Zehnsucht

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Jetzt fĂŒhlen wir uns am wohlsten?

In Bezug auf den vorherigen Artikel hier meine Gutschrift: TatsĂ€chlich ist die MMKT auf meinen Vorschlag eingegangen und ich zahle nur 1.550,00 zurĂŒck. TatsĂ€chlich habe ich bei der ParitĂ€t heute die große Pressewand geliefert bekommen und sie sieht ziemlich gut aus. Und dann haben wir nachher eine JESKOM Mugge beim MDR und die am Samstag beim Wein-Micha ist vollstĂ€ndig ausverkauft. Und meinem Körper geht es immer besser, weil der Sport zu wirken beginnt. Und ich habe gestern am Mittellandkanal ein wunderschönes Boot gesehen, das sehr deutlich nach mir gerufen hat. So. Und nun sage noch einer mal was ... Zeit fĂŒr ein ZurĂŒcklĂ€cheln Richtung meines Universums, oder?  

Wann fĂŒhlen Sie sich am wohlsten?

"Wenn ich so entspannt, gelassen und ausgeglichen bin, dass ich den Menschen auf meine ureigenste freundliche Art begegnen kann, wie ich es mir fĂŒr die gesamte Menschheit vorstellen könnte." Ist mir mal so eingefallen inmitten des Fragenkataloges bei "MDR Kultur trifft" (oder sowas). Das ist im Moment leider nicht ganz so. Wahrscheinlich ist das auch nicht weiter wild; jedoch trifft es in meiner permanenten Reflexion so einige Nerven, die wissen wollen, warum ich Angst vor der (hoffentlich nicht anwaltlichen) Reaktion der MMKT auf meinen Vergleich in Sachen RĂŒckzahlung der Gelder habe; warum ich trotz 8 1/2 Stunden Schlaf so desorientiert mĂŒde bin und demzufolge nicht weiss, was ich hier in der ParitĂ€t eigentlich machen soll. Also grundsĂ€tzlich. Da hilft keine Lernkurve, die sowieso nur positiv wirkt, wenn mein Infeld stimmt. (Neues Wort). Angst ist nie gut. Auch Axel Schneider ist laut Birgit ein Konfliktvermeider und ich frage mich, woher dieses Verhalten kommt. Auf jeden Fall hat es mit Selbstwert und dem unetrschiedlich ausgeprĂ€gten Erinnerungsvermögen um die eigene Kraft, den eigenen Mut zu tun. "Was traue ich mir hier eigentlich noch zu?" war hier schon oft Thema und wir wissen um die HintergrĂŒnde. Jedenfalls wird man hier den Kopf nicht abreissen und den Rest muss ich mir selbst erarbeiten. Am besten so, dass ich entspannt, gelassen und ausgeglichen genug bin, um mein Universum anlĂ€cheln zu können.

Die Fische sind fort

Heute (04.09.21) haben wir das Aquarium "aufgelöst". Nach acht Jahren. Komisch ist das schon, nach so langer Zeit. Mir war es immer zu laut, zu wartungsintensiv und kostspielig, immer mit Urlaubsbetreuung und immer, wenn es um sterbende Fische oder Anemonen ging, wurde es mir ein wenig schwer ums Herz. Dennoch war dieses Universum darin so schön anzusehen und zu bewundern. Jetzt, wo alles innerhalb weniger Stunden vorbei gewesen war, erinnere ich mich an viele kleine Episoden: sei es der Kauf in Hamburg Kaltenkirchen und den waghalsigen Transport, das "Einfahren" des Beckens, den alles und alle beschĂŒtzenden Orangenfleck als einen der ersten Doktor-Fische, dazu die launige Palette und den garstigen "Torsten" und vor allem die allerersten Clownies, die sich die noch winzigen Anemonen als Heimstatt suchten und mehrfach zu laichen versuchten ... Genau diese beiden ersten Clownies gingen heute ohne Winken auf eine Reise in PlastiktĂŒten nach Paderborn. Jetzt ist es hier ganz still. So oder Ă€hnlich lĂ€uft es wahrscheinlich immer ab, wenn es um Abschied, Verlust oder Tod oder ein simples Ende dessen geht, an das man sich gewöhnt hat. Eine Analogie zum Leben insgesamt. Wenn das (unausweichliche oder selbst gemachte) Ende kommt, treten die Erinnerungen als Tröster auf den Plan. Zumindest bei mir. Seltsam ... wo ich doch eingangs so viele negative Argumente erwĂ€hnte, habe ich mich doch dabei ertappt, die Fische, die jetzt hoffentlich anderswo fröhlich schwimmen können, das gewachsene (und morgen vollends zerstörte) Aquarium mit all seinen Bewohnern und Tobi als der Erbauer und BehĂŒter dieses kleinen Universums und dessen Ende zu bedauern. Geht mir nĂ€her als gewollt. Ich kann Abschiede nicht gut.

Eigentlich und Halberstadt

"Wenn du 'eigentlich' sagst, drehst du das, eas du anschließend sagst, komplett um.
(eine Abschrift aus dem gelben Buch)

Ich bin in Halberstadt mit dem ParitÀtischen auf einer Dachverbandskonferenz nach einer weissweinlichen Nacht und komme resultierend aus den Inhalten beider Tage auf das zusammenfassende Wort: LUXUSPROBLEM.

Es geht gerade um eine hyperdemokratische Diskussion, ob eine DVK oder sonstwelche Beratungen Freitags möglich wĂ€ren. Dann aber nicht so lange. Wegen Familie. Oder Montags. Aber da bin ich noch nicht so fit. Oder gar zwei Tage? Ich muss mich zurĂŒckhalten. Denn ist so unverstĂ€ndlich wie luxuriös, sich damit bezahlterweise einen ganzen Vormittag lang zu befassen. (Marcel wird Antje irgendwann ablösen, oder?)

Aber ich muss ja auch noch nach Hause fahren, so betrunken wie ich bin. Die erste Randnotiz (wie diese hier) ist die AussagekrÀftigste. Siehe Puppentheater. Deshalb war mir auch so Bange davor. Aber lieber so lieb und freundlich im Zucker wie hier als andersrum.

oh! Stop mal! > siehe eine Seite vorher > Da gabs schon eine solche Notiz vom 09.07.20. Tadaaa.

Emo-Flash auf KM 10

In meinen selbst erstellten Trainings kommt es mittlerweile beim schnellen Gehen zu 3x leichtem Jogging auf ca. 100m. Idee ist, Körper & Geist darauf einzustellen. Heute bereits das 4. Mal. Und bei jedem neuen Walk werden es lĂ€ngere Sequenzen und manchmal auch mehr als drei. Und Heute ist etwas passiert: Bei km 10 - also schon in Heimreichweite und nach bereits 4 Joggings weit ĂŒber 200m schaltete ich nach 6 Spotify-Folgen mit der selbst erzĂ€hlten History von HRK (Kunze) auf "Heavy" von Diestelmeyer um und es erwischte mich schwer beim Song "Lass uns Liebe sein", nach dessen Rythmus ich perfekt joggen kann und eine ordentliche Distanz absolvierte, auf der ich mich plötzlich heulend wiederfand. Ein unerhörter Ausbruch heftiger Emotion,  vergleichbar mit dem beim TĂžnderfestival damals. Ich musste zum Ende des Songs sogar nochmals kurz losrennen -  sowas können Endorphine? Rauschartige Euphorie, die nicht weiss, ob sie tiefe Trauer oder höchste VerzĂŒckung sein will? Wao. Anschließend gab's HĂ€hnchen ;-)

Medizin-Mann

Ist mir gerade aufgefallen und enthÀlt folgende Medikamente, die ich seit geraumer Zeit zu mir nehme, nehmen muss. Das ist also eine Basis-Palette, die sich im Alter sicher erweitern wird. Mal gucken, was passiert und wie sich alle vertragen: So. Das ist die Bestandsaufnahme vom August 2021. Alle drei Mittel sind mit Ausnahme letzterens offensichtlich wichtig. Ich bin 52 Jahre alt. Gute Nacht derweil.

Hier kommt der Tod

Ich bin nach kurzen, merkwĂŒrdigem Schlaf mit vielen (nicht unangenehmen) TrĂ€umen und heute einer Reihe sportlicher Veranstaltungen mit mir und anschließendem Bluenote noch erstaunlich wach und möchte das ausnutzen, um ein paar Begebenheiten zu schildern, die mit dem Tod zu tun haben. Denn in den drei Wochen nach unserem Urlaub haben sich erstaunlich viele "UnfĂ€lle" ereignet, die heute frĂŒh hoffentlich vorerst einen Abschluss gefunden haben. Fangen wir von hinten an: Beim gestrigen Lesen von Tarantinos "Once upon a time in Hollywood" erschlich mich im Bett eine MĂŒdigkeit, die beinahe an eine schleichende, tiefe Ohnmacht grenzte. Kaum legte ich das Buch weg, lag ich wach im Bett. Wie so hĂ€ufig in letzter Zeit. Und im Hausflur ging das Licht an. Und wieder aus. "Ah, Volker kommt bestimmt vom Ravelin und dem Konzert dort nach Hause." Licht aus. Dann: Licht wieder an. Und ein entferntes leichtes Poltern. Über einen etwas lĂ€ngeren Zeitraum. Leise, aber wegen meiner Schlaflosigkeit bemerkbar. Nanu? Wird Volker jetzt noch was um- oder aufrĂ€umen? WĂ€re ja nichts UnĂŒbliches. Aber das Licht ging noch mindestens 5 Mal an und wieder aus. Nunja, lösen wir es vorerst auf: Es wird nicht Volker gewesen sein, sondern Frau Seebert aus der Parterre, die sich wahrscheinlich in TodeskrĂ€mpfen bemĂŒhte, Hilfe zu bekommen. Es stellte sich heraus: sie hatte eine Hirnblutung, die ihr womöglich auch den SchĂ€del aufgerissen hat. So berichteten heute morgen gegen 09:15 Uhr ihr Sohn nebst seiner Frau, die sie in der FrĂŒhe im Wohnzimmer auffanden- stark am Kopf blutend, Schaum vorm Mund und dem Tode sehr nahe. Frau Seebert hatte auf deren Anrufe nicht reagiert, deshalb fuhren sie sofort hin. Dann ging wohl alles ganz schnell: Polizei, Krankenwagen, Krankenhaus und die Nachricht, dass sie sehr sicher nicht ĂŒberleben wird. Das war fĂŒr eine mich ziemlich heftige Situation, weil ich das gleich mit dem nĂ€chtlichen Situation in Verbindung brachte. Und natĂŒrlich, weil Frau Seebert eines sehr unschönen Todes gestorben sein musste. HĂ€tte ich runtergehen und nachsehen sollen? Naja. Das alles brachte den Stein des Todes ins Rollen, wie ich so darĂŒber nachdachte (und noch immer denke), dass Volkers Sohn Peter vor eineinhalb Wochen verstorben war. Und dass am Sonntag Netti 50 Jahre alt wurde und ich beim Gratulieren erfuhr, dass ihre Mama vor kurzem einen Schlaganfall erlitten hatte und damit auf der Abfahrtspiste unterwegs ist. Und dass Merti (der Trainer aus dem Bluenote, der mir den Anlass ĂŒber die dienstĂ€gliche Skatrunde in meinen Clubstories gab) jetzt nach seinem Aortenaneurysma nach Hause ĂŒberstellt wird, um dort die kĂŒnstliche ErnĂ€hrung einzustellen und ihn sterben zu lassen. Und dann Horst Mannewitz, der am 23.07. von uns auf dem Westfriedhof verabschiedet wurde. Hier kommt der Tod. Memento Mori ...

kurzkontrollverlust Nachtrag

Nur, um es mal klar zu machen, was hier abgeht: Nach dem Geburtstag Hansi und meinem Kurzkontrollverlust gedachte ich, sofort wieder ins Lager der Vernunft zu wechseln. Donnerstag: Ein Bier. Okay. Und dann: Den Gin Giveaway von Uli = Sax'n Anhalt geleert. Das war Schnaps! Und mein Freitag sah sich einem neuerlich etwas uncoolem Gemenge gegenĂŒber. Am selben Tag Catt im Volksbad erlebt und mich gefreut. Über die Musik und dass ich Heide und Jacqueline und Mikro kannte. Zwei kleine Bier, einen Wein. Zuhause dann noch eine "zufĂ€llig" gekaufte Flasche Ebeling Weißwein und ein Bier im Anschluss. Tadaaa. Jetzt ist es Samstag (eigentlich Sonntag 01:55), ich bin bei Tobi und habe vorsorglich nur eine Flasche Billigwein gekauft, in der Annahme, dass ich mich bittesehr zurĂŒckhalten möge. Fazit: Die Flasche ist leer, eine weitere aus Tobis Bestand wĂ€hrend einer gemeinsamen M'era Luna TV-Session ebenso und eine weitere habe ich eben gerade aufgemacht, nachdem Tobi zu Bett gegangen war. Mir fehlen die diesen Beitrag abschliessenden Worte. Wollte zumindest Bescheid geschrieben haben.

kurzkontrollverlust

Heute bei Hansi. 55 Jahre. Erstmals im neuen Domizil besucht. Ottersleben. Die Leber des Otters.  Jörg, Jana, Norbert. Gut, da gesein zu  gewesen. Mit Rad nach Hause und kaum zuhause: ergiebige Mengen von Regen. Alle Fenster auf. Frische Luft. Sehr sexuell. Nach drei Bieren dort jetzt Flasche Weisswein hier. Und die Idee, aus dem Bus den Rotwein zu holen. Klarer RĂŒckfall. Weil morgen "sicher" ist: ParitĂ€tisches Mobile Office mit viel Grafik und Web. Und Fahrrad und Schwimmen vielleicht. Hab also meine Credits in Sachen Sport und Bier in der dritten Woche ein bisschen dolle ausgereizt. Aber immerhin eingehalten. Und "sicher" ist kein wirkliches Argument, denn darum ging's und geht's ja nicht. Ein Ausrutscher? Ich hoffe, dass es EIN Ausrutscher ist. Der Rest ist im Moment Sex. Und der zimmert sich Gedanken, animiert von den manhub und Cadinot  Videos und den zeitgleichen Erinnerungen an all meine Episoden auf dem Weg zum endlich homosexuellen Jetzt. Uiuiui, wenn die Lust regiert, vibriert alles Bisherige in einem merkwĂŒrdigen Dunst. Ist der Höhepunkt vorĂŒber (ist er momentan noch nicht), klĂ€rt sich alles in eine etwas andere Richtung. P.S. Momentaufnahme in Sachen Sex: "Ich wĂ€re manchmal gern anal verfĂŒgbar - im Selbstversuch wie auch von 'Aussen' ." Über Tobi und mich haben wir hier noch garnicht geschrieben, oder? P.P.S. des nĂ€chsten Tages: Du meine GĂŒte, das war ja Vollversagen. NatĂŒrlich Buswein. Na klar keinerlei Sport heute. DafĂŒr automatisch schlechtes Wetter. Aufgesparte Sexplosionen gleich mehrfach nachgeholt. Auch eine Form von Sport. So! Jetzt aber  sofort zurĂŒck auf Vernunft!

