auch ein bisschen mit dem Buch von Peter Hofmann zu tun (Der letzte Prinz), was sich so schön nebenher liest und wahnsinnig viel Lust auf Schönenberg, auf "Endlich Schwul"-sein macht.
Was und wie immer das war, Tobias war heute hier und ich hab ihm von meiner Nacht erzählt. Und dazu von meinen Gedanken über das, was das mit uns beiden werden kann (die er sich übrigens genauso macht!). Dass wir beide logisch bisschen unterschiedliche Weltvorstellungen / Ansichten haben. So genau war ich leider nicht in meinen Aussagen. Er sagte noch "Es ist keiner ohne Fehler" und ich versicherte ihm, dass das nichts mit Fehlern zu tun hat. Wir sind beide schlau (was für uns beide klarstellte, dass ich ganz klar keinen Blödmann vor mit habe), vielleicht aber haben wir unterschiedliche Ansichten über Werte, Blödsinn und dem ganzen Rest.
Ich bin zu betrunken, um meinen ganzen Deutungsknödel nochmals zu deuten - weil es Quatsch ist: Ich hab ihn heute so dermaßen lieb gehabt, ohne Kompromisse. Und ich habe es so sehr genossen, ihn zu treicheln, ihn zu küssen - ER war da. Und das war groß. Ich hab ihn massiert (das kann ich gut und die Bepanthol-Sperma Spritze brachte uns zum Lachen) und dann haben wir beide uns verwöhnt und uns den Titel "zwei Spritzige" verliehen.
Jetzt ist er weg und ich habe blöderweise zuviel vom Rest-1-Veltins und der nächsten Flasche Portugieser Weissherbst in mich reingetan. Keine Ahnung, ob ich das hier richtig aufgeschrieben habe. Jedenfalls gibt es zweierlei zu bemerken:
Ich liebe Tobias und unsere Aussichten, die ich allesamt für möglich halte. Hab keine Ahnung, warum meine kleinen Zwistigzweifel auf einmal mit heute so verschwunden sind. Gehört wohl dazu. Nach 3 Monaten. Und für die Esotheriker unter den Lesern dieses Buches: Ich habe seit Tobias heute Abend meine Schulterschmerzen in der Skala von 1 bis 10 ('prima' bis 'springe-ausm-fenster') von 5 bis auf 2 deklarieren können. Schon wieder Quatsch:
Es geht mir gut!
Wer liebt , schläft nicht (Schlafes Bruder)
Wer liebt, säuft nicht (Jesko mit seinem Fragezeichen)
Psychoschulterliebezweifel
Am Freitag gabs einen Kloß im Bauch. Und ich wage es weiterhin nicht zu beurteilen, weil ich es auch nicht will. So stehe ich draussen bei Tobias, rauche immer mindestens doppelt so lange wie er und denke mir was beim Mondgucken. Und es drückt mich irgendwas. Irgendwelche Zweifel? Welche denn genau? Dass Tobias nicht der sein könnte, den ich mir wünsche? Frage ich mich nach meinen Wünschen und Vorstellungen darüber, komme ich allerdings keinen mm weiter. Liegt vielleicht daran, dass wir oft bei den kleinen Dingen des Lebens bleiben. Und ich bin es doch gewohnt, mir immer alles so schwierig zu denken und ungreifbar gefühlt "anders" zu erleben um es nie zu erreichen. Muss ich mich auch erst etwas runterbekommen von diesem aussichtslosen Stand der Tausend Gedanken oder? Dann denke ich an sowas wie "gefordert werden". Das hatten wir schonmal! Ich- der Vielseitige, der Enormbeschäftigte, der Suchende. Tobias der, dem es immer "okay" geht.
... ich weiss ich weiss ich weiss, das braucht gerade bei mir ziemlich Zeit. Am nächsten Tag war das auch schon weit besser. Vielleicht wars sowas wie ein Zwischenresümee, in welchem ich mich frage, ob ich mich wohl wühle (hahaaa: fühle) mit ihm. Immer hab ich das Gefühl, "was machen" zu wollen, was spinnen, was Unüberlegtes tun, dreckige Philosophie, sinnlose Psychologie, Musik machen ... WAS TUN! Ausser saubermachen ;-)
Ich will, dass meine Erkältung weggeht. Weil damit wahrscheinlich auch mein 2-wöchiger heftiger Schub in der Schulter zusammenhängt, der unerklärbar böse wütet und mich mit deutlichen Augenringen versieht. Heute zweite Spritze und Physio verschrieben bekommen. Dazu ein Neuversuch von Tabletten, weil nix zu helfen scheint. Elke Lemme - du bist ausserdem meine Hoffnung. Renke mich aus, dann renke ich mich wieder ein und vertiefe mich weiter in diese schöne Idee von Freundschaft und vor allem Liebe, die mich hier gerade so schön seit 3 Monaten das doofe Psycho-Leben gekostet haben.
ein ganzes Vierteljahr
Silberzeit. Tobias und ich sind auf den Tag seit 13.07. so in echt und richtig zusammen. Und mir kommt es weiterhin so einfach, normal und schön vor. Sämtliche ewigen Bedenken wegen schwul und uncool sind dahin und nichtig und ich bin weiterhin und eher derjenige, dem die Umgebung fast ausnahmslos egal ist, wenn ich ihn nur knuddeln und küssen kann, wann immer ich will. Bisschen komisch ist das schon, wahrscheinlich habe ich auf so ein Gefühl immer nur gewartet, um es Realität und Normalität werden lassen zu können.
Und dann krieg ich es dennoch nicht ganz weg: dieses kleine zwischenzeitliche Denken darüber, ob wir beide zusammengehören oder nicht. Alles spricht immer wieder dafür, nur scheine ich immer so'n kleines In-Frage-Denken mit mir zu schleppen. Das kommt wohl aus meinen zwei langen Beziehungserfahrungen, die mich ja doch so lange die Situationen einfach aushalten lassen haben, ohne tatsächlich auf mich und den kleinen gefesselten Kerl in mir drinnen zu hören. Und dann sagte mir Tobias irgendwann (schon 'ne Weile her): "Guck doch mal, wie du aussiehst, wie du bist - du hättest jeden haben können. Die hätten bei dir angestanden." Tja, das war eins drauf auf meine vergangene unwiederbringbare und bisschen verlorene Zeit. Und nun denke ich, es richtig machen zu wollen und denke dabei manchmal eben darüber nach, ob wir beide die "Richtigen" sind. Hat auch mit meiner femininen Seite beim Sex zu tun. Aber das hat Tobias ja auch nicht ausgeschlossen.
Summe: So wie es ist, ist es sehr und ungeschönt in Ordnung. Und die kleinen Zweifel werden entweder zerfliegen oder sich irgendwannwarum verfestigen. Nur dann muss ich ehrlich bleiben. (Bleiben! Nicht werden! Schomma cool!)
Und jetze will ich genesen. Gesund werden. Vollständig. Weils was zu erLEBEN gibt.
Alter & Siechtum
Ich muss es mal zusammenfassen. Vielleicht für später zum Vergleichen. Bisschen latent unwohl wars mir ja immer schon. Warum eigentlich? Was liegen denn da für Voraussetzungen vor, dass es immer ein bisschen weh tut oder sich oll anfühlt? Schiefhaltung wegen meiner kindlichen Kopfkissenkampagne (erst ganz hoch, dann ganz ohne), Mister "Krumpu" und Über-den-Onkel-Latscher? Oder doch alles Psycho? Manno. Das Ergebnis ist immerhin und jedenfalls: Es tut weh und manchmal so dolle, dass ich schreien und gleichzeitig was kaputt machen möchte. Hier die Setlist:
Rechte Schulter hinten, die gerne mal nach vorne strahlt und mich niemanden umarmen lässt
NEW: vermuteter Ischas linker hintern, mehr Hüfte!
Am Hodensack links pilzt oder schuppt es und juckt wieder. Danny Bading hatte das nach 10 Jahren "oll" im Herbst 2010 gut behandelt und ich sollte einfach mal wieder hin.
NEW: Kopfschmerzen, genannt "Clusters". In einer spontanen Heftigkeit, die sehr sehr ungewohnt sind. In letzter Zeit wieder weniger, aber latent lauernd
So, und der ganze Rest fällt mir auch noch ein. Jetzt kommt erstmal Tobias und das hat nichts mit Schmerzen zu tun!