Fitness 21

Forever21 ... Als ich den Schlussstrich vor ĂŒber 2 Wochen ansetzte, dachte ich vornehmlich an deutliche Alkoholreduzierung mitsamt eines körperlichen re:news. Weil es fĂŒr beides deutlich an der Zeit war. Seit dem 19.07. also lĂ€sst sich mein Ver"lauf" beobachten. Ich habe jetzt auch so eine Uhr, um die ich die Selbstoptimierer immer gern belĂ€chelt habe. Und wenn man nun mich derenthalben heute anlĂ€chelt, werde ich verlegen und weiss mal wieder nicht, fĂŒr welche Ansicht ich geradestehen soll. Ich bin ganz schön Panne, was? Also, auf flow.polar.com/ mit polar@2und40 und I*00 kann man gucken, welche Reisen ich bisher unternahm. Und in der iOS Running App mit all den AktivitĂ€ten davor ebenso - das scheint sich wegen der VerknĂŒpfung zu synchronisieren. Was ich schreiben wollte: Ein gemĂŒtliches Radeln zur Arbeit (neu: ich bin jetzt Referent fĂŒr Öffentlichkeitsarbeit beim ParitĂ€tischen) und 4 Stockwerke hochlaufen fĂŒhlt sich noch nicht so an, als triebe ich 5 mal die Woche Sport. Ab 50 Jahren dauert sowas wahrscheinlich viel lĂ€nger. Aber ein klein wenig dĂŒnner fĂŒhlt es mich bereits an. Sport weiterhin frei! (Und mutig die nĂ€chste Phase angehen, wonach die Alkoholarmut der Woche am Wochenende wieder ausgeglichen werden darf ... aber nicht muss.)

Angestellt

Hier liesse sich Angst Teil Tausend einfach nochmal wiederholen. Oder auch "Schiss". Denn genau so sieht es gerade wieder aus. Was wahrscheinlich am Samstag lag: Ulrike Theissens 50. Geburtstag. Schon wieder 50. Schon wieder Party. Diesmal nicht ganz so langweilig, dafĂŒr aber schneller Schlauchwein, der mich noch schneller schlauchte. (Dieser Columbard Chardonnay gehört verbannt) Nach Reform geradelt (gerade noch so...) und gemerkt, dass auch der Pool nicht mehr half. So. Und das Klagelied bleibt dasselbe: Sonntag alles oll und mĂŒde. Bis zur Nacht, in der das Schalfen nicht will. Und noch einen Tag weiter kommt die bleierne UnzulĂ€nglichkeit wie in Angst Teil Tausend oder Schiss beschrieben. Jetzt bin ich vollstĂ€ndiger Arbeitnehmer. So richtig und ganz. Gut? Schlecht? Meinung? Keine. Aber eine Art Arbeitsdepression scheint mir vorzuliegen. Immer wieder dieser gefĂŒhlte innere Schrei nach Reset. Und tausend unsinnige Reflexionen pro Minute. Man mĂŒsste ... einfach mal Hirn & Fresse halten.

Die unwilden FĂŒnfziger

Es ist nie der richtige Zeitpunkt, alles so aufzuschreiben, dass es sinnreich zu lesen und zu verstehen ist; dass ich mich (oder sonstwem) als spĂ€terem Leser in die Stories nachvollziehend einklinken kann. So kommt es manchmal, dass mir der Flow fehlt und die Worte um Deutlichkeit ringen. Kurz: Es gab wieder Kroatien (vom 29.06. - 14.07.) mit CampStine und Maja und Vinko und Toni und Dino und Tino UND: einem Schiff. Mit Roko und Spiro und 30 anderen Leuten, ein paar davon aus Weißenfels. Ein Feldversuch, denn so etwas haben wir noch nie gemacht. Allein die kleine Zahl der Mitreisenden und die von Maja weitergegebenen Rezensionen erlaubten den Mut. Ja, es ist teuer, aber es ist gut. Manchmal fĂ€llt es mir zugegebenermaßen schwer, höflich zu bleiben, wenn ich manche AttitĂŒde als aufgesetzt, unecht und dumm bewerte, was mir eigentlich garnicht zusteht. Aber was soll ich machen? Die Weißenfelser waren mir am liebsten, die Schweizer ebenso, von den Exilrussen nur Alexej und von den restlichen Leuten waren mir dreivier Leute ein bisschen unsympatisch. Aber egal. Es ging ganz gut und war recht warm. Aber auch klimatisiert. Verstehe! Und wir machen das nochmal. Auch nochmal gabs einer Dreier-Geburtstagsparty von Jabo-KĂ€se-Stoffi. Das hatten sie zum 42. schonmal und an der Elbe gemacht und diesmal zum 50.- allerdings in einem Mehrzweck-Saal in Alt-Olvenstedt. Das sind solche Partys, nach welchen ich mir sage, dass es gut war, Mario, Gardis und auch Mandy oder Wolfram mal wieder gesehen zu haben ... und dann hört es bereits auf. Ich fĂŒrchte mich so sehr vor den lĂ€ngst in BĂŒchern beschriebenen Situationen, in welchen ziemlich deutlich gemacht wird, wie es einige es 'nochmal wissen wollen', andere resigniert hĂ€tten, der Rest sich irgendwie zu Ende lebt oder man nur noch ĂŒber Damals oder eben die aktuellen Kinder redet. Und was man zurzeit beruflich denn so mache. Danach ist schnell Schluss mit Inhalt. Sommerpartys gehören an einen See! Nicht in ein BĂŒrgerhaus, in welchem um 22:00 die hinteren TĂŒren geschlossen werden mĂŒssen und die Leute in Stuhlgruppen vor dem Eingang sitzen, schwitzen und die Turntables im Mehrzwecksaal unbeachtet vor sich hindudeln. Keine Gitarren, kein Tanz, keine guten GesprĂ€che - wozu auch. Wahrscheinlich ist das alle normal und ĂŒblich oder sowas - allein mich rĂŒhrt es nicht einen Deut. Horst Mannewitz ist tot. Diagnose Lungenkrebs im Oktober. Diagnose Schluss mit Lustig im Juli. Beigesetzt auf dem Westfriedhof. So sieht man wenigstens die Leute mal wieder (!). Immerhin fĂŒhlte ich mich anschließend auf dem Nachhauseweg sehr entspannt, ruhig und tatsĂ€chlich ausgeglichen. Das reichte bis zur "Taschenuhr" die ich zuhause speziell fĂŒr Horst zum Abschied sang. Schönes GefĂŒhl. Zum Merken, zum Weiterverfolgen. mehr davon. Vielleicht auch ohne dass jemand dafĂŒr hersterben muss.

Kein Kredit, keine Nachnahme

Endlich eine leicht begreifende und sinnvolle Vorgabe betreffs des MĂŒĂŸigganges und des zu vielen Alkohols. Die erste gute Idee: one day a week one week a month one month a year war zu weit gefasst und ließ mir zuviel Zeit- und SpielrĂ€ume bis zum bitteren Redaktionsschluss und damit dem Handlungszwang. Erinnerte mich an viele meiner nach hinten verschobenen Projekte und Vorhaben. Aber jetzt habe ich was Neues und selbst Erdachtes: Es gibt am Abend nur dann Bier (und auch nur Bier- keinen Wein), wenn ich am selben Tag mindestens 7 km gegangen oder 15 km Rad gefahren oder 1000m geschwommen bin. Dazu zĂ€hlt kein Radeln zur Arbeit oder der Gang zur Kaufhalle ;-) Die Menge des daraufhin erlaubten Bieres ist nicht festgelegt, unterliegt aber einem gesunden Maß, was also ĂŒber drei nicht hinausgeht und tatsĂ€chlich bisher auch nicht ging. Denn die erste Woche habe ich bereits absolviert. Und so lief ich am Montag 10km, fuhr am Mittwoch 20 und am Donnerstag 21km und trainierte endlich wieder Kieserzeug am Dienstag und Freitag. Es ist nicht leicht, mich zurĂŒck zu halten, wenn ich erstmal angefangen habe: Ein bisschen zu schnell und ein bisschen zu viel - aber der Erfolg ist bereits deutlich. Zwei Bier machen nicht kaputt und wenn es erst mit dem Schlaf noch besser wird, gebe ich meinem  gesunden und damit positiven Blick auf die kommenden Tage gute Chancen. Und ja: Freitag & Samstag ist derzeit noch alles sportfrei erlaubt, Sonntag Neigentrinken ebenso. Sachte ... nicht alles auf einmal. Und Kredit gibt es nicht: Heute Sport fĂŒr morgen Bier = no! Ich besorge mir derzeit so eine Uhr, auf der ich nachsehen kann, ob ich mich ĂŒberbelaste, damit es nicht ins Gegentum umschlĂ€gt.

Was ich noch zu sagen hÀtte ...

Beim Durchstöbern meiner vielen Erinnerungen hier in der Zehnsucht dĂŒrfte diese hier angesichts meines erneuten Versuches, mich als mittlerweile 51-jĂ€hriger auf die Reihe zu kriegen, lĂ€cheln oder heulen lassen. 03.10.2010. Und der hier vom 07.10.2010 ... Und was den Audioguide MMKT betrifft, hier der Vergleich zum Audioguide "Straße der Romanik" (06.10.2010), bei dem es offensichtlich auch nicht anders lief. >>> Und dann noch: Ich möchte mal einen Eintrag ĂŒber all meine Peinlichkeiten machen; alles, worĂŒber ich aus heutiger Sicht schrecklich peinlich berĂŒhrt bin. Beispiel: Taxi nach dem letzten Weihnachtssingen. Und da gibts noch so viel mehr ...

Angst Teil Tausend

Es lĂ€sst sich in dieser Zehnsucht gut nach dem Thema Angst suchen. Und alle Ängste Ă€hneln sich auf eine bestimmte Weise. Der Angst, dass man mich aus irgendeinem Grund zur Verantwortung ziehen wird fĂŒr etwas, das ich nicht richtig gemacht haben könne, gesellt sich nun so sachte eine körperliche Angst. Das ist reine Psychosomatik, wenn sich die Angst einen Weg aus der inneren Stille raus ans Licht sucht. Da klopft das Herz und lĂ€sst mich, mĂŒde wie ich bin, nicht einschlafen; da werden Bewegungen fahrig und viele  Situationen sehen aus wie ein bevorstehender Unfall. Das alles ist auch Folge des steten Alkoholmissbrauches, dessen Auswirkungen krankhaften Charakter tragen. Tragen werden und mĂŒssen. Denn wer sich permanent stĂ€ndig schadet, dem wird der stete Tropfen aushöhlend zum VerhĂ€ngnis. Wessen Ursprungs ist die aktuelle Angst? Der Audioguide. Ja. Dabei handelt es sich nur um Geld, dass ich zurĂŒckgeben muss und ein halbes Jahr wachsende Unlust und blödsinnig viel Arbeit am Projekt. Warum? Ich hatte das Texteschreiben sogar schon an Sandy delegiert, weil es mir nicht behagte - sei es aus Desinteresse oder wohl mehr wegen der Hangover, die zur Gewohnheit wurden. Dazu wurde es inhaltlich immer fader aufgrund der EinwĂ€nde der MMKT-Frau, die den Kinderguide zu einem mut- und belanglosen Ding werden zu lassen drohten. "So ist Magdeburg" - möchte man meinen, aber ich war auch Panne genug, es als egal abzutun und eine weitere Flasche Wein zu öffnen. Deutlicher Alarm an dieser Stelle. Denn auch in der ParitĂ€t habe ich gestern einen abgesprochenen Termin (mit der Verbandsleitung) vollstĂ€ndig verpasst und einen anderen mit mir als Redaktionsleitung als Heuschnupfen-Ausreden-Variante online verlegt ... das kann auf sehr nahe Sicht bereits so keinesfalls gut gehen. Alarmwiederholung! Dienstag fahren wir am Nachmittag los mit dem Bus Richtung SĂŒden. Im Moment bin ich weder hoch erfreut noch stark genug dafĂŒr. Der Bus wird an der ersten Ecke zerschellen. Oder gestohlen. Jemand ruft an und fordert etwas. Jemand stirbt. Etwas greift mich an und findet sĂ€mtliche wehrlosen Stellen. DAS ist Teil meiner Angst. Vergeht auch; kommt aber auch wieder. In solchen Momenten scheint das Leben viel zu anstrengend und gefĂ€hrlich.