'n Manager
Oft denke ich mir, dass ich niemals das Zeug für solche Managertypen hätte; Leute die alles übersichtlich bedenken, klar machen und die ganzen Seitenstränge bedenken können. Oh- diese Seitenstränge habe ich millionenfach, allein sie taugen nicht für diese Vorstellung von klaren Strukturen. Warum ich das hier schreibe? Ach so, ja, ich stand vorhin aufm Balkon, rauchte trotz meiner schweren Lunge eine und dachte mal wieder nach über Fotografie, über Musik und den Rest meiner allgemeinen Profilierung inklusive Wohlfühlfirmaleben, und damit das, was ich für Aussenstehende wahrscheinlich enorm gut kann- in meinem Vergleich zu denen, die besser wissen was sie wollen, mich allerdings so kläglich fühle. Und dann kommen immer diese Ideen von Orientierung auf das Wesentliche, das ich womöglich einfach nicht für mich rausfinden werde. Doof. Manchmal häte ich das gerne- dass ich von den Sideshows loslasse und mich auf mein ureigenstes oder wenigstens anerworbenes Element stürze. Was keiner weiss. Und jeder kann.
Vielleicht bringt es ja das Einzug haltende Alter: Es gibt so einige Sachen, für die ich merkwürdigerweise nicht mehr ganz so schnell zu begeistern bin. Moderation Local Heroes in SAW für 300 + Unterkunft (machen oder nicht?), persönliche Ausschreibung vom Kultus über eine Website (auf die einfach keinen Bock hab, aber wahrscheinlich Geld damit verdienen könnte- und auch müsste) ... und auch so Sachen mit Tobias, die wir bisher nicht unternommen und auf der Couch belassen haben, auch wenn ich noch immer das Gefühl hab, in jede Jahreszeit mit ihm springen zu wollen, um all das nachzuholen, was ich inklusive einer richtigen Liebe so noch nicht durchlebt habe.
Aber das sind alles Spekulationen. Machen wir morgen erstmal die Bluesjackets vollends zu Ende; Heiland oder Teufel: gib mir körperliche Gesundheit (immer hatter was!) und dann sehe ich wie immer mal weiter, ob ich mein eigener Manager mit feinem stabilen Background werden kann.
Liebe heilt alle Wunden #fail
Stimmt also nicht. Wenn ich der Zeit seit jenem Donnerstag der Massage von Tobias hier bei mir ab der folgenden Nacht gedenke, wonach bei mir die von uns so genannten CLUSTERs anfingen, die Hüfte sich schmerzlich meldete und als Gegenspieler die rechte Schulter beharrlich dann bedrohlich den Aufstand probte ... und sich jetzt erst alles sachte zu legen scheint, um einer tiefen gemeinen Erkältung den Platz zu räumen, dann kann das nicht stimmen, dass Liebe alle Wunden heilt. Oder alte? Darauf läufts wohl hinaus: Ein gebrochenes Herz und so. Das geht womöglich. Aber Ischias, Muskeln und zu kaltnasses draussen rumstehen nach den Bluesjackets ... kann nicht gut gehen. Suse hat heute ein bisschen nachgerenkt in den ollen Zonen und ich habe Hoffnung und damit wieder ein gerichtetes Steißbein (?)
Nunja, jedenfalls wollte ich nur mal sagen, dass ich gerne und sachte mal wieder einfach nur ein gemeinschaftliches PRIMA aus meinem Körper zu vernehmen wünsche. Kein Aua, kein Nüscht, einfach nur mit allen Möglichkeiten, um drauf los zu preschen. Und dennoch: Es ist beinahe rührend, wie Tobias sich um mich sorgt, mir Tee macht und Essen und ... und Liebe. Dafür leide ich gern noch ein Stückchen. A propos: Weiss nicht, ob das wichtig ist; vielleicht in meiner Überlegung nach Sex und Variation: Heute war ich es erstmals, der Tobias zum Höhepunkt brachte. Cool!
Und so sachte muss ich mal nach und nach seine Leutchen kennenlernen. Daniela (?) hat mir meinerseits unbekannterweise ein Herz aus einer Buckauer Vernissage via Tobias geschenkt. Maiki regt sich dauernd auf, dass Tobias nur noch mit dem Kerl zusammenhängt, Andre zog im Sommer von Frau und frischem Kind aus dem neuen Haus aus und hätte auch gern mehr von Tobias, Marko ist in ein Haus mit seiner Freundin eingezogen und sein Mädchenabend hört interessiert zu, wenns um uns geht. Und ich habe das Gefühl, wir kennen uns allesamt schon. Was mich wundert, dass ich mir das alles behalte.
So, bis Samstag brauch ich wieder Stimme und Gesundheit.
Bluesjackets ade
OFF & PLOPP. Die Bluesjackets haben einen würdigen und großartigen Abschluss im Oli Kino am Sonntag, 02.10. gehabt. Die ganze Woche vorher war so voll und so viel und dennoch so gut; Jana und ich haben wie immer in letzter Sekunde die ganze Diashow und den BJ-Film auf den Plan gebracht und nach all dem ganzen Monstrum an Sachen und Dingen wars dann plötzlich soweit: Bei "Gimme some Lovin" fing es bei mir an, aufzuhören. Ich wurde richtig traurig. Aber endlich mal ein wunderschönes Traurigsein. Ein Abschied, der längst kommen sollte und musste. Und als es dann soweit war, mussten 17 Jahre komprimierte Erinnerungen auf einmal und erlösend raus. Und jetzt ist alles gut. Gut so, wie es ist. Ihrem Motto tru bleibend machen wir natürlichsofort ein Reunion am Samstag in der Feuerwache. Haha. Ein eingekauftes Konzert von Saffier oder so. So kanns Tobias auch wenigstens nochmal sehen. Und dann schlage ich den berühmten Nagel in die Wand und hänge Schuhe und Sonnenbrille dran.
Mit Tobias gehts mir gut. Ist ein gutes Gefühl. Und ich hab immer das Gefühl von Aktivismus: irgendwohin zu fahren, was zu machen, was zu erleben und komme dabei selbst nicht auf den Punkt, WAS denn genau? Vielleicht hab ich ja auch schon so viel gemacht in meinem Leben, dass Vieles nach Wiederholung klänge. Ach was, ich lass es weiterhin so laufen. Und der Winter schleicht sich ab morgen sachte aber sicher ein und der Sommer hatte sich nochmals in voller schöner Größe gezeigt.
Irgendein mir nicht unbekannter Schub rheumatischer oder sonstwelcher Art hat mich die letzten 10 Tage ein bisschen mürbe gemacht. Hüfte, Schulter und ganz zu Anfang jene merkwürdigen "Cluster"-Kopfschmerzen. Insgesamt recht merkwürdig stark ausgeprägt und erst jetzt renkt es sich sehr sachte wieder ein. Da muss ich mal beobachten, ob ich "psycho" bin (Tobias) oder jetzt, wo sich irgendwie alles weit schöner anfühlt als vorher, die Ironie des Schicksals mein Ende einläutet. (Jesko sagt, er hätte beinahe nichts dagegen).
Komisch wa? Klingt weiterhin so, als sei es ganz schön anstrengend, das Leben. Aber hat ja auch niemand behauptet, dass es ein Zuckerschlecken wäre. Vorher heirate ich dich, Tobias!
Wir über uns
Das war heute Abend so ein Abend, wie ich ihn liebe. Überhaupt sehen wir uns so gut wie jeden Tag. Gestern (Sonntag) sind wir erstmals zusammen in Richtung Verwandschaft gefahren. Zu Ines und ihrem Geburtstag. Olroid, es waren doch mehr Leute da, als ich es mir mit Tobias in kleiner Runde vorstellte. Aber okay, so haben uns Ines, Inge, Helge und Biene und Kai mal gesehen. Kurz danach waren wir an der Malge und guckten uns aus der Ferne Kienwerder an. Wao- da hat sich so gut wie nichts verändert. Und Tobias ist dafür: Wir werden dort next Summer ne Runde zelten. Hö, fetzt.