Junimond

... nein, vorbei, bye bye ist es nicht. Aber es ist Juni. Corona verliert massiv an Substanz, die Litanei der Lethargie behĂ€lt die Oberhand und fĂŒhlt sich gut begleitet vom vielen Alkohol. Was wiederum ĂŒberhaupt garnicht mehr witzig ist. Seit dem 03. Juni und dem mit Pollen und Restalkohol Rad-Desaster bin ich nicht mehr gefahren, bin ich lĂ€ngst nicht mehr geschwommen oder gelaufen noch war ich beim Training. Alles liegt brach. Und wenn mal nicht, wird es vollgetrunken. Um daraufhin wieder brach zu liegen. Wir ahnen es: Soviel tote Zeit und keiner kann was tun und keiner stirbt so schön wie du ... Alle meine Songtexte mĂŒssen an meine WĂ€nde gepinnt werden: sie sind nahezu allesamt mein einzig wahres, ehrliches Abbild. Neben dieser Zehnsucht hier, versteht sich. Ich habe Sorgen mit einhergehender Angst mit dem fucking Audioguide, (Sandys Stimme wollten sie nicht und daraufhin die fertigen Aufnahmen mit Emily auch nicht) - obgleich es mir egal sein sollte- das Geld habe ich bereits. Und selbst wenn die es drauf anlegen, zahle ich halt freundlich die HĂ€lfte zurĂŒck - was soll's? Es kann doch nichts passieren. Aber es wurmt mich sehr. Ein schlecht gelaufenes Projekt. Ab jetzt nur noch klare, ĂŒbersichtliche und solche Dinge, die mir Spaß machen - es wird nicht mehr aufs Geld geguckt! Wir fahren nach Kroatien und dann auf ein Boot und ich fĂŒhle mich fĂŒr alles zu dick, zu trĂ€ge, zu selbstpeinlich. Ich brauche mehr Self-Empowerment. Und ein schönes Ziel. Ach was, ĂŒberhaupt irgend ein Ziel, vor dem ich keine Angst haben muss.

Vaters Geburtstag 2021

(Monika, Inge, Haberlands, Strohbachs, Eltern und wir beide) Laut war es. Und wie immer viel. Und ich dabei etwas zu mĂŒde, den LĂ€rmpegel zum Einen und die wie immer nicht leicht erklĂ€rbare, oft negativ behaftete Diskussionswut ertragen zu wollen. Es fehlt mir darin oft an KonstruktivitĂ€t, an einer gewissen Kultiviertheit. Darf ich das so sagen? Die Themen sind ĂŒberschaubar gleichbleibend; Mutter weiss alles am besten, Vater wird zwischendrin auch gern mal laut. Alles ab einem gewissen Pegel. Heute war ich der Fahrer. Die Romantik ist dahin. War ja auch nicht sehr oft vorhanden bei solchen Feiern. Ich erinnere mich an die Zeit als Gitarre spielender Jugendlicher, bei der mein vorgetragener Song Herman van Veens "Du bist wie sie" heftige Kritik seitens meines Vaters auslöste. Weil mir solche Texte und vor allem in meinem Alter nicht zustehen. Damals gab's noch RĂŒckhalt von Marlis und Ingo, doch die kommen nicht mehr. Heute gab es als Auslöser die Idee, dass die Jugend immer flegelhafter und schlimmer wĂŒrde. Ich erinnerte mich und die Umsitzenden an die Spottniks mit dem Spruch von Sokrates, dass die Jugend nichts tauge. Sie steht nicht mehr auf, wenn Ältere das Zimmer betreten, hat keinen Anstand und ist faul. Meine These, dass, wenn es schon vor Jahrhunderten so war, es ja heute die schlimmst anzunehmende und kaum zu ertragende Jugend sein mĂŒsse und dass womöglich die jeweils Älteren die Jugend immer so einschĂ€tzen. GenerationsĂŒbergreifend also. Das gab den Kick, den mein Vater brauchte, um laut zu werden und um mir darzustellen, wie ich mich wohl fĂŒhlen wĂŒrde, wenn ich mal als alter Mann die Straßenbahn benutzen mĂŒsste und mir irgend so ein dahergelaufener AuslĂ€nder den Mittelfinger zeigen wĂŒrde, wenn ich um einen Sitzplatz bitten wĂŒrde. Auf meinen Versuch einer Antwort wurde er sehr laut und ich daraufhin allerdings auch, indem ich ihm sagte, dass wir uns hier nicht anschreien sollten, weil ich sonst lieber gehen wĂŒrde. (So laut war ich gegenĂŒber meinem Vater bisher noch nie. Es passte ganz einfach alles zusammen: Ich war mĂŒde, gereizt und genervt von diesen blöden Diskussionen und der Erinnerung aus frĂŒheren Jahren, die allesamt nicht besser waren.) Ich muss es thematisch nicht weiter ausfĂŒhren, die Problematik ist deutlich. Es reisst alte Wunden auf, wonach ich mich Zeit meines Heranwachsens nicht in der Lage sah, das Ganze zu begreifen, zu akzeptieren und mich 'irgendwie' immer von dieser Art, von diesen Denk-/Sichtweisen distanzieren wollte. Ich hatte nur nicht die richtigen Argumente, um meine Vorstellung von einer freundlichen, friedlichen und gemeinsamen Welt darzulegen. Zu erklĂ€ren, dass eben solche negativen Grundhaltungen, die damals wie (insbesondere auch und wiedermal:) heute bestanden, nicht dazu beitragen können, unser und anderer Leben im positiven Licht zu verorten. Was im Kleinen schon nicht funktioniert, muss im Großen ebenso scheitern. Es scheint mir alles so schmal im umfassenden Denken, in der Weitsicht, im Großmut, kurz: im Positiven, obwohl wir doch allesamt schlaue Leute sind. Vielleicht wurde sich mit einer Aussichtslosigkeit in Bezug auf positive Denk- und Sichtweisen abgefunden und zur BekrĂ€ftigung des gemeinsamen  Scheiterns solidarisch mitargumentiert auf dem Feld der persönlichen, kleinkreislichen Sichtweisen. Naja, das ist nicht leicht zu begreifen und noch schwerer zu beschreiben; Soziologen könnten das vielleicht konkreter darstellen. Ist wahrscheinlich sogar relativ leicht. Aber mich dauert es, weil uns der eigene Teller sehr viel nĂ€her scheint, als dessen gefĂ€hrlich wirkender Rand, ĂŒber welchen hinaus uns der objektive Blick nicht gelingt. Wir sind eben einfache Leute. Was okay - allerdings dann schlimm ist, wenn wir uns so unsachlich und gefĂŒhlt laut wie heute darĂŒber erheben und die Welt folgerichtig zu erklĂ€ren versuchen. Und das Doofe ist: Ich bin Teil dessen und werde als fauler Apfel womöglich auch nicht viel weiter vom Stamm fallen. Vielleicht bedarf es ja nur eines Einbruchs in meine Wohnung von nachweislich AuslĂ€ndern; einem erneuten Busklau von - sagen wir - TĂŒrken und einer schlimmen SchlĂ€gerei, bei der mir ein paar Syrer die Fresse polieren. (Oi, jetzt werde ich unsachlich, oder?) Es ging ja nicht den ganzen Abend um politische Themen. Da ging es auch um ganz normale Dinge, Erinnerungen von frĂŒher, Geschichten und sowas ... aber wie erwĂ€hnt: Ich war einfach zu mĂŒde dafĂŒr. Tut mir fast schon wieder leid. Sehr wahrscheinlich ist also meine eigene Konstitution auch schuld an dieser etwas unschönen Situation. Eine Unzufriedenheit, die nicht nur mit dem hier Beschriebenen, sondern eher mit mir insgesamt zu tun hat. Abschliessend: ich mag solche Konflikte nicht.

re:open

Die Lage zeigt sich entspannt. Ich zuweilen und im Moment noch nicht so richtig. Fing genau mit dem Eröffnungsdienstag im Bluenote an. NatĂŒrlich Hundert Bier und vier mal Schnaps. Mittwoch Radversuch Runde 4 SĂŒdostwind. Was bis Barleben gut ging und dann fast zum Desaster wurde: Körper und Geist waren beide hinĂŒber; sogar die Beine versagten und der typische Ohrverschluss der Überlastung gab sich die Ehre. Dazu wahrscheinlich zuviel direkte Sonne und einen Haufen Pollen. Auch die nachfolgende Nacht wollte nicht so richtig und heute machen mir kleinste Misserfolge zu schaffen; wonach das ESI U24XL weiterhin nicht richtig lĂ€uft, wonach etwa Ivonne Löffler bei der ParitĂ€t die nunmehr vierten Angebote von CubeOffice fĂŒr die Teams-Schulungen so nicht abrechnen kann ... oder die MMKT noch weitere Änderungen am Audioguide hat und meint, Emily mĂŒsste dann aber deutlicher sprechen ... meine Fresse ... glauben die, wir hĂ€tten's nicht drauf? Und so Ă€rgere ich mich entlang des Tages und werde dabei natĂŒrlich unsachlich. Aber mir fĂ€llt nichts ein, womit ich es hinkriegen könnte. Kieser wollte ich versuchen - zu mĂŒde, zu warm (29), zu Angst, dass die gleich wieder 600+ Jahresbeitrag haben wollen und ich mich noch eins drauf Ă€rgere. Fahrrad lassen wir mal heute und Schwimmen geht noch nicht. So. Alles klar. Immerhin kann ich die jeskom Songs auswendig und am 12.6. spielen wir fĂŒr gesunde 53 Minuten bei den Songtagen. Is' ja immerhin schon um drei, kann ich Fernsehen gucken und Salat und frische Brötchen essen und nachher Bluenote und am Ende Weisswein und morgen aufrĂ€umen - innen wie aussen. Mal sehen, ob's klappt und wenn ja, womit.

Schiss

Wieder so ein halber Beitrag, der nur etwas anreisst, was diese Zehnsucht in Teilen auch ein bisschen belanglos erscheinen lassen könnte, anstatt ihr genau bedachte und damit mich deutlich beschreibende ZĂŒge zu verleihen. Sei's drum, vielleicht wird's ja doch was: Es geht um denn "Schiss" - die Angst, die mich offensichtlich seit meiner Kindheit begleitet. Wie komme ich darauf? Also: ich bin ja immer wieder auf der Suche nach den GrĂŒnden, warum ich meine offensichtlichen Talente nicht ausbaue und  meinen tief in mir wabernden GefĂŒhlen, mein Leben betreffend, nicht richtig nachzugehen in der Lage zu sein scheine. (edit:) Und warum mich aktuelle Projekte, AuftrĂ€ge (2und40), Jeskom, Job, Englisch verfestigen ... Ă€ngstigen ob ihrer ErfĂŒllung. Woraus sich also ein permanentes Dilemma in Sachen eigenes Lebensmodell entwickelt hat, wonach ich wiederum oftmals nicht in der Lage zu sein scheine, aus meinem Wust an Erlebnissen, Wahrnehmungen, Empfindungen, Reflexionen und vagen Deutungen ein halbwegs stabilvernĂŒnftiges Konstrukt zu schaffen, das es mir ein bisschen leichter auf meinem Weg macht. Um aus diesen Ideen und Vorstellungen etwas Konstruktives fĂŒr mich und mein Leben zu erschaffen. "Etwas Richtiges". Stattdessen scheint mich immer wieder eine Form von Angst zu begleiten. Wovor genau, weiss ich noch nicht. Aber sie lauert im Hintergrund, um in den ungĂŒnstigsten Momenten hervorzubrechen und zu schreien: "Hab' ich dich!". Diese Form von Angst ist sehr niederschmetternd. Ich kenne sie aus dem Puppentheater (auch schon davor?) und auch jetzt immer wieder. Aktuelle Beispiele sind Audioguide und Fotoserie Gesellschaftshaus. Eigentlich nichts sonderlich Bedeutsames; aber meine Angst, es nicht zu packen, schwingt mit. Weil ich mich aber auch nahezu permanent mittels vorabendlichen Alkohol ausser Betrieb gesetzt habe. Was aktuell Einiges erklĂ€rt. Aber eben nur aktuell. Denn aus irgendeinem Grund muss ich ja zu diesem Verhalten gekommen sein. Das vorhin erwĂ€hnte "etwas Richtiges" lenkt dabei schon in die Richtung, die mich vermuten lĂ€sst, dass ich von ziemlich frĂŒh auf sehr oft so eine gewisse Angst davor gehabt haben muss, etwas eben "nicht richtig" zu machen. Was also von Anderen definiert wird. Ich bin derjenige, der "es" falsch macht oder machen könnte. Eine Frage des Selbstvertrauens. Manchmal ĂŒberboardend vorhanden, kurz danach am Nullpunkt. Schwarzweiss und im besseren Zustand Grautöne. Im Dazwischenfall mit 16,7 Mio Farben. Woran es insgesamt zu hapern scheint, ist meine nicht ausreichend angelernte Ermutigung fĂŒr die Realisierung meiner WĂŒnsche, Vorstellungen und Ideen; sondern meine Fokussierung darauf, hoffentlich keine Fehler zu machen. Vermeidung statt Entwicklung. Nicht einpullern! In der Schule keine Faxen machen! Nicht lĂŒgen! Lieb sein! ... Das ist ein deutliches und (hier) oft erklĂ€rtes Defizit und ich fĂŒhle mich fast zu alt, um ein offensichtlich 50 Jahre altes Dilemma noch klar zu kriegen. (Tipp am Rande: Lass' den Alkohol weg! Das Ă€ndert nichts an der Vergangenheit, sehr wohl aber an der Zukunft.) P.S.: Immerhin ist es doch mehr als ein halber Beitrag geworden; im thematisch Gesamten betrachtet jedoch wahrscheinlich kaum mehr als ein Hundertstel. (Na prima, das macht die ANGST vor einer sachlichen Auseinandersetzung mit diesem Thema gleich wieder ein StĂŒckchen grĂ¶ĂŸer.) Okay, ich korrigiere: Es ist nur ein Viertel. Echt? Ja! Oh. Cool.

quo jobbis2

Jetzt ist es also vom Tisch: der ParitĂ€tische stimmt meinen Vorstellungen voll und ganz zu. Das heisst fĂŒr mich Stufe 11/3 (die 3 steht steht nun doch nicht fĂŒr Betriebszugehörigkeit, sondern fĂŒr Kenntnis-Level, das aber eben doch nach einer bestimmten Zahl von Jahren eintritt). Wie dem auch sei: Ab 01. August bin ich 100% ParitĂ€ter bei 4.000 EUR Gehalt. Dieser Umstand ist rein geldwertlich schonmal gut und lĂ€sst sich am Ende bis zu 5.000 ausbauen; inhaltlich und motivatorisch lĂ€sst es sich auch gut an, weil alles dort auf dem Gebiet von Presse und Media so unbedarft scheint und die Menschen freundlich sind. Damit sind schonmal zwei Voraussetzungen erfĂŒllt. Und da ich sowieso keinen echten Plan fĂŒr mich und meine nicht weiter erkannten und ausgebauten FĂ€higkeiten habe, sollte ich mich dahinein finden und mich vor allem nicht beschweren. Falls doch, bitte ich hier um eine entsprechende Änderungsmeldung oder das freundliche Halten meiner Klappe. Ich entsinne mich manch entmutigter Vorbeifahrt am großen gelben Haus auf dem Weg zum Puppentheater und meiner Überlegung, ob ich dort nicht bspw. mit Matte MĂ€rtens zusammenarbeiten könnte - oder sogar nach seinem Tod Marcel gefragt zu haben, ob die Stelle wieder besetzt wird ... Das Ă€hnliche Prinzip wie 11 Jahre zuvor beim Puppentheater: das auf dem Gipfel französischer Winteralpen von Simone Riedl bestĂ€tigte GlĂŒck, fĂŒr 5 Monate ĂĄ 2.000 EUR ein Festival in Sachen Presse fĂŒr Geld zu betreuen. Um am Ende 9 Jahre dort zu bleiben. Und so Ă€hnlich wars auch jetzt: Nur diesmal in Italien auf'm schneeverwehten Berg, als ich Sabine anrief und sie mir anbot, das TRES Projekt fĂŒr 10 Monate fort- und zu Ende zu  fĂŒhren. Und wieder wurde ich gebeten, zu bleiben. Nanu. Ich bin jetzt 51 Jahre alt und so planlos wie zu Beginn. Bin ich also wieder irgendwie irgendwo durchgekommen? Gute Frage.