Und heute haben wir wieder Fisch und Möhren und Basmati-Reis in uns reingestopft und uns danach weiterhin uns selbst überlassen. Und das war gut. Sooo gut. Und ich habs mal angesprochen: dass er zu Beginn unserer Liebe in meiner Küche ein bisschen pikiert war, als ich ihm von Carsten (Burg) und meinem ersten richtigen Versuch des passiven Parts erzählt habe und er sagte "Wenn das mit der Fickerei nicht klappt ... dann wird das nichts". Kann er sich garnicht dran erinnern und meint, das wäre, wenn, dann nur Spaß gewesen. Allerdings weiss ich noch sehr genau, dass es ihn beschäftigt hatte. Ich vermute, dass wir "damals" noch sehr jeweils auf uns selbst bedacht waren und sich jetzt die Grenzen einfach ein bisschen auflösen. Und Tobias sagt:"Können wir ja mal versuchen. Hast du Hämorrhoiden?" Ungeachtet dessen, was ich mir immer so vorgestellt habe (einen schlanken, lieben, weichen und bisschen starken Mann, mit welchem Rollen keine Rollen spielen) bin ja auch ich auf einem Weg der Annäherung - denn: was gerade mal wieder diesen Abend betrifft, beim Kuscheln auf Couch und später im Bett, merke ich, dass es endlich der MenschMann ist, mit dem gerne zusammen bin, bei dem ich volles Vertrauen habe.
Und- mach' ich mir mal nichts vor: Ich merke, wenn irgendwas außerhalb von mir irgendwie nicht hinhaut. Ich glaube zumindest, man hat mich bisher nie so verletzen und dann kaputt machen können, ohne dass ich es vorher gemerkt hätte. Wohl resultierend aus meinem Selbstschutz. Und den gebe ich Tobias gegenüber gerade und gerne auf. Weil ich merke, dass es geht und weil es kann.
Und die ganzen kleinen Fragen nach den Kleinigkeiten werden sich entweder in Wohlgefallen auflösen oder, wenn es tatsächlich Mistkram nichts mit uns werden sollte .... oh nööö, komma, jetze nich so! Weiterlaufen. Ich mag diesen Tobias, wir sind uns ziemlich vertraut und es wird immer besser, weil wir uns immer weiter annähern- so wie ich es gehofft habe.
Und ich werde weiterhin seine Küche beim Kochen dreckig machen und mir seine wundervollen Eskapaden über Reinlichkeit belustigt anhören. Jawollja!
Nächsten Sommer im Bus nach Italien?
Sunday (und alle anderen) Mornings mit Tobias aufwachen: Ja!
Fisch & Werte
Heute gabs Fisch und dazu einen kleinen Klumpen im Bauch. So wie schoneinmal ziemlich zu Anfang, als ich bei Tobias unterm Sonnendach dachte, dass es vielleicht nichts mit uns werden könnte. Vorsicht Vorsicht, das ist alles weniger problematisch ales sich anhört: Es gab Fisch zum Basteln und ich schleuderte ein bisschen wie bei mir üblich herum und es gab auch ein paar Spritzer Zitrone aufs T-Shirt. Und daraufhin ein bisschen Schimpfe, dass ich aufpassen soll. Okay, die Möhren brauchen noch, ich werde eine rauchen gehen. "Ja, aber die Hose wird wieder angezogen." Oh. Muss das sein? "Ja, das musst du schon beherzigen bei mir." Dann gehe ich vielleicht doch nicht rauchen ...
Und dann wars irgendwie da und ich fühle mich nicht mehr in der Lage und damit glücklich, nichts mehr verbergen zu wollen, können, müssen. Ich war mit meinem kleinen Klumpen ein bisschen traurig. Und das hat Tobias wohl ziemlich schnell bemerkt und mich sachte und lieb wieder zurückgeholt. Aber so'n kleines bisschen war ich angeknackst.
Es geht ihm tatsächlich um Werte. Selbst geschaffene Werte, die es zu erhalten gilt. Eine frisch gemachte Küche muss nicht gleich wieder dreckig werden und ein Fleck auf dem Teppich ist eine kleine Katastrophe. Olroid, ich werde ihm da auch nicht zu sehr dreinreden, vielleicht kann ich aber versuchen, es etwas zu lockern. Meine gewisse Lodderlichkeit gegenüber Material und "Verunreinigungen" steht ein bisschen konträr zu seinen Vorstellungen. Ja aber kann denn eine Küche beim Kochen nicht einfach bisschen schmutzig werden? Kann man doch wieder saubermachen. Meine Mom wird ihre helle Freude an ihm haben. "Sehr löblich." ;-)
Wie gesagt, nicht schlimm, aber gemerkt. Muss ja schliesslich auch erst wieder lernen, mit jemandem zusammen zu sein. Hö. Genau wie er ...
3 Monate Tobias oder: Sunday Morning
Was für eine Headline. Aber heute vor genau drei Monaten, wahrscheinlich zu genau dieser Stude stand er da links hinterneben mir und grinste mich an. Tobias war zurück. Und nu sitze ich hier, gerade zurück von ihm und kann weiterhin nichts Grosses denken über das, was hier in den letzten Wochen passiert ist. Mir kommt das alles so merkwürdig normal vor. Ich selbst bin irgendwie immer mehr entschleunigt und bin eher sogar darauf bedacht, alle mein Scherfleinschäfchen ins Reine zu bringen und den Rest mit Tobias zu verbringen. Meint sowas wie Puppenhaus- in dem ich mich zur Zeit ganz gut fühle, sowas wie 2und40 und die merkwürdig neuen Angebote (Website jungbewegt vom Kultus), die ich alle so garnicht mehr machen möchte, auch wenn das Geld verlockt. Fast sowas wie ein Settledownment- weg von den vielschichtigen Strukturen und Aufgaben, die ich mich letztlich doch nicht in der Lage fühle, mit Freude zu meistern. Ruhiger. Gelassener. Liegt das an Tobias?
Tobias hat eine ziemlich neutral-einfache Struktur für sich in seinem Leben gebaut. Ich frage ihn oft, ob es ihm gut geht und seine Ja-Antwort schnellt geradezu heraus mit der Gegenfrage. Und ich wollte wissen, ob es in seinem Leben tatsächlich nicht solche Hoch & Tiefs gibt wie bei mir. Nö, überhaupt nicht. Vielleicht, wenn jemand stirbt, ist es doof; aber Weltschmerz, Universale Skandale und Seelentiefflüge gibts bei ihm offensichtlich nicht. Ich hab schon Angst, dass bei ihm alles auf 1:0 hinausläuft. Okay oder nicht okay. Meine ganzen Ansprüche, Ideenskizzen oder Denkansätze ... bei ihm: Nö. Mache ich mir Sorgen, dass wir ein komplett unterschiedliches Level haben, gerade was sowas wie Freiheit, Schlamm und Revolution angeht? Oder kann ich solche Gedanken mit ihm ein bisschen schlafen legen, weil sie bei mir ja eh' nicht weiter groß was gefruchtet haben?
Ich komme da deswegen auch nicht weiter, weil ich garnicht weiter denken will. Komisch wa? Hat nix mit gemütlich, satt, alt & dick zu tun, aber sämtliche Prozesse sind damit viel einfacher strukturiert. Wir haben Hunger, also kaufen wir uns was und machen uns satt. Fertig. Wao. Und ich denke dermittlerweile über neue Küche und schickes Wohnzimmer im feinen Design nach ... ich werde also "mikrokosmonell". Bevor ich das hier zerpflücke, bringe ich es mal aufn Punkt: Diese für mich neue Zeit ist merkwürdig und einfach in Ordnung: ich will, dass mein Kopf-Aua sich beruhigt, ich meinen Körper schmerzfrei weiter aufbauen und schick machen und meinen Tobias so wie nach dieser letzten Nacht in seidenen Kissen : Sunday Morning : umarmen, liebhaben, küssen und mich wahnsinnig dabei wohlfühlen kann.