Alkoholische Anweisung

Olroid, Baby, weil ich es weiter- und immerhin nicht hinbekomme, hier eine Anweisung, eine diplomatische Empfehlung kurz vor dem bösen Krieg, den ich ich deutlich vor mir sehe. Ich versuche es wie beim Sport: Nicht zu viel auf einmal, sondern sachte von "bad" zu "better". Tagesration: oder: Komm' schon, mehr ist es nicht. Mach' es! Besser als jetzt.  

Es kotzt mich an, dass es mich ankotzt

Ein Test. Der im Moment ganz gut passt. Ich fĂŒhle mich dermaßen low, dass ich nicht in der Lage bin, es auszudrĂŒcken. „Damals war‘s“ gesehen und wiederholt festgestellt, dass ich in der MittelmĂ€ĂŸigkeit schwebe; irgendwas zwischen Anspruch und kargem GemĂŒt. Und natĂŒrlich dem Wissen darĂŒber. Sonntag. sent by 2und40 mobile home

Fifty facts of fucking fuck

Fuck the fucking fuck! So. Damit ist das schonmal raus. War nötig. Ich komme soeben aus der Dusche nach einem 50-km-Trip ĂŒber die gewohnte Strecke IV mit einem Nordwestwind, der ... naja, das Übliche halt: fast immer und fast vollstĂ€ndig von vorn kam. Fuck the fucking fuck. Blieb mir nur ĂŒbrig, mich dagegen zu stemmen und mir wenigstens eine gute Gesamtzeit rauszuholen. Aber warum? Wozu? Irgendwas mit Erfolgserlebnis? Oder Überhaupt-Ergebnis? NatĂŒrlich piepten die Messenger perfekt mehrmals mitten im Song, natĂŒrlich rief MMKT Franzi mich an (die jetzt nochmals eine Rundfahrt mit mir fĂŒr den Fucking Fuck-Audioguide machen und wahrscheinlich noch vieles verschlimmbessern wollen) und natĂŒrlich versuchte ich das ganze aktuelle Konstrukt um mich herum zu kompensieren, zu dĂ€mpfen, herunterzuspielen ... es versuchen, von oben oder wenigstens aussen zu betrachten. Es wurde zum Ende natĂŒrlich schlimmer. Analog zu Kraft und Kondition einhergehend mit allgemeiner Miesepetrigkeit. Mitsamt meiner EindrĂŒcke, die ich den vorbeihuschenden Konstellationen entnahm. Und dann kam das ganze Desaster zusammen: Wir sitzen nicht gemeinsam am Wasserfall und gucken der Strömung zu; wir treffen uns nicht im Stadtpark und beobachten Leute, wir gehen nicht auf SternbrĂŒcken und singen Songs und auch auf ein Eis tut es nicht not. Wir fahren nicht baden oder treffen uns mit anderen Leuten. Und wenn, versaufen wir diese Zeit. Das ist nichtmal neu, aber immer wieder so so beschissener Fucking FuckFuck ohne große Aussicht. Weiterhin ziellos. Nun bin ich jetzt und hier in dieser KĂŒche in einem jĂ€mmerlichen Zustand und beklage mich und meine Umgebung. Dazu passend ein Facebook-Michme, völlig erschöpft in seinem Hausflur lehnend als großer Held, der es gerade noch so geschafft hat, ein schönes Selfie von sich zu machen und seinen ersten Sommerlauf in fuckinger fuck-Selbstdarsteller-Manier zu posten, was normalerweise kein Fuckschwein interessieren sollte; wonach Kubon gleich kollegial arschkriechend meint, er solle bitte immer so gut bleiben. Und ich denke mir: Das kann nur Ironie sein, oder? Was fĂŒr ein SelbstbeweihrĂ€ucherungs- Fucking Fuckscheisse soll denn das sein? Was wird denn hier gespielt? 50 Km reichten heute nicht aus fĂŒr all meine fifty Fucks of sucking life. Verantwortlich bin ich selbst. Die meisten meiner GegenanlĂ€ufe und Versuche schlugen fehl, knapp vorbei oder fanden schlichtweg nicht statt. Siehe Kutzstraße, DĂ€nemarks, Hannover, HarzhĂŒtte, Studium, Radiomoderator ... aus Unmut, aus Angst, einem fucking Fuck des kleinen WertgefĂŒhls. Jetzt hĂ€tte ich beinahe Tobias genannt. Doch der kann nichts dafĂŒr. Doch, ein bisschen. Weil er den Ideen meines Briefes an meinen Freund aus 2010 tatsĂ€chlich nur wenig entspricht. Nicht im Pferdestehlen noch in der Romantik, weder im Wagnis noch im  Unsinn. Es ist funktional. Und so bleibt es. Ich kaufe mir einen 100.000 EUR Bus mit Hubdach, unter dem wir dann klimatisiert zwei Wochen auf unsere Handys gucken. DAS ist jetzt arg böse und gemein, aber dieser Eintrag hat eine thematische Position, welche selbsterbrechend vor sich hinskandiert: Fuck the fucking Fuck. Vielen Dank.

Selbstschuldstress

Achterbahn durch schwarzweisse Landschaften, UnĂŒberwindbarkeiten mit Zwischen-Hochs und AussichtsreichtĂŒmern ... alles wechselt vor sich hin, abhĂ€ngig von meinem Zustand und Gleichgewicht. Gestern Abend noch die unleidlichen Korrekturen beim komplizierten und mittlerweile mir unbeliebten Kinder-Audioguide der MMKT gelesen und das Projekt am liebsten abgesagt und die 5.700 zurĂŒckgegeben; heute nach einer unruhig-kurzen, jedenfalls aber alkoholfreien Nacht alles ins Reine bringen können. Ebenfalls heute an einem Zoom Meeting der paritĂ€tischen Dach- und LandesverbĂ€nde inkl. Ulrich Schneider teilgenommen und nach seinem Impulsreferat, nach welchem niemand von den 120 Leuten sich traute, das Wort ergriffen und in hoch professioneller Darstellung unsere Aktionen fĂŒr die Landtagswahl beworben. Der nickende Schneider war mir Beweis genug dafĂŒr. Anschließend so ĂŒberzeugt von mir, dass ich meine Gehaltsvorstellung ab August gleich nochmal bekrĂ€ftigte und ein gutes Konstrukt vorschlug, wonach sich der ParitĂ€tische aussuchen kann, was er haben will und ich bei meinen 2.500 netto bleibe. Sauber gelöst, möchte ich meinen. (Kurzinfo: derzeit 2.7k Pari und 0.9k FWA ergeben 2,5k netto gesamt. Pari will mir 3.7 fĂŒr fulltime anbieten, ich aber will die nĂ€chste Stufe mit 4k, um die 2,5k netto zu erreichen. Ansonsten bleibts erstmal so wie jetzt) Das war also ein typisches Zwischenhoch. Alles scheint wieder möglich und wenn alles geschafft und ich endlich in sauberen TĂŒchern bin, gelobe ich ZurĂŒckhaltung bei der Auftragsannahme und gebe nur nach, wenn das Ausschlagen eines ĂŒbersthohen Gebotes ein Frevel wĂ€re. So. Und nun zum Russen und Wein kaufen, oder? So fĂŒhlt sich das jedes Mal an, sobald sich auch nur kurzzeitig die Strohhalmspitze zwischen den Wolken zeigte.

Meinungsfreiheit

Ab und an beschleichen mich vage GefĂŒhle, es nicht auf die Reihe zu kriegen. Das alles. Hat bestimmt mit aktuellen AnlĂ€ssen zu tun und ist meist auch schnell wieder gut, wenn ich mit den Problemlösungen angefangen habe, bzw. mich dafĂŒr besser aufgestellt fĂŒhle. Derzeit sind es diese AnlĂ€sse: Ich muss mich beruflich einordnen und nach meinem Willen, meinen Zielen suchen. Dazu gesellt sich die Frage nach dem Geld. Seit geraumer Zeit scheine ich Geld zu sammeln und möchte immer mehr davon. Ich weiss nur noch nicht, wofĂŒr, es fĂŒhlt sich nur besser an. ParitĂ€t? Freiwilligenagentur? 2und40? Jeskom? Schwebt alles nur so rum. Dazu die vielen Projekte wie Audioguide MMKT, Fotos Gesellschaftshaus (Ja! Immer noch.), Webprojekte, Filmauftrag der FWA Halle. Abnehmen, gesĂŒnder werden, Sport lieben. Und bei all dem:  tunlichst Aufwand vermeiden! DAS ist die problematische Zusammenfassung vieler einzelner, teils unbekannter Summanden. (Keep the pandemie alive & me stay home) Da rein spielt mein Alkoholismus, der sich zwar etwas bessert, was aber lĂ€ngst nicht ausreicht. Die Pandemie verdeckt das alles, weil ich nicht tĂ€glich prĂ€sent sein muss - so lĂ€sst sich das prima vertuschen. Ich bin mir dabei selbst ein wenig peinlich. Heute habe ich nach Bussen gesucht und war zwischenzeitlich bereit, 40.000+ dafĂŒr auszugeben. Damit irgendwas passiert? re:new? Update? Jedoch scheint mir das etwas ziellos. Hauruck. Zum Thema Meinungsfreiheit: Das ist nur ein Wortspiel und bedeutet, dass ich mir keine Meinung zutraue, wenn ich Facebook oder Twitter durchlese. Jeder hat eine Meinung, jeder irgendwie Recht, jeder passt seine Meinung auch gerne um ... ich stehe diesen Dingen ratlos gegenĂŒber, wĂŒrde manchmal sowas wie "mĂ€hĂ€hÀÀÀ" dazuschreiben, lasse es dann zum GlĂŒck aber. Und dann: Man gendert bspw. die deutsche Sprache in einen europaweit einzigartigen Irrsinn, auch wenn der eigentliche Hintergrund der Gleichberechtigung klar und wichtig ist. Aber macht die Sprache das wett? Man schimpft gegen einen letzten harten Lockdown, wettert gegen Politik, Impfstoffe und unwichtige Kanzlerkandidaten, die Nachbarn oder  und ... ach, einer gegen den anderen. Vielleicht haben die Leute insgesamt in diesen merkwĂŒrdigen letzten 14 Monaten auch irgendwelche Kratzer in ihrem emotionalen GefĂŒge abbekommen und das kommunikative Miteinander erschöpft sich deutlich. Ich mag kein Online-Theater und keine Aufrufe, keine Songs fĂŒrs gemeinsame Aufstehen; ich mag keine Abstimmungen und keine halbfertigen NeuanfĂ€nge mehr. Auch wenn das alles womöglich richtig und sinnvoll ist ... ich bin zu sehr mit mir selbst beschĂ€ftigt, ohne aber zu so einem Selbstdarsteller zu werden, wie ich sie insbesondere auf Facebook sehe. Gerne wĂŒrde ich da nicht dauern nachgucken. Was suche ich denn da? Was verspreche ich mir denn? "Das Leben ist hart. Ich sehen mich so nach einem positiven GerĂ€usch."

quo jobbis?

Jetzt ist es also raus: Ich habe dem ParitĂ€tischen meine Zusage gegeben, bleiben zu wollen. Mein gesamter Leistungskatalog ist "eingekauft" worden. Eher weniger eingekauft als gewollt, denn die ParitĂ€tsinterne Gehaltsliste sieht nach einem Jahr Zugehörigkeit ganze 3.700 vor, was also bei 2.300 EUR netto liegt. Derzeit habe ich fast 2.500 in der Konstellation 30h ParitĂ€t und 10h FWA. Beide wollen mich haben und halten, was sich zwar gut anfĂŒhlt, dennoch ist heute so einer dieser Tage, an welchen ich mir die grundsĂ€tzliche Frage stelle, warum ich schon immer so ohne Ziel und Plan durchs Leben laufe? Immer auf der Suche nach dem besten Deal mit dem wenigsten Aufwand. Dagegen spricht ja nichts, aber manchmal paralliert sich zur Ziel- auch die Hilflosigkeit und dann setzt sich mein Selbstvertrauen gern mal eine Weile in den Sand und wartet auf die nĂ€chste Welle. Wohlan, es ist noch Zeit: Am 01.08. ist Start der neuen Job-Saison; bis dahin muss ich mich aufgestellt und wenigstens 100 mal gefreut haben. Wehe nicht.