Zwischenruf
Ich hatte mir ja schinmal die Frage gestellt, ob ich jemals ernstlich bedroht war. Die Antwort war immer Nein. Ich komme immer mit blauen Augen davon, auch wenn sie danach wieder braun werden. Bestimmt, weil ich so höflich bin und ich nach aussen oft harmoniebetont wirke. Wenn ich so drauf bin. Heute war ich trotz der Promi-TT-meisterlichen 1000 Biere erneut ganz gut drauf und ich finde Gefallen an so einem Gefühl. Ich werde bestimmt nicht erschossen oder anderweitig schwer gequält. Obwohl man das nie weiss. Wir leben ja auch in einer ziemlich abgesicherten Umgebung.
Jetzt stelle ich mir aber mal die Frage: Warum schreibste das hier so? Tja, weiss ich nicht, gibts keine richtige Antwort drauf. Kein Selbstschutz, kein Omen, keine Ahnung. Tobias und ich sind jetzt so ungefähr 2 Monate zusammen. Na? Zwischenstand? Traue ich mir nicht zu. Meine Überlegungen hinsichtlich aktiver / passive Sexpraktiken sind ein bisschen nach hinten weggefallen, hier gehts mehr um den Menschen. Meine Ansichten zu seiner beharrlichen Beibehaltung seiner bisherigen Lebensweisen und -auffassungen (Sauber machen, Nachmittagsschlaf, Ordnung und so) sind bedenkenlos. Dass weil ich mich inspirieren lasse und plötzlich Dinge von seiner Art annehme, die ich mir so nicht hab träumen lassen, zeigt eher, wie gut es mir mit ihm geht. Und irgendwie nähern wir uns stückchenweise an. Jeder gibt was von sich und der jeweils andere nimmt sich ein bisschen was an. So pendelt es sich gut und ein.
Ich hege weiterhin die Hoffnung, das auf keinen Fall ICH immer der Impuls von Aktivitäten sein muss. Auf die Frage "Was machen wir jetzt?" haben wir oft keine Antwort und ich damit etwas Panik, das wir nichts mit uns anzufangen wissen. Hoffentlich unbegründet. Die 60km - Radtour letztes Wochenende kam von ihm und war phantastisch. Cool bleiben.
Something's in my Head. Habe seit 1993 das erste Mal wieder Kopfschmerzen. Diesmal keine Hirnhautentzündung. Aber es währt jetzt Tag genau 2 Wochen, als sich nachts ein deutliches hämmerndes Klopfen oben links bemerkbar und mich ziemlich ängstlich machte. Dann zog die Schmiede innerhalb weniger Tage nach rechts hinten und nimmt derweil mit einem gekonnten "Dunen" den ganzen Kopf in wahrhaften Beschlag. Wird schon besser, geht aber irgendwie nicht weg. Wenn Montag noch immer mit Anfällen und unschönem Wummern ausgestattet, besorge ich mir einen Hausarzt. Wird sowieso Zeit, dem hypochondrisch veranlagten Deejay die eine um die andere Angst oder so schnell es geht, das Leben zu nehmen.
Ach herrje.
mail an mario
Am Rio. "Grande" ist es zur Zeit in echt und ich bin heilfroh, dass zur rechten Zeit am rechten Ort der richtige Mensch da war und ist. Ohne Bewaffnung, ohne Politik und ohne Millionen Gedanken der üblichen Konjunktiv-Kriege. Keine flapsigen Himmelshoch-Jauchz-Bezeugungen oder Baugerüstplanungen; doppelte Böden und Netze sind merkwürdig verschwunden. Und ich bin so frei wie nie zuvor. Das rührt beinahe ein bisschen. Oder kurz: "Wao!"
Du musst nicht ungeduldig sein: ich werde weder seltener noch ruhiger. Eher sicherer und zuversichtlicher. Und damit gehen deine Gedanken umso konformer mit meinen und deinen Ideen vom Quatschen, Musizieren und Spinnen. "Sentimentiality" is' uns beiden nicht neu und weiss sich einer ebenso sicheren Konformität gegenüber, wie wir sie wahrscheinlich nie verlieren werden.
Sei's drum, wir sind ja nicht allein allein.
<seufzer> Oooch ja, mein lieber Mario: Wann und wo immer du bist und willst und ... und ... nö! jetzt gehen mir die schönen Worte aus und ich muss es auf den Punkt bringen: Ich hab dich sehr lieb und wir werden, fuck off, dieses merkwürdige Leben meistern. Und konkret fangen wir mit Gitarren und etwas Rotwein an.
Wann?
Session.
Wanted.
Jes!
----- Original Message -----
From: mario@desaster-area.com
To: jesko@2und40.com
Date: 07.09.2011 19:39:19
Subject: zuwenigvomganzenviel
Liebster DJ, die Sentimentitality ergreift mich heut ein wenig, und deshal wegen schreibe ich dir folgendes in deine Post:
mhh, es war sehr schön, dich kurz am Horizont der Freitagnacht zu sehen, obgleich, sicher durch meine eigene Spannung, den eigenen Tunnelblick des Abends noch verstärkt, viel zu wenig von dir da war und vor allem zu schnell weg. Ich weiss, wir werden auch wieder einmal Zeit haben zu quatschen und zu musizieren und zu spinnen. Ich bin immer ein wenig ungeduldig, daher hoffe ich, dass die Zeit dafür bald mal wieder klopft, aber wer weiss das schon und kann es lenken. Ich hoffe nur und wünsche mir so sehr, dass es dir genau SO geht, wie es in dieser Nacht in Nanobruchteilen für mich zu "sehen" war, ich hoffe einfach du hattest einen gelungenen Start in die neue Puppenhaussaison mit diesem für mich völlig bekloppt klingendem Namen, hoffe einfach, es geht dir meistumfänglich rundherum gelungen gut!
Lass dich mal drücken, ja!
Zwei tobische Tage
Oh mann, ich hatte echt Besorgnis, ich würde nach dieser Riesenflasche Wein des Freitags mitsamt meiner Dummheit untergehen. Und hab Tobias gleich am Samstag erzählt: Jesko goes Kielstein. Er kennt meine Eskapaden nicht und weiss nur, dass ich gern immer mal etwas mehr trinke. Am Samstag Abend waren wir irgendwie müde. Ein Spaziergang durchs nächtliche Stadtfeld ... das tat mir sehr sehr gut, weil: Hand in Hand, jede dritte Laterne ein Kuss und einen Antik-Laden, in welchem ich vielleicht Wilsons Bruder: Chuck (Tom Hanks) dort finden kann.
Aber egal: der Spaziergang war toll und ich verliere weiterhin jegliche Probleme, mit einem Mann Hand in Hand durch die Strassen zu laufen und jeder kann es sehen. Und jeder kann, wenn er möchte, es wissen. Auch Tobias wird da immer offener. Wahrscheinlich weil ich ihn nicht mehr zu heftig "angehe" in der Öffentlichkeit. Ist normal geworden, gehört dazu. Jetzt zählen wir. Auf dass, was uns gut tut. Muss auch nix mehr erklärt werden. Fetzt!
Eine ganze Nacht. Mit neuen Kissen (bisschen hart). Hab ihm ne Geschichte vorgelesen. Er ist eingeschlafen. Perfekt. Heute morgen waren wir weiterhin müde. Tobias meint, weil wir die ganze Zeit an uns rumdrücken und so, schlafen wir einfach nicht durch. Und es war wirklich ein Tag wie ein Kuss durch einen Schleier im Nebel. Iche um 8 zum Bäcker (heyhey!), dann hier rumhängen, dann rumfahren, Herrenkrug, Bockwurst, Eis, dann nachmittags zu ihm, Alarmanlagen konzipieren. Kaufen. Fernsehen. Um 10 ich nach Hause.
Und dennoch wussten wir Samstag wie auch Sonntag nichts so richtig mit uns anzufangen und ich hatte schon Angst, dass wir ein langweiliges Dasein abdriftfristen. Er sagt, er hätte es sonst alleine zu Hause nicht anders gemacht. Das ist womöglich so eine Zeit zwischen meinem totalen erstmals ausgelebten Drang nach Liebe und Körper und einer sachte Einzug haltenden Gewissheit, dass aus uns beiden was wird. Langsam. Kleine Schritte ... ;-)
Und der Sex wird immer hammerer!
Letzte Woche Urlaub. Alkoholentzug bzw. Minimierung. Freitag JESKOM aufm Domplatz. AWO-Web, Dinge tun, die mich freuen, Kleinigkeiten. Und zwischendrin immer und immer wieder: Tobias.
kleine Antwort
Hab ihn fast ausgetrunken. Und frage mich sehr sehr schwer: WARUM? Das ist Mist. Großer Mistdreck.
Hab mir manchmal gedacht: Naja, die Tröstung und Desensibilisierung während und gegenüber Alkohol wird mir irgendwann zum Verhängnis. Und es stimmt. Da steh' ich nun und hab grosse Aussichten. Und? Was mache ich? Mache die Flasche leer.
Fuck you!
kleine stille Notiz
Hab gestern Abend, nachdem ich Tobias nach Hause gefahren hab, noch eine Flasche dieses Penny-Weines geleert und war erstaunlich knülle im Eimer heute. Dann hab ich Wasser-Armaturen geschoppt. Und Bettwäsche und sonstwas. Hab die in der Küche sogar angebaut. Hat geklappt. Meine Güte, sieht die Küche gut aus ...
Und dann wusste ich nicht so recht, wie heute Abend weiter. Also fuhr ich kurzentschlossen halb Acht nach Mannhausen. Da waren anlässlich 100 Jahre Mandy Haus ne Menge Leute da - so die übliche Mannhausener Gemeindeschaft und Kubons, Stef, seit langer Zeit Wuschel, Katrin und Rene, Thomas, Käse und Justus, Alois und Schiessl, Frank-Frauke und Nele, die erstaunlich aufgeweckt wirkt und mich kaum in Ruhe lässt. Gut so. Und ich überlege, ob ich dableib und bayrisches Bier trinke oder wieder nach Hause fahre. Ich fahre nach Hause. Und muss unbedingt ins Gästebuch schreiben. Hab mir ein bisschen einen abgekämpft. Aber es ist okay. Das Wetterblitzgewitterleuchten war übrigens Sonderklasse.
Olroid, also fahre ich halb 12 nach Hause durch die Nacht und höre mir meine neuen Lieder an. Und währenddessen intensiviert sich ein bisschen das, was bereits in Mannhausen ein wenig anzufangen schien: Ich pendele zwischen traurig und Tobias. Weiss nicht, was das ist. Ist es Mannhausen? Mandy? Ist es, dass ich das Gefühl habe, immer weniger zu hören? Kann kaum den Gesprächen folgen- meine Konzentration ist flach und zudem verstehe ich gerade mal die Hälfte.
Nun sitze ich in meiner sehr sauberen Küche und hab Tobias aus dem Schlaf gerissen. Er hat mich 5 mal versucht, zu erreichen. Jetzt schläfter wieder und ich sitze immer noch hier und mache mir bisschen Gedanken um meine kleine Stille. Fahren wir beide morgen zu Mandy? Oder lassen wir das lieber? Bin ich gleich zum Frühstück bei ihm oder trinke ich jetzt die 1,5 Liter Flasche Chianti aus?
Tobias
Ich hab zu tun. Mit Liebhaben. Es wird immer komischer, weil vertrauter. Heute hab ich eine Fotosessiongemacht und ihm das wirklich liebevoll gemachte und gemeinte Bild von mir gescheknt. Mit der Rose, die er mir am Flughafen schnenkte, als er mich vom Greece-Urlaub in Berlin abholte. Heute haben wir eine Spülmaschine gekauft und das Resultat war, dass er noch immer in der Küche jetzt schlussendlich den Boden wischt und ich total fertig bin. Ich wollte doch nur eine Spülmaschine. Und eigentlich nichtmal die. Ich mache halt mit, was Tobias sagt. Nicht dass ich ihm verfallen ... doch. Und jetzt hab ich eine Küche dazu, in die mich mich ohne OP Vollschutz nicht mehr reintraue ;-)
So geht es gut mit dem Leben, nur der alte Feind Alkohol lässt sich doch nicht so leicht mit Schmetterlingen im Bauch besänftigen. Es ist ja auch mehr der Mengenfeind, nicht das Zaug selbst. Thomas Lange war am Montag da, und er hat garnichtmal mehr so sehr geschimpft und gewettert über all die schlimmen Leute dieser Welt. Also haben wir beim Weinladen gesessen und dann hier Wegenstedt Kirchenaufnahmen restauriert und eine CD von gemacht. Bei gefühlten 1.000 Bieren.
Ich hab noch immer über eine Woche Urlaub und denke an Matze und Plötzky und lauter solche vielen kleinen schönen Dinge, die ich sonst völlig ausgschlossen habe. Und ab nachmittags hab ich dann meinen Tobias. Ich bin gespannt und sehr erfreut über diesen wunderbaren Stand der Dinge.
Griechenland ist schnell erzählt: Nichts! Sehr sauber. Deutsch gut! Eine Woche, die sich ewig hnzog, zum Schluss sehr heiss wurde, aber mit Tobi, Gudrun, Oskar und ich mit Katrin aufm Zimmer wars einfach nur zum Aushalten und nichts weiter denken. Baden in einem belanglosen Meer, Trinken massenhaften Rotweines und den nächsten Tag weiter. Einmal mipm Moped durch die Inse - okay. Und der Rest wie gesagt. Aber schön braun. Voll der Gigolo. Deutsch weiterhin gut.
Wohin soll denn die Reise geh'n?
Nach Griechenland. Morgen. Und ich denke immer noch an Ronald und seine irgendwie richtige aber doofe Aussage, dass es für ihn quasi vorbei wäre und er keine Erwartungshaltung hat. Alles offensichtlich logisch, aber doof. Wars das jetzt? Ist JESKOM eine Einmalerscheinung, die mit Ronald nur zu machen ist, wenn zielorientiert volle Kraft voraus da reininvestiert und erfolgreicht wird?
Was mich dabei besonders, ist die Frage nach meiner Vorstellung, meinem Willen. Das ist in der Tat knifflig. Puppenhaus versus / mit JESKOM als Parallelbetrieb? Will ich überhaupt JESKOM und wie weit bin ich bereit, agieren? Ich sehe dann solche Leute wie Michme, Keyno, Begbie und dergleichen, die sich da voll reinsetzen können und wollen. Nu weiss ich auch nicht, wie intensiv das ist, wo Kubon ja "frei hat, wann er will" und mit Burkhard oder anderen ab und zu durch die kleinen Lande ziehen kann, wenn Michme eh' in diesem Metier arbeitet und damit quasi bereits verbunden ist. Dazu höre ich dann, dass Michme jetzt bei Schlager-MDR1 anfängt und ich denke mir: letztens noch hatte ich doch drüber nachgesonnen, ob das auch was für mich wäre, ob ich das könne, wollte ... und lass den Gedanken liegen. Das wurmt mich ein bisschen, aber da weiss ich auch nicht weiter. Und so ist das bei JESKOM auch.
Vielleicht liege ich im griechisch-heissen Sand, die Bottle Rotwein in der Hand und denke an Tobias und dann an dieses mein ganzes Universum. Immerhin bin ich durch Tobias irgendwie ein bisschen aufgefrischt und mutiger. Zumindest heule ich nicht mehr soviel rum sondern habe fast Angst, ihn zu nerven, weil ich ihn dauernd für mich haben will. Stehe sogar heute um 7 auf. Komisch wa? Aber fetzt. Off that Alkohol - das ist immer noch ein wichtiges Thema, weil Basis all dessen, was ich mutig genug bin, überhaupt erstmal zu denken.
jeskom vs. puppentheater
Resultierend aus dem eben Geschrieben:
Gibt es (m)eine Idee und den Willen, aus meinem aktuellen Status "Puppentheater / Selbständigkeit / JESKOM" ein Konglomerat zu schaffen oder muss ich mich einfach nur entscheiden?
Wenn Puppentheater: dann richtig.
Wenn JESKOM: dann richtig.
Ich bin ja bekanntermaßen ein genialer feiger Hüne und frevle in den Zwischenlösungen, die mich überhaupt nicht genial und damit den Hünen weiterhin kleiner machen.
War das jetztg gemein?