Das Arbeitsmaß

Nach einem Jahr der Pandemie und im ehrlichsten Sinne fĂŒr mich recht angenehmen Folgen daraus, hat sich heute ein bisschen abgezeichnet, wie es wohl sein könnte, wenn alles irgendwann wieder so wird, wie es einst war. Mit der heutigen EindĂ€mmungsverordnung bis zum 15. Mai ergibt sich erfreulicherweise ein weiterer Schludrian-Modus, dennoch stelle ich eine gewisse Verwahrlosung in nahezu allen Belangen bei mir fest. Die Vorstellung eines 8-Stunden Jobs mitsamt aller einhergehenden Aufgaben macht mich nervös. Auch habe ich gelernt, vieles hinauszuschieben oder es verkatert sein zu lassen. Das rĂ€cht sich dann irgendwann. Heute war so ein Tag. Der bereits bezahlte Audioguide hatte heute Text-Abgabetermin und ich hab es in letzter Minute irgendwie geschafft; allerdings bin ich schwer hinĂŒber dessenthalben und wage die QualitĂ€t kaum zu beurteilen. Bei der ParitĂ€t war die Teams-Schulung eher ein Flop, was gewissermaßen auch mit mir zu tun hat und Sabine fordert einen TRES Sachbericht, von dem ich nicht weiss, was darin zu schreiben ist, weil einfach auch nichts passiert ist. Also irgendwas erfinden. Unangenehm. Jetzt steht noch eine Video-Botschaft an und im Geheimen denke ich darĂŒber nach, dass das Gesellschaftshaus unlĂ€ngst die Fotos benötigt, wĂ€hrend sich mind. 2 weitere Webprojekte andeuten. Flucht! Der erste Gedanke. Nie wieder hinausschieben und nie wieder Alkohol - der zweite. Dass es mir immer schwerer fĂ€llt, aus der Verlodderung rauszukommen und mich wieder aufzurichten - der dritte. Da wiegt der Vierte, dass ich es durchaus kann, schon weit weniger.

Deliert

Das ist mal wieder schlimm: Ich sitze nach einem Montag Abend mit zu viel Wein, einem Dienstag Abend beim Wein Micha mit dito hier jetzt und hier zuhause am Mittwoch mit der selbst gestellten Vorgabe, artig zu sein. Stattdessen trinke ich weiter den weissen Wein, obwohl er nichtmal schmeckt und ich zudem nichtmal eine Idee habe, was ich in diesen Browser eingeben soll, um irgendein Interesse in mir zu wecken. Es ist beides leer. Ich habe es heute immerhin vollbracht, meinem Plattenspieler eine Schublade anzubauen, so dass ich ihn jetzt rausziehen und mir Schallplatten anhören kann. Anhören könnte. Also kaufe ich lieber solche Reinigungsmittel wie Isopropanol, um die Platten mal zu reinigen. Aber hören werde ich dann wohl doch eher nicht. Oder vielleicht mal in einem Anflug von Nostalgie, um dann womöglich wiedermal festzustellen, dass es doch nicht so fetzt. Weil Damals eben Damals war und sich alles ein bisschen irgendwohin verschoben hat. Wie dem auch sei, es ist diese Situation hier und jetzt, die mir sehr missfĂ€llt, weil ich nicht in der Lage zu sein scheine, einfach ins Bett zu gehen, um ein bisschen zu lesen, zu schlafen und mir morgen einen guten Tag zu machen. Um den lĂ€ngst bezahlten und damit mĂŒhseligen Audioguide fertig zu schreiben, Rad zu fahren oder zu laufen ... wir wissen um die Konsequenz: morgen wieder viel zu Panne zu sein, um endlich das zu machen, von dem ich nicht weiss, ob es mir gefĂ€llt. (Ha! Der war gut.) Wo doch die Voraussetzungen besser nicht sein können: Corona, dritte Welle. Home-Office. Gut bezahlt. So viele Möglichkeiten, so viele  Freiheiten. Hab' mich auf 100.000 hochgespart. Wao. WofĂŒr? Das ewig zĂ€hrende Dilemma mit meinen undefinierten Zielen rĂŒckt deutlicher in den Fokus. Und das ist verdammt nochmal nichts Neues. Immer das Selbe. Nur mittlerweile mit viel mehr Alkohol. Die Schreckschraube dreht sich scheinbar unaufhaltsam ins Holz, bis sie ihr Ziel erreicht hat und sie fest sitzt und von wo aus es nicht mehr weiter geht. Es sei denn, ich schraube sie wieder raus. Schöner sinnbildlicher Abschluss eines Beitrags der selben Art.

GooPoint Trigger

Eine Aushilfserfindung, weilwenn ich es nicht selbst hinkriege: Es mĂŒsste einen Goopoint Trigger geben, der mich an Wochentagen, zweidreivier kleine Bier trinken lassen wĂŒrde, beim spĂ€testens fĂŒnften aber sofort schwere Bauch-, Kopf- oder andere Schmerzen hervorrufen wĂŒrde. FĂŒr den Lerneffekt. Am Wochenende wird er freundlicherweise ausgeschaltet. Das wĂ€re dann vergleichbar mit einer Erkrankung oder einer Situation, bei der ich mir inmitten des Wehleids vornehme, alles sofort besser zu machen, wenn ich bitte nur diese Krankheit ĂŒberstehen kann. WĂ€hrend einer Krankheit ist die WertschĂ€tzung fĂŒr das Leben immer grĂ¶ĂŸer als danach. Wenn also der Leidensdruck hoch genug ist. Aber das Ende vom Lied kennen wir aus der Erfahrung: Kaum ist das Leid vorbei, sind alle VorsĂ€tze meist dahin. Übrig bleibt das dumpfe GefĂŒhl, irgendetwas mal wieder verpasst bzw. nicht richtig eingeordnet zu haben. Schönes Beispiel dafĂŒr ist meine dreiwöchige Reha aus 2017, nach welcher ich bereits auf der RĂŒckfahrt auf der Autobahn genervt und verĂ€rgert ĂŒber die Verkehrsteilnehmer wĂŒtend wurde und mir am selben Abend ordentlich einen eintankte. (siehe hier) (Spoiler: vielleicht lags auch daran, dass ich bereits wusste, dass mir diese Reha bei meinem Problem mit dem Puppentheater auch nicht helfen kann.) Dazu alle anderen, lĂ€ngst vergessenen ZustĂ€nde meiner diversen Leidensstationen von Grippe bis Beinbruch, in  welchen ich Blut und TrĂ€nen darauf schwörte, es anschließend besser machen zu wollen. Vom Wollen und Können, vom Erinnern und Wissen ... eine große und laaange Story.  

Falschrumfasten

Es ist Ramadan. Ab morgen, 13.04. bis 12.05.2021. Die Muslime essen und trinken von Sonnenaufgang bis Sonnenuntergang nichts. Nichtmal Wasser. Außerdem: Unbedingt zu vermeiden sind ĂŒble Nachrede, Verleumdung, LĂŒgen und Beleidigungen aller Art. Es wird sicherlich viel gebetet, hauptsĂ€chlich aber auch ĂŒber das Leben und Verhalten nachgedacht und dass es nicht selbstverstĂ€ndlich ist, in welchem Überfluss wir teilweise leben. Ich finde die Idee ziemlich gut. Nunja, Wasser trinken ĂŒber den Tag sollte man schon. Und dass dann abends nach Einbruch der Dunkelheit alle Tische und FĂ€sser aufgemacht werden, schmĂ€lert die mögliche Wirkung beim Fettabbau, um den es hier offensichtlich aber garnicht geht. Vielmehr aber habe ich die Idee, das Fasten fĂŒr mich umzukehren: Essen und Trinken nur im Hellen, sobald es dunkel wird, ist der Wein vom Tisch! Das wĂ€re eine goo-point-control erster Klasse. Ich darf nochmal darauf hinweisen: 95,6 Kilo und in Körper wie auch Geist einigermaßen heruntergewirtschaftet. So.

Das samstÀglich Reformer Nörgeltier

Welche Unausgeschlafenheit oder Unzufriedenheit oder Ungereimtheit des Universums macht mich eigentlich immer wieder so nörglerisch, so negativ, so ablehnend, verneinend, unausgeglichen, ungemĂŒtlich, stĂ€nkerisch, streitsĂŒchtig ... kurz: unausstehlich? So richtig prima stellen sich solche Veranlagungen heraus, wenn ich im Rewe-Markt in Reform den samstĂ€glichen Einkauf mache. Das war sogar schon damals - im alten Markt - der Fall. Vielleicht, weil ich nicht gleich alles auf Anhieb fand oder mich irgendetwas daran und darin nervte? Das ist noch heute so und spĂ€testens, wenn ich zwei Paprikas fĂŒr 5 EUR sehe und alles zu laut und zu langsam, zu doof ist ... beginne ich, mich darĂŒber zu Ă€rgern, dass es mich Ă€rgert. Der Todesstrudel ohne Rettung. Es lassen sich Parallelen zu anderen, ebensolchen Situationen insbesondere im Umgang mit anderen, sogar befreundeten  Menschen ausfindig machen. Und spĂ€testens dann sollte ich mich zurĂŒckziehen und meinen Groll an irgendeiner grauen Wand austoben. Und gleichzeitig versuchen, herauszufinden, warum das alles und immer wieder so ist. Und derweil all jene begĂŒnstigenden Situationen meiden und als Zwischenlösung eine spontane "Draufsicht" versuchen. Ansonsten wird das hier zum Trainingslager fĂŒr mein Alter. Einen Stock sollte ich mir schonmal besorgen. Und einen Hut.

Draufsicht

Draufsicht. Das war mal so ein Projekt, von Mario Sack ins Leben gerufen und beschĂ€ftigte sich mit der Draufsicht auf die Dinge. Also mit dem Versuch, sich seiner Physis zu entheben und die Dinge des eigenen Lebens fĂŒr einen Moment von oben zu beobachten - eben draufzugucken. Im Grunde meint das, sich fĂŒr den unsĂ€glichen Moment, gefĂŒllt mit Trauer oder Wut, Ärger oder sonstigen negativen ZustĂ€nden, irrsinnig einfach zu befreien und ein StĂŒck nach oben zu schweben, um sich die Sache von oben und damit etwas umsichtiger und vor dem eigenen Sein beschĂŒtzt, ansehen, einschĂ€tzen und neu bewerten zu können. Ich komme darauf, weil ich selbstverstĂ€ndlich vollstĂ€ndig eigenverantwortlich derlei negative Schwingungen zuhauf verspĂŒre. Und mich daraufhin in einer Windungsvielfalt der ErklĂ€rungswut wiederfinde, welche mir verdeutlicht, dass die mannigfachen GrĂŒnde fĂŒr diese negativen Schwingungen ja auch ohne Alkohol vorhanden sind - wenn nicht gar erst zu ihm gefĂŒhrt haben. Ober ob ich - ganz einfach - grundsĂ€tzlich nur ein bisschen zu doof bin - und mich dem billigen Fusel anheim gegeben habe, weil ich mir grundsĂ€tzlich nicht besser zu helfen, bzw. mir ein paar oder wenigstens ein Ziel aufzustellen und zu verfolgen wusste. Konkretes? Gut: Facebook. Es macht mich verrĂŒckt! Weil ich so vieles so langweilig und, schlimmer noch: abstoßend finde, nur um 30 Minuten spĂ€ter gleich wieder nachzusehen. Es ist oder war schon immer ein Portal der Selbstdarstellung grĂ¶ĂŸeren wie manchmal ja auch gesunden, informierendes Ausmaßes. Aber: jetzt verfeinert sich meine Ekeleskapade: Indem ich solche Leute wie Michme in tausenden Posen mit ach so pathetischen Worten sehe; wenn Kubon gesichtsverzerrt von einem seiner weiteren Quality Runs und weltbestem Radio mit all den guten Journalisten schreibt; wenn weitere Menschen einfach nur dummes, verwirrtes Zeug schreiben ... Ach, es ist so mĂŒhselig. Und hat wahrscheinlich auch damit zu tun, dass ich deren Aktionen, von denen sie schreiben, auch ein bisschen zu neiden versucht bin. Was damit zu tun hat, dass ich mich als so untĂ€tig einschĂ€tze, so Leben vergeudend. Und dass sich das auch nach Corona womöglich nicht Ă€ndert, weil es ja bereits vorher bei mir schon so war. Jetzt kĂ€me die Draufsicht ins Spiel! Die wĂ€re nĂ€mlich so sehr hilfreich, wenn ich mich aus diesem Stimmungsschlamassel kurz mal rausnehmen könnte und mich von oben so realistisch wie möglich draufgucken liesse. Dann wĂŒrde ich nĂ€mlich merken, dass es nicht die anderen sind, sondern meine Sicht auf die Dinge meines Lebens. Die Draufsicht. Naja, das war jetzt vielleicht kein Quality Beitrag, aber ich musste es mal versuchen. P.S. & Fazit: Hinz & Kunz sind immer dann bessere Leute, wenn ich mich schwach, hilf- und vor allem ziellos fĂŒhle. Ansonsten wĂŒsste ich es zu ĂŒbersehen oder einfach abzuschalten. Das betrifft alle Lebenslagen. Wie sang es van Veen: "Ich sehne mich so nach einem positiven GerĂ€usch." Ganz besonders jetzt, wenn ich die ganzen DummgeschwĂ€tzdenker und Meckerer und Dagegner einfach nicht gebrauchen kann. Weil ich sonst möglicherweise sogar einer von denen werden könnte und den Rest meines Lebens schimpfend, tiradisierend und immer alle anderen fĂŒr mein UnglĂŒck verantwortlich mache.

Wechselvorfreude

Neigt die Woche sich dem Ende, freue ich mich auf Tobi und Reform in der Hoffnung auf Rehabilitation. Auf was Neues, das allerdings wenig stattfindet. Na gut, ja, es ist Ende Winter und wir haben eine Pandemie. Aber bleiben wir ehrlich: Was, außer Ski und Sommerurlaub kriegen wir auf die Reihe? Ich bin gut im Vergessen bzw. Übersehen von all den Dingen, die wir durchaus unternommen haben; aber sobald meine verkaterten Couchtage an Menge zunehmen, ĂŒberwiegt die negative Sicht auf die Dinge. Und dann, am Sonntag (bzw. heute Ostermontag) freue ich mich erneut. Dieses Mal auf meine Wohnung und eine neue Woche, in der ich mir fast lampenfieberlich viele schöne Dinge vorstelle, um sie mir vorzunehmen. Das mĂŒndet oft in der selben halbherzigen Lethargie. Wenn ich doch wenigstens bis um 12 liegenbleiben könnte. Geht aber auch nicht - das Gewissen ist zum GlĂŒck noch vorhanden. Ansonsten könnte ich mit vorstellen, bereits viele Grundlagen geschaffen zu haben, die einen handfesten Alkoholiker aus mir machen dĂŒrften. Immer wieder bin ich um peinliche Momente drumherum gekommen, aber eines Tages wird die Kraft nicht mehr reichen. Aus Erfahrung anderer und aus BĂŒchern mĂŒsste ich dann den Freund, dann den Job (oder andersrum) verlieren, die Band und meine Kunst wird's dann auch nicht mehr geben; ich fliege aus der Wohnung und ... uiuiui. Aaah- jetzt weiss ich, warum ich soviel Geld gespart habe. Das wird dann auch ereignislos alle sein. Klingt arg, hat aber durchaus Potential.