Tobias zittert, Ronald's jeskom
Tobias. Aufgeregt wie ein kleiner Junge. Wegen André, seinem Mitarbeiter und Freund (der mit Miss Hippie Andrea früher von Ost bis Jahr 2000 und dem Kind Oskar zusammen war, der sich daraufhin bisher mit Mandy inkl. eines weiteren Kindes zusammengetan hat, 2010 zusammen in ein Haus einzog und sich jetzt erneut trennt und im Eimer ist), dem kleinen Gerede, warum Tobias irgendwie nicht mehr so richtig "da" ist, weil er "was am Laufen hat" (mich), von Andrés Schwiegermutter Schimpfe bekommt, weil er sich nicht um Mandy gekümmert hat (weil wegen "mich"), weil er sein Fahrrad bei Hermes irgendwie nicht pünktlich losschicken kann, weil sein Rasen gemäht werden muss (!), er einkaufen und saubermachen muss und er jetzt alles klarstellen muss mit und wegen uns beiden. Auch seinen Eltern gegenüber: sein Vater hat am Freitag Geburtstag.
Ich finde das alles entspannt und aber für ihn heftig und bringe ihn runter auf ein entspanntes Maß. Und wie er mich in so einer Situation lieb hat, sich in mich reingreift und mich festhält und in mich reinkriechen will ... oh Mann, ich liebe es. Und ich liebe ihn. Hab ich ihm auch so gesagt! Hab ihm auch aus eigener Erfahrung berichten und ihn sortieren können, dass Rasen, Hecke und Einkauf vielleicht ja doch nebensächlicher sein können, dass Freunde getröstet werden müssen, dass ein Outing bei den Eltern (seine Mom sagt: hoffentlich findest du bald mal einen ...) gut sind, aber nicht überstürzt werden müssen ... und ihm angeboten: Ich komme mit Blumenstrauß zu seiner Mama und halte um die Hand ihres jüngsten Sohnes an ...
Ronald. Bluenote. Erzähle ihm von mir und Tobias und wie das alles gerade entsteht. Und erzählt mir von Parallelen, von Freundschaften und Liebe, die - wenn sie einen inneren gemeinsamen emotionalen Kern haben, stimmig sind und Aussicht auf Erfolg haben. Soweit bin ich natürlich noch nicht. Bei mir fliegen noch Schmetterlinge mitsamt derer kleinen Nebengedanken, ob und wie das alles was wird. Aber es stimmt schon: Tobias und ich: jeder sieht im anderen immer ein kleines Spiegelbild von sich selbst, das Bestätigung, Trost und eigene Zugeständnisse und Mut braucht und neue Ideen zulassen kann, Kritik und der ganze Kram. (Okay, das schwirrt hier jetzt gerade ein bisschen nebulös und bier-undeutlich) Bleibt: Erwartungen dämpfen, Ball flach halten.
Jedenfalls sagt Ronald, dass unsere JESKOM - Zusammenarbeit gefruchtet hat, aber das Erreichen des eigentliches Zieles (nämlich richtig nach vorne zu kommen ) jetzt nur noch bei mir liegen kann. Er hat seinen Frieden und eigentlich auch seinen Abschluss gemacht. Weil er weiss, dass er und ich verschiedene Ansichten haben, was das vermarktende TUN mit JESKOM betrifft. Und er hat es für sich und damit für mich verdeutlicht: Nicht ich bin in 2008 zu ihm gekommen und hab gesagt, dass ich jetzt aus meinen Songs was machen will und ich ihn um Hilfe bitte ... Er wars, der gesagt hat, dass ich mit meinen Songs zu ihm kommen soll und wir vielleicht was bauen können. Oh yes, das stimmt. Ich würde heute immer noch hier rumsitzen und an kleinen unbedeutenden Songs feilen, ohne dass überhaupt was Wirkliches entsteht. Und so kann er aber auch nicht davon ausgehen, das ICH das Projekt jetzt weitertreibe und nach vorne bringe. Habs ja von Anfang an nicht so provoziert. Hmmm. Doof. Aber stimmig. Habs mir aber insgeheim so gewünscht, dass das "automatisch" mit wenig Anstrengung funktioniert. Was seinen Frieden betrifft, sagt er, wartet oder fordert er nicht mehr (siehe ähnliches Konstrukt Dieterloo : Jesko), sondern legt es komplett in meine Hand. Das betrifft auch die Idee einer zweiten Platte: Es gibt keinen Grund dafür. Ein Album für zuhause aus Spaß ... da greift die Zielorientierung nicht.
Und um genau die sollte ich mal nachdenken: Kommt da automatisch mal einer, der uns entdeckt und berühmt macht? Aha. Janko oder Michme oder Jan Draheim sind da Beispiele für Leute, die das ganzherzig und sogar intensiv aggressiv angehen und damit auch was erreichen. Und es stimmt. Er hat absolut Recht mit diesen Gedanken. Da bleibe ich aussen vor und dümpele so dahin und freue mich über meine Musik und mache neue welche, die ich aber offensichtlich nur "für mich" und aussichtserheischend für andere mache. Aber weiter geht es damit nicht.
Und damit bleibe ich erstmal dieser Nacht überlassen, die bereits bierselig dahindrögt und mich an Tobias mit all meinen Hoffnungen und Ängsten denken lässt und dazu über mein eigenes Faible- was ich denn nun eigentlich für mich, mein Leben und meine authentische Musik (eben nicht die von Janko oder Michme) zu tun gedenke. Und dieser letzte Satz hat es in sich!
Du bist meine Schokolade.
"Der Sommer ist Lila und Tobias ist meine Schokolade"
Der erste Slogan stammt wie gesagt via Inga von einem kleinen Jungen und der zweite eben ausm Telefon von Tobias. Weil ich meine letzte Schokolade aufgegessen hab und mir jetzt keine neue mehr kaufen soll. Denn "ich bin deine Schokolade". Hatter gesagt. Und ich freue mich.
Freue mich über diesen ganzen Tag, der nach einem sehr entspannten und Bier-ausdösenden Sonntag ganz früh halb sieben begann und mich all das schaffen liess, was ich längst zu tun hatte. Und ich hab alles geschafft. In beinahe Rekordgeschwindigkeit. Und noch jetzt sitze ich an meinem neuen Song, der merkwürdigerweise beinahe erneut "zu dir" heisst. Arbeitstitel. Egal. War mit Luise heute im Kino "Einen Tick anders". Sehr gefreut drüber, das gemacht zu haben. Ich merke auch, dass es gut ist, solche kleinen Aktionen/Einladungen mitzumachen. Nicht nur, weil Lusie neu in der Stadt ist- auch so: damit sich das Ensemble einfach immer ein bisschen mehr näher kommt. Es geht doch nur zusammen und ich möchte wieder dorthin, wovon mir einige Leute berichtet haben: Premierenpartys, private Partys ... das Leben ist manchmal auch nur Party :-) aber eben sowas. Das schweisst zusammen. Und macht mutiger. Gemeinsam.
Sandy soll allerhöchstwahrscheinlich aus dem Container raus und ich denke schon lange darüber nach, warum ich das gut finde. Wir beide sind gleichsam verkrachte Existenzen und suchen immer wieder nach gegenseitiger Bestärkung und gemeinsamem Rückhalt, der so keiner ist. Das ist nur Bestätigung der Schlechtheit anderer und schürt Argwohn. Mag jetzt hart klingen, aber ich möchte selbst gern offensiv und freundlich bleiben undmir nicht Gedanken über Dinge machen, deren Hintergrund und / oder Wahrheitsgehalt / Realistik ich nichtmal kennen will. Egal. Ich hab Urlaub. Das kommt und entwickelt sich.
Und am Samstag gehts nach Griechenland und ich hab ein wohliges Gefühl insgesamt. Für diese Woche und dem Samstag, wenn Tobias mich nach Berlin fährt. Hab ihm am Sonntag auch von meinem Psychologen und meinem damit verbundenen Rettungsversuch erzählt. Mannomann, Tobias ist so erstaunlich offen und freiherzig. Und ich bin es auch. Er hat mich ermutigt, das weiterzumachen. Es gibt zur Zeit irgendwie keine Vorbehalte, ich würde Tobias mein ganzes Leben hinlegen und mich vollständig erklären, outen, öffnen ... und wie das alles heisst. Das ist große Vertrautheit und ich bin ganz schön froh, was da in den letzten 4 Wochen passiert ist. Und was den Sex betrifft inkl. meiner "Weiblichkeit" und wie das alles weitergeht, wird alles eine Frage meines Gefühles und meinem unerhört erstarkten Mut sein. Und so eine hier hingeschriebene Voraussetzung lässt mich Gutes ahnen.