DrĂŒber- und Drunterleute

Das hier wird merkwĂŒrdig: Ich habe eben gerade beim Rauchen draußen (eine Woche Tobi Urlaub ohne Urlaub, ohne Ski, dafĂŒr mit Geburtstag) ĂŒber meine "Bewertung" der mich umgebenden Menschen nachgedacht. Mag sein, dass der Wein sein Übriges dazu steuert und diesen Beitrag krude macht. Aber ich versuche es: Die Zahl derer, mit denen ich Umgang habe, ist in den Jahren geschrumpft bzw. hat sich verĂ€ndert.. Ich fasse zusammen: Im Bluenote (das seit November 2020 erneut schliessen musste), treffe ich noch die meisten. Die anderen, aus Bluesjackets- oder Ă€hnlichen Zeiten und Projekten haben sich ĂŒber die Jahre entfernt. Zugegebenermaßen trauere ich jenen  Zeiten ein bisschen nach, als wir gemeinsame lange NĂ€chte verbrachten, mit den Bussen durch die Welt reisten, auf Konzerten waren oder selbst welche gegeben haben ... wir waren irgendwas in den 20er / 30er Jahren und hatten merkwĂŒrdigerweise Zeit fĂŒr durchtriebene NĂ€chte und Unternehmungen (die letzten waren die Weihnachtssingen in unseren End40ern), die heute - bis auf wenige Bluenote-Eskapaden - undenkbar sind. Das liegt nicht daran, dass die Leute nun Jobs haben - die hatten sie frĂŒher auch - aber: wir alle sind Ă€lter geworden. Viel Ă€lter. Aus 32 wird 52. Kawumm! Doch zum Thema: DrĂŒber- und Drunterleute. Die meisten Menschen kommen mit solchen, die sich im Abgleich ihrer Ansichten und FĂ€higkeiten als relativ gleich und ebenbĂŒrtig erweisen, am besten klar. Sie werden oft zu Freunden. Weil sie den halbwegs gleichen Ansatz einer Denk- und Lebensauffassung und die gleichen Interessen haben. Und weil dazu die Chemie stimmt. So. Okay. Wie sieht das heute bei mir aus? Es sind (mit Datum heute, außer Tom Kawa) alle noch da. Aber nicht mehr hier. Man sieht sich. Gelegentlich. Die Leute heute, die ich zu meiner Gesellschaft zĂ€hlen kann, treffen sich tatsĂ€chlich meist im Bluenote. Ohne Bluenote findet (auch im Sinne der Corona Epidemie) nichts statt und die Schar derer, mit denen ich mich umgab, wird dĂŒnn. Aber ich schreibe um den heissen Brei: Bei den mich umgebenden Menschen scheine ich zu kategorisieren: Da sind die, zu denen ich eher aufsehe und sie bewundere; und da sind die Anderen, die ich brauche, um auf sie herab zu sehen, selbstverstĂ€ndlich ohne sie das spĂŒren zu lassen. Das hat unbedingt mit meinem Selbstbewusstsein zu tun: Im Kreis der DrĂŒberleuten versuche ich, zu bestehen, auch wenn ich Vieles nicht verstehe. Das mache ich durch meine schauspielerisch vieldeutende Art wett, was allerdings anstrengend ist (und ĂŒberhaupt nicht sein muss! Manno!). Und bei den Drunterleuten fĂŒhlt es sich dann so wohlig an, weil ich mich nicht anstrengen muss; weil sie mir nahezu bedingungslos alles abnehmen, egal, welchen Bullshit ich von mir lasse. Und wen wĂŒrde ich in die Mitte nehmen? Also die Person, mit der ich auf gleichem Niveau, auf gleicher Ebene im Wissen wie im FĂŒhlen bin? Und mein Freund ist? Und wieso habe ich das hier geschrieben? Wer genau sind denn die DrĂŒberleute und wer gehört zu den Drunterleuten? Und wieso fĂ€llt mir niemand ad hoc ein, den ich zu "meinesgleichen" zĂ€hlen kann, möchte, darf? Wer ist noch da? Wer tut mir gut? Wer ist gefĂ€hrlich? Bei wem kann ich lernen? Mit wem möchte ich engeren Kontakt haben? Mist, ich bin in der Nacht der Zeitumstellung von 2 auf 3 bereits bei 01:55 in der Winterzeit nach einer Flasche Weißwein beim Ende des schweren Toskana Rotweines und hĂ€tte diesen Artikel hier gern richtig samt meiner Überlegung zu Ende gebracht, weil das Thema gut ist. Ich mach schnell ein paar Tags fĂŒr die Basis meiner DrĂŒberdrunter-Überlegungen: #daniel #weinmicha #sepp #ali #ulrike #thorben #dorschi #jana #kubon #stef #doni #tobi #volker #siggi #memmler #michme #mariosack #mandy #hannes #schröder #ronald #noch? Na? Möchtest du eine Bewertung vornehmen? Komm schon ... Nun ist es 03:14 Uhr. Tadaaa ... heller, lĂ€nger, wĂ€rmer, besoffener, sarkastischer.

11 Jahre, 2 Monate und 27 Tage

So alt ist diese Zehnsucht mittlerweile schon. Der Idee, mich zu beobachten, zu erkennen, zu bewerten und das zu dokumentieren, bin ich treu geblieben. Doch mich beschleicht das GefĂŒhl, dass ich seit sehr geraumer Zeit das selbe Problem beschreibe. Was ich auch hier schon oft genug beschrieben habe. Eine Tautologie? Womöglich kommt mir das in meinen besonders abschlĂ€gig beschriebenen ZustĂ€nden intensiver vor. So kann es zu einer Art Litanei werden, die immer wieder und damit ein bisschen zu oft das beschreibt, was wir alle lĂ€ngst schon wissen. Einen x-beliebigen Beitrag hier aufzurufen ist der beste Beweis dafĂŒr. Versuch's mal. Kurzum: ich hĂ€tte es gern ein bisschen fortschrittlicher, progressiver; ich möchte Entwicklung aufschreiben, Erkenntnisse, Neues und daraus resultierend auch Schönes. Wenn es keine Entwicklung gegeben haben sollte bzw. gibt, lohnt es der Worte hier kaum mehr. Es ist ja nicht so, dass ich hier eine Prosa ĂĄ la "Spannend erzĂ€hlt" oder besondere Memoiren verfassen möchte; allerdings wĂ€re mir eine Linie der nachvollziehbaren Entwicklung lieber. (P.S.: Auch das ist das Wesen dieser Zehnsucht: genau soetwas zu erkennen!) Was es natĂŒrlich wieder auf den selben und im Grunde furchtbar einfachen Punkt 'get real' bringt: Wie ist mein Stand der Dinge? Wie bewerte ich den? Im (bewiesenen) Falle grĂ¶ĂŸeren Unwohlseins: Worin bestehen die problematischen UmstĂ€nde? Und: Was ist wie zu tun, diese UmstĂ€nde zu meiner Zufriedenheit zu Ă€ndern? Und dann kommt die Zehnsucht ins Spiel, in welcher ich dokumentiere, wie ich es angegangen bin, was ich also unternommen und dabei wie erlebt habe. Das ist wars eigentlich schon. (Tja- und genau das habe ich hier in dieser Zehnsucht in so vielen BeitrĂ€gen und Seiten schon so oft versucht. Aber es hat irgendwie nie so richtig geklappt, oder? Was'n nun?) SelbstverstĂ€ndlich ist der Verzicht auf Alkohol mit einhergehend /folglich fehlender Bereitschaft fĂŒr Entwicklung, Bildung, Schönheit und Erleben ein wichtiger Punkt; jedoch mĂŒssen die ursĂ€chlichen GrĂŒnde dafĂŒr ja sehr sicher irgendwo liegen. Aber was nun? Mein eigener Psychologe sein? Ein bisschen vielleicht. Es liegt weiterhin und nur an mir, zu Ă€ndern, was ich mir nicht gefĂ€llt. Und genau das muss ich in Worte fassen, kapieren, verinnerlichen. Und einen Plan schmieden. Realistisch, liebevoll, zielstrebig und zukunftsgewandt. Und den dann konsequent auf den Weg bringen, ihn beschreiten, gestalten und weiterverfolgen. (Die hier in Klammern gesetzten Kommentare schreibe ich beim nochmaligen Lesen dieser Zeilen. Wie dieser hier: Es ist erbĂ€rmlich, es ist so einfach und liest sich so hilflos. Meine GĂŒte, sowas macht man, wenn man 20 ist!) Anderenfalls bleibt und manifestiert sich nur das, was ich jetzt in mir beschreibe: Einen gefĂŒhlt ausgebrannten Typen ohne konkretes Ziel, der immer fetter, antriebsloser und mĂŒder wird. Dem jedes neue Projekt zur Last wird. Dem das Kribbeln fĂŒr Neues, Spannendes, Ungewisses, Abenteuerliches ... kurz: Schönes im Bauch abhanden gekommen ist. Möglicherweise haben meine dauerdurchbrennenden Synapsen im D-Zug meiner Reflexionen seit mindestens 40 Jahren die innere Semantik ermĂŒdet und dann selbstunsicher und erschöpft meine Abteilung fĂŒr Erbarmen um ein Mittel angefleht, welches in Form von leicht zugĂ€nglichem, gesellschaftlich toleriertem Alkohol sein Rezept ohne Lösung fand. Ich schlage vor, mich nicht auf- und damit dem weiteren Verfall anheim zu geben, sondern fĂŒr mich (und damit auch fĂŒr die Ästhetik dieser Zehnsucht mit besseren Worten) Sorge zu tragen. Wir alle hier in dir glauben an dich!

Empfehlung zur Zehnsucht

Ich halte es fĂŒr gut, diese Zehnsucht um die handschriftlichen Aufzeichnungen meiner Mapplethorpe TagebĂŒcher aus 1995/96 und die Aufzeichnungen aus meinen "Kreisen" und ggf. Kalendern aus den Jahren 1989++ zu erweitern. Das Datum dieser EintrĂ€ge kann ja ungefĂ€hr hier angegeben werden und liegt ja auch weit vor dem Start der Zehnsucht in 2010. Das habe ich bestimmt schonmal erwĂ€hnt und ich möchte es nochmals tun, um zum einen meine Zehnsucht - meine Geschichte - zu erweitern, zu vervollstĂ€ndigen, und zum anderen, um mir gerade jetzt- in diesen betrunken grenzwertigen ZustĂ€nden mit 51 Jahren zu vergegenwĂ€rtigen, wie mein Lebensmodell bisher aussah, jetzt aussieht und aussehen könnte. Und als Versuch, die bisherigen 50 oder zumindest 30 Jahre zusammenzufassen, zu erinnern, was ich bisher wie erlebt habe und ob ich mögliche Erkenntnisse samt meiner permanenten, unsĂ€glich massiven Reflexionen in mein Leben ab heute vernĂŒnftig einbauen kann. Warum? Oh, tja ... nunja: Weil es weiterhin und wie immer um mich zu tun gibt; weil ich als Permanentzweifler nie & nicht so richtig zufrieden bin mit meinem Leben ... weil ... weil ich fĂŒrchte, dass ich mich in irgendeine halbwegs angenehme Lebensweise hineinakzeptiere, die nicht meinem tatsĂ€chlichen Metier entspricht. Das reicht erstmal. An dieser Stelle also die Ermutigung an mich, meine Kalender und Mapplethorpes zu greifen und das hier zu dokumentieren. Mach's! P.S.: Falls es nochmal so eine Druckerei geben sollte, die einen Blog wie die Zehnsucht mit Hard- oder Softcover drucken wĂŒrde, empfehle ich ein Backup der Datenbank (als Original), dann eine Korrekturlesung der zu druckenden Zehnsucht und los ...

out of control

Au weia. Gestern bei Wein Micha: alles wie immer, nur doller. Micha musste mich auf dem Nachhauseweg zwischenzeitlich stĂŒtzen. Es gab Bier. Vier oder fĂŒnf. Dann Rotwein, Wahrscheinlich Hundert GlĂ€ser. Heute war nichts mit mir anzufangen, ausser die erneut gehackte wein39108.de WebprĂ€sentation neu zu bauen, weil die bisherige mit einer ordentlichen Malware zerschossen war. Schon wieder. Ich habe im Grunde nicht viel Ahnung von dem ganzen Zeug und wĂŒhle mich durch die Möglichkeiten. Wie dem auch sei, es war ein Tag, den ich beinahe nicht in der Lage war, zu ĂŒberstehen. Konter-Bier und eine Flasche Chianti sind die Nachwehen. Sowas geht garnicht. In der ParitĂ€t hat man mich gebeten, dabei zu bleiben. Sowas muss ich mir wirklich mal merken: Man mag mich nahezu allenortens und möchte mich behalten. Und ich bin damit in einer sehr guten Position. Und muss jetzt aufpassen, dass ich es im Sinne von Arbeit, Leistung, WohlfĂŒhlen und Geld richtig hinbekomme. Und noch vor ĂŒber einem Jahr sah das ganz anders aus: ich hĂ€tte nahezu alles angenommen, aus bloßer Furcht vor meiner wirtschaftlichen und vor allem inhaltlichen beruflichen Zukunft. Ich bin nur Spezialist im Verbreiten positiver Stimmungen, Motivationen und habe dazu ein paar FĂ€higkeiten, die offensichtlich nicht zu unterschĂ€tzen sind - so wie ich mich also selbst niemals unterschĂ€tzen sollte. Denn ich bin offensichtlich zu Dingen fĂ€hig, die von anderen sehr wohlwollend auf- und angenommen werden. Aber ich saufe mehr als zuviel. Was ist da los? Das geht schon seit (jetzt kommts:) Jahrzehnten so und wird mich ganz sicher in den Tod oder wenigstens die Demenz treiben. Erste Anzeichen sind bereits zu sehen, zu spĂŒren. Ist alles Mist oder sind bereits bereits Grenzen ĂŒberschritten und ich bin ein Alkoholiker? Ich sag mal: Ja! Und: Nein. Na bitte.

Worauf warte ich?

Na? Worauf? Was muss passieren, welcher InitialzĂŒndung bedarf es, mich aufrecht hinzustellen, und zu sagen: So! Jetzt! ? Ich hĂ€tte gern eine Antwort. Wie kriege ich mein Feuer fĂŒr diese meine Antwort entfacht? Wo ist die Glut? Verloschen ist sie nicht, das weiss ich; sie lauert. Aber sie scheint wĂ€hlerisch. Ich sollte mir die Zeit nehmen, diese ZEHNSUCHT mit ĂŒber 850 BeitrĂ€gen durchzulesen, oder mit Suchbegriffen zu  selektieren, oder von vorn bis hinten: Es ist erschreckend, wie sehr bereits lange Zeit vor dem Anfang dieser Zehnsucht in 2010 alles immer das Selbe ist. Guter Anfang: Summary t.b.c.

Pandemische Ausrede

Mit der Idee, dass mit Corona und derer einhergehenden ZĂ€sur in vielen Bereichen meines und des allgemeinen beruflichen, kulturellen, kĂŒnstlerischen und aktiven, sozialen Lebens ... mein weiterhin unguter Alkoholmengenkonsum und mein laues Erlebnisleben begrĂŒndet werden könnte, wĂŒrde ich mich ja gern und bequemerweise anfreunden; allein es stimmt nicht. Ich betrachte diese Pandemie als nahezu glĂŒcklichen und legitimierten Umstand, dass ich weiterhin genau das machen kann, was mir offensichtlich gut liegt: nĂ€mlich Aufwandsvermeidung. Die Wahrheit ist, dass sowohl mein Antrieb als auch meine Sicht auf die Dinge des Lebens weiterhin - und auch bei plötzlichem Abhandenkommens dieser Pandemie -  geschĂ€digt sind (und es zu bleiben drohen), weil es eben keine wirklichen Ziele, sondern nur zu erledigende Projekte gibt, die mir in dieser Antriebslosigkeit eher zu schaffen machen, als mich mit Neugier und Tatendrang und Schönheit zu erfĂŒllen. Parallel dazu schwingt dennoch immer meine vage Vorstellung von einem favorisierten "Leben" mit, die ich seit Anbeginn meiner Tage nicht greifen konnte. Und es in Anbetracht der sich manifestierenden ZustĂ€nde immer weniger kann. "Wissentliches Abstumpfen" kann ich das nennen. Also: Diese Pandemie hat die Gefahr meiner Demaskierung aufgeschoben. Was ja nicht aufgehoben ist. Wenn ich es nicht in den Griff bekomme. Von oben draufgeguckt darf ich auch behaupten: Ein ganzes, (gut) bezahltes Jahr hab ich sausen lassen. Aus Bequemlichkeit, aus Angst, aus Ziel- und Ideenlosigkeit. Juut durchjekomm' und GlĂŒck jehabt, wa? Nix fĂŒr die Zukunft? Na dann: Bis zum nĂ€chsten Schlupfloch, Mister Wiesel. Beispiele: Die Fotoserie fĂŒrs Gesellschaftshaus [seit FrĂŒhjahr 2020] hĂ€tte ich trotz oder sogar gerade wegen der Pandemie sehr gut komplett realisieren können: Keine Zuversicht, keine Ideen. Auch jetzt noch - fĂŒr die letzten 5 Motive >>> Den Audioguide fĂŒr Kinder auf dem Doppeldeckerbus der Stadt Magdeburg habe ich im Oktober 2020 zugesagt und eingeloggt: jetzt wird's knapp bis zum 01.04. >>> in der ParitĂ€t mag man mich und ich hatte ein Jahr Zeit, [seit 02/20] mich dort aufzubauen, mich schlau zu machen und herauszufinden, ob das was fĂŒr mich wĂ€re. Okay, man kennt und mag mich dort - (Everybody's Darling?) es wird wahrscheinlich auch ein Leichtes sein, dort 'unterzukommen' - doch steht die Frage: Ist es ein Job? Eine Berufung? Eine Leidenschaft?  Eine Profession? ... Mit etwas GlĂŒck viel Geld fĂŒr wenig Aufwand, eben weil die ParitĂ€t so relativ unbedarft im Bereich PR / Foto / Grafik / Web / Socialmedia ++ ist? Und: kann ich das wirklich gut? Will ich das? Sarkasmusmeldung: "Hello Mister Wiesel, nimm', was du kriegen kannst, winde dich mit deinem Charme weiterhin um jede Ecke und durch jedes Schlupfloch auf dem Weg des geringsten Widerstandes und suche dir einen Platz, an welchem du halbwegs froh sein und leben / arbeiten kannst, wenn du schon keine deiner vielen undurchdenkbaren Emo-Intentionen fĂŒr ein klares, selbstbestimmtes und erfĂŒlltes Leben fassen kannst." "Armutszeugnis" benenne ich es deshalb, weil ich schon zu betrunken bin, es deutlicher und tiefer zu beschreiben. Hinten dran kĂ€me noch die böse Frage nach meinem "Mittelmaß" und die unwahrscheinliche Flucht daraus bzw. die Selbsterkenntnis. KĂ€me auf den Teufel an ...

50 Jahre Sendung mit der Maus

Heute wurde die Sendung mit der Maus 50 Jahre alt. NatĂŒrlich musste ich das sehen und mir war ein wenig melancholisch zumute. Es steckte wie immer diese neugierige und freundliche Art in der anlĂ€sslich lĂ€ngeren Sendung und all meine Bekannten waren dabei. Ich weiss nicht, ob es Melancholie oder Traurigkeit war; es hing alles mit allem zusammen: Mein Blick auf die vielen Jahre bis hierhin und wie ich diese Sendungen erlebte: FrĂŒher als Kind gebannt vorm Fernseher, spĂ€ter dann mit Mandy beim FrĂŒhstĂŒck oder noch spĂ€ter allein und oftmals zum KaterfrĂŒhstĂŒck ... die Mausausstellung in Magdeburg und der grĂŒne Pullover mit den vielen Geschichten und vertrauten Charakteren ...  insbesondere der Maus, die dem Elefanten, der immer keine Post im Kasten hatte, heimlich einen Brief schrieb. Unvergessliche Szenen von Freundschaft, von meiner Vorstellung, wie das Leben genau so sein mĂŒsste. (Was es wahrscheinlich auch ist; nur scheinen mir meine Wahrnehmung und ĂŒbermĂ€ĂŸigen Reflektionen immer wieder mal dazwischenzufunken.) Und heute war es das GefĂŒhl ĂŒber die Zeit inklusive derer Endlichkeit. Mir schien es wie ein kleiner LebensrĂŒckblick, wĂ€hrend die Leute im Fernseher einen Blick in die Zukunft richteten. Eine feine Mixtur aus Freude und einer kleinen TrĂ€ne im Knopfloch.

Sportsfreund

Seit dem 27.01.2021 also versuche ich (nach Ende November 2020), unterwegs zu sein. Zu Fuß oder mit dem Rad. Um mich und meine Fitness auf den Weg zu bringen. Wahrscheinlich bin ich zu ungeduldig. Oder zu alt. Oder beides. Ich entschloss mich heute in Alt-Olvenstedt dann doch die "4" zu fahren und habe mich ordentlich damit ĂŒbernommen. Meine Basis war nicht die beste, denn gestern war ich seit vielen Wochen mal wieder beim Wein-Micha. Und es ging aus wie ĂŒblich. Das ist nochmal eine andere Geschichte - denn cool ist das nicht unbedingt. Aber vielleicht hilfreich. Auf dem Weg nach der TrogbrĂŒcke ging's wurde es dann knifflig: Erst Sattel & Hintern, dann die starke ErmĂŒdung mitsamt einem zwischenzeitlichen Husten. Alles zusammen nicht so besonders gut. Ich nehme mir wohl etwas zu viel vor. Und jedes Mal sage ich mir vorher: "Sachte! Mach' eine Spazierfahrt!" Und dennoch lockt die mitzeichnende App und das möglicherweise gute Ergebnis von Strecke, Dauer und Durchschnittsgeschwindigkeit. Tja, ich muss mich an mich anpassen. Sonst werde ich zu einem dieser von mir belĂ€chelten Selbstoptimierer, die sich einmal im Jahr auf Mallorca die Rad-Kante durch die Berge geben und hochrot einem Herzinfarkt nahe sind. Na gut. Aufpassen also. Ich wollte es mal bemerkt haben und die Gelegenheit nutzen, meine aktuellen Strecken 1-4 aufzuschreiben: So siehts aus. Weitere mögliche Route ist Der Weg ist auch beliebig ausbaubar. Ich muss allerdings, wie geschrieben, aufpassen, mich nicht zu ĂŒbernehmen. Die 3b scheint mir derzeit am besten geeignet fĂŒr eine gesunde Mischung.

Eltern

Immer wieder auf der Suche nach möglichen Szenarien meiner frĂŒhen, mittelzeitigen und weiteren Entwicklung habe ich heute eine altbekannnte Situation erlebt. Nichts sonderlich Neues, dennoch Bemerkenswertes: Mutter weiss wie immer alles besser und verteidigt diese Meinung lautstark und teilweise so offensichtlich daneben, dass es fast schlimm, zumindest aber ermĂŒdend ist. Und das betrifft ja nicht nur die Corona- bzw. Impfsituation; auch gesellschaftspolitische Meinungsfluten aus dem Fernseher weiss sie gekonnt zu kommentieren. Dass sie zudem Florian Silbereisen samt seiner greisverblödenden Sippe gut findet, ist natĂŒrlich ihr ĂŒberlassen; aber wenn ich zusammenfassend zurĂŒckblicke, könnte das ein Indiz fĂŒr meine ungerichteten Orientierungen geben, die mich mit viel Meinung, gefĂ€hrlichem Viertelwissen und und einer gewissen OberflĂ€chlichkeit gespickt einen Weg durch den Dschungel des Lebens zu schlagen versuchen. Vater kann es auf andere Art, der die Frage stellt, warum Nachbars Frau mit ihren zwei Kindern nicht vor ihrem statt unserem GrundstĂŒck auf dem Feld spazieren gehen und stattdessen hinter den nicht vorhandenen Gardinen weiter ausspĂ€ht, was ihn nerven oder schlimmstenfalls erzĂŒrnen könnte. Das ist alles kleiner Kram, zeugt aber vom großen Ganzen. Und das ist hier auch kein Verriss und auch lĂ€ngst keine ErklĂ€rung fĂŒr meine unsteten Empfindungen. Klar ist nur, dass ich seit meiner Jugend so ab die 16 herum immer irgendwie gegen viele Einstellungen meiner Eltern  war - was zu diesem Alter zwar auch gehört, sich aberÂ Â ĂŒber die Jahre nicht Ă€nderte, sondern sogar dazu fĂŒhrte, dass wie uns Mitte der 90er bis Mitte 2000 teilweise sehr wenig gesehen haben. Ich fand in unseren Begegnungen nichts Fruchtbares, Erhellendes, Zukunftsweisendes; vieles hatte mehr Negatives und Wertendes als Förderliches und Ermutigendes. Nun fĂ€llt der Apfel nicht weit vom Stamm und manchmal habe ich das GefĂŒhl, mit diesem Aufbegehren nicht unbedingt sehr weit gekommen zu sein - viele meiner Filter und Methoden haben mich meinen damals bereits unerklĂ€rlichen, 'anderen' Weg nicht einschlagen lassen. Na gut - zumindest auf meine Weise, die ich mir immerhin zutraute. Und ich habs mal aufgeschrieben, weil diese Zeit noch weit vor dem Beginn der Zehnsucht in 2010 liegt und wenig beschrieben wurde. Ab er da sind ja noch die Mapplethorpe TagebĂŒcher 95/96 und meine "Kreise". Wollte ich das hier nicht mal in eine neue Kategorie ĂŒbertragen? Und versuchen, das Ganze zu begreifen? Oder fĂŒrchte ich mich vor meinem persönlichen Mittelmaß, dem ich zu entfliehen versuche? Oder davor, herauszufinden, warum ich immer so viel Alkohol trinke? Ha!