Schokolade. Du mein lieber lieber Tobias.
der Sommer ist lila
Seeseite, Inga, Wilson, Home & Tobias
Drei Tage an der Ostsee mit Inga. Erst dachte ich ob des Zusammenseins mit Tobi und seinem freien Tag am Mittwoch ans Hierbleiben, entschied mich aber richtig für Inga und den längst versprochenen Urlaub. Und gut wars. Wir haben einen enorm gemeinsamen Draht, spielen das Sachsen-Duo, sprechen beinahe synchron und liegen gerne nackt in der Sonne und gucken uns andere Menschen an. Und zu erzählen haben wir uns auch viel. Nunja, nicht unbedingt, weil wir beide schwul / lesbisch sind, aber es gibt schon ein paar Themen in dieser Richtung. Ich hab dazu auch geklernt, dass es wichtig ist, anderen Leuten zu sagen, dass ich schlecht höre.Es ärgert mich nämlich selbst sehr stark, wenn ich einfach nicht mitkomme. Da leidet der eigene Sprachschatz auch drunter. Jetzt ist Inga mit den drei Jungs Marky Mark, Heiko und seinem Freund Assin (?) auf Segeltour über die Havel. Das bisher grandiose Wetter schlug heute pünktlich zur Inga-Übergabe um und sie hatte schon ein bisschen Bedenken deswegen und dem ganzen Kosntrukt auf so einem kleinen Boot. Aber sie ist nimmts gelassen und ich hab beim Kennenlernen und Essen dort in (??? kurz vor Werder) gemerkt, wie kontaktfreudig und sofort mittendrin ich sein kann, wenns mir gut geht. Und das tut es. Die drei Tage waren absolut richtig so.
Auch wenn es mal wieder vorher zuviel Alkohol gab. Grösstenteils Tobi Balkon und anschliessend zu Hause den bösen Rest. So verlief die Losfahrt an die Ostsee auch einigermßen knapp- was mich betrifft. Völlig Panne und fast schon ängstlich ob meines Zustandes bin ich da. Die jeweilige Flasche Rotwein für mich an den beiden Abenden an der Ostsee hingegen waren in Ordnung. Weils danach auch nicht überhand nahm, so beinahe ich mir das auch im past-whine Zustand hätte vorstellen hätte können. War aber nicht. Und damit gut so. Wir erklären uns das gerne immer- wie auch diesmal: Die Spielzeit ist vorüber und der Übergang ins wirklich Freie & Selbst funktioniert nicht einfach so. Und so entstehen die "Karenztage", die mich ähnlich wie beim Kasper letztes Jahr mindestens 3 Tage am Losfahren hinderten. Wahrscheinlich ist da auch was dran, der Rest aber ist wieder Erklärungsnot und Ausrede.
Ich mag Inga, auch wenn sie viel "krass" und "Horror" in den Beschreibungen einiger vieler Zustände in ihrer Welt betitelt; ich hab bemerkt, wie ich glaubich "reifer geworden", mir um einige solche Zustände keine so großen negativen Sichtweisen oder Sorgen bauen würde. Als si damals mit Uli zusammen hier war, hatte ich das auch schon bemerkt: Es wird viel geschimpft oder abfällig betrachtet, so dass ich manchmal den Eindruck habe, es GIBT EINFACH NICHTS- keine Situation, kein Lebensstück, das mit anderen in einer bestimmten Form von Abhängigkeit oder wenigstens Zusammensein zu tun hat- was wirklich perfekt oder wenigstens richtig gut wäre. So erinnert mich Inga manchmal sogar ein bisschen an Anke Grünbeck, die auch ihre Beschreibungen von Situationen einigermaßen gern ausstaffiert mit Be- oder Abwertungen bis hin zur üblen Nachrede ;-) Doch das ist jetzt hier nicht Thema.
Das kommt nämlich hier. (Ui, hoffentlich schaffe ich das noch aufzuchreiben, bin nämlich echt geschafft und müde).
Tobias, mein Tobias. Es ist immer noch ungebreiflich, was da mit mir passiert. Ich freue mich ab Autobahnkreuz Werder wie wild, ihn heute Abend noch wiederzusehen. Und lasse ihn das ungehemmt und ohne jede Anstrengung spüren. Weil ich ihn und meinen außerordentlich automatischen Mut wirklich lieb hab. Nach dem Duschen kommt, was kommen musste (und ich auch wollte) und ich hatte schon ein bisschen Panik, dass es wieder zu heftig für mich zugehen würde oder/und ich mich nicht ganz und gar dabei fallen lassen kann. Weil es weh tut! Tat es schonmal. Damals, vor 10 Jahren. Sex mit Tobias ist ein wenig ungestüm. Ich bin so'n richtiger Softie-Typ glaubich. Ich will lieben, umarmen, streicheln, küssen und mich mit ihm in ein sanftes Konglomerat der höchsten Genüsse begeben. Aber es klappt noch nicht. Er schleckt mir uferübertretend das Gesicht ab, mein Rest-Herpes schreit dauernd AUA, er reibt sich an meinem leichten Sonnenbrand und wenn er mir einen bläst, ist es nicht das Gefühl, was ich mir eigentlich immer vorgestellt und gewünscht hab. Wie letztens beim Ficken, wo sich bei mir nicht die geringste Spur eines Orgasmus unkündigen wollte. Okay, seit Tobias sind meine selbstsexuellen Eskapaden so ziemlich auf Null runtergefahren. Woran das liegt, weiss ich nicht, ich mache es an einem tiefen inneren ehrlichen Gefühl zu ihm fest, das sich vorerst nicht an Sex orientiert. Und unser neuanfänglicher Sex jetzt ist nicht ... neee, ist einfach nicht schön. Und danach haben wir das aus den Fugen gesprungene Bett repariert und ich wurde immer trauriger. Draussen, bei Zigarette und Bier wurde das noch doller. "Guck mich an", sagt er und weiss: "Du bist müde." Und ich sage, "mag bisschen tiefenentspannt sein, aber so richtig müde ... neee." Und werde dabei noch trauriger. Weil ich Angst hab, dass es so nicht funktioniert und sich an dieser Abteilung unserer Liebe die ganzen schönen harmonischen Ideen scheiden. Und dann hab ich es ihm aber gesagt. Tobi ist glaubich noch nicht so ganz auf mich eingestellt oder glaubt es einfach noch nicht, auch wenn er mir ebenso wie ich ihm sagt, dass auch er mich ganz schön lieb hat. Und er sagt: "Na wir wollen es doch richtig machen." Das ist glaubich eher eine kommunikative Sache, ein Ding der Annäherung und Einstellung aufeinander. Ich hege weiterhin Hoffnung.
Ich hab ihn verdammt nochmal lieb, und das ist mir bisher in der Form noch nicht passiert. Also möchte ich dranbleiben und ihn vom ehrlichsten Grund meiner Selbst an mir teilhaben lassen. So wie auch ich wissen will, wie es ihm geht und was ich tun kann. Und die Basis dafür haben wir allemal. Und das Ding mit dem ganzen guten Sex und der außerdemen Tatsache, dass ich wohl immer der Aktive bleiben muss, und wie wir das lösen, kriegen wir auch noch auf die Reihe. Wir haben uns gerademal zwei Wochen. Und das ist zeitlich gesehen im Verhältnis dessen, was ich mir vorstelle - nichts.
Es ist Sommer und diesmal heisst es (wie Inga von einem Vierjährigen in Berlin erzählte:) Der Sommer ist Lila.
freuen fetzt.
"Meine Mitteilungsbedürftigkeit gibt mir zu Denken. Wenn ich denken könnte. Freuen fetzt. That's the Bridge over troubled Water. Ya Man. Resepect!"
So lautet meine Zeile im facebook, während ich die Küche aufräume und Simon & Garfunkel höre und mich so richtig gehen lasse, mitgröle, singe, tanze und mich freue wie ein spinnertes Kind. Klar, der gestrige Balkonwein vom Techno-Tobi war erneut erheblich, aber damit kommt jetzt hier alles zusammen. Ich weiss nicht, ob und wenn ja, was ich denken und davon halten soll. Ich kanns nicht erklären. Mein Tobias rückt mir im Herzen immer näher. Und immer mal mittendrin versuche ich mir klarzumachen, warum das alles so kommt und ist und dass ich mich freuen darf, sollte, müsste, hätte ... "alles Blödsinn" - weiss ich auch. Und sehe gleichzeitig virtuell andere, die mir gedanklich zuflüstern "Du bist verliebt Jesko, nun freu dich doch und lass es zu.". Ich will diese Stimmen nicht, ich will nichtmal meine. Ausser zum Singen und beim Türaufmachen sagen: "Da bist du ja, mein Prinz."
Muss mal kurz bisschen heulen. Hochtieflinksrechts cool!
euphorisches zur nacht
Eigentlich war Ruhe und Bitte-keine-böse-Schulter angedacht. Aber Mario und Katrin brachten mich mit ihren "dringenden" Empfehlungen dann doch ins BlueNote, in welchem wir mit Käse und Stoffi und dann mit Micha Cohnert und weiterhin später mit Ronald und Markus und Stef und ... den üblichen Verdächtigen unsere Zeit verbrachten. Und wie das immer so bei mir ist, wenn eine kleine komprimierte Motivation auf mich einhämmert- eben gerade- dieser Abschied, war so freudestrahlend. Mario fährt morgen nach Schweden und wir haben uns gegenseitig Gitarrenaufgaben gestellt, die wir nach Schweden im Nachdenker nachspielen werden. Dann hab ich kurz vor Schluss Ronald von Tobias erzählt und er sagte, dass er's gestern ziemlich sofort begriffen hatte, was da ablief. Christina nicht- sie wiederum war von meiner Offenheit und Ehrlichkeit und den echten Emotionen dieses Stückes (Sprung vom Balkon) einigermaßen gefangen. (Gibts auch eine SMS von, die mich ziemlich stolz macht. Siehe unten.) Dann daraufhin er kleine sehr belustigende Hammer für Ronald, als ich ihm sagte, dass es genau DER Typ (hey: der Mensch, der Tobias) ist, mit dem ich vor 10 Jahren einfach nicht konnte, weil ich einfach noch nicht reif dafür war. Und Ronald lacht und reibt sich die Hände. Draussen Abschied von Mario mit ganz großem Glück nach Schweden hin und ich tänzele nach Hause und hab ein so warmes, schönes Gefühl. Und grinse. Grinse über beide Ohren.
Und hoffe, dass ich mich nicht in Erklärungen / Deutungen darüber verliere, was das eben / vorhin / heute alles für Bedeutungen und Sinn und ... hat. Ich will das bitte einfach nur aus mir und in echt heraus laufen lassen, will ehrlich zu mir selbst sein. Will nicht diesen euphorischen Abschied im BN auswerten, meinen Blick, den ich Tobias heute ganz fest in sein Gesicht heftete; was Schmetterlinge oder "das Leben ist schön" damit zu tun haben.
Mir würde es reichen, wenn ich einfach nur ich bin.
(SMS Christina Hensel, 22.07.2011, 21:16 Uhr) Hallo Jesko, nur mal so und ganz kurz. Ich fand dich, deine Lesung, deine Ehrlichkeit, deine Emotionen in Sprache und Musik ... ganz einfach dich ... gestern sehr beeindruckend, berührend, nachhaltig ... schön ... bin heut den ganzen Tag im gestrigen Abend "gefangen gewesen ... :-) ... bist wirklich eine Begegnung ... danke ... so, reicht ... wünsch dir ein entschleunigtes WE ... liebe Grüße. Christina.
die welt ist schön, milord
... tönt Mireille Mathieu aus den Busboxen, während ich still und seltsam berührt aus der Siedlung, in der Tob wohnt, Richtung Bördepark hinausfahre. Warn das jetzt? Das war eben doch wohl von mir (!) eine eindeutige Liebeserklärung. Oder was? Ich hab mich so ziemlich richtig in Tob verguckt. Hab ihn erst lange angeguckt, dann geküsst, nochmal geküsst, beim Küssen an ihn gedacht, dann nichts mehr gedacht und ihn angeguckt. Und ich hab ihn gefragt, ob er überhaupt einen Freund will. "Doch, will ich. Und du?" , "Ich auch." "Und wen?", "Dich!" (diese Sequenz dauerte ungefähr 3 Sekunden)
Und während ich ihn mir so betrachte, freue ich mich wie blöd über meine offensichtliche Wandlung im Begriff, meine Homosexualität langsam aber sicher vom Kopf in den Bauch rutschen zu lassen, indem ich immer offener - darüber sogar in meiner Lesung deutlich werde. Und plötzlich kommt ein Tob daher (La Notte 18.6.) und es wummert und schauert und kribbelt ein bisschen und "schwupps" isses fertig. Spätestens seit eben. Und diesmal bin erstaunlicherweise ich der mit den Schritten nach vorn. Ich gehe vorwärts und rufe ihn dauernd an und fahre dauernd hin. Wir nähern uns nach 10 Jahren von völlig anderen Seiten wieder an. Und JETZT ist es endlich richtig. Und richtig gut. Und ich KANN ES! Ich baue es mir nicht, ich sage mir auch, dass ich mir nichts in Frage stellen oder Sideshows oder Konjunktive überlegen muss. Es ist so wie es ist und jetzt lasse ich uns laufen. Mal sehen wohin, mal sehen, wie weit. Keine unnützen Fragen. Ich höre auf mich im Bauch. Und den schrecken sogar die elenden Sudenburger Bratwürstschen und Hoffmann Kartoffelsalat (größter Dreck) nicht ab.
Daraus liest sich schön, dass der "Sprung vom Balkon" gestern wieder ziemlich gut und vor allem danach sehr lange und getränklich war. Anderes Publikum- fremde Leute. Das ist gut so. Zum Austesten. Fetzt. Logisch waren sie etwas ruhiger als die ganzen Freunde, aber mitgegangen sind sie ganz genau so. Jetzt muss ich mir ein Versprechen abringen und den Alkohol wieder zurückschrauben. Das wird sonst wieder uncool viel und I feel oll. "Jetzt haste doch aber was Starkes vor dir", versuche ich mir zu erklären und merke, dass das zwar stimmt, aber die jahrelange Gewöhnung nicht einfach so wegzustecken ist. Das berühmte Maß isses mal wieder, nach dem ich sehne.
Tobias, ich bin bereit. Und alles wird sich finden. Dich zum Beispiel (bereits geschehen) und womöglich ich mich selbst.
zehn jahre tob
Zehn Sucht Jahre ist es her, dass sich Tobias und ich quasi getrennt haben, weil es nichts bringen wollte, sollte, konnte ... in einem Dreiergestirn inklusive einem unschlüssigen "mir" der ganze Konstrukt so nicht haben wollte. Tobias gings wahrscheinlich ebenso. Wie dem auch sei: Ich habs nun doch übers Herz gebrcht und ihn gestern besucht. Schickes Häuschen. Alles sehr ordentlich. Und sauber. Deutsch gut! (höhö) Er hat Stil und eine Spur von Minimalistik oder Reduktion ini seiner Ausstattung - erinnert mich ein bisschen an damals und seine Küche (die es noch heute gibt), in der alles aufgeräumt und super-clean ist. Bevor der Brei zu heiss wird:
Das war gut und hat mir gut getan. Bisschen erhlicher hätte ich sein können und sagen sollen: "No Baby. No Sex tonight." Hab ich ihm erst danach gesagt, dass meine puren Absichten ihm galten und nicht der Wiederaufnahme sexueller Handlungen, die so halbschön wie damals waren. Immerhin hat er mir sämtliche Verbrennungen an der Vorderseite ordentlich aufgeschubbelt und ich brenne jetzt noch.
Die Nacht endete mit mir um 2 zu Hause und ich hab mich so'n bisschen tragen lassen. Von einer Idee, einer Möglichkeit. Denke ich Carsten ... ach neee, solche Vergleiche sind bisschen merkwürdig und ungalant; ich will nur sagen: Die Wellenlänge ist hier ziemlich deutlich. Vielleicht weil wir uns schon von vor 10 Jahren kennen, vielleicht, weil uns unsere jeweiligen Entwicklungen ganz gut stehen.
Ich guck ma, ja?