Sporttrinker

Seit 2 Wochen bin ich aus sportlicher Sicht gut unterwegs. Weit gehen und neues Stevens-Rad fahren. Es gilt nun, diese AktivitĂ€t beizubehalten und ein weiteres, großes Unterfangen zu meistern: Meine Talsohle riecht bereits nach Lehm und ich bin nicht sicher, wie ich dem Unsinn des permanenten Alkoholkonsums entkommen kann. Dabei sind es nur die Stunden zwischen 21 Uhr und dem Zubettgehen, die ich mir irgendwie in meinen AktivitĂ€ten so umbauen muss, dass es nicht passiert: Die erste Zigarette beim ersten Bier - okay, das geht. Die nĂ€chste beim zweiten - nunja, das ginge auch noch. Es sind jedoch die Goo-Points, dich damit ĂŒberschreite, ein bisschen vom Wein kosten zu wollen; wohl wissend, dass die Flasche damit so gut wie geleert und im schlimmsten Fall die zweite angerissen wird. Der folgende Tag ist wie ĂŒblich grauslich und meine eigene UnzulĂ€nglichkeit wird mir schwer bewusst. Da fehlen Worte, fehlen ZusammenhĂ€nge und PlĂ€ne, die am Abend zuvor mitsamt dem Wein noch heroisch klangen. Mein Wissen ĂŒber die Folgen spielt da immer eine planlose Rolle. Fragen ĂŒber schleichende Demenz und "Leute, die sich totgesoffen haben" scheinen mir ziemlich realistisch. Und es ist nicht neu, sondern war schon immer so. Mandy hatte mal gemeint, dass ich solche typischen Phasen habe, in denen ich mich fallen lasse und mich dem Alkohol anheim gebe. Aus aktueller Sicht wĂŒsste ich gern um die anderen Phasen, an die ich mich kaum erinnere. Es gibt zu tun, weiterhin, und ich fĂŒrchte mich dabei vor meiner UnfĂ€higkeit, den Audioguide Magdeburg fĂŒr Kinder und die Fotos fĂŒrs Gesellschaftshaus und meine möglichen ZukĂŒnfte bei ParitĂ€t und Freiwilligenagentur und mein Ansinnen betreffs jeskom zu begreifen, zu fassen, zu planen, anzugehen. Seit 2 Wochen also bin ich immerhin in Bewegung. Das ist gut. Ich muss es beibehalten und mir etwas suchen, was mich abends vom Pfad der Selbstzerstörung fern hĂ€lt. Aber womit? Schwimmen und Mitternachts-Sauna waren immerhin mal ein möglicher Abend in der Woche. Geht gerade nicht. Noch? Ich kann doch nicht 21:00 ins Bett gehen!? Zum ErklĂ€ren meiner prekĂ€ren Lage: Gestern hatte ich nach einem Bier keinen Geschmack auf die verbliebenen eineinhalb GlĂ€ser restlichen Rotwein, die noch in der KĂŒche nach mir schrien. Dennoch hab ich sie eingelassen. Wohl wissend, dass nichts mehr im Haus ist. Oh- ausser dem neuerlich erhĂ€ltlichen Bree-Wein in der 1,5 Liter AusfĂŒhrung, die ich Tobias zeigen wollte.  Aus einem Ankosten wurde eine Dreiviertellehrung und nun sitze ich nach dem heutigen (außerdem in den Videokonferenzen) deutlich sichtbaren Zerfalldilemma hier bei Tobi, der bereits ins Bett gegangen ist, und stelle dabei erneut fest, dass mich nach der ersten Zigarette kurz vor Zehn der zögerliche, neue Bree-Massenwein bereits vollstĂ€ndig in der Zerre hat und ich erneut bereit bin, die ganze Welt auszusaufen. Tag ein. Tag aus. Alles andere bleibt liegen. P.S.: Und ja: ich mache auch diese Flasche alle (1,5 Liter!) , weil sie schon so erschreckend leer aussieht. Dann werde ich heimlich leise mein Bettzeug schnappen und nach oben ziehen, weil ich Angst habe, Tobi mit meinem wahrscheinlichen Schnarchen zu stören. P.P.S.: Das Übliche, diesmal aber schon vor dem Hangover: FUCK OFF. LASS DAS SEIN! Wenn's nicht anders geht, dann ganz!

Kompensation

Der merkwĂŒrdige Temperatursprung von -15° auf + 20° gibt mir also die Möglichkeit, mein neues Fahrrad auszuprobieren. Habe ich heute wieder getan. Von 20 Kilometern gestern auf heute 35. Ging schon viel besser. Stevens und ich nĂ€hern sich an. Was ich eigentlich schreiben will: Den Aufwand an Anstrengung mit anschliessender Genugtuung mache ich mit Alkohol am Abend gleichsam wieder wett. Das sind zusammen zwei Anstrengungen fĂŒr den Körper: Eine, die meinen Körper samt Kreislauf auf wörtliche Touren bringt. Und die andere, die meinem Körper samt Geist große Anstrengungen abverlangt, das zu ĂŒberstehen. Das, was nach Kompensation klingt, ist letzten Endes doppelte Anstrengung: Die eine ist immerhin positiv und förderlich und die andere ... kennen wir bereits zur GenĂŒge. Das Selbe lĂ€sst sich auf das Kiesertraining anwenden. Mach' kaputt, was dich gesund macht.

96null und Was wÀre Wenn

Mit "Du schaffst" schaffte ich es es genau 4 Tage. Am 5. - dem Donnerstag gelang es mir, bei zwei GlĂ€sern Rotwein zu bleiben. Um Freitag und Samstag dann alles nachzuholen. In der folgenden Woche gelang es dann nicht so gut und die hier beschriebene drittfolgende ... ach, was schreibe ich da. Am vergangenen Wochenende gab es eine "Was wĂ€re Wenn" Situation mit sehr lauem GefĂŒhl, weil die mögliche Konstellation nicht unrealistisch war. SpĂ€t am Abend klingt mein Handy. Eltern. Aber nur einmal. Aaah- hat sie sich verdrĂŒckt? Ich schreibe sofort: "Was'n?". Nichts. Keine Antwort. Ich rufe an: Nichts. Keine Antwort. Ganz dumme Situation, vielleicht erklĂ€rbar mit Alter und Ton aus. Aber eben unschön. NĂ€chsten Tags dauerte es auch nochmal, bis sie endlich ranging und sich alles aufklĂ€rte. Dass sie mit Haberlands eine Party gemacht und dabei am Handy was eingestellt und es dann weggelegt hatten. So. Aber jetzt: Ich habe abendlich zwei Flaschen weissen Weines geleert und stelle mir nun vor, wie das wohl wĂ€re, wenn der Ernstfall eingetreten wĂ€re? Ganz schlechte Vorstellung. Das geht alles den Bach runter, wenn ich aus dieser Kurve oder Sohle nicht rauskomme. Mister Bechterew meldet sich sogar persönlich und droht mit dem kleinen Finger. Dazu habe ich dicke Finger, die seit gestern mit meinem neuen Fahrrad gern anfangen zu kribbeln. Herzinsuffizienz bei Gewebedurchwirkung von BlutflĂŒssigkeit. Es handelt sich doch um ein temporĂ€res Tal, das mit Corona und der allgemeinen AntriebsschwĂ€che zu erklĂ€ren ist, oder? Und 96null sind 4 Kilo vor Hundert. Das nur am Rande. Ich bin mein eigener Tagebau, entziehe mir nach und nach die Substanz und fĂŒlle sie mit Fett.

Hanz kurz Test

Du hast den Betreff leider falsch geschrieben. Aber das sollte insofern nichts machen, als dass wir das noch einmal ausdiskutieren können. Wenn sie aus dem Fenster sehen, sehen Sie einige Wolken und die Sonne versteckt sich dort hin da ................................................ sent by 2und40 mobile home

95zwei

Aus der gestrigen Laune heraus befinde ich mich also nun im Status Null. Was fĂŒr ein Gezeter um ein Thema, das sich ĂŒber die Jahre seinen Weg gebahnt hat. Kaum ist es Tag 1, will ich es mich gleich nochmals wissen lassen. Wie ein Kubon, der erstmals in seinem Leben ein paar Schritte selbst geht und es die ganze Welt in Bild und Text wissen lassen möchte. Immerhin kaschiere ich es in eine weitere Bestandsaufnahme: Erstmals seit vielen Monaten habe ich es gewagt, die Waage zu befragen. 95,2 Kg sind es. Soviel wie noch niemals jemals unglaublich ever zuvor. Immerhin sind es keine Hundert, doch es wĂ€ren nur wenige Tage bis dahin. Derweil die nĂ€chste Abteilung: der ParitĂ€tische. Sicherlich ist es der fehlenden, gemeinsamen PrĂ€senzen geschuldet, dass ich nicht nach und nach reinschnuppern und das Wesen des ParitĂ€tischen begreifen kann. Ein mir so merkwĂŒrdig entrĂŒcktes und sich selbst bestĂ€tigendes Gebilde lĂ€sst mich an der Idee, die Position der Verbandskommunikation sowie Presse-/Öffentlichkeitsarbeit zu beziehen, schier verzweifeln. Erste Annahme: Der Landesverband des ParitĂ€tischen ist der Anwalt der sozial Benachteiligten, tritt also fĂŒr sie ein und fordert sozial- und gesellschaftspolitische Gerechtigkeit, derweil die Sozialwerke mehrere wirtschaftlich arbeitende GmbHs betreiben, in denen Menschen anderen Menschen direkt helfen. Gegen Geld vom Staat und den Kassen. Das könnte eine ErklĂ€rung sein und stellt derweil dazu die Frage, ob so eine Information nicht auch wesentlicher Bestandteil meines Studiums war? Bestimmt haben die permanenten Mengen Alkohols und meine allgemeine Defensive ihr Übriges getan, meine Auffassungsgaben und Interessen ĂŒber die Zeit hinweg zu verringern und im Gegenteil meine Unzufriedenheit ĂŒber das Unvermögen der Welt (inklusive meines) zu vervielfachen. Was im Grunde keine Spirale, sondern eher einer Abfahrt der Farbe Schwarz entspricht. Oder besser: einer sehr sehr lange Blauen.

Der Entschlossene, auch aus Angst

How to get away with Murder ... netverflixtes Serienzeug am Samstag Abend. Guck ich halt ein bisschen mit und denke an Denver Clan oder Dallas hoch 10. Annalise Keating ist eine der Hauptpersonen und wahrscheinlich auch irgendwie traumatisiert, denn sie trinkt heimlich Wodka. Und irgendwer mittendrin sagt ihr, dass sie damit aufhören solle und ermutigt sie. Thematisch wie inhaltlich sehr amerikanisch. Und Tobi wiederholte die Worte und sagt: "Du schaffst das! Ich glaube an dich!" Und wie wir alle wissen, steckt in den  Kernen der Witzigkeiten die heimlich eigentliche Wahrheit. Es ist unverbindlich genug, um nicht zwanghaft zu wirken und der Januar ist jetzt vorbei und meine vielen, angestauten Aufgaben sind weder gelöst, noch tatsĂ€chlich angefangen und es wird nicht sachte sondern sehr deutlich eng und draussen scheint bei weissestem Schnee die helle Sonne und das alles zusammen sollte Ansporn und Hauruck genug genug sein, es jetzt anzugehen. Bzw. wenigstens erstmal den Wein bis Freitag stehen zu lassen. Dazu gesellt sich die allgemeine Angst meiner sich manifestierenden Taten- und Aussichtslosigkeit, weder Wille noch Vorstellung generieren oder mein Leben ĂŒberhaupt erfassen zu können. Die Zukunft steht nichtmal in den Sternen. Daneben steht jedoch das Maß meines Unvermögens und meiner Konzeptionslosigkeit und  Ziellosigkeit. Das muss ich jetzt klĂ€ren, ich kann es nicht mehr verbergen. Und wer weiss, wer mir das alles oder wenigstens den Alkoholkonsum ansieht. Auch Corona hĂ€lt nicht mehr als Grund dafĂŒr her. FĂŒr die allgemeine Lethargie vielleicht, aber ich kann ohne Weiteres einen Dauerzustand daraus machen, wenn er es nicht lĂ€ngst schon ist. Ja. Ist es. Gesundheitlich ist das Alles ĂŒberlĂ€ngst schon mehr als bedenklich. So manches Mal dachte ich, dass jetzt folgerichtig wenigstens ein kleiner Herzinfarkt oder Schlaganfall oder wenigstens ein Kreislaufkollaps mit Panikattacke fĂ€llig sein sollte. Sobald ich es gedanklich wie auch körperlich ĂŒberstanden hatte, geht der Wein sofort wieder auf. Mit dem selben Ablauf. Und das seit ... ? Ich muss es zurĂŒckdatieren in die Entscheidungsphase beim Puppentheater. Was dann so 2016 wĂ€re. Den Alkoholmissbrauch an sich bis an den Anfang des Jahrtausends. Eine Challenge. Mal sehen, was passiert.

Die Empfehlung

Ich habe eben mal rumprobiert, nach bestimmten Stichworten in der Zehnsucht zu suchen. Allein "Alkohol" (auch als es diese Kategorie noch nicht gab) taucht zurĂŒck bis an den Anfang dieser meiner Zehnsucht. Das war 2010. Also 20 Jahre. Und dabei gibt es sehr viel Interessantes und meist nicht immer Schönes zu lesen. Vieles davon habe ich vergessen. Kurzum, meine Empfehlung an mich selbst lautet: Finde eine Zeit, einen Platz, ein unbetrunkenes Setting. Lies' die Zehnsucht online oder besser noch ausgedruckt von vorne bis hinten durch. Das sind bis jetzt 815 EintrĂ€ge seit dem 01.01.2010. Da ist sicher viel Krams dabei, aber es könnte sehr  hilfreich sein ...

Das Schindluder

Ich erreiche meine Grenzkontrollen, in meinen TrĂ€ume rase ich mit dem Bus unfallunvermeidlich gegen WĂ€nde und komme dennoch kurz davor unversehrt zum Stehen; ich esse und trinke und wiege wahrscheinlich wieterhin zuviel, sehe auch so aus, fĂŒhle mich auch so und bewege mich zuwenig. Ich bin mein eigenes Schindluder. Mit Kraftanstrengung gestern 12 km gegangen. Gefreut, fast bereut: es ist vermutlich zu viel zu schnell gewesen. Und dann: Keine richtige Vorstellungskraft ĂŒber die ParitĂ€t und Zukunft, alles wirkt so dumpf, Sylke irgendwie fast abweisend, kaum jemand will mehr was von mir. Die Welt steht still und ich denke mir ein Konstrukt: Wenn ich also dem Alkohol enteile, mich körperlich und geistig erhole und also wieder fit mache fĂŒr das Leben: Was genau werde ich dann in diesem Leben leben wollen? Aus irgendeinem Grund muss ja entstanden sein, was ich heute bin: behĂ€big, dick, unzutraulich gegenĂŒber mir selbst und vielleicht auch anderen, entscheidungsarm, abwartend, nicht inspiriert, platt, Ă€ngstlich, mittlerweile unglaublich geldreich aber ohne Ideen, Ideale, Interessen. Wenn ich also wieder an einem meiner AnfĂ€nge stehe und sehe, wohin die Reise gehen kann ... was dann? Zwischen Feld und Diesdorf spazierten gestern zufĂ€llig 5 Leute in verschiedene Richtungen und aus meinen Kunzekopfhörern "wie der Name schon sagt" singt es ... eigene Wege sind schwer zu beschreiben, sie entstehen ja erst beim Gehen. Das war rĂŒhrend, ein Bild von Menschen, die ihren Weg gehen bzw. suchen. Fanden wir schon 1990 gut, aber was sind schon 30 Jahre?

🔒 Nur fĂŒr Claude | Zehnsucht seit 1995 | 2010